Pauschale Aussagen und Verallgemeinerungen als Manipulationstechniken

Pauschale Aussagen und Verallgemeinerungen als Manipulationstechniken

Wie Sie sich vor Manipulation schützen
Manipulation

Pauschale Aussagen und Verallgemeinerungen als Manipulationstechniken

 

Manipulationstechniken gibt es in vielen Formen. Verallgemeinerungen und pauschale Aussagen sind häufige Manipulationsversuche. Mit ihnen sollen Erfahrungen entwertet und Zweifel gesät werden. Es gilt solche Versuche möglichst  früh zu erkennen und ihnen zu begegnen.

Manipulationstechniken

 

Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen.

Charles Maurice de Talleyrand

Pauschale Aussagen und Verallgemeinerungen als Manipulationstechniken

 

Manipulative Zeitgenossen, wie Narzissten, sind nicht immer intellektuelle Geister. Viele Fieslinge sind denkfaul und wollen sich das Leben möglichst leicht machen. Statt sich die Zeit zu nehmen, eine ihnen fremde oder zumindest unangenehme Perspektive sorgfältig zu erkunden, verallgemeinern sie ihre Aussagen. Sie machen pauschale Aussagen, die noch so klare Argumenten ihrer Gegenspieler ignorieren. Einzelheiten werden ignoriert, Perspektiven in einen anderen Kontext gesetzt und durch unangemessene Bewertungen aus der Betrachtung entfernt.

 

 

 

Folgen

 

Was nicht passt, wird passend gemacht, ohne Rücksicht auf Verluste und blaue Flecken. Verallgemeinerungen und pauschale Aussagen entwerten Erfahrungen, die nicht in die von Manipulatoren ungestützten Annahmen, Schemata und Stereotypen passen. Besonders wirkungsvoll gelingt die Beeinflussung, wenn Überzeugungen des Publikums gespiegelt werden. Dann stehen die Betroffenen schnell allein da.

 

 

 

Absicht

 

Verallgemeinerungen werden häufig verwendet, um den Status quo zu erhalten. Diese Form der Ablenkung übertreibt eine Perspektive bis zu dem Punkt, an dem ein Problem der sozialen Gerechtigkeit völlig unkenntlich gemacht werden kann.

 

 

 

Beispiel

 

Bei Betrugsvorwürfen gegen prominente Persönlichkeiten wird zur Abwehr häufig darauf hingewiesen, dass es immer wieder Falschmeldungen von Betrug gibt. Tatsächlich gibt es sie, doch wohl relativ selten. In diesem Fall werden die Handlungen Einzelner als das Verhalten der Mehrheit bezeichnet, während der konkrete Bericht zur Seite gelegt wird und nicht anerkannt wird.

 

 

 

Toxische Beziehungen

 

Alltägliche Mikroaggressionen sind auch in toxischen Beziehungen recht häufig. Werden Menschen mit narzisstischen Tendenzen auf ihren Missbrauch hingewiesen ist Klärungsbereitschaft unwahrscheinlich. Von Selbstreflexion ist keine Spur. Stattdessen wird mit pauschalen Verallgemeinerungen der Spieß umgedreht. Betroffenen werden mit dem grundsätzlichen Stempel der Überempfindlichkeit ins Abseits geschoben.

 

 

 

Was tun?

 

Achten Sie darauf, gut aufgeräumt unterwegs zu sein. Halten Sie an Ihren Erkenntnissen fest und widerstehen Sie verallgemeinernden Aussagen. Behalten Sie im Kopf, dass es sich um eine Form von schwarz-weißem unlogischem Denken sind und Mittel der Manipulation sind. Toxische Menschen, die pauschale Aussagen machen, ignorieren den vollen Umfang der Erfahrung. Mit Verallgemeinerungen und Pauschalisierungen sollen Sie und andere Menschen manipuliert werden. Lernen Sie solche Manipulationsversuche, Manipulationstechniken und Manipulatoren frühzeitig zu erkennen und zu entlarven.

Video

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Sie wollen Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern?

 

Kommen Sie zu mir ins Einzeltraining und ich zeige Ihnen, wie Sie selbst fortgeschrittene Manipulationstechniken erkennen, abwehren und sogar für sich nutzen können. Ich empfehle Ihnen 2 bis 5 Stunden für dieses lohnenswerte Thema.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

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Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

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Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

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Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

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Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige. Albert Schweitzer

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Sie können durchaus Charme ausstrahlen und auf den ersten Blick ganz nett wirken; Narzissten. Viele wirken redegewandt, humorvoll, selbstsicher und ziehen so die Aufmerksamkeit auf sich. Doch so gut der erste Eindruck sein mag; Narzissten entlarven sich selbst als Egomanen. Mit ihrer Selbstverliebtheit und Egozentrik strapazieren sie dann die Nerven mit ihren Star-Allüren. Meist lohnt der Inhalt die anspruchsvolle Verpackung zwar nicht, doch darüber wird vehement hinweggetäuscht.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. März 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #79460
Englische Version:
K: CNB
Ü:

Vorsicht vor dem Aktionismusreflex

Vorsicht vor dem Aktionismusreflex

Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.
Aktionismus

Aktionismusreflex

 

Der Aktionismusreflex ist weitverbreitet. Er richtet häufiger Schaden an, als hilfreich zu sein. Selbst unterschätzen wir das Phänomen leider meist.

Video

Wirklich etwas erreichen oder reicht Show? Aktionismus

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Aktionismus

 

Betriebsames, unreflektiertes oder zielloses Handeln, meist ohne Konzept, wird als Aktionismus bezeichnet und ist nicht nur in Unternehmen und Politik weit verbreitet.

Definition Aktionismus

 

Manch einer hält Hektik und Aktionismus für Krankheiten unserer Zeit. Doch so neu ist diese menschliche Neigung nicht. Gerade in unübersichtlichen, unklaren und neuen Situationen neigen viele Menschen dazu, schnellstens handeln zu wollen. Gerade im leistungsorientierten Umfeld ist blinder Aktionismus zu Hause. Da gilt; wer nicht strampelt, den spült der Strom weg. Durch unüberlegte Handlungen meinen viele Menschen irgendwie doch noch Herr der Lage zu bleiben und alles unter Kontrolle zu bringen. Es ist ein Reflex, der sich in der menschlichen Entwicklungsgeschichte lange Zeit bewährt hat. Lange Zeit und angesichts von Säbelzahntigern und Mammutjagd galt: Besser etwas, als gar nichts zu tun. Dieses weitgehend unüberlegte Verhalten wird als Aktionismusreflex und auch als Action Bias bezeichnet. In der heutigen Zeit erweist sich dieses reflexartige Verhalten immer häufiger als nachteilig. Produktiv zu sein ist weit mehr, als nur beschäftigt zu sein.

Aktionismusreflex

 

Der Aktionismusreflex ist ein spezieller Reflex, in jeder Situation sofort und meist ohne vorhergehende Ideensammlung oder -auswahl, mit einer Aktion um der Aktion willen loslegen zu müssen. In besonders ausgeprägten Fällen wird er auch als „blinder Aktionismus“ bezeichnet. Gut gemeint, doch trotz bester Absichten richtet solcher Aktionismus leicht Schäden an oder vergeudet im besten Fall zumindest Ressourcen.

 

 

 

Aktionismus liegt in der menschlichen Natur

 

Es liegt in der Natur der Menschen, in unübersichtlichen, unklaren und neuen Situationen sofort handeln zu wollen. Die Hoffnung sitzt tief, dadurch wieder Herr der Lage zu sein und alles unter Kontrolle zu bringen. Es handelt sich um einen Reflex, der sich in der menschlichen Entwicklungsgeschichte lange Zeit bewährt hat. Besser ETWAS als GAR NICHTS zu tun, um Gefahren erst einmal abzuwenden.

Dieses Verhalten wird auch als „Action Bias“ bezeichnet, weil Menschen umtriebig sind und die Tendenz haben, zu agieren. Sie wollen lieber aktiv beteiligt sein, als sich passiv den Geschehnissen auszuliefern. Das Bedürfnis drängt selbst dann, wenn ein Eingreifen unnötig ist oder negative Auswirkungen mit sich bringt. Das Stammhirn (aus gutem Grund auch als Reptiliengehirn bezeichnet) sieht heutzutage in der Fantasie so manchen Säbelzahntiger, wo gar keiner ist. Da ist Vorsicht geboten, um nicht voreilig Mitmenschen mit Steinen zu werfen.

Das mag in früheren Zeiten der menschlichen Entwicklung hilfreich für das Überleben gewesen sein, doch die Zeiten haben sich geändert. So ein Säbelzahntiger vor dem Höhleneingang erlaubte kein Zögern. In Situationen, in denen es früher auf Schnelligkeit der Handlung ankam, sind heutzutage wesentlich häufiger Gelassenheit und weniger Aktionismus von Vorteil. Zuerst gilt es die notwendigen Informationen zu beschaffen, Hindernisse und Lösungen zu erkennen und erst dann angemessen zu reagieren. Nach überlegten Entscheidungen wird mitunter sogar oft deutlich, dass gar keine konkrete Reaktion erforderlich ist, sondern ein bloßes Abwarten ebenso erfolgreich und sogar zielführender sein kann.

 

Vorsicht vor blinden Flecken

 

Blinde Flecken begünstigen Aktionismus. Wer sich gut kennt und nachdenkt, neigt weniger zu Aktionismus.

JOHARI-Fenster

Aber wo bleibt da die Geschwindigkeit?

 

Wo Wettbewerb herrscht, da überholen laut Sprichwort; die Großen die Kleinen und die Schnellen die Langsamen. Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit liefern Wettbewerbsvorteile. Doch weil Vorteile meist kopierbar sind, ist der Vorsprung so nur knapp und bestenfalls mit großem Aufwand zu halten. Wer längere Zeit vorne mitspielen will, muss so ständig schneller werden und gleichzeitig an vielen Fronten handeln. Da werden die Ressourcen auf eine harte Probe gestellt. All das will koordiniert werden und nur Dank guter Entscheidungen hat das Bemühen auch Aussicht auf Erfolg. Und es wird nicht einfacher. Die Fehlertoleranz wird in vielen Bereichen stetig geringer. Schneller, immer schneller. Es gilt mittlerweile unter Vollgas mehr und mehr unter einen Hut zu bringen. Und das, ohne innezuhalten. Dafür wird keine Zeit vergeudet. Doch bei zu großer Geschwindigkeit lässt sich schnell etwas übersehen, das sich später als relevanter herausstellt, als vermutet. So werden Alternativen übersehen und eine Reife von Lösungen unterbleibt, der Überblick geht verloren. Willkommen im Hamsterrad!

 

 

 

Besser als Aktionismus: Sauberes Denken statt hektischer Aktivität

 

Vorsprung durch Hektik gibt es nicht. Besser, viel besser, als Aktionismus ist es, Alternativen durchzuspielen, Szenarien zu erkunden und anhand der Konsequenzen aus einer Vielzahl von Handlungsoptionen zu schöpfen. Dann entkommen wir dem ererbten Reflex zum Aktionismus entkommen und denken zuerst nach.

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

 

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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 15. Juni 2017
Überarbeitung: 4. Januar  2020
Englische Version:
AN: #361
K: CNB
Ü:

Innere Kündigung: 10 Schritte zurück in die Handlungsfähigkeit

Innere Kündigung

10 Schritte zurück in die Handlungsfähigkeit
Raus aus der Falle: Tipps bei innerer Kündigung

Innere Kündigung: 10 Schritte zurück in die Handlungsfähigkeit

 

Wenn du innerlich längst gegangen bist und trotzdem jeden Morgen zur Arbeit fährst

 

Du funktionierst noch.

Du erledigst, was erforderlich ist.

Du erscheinst zu Meetings.

Beantwortest Nachrichten.

Machst deine Arbeit.

Und innerlich bist du immer weniger dabei.

Der Sonntagabend fühlt sich schwer an.

Montagmorgen beginnt mit Widerstand.

Du zählst die Stunden bis zum Feierabend.

Neue Ideen lösen kaum noch Interesse aus.

Vielleicht denkst du:

„Ich will hier einfach meine Ruhe haben.“

Das wird häufig als innere Kündigung bezeichnet.

Für mich ist dabei eine Sache besonders wichtig:

Innere Kündigung ist weniger ein Charakterfehler als ein Signal.

Etwas in deiner beruflichen Situation passt seit längerer Zeit kaum noch.

Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger:

„Wie zwinge ich mich wieder zu mehr Motivation?“

Sondern:

„Was ist hier aus dem Gleichgewicht geraten – und was kann ich jetzt gestalten?“

 

 

 

Was bedeutet innere Kündigung?

 

Von innerer Kündigung sprechen wir, wenn Menschen formal weiterhin in ihrem Arbeitsverhältnis bleiben und sich emotional zunehmend davon zurückziehen.

Das kann sich zeigen durch:

geringeres Engagement,

weniger Eigeninitiative,

innere Distanz,

Zynismus,

Dienst nach Vorschrift,

weniger Interesse an Entwicklung,

und den Wunsch, möglichst wenig zusätzliche Energie in die Arbeit zu investieren.

Von außen kann jemand weiterhin zuverlässig funktionieren.

Innerlich hat sich die Beziehung zur Arbeit längst verändert.

 

 

 

Innere Kündigung beginnt häufig lange vor dem Rückzug

 

Die wenigsten Menschen wachen morgens auf und beschließen:

„Ab heute ist mir alles egal.“

Häufig gibt es eine Vorgeschichte.

Vielleicht hast du dich lange engagiert.

Ideen eingebracht.

Verantwortung übernommen.

Probleme angesprochen.

Auf Veränderung gehofft.

Und irgendwann entstand der Eindruck:

Es verändert sich ohnehin kaum etwas.

Dann wird Rückzug zur verständlichen Reaktion.

 

 

 

Was steckt dahinter?

 

Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein.

Zum Beispiel:

fehlende Anerkennung,

geringer Gestaltungsspielraum,

unklare Erwartungen,

dauerhafte Überlastung,

Unterforderung,

Konflikte,

schwierige Führung,

mangelnde Fairness,

fehlende Entwicklungsmöglichkeiten,

Wertekonflikte,

Vertrauensverlust,

oder die Erfahrung, mit eigenen Ideen kaum etwas bewirken zu können.

Deshalb hilft weniger die pauschale Forderung:

„Motivier dich wieder.“

Zuerst braucht es Klarheit darüber, was die Motivation überhaupt verdrängt hat.

 

 

 

Innere Kündigung oder Erschöpfung?

 

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Wer erschöpft ist, kann ebenfalls:

weniger Initiative zeigen,

sich zurückziehen,

reizbarer werden,

weniger Freude empfinden,

oder morgens kaum noch Energie für die Arbeit haben.

Dann liegt die zentrale Aufgabe möglicherweise weniger in Karriereplanung und stärker in Regeneration und angemessener Unterstützung.

Auch anhaltende Niedergeschlagenheit, Schlafprobleme, starke Ängste oder deutliche körperliche Beschwerden verdienen Aufmerksamkeit.

Dein Zustand liefert wichtige Informationen darüber, welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

 

 

 

1. Nimm das Signal ernst

 

Innere Kündigung verschwindet häufig weniger dadurch, dass du noch einige Monate die Zähne zusammenbeißt.

Frage dich:

Seit wann geht es mir so?

Was hat sich verändert?

Welche Ereignisse waren entscheidend?

Was fehlt mir heute?

Was kostet mich besonders viel Energie?

Damit wird aus diffusem Frust eine Situation, die sich untersuchen lässt.

 

 

 

2. Trenne Arbeitsplatz und Beruf

 

Vielleicht denkst du:

„Ich habe einfach keine Lust mehr auf meinen Beruf.“

Das kann stimmen.

Es kann ebenso sein, dass du vor allem diese konkrete Konstellation satt hast.

Diese Führungskraft.

Dieses Team.

Diese Aufgabenverteilung.

Diese Unternehmenskultur.

Diese Arbeitsbedingungen.

Frage deshalb:

Wie würde ich dieselbe Tätigkeit unter guten Bedingungen erleben?

Und:

Was genau möchte ich wirklich hinter mir lassen?

Diese Unterscheidung kann sehr viel verändern.

 

 

 

3. Finde den eigentlichen Verlust

 

Innere Kündigung entsteht häufig dort, wo etwas Wesentliches verloren gegangen ist.

Vielleicht:

Sinn.

Einfluss.

Anerkennung.

Fairness.

Lernen.

Zugehörigkeit.

Autonomie.

Vertrauen.

Perspektive.

Frage:

Was war früher vorhanden, das heute fehlt?

Und:

Was müsste sich verändern, damit wieder mehr Beteiligung möglich wäre?

 

 

 

4. Prüfe deinen tatsächlichen Einfluss

 

Frust lässt Situationen schnell unveränderbar erscheinen.

Deshalb lohnt sich eine nüchterne Bestandsaufnahme.

Was kannst du selbst verändern?

Welche Aufgaben lassen sich anders gestalten?

Welche Gespräche stehen aus?

Welche Verantwortung könntest du neu klären?

Welche Zusammenarbeit lässt sich verändern?

Welche Weiterbildung eröffnet Möglichkeiten?

Welche internen Wechsel sind denkbar?

Welche Optionen außerhalb des Unternehmens existieren?

Handlungsfähigkeit beginnt dort, wo aus „alles“ wieder einzelne beeinflussbare Faktoren werden.

 

 

 

5. Sprich über das, was sich verändern soll

 

Wenn eine Veränderung innerhalb des Unternehmens grundsätzlich denkbar ist, braucht sie häufig ein Gespräch.

Mit Führungskraft.

Personalverantwortlichen.

Projektleitung.

Oder anderen relevanten Personen.

Bereite dieses Gespräch sorgfältig vor.

Weniger:

„Ich bin total unzufrieden.“

Konkreter:

„Ich möchte über meine aktuelle Arbeitssituation und mögliche Veränderungen sprechen.“

Dann:

Was funktioniert?

Was fehlt?

Welche Auswirkungen hat die gegenwärtige Situation?

Was möchtest du verändern?

Was wäre ein realistischer nächster Schritt?

Klarheit erhöht die Chance auf konkrete Antworten.

 

 

 

6. Formuliere Bedingungen statt allgemeiner Wünsche

 

„Ich möchte wieder motivierter sein“ lässt sich schwer verhandeln.

Konkreter sind Bedingungen.

Zum Beispiel:

mehr Verantwortung in einem bestimmten Bereich,

klarere Prioritäten,

weniger parallele Projekte,

mehr Entscheidungsspielraum,

regelmäßiges Feedback,

eine andere Aufgabenverteilung,

Weiterbildung,

ein interner Wechsel,

oder ein klarer Entwicklungspfad.

Frage dich:

Welche drei Veränderungen hätten für mich den größten Unterschied?

 

 

 

7. Prüfe deine Erwartungen

 

Manchmal liegt ein Teil der Unzufriedenheit auch in Erwartungen, die sich verändert haben.

Vielleicht war ein Arbeitsplatz früher passend.

Heute brauchst du etwas anderes.

Mehr Gestaltung.

Mehr Sinn.

Mehr Freiheit.

Mehr Verantwortung.

Oder weniger davon.

Das bedeutet weniger, dass damals jemand einen Fehler gemacht hat.

Menschen entwickeln sich.

Ein Arbeitsplatz kann einmal richtig gewesen sein und später weniger passen.

 

 

 

8. Hol dir zusätzliche Perspektiven

 

Wer lange frustriert ist, denkt zunehmend innerhalb derselben Schleifen.

Dann helfen Menschen, die weder alles schönreden noch deinen Frust weiter anheizen.

Gute Gesprächspartner helfen dir:

Zusammenhänge zu erkennen.

Annahmen zu prüfen.

Möglichkeiten zu sehen.

Prioritäten zu klären.

und Konsequenzen realistischer einzuschätzen.

Das kann ein vertrauter Mensch sein.

Ein Mentor.

Oder ein unabhängiger professioneller Sparringspartner.

 

 

 

9. Entwickle echte Alternativen

 

Allein das Wissen, dass du Optionen hast, verändert häufig schon deine innere Position.

Prüfe:

Welche anderen Aufgaben gibt es im Unternehmen?

Welche Arbeitgeber wären interessant?

Welche Fähigkeiten sind übertragbar?

Welche Kontakte kannst du reaktivieren?

Welche Weiterbildung erweitert deine Möglichkeiten?

Wie sieht dein finanzieller Spielraum aus?

Welche Veränderungen sind innerhalb der nächsten sechs oder zwölf Monate realistisch?

Eine Alternative muss weniger sofort umgesetzt werden, um dir Handlungsspielraum zu geben.

 

 

 

10. Entscheide bewusst über Bleiben oder Gehen

 

Manchmal lässt sich eine Situation verändern.

Manchmal wird nach ehrlicher Prüfung deutlich:

Hier passt es für mich dauerhaft weniger.

Dann kann ein Wechsel ein sehr guter Schritt sein.

Die entscheidende Frage lautet weniger:

„Wie lange halte ich das noch aus?“

Hilfreicher:

„Welche Option eröffnet mir unter den realen Bedingungen die beste Zukunft?“

Vielleicht lautet die Antwort:

bleiben und neu gestalten.

intern wechseln.

Arbeitszeit verändern.

Aufgaben verändern.

einen Übergang vorbereiten.

oder das Unternehmen verlassen.

Eine Kündigung ist weniger Niederlage als eine mögliche strategische Entscheidung.

 

 

 

Vorsicht vor der Fluchtentscheidung

 

Großer Frust macht schnelle Auswege attraktiv.

„Ich kündige morgen.“

„Ich mache mich einfach selbstständig.“

„Irgendetwas anderes wird schon besser sein.“

Ein neuer Weg kann hervorragend sein.

Er gewinnt an Qualität, wenn du ihn bewusst vorbereitest.

Was möchtest du erreichen?

Welche Risiken gibt es?

Welche finanziellen Voraussetzungen brauchst du?

Welche Alternativen hast du?

Wie realistisch ist das gewünschte Szenario?

Weg von etwas ist ein Anfang. Hin zu etwas schafft Richtung.

 

 

 

Die Selbstständigkeit als Ausweg?

 

Selbstständigkeit kann großartig passen.

Sie kann mehr Freiheit, Gestaltung und Verantwortung ermöglichen.

Und sie bringt eigene Anforderungen mit:

Akquise.

Finanzen.

Unsicherheit.

Organisation.

Verantwortung.

Selbstführung.

Deshalb würde ich Selbstständigkeit weniger als Flucht aus einem schlechten Arbeitsplatz betrachten.

Interessanter ist:

Passt diese Arbeitsform tatsächlich zu dem Leben, das du gestalten möchtest?

 

 

 

Quiet Quitting und innere Kündigung

 

Heute wird häufig von Quiet Quitting gesprochen.

Die Begriffe überschneiden sich teilweise und meinen trotzdem weniger exakt dasselbe.

Wer bewusst entscheidet:

„Ich erfülle meinen Arbeitsvertrag zuverlässig und schütze gleichzeitig meine Freizeit.“

hat weniger automatisch innerlich gekündigt.

Gesunde Grenzen können ausgesprochen sinnvoll sein.

Innere Kündigung beschreibt eher einen emotionalen Rückzug, bei dem Interesse, Verbundenheit und Gestaltung zunehmend verloren gehen.

Grenzen sind etwas anderes als Resignation.

 

 

 

Weniger Engagement kann auch eine Grenze sein

 

Gerade Menschen, die über Jahre sehr viel gegeben haben, fragen sich manchmal:

„Bin ich innerlich gekündigt oder höre ich gerade auf, mich ständig zu überfordern?“

Das ist eine wichtige Frage.

Wenn du künftig:

Überstunden reduzierst,

Verantwortung klarer verteilst,

Feierabend respektierst,

oder weniger Aufgaben übernimmst, als dein Vertrag vorsieht,

kann das Teil einer gesünderen Selbstführung sein.

Die entscheidende Frage lautet:

Entsteht daraus mehr Klarheit und Energie – oder immer mehr innere Leere?

 

 

 

Ein 7-Fragen-Check

 

Wenn du gerade kaum weißt, was du tun sollst, beantworte diese Fragen:

1. Was genau macht mich an meiner derzeitigen Arbeitssituation unzufrieden?

2. Welche Aspekte funktionieren weiterhin gut?

3. Was müsste sich verändern, damit Bleiben wieder attraktiv wird?

4. Welche dieser Veränderungen kann ich beeinflussen?

5. Welche Gespräche oder Entscheidungen schiebe ich bereits länger auf?

6. Welche realistischen Alternativen habe ich?

7. Wenn ich heute frei entscheiden könnte: Welche Richtung würde ich ernsthaft prüfen?

Schreib die Antworten auf.

Gedanken verändern sich, wenn sie sichtbar werden.

 

 

 

Was du weniger brauchst: Selbstvorwürfe

 

Innere Kündigung kann Scham auslösen.

Vielleicht kennst du dich als engagierten Menschen.

Und plötzlich erkennst du dich selbst kaum wieder.

Frage dich weniger:

„Was stimmt mit mir gerade nicht?“

Hilfreicher:

„Was versucht mir dieser Zustand mitzuteilen?“

Vielleicht braucht deine Arbeit Veränderung.

Vielleicht dein Umgang damit.

Vielleicht beides.

 

 

 

Auch Unternehmen tragen Verantwortung

 

Innere Kündigung ist weniger ausschließlich Privatsache der Beschäftigten.

Führung, Kultur und Arbeitsbedingungen beeinflussen Engagement erheblich.

Menschen brauchen je nach Rolle beispielsweise:

  • Orientierung.
  • Fairness.
  • Gestaltungsspielraum.
  • angemessene Herausforderungen.
  • Feedback.
  • Entwicklung.
  • und das Gefühl, dass ihr Beitrag Bedeutung hat.

Wer dauerhaft erlebt, dass Initiative kaum Wirkung hat, zieht sich häufig irgendwann zurück.

Das ist auch eine Führungsfrage.

 

 

 

Für Führungskräfte: Innere Kündigung früher erkennen

 

Bei Mitarbeitenden können Hinweise sein:

auffällig weniger Initiative,

Rückzug aus Diskussionen,

sinkendes Interesse an Entwicklung,

zunehmender Zynismus,

weniger Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen,

oder der Satz:

„Ist mir inzwischen egal.“

Dann hilft weniger sofortige Kritik an mangelnder Motivation.

Besser:

Was hat sich verändert?

Was erlebt diese Person?

Was lässt sich beeinflussen?

Manchmal lässt sich viel retten, wenn das Gespräch früh genug stattfindet.

 

 

 

Unterstützung bei innerer Kündigung und beruflicher Neuorientierung

 

Wenn du schon lange zwischen:

„Ich halte durch“

und

„Ich muss hier raus“

pendelst, kann eine unabhängige Perspektive hilfreich sein.

Wir können gemeinsam sortieren:

Was ist tatsächlich das Problem?

Was lässt sich verändern?

Was möchtest du erhalten?

Welche Optionen gibt es?

Welche Annahmen solltest du überprüfen?

Welche Entscheidung passt zu deinen Prioritäten?

Und wie kannst du den nächsten Schritt so gestalten, dass er weniger aus Frust und stärker aus Klarheit entsteht?

→ Unterstützung bei wichtigen beruflichen Entscheidungen

Wenn zunächst ein schwieriges Gespräch mit Führungskraft oder Arbeitgeber bevorsteht:

→ Vorbereitung wichtiger Gespräche

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Innere Kündigung bedeutet weniger:

„Ich bin faul geworden.“

Vielleicht sagt ein Teil von dir vielmehr:

„So möchte ich auf Dauer weniger weiterarbeiten.“

Das ist eine wichtige Information.

Du musst daraus weder morgen kündigen noch dich für weitere Jahre ergeben.

Du kannst beginnen, genauer hinzuschauen.

Was fehlt?

Was ist möglich?

Was möchtest du?

Und welchen ersten Schritt kannst du beeinflussen?

Aus innerer Kündigung darf wieder eine äußere Entscheidung werden.

Eine Entscheidung für Veränderung.

Für einen neuen Umgang mit deiner Arbeit.

Oder für einen neuen Weg.

Video

20 Tipps bei innerer Kündigung – Raus aus der Falle und zurück zur Motivation

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Antworten auf häufige Fragen

Was ist innere Kündigung?

Innere Kündigung beschreibt einen zunehmenden emotionalen Rückzug vom Arbeitsplatz, während das formale Arbeitsverhältnis bestehen bleibt.

Woran erkenne ich, dass ich innerlich gekündigt habe?

Mögliche Hinweise sind dauerhaft sinkendes Interesse, emotionale Distanz, kaum Eigeninitiative, Zynismus und das Gefühl, bei der Arbeit innerlich lediglich noch Zeit abzusitzen.

Ist Dienst nach Vorschrift bereits innere Kündigung?

Weniger automatisch. Wer vereinbarte Aufgaben zuverlässig erfüllt und gleichzeitig gesunde Grenzen schützt, kann sehr bewusst handeln. Entscheidend ist die innere Beziehung zur Arbeit.

Ist Quiet Quitting dasselbe wie innere Kündigung?

Die Begriffe überschneiden sich, unterscheiden sich jedoch. Quiet Quitting kann bewusstes Begrenzen der Arbeitsleistung auf den vereinbarten Rahmen bedeuten. Innere Kündigung beschreibt stärker emotionalen Rückzug und Resignation.

Sollte ich bei innerer Kündigung meinen Job wechseln?

Ein Wechsel kann sinnvoll sein. Zuvor lohnt sich häufig eine strukturierte Prüfung: Was verursacht die Situation, was lässt sich verändern und welche Alternativen sind tatsächlich attraktiv?

Sollte ich mit meiner Führungskraft sprechen?

Wenn eine Veränderung innerhalb des Unternehmens möglich erscheint, kann ein gut vorbereitetes Gespräch ein wichtiger Schritt sein.

Was ist, wenn ich wirtschaftlich auf meinen Arbeitsplatz angewiesen bin?

Dann wird Strategie besonders wichtig. Ein sofortiger Wechsel ist weniger die einzige Option. Du kannst parallel Belastung reduzieren, Handlungsspielräume prüfen und Alternativen Schritt für Schritt aufbauen.

 

Der nächste Schritt

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 15. April 2019
AN: #371
K: CNA
Ü:

Erbsenzählen als Manipulationstechnik

Erbsenzählen als Manipulationstechnik

Manipulation erkennen und sich schützen
Erbsenzähler

Erbsenzählen als Manipulationstechnik

 

Die wesentlichste Voraussetzung — um sich vor Manipulationen zu schützen — ist sich selbst gut zu kennen, um ein etwaiges Bauchgefühl ohne Umwege deuten zu können. Manipulierbar sind wir vor allem dort, wo wir unsicher sind. Punkt! Na gut, ich schmücke es noch etwas aus, doch das ist der Kern: Wer in sich ruht, ist schwer zu manipulieren! Viele Manipulationstechniken basieren darauf Zweifel zu säen, ein schlechtes Gewissen zu machen oder das Ego auf andere Weise zu überrumpeln. So ist das auch bei der Manipulationstechnik des Erbsenzählens. So erkennen Sie Erbsen zählende Erbsenzähler.

Manipulationstechniken

 

Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen.

Charles Maurice de Talleyrand

Video

Weshalb sind Narzissten solche Erbsenzähler? Narzisstische Manipulation

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Erbsenzählen als Manipulationstechnik

 

Ein Unterschied zwischen konstruktiver Kritik und destruktiver Kritik ist das Vorhandensein eines persönlichen Angriffs und unmöglicher Ansprüche. Fiese Kritiker wollen Ihnen oft nicht helfen, sich zu verbessern, sondern nur pingelig sein, Sie herunterziehen und Sie auf jede erdenkliche Weise zum Sündenbock machen. Missbrauchende Narzissten und Soziopathen verwenden einen logischen Trugschlusses, um sicherzustellen, dass sie jenen Vorwand haben, ständig unzufrieden mit Ihnen zu sein. Das ist der Fall, wenn Erbsenzähler, selbst nachdem Sie alle Beweise der Welt geliefert haben, um Ihr Argument zu bestätigen, oder eine Handlung durchgeführt haben, um ihre Forderung zu erfüllen, eine andere Erwartung an Sie stellen oder mehr Beweise verlangen.

 

 

 

Es reicht nicht!

 

Was auch immer Sie erreicht haben, es genügt Erbsenzählern nicht. Fieslinge, wie Narzissten, werden darauf herumzuhacken, warum Sie noch kein Multimilliardär oder Nobelpreisträger sind. Irgendetwas fängt solchen Leuten immer ein. Die Kriterien werden ständig wechseln und haben vielleicht nicht einmal etwas miteinander zu tun. All das hat keinen anderen Zweck, als Sie um die Anerkennung und Bestätigung des Narzissten buhlen zu lassen.

 

 

 

Höher und höher

 

Indem Erbsenzähler die Erwartungen jedes Mal höher und höher schrauben oder sie komplett umstellen, sind manipulative und toxische Menschen in der Lage, Ihnen ein durchdringendes Gefühl der Unwürdigkeit und des Gefühls unterzujubeln, nie genug zu sein. Erbsenzähler werden auf irrelevante Tatsachen oder etwas hinweisen, die Sie falsch gemacht haben, und einen Fokus darauf setzen. Erfolge spielen keine Rolle. So schaffen es Erbsenzähler, von Ihren Stärken abzulenken und Sie stattdessen dazu zu bringen, sich mit irgendwelchen Fehlern oder Schwächen zu beschäftigen. Sie bringen Sie dazu, über die nächste Erwartung von ihnen nachzudenken, die Sie erfüllen müssen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, sich schließlich verrenken und versuchen, alle Bedürfnisse zu erfüllen. Dadurch wird es weder leichter, noch besser.

 

 

 

Was tun?

 

Lassen Sie sich nicht auf Erbsenzählerei und das Wechseln der Kriterien ein. Wenn jemand einen irrelevanten Punkt immer und immer wieder aufwärmt, bis zu dem Punkt, an dem Sie und Ihre Leistungen herabgewürdigt werden, ist das ein Versuch der Manipulation. Das Motiv ist nicht, Sie besser zu verstehen. Es geht darum, Sie weiter zu provozieren, damit Sie das Gefühl haben, sich ständig beweisen zu müssen. Erkennen Sie sich selbst an und entziehen Sie sich dem unfairen Spiel. Seien Sie sich bewusst, dass Sie genug sind und niemand Ihnen ständig das Gefühl geben darf, unzulänglich oder in irgendeiner Weise unwürdig zu sein. Wie so oft hilft es sehr aufgeräumt unterwegs zu sein und sich selbst gut zu kennen.

Sie wollen Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern?

 

Kommen Sie zu mir ins Einzeltraining und ich zeige Ihnen, wie Sie selbst fortgeschrittene Manipulationstechniken erkennen, abwehren und sogar für sich nutzen können. Ich empfehle Ihnen 2 bis 5 Stunden für dieses lohnenswerte Thema.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

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Woran erkennen Sie Manipulationsversuche und hatte Sie es schon mit Erbsenzählern zu tun?

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Artikel zum Thema Manipulation 

Red Herring: Ablenkungsmanöver erkennen und beim Thema bleiben

Red Herrings führen Gespräche auf falsche Fährten. Erfahre, wie du Ablenkungsmanöver erkennst, relevante Fragen schützt und souverän beim Wesentlichen bleibst.

Zuviel ist zu viel! Umgang mit Narzissten. 42 Tipps für die Kommunikation mit Narzissten

Zuviel ist zu viel! Umgang mit Narzissten. 42 Tipps für die Kommunikation mit Narzissten

Sie können durchaus Charme ausstrahlen und auf den ersten Blick ganz nett wirken; Narzissten. Viele wirken redegewandt, humorvoll, selbstsicher und ziehen so die Aufmerksamkeit auf sich. Doch so gut der erste Eindruck sein mag; Narzissten entlarven sich selbst als Egomanen. Mit ihrer Selbstverliebtheit und Egozentrik strapazieren sie dann die Nerven mit ihren Star-Allüren. Meist lohnt der Inhalt die anspruchsvolle Verpackung zwar nicht, doch darüber wird vehement hinweggetäuscht.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. März 2016
Überarbeitung: 24. Juni 2021
AN: #89463113
Englische Version: https://www.karstennoack.com/recognize-manipulation/
K: CNB
Ü:

20 Tipps zum Umgang mit schwierigen Kollegen

20 Tipps zum Umgang mit schwierigen Kollegen

Wege zu einem angenehmeren Miteinander im Büro
Tipps zum Umgang mit schwierigen Kollegen

Umgang mit schwierigen Kollegen

 

Kollegen können eine Bereicherung sein. Es gibt allerdings auch schwierige Kollegen. Was tun? Hier sind 20 Tipps für den Umgang mit anstrengender Kollegen.

Video

https://youtu.be/cvGSunKZOzw

20 Tipps für den Umgang mit schwierigen Kollegen

 

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ Ob Friedrich Schiller bei diesem Ausspruch (Wilhelm Tell) von seinen Kollegen inspiriert wurde?

So oder so: Feindselige und aggressive Kollegen können einen aus dem Gleichgewicht und in die Defensive drängen. Das ist nicht schön. Ob beabsichtigt oder nicht; es ist anstrengend. Dauernörgler, Erbsenzähler, Trittbrettfahrer, Besserwisser, Intriganten: Wer solche Kollegen hat, braucht keine weiteren Feinde.

Was tun? Ein Sprichwort soll einen Hinweis geben: Love it, change it or leave it! Schön und gut, aber gibt es auch konkretere Tipps? Ja, und sie folgen auf dem Fuße:

 

 

 

1. Selbstreflexion

 

Was genau stört Sie an der Person des Anstoßes und deren Verhalten?

Kratzt das Verhalten oder die alleinige Anwesenheit eines Kollegen an etwas, das Sie mit sich selbst klären sollten? Persönliche Unterschiede, Neid und negative Gefühle können Gründe dafür sein, dass Sie einem Kollegen gegenüber voreingenommen sind. Vielleicht ist die andere Person gar nicht so unausstehlich, wie Sie meinen. Machen Sie sich bewusst, dass es Charaktereigenschaften der anderen Person sein können, über die Sie sich ärgern. Doch die können Sie nicht wirklich ändern. Ein Teil des Konflikts könnte an Ihrer Wahrnehmung oder Ihren Vorurteilen liegen. Die Welt ist ein Spiegel! Ran an die Klärung.

 

Hilfreiche Fragen zur Klärung:

  • Welchen Anteil habe ich daran?
  • Was genau nervt mich an dieser Person?
  • Wie verhält sich die Person mir gegenüber?
  • Sind wir uns zu unähnlich oder etwa zu ähnlich?
  • Inwieweit entspricht wohl die Interpretation auch der Absicht des Kollegen?
  • Erinnert mich dieser Mensch an eine Person, mit der ich keine guten Erfahrungen gemacht habe?
  • Bin ich neidisch auf die Position des Anderen?

 

Klärung erfolgt? Das Universum hat manchmal eine sehr eigene Art von Humor. Vielleicht will es uns dabei helfen, ständig zu lernen. Wobei wir auf manche Lerngelegenheit wohl gerne verzichten würden, oder? Wie die Leute in der Gegend von Weingarten mit weichem „L“ so gerne sagen; „Nicht schlagen, schütteln!“. Nur das so etwas heute üblicherweise die Firmenpolitik nicht erlaubt. Spielverderber! Was tun?

 

 

 

2. Die positive Absicht sehen

 

Die Grundannahme: Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht zugrunde. Bei einem Konflikt ist das allerdings schwerer zu akzeptieren. Trotzdem lohnt es sich, dieser Annahme zu folgen:. Was bezweckt der Kollege oder die Kollegin mit dem Verhalten? Wozu soll es gut sein? Ob bewusst oder unbewusst; hinter dem Verhalten steckt eine Absicht, ein vermeintlicher Nutzen – der oft einseitig ausfällt, wenn überhaupt. Allerdings bedeutet Verständnis für die positive Absicht hinter einem unangenehmen Verhalten nicht unbedingt auch die Bereitschaft, unangebrachtes Verhalten zu ertragen. Hilfreicher ist es herauszufinden, ob es Möglichkeiten gibt, andere Wege zu deren Realisierung zu finden, die weniger Schaden anrichten. Hinweise erhalten wir auch durch die Einteilung der Störenfriede in Kategorien.

 

 

 

3. Typen unterscheiden

 

Überhaupt, was für schwierige Kollegen gibt es? In einem eigenen Beitrag finden Sie eine holzschnittartige Unterteilung häufiger Nervzwerge: 9 Typen von schwierigen Kollegen. So können Sie deren Eigenarten berücksichtigen. Was bei einem Persönlichkeitstyp gut funktioniert, kann bei einem anderen nach hinten losgehen. Das gilt ganz besonders bei narzisstischen Persönlichkeiten.

 

 

 

4. Besondere Vorsicht bei Narzissten

 

Wieso her ein besonderer Hinweis auf Narzissten beziehungsweise Menschen mit narzisstischer Tendenzen? Weil es ein so unterschätztes Thema ist und viele ansonsten gute Empfehlungen bei solchen Personen oft nicht wirken, sondern die Situation noch verschlimmern. Deswegen finden Sie auch in zahlreichen Beiträgen Hinweise, wie Sie solche Leute erkennen und wie Sie sich schützen können.

 

 

 

5. Klärendes Gespräch

 

In einem gut vorbereiteten Gespräch können Sie Ihre Position in Form von Ich-Botschaften darlegen. Drohungen, Vorwürfe und Anschuldigungen stellen Sie lieber zurück, das wäre wie Benzin auf die Glut gießen. Es würde nur Widerstand fördern. Dann lieber aktives Zuhören auf Augenhöhe!

Wenn Sie im Gespräch nicht weiterkommen, vertagen Sie mit festem Folgetermin. Krampf führt zu mehr Krampf! Mitunter kann dann ein Moderator helfen.

Wenn Ihre bisherigen Anläufe wirkungslos waren, sagen Sie sachlich unter vier Augen oder in Anwesenheit eines neutralen Moderators, was genau Sie am Verhalten des Anderen stört und was Sie sich für Ihre Zusammenarbeit wünschen.

 

 

 

6. Kontern

 

Mit den hierfür geeigneten Techniken der Schlagfertigkeit sorgen Sie dafür, dass unfaire Angriffe sich nicht lohnen. Wer zulässt ständig verbal bzw. psychisch attackiert zu werden, lädt dadurch zu weiteren Angriffen ein.

Aber Achtung: In der Regel ist nicht die Hau-drauf-Schlagfertigkeit, sondern professionelle Schlagfertigkeit gefragt. Üblicherweise macht Vergeltung die Sache nicht leichter, sondern legt die Basis für eine schwelende Blutfehde im Büro.

Mehr zu professioneller Schlagfertigkeit erfahren Sie hier.

 

 

 

7. Respekt

 

Achten Sie darauf, dass Ihr Gegenüber nicht sein Gesicht verliert. Legen Sie Respekt an den Tag, selbst wenn Ihnen eine noch so clevere Entgegnung auf der Zunge liegt. Auf verbrannter Erde wächst lange Zeit nichts mehr.

Lieber sein lassen: Im Eifer des Gefechts werden alte Fehler hervorgekramt, die keine echte Relevanz haben, aber eine Klärung erschweren. Und auch der Druckabbau durch persönliche Beleidigungen wird im Vergleich zum Schaden oft überschätzt.

8. Zuerst durchatmen

 

Manches ist sogar dann schwer zu glauben, wenn es vor den eigenen Augen geschieht. Lassen Sie sich trotzdem nicht durch eine Antwort oder eine Reaktion der anderen Person provozieren, sondern nehmen Sie eine Bedenkzeit und reagieren Sie sachlich. Wenn Sie das Gefühl haben angegriffen worden zu sein, oder wenn Sie sich innerlich aufregen, dann atmen Sie erst einmal tief durch. Wenn in einer unerwarteten Konfliktsituation Stresshormone große Teile des vergleichsweise moderneren Gehirnbereichs lahmlegen und das Reptiliengehirn übernimmt, räumen Sie lieber das Sonntagsgeschirr zur Seite. Unbedachte Reaktionen können die Situation unnötig verschärfen.

 

 

 

9. Grenzen setzen

 

Lassen Sie den Kollegen wissen, dass es bestimmte Verhaltensweisen und Handlungen gibt, die für Sie nicht akzeptabel sind. Signalisieren Sie ohne unnötig überzogene Drohungen, wann und wo welche Grenze überschritten wird. Achten Sie auf eine angemessene Einschätzung der Eskalationsstufe.

 

 

 

10. Lieber nicht Lästern

 

Verständlich ja, hilfreich nein. Es mag zwar ein menschlicher Impuls sein, durch etwas Lästern Druck abzulassen, doch förderlich ist das nicht. Das stört das Betriebsklima, ist somit wenig professionell und es verhärtet die Fronten. Außerdem senkt es Ihr Ansehen, da es als ein Zeichen fehlender Souveränität betrachtet wird. „Was kümmert es die Eiche, wenn sich eine Sau an ihr reibt?“

 

 

 

11. Perspektive erkunden

 

Wie wäre es für Sie, wenn Sie Ihren schwierigen Kollegen besser und vor allem von einer anderen Seite kennenlernen? Nutzen Sie Situationen wie die Wartezeit am Fahrstuhl oder am Kopierer für einen Smalltalk. Versetzen Sie sich in die Lage der anderen Person. Erkunden Sie die Position. Die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln und sich in eine andere Person hineinzuversetzen, ist eine Grundkompetenz für gutes und respektvolles Miteinander. So erfahren Sie mehr über Ihren Störenfried und zeigen Interesse am Anderen. Dabei ist bei absichtlich bösen Zeitgenossen allerdings auch Vorsicht geboten! Reden Sie weniger und hören Sie mehr zu.
Die Einsichten sorgen nicht nur für mehr Verständnis, sondern helfen auch, die eigenen Interessen besser zu vertreten.

 

 

 

12. Konsistenz

 

Wenn erforderlich: Wiederholen Sie Ihren Standpunkt immer und immer wieder, unabhängig davon, was die andere Person behauptet. Lassen Sie sich nicht in die Defensive drängen. Beharren Sie möglichst gelassen auf Ihrem Standpunkt, bis es auch der ignoranteste Kollege versteht.

 

 

 

13. Abstand gewinnen

 

Die Bemühungen tragen keine Früchte? Dann lernen Sie Abstand zu nehmen! Wenn das räumlich nicht möglich ist; zumindest mental.

Auch wenn Sie schwierigen Kollegen angemessen distanziert gegenübertreten, solltest du sich respektvoll verhalten, selbst dann, wenn Sie meinen, dass er das nicht verdient hat. Respekt und Wertschätzung sind Investitionen, mit denen Sie die Grundlage für eine gute Beziehung schaffen und sich selbst treu bleiben.

 

 

 

14. Zustandsmanagement

 

Achten Sie auf Ihre Souveränität. Zu viel Adrenalin macht es nicht leichter. Gerade im Eifer eines Gefechts gilt es, in einem möglichst balancierten Zustand zu bleiben. Wir lassen uns doch nicht so leicht aus dem Gleichgewicht bringen, oder? Also locker bleiben!

Leichter gesagt, als getan? Ja, gerade die Stimme und Körpersprache führen ihr Eigenleben. Anstatt so zu tun, als ob; achten Sie lieber auf Ihre innere Haltung. Das ist einfacher und glaubwürdiger!

Bewahren Sie Haltung: Ein sicherer Stand ist besser als gelebte Wankelmütigkeit. Achten Sie auf ruhige Bewegungen statt fahrige oder aggressive Gesten. Zu schnelles Sprechen ist ein Anzeichen von Nervosität und Schwäche. Ruhiges, betontes Sprechen vermittelt Sicherheit. All das funktioniert am besten von innen nach außen. Ihre innere Haltung zählt.

Im angestrebten Zustand haben Sie Ihr Gleichgewicht und kennen Ihren Standpunkt. Sie zu provozieren, funktioniert nicht. Angriffe sind zwecklos!

Je aufgeräumter Sie sind, desto weniger Chancen haben andere Menschen Ihre empfindlichen Knöpfe zu drücken, Sie zu manipulieren.

 

 

 

15. Verantwortung übernehmen

 

Übernehmen Sie Verantwortung. Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, gestehen Sie ihn ein. Sorgen Sie für klare Verhältnisse. Wobei Verantwortung zu übernehmen nicht gleichbedeutend mit Schuldübernahme ist; es bedeutet in erster Linie die Bereitschaft zur Gestaltung.

 

 

 

16. Die eigenen Werte kenne und ihnen trau bleiben

 

Zugegeben, manche Zeitgenossen sind eine Herausforderung für die Fähigkeit Wohlwollen zu pflegen. Doch anstatt sich von solchen Testcharakteren dazu hinreisen zu lassen, es ihnen gleichzutun und sich zu revanchieren, ist das die Gelegenheit zu zeigen, wie wir tatsächlich zu unseren Werten stehen.

 

 

 

17. Halleluja

 

Glücklicherweise gibt es ja nicht nur die Kollegen aus der Hölle, sondern auch die anderen, die Geschenke des Himmels und die vielen im Zwischenfeld natürlich auch. Wie wäre es, den bereichernden Zeitgenossen häufiger die verdiente Wertschätzung zukommen zu lassen?

 

 

 

18. Reframing

 

Wie wäre es mit Reframing, also Umdeutung. Manchmal hilft schon so ein Gedanke, wie; „Wer im Leben den nächsten Level erreicht, bekommt anspruchsvollere Trainingspartner!“.

 

 

 

19. Fliegende Affen

 

Achten Sie darauf, wer möglicherweise fiesen Kollegen in die Hände spielt. Sogenannte fliegende Affen, englisch Flying Monkeys, dienen manipulativen Zeitgenossen als Handlanger. Um mehr über Sie zu erfahren und Sie zu beeinflussen, verkleiden sie sich als freundliche Kollegen. Bleiben Sie offen und aufmerksam.

 

 

 

20. Unterstützung

 

Lassen Sie sich unterstützen, dafür gibt es Experten.

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Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins. Marie von Ebner-Eschenbach

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17 Tipps für den Weg von der Selbstständigkeit in die Anstellung

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 14. Dezember 2015
Überarbeitung: 8. Juni 2020
AN: #989224
K: CNB
Ü:

Gute Angst, schlechte Angst: Klarer handeln trotz innerer Bremsen

Gute Angst, schlechte Angst

Wie du innere Bremsen erkennst und wieder klarer handelst
Angst

Gute Angst, schlechte Angst

 

Angst gehört zum Menschsein.

Sie kann schützen.
Sie kann warnen.
Sie kann aufmerksam machen.
Sie kann zeigen, dass etwas bedeutsam ist.

Und sie kann bremsen.

Dann hält sie dich davon ab, ein wichtiges Gespräch zu führen.
Eine Entscheidung zu treffen.
Sichtbar zu werden.
Eine Grenze zu setzen.
Deinen Standpunkt zu vertreten.
Oder einen beruflichen beziehungsweise persönlichen Schritt zu gehen, der längst ansteht.

Diese Seite richtet sich an Menschen, die spüren:

Da ist mehr möglich.
Mehr Klarheit.
Mehr Präsenz.
Mehr Handlungsspielraum.
Mehr Mut zur eigenen Richtung.

Gleichzeitig meldet sich innerlich etwas, das bremst.

Die entscheidende Frage lautet:

Dient mir diese Angst gerade?
Oder verkleinert sie meinen Handlungsspielraum?

 

 

 

Wenn Angst zur inneren Handbremse wird

 

Viele Menschen kennen solche Situationen.

Im Kopf ist vieles klar.
Das Gespräch wäre sinnvoll.
Die Entscheidung liegt nahe.
Die eigene Position verdient Ausdruck.
Der nächste Schritt wartet bereits.

Und doch bleibt etwas innerlich stehen.

Statt zu handeln, wird weiter abgewogen.
Statt zu sprechen, wird geschwiegen.
Statt sichtbar zu werden, bleibt man im Hintergrund.
Statt eine Grenze zu setzen, wird weiter ausgehalten.

So kann ein Leben enger werden, als es sein müsste.

Angst meint es oft schützend.
Gleichzeitig hält sie manchmal genau dort fest, wo Entwicklung möglich wäre.

 

 

 

Gute Angst macht wach

 

Gute Angst macht aufmerksam.

Sie hilft, Risiken einzuschätzen.
Sie fördert Vorbereitung.
Sie ruft zur Sorgfalt auf.
Sie zeigt, dass etwas Bedeutung hat.

Vor einer Präsentation kann sie helfen, sich gründlich vorzubereiten.
Vor einem wichtigen Gespräch kann sie zeigen, wie viel auf dem Spiel steht.
Vor einer Entscheidung kann sie einladen, Werte, Ziele und Folgen genauer zu prüfen.

Diese Form von Angst ist ein Signalgeber.

Sie sagt:

Schau genau hin.
Sammle deine Gedanken.
Bereite dich vor.
Achte auf das, was dir wichtig ist.

Gute Angst macht wach.
Sie führt in Richtung Klarheit.

 

 

 

Bremsende Angst macht eng

 

Bremsende Angst verengt den Blick.

Sie richtet die Aufmerksamkeit vor allem auf Bewertung, Verlust, Ablehnung, Scheitern oder Kontrollverlust. Sie lässt Möglichkeiten kleiner erscheinen. Sie macht aus einem Gespräch eine Bedrohung, aus einer Entscheidung ein Risiko und aus Sichtbarkeit eine Gefahr.

Dann entstehen innere Fragen wie:

Was denken die anderen?
Was geschieht, wenn ich mich blamiere?
Was verliere ich, wenn ich klar auftrete?
Was passiert, wenn ich eine Grenze setze?
Was, wenn ich die falsche Entscheidung treffe?

Solche Fragen verdienen Aufmerksamkeit.
Gleichzeitig brauchen sie Führung.

Denn Angst zeigt oft einen Ausschnitt.
Klarheit entsteht, wenn du wieder das ganze Bild betrachtest.

 

 

 

Angst in Gesprächen, Entscheidungen und Auftritten

 

Besonders häufig zeigt sich Angst dort, wo etwas persönlich bedeutsam ist.

In wichtigen Gesprächen.
Bei Konflikten.
Vor Publikum.
In beruflichen Entscheidungssituationen.
Bei Verhandlungen.
In Führungsrollen.
Beim Wunsch, eine eigene Position sichtbar zu vertreten.

Gerade dann kann Angst zu Anpassung führen.

Du sagst Ja, obwohl innerlich ein klares Nein spürbar ist.
Du bleibst freundlich, obwohl eine Grenze wichtig wäre.
Du erklärst dich ausführlich, obwohl ein klarer Gedanke reichen würde.
Du wartest auf den perfekten Moment, obwohl der nächste gute Schritt bereits möglich ist.

Das kostet Kraft.

Und es kostet Wirkung.

Denn Menschen überzeugen selten durch Kontrolle. Sie überzeugen durch Klarheit, Präsenz und innere Ausrichtung.

 

 

 

Warum Angst heute so oft alte Muster aktiviert

 

Unser inneres Alarmsystem ist alt.

Es hat sich in Zeiten entwickelt, in denen Zugehörigkeit, Schutz und schnelle Reaktion überlebenswichtig waren. Wer Gefahr früh erkannte, hatte bessere Chancen. Wer zur Gruppe gehörte, war sicherer.

Dieses System wirkt bis heute.

Heute stehen wir in Besprechungsräumen.
Vor Kameras.
In Verhandlungen.
In Präsentationen.
In Gesprächen mit Vorgesetzten, Partnern, Kunden oder Familienmitgliedern.

Der Körper kann dennoch reagieren, als stünde Gefahr unmittelbar bevor.

Herzklopfen.
Anspannung.
Unruhe.
Schnelle Atmung.
Gedankenkreisen.
Tunnelblick.

Eine Bühne ist ein Ort für Präsenz.
Ein Gespräch ist ein Raum für Klärung.
Eine Entscheidung ist ein Schritt in Richtung Gestaltung.

Und doch kann es sich innerlich bedrohlich anfühlen.

Genau hier beginnt Selbstführung.

 

 

 

Selbstführung: Angst ernst nehmen und klar bleiben

 

Selbstführung bedeutet, Angst wahrzunehmen und zugleich handlungsfähig zu bleiben.

Angst bekommt einen Platz.
Sie wird gehört.
Sie wird eingeordnet.
Und dann übernimmt der erwachsene, klare Teil die Führung.

Die zentrale Frage lautet:

Was ist jetzt hilfreich?

Vielleicht brauchst du Vorbereitung.
Vielleicht brauchst du Abstand.
Vielleicht brauchst du ein klärendes Gespräch.
Vielleicht brauchst du eine Entscheidung.
Vielleicht brauchst du eine klare Formulierung.
Vielleicht brauchst du Übung.
Vielleicht brauchst du professionelle Begleitung.

Selbstführung heißt:

Ich nehme mein inneres Signal ernst.
Und ich richte mich zugleich an meinen Werten, Zielen und Möglichkeiten aus.

 

 

 

Woran du gute und bremsende Angst unterscheiden kannst

 

Gute Angst führt zu Vorbereitung.
Bremsende Angst führt zu endlosem Kreisen.

Gute Angst macht aufmerksam.
Bremsende Angst macht eng.

Gute Angst fragt:
Was brauche ich für den nächsten Schritt?

Bremsende Angst fragt:
Was könnte alles schiefgehen?

Gute Angst stärkt Bewusstheit.
Bremsende Angst reduziert Handlungsspielraum.

Gute Angst dient dem Leben.
Bremsende Angst hält in alten Mustern fest.

Diese Unterscheidung ist oft der erste Schritt zu mehr innerer Freiheit.

 

 

 

Wobei ich dich unterstützen kann

 

In meiner Arbeit unterstütze ich Menschen dabei, in anspruchsvollen Situationen klarer, sicherer und wirksamer zu handeln.

Dabei kann es zum Beispiel um folgende Themen gehen:

Wichtige Gespräche vorbereiten.
Entscheidungen klarer treffen.
Eigene Grenzen souverän vertreten.
Innere Blockaden verstehen.
Auftritte, Präsentationen und Medienauftritte vorbereiten.
Mit Lampenfieber und Bewertungsdruck umgehen.
Konflikte bewusster gestalten.
Berufliche Veränderung sortieren.
Unter Druck bei sich bleiben.
Die eigene Botschaft überzeugend vertreten.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Was brauchst du, um in dieser Situation handlungsfähiger zu werden?

Manchmal geht es um Sprache.
Manchmal um Haltung.
Manchmal um innere Klarheit.
Manchmal um konkrete Vorbereitung.
Manchmal um den Mut, einen nächsten Schritt bewusst zu gehen.

 

 

 

Ein praktischer Impuls

 

Wenn Angst dich bremst, nimm dir einen Moment und schreibe diese Fragen auf:

  • Was genau befürchte ich?
  • Worum geht es mir wirklich?
  • Welche Möglichkeit sehe ich gerade zu wenig?
  • Welche meiner Werte sind berührt?
  • Welcher nächste Schritt wäre klein genug und zugleich sinnvoll?
  • Welche Unterstützung würde mir helfen?

Auf Papier werden Gedanken sortierbarer.

Was im Kopf groß und diffus wirkt, bekommt Kontur.
Und sobald etwas Kontur bekommt, wächst Handlungsspielraum.

 

 

 

Mut ist ruhige Selbstführung

 

Mut bedeutet, Angst zu spüren und in Verbindung mit den eigenen Werten zu handeln.

Mut muss laut wirken.
Mut darf leise sein.

Ein ehrlicher Gedanke.
Eine klare Formulierung.
Eine vorbereitete Entscheidung.
Ein Gespräch mit Haltung.
Ein Auftritt mit mehr Präsenz.
Ein Schritt in Richtung der eigenen Entwicklung.

So entsteht Freiheit.

Dort, wo Angst vorher die Richtung bestimmt hat, wächst wieder innere Führung.

 

 

 

Unterstützung in Berlin und online

 

Wenn Angst dich in wichtigen Situationen bremst, begleite ich dich gern dabei, wieder mehr Klarheit, Ruhe und Handlungsfähigkeit zu entwickeln.

In Berlin und online.

Je nach Anliegen entsteht ein passender Rahmen: Coaching, Beratung oder bei stärker belastenden Ängsten therapeutische Unterstützung.

Auf dieser Seite steht vor allem der Umgang mit Angst als innerer Bremse im Mittelpunkt:

im Alltag,
im Beruf,
in Gesprächen,
bei Entscheidungen,
in Auftrittssituationen,
in persönlicher Entwicklung.

Du gewinnst Orientierung.
Du sortierst, was wirklich wichtig ist.
Du entwickelst passende nächste Schritte.
Du stärkst deine Fähigkeit, auch unter Druck bei dir zu bleiben.

 

 

 

Fazit

 

Angst ist ein Signal.

Manchmal schützt sie.
Manchmal bremst sie.
Manchmal zeigt sie, wo Entwicklung wartet.

Der entscheidende Schritt besteht darin, wieder Führung zu übernehmen.

Du kannst lernen, Angst genauer einzuordnen.
Du kannst lernen, Gespräche klarer zu führen.
Du kannst lernen, Entscheidungen bewusster zu treffen.
Du kannst lernen, sichtbarer zu werden.
Du kannst lernen, unter Druck mehr bei dir zu bleiben.

Und manchmal beginnt genau dort ein neuer Abschnitt:

Dort, wo Angst ihre alte Macht verliert
und du wieder spürst, was dir wirklich wichtig ist.

 

 

 

Einladung

 

Wenn du merkst, dass Angst dich in wichtigen Situationen bremst, begleite ich dich gern dabei, wieder klarer, ruhiger und handlungsfähiger zu werden.

In Berlin und online.

Gemeinsam schauen wir, was dich bremst, was dich stärkt und welcher nächste Schritt zu dir passt.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Welche Ängste halten dich davon ab etwas zu tun, dass dir eigentlich wichtig ist?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Angst

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Dieser Artikel ist der Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 24. Mai 2019
AN: #45622

Wenn über dich gelästert wird: 9 Tipps für einen souveränen Umgang

Wenn über dich gelästert wird: 9 Tipps für einen souveränen Umgang

Zwischen Ignorieren, Klarstellen und Grenzen setzen
Was tun, wenn über Sie gelästert wird?

Wenn über dich gelästert wird: 9 Tipps für einen souveränen Umgang

 

 

Zwischen Ignorieren, Klarstellen und Grenzen setzen

 

Zu erfahren, dass andere über dich reden, kann treffen.

Vielleicht wirst du wütend.

Enttäuscht.

Unsicher.

Oder du möchtest sofort reagieren und die Sache richtigstellen.

Das ist verständlich.

Doch genau hier lohnt sich ein Moment der Klarheit.

Nicht jede Lästerei verdient dieselbe Reaktion.

Manches verliert an Bedeutung, wenn du ihm keine zusätzliche Aufmerksamkeit gibst.

Anderes kann Beziehungen, Vertrauen oder sogar deine Reputation beschädigen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb:

Was dient dir in dieser konkreten Situation?

Hier findest du 9 Empfehlungen, die dir helfen können, besonnen und wirksam zu reagieren.

 

 

 

Was bedeutet Lästern?

 

Lästern bedeutet, abwertend, spöttisch oder respektlos über einen Menschen zu sprechen, während dieser weniger am Gespräch beteiligt ist.

Dabei gibt es Abstufungen.

Eine beiläufige Bemerkung ist etwas anderes als systematische Abwertung.

Klatsch etwas anderes als gezielt verbreitete falsche Tatsachen.

Und ein unangenehmer Kommentar etwas anderes als eine ernsthafte Rufschädigung.

Deshalb beginnt guter Umgang mit einer möglichst nüchternen Einschätzung dessen, was tatsächlich geschieht.

 

 

 

Warum lästern Menschen?

 

Dafür kann es sehr unterschiedliche Gründe geben.

Menschen suchen Zugehörigkeit.

Sie bauen Spannungen ab.

Sie wollen Aufmerksamkeit.

Sie vergleichen sich.

Sie reagieren auf Neid oder Kränkung.

Sie suchen Verbündete.

Oder sie versuchen, den Ruf eines anderen Menschen zu beeinflussen.

Von außen lässt sich das Motiv selten sicher erkennen.

Für deine Reaktion ist es häufig ohnehin weniger entscheidend als die Frage:

Welche Wirkung hat das Verhalten – und was möchtest du damit tun?

 

 

 

9 Tipps, wenn über dich gelästert wird

 

 

1. Reagiere weniger im ersten Impuls

 

Die erste Reaktion ist häufig emotional.

Du möchtest anrufen.

Zurückschlagen.

Etwas öffentlich klarstellen.

Oder sofort herausfinden, wer was gesagt hat.

Gib dir zunächst etwas Abstand.

Ein paar Minuten können bereits helfen.

Bei größeren Themen vielleicht eine Nacht.

Eine überlegte Reaktion schützt häufig mehr als ein schneller Gegenschlag.

 

 

 

 

2. Prüfe, was tatsächlich gesagt wurde

 

Gerüchte über Gerüchte entwickeln erstaunliche Eigendynamik.

„Jemand hat gesagt, dass jemand gehört hat …“

Bevor du reagierst, prüfe möglichst:

Was wurde tatsächlich gesagt?

Von wem?

In welchem Zusammenhang?

Zu wem?

Und wie verlässlich ist deine Quelle?

Reagiere auf Fakten statt auf Vermutungen über Vermutungen.

 

 

 

3. Schätze die Bedeutung ein

 

Nicht jedes Gerede verdient deine Energie.

Frage:

Hat das reale Folgen?

Für Beziehungen?

Für deine berufliche Position?

Für Kunden?

Für deine Reputation?

Oder ärgert dich vor allem, dass jemand schlecht über dich gesprochen hat?

Beides darf unangenehm sein.

Die angemessene Reaktion kann trotzdem sehr unterschiedlich ausfallen.

 

 

 

4. Entscheide bewusst, ob du reagierst

 

Ignorieren kann souverän sein.

Es kann ebenso unklug sein.

Wenn eine belanglose Bemerkung von selbst verschwindet, kann Aufmerksamkeit sie erst groß machen.

Wenn falsche Aussagen deinen Ruf beschädigen oder weitere Angriffe begünstigen, kann Klarstellung erforderlich werden.

Die Frage lautet:

Welche wahrscheinlichen Folgen hat Reagieren – und welche hat Schweigen?

 

 

 

5. Sprich die Person gegebenenfalls direkt an

 

Wenn ein Gespräch sinnvoll erscheint, führe es möglichst direkt und ruhig.

Zum Beispiel:

„Mir wurde zugetragen, dass du über mich Folgendes gesagt hast. Ich möchte gerne direkt mit dir klären, was dahintersteht.“

Das ist etwas anderes als:

„Was erzählst du eigentlich überall für einen Unsinn über mich?“

Klarheit und Angriff sind zwei verschiedene Dinge.

 

 

 

6. Stelle Tatsachen gezielt richtig

 

Wenn falsche Informationen Folgen haben, kann eine sachliche Korrektur wichtig sein.

Dabei gilt häufig:

So viel wie nötig. So wenig wie möglich.

Ausführliche Verteidigungsreden können einem Gerücht zusätzliche Aufmerksamkeit geben.

Konzentriere dich auf das, was tatsächlich korrigiert werden muss.

 

 

 

7. Vermeide Gegenlästern

 

Die Versuchung ist groß:

„Wenn die über mich reden, kann ich auch erzählen, was ich über sie weiß.“

Damit wirst du allerdings schnell Teil derselben Dynamik.

Bewahre deinen eigenen Standard.

Du kannst dich verteidigen.

Grenzen setzen.

Sachverhalte richtigstellen.

Und trotzdem darauf verzichten, den anderen Menschen ebenfalls abzuwerten.

Deine Reaktion sagt auch etwas über dich.

 

 

 

8. Schütze deine Reputation durch Verhalten

 

Gerüchte wirken besonders dort, wo Menschen wenig eigene Erfahrung mit dir haben.

Langfristig hat deshalb etwas anderes großes Gewicht:

Wie verhältst du dich?

Wie verlässlich bist du?

Wie kommunizierst du?

Wie gehst du mit Konflikten um?

Ein stabiler Ruf entsteht über Zeit.

Glaubwürdigkeit ist oft die wirksamste Antwort auf Gerede.

 

 

 

9. Hole Unterstützung dazu, wenn es ernst wird

 

Manche Situationen überschreiten den Bereich gewöhnlicher Lästerei.

Systematische Rufschädigung.

Mobbing.

Falsche Tatsachenbehauptungen.

Drohungen.

Oder erhebliche berufliche beziehungsweise wirtschaftliche Folgen.

Dann kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.

Für Strategie und Kommunikation können wir beispielsweise betrachten:

Was geschieht?

Welche Reaktion dient deinem Ziel?

Was sollte dokumentiert werden?

Welche Gespräche stehen an?

Und welche nächsten Schritte sind sinnvoll?

Rechtliche Fragen gehören dabei in qualifizierte juristische Hände.

 

 

 

Lästern am Arbeitsplatz

 

Im beruflichen Umfeld kann Gerede zusätzliche Bedeutung bekommen.

Denn hier geht es möglicherweise um:

Vertrauen.

Zusammenarbeit.

Führung.

Karriere.

Kunden.

Reputation.

Oder Entscheidungen über Verantwortung und Positionen.

Dann lohnt sich besondere Sachlichkeit.

Dokumentiere bei Bedarf konkrete Vorfälle.

Trenne beobachtbares Verhalten von Interpretationen.

Und prüfe, welche Personen tatsächlich einbezogen werden müssen.

Nicht jeder Flurfunk braucht Eskalation. Systematische Rufschädigung verdient hingegen Aufmerksamkeit.

 

 

 

Lästern oder Mobbing?

 

Nicht jede Lästerei ist Mobbing.

Wenn allerdings wiederholt und über längere Zeit gezielt abgewertet, ausgegrenzt, angegriffen oder die berufliche Position eines Menschen untergraben wird, kann eine wesentlich ernstere Dynamik vorliegen.

Dann lohnt es sich, das Gesamtmuster zu betrachten.

→ Mobbing am Arbeitsplatz erkennen und damit umgehen

 

 

 

Was ist mit Verleumdung und übler Nachrede?

 

In Deutschland unterscheiden §§ 186 und 187 StGB unter anderem zwischen übler Nachrede und Verleumdung. Bei Verleumdung geht es um das wider besseres Wissen erfolgende Behaupten oder Verbreiten einer unwahren Tatsache, die geeignet ist, einen anderen verächtlich zu machen, öffentlich herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden. Die aktuelle Fassung von § 187 StGB sieht hierfür je nach Begehungsform Geldstrafe oder Freiheitsstrafe vor. (Gesetze im Internet)

Meine Angebote beinhalten keine Rechtsberatung.

Wenn du vermutest, dass Äußerungen strafrechtlich, arbeitsrechtlich oder zivilrechtlich relevant sind, lass dich dazu von einer entsprechend qualifizierten Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt beraten.

Das ist aus meiner Sicht besser als den vollständigen Gesetzestext auf der Seite wiederzugeben.

 

 

 

Wann lohnt sich ein Gespräch?

 

Ein Gespräch kann sinnvoll sein, wenn:

  • du weißt, von wem die Aussage stammt,

  • eine Klärung grundsätzlich möglich erscheint,

  • die Beziehung für dich relevant ist,

  • die Aussage konkrete Auswirkungen hat,

  • du ein klares Gesprächsziel hast.

Weniger hilfreich ist ein Gespräch häufig, wenn du ausschließlich Dampf ablassen möchtest.

Dann lohnt sich vorher die Frage:

Was soll nach diesem Gespräch anders sein?

 

 

 

Und wenn es einfach weh tut?

 

Auch Gerede ohne große äußere Folgen kann verletzen.

Vielleicht kommt es von einem Menschen, dem du vertraut hast.

Oder du fühlst dich ungerecht beurteilt.

Dann darfst du diese Reaktion ernst nehmen.

Und trotzdem wählen, wie viel weiteren Raum die Sache in deinem Leben bekommen soll.

Du kannst verletzt sein und gleichzeitig entscheiden, dem Gerede weniger Macht über deinen nächsten Schritt zu geben.

 

 

 

Unterstützung bei schwierigen Gesprächen

 

Wenn du ein Gespräch wegen Lästereien, Gerüchten oder Rufschädigung vorbereiten möchtest, können wir sehr konkret daran arbeiten.

Was möchtest du erreichen?

Welche Fakten liegen vor?

Was möchtest du ansprechen?

Welche Reaktionen erwartest du?

Welche Grenzen brauchst du?

Und wie bleibst du auch bei Gegenangriffen oder Schuldumkehr handlungsfähig?

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Nicht alles, was über dich gesagt wird, braucht deine Antwort.

Manches verdient Klarstellung.

Manches eine Grenze.

Manches professionelle Unterstützung.

Und manches darf dort bleiben, wo es entstanden ist.

Souveränität bedeutet weniger, jedes Gerücht zu besiegen.

Sie bedeutet, bewusst zu entscheiden, worauf du deine Aufmerksamkeit und Energie richtest.

Antworten auf häufige Fragen

Was bedeutet lästern?

Lästern bedeutet sich über jemanden spöttisch oder verächtlich äußern, sich über diese Person respektlos lustig machen.

Weshalb lästern Menschen?

Ein wesentlicher Grund, weshalb Menschen lästern, ist, um sich dadurch besser zu fühlen oder einen anderen Nutzen daraus zu ziehen. So soll beispielsweise durch die Abwertung anderer Menschen die eigene Person aufgewertet werden. Dafür wird der Zuspruch anderer Menschen gesucht, um das Ego zu stärken.

Wo fängt lästern an?

Lästern fängt da an, wo hinter dem Rücken eines Menschen schlecht über sie geredet wird und es diese verletzen würde, wenn sie es hören könnte.

Was ist ein Beispiel für Klatsch und Tratsch?

Ein Beispiel für Klatsch ist die Weitergabe von persönlichen Details über einen Mitarbeitenden an einen anderen Mitarbeitenden.

Ist Lästern ein toxisches Verhalten?

Lästern, Klatsch, Gerüchte und schlechtes Gerede über andere sind eine einseitige Art, Konflikte auszutragen oder zu schaffen, und sie sind sehr schädlich für die Beziehungen und das gesamte Umfeld. Es handelt sich somit um toxisches Verhalten.

Video

Wenn über dich gelästert wird: Tipps, um damit umzugehen

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Umfrageergebnisse

 

An Lästereien nehme ich…

%

... selten teil.

%

... nicht teil.

%

... häufig teil.

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2018, n= 466)

Lästereien schadet.

%

Ja

%

Nein

Nicht repräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de (2018, n=766)

An Alle die hinter meinem Rücken über mich reden ... Vielen Dank ... dass ich im Mittelpunkt eures Lebens stehe.

P.S.

 

Was tun, wenn über dich gelästert wird?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 8. Juni 2019
AN: #43393
K:CNB
Ü:

Welchen Wert hat Selbsterkenntnis? Willst du über Wasser gehen?

Welchen Wert hat Selbsterkenntnis? Willst du über Wasser gehen?

Was ist dran an Selbsterkenntnis und Selbstreflexion?

Selbsterkenntnis

 

Ommm. Führt Selbsterkenntnis auf direkten Weg zur Erleuchtung oder was ist dran an Selbsterkenntnis und Selbstreflexion? Alles nur warme Luft?

 

 

 

Überblick

 

Video

https://youtu.be/8Hyab15-2ik

 

Andere erkennen ist Weisheit, sich selbst erkennen ist Erleuchtung.

Lao Tzu

 

 

 

Gehen Sie schon über Wasser?

 

Ommm. Ob Selbsterkenntnis gleich zur Erleuchtung führt, steht auf einem anderen Blatt.

Was ist dran an Selbsterkenntnis und Selbstreflexion? Wie wichtig ist das Nachdenken über sich selbst, gesunde Selbstkritik, kritisches Hinterfragen und Beurteilen des eigenen Denkens, der eigenen Werte, Überzeugungen und Handlungen?

Bei meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, wie wesentlich es ist sich selbst möglichst gut zu kennen, mit sich selbst im Reinen zu sein. Niemand verbringt mehr Zeit mit uns, als wir selbst. Also müssten wir uns selbst auch besser kennen als jeder andere. Sozusagen in- und auswendig. Doch das sich selbst kennen ist leichter gesagt als in der Praxis getan. So viele Altlasten nehmen Einfluss auf uns und unsere Wahrnehmung der Welt.

Manchmal erblicken wir in anderen Menschen etwas, das in Wirklichkeit unser eigenes Thema ist; etwas das wir an uns selbst nicht mögen oder vermissen. Es hat mehr mit uns selbst zu tun, als mit anderen.

Mit der Bereitschaft vor der eigenen Tür zu kehren ist das ohnehin so eine Angelegenheit. Es ist ja viel leichter darauf zu pochen, die anderen Menschen seien das Problem. Für fundierte Lösungen ist es erforderlich tatsächlich dort anzusetzen, wo die Ursachen liegen.

Unbewusst tragen wir Ungeklärtes mit in Gespräche hinein, über die wir dann stolpern, wenn wir gerade am wenigsten damit rechnen.

 

 

 

Was für eine Brille tragen Sie?

 

Es ist ja allzu menschlich, wenn sich eigene Themen einmischen. Wir nehmen die Welt nun mal jeder durch eine eigene Brille wahr. Und diese Brille verfälscht. Ob wir es wollen oder nicht!

Laufen im Hintergrund komplexe Prozesse ist ein großer Teil unserer Ressourcen dort gebunden, ist beschäftigt. Wie sollen wir dann so gut sein wie wir es wären, wenn wir ganz bei der Sache sind? Schade, wenn dadurch die Präsenz leidet und wir auf ein klares, authentisches, überzeugendes Auftreten verzichtet?

 

 

 

Die Welt ist ein Spiegel!

 

Das Bild der Brille passt gut. Oft schauen wir durch diese Brille auf die Welt, wie auf einen Spiegel. Unsere Erwartungen mischen sich ein. Ohne es zu bemerken, ergänzen wir unsere Sinneswahrnehmungen. Wir verzerren die aufgenommenen Informationen aus der Umwelt so, dass sie unseren Überzeugungen, unserem Selbstbild entsprechen. Was nicht passt, wird passend gemacht!

 

 

 

Selbstschutz – Gut gemeint, doch …

 

Das soll das eigene Selbstbewusstsein schützen. Auf Dauer verfestigen sich dadurch Denk- und Verhaltensmuster. Es kann das Leben leichter machen, Routinen zu entwickeln. So gut die Absicht sein mag; sind diese Muster nicht oder nicht mehr förderlich, kann es zu massiven Konfrontationen mit dem Umfeld führen. Selbst wird das kaum bemerkt, die Fähigkeit zur Selbstreflexion ist oft nicht sehr ausgeprägt. Routinen werden aus Selbstschutz verteidigt. Dabei täuschen wir uns oft sehr erfolgreich selbst. Selbst- und Fremdbild weichen dadurch oft weit voneinander ab.

Doch genau dieser Abgleich ist erforderlich, um sich konstruktiv zu entwickeln und zu kommunizieren. Selbstreflexion fördert Offenheit, Demut, Empathie und Abgrenzung und somit Persönlichkeitsentwicklung.

 

 

 

Frühjahrsputz: Grundreinigung und Pflege

 

Jeder von uns hat blinde Flecken; Bereiche, die uns selbst an uns fremd sind und die sich doch umso vehementer in unser Leben einmischen, unser Denken und Handeln beeinflussen.

Wer anderen Menschen professionelle Unterstützung liefert, nimmt deshalb selbst üblicherweise Supervision in Anspruch. Das hilft dabei, die Sicht auf sich und die Welt sauberer zu halten, die Brille zu putzen. Auch für andere Berufsgruppen, nicht nur für Coaches und Therapeuten, sollte es ein Selbstverständnis sein, dafür zu sorgen, gut aufgeräumt ans Werk zu gehen.

Erlauben Sie sich von Zeit zu Zeit einen konstruktiven Perspektivwechsel mit professioneller Unterstützung. Sie und Ihr Umfeld werden davon profitieren.

 

Der nächste Schritt

 

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Artikel zur Persönlichkeit

Diversität: Warum unterschiedliche Perspektiven wertvoll sind

Diversität als Perspektivenvielfalt: Wie Unterschiede unser Denken erweitern, blinde Flecken sichtbar machen und zu fundierteren Entscheidungen beitragen können.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. Februar 2012
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #7670
Ü:
K:

Miteinander reden: Anspruch und Realität

Miteinander reden: Anspruch und Realität

Asche über mein Haupt ... mit manchen Menschen zu reden ist eine persönliche Herausforderung

Schwamm drüber

Trotz unterschiedlicher Meinungen miteinander reden?

 

Es klingt so gut und ich stehe zur Bedeutung: „Walk your Talk — Lebe, was du predigst!“. Zu meinen Überzeugungen gehören; „wer gehört wird, braucht keine Steine zu werfen.“, „Der Austausch zu unterschiedlichen Positionen ist bereichernd“, „Gemeinsam geht es leichter.“

Soweit so richtig! In der Realität stößt der Anspruch bei mir allerdings schmerzlich an Grenzen, wenn mir die Galle hochkommt. Stolz bin ich darüber nicht, ganz im Gegenteil!

Video

https://youtu.be/mLcNT9fNGeU

Vielfalt der Meinungen

 

Vielfalt ist bereichernd! Unterschiedlichsten Meinungen zuzuhören und für Positionen zu werben, um so die Meinungsbildung zu fördern und die besten Lösungen zu finden, dafür setze ich mich ein. Professionell ist das mein Alltag und auch privat ist das die Zielsetzung.

Die gute Absicht stößt bei mir allerdings mitunter an deutliche Grenzen. Dann verhalte ich mich anders, als ich es für richtig halte — EIGENTLICH!

 

 

 

Ist die Welt verrückt geworden?

 

Wenn Menschen mit aus meiner Sicht bedenklichen Haltungen sich über Vereinbarungen hinwegsetzen, die eine lebenswerte Gesellschaft benötigt, stößt das nicht auf Gegenliebe. Ab einem gewissen Grad an psychischer oder physischer Gewalt reduziert sich die Bereitschaft wohlwollend zu reagieren. Zu inakzeptabel sind die Auswirkungen, zu schmerzhaft tief geht der Schaden. Das kann wütend machen und ansonsten geltende Werte verlieren an Bedeutung. Dann werden die Andersdenkenden als Idioten, Kranke, Radikale etc. bezeichnet. Irgendwie sollen Kopfschütteln und Verärgerung ausgedrückt und möglichst abgeschüttelt werden. Wer denkt da noch an gewaltfreie beziehungsweise wertschätzende Kommunikation?

 

 

 

Polarisierung

 

Die Bestätigung des Umfelds fühlt sich erst einmal gut an. Es sind also nicht alle Menschen verrückt geworden. Gut, das zu erfahren! Je nach Filterblase verstärkt sich der Eindruck, es gibt die Guten und die Schlechten, das Richtige und das Falsche.

 

 

 

Aufeinandertreffen

 

Treffen diese Positionen dann doch aufeinander, werden die bewährten Regeln des Meinungsaustausches häufig ignoriert.

Die Geschmähten fühlen sich missverstanden und die aus ihrer Sicht Vernünftigen schalten früher oder später ab. Je haarsträubender die Äußerungen der eigenen Meinung nach sind, desto weniger wird noch zugehört. Nach einer Weile werden dann selbst die Aussagen nicht mehr gehört, die es verdient hätten. Die Positionen verhärten, der Graben wird tiefer.

 

 

 

Wirkung

 

Das Bedürfnis und die Notwendigkeit, mit anders Denkenden zu sprechen und sich über Positionen auszutauschen, werden unter solchen Bedingungen immer geringer. Doch es funktioniert nicht, sich vollkommen aus dem Weg zu gehen. So groß ist der Planet nicht.

 

 

 

Was tun?

 

Im Artikel Diskutieren mit Fundamentalisten habe ich einige Gedanken zu diesem Thema veröffentlicht. Es ist allerdings ein riesiger Unterschied, ob es sich um kleinere Gruppen oder einen beachtlichen Teil der Bevölkerung handelt. Wir benötigen dringend Ideen, wie wir zukünftig gemeinsam das Leben gestalten wollen.

Wir sind alle gefordert!

P.S.​

 

Geht es nur mir so? Wie können wir konstruktiv kommunizieren und gestalten?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 6. Februar 2021
Überarbeitung: 6. Februar 2021
AN: #665
K: CNC
Ü:

Rhetorik und die Mechanismen der Meinungsbildung bzw. Meinungsbeeinflussung

Rhetorik und die Mechanismen der Meinungsbildung bzw. Meinungsbeeinflussung

Wie weit dürfen wir gehen?

Rhetorik und die Mechanismen der Meinungsbildung bzw. Meinungsbeeinflussung

Meinungsbeeinflussung

 

Die Möglichkeiten der Kommunikation und Rhetorik sind durch vielerlei Quellen des Wissens und Mechanismen umfangreich. So lassen sich Meinungen beeinflussen. Wo ist die Grenze?

Mechanismen der Meinungsbildung

 

Nicht Fakten bedingen unsere Meinungen, sondern die subjektive Wahrnehmung. Unbewusste Anteile, mal mehr und mal weniger realistische Überzeugungen, beeinflussen, wie wir entscheiden und reagieren. Tiefverwurzelte Filter wirken darauf, ob Informationen als beachtenswert erkannt oder gedanklich gleich wieder unter den Teppich gekehrt werden.

Spätestens seit der Popularität der Gehirnforschung gibt es Beweise für die Wirkungsweise so einiger schon lange bekannter Strategien erfolgreicher Redner. Wer die Mechanismen kennt, hat es leichter in den Gehirnen der Zuhörer an den gewünschten Strippen zu ziehen. Wobei die Frage nach der Machbarkeit auch stets mit jener der Ethik verknüpft werden sollte. Wer meint, der Zweck heilige stets die Mittel, verletzt leicht im guten Glauben das, was geschützt werden soll.

 

Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, dass die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.

Konfuzius

 

 

 

Was tun? Meinungsbildung

 

Es beginnt mit der eigenen Meinungsbildung. Ist das wirklich unsere eigene Meinung und worauf beruht sie?

 

 

 

Was tun? Austauschen, im Gespräch bleiben

 

Trotz Filterblase und Echokammer auf die Welt schauen? Wir haben alle unsere Filter. Einige sind allerdings schon recht psychedelische und einseitig. Wobei das vermutlich typischerweise dem Andersdenkenden zugesprochen wird.

Es ist wichtig im Gespräch zu bleiben, selbst wenn es bedeutet die eigene Komfortzone zu verlassen. Wobei ich aus eigener Erfahrung weiß, dass auch das seine Grenzen hat. Bei einem gewissen Grad der Unfairness und Absurdität findet die größte Bereitschaft zum Austausch ihre Grenzen. Wobei es halt mitunter zu keinerlei Austausch kommt, weil stur auf Positionen beharrt wird und die Regeln für Diskussionen ignoriert werden.

 

 

 

Wahl der Mittel

 

Wir selbst sollten immer wieder sehr aufmerksam prüfen, ob unsere Einflussnahme konform mit den von uns vertretenen Werten ist. Wer selbst auf fiese Tricks der Rhetorik zurückgreift, wird zum Teil des Problems. Da hilft es dann auch nichts, wenn es mit guten Absichten geschieht. Einfluss ist mit Verantwortung verbunden.

 

Video

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P.S.​

 

Durch Kommunikation und Rhetorik lassen sich Meinungen beeinflussen. Vieles ist möglich, wo ist die Grenze? Wie fördern Sie die Meinungsbildung Ihres Publikums? Wie weit würden Sie gehen?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. Juni 2018
Überarbeitung: 6. Februar 2021
AN: #665
K: CNC
Ü: