PowerPoint Karaoke reloaded

PowerPoint Karaoke reloaded

Von wegen Death by PowerPoint
Schluss mit death by powerpoint: PowerPoint Karaoke

PowerPoint Karaoke

 

PowerPoint Karaoke ist weit mehr als nur Unterhaltung, es ist ein hervorragendes Training für ambitionierte RednerInnen. Es reduziert übrigens auch Lampenfieber, wenn es wiederholt wird. Bin ich zu schnell? Dann nochmals zum Anfang und Schritt für Schritt:

PowerPoint Karaoke reloaded

 

Von wegen Folien des Grauens und Death by PowerPoint; das macht wach: Die Kombination von PowerPoint-Präsentationen und dem japanischen Partyspiel Karaoke, bei dem hier allerdings nicht gesungen, sondern improvisiert präsentiert wird, hat es in sich. Oh, was für ein langer Satz!

PowerPoint Karaoke (PPT-Karaoke, auch als Battle Decks oder Battledecks bezeichnet) basiert auf PowerPoint-Präsentationen, die auf einer Leinwand auf eine Gruppe von Teilnehmern projiziert wird. Die Bilder sind völlig zufällig, ihr Sinn erschließt sich oft nicht ohne Weiteres und das ist durchaus hilfreich.

 

 

 

Wie funktioniert PowerPoint Karaoke?

 

Ein Moderator sorgt für den Rahmen des PowerPoint-Karaoke. Anfangs stellt er den Ablauf und die Redner vor. Für das Publikum wird nochmals verdeutlicht, dass die Teilnehmer die ihnen zugeteilten Folien vorher noch nicht kennen. Dabei vermittelt die Moderation die Energie, in denen die Teilnehmer auftreten sollen. Eine gute Portion Humor und wiederholter Applaus fördern den Rahmen für unterhaltsame Auftritte.

Schließlich braucht es bereitwillige Teilnehmer, die sich dieser Herausforderung der Stegreifrede stellen.

Die Teilnehmer haben die Aufgabe, eine Präsentation zu ihnen unbekannten Folien zu halten. Wichtig; bei der Auswahl der Folien wird darauf geachtet, dass es sich um ein Fachgebiet handelt, in dem sich die Teilnehmer nicht auskennen. Was auch immer dann auf dem Bildschirm erscheint, ist von ihnen so zu behandeln, als wenn es von ihnen so geplant war. Den besonders begabten Teilnehmern gelingt es dabei auch noch eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen.

Die Folien werden vorab per Zufall ausgesucht. Oft umfassen PowerPoint-Präsentationen mehr als 20 Folien. Für das PowerPoint Karaoke werden davon 10 bis 12 Folien mit möglichst vielen Bildern oder Grafiken und wenig Text gewählt. Die ausgewählten Folien passen inhaltlich zusammen, und ermöglichen einen Spannungsbogen.

Die Teilnehmer erfahren erst kurz vor Beginn ihrer Präsentation das eigene Thema. Danach geht es gleich los. Die meist 7 bis 10 Minuten Redezeit wollen genutzt werden. Eine Minute vor Ablauf der Zeit erklingt eine Glocke, damit es zum Finale der Darbietung kommt. Bei Wettbewerben gibt es mehrere Runden und die Zuschauer bestimmen anhand ihres Applauses den Gewinner, am Ende wird der Gewinner gekrönt. Die mehr oder weniger ernstgemeinte Wahl erfolgt in verschiedenen Varianten. Im Grunde hat jeder Teilnehmer gewonnen, der sich der Aufgabe stellt und dabei auch noch Spaß hat.

 

 

 

Wozu? Was hat das für einen Nutzen?

 

PowerPoint Karaoke ist nicht eine wirksame und unterhaltsame Möglichkeit rhetorischen Fähigkeiten zu erweitern. Es trainiert die Präsentationsfähigkeiten, die Improvisationsfähigkeiten und hilft Lampenfieber abzulegen.

Reloaded?

Wer sich durch PowerPoint Karaoke nicht mehr gefordert fühlt, bekommt Eins drauf. Durch zusätzliche Aufgaben wird die Latte höher gelegt und die Betriebstemperatur gesteigert. Einige Varianten wurden sogar in die Trainings mit improRhetorik™ aufgenommen.

 

 

 

Tipps für PowerPoint Karaoke

 

Es gelten die meisten der bewährten Regeln für Präsentationen und einige Regeln des Improvisationstheaters helfen auch hier. Hier noch ein paar Anregungen:

  • Mutig sein
  • Akzeptieren
  • Behaupten, selbst bei völliger Ahnungslosigkeit
  • Einsatz an den Tag legen
  • Wach, im Moment und flexibel sein
  • Verinnerlichte Redestrukturen helfen
  • Sich selbst und den Eingebungen Vertrauen
  • Ausrutscher feiern und weiter machen
  • Üben, üben, üben
  • To be continued…

 

 

 

Übrigens

 

Während bei einigen Veranstaltungen mit PowerPoint Karaoke vor jedem Auftritt alkoholische Getränke der Aufwärmung und Enthemmung dienen sollen (was insbesondere bei mehreren Runden zu unerwarteten Nebenwirkungen führen kann) gehen wir in meinen Veranstaltungen andere Wege. Warm wird den Teilnehmern dennoch und es hat neben dem Unterhaltungswert auch erkennbar positive Auswirkungen auf die Qualität nachfolgender professioneller Präsentationen. Na, dann…

P.S.

 

Haben Sie PowerPoint Karaoke schon erlebt, was halten Sie davon?

 

 

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Mut und Können erleichtern Spontanität.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2017
Überarbeitung: 4. September 2019
Englische Version:
AN: #316
K: CNB
Ü:

Brückensätze: Unfaire verbale Angriffe abwehren

Brückensätze: Unfaire verbale Angriffe abwehren

Was man hat, hat man. Bereiten Sie eine Reihe von Brückensätzen vor, um sie bei Bedarf abzurufen.
Brückensätze: Unfaire verbale Angriffe abwehren

Brückensätze

 

Für die Neutralisierung unfairer Angriffe lassen sich Brückensätzen einsetzen. Diese Tipps helfen, Beispiele verdeutlichen die Wirkung.

Überblick

 

 

 

 

Brückensätze

 

Für die Neutralisierung unfairer Angriffe lassen sich Brückensätzen einsetzen. Brückensätze sind spezielle Formulierungen, die nicht den Inhalt, sondern den Prozess betreffen, und sich in der Regel förderlich auf Beziehungen auswirken. Sie wirken als psychologische Puffer, um unfaire Angriffe zu entschärfen und zur Sachebene zurückzukehren.

 

 

 

Vorteile

 

Brückensätze …

  • geben Zeit zum Nachdenken anstatt blind auf Angriffe oder Reizthemen anzuspringen.
  • erleichtern es gelassen und ruhig zu agieren.
  • ermöglichen es auf ein Thema zu wechseln, das Ihnen entgegenkommt.
  • tragen so zur Deeskalation der Situation bei.

 

 

 

Beispiele

 

1. Vorwürfe neutralisieren

 

  • „Das höre ich zum ersten Mal, Herr Müller.“
  • „Ihre Aussage erstaunt mich, Frau Meier.“

 

 

 

2. Bedingt zustimmen

 

  • „Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu. Bei der Umsetzung sehe ich weitere Möglichkeiten.“

 

 

 

3. Auf die Kernbotschaft fokussieren

 

  • „Ihre Aussage zeigt mir, dass Sie Bedenken haben.“
  • „Sie sprechen mit dieser Frage einen interessanten Aspekt an …“
  • „Ich habe den Eindruck, dass wir auf dieser Ebene nicht weiterkommen. Wie können wir zu einer Einigung kommen?“
  • „Ihr Einwand zeigt mir, dass mein Grundgedanke noch nicht deutlich geworden ist …“

 

 

 

4. Gesprächspartner aufwerten

 

  • „Als Expertin können Sie mir sicher raten …“
  • „Interessant, was du da sagst!“

 

 

 

5. Ergänzende Ich-Botschaften

 

Denken Sie an einen der grundlegendsten Empfehlungen bei Rückmeldungen; setzen Sie Ich-Botschaften ein.

  • „Ich bin grundsätzlich Ihrer Meinung. Ich denke allerdings …“

 

 

 

6. Unfairness benennen

 

Decken Sie unfaire Angriffe und Methoden auf. Ertappen Sie Übeltäter auf frischer Tat. Zeigen Sie, das niemand ungestraft im Verborgenen an Ihrem Stuhl sägen kann.

 

 

 

Empfehlung

 

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Wie wehren Sie unfaire Angriffe ab?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2007
Überarbeitung: 31. Mai 2019
Englische Version:
AN: #19156
K: CNB
Ü:

Keith Johnstone: 14 Impulse für Souveränität & Improvisation

Keith Johnstone: Was Improvisation über Souveränität lehrt

14 Impulse für Präsenz, spontane Kommunikation und einen klaren Kopf in entscheidenden Momenten
Keith Johnstone und Karsten Noack

Keith Johnstone: Was Improvisation über Souveränität lehrt

 

14 Impulse für Präsenz, spontane Kommunikation und einen klaren Kopf in entscheidenden Momenten

 

Eine wichtige Präsentation ist hervorragend vorbereitet.

Dann kommt eine unerwartete Frage.

Ein Gespräch folgt plötzlich einer völlig anderen Richtung.

Ein Verhandlungspartner reagiert anders als erwartet.

Oder mitten in einer Rede verschwindet für einen Augenblick der rote Faden.

Genau hier zeigt sich Souveränität.

Denn Vorbereitung ist wertvoll.

Und gleichzeitig braucht es die Fähigkeit, im entscheidenden Moment wahrzunehmen, zu reagieren und aus dem Augenblick heraus zu handeln.

Einer der Menschen, die mein Denken darüber wesentlich geprägt haben, ist Keith Johnstone.

Seine Arbeit stammt aus dem Improvisationstheater. Viele seiner Gedanken reichen weit darüber hinaus.

Sie handeln von Präsenz.

Von Status.

Von Aufmerksamkeit.

Von Vertrauen.

Vom Zusammenspiel mit anderen Menschen.

Und von der Fähigkeit, auch dann handlungsfähig zu bleiben, wenn der ursprüngliche Plan gerade seine Bedeutung verliert.

Genau deshalb begleiten mich viele dieser Gedanken bis heute.

 

 

 

Wer war Keith Johnstone?

 

Keith Johnstone, geboren 1933 in England und gestorben 2023 in Calgary, gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten des modernen Improvisationstheaters.

Er arbeitete am Royal Court Theatre in London, gründete 1967 die Improvisationsgruppe Theatre Machine und war später Mitbegründer und künstlerischer Leiter der Loose Moose Theatre Company in Calgary. Zu den von ihm entwickelten Formaten gehören unter anderem Theatresports™, Gorilla Theatre™ und Maestro Impro™.

Seine Bücher „Impro – Improvisation and the Theatre“ und „Impro for Storytellers“ wurden international verbreitet und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Mich interessiert an Johnstones Arbeit besonders ein Gedanke:

Menschen können lernen, dem Augenblick mehr zu vertrauen.

Das klingt zunächst nach Theater.

Tatsächlich begegnet uns genau diese Herausforderung ständig.

Im Führungsgespräch.

Bei einer Verhandlung.

Vor einer Kamera.

Auf einer Bühne.

Bei einer kritischen Frage.

Und immer dann, wenn ein Mensch spontan eine klare Antwort braucht.

 

 

 

Gute Vorbereitung schafft Freiheit

 

Manchmal wird Vorbereitung mit möglichst genauer Planung verwechselt.

Für mich bedeutet gute Vorbereitung etwas anderes.

Du kennst dein Ziel.

Du verstehst deine Botschaft.

Du kennst deinen Standpunkt.

Du hast mögliche Entwicklungen durchdacht.

Und dadurch gewinnst du Freiheit.

Du kannst zuhören.

Du kannst beobachten.

Du kannst reagieren.

Du kannst deinen Kurs verändern und zugleich deinem Anliegen treu bleiben.

Das ist eine Form von vorbereiteter Spontaneität.

Viele Gedanken aus der Improvisation helfen dabei.

 

 

 

14 Impulse aus dem Improvisationstheater

 

Die folgenden Punkte sind meine Verdichtung von Prinzipien, die mich durch die Beschäftigung mit Improvisation und Keith Johnstones Arbeit begleitet haben.

 

 

1. Sei mutig

 

Spontane Kommunikation braucht die Bereitschaft, sich zu zeigen.

Eine klare Aussage besitzt mehr Kraft als zehn vorsichtige Andeutungen.

Mut bedeutet dabei keineswegs Lautstärke.

Manchmal besteht Mut darin, ruhig einen Satz auszusprechen, der längst ausgesprochen werden sollte.

 

 

2. Nimm auf, was gerade geschieht

 

Im Improvisationstheater spielt das Prinzip „Ja, und …“ eine wichtige Rolle.

Übertragen auf Gespräche bedeutet das:

Erkenne zuerst die Realität der Situation.

Was wurde gerade gesagt?

Was hat sich verändert?

Welche neue Information liegt vor?

Von dort aus kannst du weiterarbeiten.

 

 

3. Beteilige dich

 

Kommunikation lebt von Beteiligung.

Wer ständig beobachtet, bewertet und innerlich nach der perfekten Antwort sucht, verliert leicht den Kontakt zum Geschehen.

Steig ein.

Stell die Frage.

Mach deinen Gedanken sichtbar.

Die nächste sinnvolle Bewegung entsteht häufig aus der Bewegung selbst.

 

 

4. Mach klare Angebote

 

Eine Szene braucht Impulse.

Ein Gespräch ebenfalls.

Sag, was du möchtest.

Formuliere deinen Gedanken.

Stell eine konkrete Frage.

Bring eine Idee ein.

Klarheit gibt anderen Menschen etwas, auf das sie reagieren können.

 

 

5. Zeig Einsatz

 

Halbherzigkeit macht Kommunikation schwer.

Wenn du etwas sagst, steh innerlich dahinter.

Wenn du eine Frage stellst, interessiere dich für die Antwort.

Wenn du eine Position vertrittst, kenne deine Gründe.

Präsenz entsteht auch aus innerer Beteiligung.

 

 

6. Hör aufmerksam zu

 

Viele Menschen hören bereits mit der nächsten eigenen Antwort im Kopf zu.

Dabei liefert echtes Zuhören häufig genau die Informationen, die wir für eine gute Reaktion brauchen.

Worte.

Tonfall.

Pausen.

Ausweichbewegungen.

Interessen.

Emotionen.

Manchmal verändert ein Satz seine Bedeutung, sobald wir wirklich zuhören.

 

 

7. Sei im Moment

 

Während eines anspruchsvollen Gesprächs hilft dir die brillanteste Antwort wenig, wenn sie zu einer Frage gehört, die vor fünf Minuten gestellt wurde.

Präsenz bedeutet:

Was geschieht jetzt?

Wer diese Frage innerlich wachhält, erkennt Möglichkeiten früher.

 

 

8. Lass dein Gegenüber gut aussehen

 

Ein bemerkenswertes Prinzip aus der Improvisation lautet sinngemäß:

Unterstütze deine Mitspieler.

Auch anspruchsvolle berufliche Kommunikation gewinnt dadurch.

Menschen kooperieren leichter, wenn ihre Würde erhalten bleibt.

Souveränität zeigt sich deshalb auch darin, wie wir mit anderen Menschen umgehen, während wir unsere eigenen Interessen vertreten.

 

 

9. Unterstütze das gemeinsame Ziel

 

Im Theater dient eine Handlung der Szene.

Im Gespräch lohnt sich die entsprechende Frage:

Worum geht es hier eigentlich?

Um Recht haben?

Um Wirkung?

Um eine Entscheidung?

Um Verständigung?

Um eine Vereinbarung?

Um Klarheit?

Wer das größere Ziel im Blick behält, findet häufig bessere Reaktionen.

 

 

10. Beobachte das Umfeld

 

Kommunikation besteht aus weit mehr als Worten.

Wie verändert sich die Atmosphäre?

Wer reagiert worauf?

Wo entsteht Spannung?

Wann wächst Aufmerksamkeit?

Welche Signale liefert die Körpersprache?

Ein guter Kommunikator hört mit den Ohren und beobachtet mit offenen Augen.

 

 

11. Übe

 

Spontaneität lässt sich trainieren.

Gerade anspruchsvolle Situationen profitieren von Übung.

Kritische Fragen können simuliert werden.

Gespräche lassen sich durchspielen.

Präsentationen können unterbrochen und verändert werden.

So wächst die Fähigkeit, auch bei Überraschungen beweglich zu bleiben.

 

 

12. Denk an die Menschen, für die du sprichst

 

Eine Präsentation dient ihrem Publikum.

Ein Gespräch dient seinem Zweck.

Eine gute Antwort dient der Situation.

Diese Perspektive verändert Kommunikation.

Die Frage lautet dann weniger:

Wie wirke ich gerade?

Sondern stärker:

Was braucht diese Situation jetzt von mir?

 

 

13. Vertraue deiner Vorbereitung und deiner Wahrnehmung

 

Wer gut vorbereitet ist, darf den vorbereiteten Plan irgendwann loslassen.

Du hast gedacht.

Du hast geübt.

Du kennst dein Thema.

Jetzt darfst du wahrnehmen und reagieren.

Dieses Vertrauen gehört für mich zu den wichtigsten Grundlagen souveräner Kommunikation.

 

 

14. Mach aus Stolpern Bewegung

 

Ein Versprecher.

Eine schwierige Frage.

Ein kurzer Blackout.

Eine unerwartete Reaktion.

Das alles kann geschehen.

Entscheidend ist häufig, was unmittelbar danach passiert.

Souveräne Menschen integrieren solche Momente.

Sie korrigieren.

Sie orientieren sich.

Sie setzen fort.

Manchmal entsteht gerade dadurch besondere Glaubwürdigkeit.

 

 

Souveränität beginnt dort, wo das Skript endet

 

Das ist vermutlich einer der wichtigsten Gedanken, die ich aus meiner Beschäftigung mit Improvisation mitgenommen habe.

Wir können uns hervorragend vorbereiten.

Und dann beginnt die Realität.

Ein Mensch reagiert anders.

Eine Frage überrascht uns.

Ein Argument verändert die Lage.

Eine Gelegenheit entsteht.

In solchen Momenten hilft eine Kombination aus:

Klarheit und Beweglichkeit.

Du weißt, was dir wichtig ist.

Und du bleibst offen für das, was geschieht.

Genau diese Verbindung interessiert mich heute besonders.

 

 

Von der Improvisation zur ImproRhetorik™

 

Viele Anregungen aus der Improvisation sind über die Jahre in meine Arbeit mit ImproRhetorik™ eingeflossen.

Dabei geht es um weit mehr als spontanes Reden.

Es geht um die Fähigkeit,

schnell zu erfassen, was gerade geschieht,

Gedanken zu strukturieren,

klar Position zu beziehen,

auf andere Menschen einzugehen,

mit Überraschungen umzugehen

und auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben.

Das ist bei einer spontanen Rede hilfreich.

Und ebenso bei einem Führungsgespräch, einer Verhandlung, einer Vorstandspräsentation oder einem Medienauftritt.

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Je wichtiger eine Situation wird, desto wertvoller finde ich diese Verbindung:

gründlich vorbereiten und beweglich bleiben.

Bei der Vorbereitung wichtiger Gespräche schauen wir deshalb auf Ziele, Interessen, mögliche Dynamiken und unterschiedliche Gesprächsverläufe. Genau diese Beweglichkeit ist bereits ein zentraler Bestandteil deiner heutigen Seite zur Gesprächsvorbereitung. 

Bei Präsentationen geht es entsprechend um Botschaft, Dramaturgie, Argumentation, Wirkung und den souveränen Umgang mit dem, was sich während des Auftritts entwickelt.

Und im Executive Sparring kann genau diese Kombination entscheidend werden: klare Orientierung und die Fähigkeit, auf Entwicklungen zu reagieren, wenn eine Präsentation, Verhandlung oder andere Situation erhebliche Tragweite besitzt.

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

→ Rede und Präsentation vorbereiten

→ Executive Sparring

 

 

Was mir von Keith Johnstone geblieben ist

 

Keith Johnstone hat das Improvisationstheater tief geprägt.

Für mich liegt sein Vermächtnis zugleich in einer Haltung.

Wahrnehmen.

Zuhören.

Sich einlassen.

Mutig handeln.

Andere Menschen einbeziehen.

Dem eigenen Können vertrauen.

Und bereit sein, auf das zu reagieren, was tatsächlich geschieht.

Denn manche der wichtigsten Momente unseres Lebens beginnen genau dort, wo der vorbereitete Text endet.

 

 

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Was meisnt du zum Improvisationstheater und bist du schon mit improRhetorik in Berührung gekommen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 10. Dezember 2014
Überarbeitung: 29. Mai 2019
AN: #87257
K: CNB
Ü:

Recht haben oder freundlich sein? Klug mit Streit umgehen

Recht haben oder freundlich sein? Wie du Konflikte klärst, ohne dich zu verbiegen

Recht haben oder freundlich sein? Konflikte souverän klären
Recht behalten oder freundlich sein?

Recht haben oder freundlich sein? Wie du Konflikte klärst, ohne dich zu verbiegen

 

Möchtest du recht haben?

Oder möchtest du etwas erreichen?

Diese beiden Ziele können zusammenpassen.

Sie müssen es weniger.

Manchmal ist es wichtig, einer Sache deutlich zu widersprechen.

Manchmal lohnt es sich, auf einer korrekten Information zu bestehen.

Und manchmal merken wir mitten in einer Diskussion:

Es geht längst weniger um die Sache.

Es geht darum, wer gewinnt.

 

 

 

Recht haben und Recht behalten sind zwei verschiedene Dinge

 

Du kannst sachlich recht haben.

Und trotzdem ein Gespräch verlieren.

Du kannst ein hervorragendes Argument besitzen.

Und trotzdem Vertrauen beschädigen.

Umgekehrt kannst du freundlich bleiben und gleichzeitig einen wichtigen Fehler stehen lassen.

Deshalb lautet die entscheidende Frage weniger: Recht oder Freundlichkeit?

Sie lautet:

Was braucht diese Situation?

 

 

 

Wann ist es wichtig, auf einer Sache zu bestehen?

 

Zum Beispiel wenn:

  • Sicherheit betroffen ist
  • eine wichtige Entscheidung auf falschen Informationen beruht
  • rechtliche oder wirtschaftliche Folgen entstehen
  • Grenzen überschritten werden
  • Verantwortung verschoben wird

Dann kann Schweigen die schlechtere Lösung sein.

 

 

 

Freundlichkeit bedeutet weniger Nachgeben

 

Das wird häufig verwechselt.

Du kannst freundlich sagen:

„Ich sehe das anders.“

Du kannst freundlich sagen:

„Diese Zahl stimmt weniger.“

Du kannst freundlich sagen:

„Damit bin ich weniger einverstanden.“

Freundlichkeit beschreibt den Umgang.

Sie entscheidet weniger über deine Position.

 

 

 

Eine klare Position kann respektvoll sein

 

Zum Beispiel:

„Ich verstehe dein Argument. In diesem Punkt komme ich zu einem anderen Ergebnis.“

Oder:

„Wir bewerten das unterschiedlich. Meine Entscheidung bleibt trotzdem bestehen.“

Das ist weder aggressiv noch nachgiebig.

Es ist klar.

 

 

 

Warum wollen wir überhaupt recht behalten?

 

Dafür gibt es viele mögliche Gründe.

Zum Beispiel:

  • wir möchten einen Fehler verhindern
  • wir fühlen uns missverstanden
  • wir möchten Anerkennung
  • wir fühlen uns angegriffen
  • wir erleben Widerspruch als Statusverlust

Deshalb lohnt sich im Konflikt eine zweite Frage:

Was verteidige ich gerade eigentlich?

 

 

 

Die Sache oder mein Selbstbild?

 

Manchmal diskutieren wir über ein Thema.

Und unbemerkt wird daraus:

„Wenn ich hier nachgebe, verliere ich.“

Dann verändert sich die Qualität des Gesprächs.

Es geht weniger um Erkenntnis.

Es geht um Position.

 

 

 

Rechthaben kann zum Statuskampf werden

 

Das zeigt sich zum Beispiel, wenn:

  • jede Gegenposition als Angriff erlebt wird
  • kleine Ungenauigkeiten sofort korrigiert werden
  • das letzte Wort besonders wichtig wird
  • ein Zugeständnis wie Niederlage wirkt

Dann lohnt sich:

„Was würde tatsächlich verloren gehen, wenn ich hier sage: Du hast recht?“

 

 

 

Intellektuelle Bescheidenheit

 

Ein hilfreicher Begriff dafür ist intellektuelle Bescheidenheit.

Gemeint ist weniger:

„Ich weiß nichts.“

Sondern:

„Ich habe gute Gründe für meine Position und könnte trotzdem etwas übersehen.“

Das ist keine Schwäche.

Es verbessert die Qualität von Gesprächen.

 

 

 

Eine starke Position braucht Korrekturfähigkeit

 

Du kannst sagen:

„Nach allem, was ich weiß, ist das die beste Lösung.“

Und gleichzeitig:

„Wenn du bessere Informationen hast, möchte ich sie hören.“

Beides passt zusammen.

 

 

 

Was die Forschung über Konflikte zeigt

 

Untersuchungen zu intellektueller Bescheidenheit zeigen:

Menschen, die stärker akzeptieren können, dass die eigenen Überzeugungen begrenzt oder korrigierbar sind, reagieren in Konflikten häufiger konstruktiv und seltener destruktiv.

Das gilt sowohl in privaten Beziehungen als auch im Arbeitskontext.

 

 

 

Recht haben ist weniger dasselbe wie verstanden werden

 

Vielleicht präsentierst du ein hervorragendes Argument.

Dein Gegenüber erlebt jedoch:

„Du willst mich nur widerlegen.“

Dann erreicht die Information die andere Person möglicherweise weniger.

Wirkung und sachliche Richtigkeit sind zwei verschiedene Ebenen.

 

 

 

Ein gutes Argument kann schlecht vermittelt werden

 

Zum Beispiel:

„Das ist Unsinn.“

Vielleicht ist die Aussage sachlich tatsächlich falsch.

Doch diese Formulierung erhöht häufig die Verteidigungsbereitschaft.

Hilfreicher könnte sein:

„Ich komme bei diesem Punkt zu einem anderen Ergebnis. Lass uns die Annahmen vergleichen.“

 

 

 

Direktheit kann sehr hilfreich sein

 

Freundlichkeit bedeutet weniger, jedes Problem weichzuzeichnen.

Bei wichtigen veränderbaren Problemen kann direkte Kommunikation sinnvoll sein.

Zum Beispiel:

„Dieses Verhalten belastet unsere Zusammenarbeit. Ich möchte, dass wir es verändern.“

Das ist deutlich.

Und respektvoll.

 

 

 

Manchmal ist Harmonie weniger hilfreich

 

Wer Konflikte ausschließlich vermeiden möchte, kann wichtige Probleme verschleppen.

Zum Beispiel:

  • schlechtes Verhalten
  • unklare Verantwortung
  • falsche Entscheidungen
  • wiederkehrende Grenzüberschreitungen

Eine angenehme Atmosphäre ist weniger immer ein Zeichen für eine gute Beziehung.

 

 

 

Konfliktfähigkeit braucht Widerspruch

 

Eine gute Beziehung oder Zusammenarbeit hält weniger nur Zustimmung aus.

Sie sollte auch Raum haben für:

„Nein.“

„Das sehe ich anders.“

„Damit bin ich weniger einverstanden.“

 

 

 

Und wann lohnt es sich weniger, weiterzudiskutieren?

 

Zum Beispiel wenn:

  • das Thema kaum Bedeutung hat
  • die Positionen bereits vollständig ausgetauscht sind
  • keine Entscheidung davon abhängt
  • das Gespräch nur noch Wiederholungen produziert

Dann kann die klügere Entscheidung lauten:

„Wir sehen das unterschiedlich.“

 

 

 

Nicht jeder Unterschied braucht einen Sieger

 

Menschen können verschiedene:

  • Geschmäcker
  • Werte
  • Prioritäten
  • Einschätzungen

haben.

Manche Unterschiede lassen sich weniger endgültig auflösen.

 

 

 

Eine wichtige Frage: Ist das überhaupt eine Tatsachenfrage?

 

Manche Diskussionen wirken sachlich, sind jedoch Wertfragen.

Zum Beispiel:

„Welcher Lebensstil ist besser?“

„Was ist eine gute Führungskraft?“

„Was ist wichtiger: Sicherheit oder Freiheit?“

Dafür gibt es weniger immer eine objektiv richtige Antwort.

 

 

 

Fakten, Bewertungen und Präferenzen unterscheiden

 

Das kann Konflikte erheblich vereinfachen.

Frag:

Reden wir gerade über eine überprüfbare Tatsache?

Über eine Bewertung?

Oder über eine persönliche Präferenz?

 

 

 

Bei Fakten lohnt sich Überprüfung

 

Zum Beispiel:

„Wie hoch war der Umsatz tatsächlich?“

Dann helfen:

  • Daten
  • Quellen
  • Dokumente

Weniger rhetorische Dominanz.

 

 

 

Bei Bewertungen braucht es Kriterien

 

Zum Beispiel:

„Welche der beiden Strategien ist besser?“

Dann lautet die nächste Frage:

Nach welchen Kriterien?

 

 

 

Bei Präferenzen darf Unterschied bestehen bleiben

 

Zum Beispiel:

„Ich finde diese Gestaltung schöner.“

Da hilft wenig:

„Nein, meine ist objektiv besser.“

 

 

 

Der Wunsch nach dem letzten Wort

 

Manche Diskussionen laufen weiter, obwohl alles gesagt wurde.

Warum?

Weil beide Seiten weniger die offene Frage klären.

Sie möchten das Gespräch gewinnen.

Ein hilfreicher Test:

„Wenn mein Gegenüber jetzt nichts mehr sagt – wäre ich zufrieden?“

Wenn ja, geht es möglicherweise stärker um Sieg als um Erkenntnis.

 

 

 

Rechthaberei

 

Umgangssprachlich sprechen wir von Rechthaberei, wenn jemand immer wieder darauf besteht, recht zu haben.

Der entscheidende Punkt ist weniger, dass dieser Mensch tatsächlich häufig recht hat.

Problematisch wird:

Das Bedürfnis nach Bestätigung dominiert die Beziehung oder das Gespräch.

 

 

 

Rechthaberei kann Beziehungen teuer machen

 

Vielleicht gewinnst du die Diskussion.

Und verlierst:

  • Kooperation
  • Offenheit
  • Vertrauen
  • Einfluss

Dann war der Sieg möglicherweise weniger wert, als er sich im Moment angefühlt hat.

 

 

 

„Willst du recht haben oder glücklich sein?“

 

Dieser bekannte Satz ist eingängig.

Und zu einfach.

Manchmal hängt Glück gerade davon ab, dass du:

  • eine Grenze vertrittst
  • einer falschen Behauptung widersprichst
  • Ungerechtigkeit ansprichst

Die bessere Frage lautet:

„Ist dieser Konflikt wichtig genug, und führe ich ihn auf eine Weise, die meinem Ziel dient?“

 

 

 

Freundlichkeit darf weniger Selbstverleugnung werden

 

Manche Menschen geben zu schnell nach, weil sie:

  • Konflikte vermeiden
  • gemocht werden möchten
  • Harmonie erhalten wollen

Dann ist die Entwicklungsaufgabe weniger:

„Werde freundlicher.“

Sondern:

„Vertrete deine Position klarer.“

 

 

 

Andere brauchen die gegenteilige Entwicklung

 

Sie vertreten ihre Position bereits sehr klar.

Vielleicht sogar brillant.

Doch sie lassen wenig Raum für:

  • Widerspruch
  • Korrektur
  • Beziehung

Dann lautet die Entwicklungsaufgabe:

„Du musst weniger jeden Punkt gewinnen.“

 

 

 

Was ist dein Muster?

 

Gibst du zu schnell nach?

Oder kämpfst du zu lange?

Beides kann problematisch sein.

 

 

 

Recht haben und Wirkung erzielen

 

Diese Unterscheidung ist besonders wichtig.

Du kannst eine sachlich korrekte Position vertreten.

Wenn du willst, dass sie berücksichtigt wird, brauchst du zusätzlich:

  • Timing
  • Verständlichkeit
  • Beziehungsbewusstsein
  • gute Argumentation

Recht haben und Wirkung erzielen sind zwei verschiedene Dinge.

 

 

 

Frag zuerst nach dem Ziel

 

Bevor du dich in eine Diskussion hineinziehst, frag:

„Was möchte ich nach diesem Gespräch erreicht haben?“

Zum Beispiel:

  • eine bessere Entscheidung
  • eine Grenze
  • Verständnis
  • eine Verhaltensänderung
  • eine Information korrigieren

Dann kannst du deine Kommunikation daran ausrichten.

 

 

 

Ein Beispiel aus dem Beruf

 

Ein Kollege präsentiert eine Zahl, die falsch ist.

Du weißt es.

Die Entscheidung hängt davon ab.

Dann wäre es wenig hilfreich, aus Höflichkeit zu schweigen.

Du kannst sagen:

„Bevor wir entscheiden, möchte ich eine Zahl prüfen. Nach meinen Unterlagen liegt der Wert bei 18 statt 28 Prozent.“

Klar.

Sachlich.

Ohne Gesichtsverlust zu produzieren.

 

 

 

Ein anderes Beispiel

 

Dein Partner sagt:

„Der Film war großartig.“

Du fandest ihn langweilig.

Hier braucht niemand zu gewinnen.

„Ich habe ihn ganz anders erlebt.“

reicht vollkommen.

 

 

 

Konflikte werden leichter, wenn du Kategorien unterscheidest

 

Frag:

  • Ist das wichtig?
  • Ist es überprüfbar?
  • Ist eine Entscheidung erforderlich?
  • Kann etwas verändert werden?

Je nachdem braucht das Gespräch eine andere Intensität.

 

 

 

Wenn du merkst, dass du nur noch gewinnen willst

 

Dann kann eine Pause helfen.

Frag dich:

„Welche neue Information tauschen wir gerade überhaupt noch aus?“

Wenn die Antwort lautet:

„Keine.“

ist das möglicherweise ein guter Zeitpunkt aufzuhören.

 

 

 

Eine elegante Möglichkeit, einen Konflikt zu beenden

 

Zum Beispiel:

„Ich glaube, wir haben beide unsere Position ausreichend erklärt. Wir kommen heute zu keinem gemeinsamen Ergebnis.“

Das ist weniger Niederlage.

Es ist Gesprächsführung.

 

 

 

Du kannst deine Meinung ändern

 

Auch während einer Diskussion.

Zum Beispiel:

„Der Punkt überzeugt mich. Da lag ich falsch.“

Viele Menschen erleben solche Sätze als ungewöhnlich stark.

Denn sie zeigen:

Die Sache ist wichtiger als das Ego.

 

 

 

Warum fällt das so schwer?

 

Weil eine Positionsänderung sich anfühlen kann wie:

  • Gesichtsverlust
  • Unterlegenheit
  • Inkonsistenz

Doch Lernen bedeutet genau:

Eine neue Information verändert meine Einschätzung.

 

 

 

In Führung ist das besonders wichtig

 

Führungskräfte müssen Entscheidungen treffen.

Sie müssen Orientierung geben.

Das verlangt Selbstvertrauen.

Es darf weniger bedeuten:

„Ich muss immer recht haben.“

 

 

 

Wenn die Führungskraft immer recht haben muss

 

Dann lernen Mitarbeitende schnell:

„Widerspruch lohnt sich weniger.“

Die Folgen können erheblich sein.

Probleme werden später angesprochen.

Schlechte Nachrichten werden gefiltert.

Fehlentscheidungen bleiben länger bestehen.

 

 

 

Die stärkere Führungskraft kann sagen:

 

„Das war meine Einschätzung. Die neuen Informationen verändern sie.“

Das reduziert Autorität weniger.

Es kann sie erhöhen.

 

 

 

Intellektuelle Bescheidenheit und Vertrauen

 

Aktuelle Forschung zeigt, dass intellektuelle Bescheidenheit auch für Vertrauen relevant sein kann.

Menschen wirken weniger glaubwürdig, wenn sie so tun, als wüssten sie alles.

Glaubwürdiger kann sein:

„Das weiß ich.“

„Das vermute ich.“

„Das weiß ich noch weniger.“

 

 

 

Sicherheit durch Präzision statt durch Absolutheit

 

Du musst weniger sagen:

„Das ist definitiv so.“

wenn deine tatsächliche Aussage lautet:

„Nach den Informationen, die wir derzeit haben, halte ich diese Option für die beste.“

Das ist präziser.

Und häufig souveräner.

 

 

 

Recht behalten um jeden Preis

 

Arthur Schopenhauer beschrieb in seiner eristischen Dialektik Kunstgriffe, mit denen Menschen eine Diskussion gewinnen können, unabhängig davon, welche Seite sachlich recht hat.

Das ist rhetorisch interessant.

Und kommunikativ eine Warnung.

→ Eristische Dialektik: Die Kunst, Recht zu behalten

 

 

 

Eine Diskussion zu gewinnen ist weniger dasselbe wie eine gute Entscheidung zu treffen

 

Gerade im Beruf ist dieser Unterschied entscheidend.

Die rhetorisch stärkste Person besitzt weniger automatisch das beste Argument.

Organisationen brauchen Prozesse, bei denen:

  • Daten
  • Expertise
  • Gegenargumente

mehr zählen als Dominanz.

 

 

 

Was hilft in schwierigen Diskussionen?

 

1. Kläre dein Ziel

Was soll nach dem Gespräch anders sein?

 

2. Trenne Person und Position

Ein schlechtes Argument macht weniger einen schlechten Menschen.

 

3. Frag nach Kriterien

„Woran würden wir erkennen, welche Lösung besser ist?“

 

4. Benenne Gemeinsamkeiten

„Wir wollen beide vermeiden, dass der Termin erneut verschoben wird.“

 

5. Formuliere Widerspruch klar

„In diesem Punkt widerspreche ich.“

 

6. Prüfe Gegenargumente ernsthaft

Widerspruch ist weniger nur Material für deine nächste Antwort.

 

7. Beende Endlosschleifen

„Wir wiederholen inzwischen dieselben Argumente.“

 

 

 

Was weniger hilft

 

  • Sarkasmus
  • Demütigung
  • persönliche Angriffe
  • ständiges Unterbrechen
  • die Position des anderen absichtlich schwächer darstellen

Damit lässt sich möglicherweise kurzfristig dominieren.

Es verbessert weniger die Qualität des Ergebnisses.

 

 

 

Recht haben in privaten Beziehungen

 

In einer Partnerschaft können Fakten selbstverständlich wichtig sein.

Doch viele Konflikte drehen sich weniger ausschließlich um Fakten.

Sie handeln von:

  • Bedürfnissen
  • Bedeutungen
  • Erwartungen
  • Verletzungen

Dann reicht:

„Sachlich habe ich recht.“

häufig weniger.

 

 

 

Zwei Menschen können dieselbe Situation unterschiedlich erlebt haben

 

Zum Beispiel:

„Für mich war dein Ton verletzend.“

Die Antwort:

„Das war objektiv weniger unhöflich.“

löst wenig.

Ein subjektives Erleben lässt sich weniger widerlegen wie eine falsche Jahreszahl.

 

 

 

Du kannst Absicht und Wirkung unterscheiden

 

Zum Beispiel:

„Ich wollte dich weniger verletzen. Ich höre trotzdem, dass es bei dir so angekommen ist.“

Damit musst du weniger eine Schuld anerkennen, die du anders siehst.

Du erkennst die Wirkung an.

 

 

 

Freundlichkeit braucht Grenzen

 

Freundlichkeit ist weniger:

„Du darfst alles mit mir machen.“

Eine freundliche Grenze kann lauten:

„Über das Thema spreche ich gern. Beleidigungen akzeptiere ich weniger.“

 

 

 

Und Grenzen brauchen weniger Feindseligkeit

 

Du kannst eine Konsequenz klar vertreten.

Ohne:

  • zu beleidigen
  • zu drohen
  • den anderen abzuwerten

 

 

 

Wenn du häufig nachgibst, um Frieden zu haben

 

Dann lohnt sich eine andere Frage:

„Was kostet mich diese Harmonie?“

Wenn du regelmäßig:

  • eigene Bedürfnisse zurückstellst
  • Grenzen weniger aussprichst
  • Konflikte schluckst

kann der kurzfristige Frieden langfristig teuer werden.

 

 

 

Wenn du häufig kämpfen musst, um recht zu bekommen

 

Dann frag:

„Wie viele dieser Kämpfe sind wirklich notwendig?“

Vielleicht gibt es Themen, bei denen:

„Wir sehen das anders.“

vollkommen ausreicht.

 

 

 

Eine praktische Entscheidungshilfe

 

Bevor du weiterdiskutierst, prüfe vier Fragen:

  1. Wie wichtig ist das Thema?
  2. Welche Folgen hat es, wenn die andere Position bestehen bleibt?
  3. Kann ich überhaupt etwas verändern?
  4. Welche Art von Gespräch erhöht die Chance auf ein gutes Ergebnis?

 

 

 

Im Beruf

 

Die Fähigkeit, Widerspruch professionell zu gestalten, ist besonders wertvoll bei:

  • Verhandlungen
  • Entscheidungen
  • Konflikten
  • Vorstands- und Managementgesprächen
  • kritischen Präsentationen

Dort geht es weniger darum:

„Wie gewinne ich die Diskussion?“

Sondern:

„Wie sorge ich dafür, dass die beste verfügbare Entscheidung getroffen wird?“

 

 

 

Executive Presence zeigt sich auch im Widerspruch

 

Souveränität bedeutet weniger, Widerspruch zu vermeiden.

Sie zeigt sich darin, klar zu widersprechen, ohne unnötig Beziehung oder Status anzugreifen.

Zum Beispiel:

„Ich teile die Einschätzung weniger. Die Daten sprechen aus meiner Sicht für eine andere Entscheidung.“

 

 

 

Und ebenso darin, sich korrigieren zu können

 

Zum Beispiel:

„Der Einwand ist berechtigt. Ich ändere meine Empfehlung.“

Das kann mehr Autorität zeigen als das Festhalten an einer schwächer gewordenen Position.

 

 

 

Wenn du schwierige Gespräche vorbereiten möchtest

 

Dann kann es beispielsweise darum gehen:

  • klar zu widersprechen
  • eine Grenze zu vertreten
  • mit dominanten Gesprächspartnern umzugehen
  • kritische Informationen anzusprechen
  • eine festgefahrene Diskussion zu beenden

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Gesprächsführung, Konflikte oder berufliche Kommunikation geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Situation hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 

 

 

Zehn Fragen vor der nächsten Diskussion

 

  1. Was möchte ich tatsächlich erreichen?
  2. Wie wichtig ist das Thema?
  3. Geht es um Fakten, Bewertungen oder Präferenzen?
  4. Welche Folgen hätte es, wenn ich weniger widerspreche?
  5. Höre ich die Gegenargumente wirklich?
  6. Welche Information könnte meine Position verändern?
  7. Verteidige ich die Sache oder mein Selbstbild?
  8. Wie kann ich widersprechen, ohne unnötig abzuwerten?
  9. Wann wäre genug gesagt?
  10. Was wäre hier die souveränste Form von Klarheit?

 

 

 

Fazit: Du musst dich weniger zwischen Recht und Freundlichkeit entscheiden

 

Manchmal ist es wichtig, recht zu haben.

Noch wichtiger kann sein, dass eine richtige Information tatsächlich berücksichtigt wird.

Manchmal ist Beziehung wichtiger als ein unbedeutender Streitpunkt.

Und manchmal ist vermeintliche Freundlichkeit nur Konfliktvermeidung.

Die bessere Frage lautet deshalb weniger:

„Will ich recht behalten oder freundlich sein?“

Sondern:

„Was möchte ich hier erreichen – und welche Art der Kommunikation dient diesem Ziel?“

Du kannst klar sein.

Du kannst widersprechen.

Du kannst Grenzen setzen.

Und du kannst gleichzeitig offen bleiben für den Gedanken:

„Vielleicht habe ich etwas übersehen.“

Genau diese Kombination macht aus Rechthaben gute Gesprächsführung.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2006
Überarbeitung: 6. März 2019
AN: #43349
K:CNB
Ü:

Ausweichtechnik erkennen: Themenwechsel, Whataboutism & Gegenangriffe

Ausweichtechnik: Wenn Fragen, Argumenten und Verantwortung ausgewichen wird

Ausweichtechnik erkennen: Themenwechsel, Whataboutism & Gegenangriffe
Ausweichtechnik

Ausweichtechnik: Wenn Fragen, Argumenten und Verantwortung ausgewichen wird

 

Du stellst eine konkrete Frage.

Und bekommst eine Antwort auf etwas anderes.

Du benennst einen Fehler.

Und plötzlich geht es darum, was jemand anderes falsch gemacht hat.

Du fragst:

„Warum wurde die Entscheidung nicht umgesetzt?“

Die Antwort lautet:

„Wir sollten lieber darüber sprechen, was insgesamt alles gut gelaufen ist.“

Das kann ein Ausweichmanöver sein.

Statt den ursprünglichen Punkt zu bearbeiten, wird der Fokus verschoben.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wird das Thema sinnvoll erweitert – oder wird ihm ausgewichen?

 
 
 

Was ist eine Ausweichtechnik?

 

Mit Ausweichtechnik ist hier ein rhetorisches Verhalten gemeint, bei dem eine:

  • Frage
  • Kritik
  • Forderung
  • Verantwortung
  • Argumentation

nicht direkt beantwortet wird.

Stattdessen wird beispielsweise:

  • das Thema gewechselt
  • eine Gegenfrage gestellt
  • auf andere Personen verwiesen
  • eine Nebensache in den Mittelpunkt gerückt
  • die Diskussion auf eine andere Ebene verschoben

Die ursprüngliche Frage bleibt offen.

 
 
 

Ausweichen ist nicht automatisch unfair

 

Das ist eine wichtige Unterscheidung.

Es gibt gute Gründe, eine Frage nicht sofort zu beantworten.

Zum Beispiel:

  • Informationen fehlen
  • Vertraulichkeit muss gewahrt werden
  • eine rechtliche Prüfung ist erforderlich
  • die Frage enthält eine falsche Voraussetzung
  • der Zeitpunkt ist ungeeignet
  • die Frage gehört nicht zum vereinbarten Thema

Dann ist die stärkere Reaktion:

das offen zu benennen.

Zum Beispiel:

„Dazu kann ich heute noch keine belastbare Aussage machen. Ich prüfe das und antworte morgen.“

Das ist keine rhetorische Flucht.

Es ist transparente Gesprächsführung.

 
 
 

Problematisch wird Ausweichen, wenn die Verschiebung die Antwort ersetzt

 

Der Unterschied lässt sich einfach prüfen.

Nach dem Gespräch:

Ist die ursprüngliche Frage noch offen?

Und:

Wurde genau das durch die Themenverschiebung verdeckt?

Wenn ja, lohnt sich ein genauerer Blick.

 
 
 

Ein einfaches Beispiel

 

Frage:

„Warum wurde der zugesagte Termin nicht eingehalten?“

Antwort:

„Wir haben im letzten Quartal insgesamt hervorragende Arbeit geleistet.“

Das mag stimmen.

Es beantwortet die Frage trotzdem nicht.

Eine angemessene Antwort könnte lauten:

„Der Termin wurde nicht eingehalten, weil zwei notwendige Freigaben verspätet kamen.“

Danach kann selbstverständlich auch über die Gesamtleistung gesprochen werden.

 
 
 

Der Themenwechsel

 

Die einfachste Form des Ausweichens ist:

über etwas anderes sprechen.

Zum Beispiel:

„Wie erklären Sie diese Kostensteigerung?“

Antwort:

„Viel entscheidender ist doch, welche Chancen sich uns im nächsten Jahr bieten.“

Die neue Frage kann interessant sein.

Sie beseitigt die alte nicht.

 
 
 

Der scheinbar relevante Nebenaspekt

 

Geschickteres Ausweichen bleibt näher am Thema.

Dadurch fällt es weniger auf.

Zum Beispiel:

Frage:

„Warum wurde das Risiko nicht gemeldet?“

Antwort:

„Risikomanagement ist in unserem Unternehmen grundsätzlich sehr wichtig.“

Das klingt thematisch passend.

Die konkrete Frage bleibt trotzdem unbeantwortet.

 
 
 

Allgemeine Aussagen statt konkreter Antworten

 

Auch das ist ein verbreitetes Muster.

Auf eine konkrete Frage folgt eine allgemeine Erklärung.

Zum Beispiel:

„Was werden Sie jetzt konkret verändern?“

Antwort:

„Wir nehmen die Anliegen unserer Kunden sehr ernst.“

Das klingt professionell.

Es enthält noch keine konkrete Maßnahme.

 
 
 

Die Antwort auf die angenehmere Frage

 

Manchmal wird eine schwierige Frage in eine leichtere Frage umgedeutet.

Gefragt wird:

„War diese Entscheidung ein Fehler?“

Geantwortet wird:

„Wir haben damals unter schwierigen Bedingungen entschieden.“

Auch das kann relevant sein.

Die eigentliche Frage lautet trotzdem weiterhin:

War die Entscheidung rückblickend falsch?

 
 
 

Whataboutism: „Und was ist mit …?“

 

Eine bekannte Form des Ausweichens ist Whataboutism.

Auf Kritik folgt dabei ein Verweis auf ein anderes Fehlverhalten.

Zum Beispiel:

„Euer Bereich hat den vereinbarten Termin überschritten.“

Antwort:

„Und was ist mit dem Vertrieb? Die waren letztes Quartal noch später.“

Das Verhalten des Vertriebs kann ebenfalls problematisch sein.

Es beantwortet jedoch nicht die Kritik am eigenen Bereich.

 
 
 

Warum Whataboutism so verführerisch ist

 

Weil der Gegenvorwurf sogar wahr sein kann.

Das macht ihn überzeugender.

Nur folgt daraus nicht:

Das ursprüngliche Problem verschwindet.

Zwei Fehler können gleichzeitig existieren.

Ein zweites Problem widerlegt das erste nicht.

 
 
 

Whataboutism oder berechtigter Hinweis auf Doppelstandards?

 

Auch hier lohnt sich Differenzierung.

Wenn jemand tatsächlich mit zweierlei Maß misst, kann dieser Widerspruch relevant sein.

Zum Beispiel:

„Bei Team A akzeptieren wir diese Verzögerung regelmäßig. Warum gilt für Team B ein anderer Maßstab?“

Das kann eine berechtigte Frage sein.

Entscheidend ist:

Ergänzt sie die ursprüngliche Diskussion?

Oder:

soll sie sie ersetzen?

 
 
 

Gegenangriff statt Antwort

 

Eine weitere Ausweichtechnik lautet:

den Fragenden angreifen.

Frage:

„Warum wurde ich darüber nicht informiert?“

Antwort:

„Du informierst uns doch selbst häufig zu spät.“

Vielleicht stimmt das.

Auch hier bleiben jetzt zwei Fragen auf dem Tisch.

Die zweite beantwortet die erste nicht.

 
 
 

Ausweichen durch Emotionalisierung

 

Manchmal verschiebt sich eine sachliche Diskussion plötzlich auf eine emotionale Ebene.

Zum Beispiel:

„Ich möchte verstehen, warum die Vereinbarung geändert wurde.“

Antwort:

„Ich finde es wirklich enttäuschend, dass du mir so wenig vertraust.“

Damit wird aus einer Sachfrage eine Beziehungsfrage.

Beides kann wichtig sein.

Es sollte jedoch getrennt behandelt werden.

 
 
 

Ausweichen durch Empörung

 

Auch starke Empörung kann die ursprüngliche Frage verdrängen.

Zum Beispiel:

„Wie konnten diese Daten veröffentlicht werden?“

Antwort:

„Ich finde es unglaublich, dass uns hier überhaupt so etwas unterstellt wird.“

Die Empörung selbst beantwortet nichts.

Sie kann jedoch dazu führen, dass der Fragende plötzlich seine Frage verteidigen muss.

 
 
 

Ausweichen durch Detailflut

 

Nicht jedes Ausweichen wird durch Themenwechsel sichtbar.

Manchmal passiert das Gegenteil:

Es kommen sehr viele Informationen.

Nur die entscheidende fehlt.

Eine einfache Frage wird mit:

  • Hintergrundinformationen
  • Chronologien
  • Nebenaspekten
  • Fachdetails

überschüttet.

Nach fünf Minuten weiß niemand mehr genau, worum es ursprünglich ging.

 
 
 

Viel Antwort ist nicht automatisch viel Information

 

Das ist besonders in Interviews und Meetings wichtig.

Eine fünfminütige Antwort kann weniger beantworten als ein einziger klarer Satz.

Deshalb lohnt sich die Frage:

Welche Information wurde tatsächlich geliefert?

 
 
 

Ausweichen durch Fachsprache

 

Auch komplizierte Sprache kann Distanz schaffen.

Gefragt wird:

„Warum ist das Projekt teurer geworden?“

Die Antwort besteht aus:

  • Fachbegriffen
  • Prozessbezeichnungen
  • Abkürzungen
  • technischen Nebensätzen

Das kann fachlich korrekt sein.

Und trotzdem verhindern, dass die Kernfrage beantwortet wird.

 
 
 

Ausweichen durch Vertagung

 

Vertagung ist legitim, wenn ein guter Grund besteht.

Zum Beispiel:

„Die Zahlen liegen mir noch nicht vollständig vor. Ich möchte nicht spekulieren und liefere sie morgen nach.“

Problematisch wird Vertagung, wenn sie regelmäßig bedeutet:

„Später.“

Und dieses Später nie kommt.

 
 
 

Eine Vertagung braucht Verbindlichkeit

 

Wenn eine Antwort später erfolgt, sollte klar sein:

  • wer sie liefert
  • bis wann
  • über welchen Weg

Dann wird aus Ausweichen:

sauberes Erwartungsmanagement.

 
 
 

Eine Frage kann tatsächlich falsch gestellt sein

 

Nicht jede direkte Antwort wäre sinnvoll.

Eine Frage kann eine Annahme enthalten, die du nicht akzeptierst.

Zum Beispiel:

„Warum haben Sie diese offensichtlich fahrlässige Entscheidung getroffen?“

Du musst die darin enthaltene Bewertung nicht übernehmen.

Eine mögliche Reaktion:

„Die Einschätzung ‚fahrlässig‘ teile ich nicht. Gerne erläutere ich, warum wir uns für diese Option entschieden haben.“

Das ist kein Ausweichen.

Es ist eine Korrektur des Gesprächsrahmens.

 
 
 

Auch ein Nein kann eine gute Antwort sein

 

Manchmal wird Ausweichen betrieben, weil eine direkte Antwort unangenehm ist.

Zum Beispiel:

„Können Sie diesen Termin garantieren?“

Statt einer langen Erklärung kann die ehrlichere Antwort lauten:

„Nein. Garantieren kann ich ihn nicht. Ich halte ihn unter diesen Voraussetzungen für realistisch.“

Klarheit kann unangenehm sein.

Sie ist häufig stärker als rhetorische Nebelbildung.

 
 
 

Warum Menschen ausweichen

 

Es gibt viele mögliche Gründe.

Zum Beispiel:

  • Unsicherheit
  • fehlende Informationen
  • Angst vor Konsequenzen
  • Gesichtsverlust vermeiden
  • Konflikt vermeiden
  • Verantwortung abwehren
  • strategische Gesprächsführung

Aus dem Verhalten allein lässt sich die Absicht nicht sicher ableiten.

Deshalb ist es sinnvoller, zunächst:

das Ausweichmuster zu benennen.

Nicht sofort:

die Motivation zu diagnostizieren.

 
 
 

Wie erkennst du eine Ausweichtechnik?

 

Ein einfacher Test besteht aus drei Fragen:

  1. Was wurde ursprünglich gefragt oder kritisiert?
  2. Was wurde tatsächlich beantwortet?
  3. Ist die Differenz sachlich begründet?

Wenn Frage und Antwort systematisch aneinander vorbeigehen, liegt möglicherweise ein Ausweichmanöver vor.

 
 
 

Typische Warnsignale

 

  • plötzlicher Themenwechsel
  • Gegenangriff
  • Gegenfrage statt Antwort
  • Verweis auf Fehler anderer
  • viele allgemeine Aussagen
  • ungeklärte Vertagungen
  • starke Emotionalisierung
  • Detailflut ohne Kernaussage

Ein einzelnes Signal beweist noch keine Strategie.

Das Muster wird besonders deutlich, wenn es sich wiederholt.

 
 
 

Wie du auf Ausweichen reagieren kannst

 

Die wirksamste Reaktion ist häufig erstaunlich schlicht:

zur ursprünglichen Frage zurückkehren.

Zum Beispiel:

„Das ist ein anderer Punkt. Meine Frage war …“

Dann die Frage wiederholen.

 
 
 

1. Die offene Frage markieren

 

Zum Beispiel:

„Das beantwortet einen Teil des Themas. Offen ist für mich noch, warum die Entscheidung geändert wurde.“

Damit bleibt der Ton sachlich.

Und die offene Stelle wird sichtbar.

 
 
 

2. Nebenthemen parken

 

Ein guter Satz lautet:

„Den Punkt können wir anschließend gerne aufnehmen. Zuerst möchte ich diese Frage klären.“

Damit musst du das neue Thema nicht abwerten.

Du verhinderst nur, dass es das ursprüngliche verdrängt.

 
 
 

3. Auf konkrete Antworten bestehen

 

Wenn eine allgemeine Antwort kommt, frage:

„Was bedeutet das konkret?“

Oder:

„Welche Maßnahme folgt daraus?“

Oder:

„Wer übernimmt dafür die Verantwortung?“

Konkrete Fragen erschweren rhetorischen Nebel.

 
 
 

4. Antwort und Nicht-Antwort unterscheiden

 

Du kannst ruhig benennen:

„Ich habe eine Erklärung zum Kontext gehört. Die eigentliche Frage ist noch offen.“

Das ist präziser als:

„Du weichst schon wieder aus.“

Die zweite Formulierung unterstellt stärker eine Absicht.

Die erste beschreibt die Gesprächssituation.

 
 
 

5. Whataboutism nicht mit Gegen-Whataboutism beantworten

 

Wenn jemand sagt:

„Andere machen das auch.“

kannst du antworten:

„Das können wir ebenfalls prüfen. Zuerst bleiben wir bei diesem konkreten Fall.“

Damit musst du den Gegenvorwurf nicht bestreiten.

Du lässt ihn nur nicht die ursprüngliche Frage ersetzen.

 
 
 

6. Bei Detailflut zusammenfassen

 

Zum Beispiel:

„Wenn ich dich richtig verstehe, sind das die Hintergründe. Meine konkrete Frage bleibt: Wer hat die Entscheidung getroffen?“

Damit würdigst du die Informationen.

Und führst zurück zum Kern.

 
 
 

7. Bei Emotionalisierung beide Ebenen trennen

 

Zum Beispiel:

„Dass dich die Frage ärgert, sehe ich. Gleichzeitig möchte ich den Sachverhalt noch klären.“

Emotion und Sachfrage dürfen beide existieren.

Sie müssen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

 
 
 

8. Bei fehlenden Informationen eine verbindliche Nachlieferung vereinbaren

 

Zum Beispiel:

„Welche Information fehlt dir noch, und wann können wir mit einer belastbaren Antwort rechnen?“

Damit wird aus einem offenen Ende:

ein klarer nächster Schritt.

 
 
 

Ausweichtechniken in Interviews

 

Interviews machen Ausweichmanöver besonders sichtbar.

Eine gute Interviewführung achtet darauf:

  • ob die Frage beantwortet wurde
  • welcher Teil offen blieb
  • ob ein Themenwechsel relevant war
  • wo eine Nachfrage notwendig ist

Eine wirkungsvolle Nachfrage kann sehr kurz sein:

„Meine Frage war eine andere.“

Oder:

„Was ist Ihre Antwort auf genau diesen Punkt?“

 
 
 

Nicht jede Nachfrage muss aggressiv klingen

 

Hartnäckigkeit und Aggressivität sind zwei verschiedene Dinge.

Du kannst freundlich bleiben.

Und trotzdem mehrfach dieselbe Frage stellen.

Entscheidend ist:

Die Antwortlücke bleibt sichtbar.

 
 
 

Ausweichtechniken in Verhandlungen

 

Auch Verhandlungen enthalten häufig Themenverschiebungen.

Zum Beispiel:

„Der Preis liegt über unserem Budget.“

Antwort:

„Dafür bieten wir Ihnen eine besonders intensive Betreuung.“

Das kann ein legitimer Hinweis auf Wert sein.

Die Budgetfrage ist damit jedoch noch nicht beantwortet.

Beides sollte sauber getrennt werden.

 
 
 

Interessen statt Nebel

 

In Verhandlungen hilft häufig:

„Was genau steht hinter diesem Einwand?“

Vielleicht geht es tatsächlich um:

  • Budget
  • Risiko
  • interne Zustimmung
  • Vergleichsangebote

Je klarer das eigentliche Interesse wird, desto weniger braucht es Ausweichbewegungen.

 
 
 

Ausweichtechniken in Führungsgesprächen

 

Führungskräfte erleben Ausweichen beispielsweise bei Fragen wie:

„Warum wurde das Problem nicht früher gemeldet?“

Die Antwort kann schnell zu:

  • anderen Teams
  • fehlenden Ressourcen
  • alten Konflikten
  • allgemeinen Prozessen

wandern.

Diese Themen können relevant sein.

Eine gute Gesprächsführung trennt trotzdem:

Erklärung, Verantwortung und nächsten Schritt.

 
 
 

Verantwortung heißt nicht automatisch Schuld

 

Das ist besonders wichtig.

Menschen weichen Verantwortung leichter aus, wenn jede Verantwortungsfrage wie eine Schuldzuweisung klingt.

Deshalb kann die Frage:

„Wer ist schuld?“

weniger hilfreich sein als:

„Wer hatte an welcher Stelle welche Verantwortung?“

Das erhöht die Chance auf eine sachliche Klärung.

 
 
 

Ausweichen kann ein Symptom der Gesprächskultur sein

 

Wenn schlechte Nachrichten regelmäßig:

  • bestraft
  • persönlich genommen
  • gegen den Überbringer verwendet

werden, lernen Menschen schnell:

direkte Antworten sind riskant.

Dann kann Ausweichen Teil einer größeren Organisationsdynamik werden.

Die Lösung besteht nicht nur darin, härter nachzufragen.

Es lohnt sich auch zu prüfen:

Wie sicher ist direkte Kommunikation hier überhaupt?

 
 
 

Ausweichtechniken in politischen und öffentlichen Debatten

 

In öffentlichen Diskussionen sind Themenwechsel besonders auffällig.

Eine Frage zu:

einem konkreten Sachverhalt

wird beantwortet mit:

einem Hinweis auf das Verhalten einer anderen Partei, Regierung oder Gruppe.

Dieser Hinweis kann relevant sein.

Er beantwortet den ursprünglichen Sachverhalt trotzdem nicht automatisch.

Die faire Prüfung lautet deshalb unabhängig von politischer Richtung:

Wurde die Ausgangsfrage beantwortet?

 
 
 

Die stärkste Gegenfrage lautet oft nicht „Warum weichst du aus?“

 

Sondern:

„Was ist deine Antwort auf meine ursprüngliche Frage?“

Das ist sachlicher.

Und schwerer wegzudiskutieren.

 
 
 

Wann du selbst bewusst den Fokus wechseln darfst

 

Gesprächsführung bedeutet nicht, jeder Frage automatisch zu folgen.

Du darfst sagen:

„Diese Frage führt uns vom vereinbarten Thema weg.“

Oder:

„Dazu kann ich aus Vertraulichkeitsgründen nichts sagen.“

Oder:

„Bevor ich darauf antworte, möchte ich die Voraussetzung Ihrer Frage korrigieren.“

Das ist transparente Steuerung.

Entscheidend ist:

Du machst sichtbar, was du tust.

 
 
 

Transparente Gesprächsführung statt versteckter Ablenkung

 

Der Unterschied ist groß.

Verstecktes Ausweichen lautet:

„Lass uns über etwas anderes sprechen.“

ohne die offene Frage anzuerkennen.

Transparente Gesprächsführung lautet:

„Diese Frage beantworte ich heute nicht, weil mir dafür die notwendigen Informationen fehlen.“

Dann weiß das Gegenüber:

woran es ist.

 
 
 

Ausweichen oder Reframing?

 

Auch Reframing verändert einen Blickwinkel.

Das macht es noch nicht zur Ausweichtechnik.

Ein Perspektivwechsel kann helfen, ein Problem besser zu verstehen.

Problematisch wird er, wenn:

die ursprüngliche Frage dadurch verschwindet.

Ein guter Perspektivwechsel ergänzt.

Ein Ausweichmanöver ersetzt.

 
 
 

Ausweichen oder Deeskalation?

 

Manchmal ist es sinnvoll, eine eskalierende Diskussion kurz zu unterbrechen.

Zum Beispiel:

„Wir kommen gerade nicht weiter. Lass uns zehn Minuten unterbrechen und danach genau diesen Punkt wieder aufnehmen.“

Auch das ist kein problematisches Ausweichen.

Voraussetzung:

Der Punkt wird tatsächlich wieder aufgenommen.

 
 
 

15 Fragen zum Erkennen von Ausweichmanövern

 

  1. Welche Frage wurde ursprünglich gestellt?
  2. Wurde sie tatsächlich beantwortet?
  3. Welcher Teil ist noch offen?
  4. Ist ein neues Thema hinzugekommen?
  5. Ist dieses neue Thema relevant?
  6. Ergänzt es die Diskussion oder ersetzt es sie?
  7. Wurde eine Gegenfrage statt einer Antwort gestellt?
  8. Wird auf Fehler anderer verwiesen?
  9. Wurde die sachliche Ebene durch Empörung ersetzt?
  10. Wird eine konkrete Frage mit allgemeinen Aussagen beantwortet?
  11. Verdeckt eine Detailflut die Kernantwort?
  12. Wurde eine Antwort vertagt?
  13. Ist dafür ein verbindlicher Zeitpunkt genannt?
  14. Ist die ursprüngliche Frage vielleicht selbst problematisch gestellt?
  15. Was wäre die kürzeste direkte Antwort?

 
 
 

Eine einfache Formel für den Umgang mit Ausweichen

 

Anerkennen.

Abgrenzen.

Zurückführen.

Anerkennen

„Das ist ein relevanter Punkt.“

Abgrenzen

„Er beantwortet meine ursprüngliche Frage noch nicht.“

Zurückführen

„Warum wurde die Entscheidung geändert?“

Diese drei Schritte reichen erstaunlich oft.

 
 
 

Wenn dein Gegenüber immer wieder ausweicht

 

Dann kann es sinnvoll sein, das Muster selbst anzusprechen.

Zum Beispiel:

„Ich stelle fest, dass wir jetzt mehrfach auf andere Themen gewechselt sind. Für mich bleibt diese konkrete Frage offen.“

Das beschreibt das Gespräch.

Es vermeidet unnötige Unterstellungen über Motive.

 
 
 

Wann du ein Gespräch beenden solltest

 

Wenn trotz mehrfacher Rückführung:

  • keine Antwort erfolgt
  • immer neue Nebenthemen entstehen
  • persönliche Angriffe beginnen
  • keine Bereitschaft zur Klärung erkennbar ist

kann die sinnvollere Entscheidung sein:

das Gespräch zu beenden oder einen anderen Rahmen zu wählen.

Hartnäckigkeit allein erzeugt keine produktive Diskussion.

 
 
 

Ausweichtechniken bei wichtigen Gesprächen vorbereiten

 

Bei Verhandlungen, Interviews, Präsentationen oder kritischen Führungsgesprächen lohnt sich eine Vorbereitung.

Zum Beispiel:

  • Welche Fragen werden wahrscheinlich kommen?
  • Welche davon sind unangenehm?
  • Welche kann ich direkt beantworten?
  • Wo brauche ich Informationen?
  • Welche Themen sind vertraulich?
  • Wie formuliere ich Grenzen transparent?

Das reduziert die Versuchung, unter Druck spontan auszuweichen.

 
 
 

Direkte Antworten erhöhen Glaubwürdigkeit

 

Eine unangenehme direkte Antwort kann stärker sein als eine elegante Ausweichbewegung.

Zum Beispiel:

„Ja, diese Einschätzung war falsch.“

Danach:

„Das haben wir daraus gelernt und das ändern wir jetzt.“

Eine solche Antwort kann kurzfristig unangenehm sein.

Sie erzeugt häufig mehr Vertrauen als fünf Minuten rhetorische Verteidigung.

 
 
 

Der Unterschied zwischen Souveränität und rhetorischem Entkommen

 

Souveränität bedeutet nicht:

auf jede Frage sofort eine perfekte Antwort zu haben.

Souveränität kann auch lauten:

„Das weiß ich gerade nicht.“

Oder:

„Dazu kann ich heute nichts sagen.“

Oder:

„Ja, da haben wir einen Fehler gemacht.“

Die Klarheit solcher Antworten ist häufig stärker als geschicktes Ausweichen.

 
 
 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Bei wichtigen:

  • Verhandlungen
  • Führungsgesprächen
  • Interviews
  • Medienauftritten
  • Vorstands- und Aufsichtsratssituationen

kann der Umgang mit schwierigen Fragen vorab trainiert werden.

Zum Beispiel:

  • direkte Antwort
  • berechtigte Begrenzung
  • Korrektur einer falschen Prämisse
  • Brückensatz zurück zur Kernbotschaft
  • Umgang mit wiederholter Nachfrage

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

 
 
 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Gesprächsführung, Argumentation, schwierige Fragen oder wiederkehrende berufliche Kommunikationssituationen geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn ein konkretes Gespräch, eine Verhandlung oder ein öffentlicher Auftritt hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 
 
 

Fazit: Ein neues Thema ist noch keine Antwort

 

Ausweichen kann unterschiedlich aussehen.

Zum Beispiel als:

  • Themenwechsel
  • Gegenangriff
  • Whataboutism
  • Emotionalisierung
  • Detailflut
  • unverbindliche Vertagung

Nicht jede Themenverschiebung ist unfair.

Manchmal braucht ein Gespräch:

  • einen anderen Rahmen
  • mehr Informationen
  • eine Pause
  • eine Korrektur der Fragestellung

Entscheidend ist Transparenz.

Wer eine Frage heute nicht beantwortet, kann das offen sagen.

Problematisch wird es dort, wo Kommunikation den Eindruck einer Antwort erzeugt, obwohl der entscheidende Punkt weiterhin offen ist.

Ein neues Thema kann relevant sein. Es ist trotzdem keine Antwort auf die alte Frage.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026

Debatten gewinnen ohne fiese Tricks: Fair und souverän argumentieren

Wer braucht fiese Tricks, um Debatten zu gewinnen?

Debatten gewinnen ohne fiese Tricks: Fair und souverän argumentieren

Wer braucht fiese Tricks, um Debatten zu gewinnen?

 

Wie weit würdest du gehen, um eine Debatte zu gewinnen?

Argumente zuspitzen?

Die Schwachstellen der Gegenposition sichtbar machen?

Natürlich.

Die andere Person persönlich angreifen?

Aussagen verdrehen?

Fragen ausweichen?

Mit Unterstellungen, Ablenkungsmanövern oder unfairen Tricks arbeiten?

Dann wird es interessant.

Denn spätestens hier stellt sich die Frage:

Geht es noch darum, die bessere Position zu vertreten?

Oder nur noch darum:

um jeden Preis Recht zu behalten?

 

 

 

Debatten gewinnen – um jeden Preis?

 

In Trainings und Coachings begegnet mir immer wieder der Wunsch nach rhetorischen Tricks.

Am besten solchen, mit denen sich möglichst jede Diskussion gewinnen lässt.

Manchmal kommt dieser Wunsch erstaunlich früh.

Noch bevor die Grundlagen guter Argumentation sitzen.

Das finde ich bemerkenswert.

Denn wer sofort nach Tricks sucht, überspringt die wichtigere Frage:

Wie gut ist meine Position eigentlich begründet?

Eine gute Debatte ist mehr als ein verbales Kräftemessen.

Sie bietet die Gelegenheit:

  • Argumente zu prüfen
  • unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen
  • Annahmen zu hinterfragen
  • bessere Entscheidungen zu ermöglichen

Das gilt für politische Debatten.

Es gilt ebenso für Unternehmen, Führungsteams und Organisationen.

Wo Widerspruch keinen Platz hat, leidet irgendwann auch die Qualität von Entscheidungen.

 

 

 

Der Zweck heiligt die Mittel?

 

Der Satz:

„Der Zweck heiligt die Mittel.“

wird häufig Niccolò Machiavelli zugeschrieben.

Als wörtliches Zitat aus Il Principe beziehungsweise Der Fürst lässt er sich so jedoch nicht belegen.

Die dahinterliegende Frage bleibt trotzdem aktuell:

Darf ich jedes rhetorische Mittel einsetzen, wenn mir mein Ziel wichtig genug erscheint?

Für mich lautet die Antwort:

Nein.

Denn Mittel verändern nicht nur die Debatte.

Sie beeinflussen auch:

  • Glaubwürdigkeit
  • Vertrauen
  • Beziehung
  • Debattenkultur

Wer eine Diskussion mit Täuschung oder persönlicher Abwertung gewinnt, kann gleichzeitig etwas Wertvolleres verlieren.

 

 

 

Wenn die Argumente schwach werden, werden die Tricks verlockend

 

Ein starkes Argument braucht keine Nebelkerze.

Es darf geprüft werden.

Es hält Fragen aus.

Es kann Gegenargumente berücksichtigen.

Rhetorische Tricks werden besonders verführerisch, wenn jemand vermeiden möchte, dass genau diese Prüfung stattfindet.

Dann erscheinen beispielsweise:

  • Ablenkungsmanöver
  • Strohmann-Argumente
  • persönliche Angriffe
  • falsche Alternativen
  • Unterstellungen
  • Themenwechsel

Manches davon geschieht bewusst.

Manches aus Gewohnheit oder unter Druck.

Die Wirkung kann dieselbe sein:

Die eigentliche Sachfrage verschwindet.

 

 

 

Wer eine Position vertreten will, sollte die Gegenposition kennen

 

Ein belastbarer Standpunkt entsteht nicht dadurch, dass du nur Material für deine eigene Seite sammelst.

Du solltest ebenso wissen:

  • Was spricht gegen meine Position?
  • Was ist das stärkste Gegenargument?
  • Welche Fakten könnten meine Einschätzung verändern?
  • Wo hat die andere Seite möglicherweise einen Punkt?

Das dient nicht nur der rhetorischen Vorbereitung.

Es schützt auch vor:

Selbstüberschätzung.

Denn vielleicht entdeckst du bei gründlicher Beschäftigung mit der Gegenposition:

Meine ursprüngliche Sicht war zu einfach.

Das wäre kein Scheitern.

Es wäre Erkenntnis.

 

 

 

Steelman statt Strohmann

 

Wenn du eine Gegenposition schwächer darstellst, als sie tatsächlich ist, baust du einen:

Strohmann.

Den kannst du anschließend leicht umstoßen.

Nur hast du damit:

die tatsächliche Position nicht widerlegt.

Interessanter ist die Gegenrichtung.

Formuliere das stärkste Argument der anderen Seite so fair und überzeugend wie möglich.

Dann prüfe deine eigene Position daran.

Das wird manchmal als:

Steelman

bezeichnet.

Für die Vorbereitung wichtiger Debatten ist das ausgesprochen wertvoll.

 

 

 

Eine gute Debatte kann die eigene Position verändern

 

Das klingt für Menschen merkwürdig, die Debatten ausschließlich als Wettbewerb betrachten.

Doch wenn kein Argument der Welt meine Position verändern könnte, habe ich ein Problem.

Dann vertrete ich möglicherweise keine:

überprüfbare Position.

Sondern:

ein Dogma.

Eine ernsthafte Debatte setzt voraus, dass Argumente grundsätzlich Bedeutung haben dürfen.

 

 

 

Was tun, wenn die andere Seite unfair spielt?

 

Jetzt kommt die praktische Schwierigkeit.

Du möchtest fair argumentieren.

Die andere Seite tut es nicht.

Dann liegt die Versuchung nahe:

Gleiches mit Gleichem zu beantworten.

Das kann kurzfristig befriedigend sein.

Strategisch ist es häufig keine gute Idee.

Nach einem rhetorischen Schlammkampf sehen selten alle Beteiligten besser aus.

Und gerade bei öffentlichen Debatten beobachtet noch jemand:

das Publikum.

 

 

 

Du solltest unfaire Tricks trotzdem kennen

 

Fair zu argumentieren bedeutet nicht:

naiv zu sein.

Wer Manipulationstechniken und unfaire rhetorische Muster kennt, kann sie leichter erkennen.

Zum Beispiel:

  • Was wurde gerade tatsächlich behauptet?
  • Wurde meine Aussage verändert?
  • Wurde die Frage beantwortet?
  • Wurde gerade die Person statt des Arguments angegriffen?
  • Ist ein neues Thema eingeführt worden, um vom alten abzulenken?

Tricks zu kennen ist sinnvoll. Sie selbst einzusetzen ist eine andere Entscheidung.

 

 

 

Beim Strohmann: Position korrigieren

 

Wenn jemand dir eine Aussage unterschiebt, die du nicht gemacht hast, brauchst du keine lange Empörung.

Oft reicht:

„Das ist nicht meine Position.“

Dann formulierst du sie erneut:

kurz und präzise.

So holst du die Debatte zurück zur eigentlichen Frage.

 

 

 

Beim Themenwechsel: zur offenen Frage zurückkehren

 

Ein klassisches Muster:

Du stellst eine schwierige Frage.

Die Antwort beginnt mit:

„Viel wichtiger ist doch …“

Das neue Thema kann tatsächlich wichtig sein.

Es beantwortet trotzdem nicht automatisch die ursprüngliche Frage.

Du kannst sagen:

„Darauf können wir gern gleich eingehen. Zuerst würde ich gern die ursprüngliche Frage klären.“

 

 

 

Beim persönlichen Angriff: Person und Argument trennen

 

Wenn die Sachebene verlassen wird, kannst du sie wiederherstellen.

Zum Beispiel:

„Das ist eine Aussage über meine Person. Welche Kritik haben Sie an meinem Argument?“

Oder noch knapper:

„Was spricht sachlich gegen den Punkt?“

Damit bestimmst du:

die Ebene deiner eigenen Antwort.

 

 

 

Du musst nicht jede Provokation beantworten

 

Auch das gehört zu souveräner Kommunikation.

Eine Provokation stellt dir indirekt eine Frage:

„Beschäftigst du dich jetzt mit mir oder weiterhin mit deinem Anliegen?“

Nicht jeder Angriff verdient:

deine Aufmerksamkeit.

Manchmal ist die stärkere Reaktion:

zur Sache zurückzukehren.

 

 

 

Schlagfertigkeit wird überschätzt

 

Menschen wünschen sich häufig:

den perfekten spontanen Konter.

Das klingt attraktiv.

Für eine gute Debatte sind andere Fähigkeiten meist wichtiger:

  • zuhören
  • das tatsächliche Argument erkennen
  • Ruhe bewahren
  • präzise antworten
  • den roten Faden halten

Der schnellste Satz ist nicht automatisch das stärkste Argument.

 

 

 

Die Öffentlichkeit verändert die Debatte

 

Bei öffentlichen Diskussionen kommunizierst du auf mindestens zwei Ebenen.

Du sprichst mit:

deinem Gegenüber.

Und gleichzeitig mit:

dem Publikum.

Das Publikum beobachtet nicht nur, wer die schnellste Antwort liefert.

Es kann ebenso wahrnehmen:

  • Wer hört zu?
  • Wer beantwortet Fragen?
  • Wer bleibt fair?
  • Wer weicht aus?
  • Wer korrigiert einen Fehler?

Deshalb gehört zur Wirkung einer Debatte auch:

wie du debattierst.

 

 

 

Auch Unternehmen brauchen gute Debatten

 

Debattenkultur ist nicht nur ein politisches Thema.

Unternehmen brauchen Menschen, die sagen können:

„Ich sehe das anders.“

Und die anschließend begründen können:

warum.

Wo Widerspruch als Illoyalität gilt, entstehen Risiken.

Zum Beispiel:

  • kritische Informationen kommen zu spät
  • Annahmen werden nicht geprüft
  • Entscheidungen werden zu wenig hinterfragt
  • Fehlentwicklungen verstärken sich

Eine Organisation ohne ernsthaften Widerspruch schützt keine Harmonie. Sie riskiert Denkfehler.

 

 

 

Führung entscheidet, ob Widerspruch möglich ist

 

Eine Führungskraft kann sagen:

„Ich möchte ehrliches Feedback.“

Entscheidend ist trotzdem:

Was passiert, wenn jemand tatsächlich widerspricht?

Wird die Person:

  • ernst genommen
  • befragt
  • gehört

oder:

  • abgewertet
  • unterbrochen
  • als schwierig markiert

Debattenkultur entsteht weniger durch Bekenntnisse als durch:

den Umgang mit tatsächlichem Widerspruch.

 

 

 

Fair argumentieren bedeutet nicht weich argumentieren

 

Dieser Unterschied ist wichtig.

Du darfst:

  • Widersprüche klar benennen
  • schwache Argumente kritisieren
  • Belege einfordern
  • Behauptungen zurückweisen

Respekt bedeutet nicht:

inhaltliche Schonung.

Es bedeutet:

Person und Argument auseinanderzuhalten.

Du kannst sehr deutlich sagen:

„Diese Schlussfolgerung wird durch die genannten Daten nicht getragen.“

Das ist etwas anderes als:

„Sie haben offenbar keine Ahnung.“

 

 

 

Die eigenen Tricks erkennen

 

Es ist leicht, unfaire Rhetorik bei anderen zu entdecken.

Interessanter wird:

Wo tue ich selbst etwas Ähnliches?

Zum Beispiel:

  • Übertreibe ich die Gegenposition?
  • Suche ich nur Belege für meine Sicht?
  • wechsle ich das Thema, wenn es unangenehm wird?
  • werte ich Menschen ab, weil ich ihre Position ablehne?
  • stelle ich meine Vermutungen als Tatsachen dar?

Debattenkultur beginnt:

nicht nur beim Verhalten der anderen.

 

 

 

15 schmutzige Tricks erkennen

 

Unfaire rhetorische Techniken zu kennen ist sinnvoll.

Nicht, damit du sie selbst routiniert einsetzt.

Sondern damit du:

  • sie schneller erkennst
  • dich weniger leicht irritieren lässt
  • sachlich darauf reagieren kannst

Ich habe dazu einen eigenen Beitrag zusammengestellt:

→ 15 Wege, um mit schmutzigen Tricks Debatten zu gewinnen

Der Titel ist bewusst provokant.

Die interessantere Frage lautet dort ebenfalls:

Wie erkennst du solche Muster und wie gehst du souverän damit um?

 

 

 

Unfaire Angriffe souverän abwehren

 

Wenn du bereits weißt, dass mit unfairen Angriffen zu rechnen ist, lohnt sich Vorbereitung.

Dazu gehören beispielsweise:

  • klare Kernbotschaften
  • präzise Formulierungen
  • starke Gegenargumente
  • kritische Fragen
  • realistische Probeläufe

Auch dazu findest du einen eigenen Beitrag:

→ Unfaires Verhalten in Debatten souverän abwehren

 

 

 

Debatten professionell vorbereiten

 

Bei wichtigen öffentlichen oder beruflichen Debatten kann Vorbereitung entscheidend sein.

Dabei können wir beispielsweise arbeiten an:

  • deiner Position
  • Argumentationsstruktur
  • Gegenargumenten
  • kritischen Fragen
  • Kernbotschaften
  • Umgang mit rhetorischen Angriffen
  • Stimme und Präsenz
  • realistischen Debattensimulationen

Das Ziel ist:

argumentativ klar und auch unter Druck beweglich zu bleiben.

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Argumentationskompetenz, Diskussionsfähigkeit und wiederkehrende berufliche Debatten geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Debatte hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 

 

 

Fazit: Wer gute Argumente hat, braucht keine schmutzigen Tricks

 

Debatten dürfen:

  • kontrovers
  • leidenschaftlich
  • hart in der Sache

sein.

Dafür brauchen sie keine:

  • Täuschung
  • persönlichen Angriffe
  • Manipulation

Wer seine Position ernst nimmt, sollte bereit sein:

sie ernsthaft prüfen zu lassen.

Und wer überzeugt ist, gute Argumente zu haben, braucht keine Tricks, die verhindern sollen, dass genau das geschieht.

Wenn der Zweck jedes Mittel rechtfertigen soll, ist es mit der Stärke der Argumente oft nicht weit her.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Artikel

7 Techniken, damit gute Argumente keine Frage des Zufalls sind

Viele Menschen überlassen die Qualität ihrer Argumente weitgehend dem Zufall. Zu oft wird erst während einer Diskussion erkannt, welche Lücken übersehen wurden. Bereite dich lieber gleich entsprechend vor.

Dissenskultur

Dissenskultur

In der Dissens-Kultur einer Gesellschaft, eines Unternehmens oder einer anderen Gruppe, werden auch Abweichler respektiert und geschützt.

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 3. August 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026

Zwillingsreim: Es ist die Leidenschaft, die Leiden schafft.

Zwillingsreim

Es ist die Leidenschaft, die Leiden schafft.

Zwillingsreim

Zwillingsreime

 

Was sind Zwillingsreime und wozu sind sie zu gebrauchen?

Überblick

 

 

 

 

Zwillingsreim

 

Als Zwillingsreim (auch Echoreim) wird eine Reimart bezeichnet. Im Zwillingsreim werden Wortfolgen aufeinander gereimt, die genau das gleiche Buchstabenmaterial haben, das außerdem identisch angeordnet ist. Allerdings werden die Buchstaben im Reim nicht an denselben Stellen getrennt, so dass andere Wörter entstehen. Beispielsweise, wen die Wortfolge „Alter Eimer“ anders getrennt, wird, ergibt sich daraus „Alte Reimer“. Die beiden Wortfolgen reimen sich aufeinander und führen zu einem Zwillingsreim, da sie die gleichen Buchstaben in einer identischen Abfolge nutzen.

Zwillingsreime werden häufiger in humorvollen Reimen und in der Musikrichtung Rap verwendet, wobei sich meist in aufeinanderfolgenden Versen durch die unterschiedliche Silbentrennung neue Sinnzusammenhänge ergeben.

 

 

 

Beispiele

 

Es ist die Leidenschaft, die Leiden schafft.

Wer freut sich sehr, wenn reiche Leute sterben?
Erben!

Was hat der Jäger in der Tasche?
Asche!

Danke, Anke!

P.S.

 

Kennen Sie weitere Zwillingsreime?

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4338
K:
Ü:

Schlagfertigkeitstechnik Spielverderber

Schlagfertigkeitstechnik Spielverderber

Lassen Sie sich keine unfairen Spielregeln unterjubeln

 

Schlagfertigkeitstechnik Spielverderber

Überblick

 

 

 

 

Lassen Sie sich keine unfairen Spielregeln unterjubeln

 

Wenn Angreifer mehr oder weniger gut vorbereitet auf eine Strategie setzen, ist es von Vorteil deren beabsichtigte Spielzüge zu vereiteln. Verderben Sie Ihren Widersachern das unfaire Spiel. Reagieren Sie anders als Ihr Angreifer es von Ihnen erwartet. Entziehen Sie ihm die Kontrolle. Der einzige Spielmacher, der für Sie dann zählt, sind Sie selbst.

 

 

 

Ja-Sagen

 

Wenn das Thema es erlaubt: Bejahen Sie Behauptungen oder erklären Sie diese für selbstverständlich. „Sie tun ja fast so, als wenn das etwas Schlimmes wäre!“

Diese Methode wird den einen oder anderen verbalen Angreifer komplett aus der Bahn werfen, weil er fest damit rechnet, dass Sie in den Rechtsfertigungsmodus wechseln, sich in eine Verteidigungshaltung treiben lassen. Erweisen Sie sich als ein Spielverderber, weil Sie Ihre eigenen Regeln haben.

  • „Das haben Sie gut erkannt. Dafür bekommen Sie beim nächsten Mal eine Belohnung.“
  • „Sie tun ja so, als ob das etwas Schlimmes wäre!“
  • „Sie bringen es auf den Punkt. Sonst noch etwas?“
  • „So ist es! Gut kombiniert. Sie können stolz auf sich sein.“
  • „Ich scheine damit weniger Probleme zu haben, als Sie.“
  • „Selbstverständlich, was denn sonst?! Hätten Sie es wirklich anders gemacht?“

 

 

 

Schön für Sie

 

Anstatt auf dreiste Anfeindungen mit Gegenfeuer zu reagieren, machen Sie lieber einen auf Deutsche Eiche; ja und? Wenn kratzt es? Da reagieren Sie mindestens genauso souverän wie die Eiche auf den Eber, der sich an ihr reibt. Wobei diese Technik am besten funktioniert, wenn Sie dabei weder witzig noch aggressiv wirken. So lassen Sie Provokationen und Sprüche abperlen.

 

Varianten:

  • „Da kann man nichts machen!“
  • „Das ist dann wohl Ihre Meinung!“

 

 

 

Sie sind da wohl Experte?

 

Im sachlichen Tonfall und auffordernder Haltung drehen Sie die Rollen um; „Sind Sie da Experte?“.

 

 

 

Ja, und?

 

„Für mich ist das in Ordnung!“. Solcherlei Spielverderber-Techniken eignen sich dazu, Diskussionen und Angriffe zu beenden.

Diskussion beendet und Ruhe ist! Aber Achtung: Vermeiden Sie sich in eine ungünstige Position zu bringen, indem Sie die Diskussion kurz darauf erneut beginnen lassen. Bleiben Sie konsequent. Sie haben Ihre Position genannt und Schluss ist. Einladungen, die Sie zu einer Rechtfertigung drängen wollen, schlagen Sie lieber souverän lächelnd aus.

 

 

Der nächste Schritt

 

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Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

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→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

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→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

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P.S.

 

Wie reagieren Sie auf unangemessene Angriffe?

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

28 Tipps bei Mobbing am Arbeitsplatz

28 Tipps bei Mobbing am Arbeitsplatz

Umgang mit unterschiedlichen Angreifern und grundsätzliche Tipps (keinerlei Rechtsberatung!)

Mobbing: abgestellt statt angestellt?

Mobbing

 

Mobbing am Arbeitsplatz wird viel zu oft zu lange ertragen. Lassen Sie sich das nicht gefallen. Hier einige Anregungen.

Mobbing am Arbeitsplatz

 

Auszug aus einem Interview im Magazin Maxim auf Fragen zu Mobbing am Arbeitsplatz.

Hier ein paar Aussagen daraus:

„An der Theke gibt es zwar immer einen, der einem recht gibt, doch kaum die Chance, etwas konstruktiv zu verändern“, sagt Coach Noack und warnt davor, Entscheidungen auf die lange Bank zu schieben. … Ein Mobber muss frühzeitig erkennen, dass er seine Aktivitäten nicht ohne Folgen fortsetzen kann.“

„Auch wenn es verlockt, Standardrezepte zu präsentieren; jeder Fall ist einzigartig und für den Betroffenen sehr ernst. Insofern können solche Beiträge Anregungen liefern und dafür sensibilisieren, aktiv zu werden anstatt vor sich hin zu leiden bzw. ebenfalls in den Kleinkrieg zu ziehen. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich an entsprechende juristische Experten.“

 

 

 

3 Typen von Angreifern

 

In einem eigenen Beitrag finden Sie eine grobe Unterteilung in 3 Typen von Mobbern:

 

1. Der Aggressive

2. Der Hinterhältige

3. Der Blockierer

 

Mehr dazu im Beitrag Typen von Mobbern am Arbeitsplatz

23 grundsätzliche Tipps bei Mobbing

 

Bei der Arbeit von Einzelpersonen oder Gruppen — Kollegen und Vorgesetzten — über längere Zeit schikaniert, benachteiligt, beleidigt oder ausgegrenzt werden: Mobbing!

Hier sind 23 grundsätzliche Tipps zum Umgang bei Mobbing am Arbeitsplatz. So gelingt es konstruktiv zu reagieren. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an entsprechende juristische Experten.

 

 

 

1. Mobber erkennen

 

Nicht immer sind Mobber sofort als solche zu erkennen, doch das ist erforderlich. In einem eigenen Beitrag stelle ich die häufigsten 3 Typen von Mobbern vor.

 

 

 

2. Wehret den Anfängen

 

Packen Sie den Stier bei den Hörnern, denn Sticheleien gehören nicht zur Tagesordnung, sondern sind unprofessionell. Reagieren Sie auch bei kleinen Unverschämtheiten unverzüglich und stellen Sie gegebenenfalls Missverständnisse klar, die dazu geführt haben.

Lassen Sie sich nicht in die Ecke drängen. Es nützt nichts, Anspielungen zu überhören, Anfeindungen zu übersehen, sich wegzuducken. Stellen Sie Angreifer unter vier Augen zur Rede. Wenn jemand zum Beispiel ein Gerücht verbreitet hat, benennen Sie es und erfragen Sie die Absicht. Durch offensives Vorgehen zeigen Sie, dass Sie kein leichtes Opfer sind, Spiele hinter Ihrem Rücken durchschauen und sich zu wehren wissen. Je früher Sie sich wehren und damit zeigen, dass man sich mit Ihnen nicht alles erlauben kann, desto größer die Chance, den Konflikt im Keim zu ersticken.

 

 

 

3. Nicht schweigen

 

Viele Opfer schweigen aus Scham und werden durch ihr Nichtstun zunehmend angegriffen. Statt nur zu reagieren, können sie die Initiative ergreifen. Sorgen Sie dafür, dass es nicht im Verborgenen geschieht. Stellen Sie Öffentlichkeit her.

 

 

 

4. Bleiben Sie sich treu

 

Behalten Sie einen kühlen Kopf. Lassen Sie sich nicht von anderen die Spielregeln aufzwängen. Nur, weil Sie jemand mobbt und sich mies benimmt, müssen Sie das noch lange nicht. Nicht zurück mobben! Lassen Sie sich nicht auf das unterste Niveau hinabziehen. Schließlich wollen Sie sich doch auch weiterhin im Spiegel ansehen können, oder? Außerdem löst die Zunahme von Grabenkämpfen den Konflikt nicht, sondern erschwert die Konfliktbewältigung.

 

 

 

5. Dokumentieren

 

Machen Sie sich Notizen als Erinnerungsstütze. Halten Sie alle Vorfälle fest, gegebenenfalls mit Bild, Datum, Uhrzeit, Ort, Zeugen und Anwesenden. Notieren Sie in einer Spalte, was genau geschehen ist, in der nächsten, wie Sie es interpretiert haben. Eine solche Dokumentation kann später noch sehr nützlich sein. Es ist auch eine gute Grundlage, um über Ihre Erlebnisse zu sprechen, ob mit einem Anwalt, im privaten Rahmen, mit einem Coach oder Therapeuten.

 

 

 

6. Aussprache anstreben

 

Suchen Sie die Aussprache, klären Sie mögliche Missverständnisse. Greifen Sie den anderen im Gespräch nicht persönlich an, sondern denken Sie an die Grundlagen konstruktiver Gespräche.

Wenn das Gespräch nichts bringt, dann solltest du sich an eine höhere Stelle wenden.

 

 

 

7. Seien Sie versöhnlich

 

Stress nimmt zu durch das Gefühl, einer Situation ausgeliefert zu sein. Nutzen Sie Ihren Gestaltungsspielraum. Bewerben Sie sich intern und extern. Entwickeln Sie Pläne für eine Selbstständigkeit. Gehen Sie dabei mit Bedacht vor; Flucht ist die letzte Wahl. Vom Regen in die Traufe: Gerade den Schritt in die Selbstständigkeit haben schon viele bereut.

Bei einer Blutfehde gewinnt keiner: Weisen Sie den Angreifer in seine Schranken und lassen Sie es damit gut sein. Behandeln Sie ihn danach wie jeden anderen Kollegen. Ihre Versöhnlichkeit entzieht seiner Aggression eher die Nahrung, während Ihr feindliches Verhalten zu neuen Attacken anstachelt.

 

 

 

8. Beschweren Sie sich

 

Ihre Lösungsansätze haben bisher keine Früchte getragen? Sollte der Mobber nicht aufhören, melden Sie das bei dem Vorgesetzten. Falls dieser der Mobber ist, wenden Sie sich direkt an den Arbeitgeber oder Betriebsrat. Zeugen und Aufzeichnungen helfen Ihnen hier. Betonen Sie die Folgen für die Arbeit und für das Unternehmen.

 

 

 

9. Verbündete

 

Lassen Sie sich nicht zum Außenseiter machen. Wenn Sie Kollegen finden, die Ihnen beistehen, merkt der Mobber schnell, dass Sie nicht alleine sind. Haben Sie Kollegen, denen Sie vertrauen? Achten Sie darauf, nicht in Selbstmitleid abzugleiten, sondern formulieren Sie konkrete Unterstützungswünsche.

 

 

 

10. Gute Gespräche

 

Ein gutes Gespräch tut gut. Sprechen Sie mit vertrauten Personen über Ihre Situation. Das können Freunde sein, Bekannte oder noch förderlicher auch ein professioneller Gesprächspartner wie ein Coach.

 

 

 

11. Professionelle Hilfe

 

Google hilft: Es gibt heute viele Anlaufstellen, die sich auf Mobbing spezialisiert haben. In einschlägigen Foren finden Sie Hilfe und Unterstützung, können sich mit anderen Betroffenen austauschen.

Je nach Ziel sind andere Experten hilfreich; Gespräche vorbereiten, Entscheidungen treffen, den Kopf freibekommen,… Sie können auch auf einen Rechtsanwalt zurückgreifen. Vor allem dann, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben und wenn Sie nicht aufgeben und Ihr Recht durchsetzen wollen.

 

 

 

12. Auf Ausgleich achten

 

Wenn der Konflikt am Arbeitsplatz immer mehr um sich greift, brauchen Sie einen Ausgleich. Tanken Sie Kraft in Ihrer Freizeit. Genießen Sie soziale Kontakte mit gleichgesinnten Menschen. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Hobbys. Sport hilft Ihnen, Stress abzubauen und Ihr körperliches und seelisches Gleichgewicht zu verteidigen.

 

 

 

13. Jobwechsel als Ausweg

 

Schauen Sie sich rechtzeitig nach Möglichkeiten für einen Arbeitsplatzwechsel um. Es kostet viel Kraft und Energie, gegen Mobbing anzukämpfen. Manchmal ist der Ausweg ein Jobwechsel. Dann hat der Mobber zwar sein Ziel erreicht, doch es geht um Ihre Gesundheit, um Ihre Lebensqualität.

 

 

 

14. Professionelle Schlagfertigkeit

 

Üben Sie sich in Schlagfertigkeit. Das gibt Ihnen zusätzliche Sicherheit; Sie wissen, Sie könnten, wenn Sie wollten. Doch wenden Sie es zurückhaltend und gezielt an. Schließlich müssen Sie nichts beweisen. Professionelle Schlagfertigkeit zeigt sich vor allem darin, dass sie möglichst Türen öffnet, anstatt sie zuzuschlagen. Und daran, dass sie selten anzuwenden ist, weil Sie sich nicht als lohnendes Opfer anbieten.

 

 

 

15. Körpersprache und Ausstrahlung

 

Es darf keine Entschuldigung für Mobber sein, doch fühlen sich Fieslinge von Menschen mit bestimmten Verhalten und daraus resultierender Ausstrahlung eingeladen. Ein Opfer, das signalisiert wenig Gegenwehr an den Tag zu legen, zieht Angreifer an. Der zu zahlende Preis scheint gering zu sein, das geringe Risiko lockt. Gerade die Körpersprache hat hier eine große Bedeutung. Eine selbstsichere Körperhaltung signalisiert etwas anderes, hier wird es nicht so leicht! Schon das hält viele Angreifer ab.

Zahlreiche Artikel zu diesem Thema finden Sie hier auf dieser Homepage.

 

 

 

16. Emotionale Erpressung

 

Eine weit verbreitete Form der Manipulation ist die emotionale Erpressung. Selbst, wenn sie sich im noch legalen Rahmen bewegt, ist sie sehr belastend. Im Artikel 12 Tipps für den Umgang mit emotionaler Erpressung finden Sie einige Anregungen.

 

 

 

17. Selbstanalyse

 

Schauen Sie sich die Situation genauer an:

  • Was sind die Ursachen und Zusammenhänge?
  • Was sind die Motive der Mobber?
  • Geht es wirklich um Sie?
  • Welchen Anteil haben Sie dran?

 

 

 

 

18. Die Kirche im Dorf lassen

 

Nicht jeder Frechheit ist gleich Mobbing. Wer vorschnell von Mobbing redet, wird unglaubwürdig, wenn es dann tatsächlich geschieht. Auch, wer andere des Mobbings bezichtigt, ohne es belegen zu können, der kann sich und andere in ungünstige Situationen bringen.

 

 

 

19. Unternehmensinteressen

 

Sorgen Sie dafür, dass die Nachteile für das Unternehmen deutlich werden. Das motiviert zu schnellem Handeln durch Vorgesetzte.

 

 

 

20. Unterstützen Sie Kollegen

 

Legen Sie Zivilcourage an den Tag und schützen Sie Kollegen, die von Mobbing bedroht sind. So legen Sie die Latte für Mobber höher. So zeigen Sie auch frühzeitig, dass Sie so etwas nicht mit sich machen lassen.

 

 

 

21. Burnout

 

Betroffene reagieren oft mit einer Übererfüllung von Aufgaben. Das führt dann mitunter ins Burnout und die Mobber haben so gewonnen.

 

 

 

22. Körperliche Reaktionen

 

Nehmen Sie körperliche Reaktionen ernst. Dauerhaftes Mobbing kann körperlich und geistig krank machen. Wenden Sie sich an einen Mediziner Ihres Vertrauens. Wenn Sie krank zur Arbeit erscheinen, werden Sie mehr Fehler machen und weniger Leistung an den Tag legen. Das werden Mobber gegen Sie verwenden.

 

 

 

23. Alternativen statt Flucht

 

Stress nimmt zu durch das Gefühl, einer Situation ausgeliefert zu sein. Nutzen Sie Ihren Gestaltungsspielraum. Bewerben Sie sich intern und extern. Entwickeln Sie Pläne für eine Selbstständigkeit. Gehen Sie dabei mit Bedacht vor; Flucht ist die letzte Wahl. Vom Regen in die Traufe: Gerade den Schritt in die Selbstständigkeit haben schon viele bereut.

 

 

 

Ja, und?

 

Auch wenn es verlockt, Standardrezepte zu präsentieren; jeder Fall ist einzigartig und für Betroffene sehr ernst. Insofern können solche Beiträge Anregungen liefern und dafür sensibilisieren, aktiv zu werden, anstatt vor sich hin zu leiden beziehungsweise ebenfalls in den Kleinkrieg zu ziehen. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich an entsprechende juristische Experten. Ansonsten gerne an mich.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Was bedeutet der Begriff Mobbing?

Der Begriff „Mobbing“ aus der Soziologie bezeichnet das Schikanieren einer Person durch eine Gruppe in einem beliebigen Kontext, beispielsweise in der Familie, in einer Gruppe Gleichaltriger, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, in der Gemeinschaft oder im Internet.

Was ist Mobbing am Arbeitsplatz?

Bei Mobbing am Arbeitsplatz handelt es sich um Gruppen von Personen, die einen Mitarbeiter isolieren, demütigen und angreifen. Die Auswirkungen auf die Mobbingopfer und das Unternehmen selbst können gravierend sein. Verantwortliche sollten auf die Anzeichen von Mobbing achten und Maßnahmen ergreifen, um ein gesundes Arbeitsumfeld zu fördern.

Was sind die Auswirkungen von Mobbing am Arbeitsplatz?

Die Auswirkungen von Mobbing am Arbeitsplatz können für die Opfer verheerend sein und im Laufe der Zeit die Moral der Mitarbeiter sowie den Ruf und die Rentabilität eines Unternehmens schädigen.

P.S.

 

Welche Erfahrungen hast du mit Mobbing gemacht?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Mut

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2016
Überarbeitung: 26. August 2021
AN: #4393376
K: CNB
Ü: