PowerPoint Karaoke reloaded

PowerPoint Karaoke reloaded

Von wegen Death by PowerPoint
Schluss mit death by powerpoint: PowerPoint Karaoke

PowerPoint Karaoke

 

PowerPoint Karaoke ist weit mehr als nur Unterhaltung, es ist ein hervorragendes Training für ambitionierte RednerInnen. Es reduziert übrigens auch Lampenfieber, wenn es wiederholt wird. Bin ich zu schnell? Dann nochmals zum Anfang und Schritt für Schritt:

PowerPoint Karaoke reloaded

 

Von wegen Folien des Grauens und Death by PowerPoint; das macht wach: Die Kombination von PowerPoint-Präsentationen und dem japanischen Partyspiel Karaoke, bei dem hier allerdings nicht gesungen, sondern improvisiert präsentiert wird, hat es in sich. Oh, was für ein langer Satz!

PowerPoint Karaoke (PPT-Karaoke, auch als Battle Decks oder Battledecks bezeichnet) basiert auf PowerPoint-Präsentationen, die auf einer Leinwand auf eine Gruppe von Teilnehmern projiziert wird. Die Bilder sind völlig zufällig, ihr Sinn erschließt sich oft nicht ohne Weiteres und das ist durchaus hilfreich.

 

 

 

Wie funktioniert PowerPoint Karaoke?

 

Ein Moderator sorgt für den Rahmen des PowerPoint-Karaoke. Anfangs stellt er den Ablauf und die Redner vor. Für das Publikum wird nochmals verdeutlicht, dass die Teilnehmer die ihnen zugeteilten Folien vorher noch nicht kennen. Dabei vermittelt die Moderation die Energie, in denen die Teilnehmer auftreten sollen. Eine gute Portion Humor und wiederholter Applaus fördern den Rahmen für unterhaltsame Auftritte.

Schließlich braucht es bereitwillige Teilnehmer, die sich dieser Herausforderung der Stegreifrede stellen.

Die Teilnehmer haben die Aufgabe, eine Präsentation zu ihnen unbekannten Folien zu halten. Wichtig; bei der Auswahl der Folien wird darauf geachtet, dass es sich um ein Fachgebiet handelt, in dem sich die Teilnehmer nicht auskennen. Was auch immer dann auf dem Bildschirm erscheint, ist von ihnen so zu behandeln, als wenn es von ihnen so geplant war. Den besonders begabten Teilnehmern gelingt es dabei auch noch eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen.

Die Folien werden vorab per Zufall ausgesucht. Oft umfassen PowerPoint-Präsentationen mehr als 20 Folien. Für das PowerPoint Karaoke werden davon 10 bis 12 Folien mit möglichst vielen Bildern oder Grafiken und wenig Text gewählt. Die ausgewählten Folien passen inhaltlich zusammen, und ermöglichen einen Spannungsbogen.

Die Teilnehmer erfahren erst kurz vor Beginn ihrer Präsentation das eigene Thema. Danach geht es gleich los. Die meist 7 bis 10 Minuten Redezeit wollen genutzt werden. Eine Minute vor Ablauf der Zeit erklingt eine Glocke, damit es zum Finale der Darbietung kommt. Bei Wettbewerben gibt es mehrere Runden und die Zuschauer bestimmen anhand ihres Applauses den Gewinner, am Ende wird der Gewinner gekrönt. Die mehr oder weniger ernstgemeinte Wahl erfolgt in verschiedenen Varianten. Im Grunde hat jeder Teilnehmer gewonnen, der sich der Aufgabe stellt und dabei auch noch Spaß hat.

 

 

 

Wozu? Was hat das für einen Nutzen?

 

PowerPoint Karaoke ist nicht eine wirksame und unterhaltsame Möglichkeit rhetorischen Fähigkeiten zu erweitern. Es trainiert die Präsentationsfähigkeiten, die Improvisationsfähigkeiten und hilft Lampenfieber abzulegen.

Reloaded?

Wer sich durch PowerPoint Karaoke nicht mehr gefordert fühlt, bekommt Eins drauf. Durch zusätzliche Aufgaben wird die Latte höher gelegt und die Betriebstemperatur gesteigert. Einige Varianten wurden sogar in die Trainings mit improRhetorik™ aufgenommen.

 

 

 

Tipps für PowerPoint Karaoke

 

Es gelten die meisten der bewährten Regeln für Präsentationen und einige Regeln des Improvisationstheaters helfen auch hier. Hier noch ein paar Anregungen:

  • Mutig sein
  • Akzeptieren
  • Behaupten, selbst bei völliger Ahnungslosigkeit
  • Einsatz an den Tag legen
  • Wach, im Moment und flexibel sein
  • Verinnerlichte Redestrukturen helfen
  • Sich selbst und den Eingebungen Vertrauen
  • Ausrutscher feiern und weiter machen
  • Üben, üben, üben
  • To be continued…

 

 

 

Übrigens

 

Während bei einigen Veranstaltungen mit PowerPoint Karaoke vor jedem Auftritt alkoholische Getränke der Aufwärmung und Enthemmung dienen sollen (was insbesondere bei mehreren Runden zu unerwarteten Nebenwirkungen führen kann) gehen wir in meinen Veranstaltungen andere Wege. Warm wird den Teilnehmern dennoch und es hat neben dem Unterhaltungswert auch erkennbar positive Auswirkungen auf die Qualität nachfolgender professioneller Präsentationen. Na, dann…

P.S.

 

Haben Sie PowerPoint Karaoke schon erlebt, was halten Sie davon?

 

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Mut und Können erleichtern Spontanität.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2017
Überarbeitung: 4. September 2019
Englische Version:
AN: #316
K: CNB
Ü:

Brückensätze: Unfaire verbale Angriffe abwehren

Brückensätze: Unfaire verbale Angriffe abwehren

Was man hat, hat man. Bereiten Sie eine Reihe von Brückensätzen vor, um sie bei Bedarf abzurufen.
Brückensätze: Unfaire verbale Angriffe abwehren

Brückensätze

 

Für die Neutralisierung unfairer Angriffe lassen sich Brückensätzen einsetzen. Diese Tipps helfen, Beispiele verdeutlichen die Wirkung.

Überblick

 

 

 

 

Brückensätze

 

Für die Neutralisierung unfairer Angriffe lassen sich Brückensätzen einsetzen. Brückensätze sind spezielle Formulierungen, die nicht den Inhalt, sondern den Prozess betreffen, und sich in der Regel förderlich auf Beziehungen auswirken. Sie wirken als psychologische Puffer, um unfaire Angriffe zu entschärfen und zur Sachebene zurückzukehren.

 

 

 

Vorteile

 

Brückensätze …

  • geben Zeit zum Nachdenken anstatt blind auf Angriffe oder Reizthemen anzuspringen.
  • erleichtern es gelassen und ruhig zu agieren.
  • ermöglichen es auf ein Thema zu wechseln, das Ihnen entgegenkommt.
  • tragen so zur Deeskalation der Situation bei.

 

 

 

Beispiele

 

1. Vorwürfe neutralisieren

 

  • „Das höre ich zum ersten Mal, Herr Müller.“
  • „Ihre Aussage erstaunt mich, Frau Meier.“

 

 

 

2. Bedingt zustimmen

 

  • „Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu. Bei der Umsetzung sehe ich weitere Möglichkeiten.“

 

 

 

3. Auf die Kernbotschaft fokussieren

 

  • „Ihre Aussage zeigt mir, dass Sie Bedenken haben.“
  • „Sie sprechen mit dieser Frage einen interessanten Aspekt an …“
  • „Ich habe den Eindruck, dass wir auf dieser Ebene nicht weiterkommen. Wie können wir zu einer Einigung kommen?“
  • „Ihr Einwand zeigt mir, dass mein Grundgedanke noch nicht deutlich geworden ist …“

 

 

 

4. Gesprächspartner aufwerten

 

  • „Als Expertin können Sie mir sicher raten …“
  • „Interessant, was du da sagst!“

 

 

 

5. Ergänzende Ich-Botschaften

 

Denken Sie an einen der grundlegendsten Empfehlungen bei Rückmeldungen; setzen Sie Ich-Botschaften ein.

  • „Ich bin grundsätzlich Ihrer Meinung. Ich denke allerdings …“

 

 

 

6. Unfairness benennen

 

Decken Sie unfaire Angriffe und Methoden auf. Ertappen Sie Übeltäter auf frischer Tat. Zeigen Sie, das niemand ungestraft im Verborgenen an Ihrem Stuhl sägen kann.

 

 

 

Empfehlung

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2007
Überarbeitung: 31. Mai 2019
Englische Version:
AN: #19156
K: CNB
Ü:

Keith Johnstone: 14 Impulse für Souveränität & Improvisation

Keith Johnstone: Was Improvisation über Souveränität lehrt

14 Impulse für Präsenz, spontane Kommunikation und einen klaren Kopf in entscheidenden Momenten
Keith Johnstone und Karsten Noack

Keith Johnstone: Was Improvisation über Souveränität lehrt

 

14 Impulse für Präsenz, spontane Kommunikation und einen klaren Kopf in entscheidenden Momenten

 

Eine wichtige Präsentation ist hervorragend vorbereitet.

Dann kommt eine unerwartete Frage.

Ein Gespräch folgt plötzlich einer völlig anderen Richtung.

Ein Verhandlungspartner reagiert anders als erwartet.

Oder mitten in einer Rede verschwindet für einen Augenblick der rote Faden.

Genau hier zeigt sich Souveränität.

Denn Vorbereitung ist wertvoll.

Und gleichzeitig braucht es die Fähigkeit, im entscheidenden Moment wahrzunehmen, zu reagieren und aus dem Augenblick heraus zu handeln.

Einer der Menschen, die mein Denken darüber wesentlich geprägt haben, ist Keith Johnstone.

Seine Arbeit stammt aus dem Improvisationstheater. Viele seiner Gedanken reichen weit darüber hinaus.

Sie handeln von Präsenz.

Von Status.

Von Aufmerksamkeit.

Von Vertrauen.

Vom Zusammenspiel mit anderen Menschen.

Und von der Fähigkeit, auch dann handlungsfähig zu bleiben, wenn der ursprüngliche Plan gerade seine Bedeutung verliert.

Genau deshalb begleiten mich viele dieser Gedanken bis heute.

 

 

 

Wer war Keith Johnstone?

 

Keith Johnstone, geboren 1933 in England und gestorben 2023 in Calgary, gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten des modernen Improvisationstheaters.

Er arbeitete am Royal Court Theatre in London, gründete 1967 die Improvisationsgruppe Theatre Machine und war später Mitbegründer und künstlerischer Leiter der Loose Moose Theatre Company in Calgary. Zu den von ihm entwickelten Formaten gehören unter anderem Theatresports™, Gorilla Theatre™ und Maestro Impro™.

Seine Bücher „Impro – Improvisation and the Theatre“ und „Impro for Storytellers“ wurden international verbreitet und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Mich interessiert an Johnstones Arbeit besonders ein Gedanke:

Menschen können lernen, dem Augenblick mehr zu vertrauen.

Das klingt zunächst nach Theater.

Tatsächlich begegnet uns genau diese Herausforderung ständig.

Im Führungsgespräch.

Bei einer Verhandlung.

Vor einer Kamera.

Auf einer Bühne.

Bei einer kritischen Frage.

Und immer dann, wenn ein Mensch spontan eine klare Antwort braucht.

 

 

 

Gute Vorbereitung schafft Freiheit

 

Manchmal wird Vorbereitung mit möglichst genauer Planung verwechselt.

Für mich bedeutet gute Vorbereitung etwas anderes.

Du kennst dein Ziel.

Du verstehst deine Botschaft.

Du kennst deinen Standpunkt.

Du hast mögliche Entwicklungen durchdacht.

Und dadurch gewinnst du Freiheit.

Du kannst zuhören.

Du kannst beobachten.

Du kannst reagieren.

Du kannst deinen Kurs verändern und zugleich deinem Anliegen treu bleiben.

Das ist eine Form von vorbereiteter Spontaneität.

Viele Gedanken aus der Improvisation helfen dabei.

 

 

 

14 Impulse aus dem Improvisationstheater

 

Die folgenden Punkte sind meine Verdichtung von Prinzipien, die mich durch die Beschäftigung mit Improvisation und Keith Johnstones Arbeit begleitet haben.

 

 

1. Sei mutig

 

Spontane Kommunikation braucht die Bereitschaft, sich zu zeigen.

Eine klare Aussage besitzt mehr Kraft als zehn vorsichtige Andeutungen.

Mut bedeutet dabei keineswegs Lautstärke.

Manchmal besteht Mut darin, ruhig einen Satz auszusprechen, der längst ausgesprochen werden sollte.

 

 

2. Nimm auf, was gerade geschieht

 

Im Improvisationstheater spielt das Prinzip „Ja, und …“ eine wichtige Rolle.

Übertragen auf Gespräche bedeutet das:

Erkenne zuerst die Realität der Situation.

Was wurde gerade gesagt?

Was hat sich verändert?

Welche neue Information liegt vor?

Von dort aus kannst du weiterarbeiten.

 

 

3. Beteilige dich

 

Kommunikation lebt von Beteiligung.

Wer ständig beobachtet, bewertet und innerlich nach der perfekten Antwort sucht, verliert leicht den Kontakt zum Geschehen.

Steig ein.

Stell die Frage.

Mach deinen Gedanken sichtbar.

Die nächste sinnvolle Bewegung entsteht häufig aus der Bewegung selbst.

 

 

4. Mach klare Angebote

 

Eine Szene braucht Impulse.

Ein Gespräch ebenfalls.

Sag, was du möchtest.

Formuliere deinen Gedanken.

Stell eine konkrete Frage.

Bring eine Idee ein.

Klarheit gibt anderen Menschen etwas, auf das sie reagieren können.

 

 

5. Zeig Einsatz

 

Halbherzigkeit macht Kommunikation schwer.

Wenn du etwas sagst, steh innerlich dahinter.

Wenn du eine Frage stellst, interessiere dich für die Antwort.

Wenn du eine Position vertrittst, kenne deine Gründe.

Präsenz entsteht auch aus innerer Beteiligung.

 

 

6. Hör aufmerksam zu

 

Viele Menschen hören bereits mit der nächsten eigenen Antwort im Kopf zu.

Dabei liefert echtes Zuhören häufig genau die Informationen, die wir für eine gute Reaktion brauchen.

Worte.

Tonfall.

Pausen.

Ausweichbewegungen.

Interessen.

Emotionen.

Manchmal verändert ein Satz seine Bedeutung, sobald wir wirklich zuhören.

 

 

7. Sei im Moment

 

Während eines anspruchsvollen Gesprächs hilft dir die brillanteste Antwort wenig, wenn sie zu einer Frage gehört, die vor fünf Minuten gestellt wurde.

Präsenz bedeutet:

Was geschieht jetzt?

Wer diese Frage innerlich wachhält, erkennt Möglichkeiten früher.

 

 

8. Lass dein Gegenüber gut aussehen

 

Ein bemerkenswertes Prinzip aus der Improvisation lautet sinngemäß:

Unterstütze deine Mitspieler.

Auch anspruchsvolle berufliche Kommunikation gewinnt dadurch.

Menschen kooperieren leichter, wenn ihre Würde erhalten bleibt.

Souveränität zeigt sich deshalb auch darin, wie wir mit anderen Menschen umgehen, während wir unsere eigenen Interessen vertreten.

 

 

9. Unterstütze das gemeinsame Ziel

 

Im Theater dient eine Handlung der Szene.

Im Gespräch lohnt sich die entsprechende Frage:

Worum geht es hier eigentlich?

Um Recht haben?

Um Wirkung?

Um eine Entscheidung?

Um Verständigung?

Um eine Vereinbarung?

Um Klarheit?

Wer das größere Ziel im Blick behält, findet häufig bessere Reaktionen.

 

 

10. Beobachte das Umfeld

 

Kommunikation besteht aus weit mehr als Worten.

Wie verändert sich die Atmosphäre?

Wer reagiert worauf?

Wo entsteht Spannung?

Wann wächst Aufmerksamkeit?

Welche Signale liefert die Körpersprache?

Ein guter Kommunikator hört mit den Ohren und beobachtet mit offenen Augen.

 

 

11. Übe

 

Spontaneität lässt sich trainieren.

Gerade anspruchsvolle Situationen profitieren von Übung.

Kritische Fragen können simuliert werden.

Gespräche lassen sich durchspielen.

Präsentationen können unterbrochen und verändert werden.

So wächst die Fähigkeit, auch bei Überraschungen beweglich zu bleiben.

 

 

12. Denk an die Menschen, für die du sprichst

 

Eine Präsentation dient ihrem Publikum.

Ein Gespräch dient seinem Zweck.

Eine gute Antwort dient der Situation.

Diese Perspektive verändert Kommunikation.

Die Frage lautet dann weniger:

Wie wirke ich gerade?

Sondern stärker:

Was braucht diese Situation jetzt von mir?

 

 

13. Vertraue deiner Vorbereitung und deiner Wahrnehmung

 

Wer gut vorbereitet ist, darf den vorbereiteten Plan irgendwann loslassen.

Du hast gedacht.

Du hast geübt.

Du kennst dein Thema.

Jetzt darfst du wahrnehmen und reagieren.

Dieses Vertrauen gehört für mich zu den wichtigsten Grundlagen souveräner Kommunikation.

 

 

14. Mach aus Stolpern Bewegung

 

Ein Versprecher.

Eine schwierige Frage.

Ein kurzer Blackout.

Eine unerwartete Reaktion.

Das alles kann geschehen.

Entscheidend ist häufig, was unmittelbar danach passiert.

Souveräne Menschen integrieren solche Momente.

Sie korrigieren.

Sie orientieren sich.

Sie setzen fort.

Manchmal entsteht gerade dadurch besondere Glaubwürdigkeit.

 

 

Souveränität beginnt dort, wo das Skript endet

 

Das ist vermutlich einer der wichtigsten Gedanken, die ich aus meiner Beschäftigung mit Improvisation mitgenommen habe.

Wir können uns hervorragend vorbereiten.

Und dann beginnt die Realität.

Ein Mensch reagiert anders.

Eine Frage überrascht uns.

Ein Argument verändert die Lage.

Eine Gelegenheit entsteht.

In solchen Momenten hilft eine Kombination aus:

Klarheit und Beweglichkeit.

Du weißt, was dir wichtig ist.

Und du bleibst offen für das, was geschieht.

Genau diese Verbindung interessiert mich heute besonders.

 

 

Von der Improvisation zur ImproRhetorik™

 

Viele Anregungen aus der Improvisation sind über die Jahre in meine Arbeit mit ImproRhetorik™ eingeflossen.

Dabei geht es um weit mehr als spontanes Reden.

Es geht um die Fähigkeit,

schnell zu erfassen, was gerade geschieht,

Gedanken zu strukturieren,

klar Position zu beziehen,

auf andere Menschen einzugehen,

mit Überraschungen umzugehen

und auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben.

Das ist bei einer spontanen Rede hilfreich.

Und ebenso bei einem Führungsgespräch, einer Verhandlung, einer Vorstandspräsentation oder einem Medienauftritt.

 

 

Wenn viel auf dem Spiel steht

 

Je wichtiger eine Situation wird, desto wertvoller finde ich diese Verbindung:

gründlich vorbereiten und beweglich bleiben.

Bei der Vorbereitung wichtiger Gespräche schauen wir deshalb auf Ziele, Interessen, mögliche Dynamiken und unterschiedliche Gesprächsverläufe. Genau diese Beweglichkeit ist bereits ein zentraler Bestandteil deiner heutigen Seite zur Gesprächsvorbereitung. 

Bei Präsentationen geht es entsprechend um Botschaft, Dramaturgie, Argumentation, Wirkung und den souveränen Umgang mit dem, was sich während des Auftritts entwickelt.

Und im Executive Sparring kann genau diese Kombination entscheidend werden: klare Orientierung und die Fähigkeit, auf Entwicklungen zu reagieren, wenn eine Präsentation, Verhandlung oder andere Situation erhebliche Tragweite besitzt.

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

→ Rede und Präsentation vorbereiten

→ Executive Sparring

 

 

Was mir von Keith Johnstone geblieben ist

 

Keith Johnstone hat das Improvisationstheater tief geprägt.

Für mich liegt sein Vermächtnis zugleich in einer Haltung.

Wahrnehmen.

Zuhören.

Sich einlassen.

Mutig handeln.

Andere Menschen einbeziehen.

Dem eigenen Können vertrauen.

Und bereit sein, auf das zu reagieren, was tatsächlich geschieht.

Denn manche der wichtigsten Momente unseres Lebens beginnen genau dort, wo der vorbereitete Text endet.

 

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P.S.

 

Was meisnt du zum Improvisationstheater und bist du schon mit improRhetorik in Berührung gekommen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 10. Dezember 2014
Überarbeitung: 29. Mai 2019
AN: #87257
K: CNB
Ü:

Recht haben oder freundlich sein? Klug mit Streit umgehen

Recht haben oder freundlich sein?

Klug mit Streit umgehen
Recht behalten oder freundlich sein?

Recht haben oder Beziehung erhalten?

 

Warum es manchmal klüger ist, auf einen Sieg zu verzichten

 

Du hast recht.

Ziemlich eindeutig sogar.

Jetzt musst du dein Gegenüber davon lediglich noch überzeugen.

Und genau hier beginnt manchmal das Problem.

Denn ein Gespräch kann sachlich gewonnen und menschlich verloren werden.

Du kannst das bessere Argument haben und trotzdem Vertrauen beschädigen.

Du kannst einen Fehler nachweisen und gleichzeitig dafür sorgen, dass dein Gegenüber künftig weniger offen mit dir spricht.

Deshalb lohnt sich neben der Frage:

„Wer hat recht?“

noch eine zweite:

„Was möchte ich mit diesem Gespräch erreichen?“

 

 

 

Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge

 

Eine überzeugende Argumentation macht aus einer falschen Aussage keine richtige.

Und eine schlechte Argumentation macht aus einer richtigen Aussage keine falsche.

Trotzdem erleben wir täglich:

Menschen entscheiden weniger ausschließlich nach der Qualität eines Arguments.

Sympathie spielt eine Rolle.

Status.

Interessen.

Erfahrungen.

Emotionen.

Gruppendynamik.

Vertrauen.

Und manchmal schlicht die Frage, von wem ein Argument kommt.

Wer überzeugend kommunizieren möchte, braucht deshalb mehr als Fakten.

 

 

 

Was ist dein eigentliches Ziel?

 

Vor einer Auseinandersetzung lohnt sich eine einfache Frage:

Was möchte ich anschließend erreicht haben?

Möchtest du:

eine Entscheidung beeinflussen?

einen Fehler korrigieren?

eine Grenze setzen?

Informationen austauschen?

eine Beziehung erhalten?

eine Lösung finden?

oder beweisen, dass du recht hast?

Diese Ziele können miteinander vereinbar sein.

Manchmal konkurrieren sie.

Dann braucht es Priorität.

 

 

 

Der Preis des Sieges

 

Stell dir vor, du beweist deinem Gegenüber zweifelsfrei, dass es falschliegt.

Jeder im Raum erkennt es.

Du hast gewonnen.

Und was geschieht anschließend?

Ist die Entscheidung besser?

Ist das Problem gelöst?

Kann dein Gegenüber sein Gesicht wahren?

Ist Zusammenarbeit weiterhin möglich?

Wurde Vertrauen gestärkt?

Ein argumentativer Sieg ist weniger automatisch ein gutes Ergebnis.

 

 

 

Menschen verteidigen mehr als Positionen

 

In einer Diskussion geht es häufig irgendwann um mehr als die ursprüngliche Sache.

Kompetenz.

Status.

Selbstbild.

Zugehörigkeit.

Autorität.

Gesichtswahrung.

Je stärker sich jemand persönlich angegriffen fühlt, desto schwieriger wird es, die eigene Position zu verändern.

Das bedeutet:

Wer jemanden öffentlich in die Ecke argumentiert, kann Widerstand verstärken.

Selbst mit hervorragenden Argumenten.

 

 

 

Gesichtswahrung ist kein Nebenthema

 

Menschen brauchen Wege, ihre Position verändern zu können, ohne sich dabei gedemütigt zu fühlen.

Das ist besonders in beruflichen Situationen wichtig.

Statt:

„Ich habe Ihnen doch gesagt, dass das falsch ist.“

kann eine Formulierung wie:

„Mit den neuen Informationen ergibt sich jetzt eine andere Bewertung.“

den gleichen sachlichen Schritt ermöglichen und deutlich weniger Widerstand erzeugen.

Das ist weniger Manipulation.

Es ist soziale Intelligenz.

 

 

 

Frage mehr

 

Manchmal versuchen wir zu überzeugen, bevor wir verstanden haben.

Dann liefern wir Argumente gegen eine Position, deren eigentlichen Hintergrund wir kaum kennen.

Fragen können hier erstaunlich viel verändern.

„Was ist dir daran besonders wichtig?“

„Welche Sorge hast du bei dieser Lösung?“

„Was spricht aus deiner Sicht dagegen?“

„Was müsste gegeben sein, damit diese Möglichkeit interessant wird?“

Plötzlich diskutierst du weniger gegen eine Behauptung.

Du verstehst das Anliegen dahinter.

 

 

 

Zuhören bedeutet weniger Zustimmung

 

Du kannst eine Position vollständig verstehen und trotzdem zu einem anderen Ergebnis kommen.

Das ist eine wichtige Unterscheidung.

Zuhören bedeutet:

Ich möchte nachvollziehen, wie du zu deiner Sicht gelangst.

Erst dann entscheidest du, was du davon überzeugend findest.

Diese Haltung kann Gespräche erheblich verändern.

 

 

 

Der stärkste Satz kann sein: „Da hast du recht.“

 

Manchmal entdecken wir mitten in einer Diskussion:

Das Gegenüber hat einen Punkt.

Vielleicht sogar den besseren.

Dann zeigt sich kommunikative Souveränität weniger darin, die eigene Position irgendwie zu retten.

Sondern darin, sagen zu können:

„Ja. Das überzeugt mich.“

Das kostet manchmal Überwindung.

Und schafft häufig Vertrauen.

 

 

 

Du darfst deine Meinung ändern

 

Eine Diskussion ist weniger ein Vertrag mit der eigenen Ausgangsposition.

Neue Informationen dürfen etwas verändern.

Ein gutes Argument darf wirken.

Eine Perspektive darf sich erweitern.

Wer seine Meinung niemals verändert, wirkt vielleicht konsequent.

Es könnte ebenso bedeuten, dass neue Erkenntnisse wenig Chancen bekommen.

Die Fähigkeit, sich überzeugen zu lassen, gehört zur Fähigkeit zu überzeugen.

 

 

 

Wann Klarheit wichtiger ist als Harmonie

 

Freundlichkeit bedeutet weniger, jede Auseinandersetzung zu vermeiden.

Manche Situationen brauchen eine klare Position.

Eine Grenze.

Ein Nein.

Eine Entscheidung.

Eine Korrektur.

Oder Widerspruch.

Besonders wenn:

Menschen geschädigt werden,

wesentliche Fakten verdreht werden,

Verantwortung verschoben wird,

Grenzen überschritten werden,

oder eine wichtige Entscheidung auf falschen Annahmen beruht.

Dann kann Klarheit ausgesprochen respektvoll sein.

 

 

 

Freundlich und klar

 

Wir behandeln Freundlichkeit und Durchsetzungsfähigkeit manchmal wie Gegensätze.

Das müssen sie weniger sein.

Du kannst freundlich sprechen und eine klare Grenze setzen.

Du kannst respektvoll widersprechen.

Du kannst ruhig sagen:

„Das sehe ich anders.“

Du kannst ein Argument zurückweisen, ohne die Person abzuwerten.

Das ist häufig wesentlich wirkungsvoller als Aggressivität.

 

 

 

Bei unfairer Argumentation

 

Manche Gesprächspartner interessieren sich weniger für einen fairen Austausch.

Sie verdrehen Aussagen.

Wechseln das Thema.

Unterstellen Motive.

Greifen persönlich an.

Oder erzeugen Rechtfertigungsdruck.

Dann hilft mehr Argumentation manchmal wenig.

Die wichtigere Frage lautet:

Welche Art von Gespräch findet hier eigentlich statt?

Vielleicht braucht es eine Grenze.

Eine Unterbrechung.

Dokumentation.

Eine andere Gesprächsform.

Oder die Entscheidung, diese Diskussion weniger weiterzuführen.

 

 

 

Du musst weniger jede Einladung zur Diskussion annehmen

 

Jemand stellt eine provokante Behauptung auf.

Du könntest sie widerlegen.

Du hast Argumente.

Du hast sogar Lust darauf.

Trotzdem darfst du dich fragen:

Ist dieses Gespräch meine Zeit und Energie wert?

Kommunikative Souveränität zeigt sich auch darin, bewusst zu entscheiden, welche Diskussion du führst.

 

 

 

Besonders heikel: Recht haben vor Publikum

 

Sobald andere Menschen zuhören, verändert sich die Dynamik.

Jetzt geht es leichter um Status.

Gesichtswahrung.

Kompetenz.

Gewinnen und Verlieren.

Deshalb braucht öffentlicher Widerspruch Fingerspitzengefühl.

Du kannst eine Position korrigieren und gleichzeitig dem Gegenüber Raum lassen.

Das erhöht häufig sogar die Wahrscheinlichkeit, dass deine Argumente angenommen werden.

 

 

 

In Partnerschaften

 

Kaum irgendwo wird deutlicher, wie teuer Rechtbehalten werden kann.

Wer räumt mehr auf?

Wer hat welchen Satz gesagt?

Wer hat angefangen?

Wer erinnert sich richtig?

Vielleicht lässt sich manches tatsächlich klären.

Die wichtigere Frage kann trotzdem lauten:

Was braucht unsere Beziehung gerade?

Verständnis?

Verantwortung?

Eine Entschuldigung?

Eine Grenze?

Eine Lösung?

Nähe?

Ein Gerichtsverfahren über die vergangenen 17 Minuten bringt Beziehungen selten besonders weit.

 

 

 

Im Beruf

 

Im beruflichen Kontext kann die Sache anders aussehen.

Falsche Entscheidungen haben Konsequenzen.

Verantwortlichkeiten müssen geklärt werden.

Risiken brauchen Aufmerksamkeit.

Dann ist es wichtig, die eigene Position nachvollziehbar zu vertreten.

Auch hier gilt:

Ziel ist weniger der rhetorische Sieg als die bessere Entscheidung.

 

 

 

In Verhandlungen

 

Eine Verhandlung ist ebenfalls weniger der Ort, an dem eine Seite beweisen muss, dass sie recht hat.

Interessen sind häufig wichtiger als Positionen.

Was braucht die andere Seite?

Was brauchst du?

Welche Möglichkeiten gibt es?

Wo liegen Grenzen?

Welche Alternative hast du?

Wer ausschließlich argumentiert, kann wichtige Verhandlungsdimensionen übersehen.

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

 

 

 

Wenn Argumentieren wichtig ist

 

Es gibt Situationen, in denen du deine Position sehr klar vertreten können solltest.

Dann helfen:

eine klare Kernbotschaft,

eine nachvollziehbare Argumentationsstruktur,

gute Belege,

Vorbereitung auf Einwände,

Ruhe unter Druck,

und die Fähigkeit, unfaire Argumentation zu erkennen.

→ Argumentationstraining 1:1

 

 

 

Fünf Fragen vor der nächsten Diskussion

 

Bevor du dich in eine Auseinandersetzung stürzt, frage dich:

1. Was möchte ich erreichen?

2. Wie wichtig ist die Sache tatsächlich?

3. Wie wichtig ist mir die Beziehung?

4. Ist mein Gegenüber an einem echten Austausch interessiert?

5. Was wäre hier ein gutes Ergebnis?

Diese fünf Fragen können mehr bewirken als der nächste brillante Konter.

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Manchmal ist es wichtig, recht zu haben.

Manchmal ist es wichtig, das bessere Argument durchzusetzen.

Manchmal ist es wichtiger, zuzuhören.

Und manchmal besteht die klügste Entscheidung darin, eine Diskussion ziehen zu lassen.

Kommunikative Stärke zeigt sich weniger darin, jede Auseinandersetzung zu gewinnen.

Sie zeigt sich darin, zu erkennen, welche Auseinandersetzung sich überhaupt lohnt.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.

 

Wie siehst du das?

Artikel

Welche Rolle spielt Integrität in der heutigen Zeit?

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Als Coach war ich in diesem Jahr für ein Unternehmen im Einsatz, dass sich auf die Fahne geschreiben hat die gewählten Werte auch tatsächlich zu leben. Im Nachgang gab ich für deren Mitarbeiterzeitung ein Interview zum Thema Wertschätzung.

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Wer Recht hat, muss sich nicht rechthaberisch aufführen. Beziehung vor Ego-Sieg.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2006
Überarbeitung: 6. März 2019
AN: #43349
K:CNB
Ü:

Ausweichtechnik in Diskussionen

Ausweichtechnik in Diskussionen

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...

Ausweichtechnik

Ausweichtechnik

 

Was ist eine rhetorische Ausweichtechnik, wie funktioniert sie und was ist davon zu halten? 

Ausweichtechnik

 

Bei der Ausweichtechnik wird auf unwillkommene Argumente eines Gegenspielers nicht eingegangen, sondern auf ein anderes Problem ausgewichen.

 

 

 

Ausweichtechnik in Diskussionen

 

Die Ausweichtechnik ist eine Strategie, die in Diskussionen oder Verhandlungen eingesetzt wird, um sich dem direkten Konflikt oder der Debatte zu entziehen. Diese Technik kann dazu genutzt werden, um einem Argument auszuweichen, das man nicht entgegnen kann oder will, oder um eine Diskussion zu beenden, ohne dass eine Einigung erzielt wurde.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man eine Ausweichtechnik einsetzen kann. Zum Beispiel kann man das Thema wechseln, um sich dem direkten Konflikt zu entziehen, oder man kann das Argument ignorieren und stattdessen auf ein anderes Thema eingehen. Man kann auch das Thema emotional aufgreifen und emotional argumentieren, um von der Sache abzulenken.

Die Ausweichtechnik kann in bestimmten Situationen dazu genutzt werden, um eine Diskussion zu deeskalieren oder um Zeit zu gewinnen, um sich auf eine argumentative Antwort vorzubereiten. Sie kann jedoch auch dazu führen, dass keine Einigung erzielt wird und dass das Problem nie Ausweichtechnik kann jedoch auch dazu führen, dass keine Einigung erzielt wird und dass das Problem nicht gelöst wird. Wenn sie zu häufig eingesetzt wird, kann sie dazu führen, dass das Vertrauen der Gesprächspartner ineinander sinkt und dass die Kommunikation blockiert wird.

Um eine Ausweichtechnik zu vermeiden, ist es wichtig, sich auf die Sache zu konzentrieren und direkt auf das Thema einzugehen. Es kann hilfreich sein, das Argument der Gesprächspartner zu bestätigen und dann darauf einzugehen, anstatt es zu ignorieren oder abzulenken. Auch die Einbeziehung von gemeinsamen Zielen und Interessen kann dazu beitragen, die Diskussion auf eine produktive Ebene zu bringen.

P.S.

 

Was halten Sie von solchen Techniken?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

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Datenschutz

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #23457
K: CNB
Ü:

Debatten

Wer braucht fiese Tricks, um Debatten zu gewinnen?

Wenn der Zweck die Mittel heilen soll, ist es mit den Argumenten nicht weit her

Überblick

 

 

 

 

Debatten gewinnen, um jeden Preis?

 

In meinen Trainings wird mitunter schon am Anfang gewünscht, dass ich auch ein paar Tricks aus dem Hut zaubere, die dabei helfen sollen, möglichst jede Debatte zu gewinnen – koste es, was es wolle, der Zweck heiligt die Mittel. Und das oft noch bevor die Grundlagen des Debattierens vermittelt und somit noch gar nicht verinnerlicht wurden.

 

Der Zweck heiligt die Mittel.

Niccoló Machiavelli

 

Auch das Buch von Niccoló Machiavelli Il Principe beziehungsweise Der Fürst verkauft sich heutzutage gut. Das weist auch darauf hin, dass es vielen Menschen sehr wichtig ist, unbedingt zu gewinnen. So verständlich das ist; eine gute Debatte ist weit mehr als ein brachiales Kräftemessen. Eine gute Debatte hilft dabei, die Meinungsvielfalt zu pflegen, sie gehört zu jeder gesunden demokratischen Kultur. Das gilt auch für jedes Unternehmen, das sich entwickeln will, anstatt zu erstarren.

 

Wenn der Zweck die Mittel heilen soll, ist es mit den Argumenten nicht weit her.

 

 

 

Wer Debatten gewinnen will, kennt alle Perspektiven

 

Ein stabiler Standpunkt erfordert nicht nur das Einnehmen der vertretenen Position. Es bedingt auch andere mögliche Positionen zu kennen. Und das kommt nicht nur der Argumentation, sondern auch dem eigenen Horizont zugute. Wer blind für die Sichtweise anderer ist, wird niemanden überzeugen. Gerade, wer für eine Position einstehen will, erkundet und berücksichtigt Alternativen.

 

 

 

Was, wenn der Gegenspieler miese Tricks nutzt?

 

Viele verwechseln gar die Mittel und den Zweck, erfreuen sich an jenen, ohne diese im Auge zu behalten. (Johann Wolfgang von Goethe)
Also, was tun?

Wenn Gegenspieler mit allzu fiesen Tricks eine Debatte um jeden Preis gewinnen wollen, nimmt die Versuchung zu, es Ihnen gleichzutun. Doch dann begeben Sie sich auf deren niedriges Niveau und beschädigen gegebenenfalls auch Ihr eigenes Ansehen. Nach dem Schlammringen sieht üblicherweise kein Beteiligter mehr gut aus. Besser: Sie kennen die Tricks und wissen mit ihnen umzugehen. Und genau für den Zweck habe ich für Sie einen Artikel geschrieben, in dem Sie die häufigsten Tricks finden. Der Titel lautet 15 Wege, um jede Debatte zu gewinnen.

P.S.

 

Heiligt der Zweck die Mittel? Wie stehen Sie zu Personen, die in Debatten auch vor Tiefschlägen nicht zurückschrecken, weil es an akzeptablen Argumenten fehlt? Daumen nach oben oder unten?

Artikel

7 Techniken, damit gute Argumente keine Frage des Zufalls sind

Viele Menschen überlassen die Qualität ihrer Argumente weitgehend dem Zufall. Zu oft wird erst während einer Diskussion erkannt, welche Lücken übersehen wurden. Bereite dich lieber gleich entsprechend vor.

Dissenskultur

Dissenskultur

In der Dissens-Kultur einer Gesellschaft, eines Unternehmens oder einer anderen Gruppe, werden auch Abweichler respektiert und geschützt.

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Debatten

Debatten

In meinen Trainings wird mitunter schon am Anfang gewünscht, dass ich auch ein paar Tricks aus dem Hut zaubere, die dabei helfen sollen möglichst jede Debatte zu gewinnen – koste was wolle, der Zweck heiligt die Mittel. Und das oft noch bevor die Grundlagen des Debattierens vermittelt und somit schon gar nicht verinnerlicht wurden.

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 3. August 2006
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNB
Ü:

Zwillingsreim: Es ist die Leidenschaft, die Leiden schafft.

Zwillingsreim

Es ist die Leidenschaft, die Leiden schafft.

Zwillingsreim

Zwillingsreime

 

Was sind Zwillingsreime und wozu sind sie zu gebrauchen?

Überblick

 

 

 

 

Zwillingsreim

 

Als Zwillingsreim (auch Echoreim) wird eine Reimart bezeichnet. Im Zwillingsreim werden Wortfolgen aufeinander gereimt, die genau das gleiche Buchstabenmaterial haben, das außerdem identisch angeordnet ist. Allerdings werden die Buchstaben im Reim nicht an denselben Stellen getrennt, so dass andere Wörter entstehen. Beispielsweise, wen die Wortfolge „Alter Eimer“ anders getrennt, wird, ergibt sich daraus „Alte Reimer“. Die beiden Wortfolgen reimen sich aufeinander und führen zu einem Zwillingsreim, da sie die gleichen Buchstaben in einer identischen Abfolge nutzen.

Zwillingsreime werden häufiger in humorvollen Reimen und in der Musikrichtung Rap verwendet, wobei sich meist in aufeinanderfolgenden Versen durch die unterschiedliche Silbentrennung neue Sinnzusammenhänge ergeben.

 

 

 

Beispiele

 

Es ist die Leidenschaft, die Leiden schafft.

Wer freut sich sehr, wenn reiche Leute sterben?
Erben!

Was hat der Jäger in der Tasche?
Asche!

Danke, Anke!

P.S.

 

Kennen Sie weitere Zwillingsreime?

Artikel

Gestern-Heute-Morgen-Redeformel: Einfach und gut für Stegreifreden, Reden und Präsentationen

Eine der leichtesten Möglichkeiten, einer Rede Struktur zu geben, ist die Redeformel Gestern – Heute – Morgen. Der einfache Aufbau eignet sich außerdem sehr gut für spontane Redegelegenheiten.

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4338
K:
Ü:

Schlagfertigkeitstechnik Spielverderber

Schlagfertigkeitstechnik Spielverderber

Lassen Sie sich keine unfairen Spielregeln unterjubeln

 

Schlagfertigkeitstechnik Spielverderber

Überblick

 

 

 

 

Lassen Sie sich keine unfairen Spielregeln unterjubeln

 

Wenn Angreifer mehr oder weniger gut vorbereitet auf eine Strategie setzen, ist es von Vorteil deren beabsichtigte Spielzüge zu vereiteln. Verderben Sie Ihren Widersachern das unfaire Spiel. Reagieren Sie anders als Ihr Angreifer es von Ihnen erwartet. Entziehen Sie ihm die Kontrolle. Der einzige Spielmacher, der für Sie dann zählt, sind Sie selbst.

 

 

 

Ja-Sagen

 

Wenn das Thema es erlaubt: Bejahen Sie Behauptungen oder erklären Sie diese für selbstverständlich. „Sie tun ja fast so, als wenn das etwas Schlimmes wäre!“

Diese Methode wird den einen oder anderen verbalen Angreifer komplett aus der Bahn werfen, weil er fest damit rechnet, dass Sie in den Rechtsfertigungsmodus wechseln, sich in eine Verteidigungshaltung treiben lassen. Erweisen Sie sich als ein Spielverderber, weil Sie Ihre eigenen Regeln haben.

  • „Das haben Sie gut erkannt. Dafür bekommen Sie beim nächsten Mal eine Belohnung.“
  • „Sie tun ja so, als ob das etwas Schlimmes wäre!“
  • „Sie bringen es auf den Punkt. Sonst noch etwas?“
  • „So ist es! Gut kombiniert. Sie können stolz auf sich sein.“
  • „Ich scheine damit weniger Probleme zu haben, als Sie.“
  • „Selbstverständlich, was denn sonst?! Hätten Sie es wirklich anders gemacht?“

 

 

 

Schön für Sie

 

Anstatt auf dreiste Anfeindungen mit Gegenfeuer zu reagieren, machen Sie lieber einen auf Deutsche Eiche; ja und? Wenn kratzt es? Da reagieren Sie mindestens genauso souverän wie die Eiche auf den Eber, der sich an ihr reibt. Wobei diese Technik am besten funktioniert, wenn Sie dabei weder witzig noch aggressiv wirken. So lassen Sie Provokationen und Sprüche abperlen.

 

Varianten:

  • „Da kann man nichts machen!“
  • „Das ist dann wohl Ihre Meinung!“

 

 

 

Sie sind da wohl Experte?

 

Im sachlichen Tonfall und auffordernder Haltung drehen Sie die Rollen um; „Sind Sie da Experte?“.

 

 

 

Ja, und?

 

„Für mich ist das in Ordnung!“. Solcherlei Spielverderber-Techniken eignen sich dazu, Diskussionen und Angriffe zu beenden.

Diskussion beendet und Ruhe ist! Aber Achtung: Vermeiden Sie sich in eine ungünstige Position zu bringen, indem Sie die Diskussion kurz darauf erneut beginnen lassen. Bleiben Sie konsequent. Sie haben Ihre Position genannt und Schluss ist. Einladungen, die Sie zu einer Rechtfertigung drängen wollen, schlagen Sie lieber souverän lächelnd aus.

 

Der nächste Schritt

 

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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Wie reagieren Sie auf unangemessene Angriffe?

Artikel zu Schlagfertigkeit

Spontaneität: Flexibel reagieren und souverän im Moment handeln

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Debatten

Debatten

In meinen Trainings wird mitunter schon am Anfang gewünscht, dass ich auch ein paar Tricks aus dem Hut zaubere, die dabei helfen sollen möglichst jede Debatte zu gewinnen – koste was wolle, der Zweck heiligt die Mittel. Und das oft noch bevor die Grundlagen des Debattierens vermittelt und somit schon gar nicht verinnerlicht wurden.

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Schlagfertigkeitstechnik Spielverderber

Schlagfertigkeitstechnik Spielverderber

Wenn Angreifer mehr oder weniger gut vorbereitet auf eine Strategie setzen, ist es von Vorteil die beabsichtigten Spielzüge zu vereiteln. Verderben Sie Ihren Widersachern das unfaire Spiel. Reagieren Sie anders als Ihr Angreifer es von Ihnen erwartet, entziehen Sie ihm die Kontrolle. Der einzige Spielmacher, der zählt, sind Sie.

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Das Zitat von Konfuzius beschreibt eine der grundlegenden Voraussetzungen für die persönliche Entwicklung und das Lernen. Damit sich bei Coaching und Training das Potenzial entfaltet, findet es auf mehreren Ebenen statt.

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

28 Tipps bei Mobbing am Arbeitsplatz

28 Tipps bei Mobbing am Arbeitsplatz

Umgang mit unterschiedlichen Angreifern und grundsätzliche Tipps (keinerlei Rechtsberatung!)

Mobbing: abgestellt statt angestellt?

Mobbing

 

Mobbing am Arbeitsplatz wird viel zu oft zu lange ertragen. Lassen Sie sich das nicht gefallen. Hier einige Anregungen.

Mobbing am Arbeitsplatz

 

Auszug aus einem Interview im Magazin Maxim auf Fragen zu Mobbing am Arbeitsplatz.

Hier ein paar Aussagen daraus:

„An der Theke gibt es zwar immer einen, der einem recht gibt, doch kaum die Chance, etwas konstruktiv zu verändern“, sagt Coach Noack und warnt davor, Entscheidungen auf die lange Bank zu schieben. … Ein Mobber muss frühzeitig erkennen, dass er seine Aktivitäten nicht ohne Folgen fortsetzen kann.“

„Auch wenn es verlockt, Standardrezepte zu präsentieren; jeder Fall ist einzigartig und für den Betroffenen sehr ernst. Insofern können solche Beiträge Anregungen liefern und dafür sensibilisieren, aktiv zu werden anstatt vor sich hin zu leiden bzw. ebenfalls in den Kleinkrieg zu ziehen. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich an entsprechende juristische Experten.“

 

 

 

3 Typen von Angreifern

 

In einem eigenen Beitrag finden Sie eine grobe Unterteilung in 3 Typen von Mobbern:

 

1. Der Aggressive

2. Der Hinterhältige

3. Der Blockierer

 

Mehr dazu im Beitrag Typen von Mobbern am Arbeitsplatz

23 grundsätzliche Tipps bei Mobbing

 

Bei der Arbeit von Einzelpersonen oder Gruppen — Kollegen und Vorgesetzten — über längere Zeit schikaniert, benachteiligt, beleidigt oder ausgegrenzt werden: Mobbing!

Hier sind 23 grundsätzliche Tipps zum Umgang bei Mobbing am Arbeitsplatz. So gelingt es konstruktiv zu reagieren. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an entsprechende juristische Experten.

 

 

 

1. Mobber erkennen

 

Nicht immer sind Mobber sofort als solche zu erkennen, doch das ist erforderlich. In einem eigenen Beitrag stelle ich die häufigsten 3 Typen von Mobbern vor.

 

 

 

2. Wehret den Anfängen

 

Packen Sie den Stier bei den Hörnern, denn Sticheleien gehören nicht zur Tagesordnung, sondern sind unprofessionell. Reagieren Sie auch bei kleinen Unverschämtheiten unverzüglich und stellen Sie gegebenenfalls Missverständnisse klar, die dazu geführt haben.

Lassen Sie sich nicht in die Ecke drängen. Es nützt nichts, Anspielungen zu überhören, Anfeindungen zu übersehen, sich wegzuducken. Stellen Sie Angreifer unter vier Augen zur Rede. Wenn jemand zum Beispiel ein Gerücht verbreitet hat, benennen Sie es und erfragen Sie die Absicht. Durch offensives Vorgehen zeigen Sie, dass Sie kein leichtes Opfer sind, Spiele hinter Ihrem Rücken durchschauen und sich zu wehren wissen. Je früher Sie sich wehren und damit zeigen, dass man sich mit Ihnen nicht alles erlauben kann, desto größer die Chance, den Konflikt im Keim zu ersticken.

 

 

 

3. Nicht schweigen

 

Viele Opfer schweigen aus Scham und werden durch ihr Nichtstun zunehmend angegriffen. Statt nur zu reagieren, können sie die Initiative ergreifen. Sorgen Sie dafür, dass es nicht im Verborgenen geschieht. Stellen Sie Öffentlichkeit her.

 

 

 

4. Bleiben Sie sich treu

 

Behalten Sie einen kühlen Kopf. Lassen Sie sich nicht von anderen die Spielregeln aufzwängen. Nur, weil Sie jemand mobbt und sich mies benimmt, müssen Sie das noch lange nicht. Nicht zurück mobben! Lassen Sie sich nicht auf das unterste Niveau hinabziehen. Schließlich wollen Sie sich doch auch weiterhin im Spiegel ansehen können, oder? Außerdem löst die Zunahme von Grabenkämpfen den Konflikt nicht, sondern erschwert die Konfliktbewältigung.

 

 

 

5. Dokumentieren

 

Machen Sie sich Notizen als Erinnerungsstütze. Halten Sie alle Vorfälle fest, gegebenenfalls mit Bild, Datum, Uhrzeit, Ort, Zeugen und Anwesenden. Notieren Sie in einer Spalte, was genau geschehen ist, in der nächsten, wie Sie es interpretiert haben. Eine solche Dokumentation kann später noch sehr nützlich sein. Es ist auch eine gute Grundlage, um über Ihre Erlebnisse zu sprechen, ob mit einem Anwalt, im privaten Rahmen, mit einem Coach oder Therapeuten.

 

 

 

6. Aussprache anstreben

 

Suchen Sie die Aussprache, klären Sie mögliche Missverständnisse. Greifen Sie den anderen im Gespräch nicht persönlich an, sondern denken Sie an die Grundlagen konstruktiver Gespräche.

Wenn das Gespräch nichts bringt, dann solltest du sich an eine höhere Stelle wenden.

 

 

 

7. Seien Sie versöhnlich

 

Stress nimmt zu durch das Gefühl, einer Situation ausgeliefert zu sein. Nutzen Sie Ihren Gestaltungsspielraum. Bewerben Sie sich intern und extern. Entwickeln Sie Pläne für eine Selbstständigkeit. Gehen Sie dabei mit Bedacht vor; Flucht ist die letzte Wahl. Vom Regen in die Traufe: Gerade den Schritt in die Selbstständigkeit haben schon viele bereut.

Bei einer Blutfehde gewinnt keiner: Weisen Sie den Angreifer in seine Schranken und lassen Sie es damit gut sein. Behandeln Sie ihn danach wie jeden anderen Kollegen. Ihre Versöhnlichkeit entzieht seiner Aggression eher die Nahrung, während Ihr feindliches Verhalten zu neuen Attacken anstachelt.

 

 

 

8. Beschweren Sie sich

 

Ihre Lösungsansätze haben bisher keine Früchte getragen? Sollte der Mobber nicht aufhören, melden Sie das bei dem Vorgesetzten. Falls dieser der Mobber ist, wenden Sie sich direkt an den Arbeitgeber oder Betriebsrat. Zeugen und Aufzeichnungen helfen Ihnen hier. Betonen Sie die Folgen für die Arbeit und für das Unternehmen.

 

 

 

9. Verbündete

 

Lassen Sie sich nicht zum Außenseiter machen. Wenn Sie Kollegen finden, die Ihnen beistehen, merkt der Mobber schnell, dass Sie nicht alleine sind. Haben Sie Kollegen, denen Sie vertrauen? Achten Sie darauf, nicht in Selbstmitleid abzugleiten, sondern formulieren Sie konkrete Unterstützungswünsche.

 

 

 

10. Gute Gespräche

 

Ein gutes Gespräch tut gut. Sprechen Sie mit vertrauten Personen über Ihre Situation. Das können Freunde sein, Bekannte oder noch förderlicher auch ein professioneller Gesprächspartner wie ein Coach.

 

 

 

11. Professionelle Hilfe

 

Google hilft: Es gibt heute viele Anlaufstellen, die sich auf Mobbing spezialisiert haben. In einschlägigen Foren finden Sie Hilfe und Unterstützung, können sich mit anderen Betroffenen austauschen.

Je nach Ziel sind andere Experten hilfreich; Gespräche vorbereiten, Entscheidungen treffen, den Kopf freibekommen,… Sie können auch auf einen Rechtsanwalt zurückgreifen. Vor allem dann, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben und wenn Sie nicht aufgeben und Ihr Recht durchsetzen wollen.

 

 

 

12. Auf Ausgleich achten

 

Wenn der Konflikt am Arbeitsplatz immer mehr um sich greift, brauchen Sie einen Ausgleich. Tanken Sie Kraft in Ihrer Freizeit. Genießen Sie soziale Kontakte mit gleichgesinnten Menschen. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Hobbys. Sport hilft Ihnen, Stress abzubauen und Ihr körperliches und seelisches Gleichgewicht zu verteidigen.

 

 

 

13. Jobwechsel als Ausweg

 

Schauen Sie sich rechtzeitig nach Möglichkeiten für einen Arbeitsplatzwechsel um. Es kostet viel Kraft und Energie, gegen Mobbing anzukämpfen. Manchmal ist der Ausweg ein Jobwechsel. Dann hat der Mobber zwar sein Ziel erreicht, doch es geht um Ihre Gesundheit, um Ihre Lebensqualität.

 

 

 

14. Professionelle Schlagfertigkeit

 

Üben Sie sich in Schlagfertigkeit. Das gibt Ihnen zusätzliche Sicherheit; Sie wissen, Sie könnten, wenn Sie wollten. Doch wenden Sie es zurückhaltend und gezielt an. Schließlich müssen Sie nichts beweisen. Professionelle Schlagfertigkeit zeigt sich vor allem darin, dass sie möglichst Türen öffnet, anstatt sie zuzuschlagen. Und daran, dass sie selten anzuwenden ist, weil Sie sich nicht als lohnendes Opfer anbieten.

 

 

 

15. Körpersprache und Ausstrahlung

 

Es darf keine Entschuldigung für Mobber sein, doch fühlen sich Fieslinge von Menschen mit bestimmten Verhalten und daraus resultierender Ausstrahlung eingeladen. Ein Opfer, das signalisiert wenig Gegenwehr an den Tag zu legen, zieht Angreifer an. Der zu zahlende Preis scheint gering zu sein, das geringe Risiko lockt. Gerade die Körpersprache hat hier eine große Bedeutung. Eine selbstsichere Körperhaltung signalisiert etwas anderes, hier wird es nicht so leicht! Schon das hält viele Angreifer ab.

Zahlreiche Artikel zu diesem Thema finden Sie hier auf dieser Homepage.

 

 

 

16. Emotionale Erpressung

 

Eine weit verbreitete Form der Manipulation ist die emotionale Erpressung. Selbst, wenn sie sich im noch legalen Rahmen bewegt, ist sie sehr belastend. Im Artikel 12 Tipps für den Umgang mit emotionaler Erpressung finden Sie einige Anregungen.

 

 

 

17. Selbstanalyse

 

Schauen Sie sich die Situation genauer an:

  • Was sind die Ursachen und Zusammenhänge?
  • Was sind die Motive der Mobber?
  • Geht es wirklich um Sie?
  • Welchen Anteil haben Sie dran?

 

 

 

 

18. Die Kirche im Dorf lassen

 

Nicht jeder Frechheit ist gleich Mobbing. Wer vorschnell von Mobbing redet, wird unglaubwürdig, wenn es dann tatsächlich geschieht. Auch, wer andere des Mobbings bezichtigt, ohne es belegen zu können, der kann sich und andere in ungünstige Situationen bringen.

 

 

 

19. Unternehmensinteressen

 

Sorgen Sie dafür, dass die Nachteile für das Unternehmen deutlich werden. Das motiviert zu schnellem Handeln durch Vorgesetzte.

 

 

 

20. Unterstützen Sie Kollegen

 

Legen Sie Zivilcourage an den Tag und schützen Sie Kollegen, die von Mobbing bedroht sind. So legen Sie die Latte für Mobber höher. So zeigen Sie auch frühzeitig, dass Sie so etwas nicht mit sich machen lassen.

 

 

 

21. Burnout

 

Betroffene reagieren oft mit einer Übererfüllung von Aufgaben. Das führt dann mitunter ins Burnout und die Mobber haben so gewonnen.

 

 

 

22. Körperliche Reaktionen

 

Nehmen Sie körperliche Reaktionen ernst. Dauerhaftes Mobbing kann körperlich und geistig krank machen. Wenden Sie sich an einen Mediziner Ihres Vertrauens. Wenn Sie krank zur Arbeit erscheinen, werden Sie mehr Fehler machen und weniger Leistung an den Tag legen. Das werden Mobber gegen Sie verwenden.

 

 

 

23. Alternativen statt Flucht

 

Stress nimmt zu durch das Gefühl, einer Situation ausgeliefert zu sein. Nutzen Sie Ihren Gestaltungsspielraum. Bewerben Sie sich intern und extern. Entwickeln Sie Pläne für eine Selbstständigkeit. Gehen Sie dabei mit Bedacht vor; Flucht ist die letzte Wahl. Vom Regen in die Traufe: Gerade den Schritt in die Selbstständigkeit haben schon viele bereut.

 

 

 

Ja, und?

 

Auch wenn es verlockt, Standardrezepte zu präsentieren; jeder Fall ist einzigartig und für Betroffene sehr ernst. Insofern können solche Beiträge Anregungen liefern und dafür sensibilisieren, aktiv zu werden, anstatt vor sich hin zu leiden beziehungsweise ebenfalls in den Kleinkrieg zu ziehen. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich an entsprechende juristische Experten. Ansonsten gerne an mich.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
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Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

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BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

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EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

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Antworten auf häufige Fragen

Was bedeutet der Begriff Mobbing?

Der Begriff „Mobbing“ aus der Soziologie bezeichnet das Schikanieren einer Person durch eine Gruppe in einem beliebigen Kontext, beispielsweise in der Familie, in einer Gruppe Gleichaltriger, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, in der Gemeinschaft oder im Internet.

Was ist Mobbing am Arbeitsplatz?

Bei Mobbing am Arbeitsplatz handelt es sich um Gruppen von Personen, die einen Mitarbeiter isolieren, demütigen und angreifen. Die Auswirkungen auf die Mobbingopfer und das Unternehmen selbst können gravierend sein. Verantwortliche sollten auf die Anzeichen von Mobbing achten und Maßnahmen ergreifen, um ein gesundes Arbeitsumfeld zu fördern.

Was sind die Auswirkungen von Mobbing am Arbeitsplatz?

Die Auswirkungen von Mobbing am Arbeitsplatz können für die Opfer verheerend sein und im Laufe der Zeit die Moral der Mitarbeiter sowie den Ruf und die Rentabilität eines Unternehmens schädigen.

P.S.

 

Welche Erfahrungen hast du mit Mobbing gemacht?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Mut

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Narzissten Feedback geben

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Menschen machen Fehler und können daraus lernen. Bei narzisstischen Persönlichkeiten ist das allerdings eher unwahrscheinlich. Selbst auf harmloses und vorsichtiges Feedback antworten Narzissten wie auf knallharte unangemessene Kritik. Sie reagieren gekränkt und beleidigt, weil das an ihrem Selbstbild kratzen könnte, es köchelt dann innerlich. Die Wut kann allerdings auch leicht zu deutlichen Aggressionen führen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2016
Überarbeitung: 26. August 2021
AN: #4393376
K: CNB
Ü: