Das Leben ist ein Rorschach-Test

Das Leben ist ein Rorschach-Test

Was macht die Filter-Pflege?

Rorschachtest

Das Leben ist ein Rorschach-Test

 

Was will Ihnen der Autor damit wohl sagen? Es geht um die Basis für Wahrnehmung, Denken und Handeln

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Der klassische Rorschach-Test

 

Zwischen den sanft verlaufenden Hügeln des malerischen Appenzellerlandes und der Weite des Bodensees liegt die Hafenstadt Rorschach. Ob der Schweizer Psychiater Hermann Rorschach mit diesem Ort etwas zu tun, ist mir nicht bekannt. Er war es jedenfalls, der den Rorschach-Test entwickelt hat. Bei dem sollen symmetrische Tintenkleckse gedeutet werden. Die Antworten bei identischen Tintenklecksbilder sind je nach Betrachter äußerst unterschiedlich.

 

 

 

Alltag, Wahrnehmung und mentale Landkarten

 

Statt bunter Tintenflecke interpretieren wir im Alltag ständig die an uns herangetragen Reize. Und das, wie bei einem Rorschach-Test auf ganz individuelle Weise. Wie und was wir sehen, sagt eine Menge über uns aus. Schließlich wählen wir ständig aus einer riesigen Menge von Sinnesreizen eine kleine Anzahl aus und interpretieren diese dann auch noch auf einzigartige Weise. Der Spielraum den wir uns dabei erlauben ist beachtlich. Die Begriffe Wahrheit und Realität bekommen da schnell einen eigenwilligen Beigeschmack.

Wie können Menschen an einem Ort unterschiedliche Eindrücke haben, wenn es nur eine Realität geben kann? Weil jeder von uns andere Erfahrungen gemacht und somit individuelle Wahrnehmungsfilter entwickelt hat. Anschließend macht das Gehirn passend, was sich nicht ins Konzept einordnen lassen will, wir generalisieren, tilgen und sind überhaupt sehr gut darin unsere Wirklichkeit zu konstruieren. Das kann vorteilhaft sein, wenn die Ergebnisse erfreuen oder auch negativ, wenn beispielsweise die eigene Vorstellung von denen der Umgebung zu sehr abweicht. Es ist dann, als wären wir mit der falschen Landkarte unterwegs.

 

 

 

Updates und Filterpflege

 

Während die Karten auf meinem Navigationsgerät regelmäßig ein Update bekommt, muss ich mich um die Verknüpfungen in meinem Kopf selbst kümmern. Dass die im Unbewussten gespeichert sind, macht es nicht gerade einfacher zu erkennen, wo Aufmerksamkeit förderlich ist. Eine gesunde Portion Selbstreflexion mit einer Prise externem Feedback ist da recht hilfreich. Hoch lebe die Neuroplastizität des menschlichen Gehirns!

 

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P.S.

 

Wie pflegen Sie Ihre Filter und Landkarten?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2016
Überarbeitung: 17. April 2019
AN: #371
K:CNC
Ü:

Gewohnheiten: Segen und mal Fluch? Heikle Gewohnheiten erkennen und ändern … nur wie?

Gewohnheiten: Segen und mal Fluch? Heikle Gewohnheiten erkennen und ändern ... nur wie?

Ohne Autopilot aufmerksam auf die Reise gehen, Chancen erkennen und nutzen
Ohne Autopilot auf Reisen gehen

Nachteilige Gewohnheiten

 

Sind Gewohnheiten gut oder schlecht? Wie lässt sich das erkennen? Erst dann lassen sich Gewohnheiten verändern – schlechte abbauen und gute aufbauen. Etwas Vorsicht vor Gewohnheiten lässt uns besser die vorteilhafteren Möglichkeiten erkennen. Wie so oft lohnen sich Selbstreflexion und genaues Hinsehen. So achten Sie auf heikle Gewohnheiten.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Heikle Gewohnheiten?

 

Fast jeder Arzt hat seine Lieblingsdiagnose.
Es gehört für ihn Überwindung dazu, sie nicht zu stellen.

Marcel Proust

 

Die Macht der Gewohnheit steht außer Frage – und das betrifft sämtliche Lebensbereiche. Wir lernen vieles bewusst und unbewusst durch Wiederholung. Je mehr wir es tun, desto einfacher und automatisierter wird es. Wir sparen dadurch Zeit und Energie, dass wir viele Dinge routiniert und unbewusst zu tun. Im Grunde funktioniert in einem solchen Augenblick unser Verhalten auf Autopilot.

Menschen entscheiden sich nicht immer wieder ganz neu, sondern neigen dazu, Entscheidungen zu wiederholen, selbst wenn sich Rahmenbedingungen ändern.

Wir denken nicht mehr darüber nach. Gewohnheiten sind dann hilfreich und entsprechend häufig anzutreffen, wenn Herausforderungen bzw. Aufgaben bekannt und sehr ähnlich sind. Es hat einige Vorteile für uns, doch dieser Autopilot bringt auch Gefahren mit sich, denn wir hinterfragen ihn nicht mehr. Gerade in den wichtigsten Momenten im Lebens kann der Autopilot genau den falschen Weg wählen.

Um der Realität angemessen zu begegnen, muss ich sie zuerst einmal unverschleiert wahrnehmen. Oft ist jedoch genau das nicht möglich. Nur sind wir oft zu blind, es selbst zu erkennen. Gewohnheiten können Segen oder Fluch sein.

 

 

 

Genauer hinsehen: Wald oder Bäume oder…

 

Es lohnt sich selbst heilige Kühe ab und zu infrage zu stellen. Mit etwas Vorsicht vor Gewohnheiten können wir leichter die besseren Möglichkeiten erkennen. Allzu leicht führen gemachte Erfahrungen sonst zu Verallgemeinerungen und voreiligen Schlussfolgerungen. Gerade in Bereichen, in denen wir uns wie Zuhause fühlen, vertraut und als Experten betrachten, sind blinde Flecken keine Seltenheit. Um kreativ zu sein, gilt es sich davon zu lösen, den Expertenstatus ab und an zur Seite zu legen und sich frei wie ein Neuling im Thema zu bewegen. Sozusagen, so wie mit den Augen eines Kindes ans Werk gehen.

In einigen Bereichen gehören deswegen Supervision und Coaching zum Standards, um die Selbstreflexion zu fördern und einschränkenden Mustern zu entkommen. Die meisten Menschen müssen sich allerdings selbst darum kümmern.

 

 

 

Den Autopiloten ausschalten

 

Wie lassen sich Gewohnheiten verändern?

Mittels Coaching und Mentaltraining lassen sich Gewohnheiten erkennen und ändern. Der Autopilot ist zwar in vielen Situationen sehr bequem, doch manchmal sind Korrekturen erforderlich. Anstatt in entscheidenden Momenten dem Autopiloten das Steuer zu überlassen, ist Aufmerksamkeit gefordert. Nur wer sich selbst und die eigenen Verhaltensmuster kennt, kann tatsächlich bewusst entscheiden, welches Verhalten zielführend ist. Wenn wir die Mechanismen erkennen und unsere Prioritäten, treffen wir die bessere Wahl.

Nur wenige Reaktionen steuern wir bewusst. Unser Unterbewusstsein erledigt den Rest. Persönliche Glaubenssätze und Denkmuster steuern uns im Autopilot. Mitunter wirken sie leider wie Selbstsabotage.

Selbst übersehen wir das oft. Unterstützung hilft hier, die blinden Flecken auszugleichen. Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, diese alten Muster aufzudecken und über Bord zu werfen. Der Weg für neue, konstruktivere Überzeugungen und Verhaltensweisen ist frei.

Sind die Ziele definiert, wartet der Artikel 17 Tipps für die Veränderung von Gewohnheiten und wie Sie neue bilden.

 

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Ergänzende Artikel

 

P.S.

 

Leben Sie Ihr Leben oder werden Sie vom Leben gelebt? Sanfter formuliert, wie bewusst gestalten Sie Ihre Routinen?

Gewohnheit heißt die große Lenkerin des Lebens.
 Daher sollen wir uns auf alle Weise erstreben, gute Gewohnheiten einzuimpfen. Francis Bacon

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. Februar 2017
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #434
K: CNB
Ü:

17 Tipps für die Veränderung von Gewohnheiten und wie Sie neue bilden

17 Tipps für Verhaltensänderungen

Wenn der Autopilot in die falsche Richtung führt. So können Sie überholte Gewohnheiten ändern.

 

Tipps für die Veränderung von Gewohnheiten

Veränderung von Gewohnheiten

 

Gewohnheiten bestimmen unser Leben, ob wir wollen oder nicht. Manche Gewohnheiten erleichtern den Alltag, andere sind lästig oder schaden. So lassen sie sich verändern.

 

 

 

Überblick

 

 

 

Veränderung von Gewohnheiten

 

Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe hinunterboxen,
Stufe für Stufe.

Mark Twain

 

 

 

Die lieben und die schädlichen Gewohnheiten

 

Gewohnheiten bestimmen unser Leben, ob wir wollen oder nicht. Manche erleichtern den Alltag, andere sind lästig oder schaden sogar.

Als der Britische Essayist Samuel Johnson meinte; „Die Fesseln der Gewohnheit spürt man lange Zeit nicht. Und wenn man sie erst spürt, kann man sie meist nicht mehr abstreifen“, hatte er wohl eher Gewohnheiten vor Augen, die es loszulassen galt.

Wer sich von unangenehmen Gewohnheiten verabschieden will, merkt oft sehr schnell, dass es dann doch nicht so einfach ist sie wieder abzustreifen. Zu tief graben sie sich ein, sind zunehmend fester und tiefer verwurzelt und der Vergleich mit einer Klette ist deutlich zu harmlos.

 

 

 

„Wir sind die Roboter.“

 

So falsch ist der Titel von Kraftwerk nicht: Gewohnheiten bestimmen unser Leben, ob sie hilfreich sind oder schaden. Weitgehend unbewusst führen sie uns durch den Alltag. So sorgen Sie dafür, dass wir im Autopiloten den Kollateralschaden beim morgendlichen Kaffeezubereiten geringer halten. Auch wenn wir gerne glauben wollen, dass unsere Entscheidungen und Handlungen von unserem bewussten Willen bestimmt werden; die Wahrheit sieht anders aus. Neue Informationen, die eigentlich zum erneuten Abwägen führen sollten, erreichen relativ wenig Wirkung.

In ihrer Gleichförmigkeit verleihen uns Gewohnheiten Stabilität, das Gefühl von Sicherheit. Sie sind weitgehend automatisiert, so das wir uns wichtigerem widmen können, als unsere Energie mit Nebensächlichkeiten zu vergeuden.

Gut, wenn unsere Gewohnheiten mit unseren Zielen übereinstimmen. Dann sind sie für uns nützlich und manchmal sogar überlebenswichtig. Doch wenn sie das nicht tun dann stören sie oft nur, lenken uns ab, lassen uns Umwege machen, beanspruchen woanders besser investierte Energie und schädigen manchmal sogar unsere Gesundheit.

Gut gemeint und doch nicht immer im Sinne des Erfinders: Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen positiven und negativen Gewohnheiten. Sobald sich ein Verhaltensmuster tief genug eingeschliffen hat, ist es sehr schwer es zu ändern, selbst wenn wir uns das fest vornehmen. Was tun?

Wer weiß wie die Mechanismen funktionieren und wo sie ansetzen, der kann sie verändern. Nicht nur die eigenen, sondern auch die anderer Menschen.

Gewohnheiten sind Verhaltensweisen, die wir, ohne viel darüber nachzudenken oder abzuwägen, regelmäßig in einem bestimmten Kontext wiederholen. Meist basieren sie auf Entscheidungen, die wir irgendwann einmal mehr oder weniger bewusst getroffen haben. Die damit verknüpften komplexen Prozesse im Gehirn werden so häufig wiederholt, bis eine Art Handlungsgedächtnis die Gewohnheit mit besonders wenig Aufwand stattfinden lässt. MRT-Dings-Tomograf an, Blick auf den Bildschirm: Während wir Gewohnheiten ausüben sind deutlich weniger Aktivitäten im Gehirn zu beobachten. Dann brauchen wir nicht mehr weiter über diese grundlegenden Verhaltensweisen nachzudenken. Das ist beispielsweise gut beim Zähneputzen und schlecht beim Zigarettenkonsum.

Es sind Gewohnheiten, die uns durch das Leben führen. Ohne sie wäre unser Gehirn überfordert von den Reizüberflutungen und Einzelheiten des Alltags.
So weit, so gut. Leider macht dieser Mechanismus des Energiesparens es auch für uns so schwer, unser Verhalten zu verändern, da sich die Kontrolle dafür in einem Bereich des Gehirns befindet, den wir nicht bewusst kontrollieren. Was tun?

Auswege: 17 Tipps für Verhaltensänderungen

 

Wie schaffen wir es, aus destruktiven Mustern auszusteigen? Die gute Nachricht: Wir sind unseren Gewohnheiten nicht hilflos ausgeliefert. Es erfordert nur das Wissen, wie wir die unbewussten Prozesse, die dabei ablaufen, beeinflussen können.

 

 

1. Bestandsaufnahme und Analyse

 

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme und Analyse der Gewohnheit, die Sie verändern wollen. Wann, wo, in welchem Zusammenhang? Welche Verknüpfungen gibt es?

 

 

 

2. Wille, Motivation, Disziplin

 

Leider genügt Willenskraft meist nicht, um eingefahrene Muster aufzulösen. Wille und Motivation sind zwar die Voraussetzungen, um überhaupt erst zu dem Entschluss zu kommen etwas zu verändern. Aber sie sind eben noch lange keine Erfolgsgaranten. Es braucht schon einen individuellen Handlungsplan, um alte Gewohnheiten loszuwerden.

Rationale Argumente spielen dabei eine kleinere Rolle, als zu erwarten wäre. Die meisten Menschen scheitern selbst dann, wenn es um ziemlich elementare Motive wie das eigene Überleben geht. Selbst bei konkreten Gefahren gelingt es nur wenigen beispielsweise ihre Ernährung dauerhaft umzustellen oder nicht mehr zu rauchen. Selbst dann, wenn sehr viel auf dem Spiel steht, geben sich zu viele Menschen ihren Gewohnheiten geschlagen. Das Wissen alleine führt oft nicht automatisch zu Veränderungen.

Schaffen Sie ein stabiles Fundament, stärken Sie Ihre Motivation. Weshalb ist Ihnen diese Veränderung wichtig? Gehen Sie dem eigentlichen Motiv auf den Grund.
Sind Sie nicht so richtig von Ihrem Vorhaben überzeugt, ist die Gefahr des Scheiterns groß. Ohne starke innere Motivation, wenn Sie selbst nicht wirklich überzeugt sind, wird die Veränderung nicht gelingen.

Hilfreiche Fragen:

  • Warum ist es Ihnen wichtig, diese Gewohnheit zu verändern?
  • Warum gerade jetzt? Weshalb nicht in einem halben Jahr?
  • Was versprechen Sie sich davon?
  • Was passiert, wenn Sie alles so belassen, wie es ist?

Das persönliche Motiv ist der Antriebsmotor während des Veränderungsprozesses, nicht das, was Sie tatsächlich anders machen wollen.

 

 

 

3. Zielsetzung

 

Wischi-Waschi-Entscheidung und halbherziges Ziel? Dann wird wohl kaum etwas anders werden.

Der Leidensdruck wirkt anfangs besonders stark. Zu oft gibt es deshalb nur die diffuse Entscheidung, dass etwas so nicht mehr geht. Viel stärker ist die Motivation, wenn das Ziel lockt! Und das nicht nur bis zum 1. Januar.

Da ist es mal wieder, das Smart-Format für wohlgeformte Ziele. Geben Sie dem Ziel eine Chance, machen Sie es stark! Und behalten Sie es auf dem Weg im Auge.

Wie? 
Hier geht es zum Smart-Format: Lieber SMARTe Ziele als unerfüllte Wünsche

 

 

 

4. Strategien und Alternativen

 

Sammeln Sie verschiedene Alternativen für die Gewohnheit, die Sie gerne loswerden wollen.

  • Was machen Sie jetzt? Was würden Sie dann anders machen?
  • Welche Alternativen bringen Sie dem gewünschten Ziel näher?
  • Was können Sie konkret tun, um ein neues Verhalten zu etablieren?
  • Wie können Sie sicherstellen, dass Sie statt der alten Gewohnheit bewusst die neue
  • Verhaltensweise umsetzen?

 

Erkunden Sie in der Vorstellung das angestrebte Verhalten.

 

 

 

5. Unbewusste Ursachen im Unbewussten verändern

 

Veränderungen müssen auf der Ebene angegangen werden, auf der sie Zuhause sind, sonst perlt jede Bemühung an der Oberfläche ab. Deshalb wird bei mir im Coaching in solchen Fällen gezielt mit dem Unbewussten gearbeitet und verschiedene Verfahren wie Hypnobalancing™ ergänzen das bewusste Verstehen.

Mit wirksamen Techniken lassen sich auch die sogenannten somatischen Marker beeinflussen, die in Windeseile an Entscheidungen beteiligt sind.

 

 

 

6. Gedankennetzwerk

 

Unser Verhalten lässt sich nicht von inneren Überzeugungen und Glaubenssätzen, Emotionen und Gedankenroutinen trennen. Entsprechend sind auch die Verknüpfungen zu berücksichtigen und ggf. zu bearbeiten.

Hier bieten Coaching und Therapie verschiedene Möglichkeiten.

 

 

 

7. Unerwünschtes Verhalten durch erwünschtes ersetzen

 

Statt ein Verhaltensmuster zu löschen ist es meist leichter, ein gewünschtes zu stärken. Schließlich haben Verhaltensweisen, auch die mit negativen Auswirkungen, eine positive Absicht. Und für die braucht es eine Alternative, die dem Ziel dient und möglichst deutlich weniger Nachteile mit sich bringt.

 

 

 

8. Wiederholung und Ausdauer

 

Damit neue Verhaltensweisen zu Gewohnheiten werden, braucht es Intensität und Wiederholung. Hier ist je nach Persönlichkeit auf Tendenzen zu achten, um den Prozess der Veränderung zu gestalten und zu fördern.

Übrigens zählt hier auch mentales Training, das sich nicht nur im Sport schon lange bewährt hat. Als Mentales Training, Mentaltraining und Mentalcoaching wird eine Vielfalt von psychologischen Methoden bezeichnet, mit denen die soziale und emotionale Kompetenz, die kognitiven Fähigkeiten, die Belastbarkeit, das Selbstbewusstsein, die mentale Stärke und das Wohlbefinden gefördert und auch neue Verhaltensweisen trainiert werden.

Konditionierung: Wirklich fest verankert sind neue Gewohnheiten in der Regel erst nach Monaten der Wiederholung. Wiederholung über einen längeren Zeitraum ist der Schlüssel zum erfolgreichen Erwerb neuer Gewohnheiten.

 

 

 

9. Störfaktoren verringern

 

Stress ist sehr ungünstig für einen grundlegenden Wandel. Stress reduziert die Selbstbestimmung. Die beiden Stresshormone Cortisol und Noradrenalin mindern die Leistungsfähigkeit des Frontalhirns. Unter Druck können wir schlechter zielgerichtet denken und handeln. Die Hirnregionen, die für unsere Gewohnheiten zuständig sind, arbeiten unter dem Einfluss dieser Stresshormone allerdings unbeirrt weiter. So haben es selbst noch so ungünstige Gewohnheiten einfacher als die eigentlich ersehnten neuen Verhaltensweisen.

 

 

 

10. Etappensiege feiern

 

Zuckerbrot statt Peitsche: Genießen Sie jeden Etappensieg. Belohnen Sie sich mit etwas Außergewöhnlichem. Freuen Sie sich über Ihren Erfolg.

 

 

 

11. Geeignetes Umfeld

 

In manch einem Umfeld wird es besonders schwer sein ein altes Muster abzulegen und ein neues zu festigen. Manchmal genügt schon ein zeitweiser Wechsel und manchmal ist es empfehlenswert, das Umfeld vollkommen zu meiden.
Gerade wenn es um soziale Kontakte geht, ist das mitunter schon eine Herausforderung. Für die Entscheidung lohnt sich eine ehrliche Betrachtung des Für-und-Wider. Sich etwas vorzumachen bringt nichts!

 

 

 

12. Verpflichtungen

 

Manchen Menschen hilft eine Selbstverpflichtung und anderen die Verpflichtung anderen gegenüber. Wobei hier sehr achtsam ans Werk gegangen werden sollte. Mitunter ist der daraus resultierende Druck zu groß und es kehrt sich ins Gegenteil um.

 

 

 

13. Auslöser meiden bzw. gezielt einsetzen

 

Wieso solltest du sich unnötig in Versuchung bringen? Orte, Personen, Tätigkeiten und andere Auslöser können im Zusammenhang mit abzulegenden Gewohnheiten stehen. Sie zu meiden bzw. gezielt zuverlässige Auslöser als Erinnerung für das gewünschte Verhalten zu fördern macht es leichter.

 

 

 

14. Wohlwollen und entspannt bleiben

 

Mit Krampf wird es nicht leichter, im Gegenteil. Mit Wohlwollen geht es meist besser als mit Brachialgewalt. Dran bleiben statt sich zu ärgern, wenn es mal nicht so läuft. Rückfälle sind Rückmeldungen!

 

 

 

15. Verknüpfung

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Daher lassen sich gewünschte Verhaltensweisen unterstützen, indem sie an bereits vorhandene möglichst feste Routinen anknüpfen.

 

 

 

16. Schnellstens starten

 

Prost Neujahr? Zu viele unberührte Wege sind mit guten Vorsätzen gepflastert. All die Absichtserklärungen sammeln sich an, belasten und entmutigen. Sie dienen als Ausreden, dass es ja doch nicht möglich ist. Was Du heute kannst besorgen, …. Statt auf den Jahreswechsel zu warten ist der beste Moment, um mit einer neuen Gewohnheit anzufangen, jetzt bzw. der Moment, der je nach erforderlicher Vorbereitung möglich ist.

 

 

 

17. Unterstützung

 

Gemeinsam mit anderen Menschen kann es leichter ans Werk gehen. Freunde, Partner und Gleichgesinnte können als Gefährten dienen. Aber Achtung, das ist ein zweischneidiges Schwert, denn hier besteht auch die Gefahr, sich gegenseitig zu behindern. Sicherer ist professionelle Unterstützung, die nicht nur mit dabei ist, sondern auch praktische Techniken und Methoden mitbringt und ganz für Sie da ist.

 

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Wie gehen Sie Verhaltensänderungen an?

Antworten auf häufige Fragen

Was sind Verhaltensmuster?

Verhaltensmuster sind angeborene oder erlernte Aktivitätsmuster und Verhaltensweisen, die in einem bestimmten Kontext in einer bestimmten, häufig vorhersagbaren Weise und in gleicher Reihenfolge auftreten. Sie vermitteln dem Handelnden möglicherweise das Gefühl von Sicherheit und Beständigkeit. Häufig sind sie resistent gegen jede Art von Veränderung.

Was sind Gewohnheiten?

Gewohnheiten sind Rituale und Verhaltensweisen, die wir automatisch ausführen und die es uns ermöglichen, wichtige Tätigkeiten wie Zähneputzen, Duschen, sich für die Arbeit anziehen und jeden Tag dieselben Wege zu gehen, ohne darüber nachzudenken, als Routinen auszuführen. Unbewusste Gewohnheiten setzen Ressourcen für unser Gehirn frei, um andere, komplexere Aufgaben zu erledigen, wie das Lösen von Problemen oder die Entscheidungsfindung.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2007
Überarbeitung: 27. März 2020
AN: #43320
K:
Ü:
Englische Version:

Manipulation: 20 Hinweise, um manipulative Personen zu erkennen

Manipulation: 20 Hinweise, um manipulative Personen zu erkennen

Nicht jeder Versuch der Manipulation ist sofort ersichtlich, doch es gibt Hinweise
Manipulator

Manipulatoren

 

Nicht jeder Versuch uns zu unserem Nachteil zu manipulieren ist sofort offensichtlich. So mancher professionelle Manipulator kommt im Schafspelz daher. Manipulative Persönlichkeiten gibt es leider einige. Sie zu erkennen ist ein wichtiger Schritt, um sich zu schützen

 

 

 

Überblick

 

20 Hinweise auf manipulative Verhaltensmuster

 

Manipulation zeigt sich selten an einem einzelnen Satz oder einer einzelnen Handlung.

Entscheidend sind wiederkehrende Muster.

Wie häufig geschieht etwas?

Wie viel Druck entsteht?

Wie frei fühlst du dich in deinen Entscheidungen?

Und was verändert sich bei dir im Kontakt mit dieser Person?

Die folgenden Hinweise können dir helfen, genauer hinzusehen.

 

 

 

1. Tatsachen werden selektiv oder verzerrt dargestellt

 

Informationen werden so ausgewählt, dass eine bestimmte Schlussfolgerung besonders naheliegt.

Wichtige Details fehlen.

Andere werden überbetont.

Manchmal entsteht dadurch ein Bild, das formal aus richtigen Einzelinformationen besteht und trotzdem in die Irre führt.

Hilfreich ist die Frage:

Welche relevanten Informationen fehlen möglicherweise?

 

 

 

2. Auffällig schnelle persönliche Nähe

 

Manche Menschen schaffen sehr schnell Vertrautheit.

Sie vermitteln:

„Wir verstehen uns.“

„Du bist anders als die anderen.“

„Dir kann ich vertrauen.“

Nähe kann selbstverständlich echt sein.

Aufmerksamkeit verdient sie, wenn daraus sehr früh Erwartungen, Verpflichtungen oder Einfluss entstehen.

 

 

 

3. Deine Werte werden gezielt angesprochen

 

„Du bist doch ein fairer Mensch.“

„Gerade von dir hätte ich mehr Loyalität erwartet.“

„Wenn dir unsere Beziehung wirklich wichtig wäre …“

Hier wird weniger über die Sache gesprochen.

Stattdessen wird dein Selbstbild angesprochen.

Du sollst etwas tun, damit du dich weiterhin als guter, loyaler oder verantwortungsvoller Mensch erleben kannst.

 

 

 

4. Schuldgefühle werden erzeugt

 

Schuld kann ein starkes Steuerungsinstrument sein.

Vielleicht wird vermittelt:

Du bist verantwortlich für die Stimmung.

Für die Enttäuschung des anderen.

Für seine Schwierigkeiten.

Oder dafür, dass eine Situation eskaliert.

Dann lohnt sich die Frage:

Wofür bin ich tatsächlich verantwortlich – und wofür trägt der andere Mensch Verantwortung?

 

 

 

5. Schmeichelei schafft Bindung

 

Komplimente sind angenehm.

Sie können ebenso Einfluss erzeugen.

Besonders dann, wenn Anerkennung sehr gezielt eingesetzt wird:

Du bist der Einzige, der das kann.

Auf dich kann man sich verlassen.

Du bist viel verständnisvoller als alle anderen.

Wenn daraus anschließend eine Forderung folgt, lohnt sich ein genauer Blick.

 

 

 

6. Aussagen und Ereignisse werden umgedeutet

 

Vielleicht erinnerst du dich an eine klare Aussage.

Später wird behauptet:

„Das habe ich so nie gesagt.“

„Das hast du falsch verstanden.“

„Du verdrehst meine Worte.“

Natürlich können Menschen sich unterschiedlich erinnern.

Problematisch wird es, wenn solche Umdeutungen regelmäßig auftreten und deine Wahrnehmung zunehmend unsicherer wird.

 

 

 

7. Verantwortung wird verschoben

 

Du sprichst ein problematisches Verhalten an.

Kurze Zeit später verteidigst du dich selbst.

Plötzlich geht es darum, was du falsch gemacht hast.

Was du angeblich provoziert hast.

Wie empfindlich du bist.

Oder weshalb dein Verhalten das eigentliche Problem darstellt.

So kann die ursprüngliche Verantwortung aus dem Blick geraten.

 

 

 

8. Ablenkung ersetzt Klärung

 

Eine konkrete Frage führt zu einem neuen Thema.

Ein Einwand wird mit einem Gegenangriff beantwortet.

Eine Kritik endet in einer Diskussion über deine Vergangenheit.

Je mehr Themen gleichzeitig auf dem Tisch liegen, desto schwieriger wird Klarheit.

Hilfreich kann sein:

Ein Thema nach dem anderen.

 

 

 

9. Die Interessen des anderen dominieren auffällig

 

In jeder Beziehung gibt es unterschiedliche Interessen.

Aufmerksamkeit verdient ein Muster, bei dem die Bedürfnisse einer Person regelmäßig Vorrang erhalten.

Zeit.

Entscheidungen.

Geld.

Aufmerksamkeit.

Planung.

Konflikte.

Dann lohnt sich die Frage:

Wie viel Gegenseitigkeit existiert tatsächlich?

 

 

 

10. Hilfsbereitschaft wird ausgenutzt

 

Hilfsbereitschaft ist eine Stärke.

Problematisch wird es, wenn jemand sie zunehmend als selbstverständlich behandelt.

Aus einer Bitte wird eine Erwartung.

Aus einer Ausnahme wird eine Gewohnheit.

Aus einem Gefallen entsteht eine dauerhafte Verpflichtung.

Achte darauf, ob dein Geben freiwillig bleibt.

 

 

 

11. Grenzen werden getestet

 

Ein kleines Nein.

Eine Verzögerung.

Eine persönliche Frage.

Eine Bitte, die etwas zu weit geht.

Manchmal werden Grenzen schrittweise getestet.

Was passiert, wenn du widersprichst?

Wird dein Nein respektiert?

Oder beginnt Überreden, Druck, Schuldzuweisung oder Abwertung?

Die Reaktion auf eine Grenze sagt häufig mehr als die Grenze selbst.

 

 

 

12. Worte und Verhalten passen wiederholt wenig zusammen

 

Jemand spricht von Respekt und überschreitet ständig Grenzen.

Von Vertrauen und kontrolliert dich.

Von Ehrlichkeit und hält wichtige Informationen zurück.

Von Unterstützung und sabotiert deine Entscheidungen.

Einzelne Widersprüche gehören zum Menschsein.

Wiederkehrende Diskrepanzen zwischen Worten und Verhalten verdienen Aufmerksamkeit.

 

 

 

13. Status oder Autorität werden eingesetzt

 

Titel.
Alter.
Erfahrung.
Geld.
Position.
Expertise.
Beziehungen.

Solche Faktoren können sachlich relevant sein.

Manipulativ wird es, wenn sie eingesetzt werden, um deine eigene Prüfung zu ersetzen.

„Ich weiß das besser.“

„Vertrau mir einfach.“

„Du verstehst das noch nicht.“

Auch Autorität verdient Überprüfung.

 

 

 

14. Hilfe erzeugt Verpflichtung

 

Jemand unterstützt dich.

Später wird diese Unterstützung zur Rechnung.

„Nach allem, was ich für dich getan habe …“

„Das bist du mir schuldig.“

„Jetzt könntest du wenigstens …“

Großzügigkeit verliert ihre Freiheit, wenn sie im Nachhinein zur Verpflichtung wird.

 

 

 

15. Sprache erzeugt Verwirrung statt Klarheit

 

Manche Gespräche werden auffällig kompliziert.

Begriffe ändern ihre Bedeutung.

Aussagen bleiben vage.

Fragen werden mit langen Erklärungen beantwortet, ohne tatsächlich beantwortet zu werden.

Dann kann Verwirrung selbst Teil des Problems werden.

Hilfreich ist:

Was wurde konkret gesagt?

Was wurde konkret vereinbart?

 

 

 

16. Zeitdruck erschwert deine Entscheidung

 

„Ich brauche jetzt eine Antwort.“

„Die Chance gibt es nur heute.“

„Wenn du mich wirklich unterstützt, entscheidest du dich sofort.“

Zeitdruck kann sachlich begründet sein.

Er kann ebenso verhindern, dass du Informationen prüfst, mit anderen sprichst oder deine eigenen Bedürfnisse wahrnimmst.

Bei wichtigen Entscheidungen gilt:

Zeit zum Nachdenken kann ein Schutzfaktor sein.

 

 

 

17. Informationen werden bewusst dosiert

 

Du bekommst gerade genug Informationen, um eine Entscheidung zu treffen.

Später tauchen weitere Details auf.

Oder du erfährst, dass andere Beteiligte mehr wussten als du.

Information ist Macht.

Wer kontrolliert, was du wann erfährst, kann damit auch deine Entscheidungen beeinflussen.

 

 

 

18. Andere Perspektiven werden abgewertet oder ausgeschlossen

 

„Deine Freunde verstehen unsere Situation nicht.“

„Deine Familie mischt sich überall ein.“

„Dein Berater hat keine Ahnung.“

Natürlich können Außenstehende falschliegen.

Aufmerksamkeit verdient ein Muster, bei dem unabhängige Perspektiven grundsätzlich diskreditiert werden.

Isolation macht Einfluss leichter.

 

 

 

19. Du veränderst dich zunehmend

 

Vielleicht bemerkst du:

Du erklärst dich häufiger.

Du wirst vorsichtiger.

Du vermeidest bestimmte Themen.

Du brauchst länger für Entscheidungen.

Du fragst andere Menschen ständig, ob deine Wahrnehmung stimmt.

Du sagst Ja, obwohl du Nein meinst.

Du beschäftigst dich ungewöhnlich viel damit, wie die andere Person reagieren könnte.

Manchmal zeigt sich Manipulation besonders deutlich an den Veränderungen, die sie bei dir erzeugt.

 

 

 

20. Eine unabhängige Perspektive verändert plötzlich das Bild

 

Manchmal erscheint eine Situation lange kompliziert.

Dann erzählst du sie einer unbeteiligten Person.

Und plötzlich wird etwas sichtbar:

Eine Forderung war keineswegs selbstverständlich.

Eine Schuld gehörte weniger zu dir.

Eine Vereinbarung war erstaunlich einseitig.

Oder eine Situation, die du für normal gehalten hast, erscheint aus etwas Abstand ganz anders.

Das bedeutet weniger, dass Außenstehende automatisch recht haben.

Es zeigt:

Perspektivwechsel kann helfen, Einflussmechanismen sichtbar zu machen.

 

 

 

Ein Hinweis allein beweist wenig

 

Fast jeder Mensch beeinflusst andere gelegentlich.

Wir argumentieren.

Bitten.

Überreden.

Werben.

Manchmal handeln wir unfair.

Deshalb geht es weniger darum, nach einem einzelnen Punkt sofort jemanden als „Manipulator“ einzuordnen.

Wichtiger sind:

Wiederholung.

Intensität.

Absicht und Kontext.

Umgang mit deinem Nein.

Und die Auswirkungen auf deine Entscheidungsfreiheit.

Eine sehr hilfreiche Frage lautet:

Kann ich in dieser Beziehung frei zustimmen – und ebenso frei ablehnen?

 

 

 

Dein Bauchgefühl: Hinweis statt Beweis

 

Vielleicht sagt dein Gefühl:

Hier stimmt etwas nicht.

Das ist noch kein Beweis für Manipulation.

Es kann jedoch ein Anlass sein, genauer hinzusehen.

Vielleicht hast du kleine Widersprüche registriert.

Eine ungewöhnliche Veränderung im Ton.

Eine Diskrepanz zwischen Worten und Verhalten.

Oder ein Muster, das du bisher kaum benennen konntest.

Statt dein Gefühl sofort zur Wahrheit zu erklären oder es abzuwerten, frage:

Was genau hat mich irritiert?

Diese Frage führt häufig weiter.

 

 

 

So schützt du deine Entscheidungsfreiheit

 

Bei möglicher Manipulation helfen einige einfache Grundsätze:

  • Verlangsame wichtige Entscheidungen.

  • Bitte um konkrete Aussagen.

  • Prüfe relevante Informationen aus weiteren Quellen.

  • Trenne Fakten von Interpretationen.

  • Achte auf wiederkehrenden Schuld- und Zeitdruck.

  • Gib dir Zeit, bevor du Zusagen machst.

  • Halte wichtige Vereinbarungen gegebenenfalls schriftlich fest.

  • Beziehe bei weitreichenden Entscheidungen unabhängige Perspektiven ein.

  • Nimm wiederholt getestete Grenzen ernst.

  • Achte darauf, wie sich der Kontakt auf dich auswirkt.

Und frage dich:

Würde ich diese Entscheidung auch ohne diesen Druck treffen?

Diese Frage kann erstaunlich viel klären.

Antworten auf häufige Fragen

Was sind Manipulanten?

Manipulanten sind Personen, die manipulieren. Das tun diese durch direkte oder unterschwellige Beeinflussung, um so bestimmte Verhaltensweisen auslösen oder zu steuern.

Was ist Manipulation?

Als manipulatives Verhalten wird die verdeckte Einflussnahme verstanden. Bei der Manipulation von Menschen, wollen manipulierende Zeitgenossen möglichst unbemerkt so Einfluss auf Wahrnehmung, Denken und Handeln von Zielpersonen nehmen.

Ist Manipulation schlecht?

Manipulation gilt dann als negativ, wenn die Bedürfnisse, Ziele und der Nutzen von Zielpersonen nicht respektiert werden.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

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  • bis wann das Thema relevant ist
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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

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→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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Datenschutz

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P.S.

 

Wie gut sind Sie darin Manipulateure zu erkennen und woran?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Artikel zum Thema Manipulation 

Red Herring: Ablenkungsmanöver erkennen und beim Thema bleiben

Red Herrings führen Gespräche auf falsche Fährten. Erfahre, wie du Ablenkungsmanöver erkennst, relevante Fragen schützt und souverän beim Wesentlichen bleibst.

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YouTube-Kanal Schutz vor Narzissten & Co. @karsten-noack

 

Auf meinem YouTube-Kanal @karsten-noack „Narzissmus & Selbstschutz“ findest du eine umfangreiche Fachmediathek zu narzisstischen Dynamiken, toxischen Beziehungsmustern, emotionaler Manipulation und den Folgen für Betroffene.

Die Videos sind aus meiner langjährigen Arbeit als Therapeut, Coach und Berater entstanden.
Sie geben Orientierung, ordnen typische Muster ein und vermitteln konkrete Impulse für mehr Klarheit, Selbstschutz und innere Stabilität.

Im Laufe der Zeit ist daraus eine große Sammlung mit mehreren hundert Beiträgen entstanden.
Viele Zuschauerinnen und Zuschauer nutzen den Kanal als Begleitung, zur Reflexion und zum Austausch mit anderen Betroffenen.

Die persönliche therapeutische und beratende Arbeit bleibt der Kern meiner Tätigkeit.
Die Videos ergänzen diese Arbeit als öffentlich zugängliche Fachmediathek.

Externer Link zu YT-Kanal @karsten-noack (es geltem die Datenschutzbedingungen von Google/YouTube)
Wer sich selbst gut kennt, ist nicht mehr so leicht manipulierbar.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. September 2018
Überarbeitung: 19. März 2020
AN: #7561014
Ü:
K:

Umgang mit Unsicherheiten

Umgang mit Unsicherheiten

Gedanken ... jeder geht anders mit dem Coronavirus um
Singletasking

Umgang mit Unsicherheiten

 

Das Thema Coronavirus wirbelt die Welt und die Gedanken durcheinander. Aus diesem Anlass widme ich diesen Beitrag dem Umgang mit Unsicherheiten.

Umgang mit Unsicherheiten

 

Wir Menschen brauchen einen gewissen Rahmen, an dem wir uns orientieren können. Fehlt dieser Rahmen, dann fehlt uns der Halt im Leben. Unsicherheit verursacht Stress, Möglichkeiten werden nicht ausgeschöpft oder nachteilige Entscheidungen gefällt. Rationale und irrationale, weil übertriebene, Ängste entwickeln eine Eigendynamik.

Kaum etwas im Leben ist wirklich sicher. Doch mit der Zeit gelingt es den meisten Menschen sich mit all den Unsicherheitsfaktoren im Leben einzurichten. Mehr oder weniger gut gelingt es Resilienz zu entwickeln. Sie hilft uns, wie ein Fundament, das Beste aus den Gegebenheiten zu machen, wo wir ansonsten unter der Last zusammenbrechen würden.

Ausruhen können sich selbst sehr resiliente Menschen nicht ewig, das Leben liefert immer wieder und wieder Herausforderungen. Und wenn dann mitunter ein großer Teil der gewohnten Welt, des vertrauten Rahmens, zu wackeln beginnt, rüttelt das an den Grundfesten.

Der Umgang mit bedrohlich erscheinenden Unsicherheiten stellt uns auf die Probe. Es scheint, als wenn wir auf viele Faktoren keinen Einfluss haben. Und dort, wo wir entscheiden können, ist nicht klar, welche Entscheidung schließlich welche Konsequenzen haben wird. Das fühlt sich dann mitunter an, wie die erzwungene Teilnahme an einem russischen Roulette.

Der persönliche Umgang mit solchen Situationen ist sehr unterschiedlich, reicht von Ignorieren bis vollkommenen Erstarren, Hingabe an die Horrorszenarien oder sogar Verhalten, das einen selbst und andere Menschen unnötig gefährdet.

Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, nimmt die umfangreiche Beschäftigung mit den möglichen Folgen dann auch noch dem Leben im Hier-und-Jetzt jegliche Qualität. Es drehen sich alle Gedanken nur noch um die potenzielle Katastrophe. Da beneidet dann manch komplexer Mensch, die Unbekümmertheit der Ignoranten.

Wird der Handlungsspielraum als zunehmend enger empfunden, dann ist es an der Zeit am mentalen Zustand zu arbeiten. Jenseits des Realitätschecks brauchen wir Wege, um auf die eigene Seele acht zugeben.

Eine Patentlösung, jenseits von Religion und Co., wird wohl persönlich meist enttäuschend sein. Jeder kann für sich schauen, welche Eckpfeiler in Zeiten der Unsicherheit einen ganz eigenen Rahmen liefern können. Besondere Bedeutung haben hier die Beziehungen, zu den Menschen, die uns am Herzen liegen.

Passen Sie auf sich auf!

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Thema? Wie gehen Sie mit Unsicherheiten um? 

 

Der nächste Schritt

 

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Artikel

Visionen und Zukunftspläne: Wie aus Zukunftsbildern Richtung wird

Eine gute Vision braucht mehr als große Ziele. Erfahre, wie Zukunftsbilder Orientierung geben, Entscheidungen erleichtern und konkrete Schritte ermöglichen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #637
K: CNC
Ü:

Warnung vor dem Munde! Reden ist Macht, Einfluss braucht Verantwortungsbereitschaft

Warnung vor dem Munde! Reden ist Macht, Einfluss braucht Verantwortungsbereitschaft

Mut zur Verantwortung
Stimme

Reden ist Macht

 

Wer überzeugend redet hat mehr Einfluss. Wie wird diese Macht verantwortungsvoll ausgeübt, um einen Beitrag zu leisten, mitzugestalten und wie steht es mit der erforderlichen Verantwortungsbereitschaft?

Überblick

Reden bedeutet Macht: Reden heißt überzeugen, zu verändern, anzutreiben.

Ralph Waldo Emerson

Reden bedeutet Macht!

 

Nicht jede Rede will die Welt verändern und nicht jede die das möchte, liefert dazu einen erkennbaren Beitrag. Doch manchmal wäre es schon schön die Dinge mitzugestalten, oder? Es ist gut zu wissen, wie der Einfluss ausgeübt werden soll, wann es Zeit ist aufzustehen und der eigenen Verantwortung gerecht zu werden. Reden bedeutet Macht!

 

 

 

Zu viel Verantwortung?

 

Viel zu viele ehrliche und respektvolle Menschen überlassen weniger uneigennützigen Zeitgenossen die Bühne und damit die Macht. Ja, Reden bedeutet Macht! Sie verantwortungsvoll einzusetzen ermöglicht einen persönlichen Beitrag zu leisten und mitzugestalten.

Reden ist Macht, Einfluss braucht Verantwortungsbereitschaft

Reden erfordert Verantwortungsbewusstsein

 

Der Grat ist schmal zwischen der mutigen Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und dem Streben nach Macht an. Letzteres disqualifiziert!

Karsten Noack

 

Ja, Einfluss steht in einer engen Beziehung zur Verantwortung. Es geht im Leben darum, sich der Verantwortung als würdig zu erweisen und diese Macht überlegt einzusetzen — sich mit ihr einzusetzen, wenn jemand, oder etwas Unterstützung benötigt. Es ist an der Zeit Verantwortung zu übernehmen, Mut zu haben und sich ein ordentliches Stück Idealismus zu leisten, auch wenn das aktuell nicht dem dominierenden Zeitgeist entspricht.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Der nächste Schritt

 

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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
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→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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P.S.

 

Sind Sie bereit mehr Verantwortung zu übernehmen?

Warnung vor dem Munde!

Artikel zum Thema Verantwortung

Veränderung beginnt bei dir: Selbstführung statt Selbstoptimierung

Veränderung beginnt im eigenen Einflussbereich: Muster erkennen, Handlungsspielräume nutzen und mit Selbstführung konkrete Veränderungen gestalten.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Februar 2015
Überarbeitung: 18.Februar 2020
AN: #878

Macht, zwischen der Vorsicht vor der dunklen Seite und der Verantwortung

Macht, zwischen der Vorsicht vor der dunklen Seite und der Verantwortung

Autorisierung von Macht: Manche Menschen wollen um jeden Preis Macht, andere scheuen sie

Macht

Macht und Verantwortung

 

Wer Macht für etwas einsetzen will, braucht auf die eine oder andere Weise die Autorisierung derjenigen, deren Interessen vertreten werden sollen. Was ist dazu erforderlich und wer ist überhaupt in der Lage verantwortungsvoll mit Macht umzugehen? Euripides forderte: Du hast die Macht, so üb auch Tugend! Ein Sprichwort sagt: Gib jemandem Macht, und du erkennst seinen Charakter. Sind wir so schlimm?

Überblick

 

 

 

 

Keine Macht darf über dem Recht stehen.

Marcus Tullius Cicero

 

 

 

Definition Macht

 

  1. Die Fähigkeit, auf andere Einfluss ausüben zu können, auch gegen deren Willen.
  2. Eine Person, Institution oder Organisation mit der Fähigkeit auf andere – auch gegen deren Willen – Einfluss auszuüben.

 

 

 

 

Macht hat viele Seiten

 

Machtgelüste sind die entsetzlichsten aller Leidenschaften.

Publius Cornelius Tacitus

 

Macht hat viele Facetten; dunkle und auch erfreuliche. Beispiel für die Schattenseiten: 1971 hat der Psychologe Philip Zimbardo von der kalifornischen Stanford University mit dem berühmt-berüchtigten Stanford-Prison-Experiment eine der unangenehmen Seiten verdeutlicht. Mit Freiwilligen simulierte er die Machtverhältnisse in einem Gefängnis. Mittels Münzwurf wurde entschieden, wer als Wärter und wer als Gefangener teilnimmt. Das Rollenspiel eskalierte und es kam zu tatsächlichen Misshandlungen, so dass es abgebrochen wurde. Seither steht es als Beispiel für die dunkelsten menschlichen Abgründe hinsichtlich der Machtausübung. Macht kann korrumpieren, schlechten Einfluss ausüben, moralisch verderben. Macht kann jedoch auch für gute Zwecke und respektvoll eingesetzt werden.

Sehr häufig wird nur über die negativen Formen der Macht gesprochen. Doch hat Macht auch das Potenzial für Gutes eingesetzt zu werden. Da zielgerichtete Handlungen wirkungsvoller sind, ist es beispielsweise förderlich so Gruppen zu koordinieren, zu steuern und Interessen gebündelt zu repräsentieren. Häufig auch freiwillig geben Menschen daher Macht an andere ab. Das funktioniert in vielen Bereichen für eine Weile recht gut. Allerdings gibt es zahlreiche spektakuläre historische Beispiele und leider sind nicht alle glorreich. Nicht alle Hoffnungen werden erfüllt.

Wer Macht hat, kann nach eigenen Vorstellungen gestalten und auf andere Menschen einwirken. Wie verantwortungsvoll das geschieht, zeigt sich meist erst zeitverzögert. Macht ist ein zweischneidiges Schwert; es kann Gutes wie Schlechtes bewirken. Außerdem neigen Machtinhaber dazu erworbene Macht und den damit verbundenen Einfluss nicht wieder hergeben zu wollen. Wenn machthungrige Menschen ans Ruder kommen, wollen sie vieles, nur nicht rudern. Den Preis zahlen dann andere Menschen. Viele klammern sich derart an die Macht, dass ihnen alles recht ist, sie zu sichern. Viele sind dann bereit einen sehr hohen Preis dafür zu bezahlen. Vor allem, wenn der auf Kosten anderer beglichen wird. Kein Mensch besitzt so viel Festigkeit, dass man ihm die absolute Macht zubilligen könnte (Albert Camus).

 

 

 

Tugend?

 

 

Der Blick der Menschheit war bisher zu stumpf, zu erkennen, dass die mächtigsten Menschen große Schauspieler waren.

Friedrich Wilhelm Nietzsche

 

Euripides forderte: Du hast die Macht, so üb auch Tugend! Ein Sprichwort sagt: Gib jemandem Macht, und du erkennst seinen Charakter. Carl Ludwig Börne: Macht korrumpiert. Absolute Macht korrumpiert absolut. Je nach Sichtweise wird Macht als etwas Erstrebenswertes oder Verdammenswürdiges betrachtet. So oder so; Macht beschreibt den Einfluss auf ein soziales System und spielt eine große Rolle im Zusammenleben. Macht verändert die Menschen. Und das nicht nur im politischen Geschehen, sondern auch im Alltag. Deshalb lohnt die Beschäftigung mit dem Thema und den Zusammenhängen. Dazu gehören auch Status und Hierarchien.

Damit Menschen kooperieren und Arbeitsteilung betreiben ist es erforderlich das Zusammenleben zu organisieren. Manche übernehmen Führungsaufgaben, andere sind in Positionen, in denen sie ausführen. Gruppen können davon profitieren. So scheinen wir diese Hierarchien zu benötigen, zweifeln sie jedoch gleichzeitig an und bewegen uns zwischen eigenen Zielen und denen der Gemeinschaft.

 

 

 

Basis von Macht

 

Machtbasis:

  • Legitimierte Macht
  • Belohnungen
  • Zwang
  • Identifikation
  • Wissen

 

 

 

Manche Menschen wollen um jeden Preis Macht, andere scheuen sie

 

Macht benötigt eine Basis, einen Ursprung, sie ist gerade heutzutage üblicherweise nicht einseitig. Auch wenn diejenigen, die sich einem fremden Willen aussetzen, es oft anders empfinden; es gibt Menschen, die Macht ausüben und jene, die es ermöglichen. Ein altbacken klingender Gewerkschaftsspruch bringt es auf den Punkt: „Wenn mein starker Arm es will, stehen alle Räder still.“

 

 

 

Narzissten und Macht

 

Wenn machthungrige Menschen ans Ruder kommen, wollen sie vieles, nur nicht rudern. Besonders heikel wird es, wenn Narzissten Einfluss gewinnen. Je nach Ausprägung des Narzissmus und der Einschätzung wie weit sich das treiben lässt, leben Narzissten ihre Neigungen aus, wenn sie die Möglichkeiten dafür bekommen. Verstellen sich Narzissten noch solange es für sie förderlich ist, zeigen sie ihr wahres Gesicht, sobald sie meinen es wäre für sie ohne Risiko.

In diesem Artikel geht es nicht um die pathologische Beurteilung, sondern um die Persönlichkeitstendenzen. Narzissten wirken selbstbewusst, sie sind es aber nicht wirklich. Sie machen uns etwas vor, stülpen sich eine Maske über. Sie hoffen, dass ihr wahres Ich nicht erkannt wird und können äußerst aggressiv reagieren, wenn jemand an der Fassade kratzt. Deswegen sind sie meist sehr gut darin ihr Umfeld zu täuschen, zu blenden. Sie lassen gerne andere Menschen dafür zahlen, dass es ihnen selbst gut geht. Deswegen geht es ihnen meist besser, als ihren Opfern — Probleme haben nur die anderen.

Leider gelangen zu viele Narzissten unerkannt in Positionen, die mit Macht verbunden sind. Dort richten sie großen Schaden an, weshalb es hier gilt Aufklärungsarbeit zu leisten und sehr aufmerksam zu sein. Werden die narzisstischen Manöver und Verhaltensweisen offensichtlich, ist der Schaden oft schon groß und der Narzisst schwer wieder loszuwerden. Der Elefant im Porzellanladen stört sich selbst nicht an den Kollateralschäden, sondern nur an der Undankbarkeit des Publikums. Viele Menschen empfinden solche Personen als peinlich, doch sie kommen sehr oft noch ein erstaunliches Stück weiter nach oben.

 

 

 

Autorisierung von Macht

 

Wer Macht für etwas einsetzen will, braucht auf die eine oder andere Weise die Autorisierung derjenigen, deren Interessen vertreten werden sollen. Kein Mensch ist gut genug, einen anderen Menschen ohne dessen Zustimmung zu regieren (Abraham Lincoln).

Fühlen sich die Vertretenen gut repräsentiert und bestätigen sie die Autorisierung, liefert dies die Legitimierung und damit die verbundene Macht. Die kann auch viel Gutes bewirken, wenn sie mit Verantwortungsbewusstsein ausgeübt wird. Und schon sind wir im Bereich der Philosophie.

Schon der Jedi Luke Skywalker wusste um die dunkle Seite der Macht. Also; möge die Macht mit Ihnen sein!

 

 

 

Fazit

 

Mit deutlich mehr Fingerspitzengefühl und System gilt es zu entscheiden, wer welchen Einfluss ausüben sollte. Diejenigen, die unbedingt Macht erwerben wollen, sind oft gerade jene, die sie nicht verantwortungsvoll handhaben werden. Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt sind hier gefordert genauer hinzuschauen.

 

 

 

Synonyme für Macht

 

Vermögen, Fähigkeit, Autorität, Herrschaft, Führung, Leitung, Stärke, Potenz, Dominanz

 

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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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P.S.

 

Was halten Sie von Macht, deren Verteilung und Einsatz? Wie sorgen wir dafür, dass die Macht in den Händen liegt, in denen sie verantwortungsvoll ausgeübt wird?

Der Zugang zur Macht muss Menschen vorbehalten bleiben, die nicht in sie verliebt sind. Platon

Artikel zum Thema Verantwortung

Veränderung beginnt bei dir: Selbstführung statt Selbstoptimierung

Veränderung beginnt im eigenen Einflussbereich: Muster erkennen, Handlungsspielräume nutzen und mit Selbstführung konkrete Veränderungen gestalten.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 6. Februar 2020
AN: #63413
K: CNC
Ü:

Facelifting im Gesicht, am Gesäß, in der Politik, in Unternehmen,…

Facelifting im Gesicht, am Gesäß, in der Politik, in Unternehmen,...

Bedeutungswandel: Von der Straffung bis zur Verschlimmbesserung

Facelifting

Facelifting

 

Facelifting heute auch in der Politik und in Unternehmen statt. Statt am Inhalt wird an der Verpackung gefeilt. Häufig auch hier Verschlimmbesserungen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Aus aktuellem Anlass… Facelifting

 

Ursprünglich meinte Facelifting so etwas wie Gesichtsstraffung. Jedoch, durch die üblichen Ergebnisse solcher Verschlimmbesserungen änderte sich die Bedeutung. Heute wird eine raffinierte chirurgische Methode als Facelifting bezeichnet, bei der Falten durch Narben ersetzt werden. Obwohl dabei in der Regel die örtliche Beibehaltung von Augen, Nase, Mund und Ohren angestrebt wird, sind diese anschließend oft nicht mehr an den erwarteten Stellen zu finden. Das sorgt regelmäßig zu Irritationen bei Gesprächspartnern und die Kommunikationsprozesse erhalten einen eigenwilligen Drall. So ähnlich, wie im Sketch von Loriot und Evelyn Hamann, bei dem eine wandernde Nudel das Gespräch verhindert.

Erhofft wird die ewige Jugend, dass tatsächliche Resultat ist jedoch sehr häufig eine Karnevalsmaske. Doch statt eines grauenvollen Aufschreis sorgen der Stolz und die immense Investition dafür, dass solche kleingeistigen Betrachtungen unterbleiben. Was teuer ist, das  ist auch gut! Basta!

Da sich nicht nur Gesichter liften lassen, sind neben Brüsten und Bäuchen auch Unternehmensdarstellungen, Parteiprogramme und andere Einrichtungen von diesem Phänomen betroffen. Besser, als mit äußerlichem Herumdoktern kosmetisch zu verschlimmbessern, ist die grundlegende Herangehensweise vom Kern, von der Substanz aus, also von innen nach außen. Erst kommt der Inhalt und dann die Verpackung.

 

Innen pfui,
außen dann auch egal.

P.S.

 

Wo begegnet Ihnen das Phänomen Facelifting und wie stehen Sie dazu, wenn sich nur die Verpackung, jedoch nicht der Inhalt ändert?

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
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Heute wird eine raffinierte chirurgische Methode als Facelifting bezeichnet, bei der Falten durch Narben ersetzt werden. Obwohl dabei in der Regel die örtliche Beibehaltung von Augen, Nase, Mund und Ohren angestrebt wird, sind diese anschließend oft nicht mehr an den erwarteten Stellen zu finden. Karsten Noack

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

Wissen, aber nicht handeln? Lieber in Deckung bleiben, na und?

Wissen, aber nicht handeln? Lieber in Deckung bleiben, na und?

Aha-Moment! Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?
Aha-Moment

Wissen, aber nicht handeln?

 

Ruhm und Ehre mögen locken, doch einige Aha-Momente können auch den Kopf kosten. Nicht jeder ist bereit sich als Märtyrer zu verewigen. Deswegen bleiben viele Menschen lieber in der Deckung.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Aha-Moment! Na und? Lieber in Deckung bleiben!

 

Heute Morgen kam im Radio der Song „Take on me“. Ich habe den ganzen Tag überlegt, wer das gesungen hat. Ganz langsam verstummt das Summen der Rädchen im Kopf. Es ist ein leises Klicken zu spüren, als würden sich die Gedanken neu ordnen, so wie die Stifte eines Tresors. Plötzlich, ganz plötzlich öffnet sich ein Schloss und Sie sehen, wie die Puzzleteile nun ein deutliches Bild ergeben.

Wie auch immer Sie das Ergebnis nennen wollen; ​Aha-Moment, Aha-Erlebnis, zündender Gedanke, Erleuchtung, Apfel-Auf-Kopf, Eingebung, Erkenntnis, Einsicht, Geistesblitz, brennender Dornbusch, der fallende Groschen, das letzte Puzzleteil, … 
Ob schlagartig oder Schritt für Schritt; der Gedanke ist da und will jetzt nicht mehr ignoriert werden.

Schön, wenn das Universum uns mit einer Einsicht oder einem Auftrag beehrt, oder nicht?

Ruhm und Ehre

 

Das ist die Chance ein Zeichen zu setzen, etwas zu bewegen. Nur, Ruhm und Ehre mögen locken, doch einige Aha-Momente können auch den Kopf kosten. Die Geschichtsbücher sind voller Beispiele. Schon die blasphemische Behauptung, dass die Welt eine Kugel sei, machte eine Weile nicht gerade Freunde in Rom. So etwas kann auch heute schon mal zu einem Karriereknick führen, wenn nicht sogar zur Durchtrennung der für Aufrichtigkeit erforderlichen Nackenmuskulatur. Und auch eine Kreuzigung klingt verlockender, als sie ist. Als Märtyrer ist zwar der Weg in die Geschichtsbücher geebnet, doch …

Aha-Momente haben ihren Preis

 

Aha-Momente können durchaus ihren Preis haben, wenn die Welt noch nicht reif für sie ist. Das ist nun mal das Los derjenigen, die bereit sind voranzugehen, Terrain zu erkunden und unbekanntes Land zu erobern. Doch das Holz, aus dem die Helden sind …

 

 

 

Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?

 

Wirklich keimfreies Leben gibt es nicht. Entweder riskiert wir Läuse oder Langeweile. Mancher Aha-Moment erfordert überdurchschnittlichen Mut und die Bereitschaft sich einzusetzen. Nicht jeder ist bereit für eine Idee ein Risiko einzugehen – soll doch ein anderer der Erste sein – und nicht jeder weiß wie der Idee Geltung verschafft werden kann. Zugegeben; mitunter zählt jedes Wort, Kleinigkeiten können entscheidend dazu beitragen, willkommen geheißen oder verdammt zu werden.
 Selbst, wenn es mal weniger gefährlich ist, bleiben viele Ideen unter Verschluss. „Vielleicht später!“, Chance vertan!

 

 

 

„Habe ich!“, statt „Hätte ich nur!“

 

Wenn das Haar ergraut ist, behauptet dann später so manch eine Erzählerin oder ein Erzähler, die Zeichen der Zeit schon damals erkannt zu haben, doch andere wären schneller gewesen. Schade! Es gibt so viele verhinderte Helden.

Diejenigen, die dem Ruf folgen wollen, bereite ich gerne auf ihre Heldenreise vor bzw. biete mich als Reisebegleiter an. Und nein, es ist üblicherweise nicht erforderlich zum Märtyrer zu werden.

Auf zu neuen Ufern!

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

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  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Für was setzen Sie sich ein?

Artikel

Visionen und Zukunftspläne: Wie aus Zukunftsbildern Richtung wird

Eine gute Vision braucht mehr als große Ziele. Erfahre, wie Zukunftsbilder Orientierung geben, Entscheidungen erleichtern und konkrete Schritte ermöglichen.

Wirklich keimfreies Leben gibt es nicht.
 Entweder riskieren wir Läuse oder Langeweile.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 18. April 2015
Überarbeitung: 30. Januar 2020
AN: #514
K: ACN
Ü:

Lügen in Interviews ist keine gute Idee

Lügen in Interviews ist keine gute Idee

Medienkompetenz, Entscheidungen und Körpersprache
Sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren, auch in den Medien

Lügen in Interviews

 

Lügen haben kurze Beine. Was nicht schnellstens durch den Faktencheck enthüllt wird, wird später aufgedeckt. So oder so gibt die Körpersprache in viel zu vielen Interviews Hinweise darauf, dass mit den Aussagen etwas nicht stimmt.

Überblick

 

 

 

 

 

Lügen in Interviews ist keine gute Idee

 

Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.

Martin Luther

 

Abgasskandale, Doping und andere Verfehlungen gehören selten zum Gegenstand von Prahlereien. Dabei will kaum jemand erwischt werden. So weit, so verständlich.

Lügen ist schon sonst keine schöne Sache, doch während eines Interviews multiplizieren sich die Konsequenzen, sobald die Wahrheit ans Licht kommt. Und das geschieht früher oder später, Lügen haben ja bekanntlich kurze Beine.

 

Drei Worte: Hundertprozent glaubwürdiges Dementi.

Independence Day

 

Was nicht schnellstens durch den Faktencheck enthüllt wird, wird doch irgendwann aufgedeckt. So oder so gibt die Körpersprache in viel zu vielen Interviews Hinweise darauf, dass mit den Aussagen etwas nicht stimmt. Körpersprachexperten sehen so etwas täglich, ungeübte Beobachter haben zumindest ein komisches Bauchgefühl. Nicht nur deshalb sind Lügen in Interviews eine sehr schlechte Idee.

 

 

 

Bärendienst und Nebenwirkungen

 

Warum auch lügen? Ohne Not zu lügen, hat wenig Sinn und bei der Krisenkommunikation stellt Lügen ohnehin die denkbar schlechteste Reaktion dar. Der ohnehin schon erfolgte Schaden wird dadurch nicht nur vergrößert, sondern auch für lange Zeit in Stein gemeißelt bzw. digital vervielfältigt.

Leute wie Dr. Cal Lightman und auch ich, werden regelmäßig gebeten Auftritte in den Medien daraufhin zu analysieren, wie glaubhaft die Aussagen sind. Gerade die Körpersprache gibt hierzu oft mehr preis als es dem Interviewten recht ist. Wenn das Gesicht nicht zur Stimme passt, die Stimme nicht zum Inhalt oder der Inhalt nicht zu den Gesten, dann stimmt etwas nicht. Es ist nicht ein Hinweis, es gilt auf so viele wie möglich in ihrem Kontext zu achten. Das Gesicht hat zwar nur 43 Muskeln, kann damit jedoch mehr als 10.000 Gesichtsausdrücke erzeugen und die können gedeutet werden. Und wie sich zeigt, sind die darauf basierenden Einschätzungen durchaus brauchbar. Manchmal dauert es zwar etwas mit der Bestätigung, doch irgendwann kommt die Wahrheit schließlich heraus. Meist ist es besser, die Verantwortung von sich aus zu tragen.

 

 

 

Also vollkommen offenbaren?

 

Ehrlichkeit ist eine willkommene Tugend, wobei radikale Ehrlichkeit eher weniger gut für die soziale Verträglichkeit ist.

Allerdings ist es auch nicht erforderlich, das Kind mit dem Bade auszuschütten und sich ohne Grund vollkommen zu entkleiden. Selbst bei aggressiven Fragen ist es empfehlenswerter den Hinweisen im Artikel „Kein Kommentar!“ zu folgen, als Dinge zu sagen, die Sie nicht sagen wollen. Nicht jedes Publikum ist fair und wohlwollend, weswegen missverständliche Äußerungen leicht missbraucht werden.

 

 

 

Relative Wahrheit?

 

Heute lügt jeder. Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners, meinte Heinz von Foerster. Er sah die Grenze von Wahrheit und Lüge so nicht. Auf eine weniger philosophische Weise würde Donald Trump beipflichten. Es gibt aus Sicht mancher Leute keine Lügen mehr, sondern nur alternative Fakten. Falschmeldungen oder irrtümlich als Fakt dargestellte Neuigkeiten werden als Fake News bezeichnet. Faktencheck? Das braucht doch niemand oder doch? Tatsächlich ändert er nur noch bedingt etwas. Das Internet ist nicht nur schneller bei der Aufdeckung von Lügen, sondern auch bei deren Vervielfältigung. Früher gab es den Spruch „Das Archiv ist die Rache der Journalisten an den Politikern.“ und das hat mittlerweile viele seiner Zähne verloren.

An dieser Stelle bemerke ich, dass meine Gedanken in unterschiedliche Richtungen gehen. So manch ein Zeitgenosse könnte nun meinen, wenn der Zeitgeist es so will, dann gehören relative Wahrheiten nun halt dazu. Ich halte die Behauptung, der Zweck heilige die Mittel, für problematisch. Es macht die Welt zu einem schlechteren Ort!

P.S.

 

Wir leben nun also im sogenannten postfaktischen Zeitalter, ist vielerorts zu lesen. Wenn das so sein sollte, belassen wir es dabei?

Unterstützung für deinen Medienauftritt

 

Ein Interview, ein Statement oder ein anderer Medienauftritt kann weitreichende Wirkung haben. Eine gute Vorbereitung hilft dir, deine Botschaften zu schärfen, auch auf kritische Fragen klar zu antworten und vor Kamera oder Mikrofon präsent zu bleiben.

Ich unterstütze dich individuell bei der Vorbereitung deines konkreten Medienauftritts. Wir können mögliche Fragen und kritische Situationen durchspielen, Antworten präzisieren und den Auftritt realitätsnah simulieren.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. So erfährst du vor dem tatsächlichen Auftritt, wie deine Botschaften wirken, wo Missverständnisse entstehen können und welche Veränderungen deine Wirkung stärken.

Je nach Anlass können wir beispielsweise arbeiten an:

  • Kernbotschaften und Formulierungen
  • Interviews und kritischen Fragen
  • schwierigen oder überraschenden Nachfragen
  • kurzen Statements und O-Tönen
  • Stimme, Körpersprache und Kamerapräsenz
  • Umgang mit Anspannung und Auftrittsdruck
  • realitätsnahen Interviewsimulationen

Die Vorbereitung erfolgt individuell 1:1 in Berlin oder online. Umfang und Intensität richten sich nach Bedeutung, Ausgangssituation und Anforderungen des Medienauftritts.

→ Medienauftritt individuell vorbereiten

→ Honorare und Konditionen

 

Bei Lampenfieber

Starke Anspannung kann den Zugang zu Fähigkeiten erschweren, die dir sonst selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn Lampenfieber bei deinem Medienauftritt eine größere Rolle spielt, können wir diesen Aspekt gezielt in die Vorbereitung einbeziehen.

→ Unterstützung bei Lampenfieber

Lügen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 29. Januar 2020
AN: #882
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