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Anstatt Meinungen blind zu übernehmen, lohnt es sich in eigene Meinungen zu investieren. Nur, woher kommen die Informationen dafür?
Hoch lebe die Meinungsfreiheit, vor allem, wenn sie respektvoll praktiziert wird. Unterschiedlichste Meinungen können sehr bereichernd sein. Vielfalt kann der Meinungsbildung dienen. Wer hat schon die Weisheit für sich gepachtet? Bei der Analyse von sogenannten Informationen lohnt es sich allerdings auch, die Quelle etwas kritischer zu betrachten. Es kostet oft nur einen Moment und kann sehr erhellend sein. Viel zu häufig lese ich von Information, die aus bekannten Propagandaquellen stammen. Und auch deswegen lohnt es, sich ein paar Gedanken über die jeweiligen Interessen zu erlauben.
Denken wir lieber selbst!
Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2020
Überarbeitung: 23. Juli 2020
AN: #665
K: CNC
Ü:
Sanftmut ist kein Wort, das in den Debatten zu Werten oder Hitlisten attraktiver Persönlichkeitseigenschaften einen der vordersten Plätze belegt. Schade!
Wir müssen das Leben durch Sanftmut bezwingen.
Jules Renard
Sanftmut ist kein Wort, das in den Debatten zu Werten oder Hitlisten attraktiver Persönlichkeitseigenschaften einen der vordersten Plätze belegen würde. Viel zu viele Menschen missverstehen die Sanftmut. Sie meinen, dass Sanftmut das Resultat von Schwäche, Ängstlichkeit oder Passivität ist. Doch sie ist tatsächlich eine Stärke. Es wird heutzutage nicht mehr mit Stärke in Verbindung gebracht. Das war nicht immer so, der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel, sah das noch anders: „Nicht derjenige ist tapfer, der sich Ausbrüchen des Zornes überlässt, sondern derjenige, der Milde und Sanftmut besitzt.“ Satt dessen wird Sanftmut oft als Schwäche und fehlende Energie wahrgenommen. Doch nur ein starker Mensch ist in der Lage, sanftmütig zu sein. Nur, wer sich seiner Stärke bewusst ist, fühlt sich sicher genug, um souverän zu handeln. Unsichere Menschen meinen, ihren Status ständig verteidigen zu müssen. Einen Blick auf das Verhalten von Zeitgenossen wie Donald Trump oder der cholerische Chef, macht das deutlich. Solche Menschen machen eigenartige Dinge, legen eine unnatürliche Körpersprache an den Tag, um sich künstlich Respekt zu verschaffen.
Wahre Stärke kommt von innen. Sanftmütige Menschen sind souveräner, auch rhetorisch. Das Ego braucht dann keine künstliche Bestätigung. Wer mit sich im Reinen ist, strahlt natürliche Souveränität aus. Solche Menschen müssen nicht auf jeden verbalen Anschlag mit einem Gegenschlag reagieren. Sie sind wie Eichen, wenn sich der Eber an ihnen reibt. Sie vermögen es, Grenzen zu setzen, ohne sich jenen anzubiedern, die nach Machtdemonstrationen schreien. Es gelingt ihnen, sich treu zu bleiben. Ihre Nähe ist angenehm und es geht oft eine besondere Ausstrahlung von ihnen aus.
Wie wohltuend ist doch Stärke, wenn sie sich mit Sanftmut paart. Sanftmut ist erstrebenswert, sie ist eine sehr angenehme, menschliche Wesensart. Sanftmut ist eine Charaktereigenschaft, die Menschen zugeschrieben wird, deren Art und Weise geprägt ist durch ein angenehmes und geduldiges Verhalten. Solches Verhalten ist nicht sporadischer, sondern kontinuierlicher Natur. Diese Charaktereigenschaft ist für die meisten Menschen schwer zu entwickeln. Menschen neigen wohl evolutionär eher zu gegenläufigen Eigenschaften. Nur kein Stillstand bei immer größer werdendem Leistungsdruck. Ungeduldiges Handeln und damit zusammenhängende schnelle Gereiztheit und Aggressivität werden entwickelt, um sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Wem es gelingt Sanftmut, Achtsamkeit, Respekt und Wertschätzung zu entwickeln, der entfaltet sich. All die dadurch verfügbar werdende Energie kann sinnvoller genutzt werden. Aus meiner Erfahrung können nur starke Menschen Sanftmut an den Tag legen.
Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, Güte, Einfühlungsvermögen, Empfindung, Freundlichkeit, Entgegenkommen, Gnade, Gutmütigkeit, Herzensgüte, Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft, Milde, Nächstenliebe, Selbstlosigkeit, Warmherzigkeit, Zuvorkommenheit
Der Begriff Sanftmut besteht aus den Worten „sanft“ und „Mut“ vom mittelhochdeutschen „sanft“ = „angenehm, mild“ und dem mittelhochdeutschen „muot“ = „Gemüt, Temperament“.
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Sie bilden eine öffentlich zugängliche Mediathek für Menschen, die sich selbst, ihre Beziehungen und das Leben bewusster gestalten möchten.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 8. Juli 2020
AN: #86745
K:
Ü:X
Viele Menschen halten Unzufriedenheit für den wichtigsten Motivator. Meine Beobachtung: Wir sind glücklicher, wenn wir lernen, uns so zu akzeptieren, wie wir wirklich sind. Und wir fördern so persönliche Entwicklung.
An der University of Hertfordshire führten Psychologen 2014 eine Umfrage durch. 5.000 Menschen wurden gebeten, sich selbst zu den 10 Gewohnheiten zu bewerten, die in einer Studie als Schlüssel zum Glück identifiziert wurden.
Als die 10 Schlüssel zum glücklicheren Leben werden in der Studie (externer Link) benannt:
Giving: Etwas für andere Menschen tun
Relating: Sich mit anderen verbinden
Exercising: Den Körper bewegen und gut für ihn sorgen
Awareness: Bewusst leben
Trying out: Neues probieren und lernen
Direction: Ansprechende Ziele setzen
Resilience: Mit innerer Stärke auf die Beine kommen
Emotions: Herausfinden, was guttut
Acceptance: Sich selbst annehmen
Meaning: Teil von etwas Größerem sein
Zusammen ergeben die zehn Schlüssel des Glücks also das Akronym GREAT DREAM.
Interessant: Die Eigenbewertung durch die Teilnehmer fiel weitgehend positiv aus. Die einzige Gewohnheit, an der viele Menschen scheiterten, war die Selbstakzeptanz. Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer bewertete sich auf einer 10-Punkte-Skala mit 5 oder weniger.
In unserer Kultur wirkt enormer Druck auf uns, erfolgreich zu sein und uns ständig mit anderen zu vergleichen. Das verursacht Unzufriedenheit und Angst. Es ist sogar beabsichtigt, weil es uns zu besseren Leistungen anspornen soll.
Viele Menschen halten Unzufriedenheit für den wichtigsten Motivator. Meine Beobachtung: Wir sind glücklicher, wenn wir lernen, uns so zu akzeptieren, wie wir wirklich sind. Die Befürchtung durch Selbstakzeptanz die Motivation zu verlieren ist nicht nur unbegründet, sondern es stimmt sogar das Gegenteil. Das macht es dann auch leichter, uns auf natürlich Weise entfalten. Die Verunsicherung und der Krampf der sich aus Vergleichen und fehlender Selbstakzeptanz ergibt, steht der persönlichen Entfaltung im Weg. Es wird durch Druck genau das Gegenteil erreicht. Positiv formuliert: Selbstakzeptanz zu praktizieren entfernt Sand aus dem Getriebe und persönliche Entwicklung gelingt leichter. Der Selbstakzeptanz Aufmerksamkeit zu widmen, lohnt sich.
Es gilt, mit sich selbst so wohlwollend umzugehen, wie wir das mit anderen Menschen tun. Dazu gehört es auch eigene Fehler, als Gelegenheit zum Lernen zu betrachten. Wer zu übersteigerter Kritik sich selbst gegenüber neigt, sollte üben auch die eigenen Stärken zu erkennen und zu würdigen.
Um mit sich selbst im Frieden zu sein, hilft sich Zeit dafür zu nehmen, sich noch besser kennen und mögen zu lernen.
Wer sich ständig mit anderen Menschen vergleicht, übersieht leicht die eigenen Möglichkeiten und Besonderheiten. Jeder von und ist einzigartig. Doch, was uns selbstverständlich erscheint übersehen wir leicht, unterschätzen den Wert und die Chancen.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Dezember 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #459
K: CNC
Ü:
Die meisten Menschen halten es für normal, visualisieren zu können. Doch einem kleinen Teil der Menschheit ist diese Fähigkeit nicht gegeben. Dann wird von Aphantasie gesprochen. Darum geht es in diesem Beitrag.
Von wegen! Für einige Menschen ist das nicht möglich: Vor dem geistigen Auge Schäfchen zählen, sich die Handlung eines Romans oder das Gesicht eines Freundes vorstellen. Das Fehlen visueller Vorstellungskraft wird als Aphantasie bezeichnet.
Aphantasie ist bei einem kleinen Teil der Bevölkerung angeboren. Sie wurde bereits 1880 von Sir Francis Falton beschrieben. Der Neurologe Adam Zeman von der University Exeter Media School hat diese These wissenschaftlich bestätigt und in einer Studie veröffentlicht.
Für Betroffene hat das einen wesentlichen Einfluss auf ihr Leben, da sie beispielsweise nicht in der Lage sind, Situationen aus ihrer Erinnerung zu visualisieren. So bleiben ihnen dann Jobs im Bereich Architektur oder Design verwehrt, so wie alle Aufgaben, die erfordern, sich das Ergebnis vorweg vorzustellen – also sozusagen mit offenen Augen zu halluzinieren. Viele kreative Bereiche erfordern visuelle Vorstellungskraft.
Es lässt sich auch ohne innere Bilder leben, doch wie weitreichend das Ausbleiben ist, zeigt die Tatsache, dass viele Betroffene durch ihr Defizit zwischenmenschliche Probleme bekommen. Aphantasiker (um den Betroffenen eine Bezeichnung zu geben, was nur bedingt empfehlenswert ist) selbst merken erst im Kontakt mit anderen Menschen, dass sie auf dem inneren Auge blind sind. Es gibt gewisse Ähnlichkeiten mit Menschen, die an Rot-Grün-Blindheit oder Rot-Grün-Schwäche leiden. Selbst wird die fehlende Fähigkeit erst im Vergleich mit anderen Menschen auffallen.
In Träumen und in hypnotischer Trance geht es mit der bildlichen Vorstellungskraft leichter. Interessanterweise haben es Menschen in Träumen und mit etwas Übung dank hypnotischer Trance leicht, das zu tun, auch wenn sie meinen, es im Alltag nicht zu können. In Übungen, die Trance nutzen, bekomme ich von Klienten regelmäßig die Rückmeldung, dass sie Bilder auf der inneren Leinwand erlebten.
Die Ursachen für die Aphantasie sind noch nicht klar. Wahrscheinlich arbeiten die dafür im Gehirn für visuelle Vorstellungskraft zuständigen Bereiche nicht zusammen.
Trotz bildgebender Verfahren, wie MRT, CRT und Co., sehen wir bestenfalls, wo im Kopf etwas aktiv ist. Es ist allerdings noch unmöglich zu sehen, welche Bilder ein anderer Mensch in seinem Kopf erschafft. Um trotzdem die Stärke des inneren Auges – der visuellen Vorstellungskraft – zu bewerten, gibt es einen Test, den sogenannten Vividness of Visual Imagery Questionnaire der University of Exeter Medical School.
Beim Planen, Lösen von Problemen, Lernen und bei Prüfungen, … An so vielen Stellen ist die bildliche Vorstellungskraft sehr nützlich. In Artikeln, wie „Visualisierung: Gedanklich ein Bild des gewünschten Ergebnisses zum Leben erwecken.“ schwärme ich von den Möglichkeiten Bilder und Filme in der Vorstellung zu nutzen.
Für diejenigen, denen es alltäglich erscheint, sich Dinge, Menschen und Situationen bildlich vorzustellen, ist kaum nachvollziehbar, welchen Wert diese Fähigkeit hat.
So hilfreich es ist, sich Dinge, Menschen und Situationen bildlich vorzustellen; wir Menschen haben ja noch weitere Sinne für die inneren Welten.
Ich erlebe in der Praxis, dass die Verteilung sinnlicher Fähigkeiten fairer verteilt ist als es scheint. Schließlich haben wir fünf Sinne zur Verfügung. Und so sind Menschen auch mit unterschiedlichen Zugängen zu diesem Sinn gesegnet. Wir können die Welt visuell, kinästhetisch, auditiv, gustatorisch und olfaktorisch erkunden und im Kopf auferstehen lassen. Die fünf Sinne Sehen, Hören, Spüren, Schmecken und Riechen werden von jedem Menschen unterschiedlich intensiv genutzt. Also lohnt es sich einerseits Potenziale wo hilfreich zu fördern und sich ansonsten auf die Stärken zu konzentrieren. Und das tun wir schon ganz automatisch. Die Berufswahl zeigt das besonders deutlich. Sind wir in einem Bereich erfolgreich, dann sind wohl auch die dafür erforderlichen Sinne im Einsatz.
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Es existieren einige Typen von Mobbern. In diesem Beitrag geht es um drei der häufigsten Typen.
Andauernd wird von Authentizität gesprochen. Ist das auch wieder so ein Modewort? Wie wünschenswert ist welche Form von Authentizität wirklich?
Wann wird Erbsenzählerei zur Manipulation? Erfahre, wie verschobene Maßstäbe, Nebenschauplätze und „Moving the Goalposts“ wirken – und wie du souverän reagierst.
Kollegen können eine Bereicherung sein. Es gibt allerdings auch schwierige Kollegen. Was tun? Hier sind 20 Tipps für den Umgang mit anstrengender Kollegen.
Angst kann schützen oder bremsen. Erfahre, wie du innere Blockaden erkennst, Entscheidungen klarer triffst und in wichtigen Situationen handlungsfähig bleibst.
Was tun, wenn über dich gelästert wird? 9 Tipps zu Gerüchten, Klarstellung, Grenzen und Rufschutz – privat und am Arbeitsplatz.
Was bringt Selbsterkenntnis wirklich? Wie Selbstreflexion, Feedback und der Abgleich von Selbst- und Fremdbild bessere Entscheidungen und mehr Selbstführung ermöglichen.
Ohne Selbstachtung ist kein Selbstvertrauen möglich, denn was wir nicht achten, dem können wir nicht vertrauen. Hier sind 14 Tipps mit Anregungen für die Pflege der Selbstachtung.
Drückeberger bringen nicht nur sich um Chancen. Verantwortung und Arbeit wird auf andere Menschen verlagert oder bleibt ignoriert. Lassen Sie das nicht zu und handeln Sie. Hier erfahren Sie wie.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2018
Überarbeitung: 27. Mai 2020
AN: #637
K: CNC
Ü:
English version: https://www.karstennoack.com/aphantasia/
Es ist leicht, für die eigenen Werte einzustehen, wenn alle zustimmen.
Leicht, souverän zu wirken, wenn alles nach Plan läuft.
Leicht, großzügig zu sein, wenn genügend vorhanden ist.
Interessant wird es, wenn etwas auf dem Spiel steht.
Wenn Widerspruch kommt.
Wenn eine Entscheidung Konsequenzen hat.
Wenn Anpassung bequemer wäre.
Wenn Angst auftaucht.
Wenn du etwas verlieren könntest.
Dann zeigt sich Charakterstärke.
Sie bedeutet für mich weniger Härte.
Charakterstärke bedeutet, auch unter Druck Zugang zu sich selbst, den eigenen Werten und den eigenen Handlungsmöglichkeiten zu behalten.
Charakterstärke wird häufig mit Willenskraft, Durchsetzungsvermögen oder Unerschütterlichkeit verbunden.
Das greift mir zu kurz.
Ein charakterstarker Mensch kann zweifeln.
Er kann Angst haben.
Er kann seine Meinung verändern.
Er kann einen Fehler eingestehen.
Er kann Hilfe annehmen.
Und er kann sagen:
„Ich habe mich geirrt.“
Stärke zeigt sich weniger darin, immer festzuhalten.
Manchmal zeigt sie sich darin, nach genauer Prüfung die Richtung zu verändern.
Manche Menschen wirken ausgesprochen selbstbewusst.
Sie sprechen laut.
Treten bestimmt auf.
Beanspruchen Raum.
Treffen schnelle Entscheidungen.
Das kann Stärke sein.
Es kann ebenso eine Inszenierung sein.
Persönlichkeit zeigt sich für mich weniger darin, wie eindrucksvoll jemand wirkt.
Interessanter ist:
Was bleibt von deiner Haltung übrig, wenn der Eindruck auf andere weniger kontrollierbar wird?
Mut wird häufig missverstanden.
Mutige Menschen haben weniger zwangsläufig weniger Angst.
Mut beginnt dort, wo du etwas als wichtig erkennst und handelst, obwohl Unsicherheit vorhanden ist.
Vielleicht musst du ein schwieriges Gespräch führen.
Eine Entscheidung vertreten.
Eine Grenze setzen.
Eine Rede halten.
Einen Fehler eingestehen.
Einen vertrauten Weg verlassen.
Dann lautet die entscheidende Frage weniger:
„Wie bekomme ich die Angst weg?“
Sondern:
„Was ist mir wichtig genug, um trotzdem zu handeln?“
Diese Frage stelle ich Menschen gerne, wenn sie wegen einer wichtigen Rede oder eines schwierigen Gesprächs zu mir kommen.
Vordergründig geht es häufig um:
Rhetorik.
Souveränität.
Nervosität.
Körpersprache.
Überzeugungskraft.
Und manchmal liegt darunter eine wesentlich interessantere Frage:
Was möchtest du eigentlich so sehr bewirken, dass du dafür bereit bist, sichtbar zu werden?
Technik kann helfen.
Eine tragfähige innere Haltung verändert häufig wesentlich mehr.
Entscheidungen verraten viel über uns.
Besonders jene, bei denen Werte miteinander konkurrieren.
Loyalität oder Ehrlichkeit?
Sicherheit oder Entwicklung?
Zugehörigkeit oder eigene Haltung?
Kurzfristiger Vorteil oder langfristige Integrität?
Dann gibt es weniger immer eine perfekte Antwort.
Charakterstärke zeigt sich auch darin, solche Spannungen auszuhalten und bewusst zu entscheiden.
Fast jeder ist für Fairness.
Solange Fairness bequem ist.
Fast jeder schätzt Ehrlichkeit.
Solange die Wahrheit angenehm bleibt.
Fast jeder spricht von Loyalität.
Solange eigene Interessen kaum betroffen sind.
Deshalb lautet eine interessante Frage:
Welche deiner Werte gelten auch dann, wenn du dafür einen Preis zahlst?
Dort werden Werte von schönen Begriffen zu Haltung.
„Rückgrat haben“ klingt nach Festigkeit.
Das gefällt mir.
Gleichzeitig braucht ein gesunder Rücken Beweglichkeit.
Auch eine starke Persönlichkeit braucht beides:
Haltung und Flexibilität.
Du darfst wissen, wofür du stehst.
Und gleichzeitig neue Informationen aufnehmen.
Du darfst Überzeugungen haben.
Und sie überprüfen.
Du darfst entschieden handeln.
Und deine Entscheidung verändern, wenn gute Gründe dafür sprechen.
Starrheit ist weniger dasselbe wie Stärke.
Es braucht erstaunlich viel innere Stärke, sich selbst infrage zu stellen.
Woher habe ich diese Überzeugung?
Ist sie wirklich meine?
Welche Erfahrungen haben sie geprägt?
Gilt sie heute noch?
Was spricht dagegen?
Welche Perspektive habe ich bisher kaum berücksichtigt?
Vielleicht war eine Überzeugung einmal hilfreich.
Und heute begrenzt sie dich.
Dann darf aus einer Gewissheit wieder eine Frage werden.
Wir übernehmen erstaunlich viel.
Von Eltern.
Schule.
Kultur.
Kollegen.
Vorgesetzten.
Partnern.
Freunden.
Manche Überzeugungen begleiten uns so lange, dass sie sich wie Tatsachen anfühlen.
„Das macht man so.“
„So bin ich eben.“
„Dafür bin ich zu alt.“
„Ich kann das nicht.“
„Das gehört sich nicht.“
„Jetzt ist es zu spät.“
Interessant wird es, wenn du fragst:
Stimmt das eigentlich noch?
Zweifel hat einen schlechten Ruf.
Dabei kann Zweifel ausgesprochen wertvoll sein.
Weniger der Zweifel an deinem Wert.
Mehr der Zweifel an einer Begrenzung.
Vielleicht stimmt es weniger, dass du keine Wahl hast.
Vielleicht bist du weniger festgelegt, als du glaubst.
Vielleicht gibt es eine dritte Möglichkeit.
Vielleicht darfst du etwas anders machen als bisher.
Manchmal braucht es noch keine neue Gewissheit.
Es reicht zunächst ein guter Grund, an der alten zu zweifeln.
Freiheit und Verantwortung gehören zusammen.
„Ich mache, was ich will“ ist weniger automatisch Ausdruck einer starken Persönlichkeit.
Interessanter ist:
Welche Folgen hat meine Entscheidung?
Für mich?
Für andere?
Für Menschen, die mir am Herzen liegen?
Kann ich diese Folgen vertreten?
Charakterstärke verbindet Selbstbestimmung mit Verantwortungsbereitschaft.
Ein Nein kann Mut erfordern.
Besonders gegenüber Menschen, deren Anerkennung uns wichtig ist.
Ein gesundes Nein bedeutet:
Ich nehme dich wahr.
Und ich nehme mich ebenfalls wahr.
Ich kann deine Wünsche verstehen und trotzdem anders entscheiden.
Ich kann Enttäuschung aushalten, ohne mich selbst dafür aufzugeben.
Das ist weniger Rücksichtslosigkeit.
Das ist Abgrenzungsfähigkeit.
Charakterstärke zeigt sich ebenso im Ja.
Ja zu einer Gelegenheit.
Ja zu Verantwortung.
Ja zu Sichtbarkeit.
Ja zu einer Veränderung.
Ja zu etwas, das größer ist als die bisherige Komfortzone.
Manchmal schützt uns das Nein.
Manchmal schützt uns ein ständiges Nein so gut, dass kaum noch Leben hineinkommt.
Auch deshalb braucht Stärke Beweglichkeit.
Ein Mensch kann stark und verletzlich zugleich sein.
Vielleicht gehört beides sogar zusammen.
Du kannst sagen:
„Das hat mich getroffen.“
„Das weiß ich gerade weniger.“
„Ich brauche Unterstützung.“
„Ich habe Angst davor.“
„Ich habe einen Fehler gemacht.“
Dafür braucht es häufig mehr innere Sicherheit als für eine beeindruckende Fassade.
Ein bemerkenswertes Zeichen von Charakter ist für mich die Fähigkeit, Verantwortung für eigene Fehler zu übernehmen.
Weniger:
„Ja, doch du hast schließlich …“
Sondern:
„Das war meine Entscheidung. Das war ungünstig. Dafür übernehme ich Verantwortung.“
Damit wird Veränderung möglich.
Wer ständig die eigene Fehlerfreiheit verteidigen muss, verliert viel Energie.
Du kannst eine klare Position vertreten und trotzdem neugierig bleiben.
Du kannst sagen:
„Davon bin ich überzeugt.“
Und gleichzeitig:
„Welche Information könnte meine Einschätzung verändern?“
Das ist für mich eine besonders interessante Form von Souveränität.
Klarheit und Offenheit gleichzeitig.
Konflikte zeigen häufig besonders deutlich, wie stabil unsere Haltung wirklich ist.
Kannst du:
zuhören, ohne dich sofort zu unterwerfen?
widersprechen, ohne den anderen abzuwerten?
Grenzen setzen, ohne unnötig zu verletzen?
bei dir bleiben, obwohl jemand enttäuscht ist?
deine Position korrigieren, wenn der andere einen guten Punkt hat?
Das ist anspruchsvoller als bloße Durchsetzungsfähigkeit.
Manche Situationen lassen sich weniger gewinnen.
Vielleicht verhält sich jemand unfair.
Vielleicht bekommst du weniger die Anerkennung, die du verdient hättest.
Vielleicht scheitert ein Vorhaben.
Vielleicht wird eine Entscheidung gegen dich getroffen.
Dann bleibt eine wichtige Frage:
Wie möchtest du dich selbst in dieser Situation erleben?
Du kannst weniger alles kontrollieren.
Deine eigene Haltung bleibt jedoch ein bedeutender Einflussbereich.
Charakterstärke bedeutet auch, auswählen zu können.
Welche Auseinandersetzung ist wichtig?
Wo lohnt sich Einsatz?
Wo ist Rückzug klüger?
Wo schützt Distanz?
Wo dient eine Diskussion hauptsächlich dem Ego?
Manchmal ist es mutig, zu kämpfen.
Manchmal ist es souverän, weiterzugehen.
Persönlichkeit ist weniger ein fertiges Produkt.
Wir entwickeln uns.
Durch Entscheidungen.
Beziehungen.
Krisen.
Erfolge.
Fehler.
Verantwortung.
Neugier.
Und dadurch, dass wir unsere bisherigen Vorstellungen über uns selbst immer wieder überprüfen.
Deshalb interessiert mich weniger:
„Wie bin ich?“
Mehr:
„Wer möchte ich in dieser Situation sein?“
Vielleicht hast du lange auf eine bestimmte Weise gelebt.
Dich angepasst.
Gelegenheiten vermieden.
Dich kleiner gemacht.
Eine Rolle erfüllt.
Eine Überzeugung verteidigt.
Das Vergangene lässt sich weniger verändern.
Dein nächster Schritt schon.
Die Frage lautet deshalb:
Was möchtest du mit dem anfangen, was heute noch möglich ist?
Es gibt weniger fünf Übungen, nach denen du plötzlich charakterstark bist.
Entwicklung geschieht in konkreten Situationen.
Wenn du dich entscheidest.
Wenn du sprichst.
Wenn du widersprichst.
Wenn du Verantwortung übernimmst.
Wenn du etwas ausprobierst.
Wenn du deine bisherige Sicht infrage stellst.
Wenn du nach einem Rückschlag wieder aufstehst.
Charakter entsteht auch durch gelebte Entscheidungen.
Wenn etwas auf dem Spiel steht, helfen mir drei Fragen:
Weniger: Was wirkt kurzfristig angenehm?
Mehr: Worum geht es mir tatsächlich?
Was kann ich später mit gutem Gewissen vertreten?
Diese Frage verändert häufig die Perspektive.
Denn plötzlich geht es weniger darum, eine unangenehme Situation möglichst schnell loszuwerden.
Es geht um Haltung.
Manchmal kennen wir unsere Werte und Möglichkeiten.
Wir haben lediglich gerade wenig Zugang dazu.
Angst.
Druck.
alte Erfahrungen.
übernommene Überzeugungen.
oder eine festgefahrene Sichtweise können den Handlungsspielraum sehr klein erscheinen lassen.
Dann hilft manchmal weniger eine weitere Technik.
Es braucht einen Perspektivwechsel.
Eine andere Frage.
Eine Geschichte.
Eine Irritation.
Einen veränderten inneren Zustand.
Oder ein Gespräch, in dem aus vermeintlicher Endgültigkeit wieder Möglichkeit wird.
Ich arbeite gerne mit Menschen, wenn etwas Wichtiges ansteht.
Eine Entscheidung.
Eine Veränderung.
Ein schwieriges Gespräch.
Eine neue Rolle.
Ein Auftritt.
Oder eine Situation, in der die bisherigen Antworten weniger weiterführen.
Dabei geht es mir weniger darum, dir zu sagen, was du tun sollst.
Wir können gemeinsam genauer hinsehen.
Annahmen prüfen.
Perspektiven wechseln.
ungewöhnliche Fragen stellen.
Möglichkeiten entdecken.
und herausarbeiten, welche Entscheidung zu dir, deinen Werten und der Situation passt.
→ Unterstützung, wenn viel auf dem Spiel steht
Vielleicht zeigt sich Charakterstärke weniger darin, dass du immer weißt, was richtig ist.
Vielleicht zeigt sie sich darin, wie du damit umgehst, wenn du es gerade weniger weißt.
Bleibst du neugierig?
Prüfst du deine Überzeugungen?
Hörst du hin?
Bleibst du deinen Werten verbunden?
Traust du dich, eine Entscheidung zu treffen?
Und bist du bereit, sie zu korrigieren, wenn du etwas Wesentliches erkennst?
Eine starke Persönlichkeit braucht weniger eine perfekte Fassade.
Sie braucht Haltung und Beweglichkeit.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. März 2006
Überarbeitung: 25. Mai 2026
So manch ein Mensch hat eine Meinung, die Beachtung verdient. Oft wird diese Meinung jedoch nicht gehört. Die Hunde bellen, doch die Karawane zieht weiter. Dann ist es an der Zeit sich zu entscheiden, ob das so bleiben oder die Sicht deutlicher mit anderen Menschen geteilt werden soll. Nicht jeder wagt diesen Schritt. Wie steht es mit Ihnen?
Stellen Sie sich vor, Sie sind es durchaus gewohnt, Ihren Mund aufzumachen, sich einzubringen und für Überzeugungen einzusetzen. Nach engagierten Gesprächen ist Ihre Position klar. Selbst mit den meisten Personen, die Gegenpositionen vertreten, sind Sie im Austausch und es lassen sich auch dort viele Unstimmigkeiten klären. Sie halten es für wichtig, genau hinzusehen und teilzunehmen.
Dann entdecken Sie ein Anliegen, dass Sie fairer gestalten wollen. Sie suchen nach geeigneten Wegen, sich dafür einzusetzen und starten eine Petition. Nach wenigen Tagen haben mehr als 18.000 Menschen sich mit einer Unterschrift zur Unterstützung gefunden. Das ändert noch nicht die Missstände, doch es ist schon ein gutes Gefühl gehört zu werden.
Auf Umwegen erfahren Sie dann, dass jemand mit Einfluss Ihre Meinungsäußerung missbilligt. Ihr Engagement hat möglicherweise in mehrerlei Hinsicht Konsequenzen. Sie werden womöglich einen höheren Preis für Ihr Engagement zahlen, als Sie vermutet haben. Gegenwind kann viele Formen haben. Was tun?
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas sinnvoll ist, egal wie es ausgeht.
Václav Havel
Leider verstecken sich zu viele Menschen, bleiben in Deckung. Nicht jeder wagt den Schritt in die Verantwortung. Oft werden mögliche Konsequenzen gescheut, mitunter zu Recht. Einige Menschen haben eine persönliche Meinung, die Beachtung verdient. Ist diese Meinung jedoch bisher nicht laut genug zu hören, dann ist es an der Zeit sich zu entscheiden, ob das so bleiben oder die Sicht deutlicher mit anderen geteilt werden soll.
Was brauchen Sie, um sich mutig für Ihre Überzeugungen einzusetzen?
Besser, Sie fragen sich schon frühzeitig; „Welche Chancen und Risiken sind mit welchem Vorgehen verbunden?“ und „Welchen Preis sind Sie bereit, für Ihr Anliegen zu zahlen?“
Erfordert es etwas Zeiteinsatz oder kann es das bisherige Leben gefährden? Es ist besser, diese Überlegung bewusst in die Entscheidung einzubeziehen, als später überrascht zu werden.
Meist nicht erforderlich, sich als Märtyrer den Hyänen zum Fraß vorzuwerfen. In der Regel genügt es den Mut aufzubringen darüber so zu reden, dass andere Menschen sich dazu ebenfalls eine Meinung bilden und gegebenenfalls anschließen können.
Manchmal rennen wir offene Türen ein und, obwohl wir Widerstand erwartet haben, werden wir mit offenen Armen empfangen. Wenn nicht; dann gibt es halt etwas Gegenwind. Ja und? Wer sich in nicht totalitären Systemen wagt eine eigene Meinung zu äußern und dabei kein unnötiges Porzellan zerschlägt, holt sich gegebenenfalls ein paar blaue Flecken. Doch fühlt sich selbst das meist besser an, als alles herunterzuschlucken. Wer den Eindruck hat, den Geschehnissen ausgeliefert zu sein, leidet früher oder später. Menschen, die so innerlichen Druck aufbauen, werden unglücklich, krank und mitunter explodieren sie sogar irgendwann emotional. Dann entlädt sich der Frust in einer Art und Weise, die nicht mehr angemessen ist und trifft leicht Menschen, die damit oft nicht einmal etwas zu tun haben. Also entscheiden Sie weise.
Anstatt sich über Gegenwind zu ärgern oder ihn als unangenehm zu empfinden, hilft es, ihn auch als positives Zeichen wahrzunehmen: Es bedeutet, Sie verlassen den Mainstream, kommen aus dem Windschatten vorgefertigter Meinungen und beschreiten nun eigene Wege. Raus aus der vermeintlich sicheren Deckung.
Sie haben nun einen erkennbaren Standpunkt und das wird registriert. Wer polarisiert wird eher wahrgenommen, Sie nehmen jetzt teil! Gratulation!
Wer auf Granit stößt, sollte nicht noch hineinbeißen. Behalten Sie einen kühlen Kopf und die konstruktive Gelassenheit, mit der Sie die besten Entscheidungen treffen und gekonnt handeln. Es gilt mitunter Mauern zu überwinden, wobei es auch in Ordnung ist weit geöffnete Türen zu erkennen und zu durchschreiten, wenn sie zum Ziel führen.
Gerade, wenn der Gegenwind heftiger und der Ton rauer wird, können Sie zeigen, dass Sie die von Ihnen vertretenen Werte ernst nehmen, sie leben. Das unterscheidet die Helden von den Fanatikern.
Unverschämtheiten und Beleidigungen sind eine Herausforderung, wenn das Ziel ist sich nicht auf das Niveau solcher Leute hinunterziehen zu lassen. Bleiben Sie hingegen sich und Ihren Werten treu, sind Sie umso aufrechter auf dem Weg.
Schauen Sie sich die Rückmeldungen genauer an, auch die unbequemen, selbst die unangemessen geäußerten. Möglicherweise gibt es etwas zu lernen. Vielleicht haben Sie ja etwas übersehen. Zumindest haben Sie dann eine bessere Basis für Ihre Argumentation.
Stirn: Um sie zu bieten, braucht man Köpfchen. Lassen Sie sich nicht vom Weg abbringen. Richten Sie sich immer wieder auf Ihre Ziele und Prioritäten aus, bleiben Sie flexibel im Hinblick auf den Weg.
Umso präsenter Sie Ihre Zielvorstellung vor Augen haben, desto leichter behalten Sie die Orientierung. Ablenkungsversuche und Nebelkerzen, die Sie vom Weg abbringen sollen, verpuffen so in ihrer Wirkung. Denken Sie groß und in Farbe, visualisieren Sie die Zielszenarien. Vision und Mission sind nicht nur Worte.
Es ist eine recht individuelle Angelegenheit wie Menschen mit Kritik umgehen. Einigen ist schon das Verlassen des Mainstreams zu unangenehm und andere genießen die Provokation. Jeder hat ganz eigene Grenzen, ganz eigene Themen, die mit Angst besetzt sind. Je besser wir uns selbst kennen und an uns arbeiten, desto aufgeräumter sind wir auf dem Weg.
Zu überzeugen fällt keinem Überzeugten schwer, meinte Friedrich von Schiller. Zu wissen, weshalb es sich lohnt, sich für etwas einzusetzen hilft den Mut dafür aufzubringen und dranzubleiben. Gerade bei größeren Herausforderungen ist ein hoher Grad an Motivation erforderlich. Weshalb liegt Ihnen ein Thema so sehr am Herzen? Stellen Sie sich diese Frage und behalten Sie die ansprechende Antwort im Gedächtnis. Am besten arbeiten Sie mit Zielszenarien, die alle Sinne einbeziehen.
Ob beabsichtigt oder nur unbeholfen; es gibt Menschen, die wandelnden Killerphrasen ähneln. Gespräche mit solchen Zeitgenossen sind anstrengend und entmutigend. Deswegen werden Killerphrasen ja auch Totschlagargumente genannt, sie sind keine Freude.
Passen Sie auf sich und Ihren mentalen Zustand auf. Mehr dazu im Artikel 8 Arten von Killerphrasen erkennen.
Manipulation hat viele Ursachen und wird auf zahlreichen Wegen versucht. Damit Sie sich schützen, ist es erforderlich, Manipulatoren und deren Manipulationsversuche als solche zu erkennen. Je nach Bedeutung Ihres Vorhabens kann es auch den Versuch geben Sie auf sehr subtile Art zu beeinflussen, sowohl durch Zuckerrohr als auch Peitsche.
Es ist angenehm, wenn Ihr Plan wie am Schnürchen realisiert wird. Doch hat die Realität oft eigene Pläne und Herausforderungen. Dann ist es hilfreich, auch mit Rückschlägen konstruktiv umzugehen.
Mehr dazu im Beitrag 9 Tipps für den Umgang mit Rückschlägen.
Wer sich mit einem Thema ausgiebig beschäftigt hat, fühlt sich sicherer. Stecken Sie tief genug im Thema? Sorgen Sie dafür, den Überblick zu haben und die Zusammenhänge zu erkennen. Mein persönlicher Favorit bei den Werkzeugen hierfür sind Mindmaps. Deswegen finden Sie hier auch eine ausführliche Anleitung für den professionellen Einsatz von Mind Mapping.
Erkunden Sie, was die Menschen bewegt, sowohl die Befürworter, Gegenspieler als auch die Beobachter. Stellen Sie sich auch auf Einwände ein.
Nicht nur die Argumente zählen, sie müssen auch von den Empfängern verstanden werden. Also denken Sie daran, Ihren Kommunikationsstil an die Zuhörer anpassen. Um das zu tun, ist es erforderlich, die Zielgruppe zu kennen, was wiederum viele Einblicke in deren Denken und weitere Argumente ermöglicht.
Auch die interessantesten Zahlen, Daten und Fakten brauchen mitunter Unterstützung, um verstanden zu werden und das entsprechende Publikum zu bewegen. Sorgen Sie für Relevanz Ihre Botschaft, gerade bei den Beispielen.
Zuhörer spüren, ob jemand sich verstellt oder auch meint, was gesagt wird. Die Körpersprache spielt hier eine wesentliche Rolle. Wenn Ihr Körper etwas anders sagt, als Ihre Worte, dann wird Ihnen nicht geglaubt. Am einfachsten haben Sie es, wenn Sie meinen, was Sie sagen und sich auch so verhalten: Walk your Talk!
Erst, wenn ausreichend Rapport (Tragfähigkeit einer Beziehung, ausreichendes Vertrauen) hergestellt ist, erreichen Botschaften tatsächlich die Empfänger. Erst dann erhalten sie eine echte Chance.
Wie Sie den Rapport für die Kommunikation fördern, erfahren Sie in einem eignen Beitrag: Rapport: 21+ Tipps für bessere Kommunikation
Üben Sie sich in Respekt, das verträgt sich sehr gut mit Durchsetzungskraft. Zuhörer nehmen die Haltung sich gegenüber wahr. Versteht der Anbieter einer Idee das als Angebot oder hält er jeden Menschen für dumm, der anders denkt, der es nicht sofort annimmt?
Hand aufs Herz: Im Eifer, sich einer verdienten Sache zu widmen, geht der Respekt andersdenkenden Menschen gegenüber leicht verloren. Filterblase und Echokammereffekt können dann zu einer Haltung führen, die arrogant wirkt. Das bildet dann eine zunehmend tieferen Graben, der es unentschlossenen und andersdenkenden Menschen erschwert, ihre Meinung zu überdenken. Doch genau dazu wollen wir einladen.
Gemeinsam mit anderen Menschen kann es leichter ans Werk gehen. Zumindest, wenn das gemeinsame Ziel und die bei der Realisierung gelebten Werte zueinander passen. Gerade bei größeren Herausforderungen hilft es, sich gegenseitig Mut zu machen.
Externe Hilfe kommt am ehesten Themen zugute, die einen entsprechenden Stellenwert haben. Die Aktion Reisebegleitung für Helden bietet solch eine Unterstützung für gesellschaftlich relevante Vorhaben auch ehrenamtlich.
In der Zusammenarbeit mit mir gewinnen Sie zusätzliche Perspektiven, bekommen Inspiration, hilfreiche Kenntnisse und Fertigkeiten sowie konkrete Unterstützung. Als Reisebegleiter für Helden ist es meine Aufgabe Sie zu ermutigen.
Wenn Sie ein entsprechendes Vorhaben wagen, dann lassen Sie sich unterstützen.
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Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2018, n= 946)
Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?
Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.
Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:
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Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.
Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.
Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.
Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.
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Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. September 2016
Überarbeitung: 5. Mai 2020
AN: #76334
K: CNB
Ü:
Was will Ihnen der Autor damit wohl sagen? Es geht um die Basis für Wahrnehmung, Denken und Handeln
Zwischen den sanft verlaufenden Hügeln des malerischen Appenzellerlandes und der Weite des Bodensees liegt die Hafenstadt Rorschach. Ob der Schweizer Psychiater Hermann Rorschach mit diesem Ort etwas zu tun, ist mir nicht bekannt. Er war es jedenfalls, der den Rorschach-Test entwickelt hat. Bei dem sollen symmetrische Tintenkleckse gedeutet werden. Die Antworten bei identischen Tintenklecksbilder sind je nach Betrachter äußerst unterschiedlich.
Statt bunter Tintenflecke interpretieren wir im Alltag ständig die an uns herangetragen Reize. Und das, wie bei einem Rorschach-Test auf ganz individuelle Weise. Wie und was wir sehen, sagt eine Menge über uns aus. Schließlich wählen wir ständig aus einer riesigen Menge von Sinnesreizen eine kleine Anzahl aus und interpretieren diese dann auch noch auf einzigartige Weise. Der Spielraum den wir uns dabei erlauben ist beachtlich. Die Begriffe Wahrheit und Realität bekommen da schnell einen eigenwilligen Beigeschmack.
Wie können Menschen an einem Ort unterschiedliche Eindrücke haben, wenn es nur eine Realität geben kann? Weil jeder von uns andere Erfahrungen gemacht und somit individuelle Wahrnehmungsfilter entwickelt hat. Anschließend macht das Gehirn passend, was sich nicht ins Konzept einordnen lassen will, wir generalisieren, tilgen und sind überhaupt sehr gut darin unsere Wirklichkeit zu konstruieren. Das kann vorteilhaft sein, wenn die Ergebnisse erfreuen oder auch negativ, wenn beispielsweise die eigene Vorstellung von denen der Umgebung zu sehr abweicht. Es ist dann, als wären wir mit der falschen Landkarte unterwegs.
Während die Karten auf meinem Navigationsgerät regelmäßig ein Update bekommt, muss ich mich um die Verknüpfungen in meinem Kopf selbst kümmern. Dass die im Unbewussten gespeichert sind, macht es nicht gerade einfacher zu erkennen, wo Aufmerksamkeit förderlich ist. Eine gesunde Portion Selbstreflexion mit einer Prise externem Feedback ist da recht hilfreich. Hoch lebe die Neuroplastizität des menschlichen Gehirns!
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Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2016
Überarbeitung: 17. April 2019
AN: #371
K:CNC
Ü:
Sind Gewohnheiten gut oder schlecht? Wie lässt sich das erkennen? Erst dann lassen sich Gewohnheiten verändern – schlechte abbauen und gute aufbauen. Etwas Vorsicht vor Gewohnheiten lässt uns besser die vorteilhafteren Möglichkeiten erkennen. Wie so oft lohnen sich Selbstreflexion und genaues Hinsehen. So achten Sie auf heikle Gewohnheiten.
Fast jeder Arzt hat seine Lieblingsdiagnose.
Es gehört für ihn Überwindung dazu, sie nicht zu stellen.
Marcel Proust
Die Macht der Gewohnheit steht außer Frage – und das betrifft sämtliche Lebensbereiche. Wir lernen vieles bewusst und unbewusst durch Wiederholung. Je mehr wir es tun, desto einfacher und automatisierter wird es. Wir sparen dadurch Zeit und Energie, dass wir viele Dinge routiniert und unbewusst zu tun. Im Grunde funktioniert in einem solchen Augenblick unser Verhalten auf Autopilot.
Menschen entscheiden sich nicht immer wieder ganz neu, sondern neigen dazu, Entscheidungen zu wiederholen, selbst wenn sich Rahmenbedingungen ändern.
Wir denken nicht mehr darüber nach. Gewohnheiten sind dann hilfreich und entsprechend häufig anzutreffen, wenn Herausforderungen bzw. Aufgaben bekannt und sehr ähnlich sind. Es hat einige Vorteile für uns, doch dieser Autopilot bringt auch Gefahren mit sich, denn wir hinterfragen ihn nicht mehr. Gerade in den wichtigsten Momenten im Lebens kann der Autopilot genau den falschen Weg wählen.
Um der Realität angemessen zu begegnen, muss ich sie zuerst einmal unverschleiert wahrnehmen. Oft ist jedoch genau das nicht möglich. Nur sind wir oft zu blind, es selbst zu erkennen. Gewohnheiten können Segen oder Fluch sein.
Es lohnt sich selbst heilige Kühe ab und zu infrage zu stellen. Mit etwas Vorsicht vor Gewohnheiten können wir leichter die besseren Möglichkeiten erkennen. Allzu leicht führen gemachte Erfahrungen sonst zu Verallgemeinerungen und voreiligen Schlussfolgerungen. Gerade in Bereichen, in denen wir uns wie Zuhause fühlen, vertraut und als Experten betrachten, sind blinde Flecken keine Seltenheit. Um kreativ zu sein, gilt es sich davon zu lösen, den Expertenstatus ab und an zur Seite zu legen und sich frei wie ein Neuling im Thema zu bewegen. Sozusagen, so wie mit den Augen eines Kindes ans Werk gehen.
In einigen Bereichen gehören deswegen Supervision und Coaching zum Standards, um die Selbstreflexion zu fördern und einschränkenden Mustern zu entkommen. Die meisten Menschen müssen sich allerdings selbst darum kümmern.
Wie lassen sich Gewohnheiten verändern?
Mittels Coaching und Mentaltraining lassen sich Gewohnheiten erkennen und ändern. Der Autopilot ist zwar in vielen Situationen sehr bequem, doch manchmal sind Korrekturen erforderlich. Anstatt in entscheidenden Momenten dem Autopiloten das Steuer zu überlassen, ist Aufmerksamkeit gefordert. Nur wer sich selbst und die eigenen Verhaltensmuster kennt, kann tatsächlich bewusst entscheiden, welches Verhalten zielführend ist. Wenn wir die Mechanismen erkennen und unsere Prioritäten, treffen wir die bessere Wahl.
Nur wenige Reaktionen steuern wir bewusst. Unser Unterbewusstsein erledigt den Rest. Persönliche Glaubenssätze und Denkmuster steuern uns im Autopilot. Mitunter wirken sie leider wie Selbstsabotage.
Selbst übersehen wir das oft. Unterstützung hilft hier, die blinden Flecken auszugleichen. Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, diese alten Muster aufzudecken und über Bord zu werfen. Der Weg für neue, konstruktivere Überzeugungen und Verhaltensweisen ist frei.
Sind die Ziele definiert, wartet der Artikel 17 Tipps für die Veränderung von Gewohnheiten und wie Sie neue bilden.
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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Andauernd wird von Authentizität gesprochen. Ist das auch wieder so ein Modewort? Wie wünschenswert ist welche Form von Authentizität wirklich?
Wann wird Erbsenzählerei zur Manipulation? Erfahre, wie verschobene Maßstäbe, Nebenschauplätze und „Moving the Goalposts“ wirken – und wie du souverän reagierst.
Kollegen können eine Bereicherung sein. Es gibt allerdings auch schwierige Kollegen. Was tun? Hier sind 20 Tipps für den Umgang mit anstrengender Kollegen.
Angst kann schützen oder bremsen. Erfahre, wie du innere Blockaden erkennst, Entscheidungen klarer triffst und in wichtigen Situationen handlungsfähig bleibst.
Was tun, wenn über dich gelästert wird? 9 Tipps zu Gerüchten, Klarstellung, Grenzen und Rufschutz – privat und am Arbeitsplatz.
Was bringt Selbsterkenntnis wirklich? Wie Selbstreflexion, Feedback und der Abgleich von Selbst- und Fremdbild bessere Entscheidungen und mehr Selbstführung ermöglichen.
Ohne Selbstachtung ist kein Selbstvertrauen möglich, denn was wir nicht achten, dem können wir nicht vertrauen. Hier sind 14 Tipps mit Anregungen für die Pflege der Selbstachtung.
Drückeberger bringen nicht nur sich um Chancen. Verantwortung und Arbeit wird auf andere Menschen verlagert oder bleibt ignoriert. Lassen Sie das nicht zu und handeln Sie. Hier erfahren Sie wie.
Anderen eine Lektion zu erteilen liegt den Menschen im Blut, doch ist Rache eine gute Idee? Vergeltung hat oft einen hohen Preis. Hier sind Alternativen.
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. Februar 2017
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #434
K: CNB
Ü:
Gewohnheiten bestimmen unser Leben, ob wir wollen oder nicht. Manche Gewohnheiten erleichtern den Alltag, andere sind lästig oder schaden. So lassen sie sich verändern.
Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe hinunterboxen,
Stufe für Stufe.
Mark Twain
Gewohnheiten bestimmen unser Leben, ob wir wollen oder nicht. Manche erleichtern den Alltag, andere sind lästig oder schaden sogar.
Als der Britische Essayist Samuel Johnson meinte; „Die Fesseln der Gewohnheit spürt man lange Zeit nicht. Und wenn man sie erst spürt, kann man sie meist nicht mehr abstreifen“, hatte er wohl eher Gewohnheiten vor Augen, die es loszulassen galt.
Wer sich von unangenehmen Gewohnheiten verabschieden will, merkt oft sehr schnell, dass es dann doch nicht so einfach ist sie wieder abzustreifen. Zu tief graben sie sich ein, sind zunehmend fester und tiefer verwurzelt und der Vergleich mit einer Klette ist deutlich zu harmlos.
So falsch ist der Titel von Kraftwerk nicht: Gewohnheiten bestimmen unser Leben, ob sie hilfreich sind oder schaden. Weitgehend unbewusst führen sie uns durch den Alltag. So sorgen Sie dafür, dass wir im Autopiloten den Kollateralschaden beim morgendlichen Kaffeezubereiten geringer halten. Auch wenn wir gerne glauben wollen, dass unsere Entscheidungen und Handlungen von unserem bewussten Willen bestimmt werden; die Wahrheit sieht anders aus. Neue Informationen, die eigentlich zum erneuten Abwägen führen sollten, erreichen relativ wenig Wirkung.
In ihrer Gleichförmigkeit verleihen uns Gewohnheiten Stabilität, das Gefühl von Sicherheit. Sie sind weitgehend automatisiert, so das wir uns wichtigerem widmen können, als unsere Energie mit Nebensächlichkeiten zu vergeuden.
Gut, wenn unsere Gewohnheiten mit unseren Zielen übereinstimmen. Dann sind sie für uns nützlich und manchmal sogar überlebenswichtig. Doch wenn sie das nicht tun dann stören sie oft nur, lenken uns ab, lassen uns Umwege machen, beanspruchen woanders besser investierte Energie und schädigen manchmal sogar unsere Gesundheit.
Gut gemeint und doch nicht immer im Sinne des Erfinders: Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen positiven und negativen Gewohnheiten. Sobald sich ein Verhaltensmuster tief genug eingeschliffen hat, ist es sehr schwer es zu ändern, selbst wenn wir uns das fest vornehmen. Was tun?
Wer weiß wie die Mechanismen funktionieren und wo sie ansetzen, der kann sie verändern. Nicht nur die eigenen, sondern auch die anderer Menschen.
Gewohnheiten sind Verhaltensweisen, die wir, ohne viel darüber nachzudenken oder abzuwägen, regelmäßig in einem bestimmten Kontext wiederholen. Meist basieren sie auf Entscheidungen, die wir irgendwann einmal mehr oder weniger bewusst getroffen haben. Die damit verknüpften komplexen Prozesse im Gehirn werden so häufig wiederholt, bis eine Art Handlungsgedächtnis die Gewohnheit mit besonders wenig Aufwand stattfinden lässt. MRT-Dings-Tomograf an, Blick auf den Bildschirm: Während wir Gewohnheiten ausüben sind deutlich weniger Aktivitäten im Gehirn zu beobachten. Dann brauchen wir nicht mehr weiter über diese grundlegenden Verhaltensweisen nachzudenken. Das ist beispielsweise gut beim Zähneputzen und schlecht beim Zigarettenkonsum.
Es sind Gewohnheiten, die uns durch das Leben führen. Ohne sie wäre unser Gehirn überfordert von den Reizüberflutungen und Einzelheiten des Alltags.
So weit, so gut. Leider macht dieser Mechanismus des Energiesparens es auch für uns so schwer, unser Verhalten zu verändern, da sich die Kontrolle dafür in einem Bereich des Gehirns befindet, den wir nicht bewusst kontrollieren. Was tun?
Wie schaffen wir es, aus destruktiven Mustern auszusteigen? Die gute Nachricht: Wir sind unseren Gewohnheiten nicht hilflos ausgeliefert. Es erfordert nur das Wissen, wie wir die unbewussten Prozesse, die dabei ablaufen, beeinflussen können.
Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme und Analyse der Gewohnheit, die Sie verändern wollen. Wann, wo, in welchem Zusammenhang? Welche Verknüpfungen gibt es?
Leider genügt Willenskraft meist nicht, um eingefahrene Muster aufzulösen. Wille und Motivation sind zwar die Voraussetzungen, um überhaupt erst zu dem Entschluss zu kommen etwas zu verändern. Aber sie sind eben noch lange keine Erfolgsgaranten. Es braucht schon einen individuellen Handlungsplan, um alte Gewohnheiten loszuwerden.
Rationale Argumente spielen dabei eine kleinere Rolle, als zu erwarten wäre. Die meisten Menschen scheitern selbst dann, wenn es um ziemlich elementare Motive wie das eigene Überleben geht. Selbst bei konkreten Gefahren gelingt es nur wenigen beispielsweise ihre Ernährung dauerhaft umzustellen oder nicht mehr zu rauchen. Selbst dann, wenn sehr viel auf dem Spiel steht, geben sich zu viele Menschen ihren Gewohnheiten geschlagen. Das Wissen alleine führt oft nicht automatisch zu Veränderungen.
Schaffen Sie ein stabiles Fundament, stärken Sie Ihre Motivation. Weshalb ist Ihnen diese Veränderung wichtig? Gehen Sie dem eigentlichen Motiv auf den Grund.
Sind Sie nicht so richtig von Ihrem Vorhaben überzeugt, ist die Gefahr des Scheiterns groß. Ohne starke innere Motivation, wenn Sie selbst nicht wirklich überzeugt sind, wird die Veränderung nicht gelingen.
Hilfreiche Fragen:
Das persönliche Motiv ist der Antriebsmotor während des Veränderungsprozesses, nicht das, was Sie tatsächlich anders machen wollen.
Wischi-Waschi-Entscheidung und halbherziges Ziel? Dann wird wohl kaum etwas anders werden.
Der Leidensdruck wirkt anfangs besonders stark. Zu oft gibt es deshalb nur die diffuse Entscheidung, dass etwas so nicht mehr geht. Viel stärker ist die Motivation, wenn das Ziel lockt! Und das nicht nur bis zum 1. Januar.
Da ist es mal wieder, das Smart-Format für wohlgeformte Ziele. Geben Sie dem Ziel eine Chance, machen Sie es stark! Und behalten Sie es auf dem Weg im Auge.
Wie? Hier geht es zum Smart-Format: Lieber SMARTe Ziele als unerfüllte Wünsche
Sammeln Sie verschiedene Alternativen für die Gewohnheit, die Sie gerne loswerden wollen.
Erkunden Sie in der Vorstellung das angestrebte Verhalten.
Veränderungen müssen auf der Ebene angegangen werden, auf der sie Zuhause sind, sonst perlt jede Bemühung an der Oberfläche ab. Deshalb wird bei mir im Coaching in solchen Fällen gezielt mit dem Unbewussten gearbeitet und verschiedene Verfahren wie Hypnobalancing™ ergänzen das bewusste Verstehen.
Mit wirksamen Techniken lassen sich auch die sogenannten somatischen Marker beeinflussen, die in Windeseile an Entscheidungen beteiligt sind.
Unser Verhalten lässt sich nicht von inneren Überzeugungen und Glaubenssätzen, Emotionen und Gedankenroutinen trennen. Entsprechend sind auch die Verknüpfungen zu berücksichtigen und ggf. zu bearbeiten.
Hier bieten Coaching und Therapie verschiedene Möglichkeiten.
Statt ein Verhaltensmuster zu löschen ist es meist leichter, ein gewünschtes zu stärken. Schließlich haben Verhaltensweisen, auch die mit negativen Auswirkungen, eine positive Absicht. Und für die braucht es eine Alternative, die dem Ziel dient und möglichst deutlich weniger Nachteile mit sich bringt.
Damit neue Verhaltensweisen zu Gewohnheiten werden, braucht es Intensität und Wiederholung. Hier ist je nach Persönlichkeit auf Tendenzen zu achten, um den Prozess der Veränderung zu gestalten und zu fördern.
Übrigens zählt hier auch mentales Training, das sich nicht nur im Sport schon lange bewährt hat. Als Mentales Training, Mentaltraining und Mentalcoaching wird eine Vielfalt von psychologischen Methoden bezeichnet, mit denen die soziale und emotionale Kompetenz, die kognitiven Fähigkeiten, die Belastbarkeit, das Selbstbewusstsein, die mentale Stärke und das Wohlbefinden gefördert und auch neue Verhaltensweisen trainiert werden.
Konditionierung: Wirklich fest verankert sind neue Gewohnheiten in der Regel erst nach Monaten der Wiederholung. Wiederholung über einen längeren Zeitraum ist der Schlüssel zum erfolgreichen Erwerb neuer Gewohnheiten.
Stress ist sehr ungünstig für einen grundlegenden Wandel. Stress reduziert die Selbstbestimmung. Die beiden Stresshormone Cortisol und Noradrenalin mindern die Leistungsfähigkeit des Frontalhirns. Unter Druck können wir schlechter zielgerichtet denken und handeln. Die Hirnregionen, die für unsere Gewohnheiten zuständig sind, arbeiten unter dem Einfluss dieser Stresshormone allerdings unbeirrt weiter. So haben es selbst noch so ungünstige Gewohnheiten einfacher als die eigentlich ersehnten neuen Verhaltensweisen.
Zuckerbrot statt Peitsche: Genießen Sie jeden Etappensieg. Belohnen Sie sich mit etwas Außergewöhnlichem. Freuen Sie sich über Ihren Erfolg.
In manch einem Umfeld wird es besonders schwer sein ein altes Muster abzulegen und ein neues zu festigen. Manchmal genügt schon ein zeitweiser Wechsel und manchmal ist es empfehlenswert, das Umfeld vollkommen zu meiden.
Gerade wenn es um soziale Kontakte geht, ist das mitunter schon eine Herausforderung. Für die Entscheidung lohnt sich eine ehrliche Betrachtung des Für-und-Wider. Sich etwas vorzumachen bringt nichts!
Manchen Menschen hilft eine Selbstverpflichtung und anderen die Verpflichtung anderen gegenüber. Wobei hier sehr achtsam ans Werk gegangen werden sollte. Mitunter ist der daraus resultierende Druck zu groß und es kehrt sich ins Gegenteil um.
Wieso solltest du sich unnötig in Versuchung bringen? Orte, Personen, Tätigkeiten und andere Auslöser können im Zusammenhang mit abzulegenden Gewohnheiten stehen. Sie zu meiden bzw. gezielt zuverlässige Auslöser als Erinnerung für das gewünschte Verhalten zu fördern macht es leichter.
Mit Krampf wird es nicht leichter, im Gegenteil. Mit Wohlwollen geht es meist besser als mit Brachialgewalt. Dran bleiben statt sich zu ärgern, wenn es mal nicht so läuft. Rückfälle sind Rückmeldungen!
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Daher lassen sich gewünschte Verhaltensweisen unterstützen, indem sie an bereits vorhandene möglichst feste Routinen anknüpfen.
Prost Neujahr? Zu viele unberührte Wege sind mit guten Vorsätzen gepflastert. All die Absichtserklärungen sammeln sich an, belasten und entmutigen. Sie dienen als Ausreden, dass es ja doch nicht möglich ist. Was Du heute kannst besorgen, …. Statt auf den Jahreswechsel zu warten ist der beste Moment, um mit einer neuen Gewohnheit anzufangen, jetzt bzw. der Moment, der je nach erforderlicher Vorbereitung möglich ist.
Gemeinsam mit anderen Menschen kann es leichter ans Werk gehen. Freunde, Partner und Gleichgesinnte können als Gefährten dienen. Aber Achtung, das ist ein zweischneidiges Schwert, denn hier besteht auch die Gefahr, sich gegenseitig zu behindern. Sicherer ist professionelle Unterstützung, die nicht nur mit dabei ist, sondern auch praktische Techniken und Methoden mitbringt und ganz für Sie da ist.
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Verhaltensmuster sind angeborene oder erlernte Aktivitätsmuster und Verhaltensweisen, die in einem bestimmten Kontext in einer bestimmten, häufig vorhersagbaren Weise und in gleicher Reihenfolge auftreten. Sie vermitteln dem Handelnden möglicherweise das Gefühl von Sicherheit und Beständigkeit. Häufig sind sie resistent gegen jede Art von Veränderung.
Gewohnheiten sind Rituale und Verhaltensweisen, die wir automatisch ausführen und die es uns ermöglichen, wichtige Tätigkeiten wie Zähneputzen, Duschen, sich für die Arbeit anziehen und jeden Tag dieselben Wege zu gehen, ohne darüber nachzudenken, als Routinen auszuführen. Unbewusste Gewohnheiten setzen Ressourcen für unser Gehirn frei, um andere, komplexere Aufgaben zu erledigen, wie das Lösen von Problemen oder die Entscheidungsfindung.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2007
Überarbeitung: 27. März 2020
AN: #43320
K:
Ü:
Englische Version:
Nicht jeder Versuch uns zu unserem Nachteil zu manipulieren ist sofort offensichtlich. So mancher professionelle Manipulator kommt im Schafspelz daher. Manipulative Persönlichkeiten gibt es leider einige. Sie zu erkennen ist ein wichtiger Schritt, um sich zu schützen
Manipulation zeigt sich selten an einem einzelnen Satz oder einer einzelnen Handlung.
Entscheidend sind wiederkehrende Muster.
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„Du bist doch ein fairer Mensch.“
„Gerade von dir hätte ich mehr Loyalität erwartet.“
„Wenn dir unsere Beziehung wirklich wichtig wäre …“
Hier wird weniger über die Sache gesprochen.
Stattdessen wird dein Selbstbild angesprochen.
Du sollst etwas tun, damit du dich weiterhin als guter, loyaler oder verantwortungsvoller Mensch erleben kannst.
Schuld kann ein starkes Steuerungsinstrument sein.
Vielleicht wird vermittelt:
Du bist verantwortlich für die Stimmung.
Für die Enttäuschung des anderen.
Für seine Schwierigkeiten.
Oder dafür, dass eine Situation eskaliert.
Dann lohnt sich die Frage:
Wofür bin ich tatsächlich verantwortlich – und wofür trägt der andere Mensch Verantwortung?
Komplimente sind angenehm.
Sie können ebenso Einfluss erzeugen.
Besonders dann, wenn Anerkennung sehr gezielt eingesetzt wird:
Du bist der Einzige, der das kann.
Auf dich kann man sich verlassen.
Du bist viel verständnisvoller als alle anderen.
Wenn daraus anschließend eine Forderung folgt, lohnt sich ein genauer Blick.
Vielleicht erinnerst du dich an eine klare Aussage.
Später wird behauptet:
„Das habe ich so nie gesagt.“
„Das hast du falsch verstanden.“
„Du verdrehst meine Worte.“
Natürlich können Menschen sich unterschiedlich erinnern.
Problematisch wird es, wenn solche Umdeutungen regelmäßig auftreten und deine Wahrnehmung zunehmend unsicherer wird.
Du sprichst ein problematisches Verhalten an.
Kurze Zeit später verteidigst du dich selbst.
Plötzlich geht es darum, was du falsch gemacht hast.
Was du angeblich provoziert hast.
Wie empfindlich du bist.
Oder weshalb dein Verhalten das eigentliche Problem darstellt.
So kann die ursprüngliche Verantwortung aus dem Blick geraten.
Eine konkrete Frage führt zu einem neuen Thema.
Ein Einwand wird mit einem Gegenangriff beantwortet.
Eine Kritik endet in einer Diskussion über deine Vergangenheit.
Je mehr Themen gleichzeitig auf dem Tisch liegen, desto schwieriger wird Klarheit.
Hilfreich kann sein:
Ein Thema nach dem anderen.
In jeder Beziehung gibt es unterschiedliche Interessen.
Aufmerksamkeit verdient ein Muster, bei dem die Bedürfnisse einer Person regelmäßig Vorrang erhalten.
Zeit.
Entscheidungen.
Geld.
Aufmerksamkeit.
Planung.
Konflikte.
Dann lohnt sich die Frage:
Wie viel Gegenseitigkeit existiert tatsächlich?
Hilfsbereitschaft ist eine Stärke.
Problematisch wird es, wenn jemand sie zunehmend als selbstverständlich behandelt.
Aus einer Bitte wird eine Erwartung.
Aus einer Ausnahme wird eine Gewohnheit.
Aus einem Gefallen entsteht eine dauerhafte Verpflichtung.
Achte darauf, ob dein Geben freiwillig bleibt.
Ein kleines Nein.
Eine Verzögerung.
Eine persönliche Frage.
Eine Bitte, die etwas zu weit geht.
Manchmal werden Grenzen schrittweise getestet.
Was passiert, wenn du widersprichst?
Wird dein Nein respektiert?
Oder beginnt Überreden, Druck, Schuldzuweisung oder Abwertung?
Die Reaktion auf eine Grenze sagt häufig mehr als die Grenze selbst.
Jemand spricht von Respekt und überschreitet ständig Grenzen.
Von Vertrauen und kontrolliert dich.
Von Ehrlichkeit und hält wichtige Informationen zurück.
Von Unterstützung und sabotiert deine Entscheidungen.
Einzelne Widersprüche gehören zum Menschsein.
Wiederkehrende Diskrepanzen zwischen Worten und Verhalten verdienen Aufmerksamkeit.
Titel.
Alter.
Erfahrung.
Geld.
Position.
Expertise.
Beziehungen.
Solche Faktoren können sachlich relevant sein.
Manipulativ wird es, wenn sie eingesetzt werden, um deine eigene Prüfung zu ersetzen.
„Ich weiß das besser.“
„Vertrau mir einfach.“
„Du verstehst das noch nicht.“
Auch Autorität verdient Überprüfung.
Jemand unterstützt dich.
Später wird diese Unterstützung zur Rechnung.
„Nach allem, was ich für dich getan habe …“
„Das bist du mir schuldig.“
„Jetzt könntest du wenigstens …“
Großzügigkeit verliert ihre Freiheit, wenn sie im Nachhinein zur Verpflichtung wird.
Manche Gespräche werden auffällig kompliziert.
Begriffe ändern ihre Bedeutung.
Aussagen bleiben vage.
Fragen werden mit langen Erklärungen beantwortet, ohne tatsächlich beantwortet zu werden.
Dann kann Verwirrung selbst Teil des Problems werden.
Hilfreich ist:
Was wurde konkret gesagt?
Was wurde konkret vereinbart?
„Ich brauche jetzt eine Antwort.“
„Die Chance gibt es nur heute.“
„Wenn du mich wirklich unterstützt, entscheidest du dich sofort.“
Zeitdruck kann sachlich begründet sein.
Er kann ebenso verhindern, dass du Informationen prüfst, mit anderen sprichst oder deine eigenen Bedürfnisse wahrnimmst.
Bei wichtigen Entscheidungen gilt:
Zeit zum Nachdenken kann ein Schutzfaktor sein.
Du bekommst gerade genug Informationen, um eine Entscheidung zu treffen.
Später tauchen weitere Details auf.
Oder du erfährst, dass andere Beteiligte mehr wussten als du.
Information ist Macht.
Wer kontrolliert, was du wann erfährst, kann damit auch deine Entscheidungen beeinflussen.
„Deine Freunde verstehen unsere Situation nicht.“
„Deine Familie mischt sich überall ein.“
„Dein Berater hat keine Ahnung.“
Natürlich können Außenstehende falschliegen.
Aufmerksamkeit verdient ein Muster, bei dem unabhängige Perspektiven grundsätzlich diskreditiert werden.
Isolation macht Einfluss leichter.
Vielleicht bemerkst du:
Du erklärst dich häufiger.
Du wirst vorsichtiger.
Du vermeidest bestimmte Themen.
Du brauchst länger für Entscheidungen.
Du fragst andere Menschen ständig, ob deine Wahrnehmung stimmt.
Du sagst Ja, obwohl du Nein meinst.
Du beschäftigst dich ungewöhnlich viel damit, wie die andere Person reagieren könnte.
Manchmal zeigt sich Manipulation besonders deutlich an den Veränderungen, die sie bei dir erzeugt.
Manchmal erscheint eine Situation lange kompliziert.
Dann erzählst du sie einer unbeteiligten Person.
Und plötzlich wird etwas sichtbar:
Eine Forderung war keineswegs selbstverständlich.
Eine Schuld gehörte weniger zu dir.
Eine Vereinbarung war erstaunlich einseitig.
Oder eine Situation, die du für normal gehalten hast, erscheint aus etwas Abstand ganz anders.
Das bedeutet weniger, dass Außenstehende automatisch recht haben.
Es zeigt:
Perspektivwechsel kann helfen, Einflussmechanismen sichtbar zu machen.
Fast jeder Mensch beeinflusst andere gelegentlich.
Wir argumentieren.
Bitten.
Überreden.
Werben.
Manchmal handeln wir unfair.
Deshalb geht es weniger darum, nach einem einzelnen Punkt sofort jemanden als „Manipulator“ einzuordnen.
Wichtiger sind:
Wiederholung.
Intensität.
Absicht und Kontext.
Umgang mit deinem Nein.
Und die Auswirkungen auf deine Entscheidungsfreiheit.
Eine sehr hilfreiche Frage lautet:
Kann ich in dieser Beziehung frei zustimmen – und ebenso frei ablehnen?
Vielleicht sagt dein Gefühl:
Hier stimmt etwas nicht.
Das ist noch kein Beweis für Manipulation.
Es kann jedoch ein Anlass sein, genauer hinzusehen.
Vielleicht hast du kleine Widersprüche registriert.
Eine ungewöhnliche Veränderung im Ton.
Eine Diskrepanz zwischen Worten und Verhalten.
Oder ein Muster, das du bisher kaum benennen konntest.
Statt dein Gefühl sofort zur Wahrheit zu erklären oder es abzuwerten, frage:
Was genau hat mich irritiert?
Diese Frage führt häufig weiter.
Bei möglicher Manipulation helfen einige einfache Grundsätze:
Verlangsame wichtige Entscheidungen.
Bitte um konkrete Aussagen.
Prüfe relevante Informationen aus weiteren Quellen.
Trenne Fakten von Interpretationen.
Achte auf wiederkehrenden Schuld- und Zeitdruck.
Gib dir Zeit, bevor du Zusagen machst.
Halte wichtige Vereinbarungen gegebenenfalls schriftlich fest.
Beziehe bei weitreichenden Entscheidungen unabhängige Perspektiven ein.
Nimm wiederholt getestete Grenzen ernst.
Achte darauf, wie sich der Kontakt auf dich auswirkt.
Und frage dich:
Würde ich diese Entscheidung auch ohne diesen Druck treffen?
Diese Frage kann erstaunlich viel klären.
Manipulanten sind Personen, die manipulieren. Das tun diese durch direkte oder unterschwellige Beeinflussung, um so bestimmte Verhaltensweisen auslösen oder zu steuern.
Als manipulatives Verhalten wird die verdeckte Einflussnahme verstanden. Bei der Manipulation von Menschen, wollen manipulierende Zeitgenossen möglichst unbemerkt so Einfluss auf Wahrnehmung, Denken und Handeln von Zielpersonen nehmen.
Manipulation gilt dann als negativ, wenn die Bedürfnisse, Ziele und der Nutzen von Zielpersonen nicht respektiert werden.
Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.
Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.
Wir können gemeinsam beispielsweise:
Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.
Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.
Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.
PRIVAT 1:1
Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.
BUSINESS 1:1
Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.
EXECUTIVE SPARRING
Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.
Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
Auf meinem YouTube-Kanal @karsten-noack „Narzissmus & Selbstschutz“ findest du eine umfangreiche Fachmediathek zu narzisstischen Dynamiken, toxischen Beziehungsmustern, emotionaler Manipulation und den Folgen für Betroffene.
Die Videos sind aus meiner langjährigen Arbeit als Therapeut, Coach und Berater entstanden.
Sie geben Orientierung, ordnen typische Muster ein und vermitteln konkrete Impulse für mehr Klarheit, Selbstschutz und innere Stabilität.
Im Laufe der Zeit ist daraus eine große Sammlung mit mehreren hundert Beiträgen entstanden.
Viele Zuschauerinnen und Zuschauer nutzen den Kanal als Begleitung, zur Reflexion und zum Austausch mit anderen Betroffenen.
Die persönliche therapeutische und beratende Arbeit bleibt der Kern meiner Tätigkeit.
Die Videos ergänzen diese Arbeit als öffentlich zugängliche Fachmediathek.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. September 2018
Überarbeitung: 19. März 2020
AN: #7561014
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