20 Tipps zum Umgang mit schwierigen Kollegen

20 Tipps zum Umgang mit schwierigen Kollegen

Wege zu einem angenehmeren Miteinander im Büro
Tipps zum Umgang mit schwierigen Kollegen

Umgang mit schwierigen Kollegen

 

Kollegen können eine Bereicherung sein. Es gibt allerdings auch schwierige Kollegen. Was tun? Hier sind 20 Tipps für den Umgang mit anstrengender Kollegen.

Video

https://youtu.be/cvGSunKZOzw

20 Tipps für den Umgang mit schwierigen Kollegen

 

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ Ob Friedrich Schiller bei diesem Ausspruch (Wilhelm Tell) von seinen Kollegen inspiriert wurde?

So oder so: Feindselige und aggressive Kollegen können einen aus dem Gleichgewicht und in die Defensive drängen. Das ist nicht schön. Ob beabsichtigt oder nicht; es ist anstrengend. Dauernörgler, Erbsenzähler, Trittbrettfahrer, Besserwisser, Intriganten: Wer solche Kollegen hat, braucht keine weiteren Feinde.

Was tun? Ein Sprichwort soll einen Hinweis geben: Love it, change it or leave it! Schön und gut, aber gibt es auch konkretere Tipps? Ja, und sie folgen auf dem Fuße:

 

 

 

1. Selbstreflexion

 

Was genau stört Sie an der Person des Anstoßes und deren Verhalten?

Kratzt das Verhalten oder die alleinige Anwesenheit eines Kollegen an etwas, das Sie mit sich selbst klären sollten? Persönliche Unterschiede, Neid und negative Gefühle können Gründe dafür sein, dass Sie einem Kollegen gegenüber voreingenommen sind. Vielleicht ist die andere Person gar nicht so unausstehlich, wie Sie meinen. Machen Sie sich bewusst, dass es Charaktereigenschaften der anderen Person sein können, über die Sie sich ärgern. Doch die können Sie nicht wirklich ändern. Ein Teil des Konflikts könnte an Ihrer Wahrnehmung oder Ihren Vorurteilen liegen. Die Welt ist ein Spiegel! Ran an die Klärung.

 

Hilfreiche Fragen zur Klärung:

  • Welchen Anteil habe ich daran?
  • Was genau nervt mich an dieser Person?
  • Wie verhält sich die Person mir gegenüber?
  • Sind wir uns zu unähnlich oder etwa zu ähnlich?
  • Inwieweit entspricht wohl die Interpretation auch der Absicht des Kollegen?
  • Erinnert mich dieser Mensch an eine Person, mit der ich keine guten Erfahrungen gemacht habe?
  • Bin ich neidisch auf die Position des Anderen?

 

Klärung erfolgt? Das Universum hat manchmal eine sehr eigene Art von Humor. Vielleicht will es uns dabei helfen, ständig zu lernen. Wobei wir auf manche Lerngelegenheit wohl gerne verzichten würden, oder? Wie die Leute in der Gegend von Weingarten mit weichem „L“ so gerne sagen; „Nicht schlagen, schütteln!“. Nur das so etwas heute üblicherweise die Firmenpolitik nicht erlaubt. Spielverderber! Was tun?

 

 

 

2. Die positive Absicht sehen

 

Die Grundannahme: Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht zugrunde. Bei einem Konflikt ist das allerdings schwerer zu akzeptieren. Trotzdem lohnt es sich, dieser Annahme zu folgen:. Was bezweckt der Kollege oder die Kollegin mit dem Verhalten? Wozu soll es gut sein? Ob bewusst oder unbewusst; hinter dem Verhalten steckt eine Absicht, ein vermeintlicher Nutzen – der oft einseitig ausfällt, wenn überhaupt. Allerdings bedeutet Verständnis für die positive Absicht hinter einem unangenehmen Verhalten nicht unbedingt auch die Bereitschaft, unangebrachtes Verhalten zu ertragen. Hilfreicher ist es herauszufinden, ob es Möglichkeiten gibt, andere Wege zu deren Realisierung zu finden, die weniger Schaden anrichten. Hinweise erhalten wir auch durch die Einteilung der Störenfriede in Kategorien.

 

 

 

3. Typen unterscheiden

 

Überhaupt, was für schwierige Kollegen gibt es? In einem eigenen Beitrag finden Sie eine holzschnittartige Unterteilung häufiger Nervzwerge: 9 Typen von schwierigen Kollegen. So können Sie deren Eigenarten berücksichtigen. Was bei einem Persönlichkeitstyp gut funktioniert, kann bei einem anderen nach hinten losgehen. Das gilt ganz besonders bei narzisstischen Persönlichkeiten.

 

 

 

4. Besondere Vorsicht bei Narzissten

 

Wieso her ein besonderer Hinweis auf Narzissten beziehungsweise Menschen mit narzisstischer Tendenzen? Weil es ein so unterschätztes Thema ist und viele ansonsten gute Empfehlungen bei solchen Personen oft nicht wirken, sondern die Situation noch verschlimmern. Deswegen finden Sie auch in zahlreichen Beiträgen Hinweise, wie Sie solche Leute erkennen und wie Sie sich schützen können.

 

 

 

5. Klärendes Gespräch

 

In einem gut vorbereiteten Gespräch können Sie Ihre Position in Form von Ich-Botschaften darlegen. Drohungen, Vorwürfe und Anschuldigungen stellen Sie lieber zurück, das wäre wie Benzin auf die Glut gießen. Es würde nur Widerstand fördern. Dann lieber aktives Zuhören auf Augenhöhe!

Wenn Sie im Gespräch nicht weiterkommen, vertagen Sie mit festem Folgetermin. Krampf führt zu mehr Krampf! Mitunter kann dann ein Moderator helfen.

Wenn Ihre bisherigen Anläufe wirkungslos waren, sagen Sie sachlich unter vier Augen oder in Anwesenheit eines neutralen Moderators, was genau Sie am Verhalten des Anderen stört und was Sie sich für Ihre Zusammenarbeit wünschen.

 

 

 

6. Kontern

 

Mit den hierfür geeigneten Techniken der Schlagfertigkeit sorgen Sie dafür, dass unfaire Angriffe sich nicht lohnen. Wer zulässt ständig verbal bzw. psychisch attackiert zu werden, lädt dadurch zu weiteren Angriffen ein.

Aber Achtung: In der Regel ist nicht die Hau-drauf-Schlagfertigkeit, sondern professionelle Schlagfertigkeit gefragt. Üblicherweise macht Vergeltung die Sache nicht leichter, sondern legt die Basis für eine schwelende Blutfehde im Büro.

Mehr zu professioneller Schlagfertigkeit erfahren Sie hier.

 

 

 

7. Respekt

 

Achten Sie darauf, dass Ihr Gegenüber nicht sein Gesicht verliert. Legen Sie Respekt an den Tag, selbst wenn Ihnen eine noch so clevere Entgegnung auf der Zunge liegt. Auf verbrannter Erde wächst lange Zeit nichts mehr.

Lieber sein lassen: Im Eifer des Gefechts werden alte Fehler hervorgekramt, die keine echte Relevanz haben, aber eine Klärung erschweren. Und auch der Druckabbau durch persönliche Beleidigungen wird im Vergleich zum Schaden oft überschätzt.

8. Zuerst durchatmen

 

Manches ist sogar dann schwer zu glauben, wenn es vor den eigenen Augen geschieht. Lassen Sie sich trotzdem nicht durch eine Antwort oder eine Reaktion der anderen Person provozieren, sondern nehmen Sie eine Bedenkzeit und reagieren Sie sachlich. Wenn Sie das Gefühl haben angegriffen worden zu sein, oder wenn Sie sich innerlich aufregen, dann atmen Sie erst einmal tief durch. Wenn in einer unerwarteten Konfliktsituation Stresshormone große Teile des vergleichsweise moderneren Gehirnbereichs lahmlegen und das Reptiliengehirn übernimmt, räumen Sie lieber das Sonntagsgeschirr zur Seite. Unbedachte Reaktionen können die Situation unnötig verschärfen.

 

 

 

9. Grenzen setzen

 

Lassen Sie den Kollegen wissen, dass es bestimmte Verhaltensweisen und Handlungen gibt, die für Sie nicht akzeptabel sind. Signalisieren Sie ohne unnötig überzogene Drohungen, wann und wo welche Grenze überschritten wird. Achten Sie auf eine angemessene Einschätzung der Eskalationsstufe.

 

 

 

10. Lieber nicht Lästern

 

Verständlich ja, hilfreich nein. Es mag zwar ein menschlicher Impuls sein, durch etwas Lästern Druck abzulassen, doch förderlich ist das nicht. Das stört das Betriebsklima, ist somit wenig professionell und es verhärtet die Fronten. Außerdem senkt es Ihr Ansehen, da es als ein Zeichen fehlender Souveränität betrachtet wird. „Was kümmert es die Eiche, wenn sich eine Sau an ihr reibt?“

 

 

 

11. Perspektive erkunden

 

Wie wäre es für Sie, wenn Sie Ihren schwierigen Kollegen besser und vor allem von einer anderen Seite kennenlernen? Nutzen Sie Situationen wie die Wartezeit am Fahrstuhl oder am Kopierer für einen Smalltalk. Versetzen Sie sich in die Lage der anderen Person. Erkunden Sie die Position. Die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln und sich in eine andere Person hineinzuversetzen, ist eine Grundkompetenz für gutes und respektvolles Miteinander. So erfahren Sie mehr über Ihren Störenfried und zeigen Interesse am Anderen. Dabei ist bei absichtlich bösen Zeitgenossen allerdings auch Vorsicht geboten! Reden Sie weniger und hören Sie mehr zu.
Die Einsichten sorgen nicht nur für mehr Verständnis, sondern helfen auch, die eigenen Interessen besser zu vertreten.

 

 

 

12. Konsistenz

 

Wenn erforderlich: Wiederholen Sie Ihren Standpunkt immer und immer wieder, unabhängig davon, was die andere Person behauptet. Lassen Sie sich nicht in die Defensive drängen. Beharren Sie möglichst gelassen auf Ihrem Standpunkt, bis es auch der ignoranteste Kollege versteht.

 

 

 

13. Abstand gewinnen

 

Die Bemühungen tragen keine Früchte? Dann lernen Sie Abstand zu nehmen! Wenn das räumlich nicht möglich ist; zumindest mental.

Auch wenn Sie schwierigen Kollegen angemessen distanziert gegenübertreten, solltest du sich respektvoll verhalten, selbst dann, wenn Sie meinen, dass er das nicht verdient hat. Respekt und Wertschätzung sind Investitionen, mit denen Sie die Grundlage für eine gute Beziehung schaffen und sich selbst treu bleiben.

 

 

 

14. Zustandsmanagement

 

Achten Sie auf Ihre Souveränität. Zu viel Adrenalin macht es nicht leichter. Gerade im Eifer eines Gefechts gilt es, in einem möglichst balancierten Zustand zu bleiben. Wir lassen uns doch nicht so leicht aus dem Gleichgewicht bringen, oder? Also locker bleiben!

Leichter gesagt, als getan? Ja, gerade die Stimme und Körpersprache führen ihr Eigenleben. Anstatt so zu tun, als ob; achten Sie lieber auf Ihre innere Haltung. Das ist einfacher und glaubwürdiger!

Bewahren Sie Haltung: Ein sicherer Stand ist besser als gelebte Wankelmütigkeit. Achten Sie auf ruhige Bewegungen statt fahrige oder aggressive Gesten. Zu schnelles Sprechen ist ein Anzeichen von Nervosität und Schwäche. Ruhiges, betontes Sprechen vermittelt Sicherheit. All das funktioniert am besten von innen nach außen. Ihre innere Haltung zählt.

Im angestrebten Zustand haben Sie Ihr Gleichgewicht und kennen Ihren Standpunkt. Sie zu provozieren, funktioniert nicht. Angriffe sind zwecklos!

Je aufgeräumter Sie sind, desto weniger Chancen haben andere Menschen Ihre empfindlichen Knöpfe zu drücken, Sie zu manipulieren.

 

 

 

15. Verantwortung übernehmen

 

Übernehmen Sie Verantwortung. Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, gestehen Sie ihn ein. Sorgen Sie für klare Verhältnisse. Wobei Verantwortung zu übernehmen nicht gleichbedeutend mit Schuldübernahme ist; es bedeutet in erster Linie die Bereitschaft zur Gestaltung.

 

 

 

16. Die eigenen Werte kenne und ihnen trau bleiben

 

Zugegeben, manche Zeitgenossen sind eine Herausforderung für die Fähigkeit Wohlwollen zu pflegen. Doch anstatt sich von solchen Testcharakteren dazu hinreisen zu lassen, es ihnen gleichzutun und sich zu revanchieren, ist das die Gelegenheit zu zeigen, wie wir tatsächlich zu unseren Werten stehen.

 

 

 

17. Halleluja

 

Glücklicherweise gibt es ja nicht nur die Kollegen aus der Hölle, sondern auch die anderen, die Geschenke des Himmels und die vielen im Zwischenfeld natürlich auch. Wie wäre es, den bereichernden Zeitgenossen häufiger die verdiente Wertschätzung zukommen zu lassen?

 

 

 

18. Reframing

 

Wie wäre es mit Reframing, also Umdeutung. Manchmal hilft schon so ein Gedanke, wie; „Wer im Leben den nächsten Level erreicht, bekommt anspruchsvollere Trainingspartner!“.

 

 

 

19. Fliegende Affen

 

Achten Sie darauf, wer möglicherweise fiesen Kollegen in die Hände spielt. Sogenannte fliegende Affen, englisch Flying Monkeys, dienen manipulativen Zeitgenossen als Handlanger. Um mehr über Sie zu erfahren und Sie zu beeinflussen, verkleiden sie sich als freundliche Kollegen. Bleiben Sie offen und aufmerksam.

 

 

 

20. Unterstützung

 

Lassen Sie sich unterstützen, dafür gibt es Experten.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Wie sorgen Sie für ein angenehmes Miteinander?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins. Marie von Ebner-Eschenbach

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 14. Dezember 2015
Überarbeitung: 8. Juni 2020
AN: #989224
K: CNB
Ü:

Gute Angst, schlechte Angst: Klarer handeln trotz innerer Bremsen

Gute Angst, schlechte Angst

Wie du innere Bremsen erkennst und wieder klarer handelst
Angst

Gute Angst, schlechte Angst

 

Angst gehört zum Menschsein.

Sie kann schützen.
Sie kann warnen.
Sie kann aufmerksam machen.
Sie kann zeigen, dass etwas bedeutsam ist.

Und sie kann bremsen.

Dann hält sie dich davon ab, ein wichtiges Gespräch zu führen.
Eine Entscheidung zu treffen.
Sichtbar zu werden.
Eine Grenze zu setzen.
Deinen Standpunkt zu vertreten.
Oder einen beruflichen beziehungsweise persönlichen Schritt zu gehen, der längst ansteht.

Diese Seite richtet sich an Menschen, die spüren:

Da ist mehr möglich.
Mehr Klarheit.
Mehr Präsenz.
Mehr Handlungsspielraum.
Mehr Mut zur eigenen Richtung.

Gleichzeitig meldet sich innerlich etwas, das bremst.

Die entscheidende Frage lautet:

Dient mir diese Angst gerade?
Oder verkleinert sie meinen Handlungsspielraum?

 

 

 

Wenn Angst zur inneren Handbremse wird

 

Viele Menschen kennen solche Situationen.

Im Kopf ist vieles klar.
Das Gespräch wäre sinnvoll.
Die Entscheidung liegt nahe.
Die eigene Position verdient Ausdruck.
Der nächste Schritt wartet bereits.

Und doch bleibt etwas innerlich stehen.

Statt zu handeln, wird weiter abgewogen.
Statt zu sprechen, wird geschwiegen.
Statt sichtbar zu werden, bleibt man im Hintergrund.
Statt eine Grenze zu setzen, wird weiter ausgehalten.

So kann ein Leben enger werden, als es sein müsste.

Angst meint es oft schützend.
Gleichzeitig hält sie manchmal genau dort fest, wo Entwicklung möglich wäre.

 

 

 

Gute Angst macht wach

 

Gute Angst macht aufmerksam.

Sie hilft, Risiken einzuschätzen.
Sie fördert Vorbereitung.
Sie ruft zur Sorgfalt auf.
Sie zeigt, dass etwas Bedeutung hat.

Vor einer Präsentation kann sie helfen, sich gründlich vorzubereiten.
Vor einem wichtigen Gespräch kann sie zeigen, wie viel auf dem Spiel steht.
Vor einer Entscheidung kann sie einladen, Werte, Ziele und Folgen genauer zu prüfen.

Diese Form von Angst ist ein Signalgeber.

Sie sagt:

Schau genau hin.
Sammle deine Gedanken.
Bereite dich vor.
Achte auf das, was dir wichtig ist.

Gute Angst macht wach.
Sie führt in Richtung Klarheit.

 

 

 

Bremsende Angst macht eng

 

Bremsende Angst verengt den Blick.

Sie richtet die Aufmerksamkeit vor allem auf Bewertung, Verlust, Ablehnung, Scheitern oder Kontrollverlust. Sie lässt Möglichkeiten kleiner erscheinen. Sie macht aus einem Gespräch eine Bedrohung, aus einer Entscheidung ein Risiko und aus Sichtbarkeit eine Gefahr.

Dann entstehen innere Fragen wie:

Was denken die anderen?
Was geschieht, wenn ich mich blamiere?
Was verliere ich, wenn ich klar auftrete?
Was passiert, wenn ich eine Grenze setze?
Was, wenn ich die falsche Entscheidung treffe?

Solche Fragen verdienen Aufmerksamkeit.
Gleichzeitig brauchen sie Führung.

Denn Angst zeigt oft einen Ausschnitt.
Klarheit entsteht, wenn du wieder das ganze Bild betrachtest.

 

 

 

Angst in Gesprächen, Entscheidungen und Auftritten

 

Besonders häufig zeigt sich Angst dort, wo etwas persönlich bedeutsam ist.

In wichtigen Gesprächen.
Bei Konflikten.
Vor Publikum.
In beruflichen Entscheidungssituationen.
Bei Verhandlungen.
In Führungsrollen.
Beim Wunsch, eine eigene Position sichtbar zu vertreten.

Gerade dann kann Angst zu Anpassung führen.

Du sagst Ja, obwohl innerlich ein klares Nein spürbar ist.
Du bleibst freundlich, obwohl eine Grenze wichtig wäre.
Du erklärst dich ausführlich, obwohl ein klarer Gedanke reichen würde.
Du wartest auf den perfekten Moment, obwohl der nächste gute Schritt bereits möglich ist.

Das kostet Kraft.

Und es kostet Wirkung.

Denn Menschen überzeugen selten durch Kontrolle. Sie überzeugen durch Klarheit, Präsenz und innere Ausrichtung.

 

 

 

Warum Angst heute so oft alte Muster aktiviert

 

Unser inneres Alarmsystem ist alt.

Es hat sich in Zeiten entwickelt, in denen Zugehörigkeit, Schutz und schnelle Reaktion überlebenswichtig waren. Wer Gefahr früh erkannte, hatte bessere Chancen. Wer zur Gruppe gehörte, war sicherer.

Dieses System wirkt bis heute.

Heute stehen wir in Besprechungsräumen.
Vor Kameras.
In Verhandlungen.
In Präsentationen.
In Gesprächen mit Vorgesetzten, Partnern, Kunden oder Familienmitgliedern.

Der Körper kann dennoch reagieren, als stünde Gefahr unmittelbar bevor.

Herzklopfen.
Anspannung.
Unruhe.
Schnelle Atmung.
Gedankenkreisen.
Tunnelblick.

Eine Bühne ist ein Ort für Präsenz.
Ein Gespräch ist ein Raum für Klärung.
Eine Entscheidung ist ein Schritt in Richtung Gestaltung.

Und doch kann es sich innerlich bedrohlich anfühlen.

Genau hier beginnt Selbstführung.

 

 

 

Selbstführung: Angst ernst nehmen und klar bleiben

 

Selbstführung bedeutet, Angst wahrzunehmen und zugleich handlungsfähig zu bleiben.

Angst bekommt einen Platz.
Sie wird gehört.
Sie wird eingeordnet.
Und dann übernimmt der erwachsene, klare Teil die Führung.

Die zentrale Frage lautet:

Was ist jetzt hilfreich?

Vielleicht brauchst du Vorbereitung.
Vielleicht brauchst du Abstand.
Vielleicht brauchst du ein klärendes Gespräch.
Vielleicht brauchst du eine Entscheidung.
Vielleicht brauchst du eine klare Formulierung.
Vielleicht brauchst du Übung.
Vielleicht brauchst du professionelle Begleitung.

Selbstführung heißt:

Ich nehme mein inneres Signal ernst.
Und ich richte mich zugleich an meinen Werten, Zielen und Möglichkeiten aus.

 

 

 

Woran du gute und bremsende Angst unterscheiden kannst

 

Gute Angst führt zu Vorbereitung.
Bremsende Angst führt zu endlosem Kreisen.

Gute Angst macht aufmerksam.
Bremsende Angst macht eng.

Gute Angst fragt:
Was brauche ich für den nächsten Schritt?

Bremsende Angst fragt:
Was könnte alles schiefgehen?

Gute Angst stärkt Bewusstheit.
Bremsende Angst reduziert Handlungsspielraum.

Gute Angst dient dem Leben.
Bremsende Angst hält in alten Mustern fest.

Diese Unterscheidung ist oft der erste Schritt zu mehr innerer Freiheit.

 

 

 

Wobei ich dich unterstützen kann

 

In meiner Arbeit unterstütze ich Menschen dabei, in anspruchsvollen Situationen klarer, sicherer und wirksamer zu handeln.

Dabei kann es zum Beispiel um folgende Themen gehen:

Wichtige Gespräche vorbereiten.
Entscheidungen klarer treffen.
Eigene Grenzen souverän vertreten.
Innere Blockaden verstehen.
Auftritte, Präsentationen und Medienauftritte vorbereiten.
Mit Lampenfieber und Bewertungsdruck umgehen.
Konflikte bewusster gestalten.
Berufliche Veränderung sortieren.
Unter Druck bei sich bleiben.
Die eigene Botschaft überzeugend vertreten.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Was brauchst du, um in dieser Situation handlungsfähiger zu werden?

Manchmal geht es um Sprache.
Manchmal um Haltung.
Manchmal um innere Klarheit.
Manchmal um konkrete Vorbereitung.
Manchmal um den Mut, einen nächsten Schritt bewusst zu gehen.

 

 

 

Ein praktischer Impuls

 

Wenn Angst dich bremst, nimm dir einen Moment und schreibe diese Fragen auf:

  • Was genau befürchte ich?
  • Worum geht es mir wirklich?
  • Welche Möglichkeit sehe ich gerade zu wenig?
  • Welche meiner Werte sind berührt?
  • Welcher nächste Schritt wäre klein genug und zugleich sinnvoll?
  • Welche Unterstützung würde mir helfen?

Auf Papier werden Gedanken sortierbarer.

Was im Kopf groß und diffus wirkt, bekommt Kontur.
Und sobald etwas Kontur bekommt, wächst Handlungsspielraum.

 

 

 

Mut ist ruhige Selbstführung

 

Mut bedeutet, Angst zu spüren und in Verbindung mit den eigenen Werten zu handeln.

Mut muss laut wirken.
Mut darf leise sein.

Ein ehrlicher Gedanke.
Eine klare Formulierung.
Eine vorbereitete Entscheidung.
Ein Gespräch mit Haltung.
Ein Auftritt mit mehr Präsenz.
Ein Schritt in Richtung der eigenen Entwicklung.

So entsteht Freiheit.

Dort, wo Angst vorher die Richtung bestimmt hat, wächst wieder innere Führung.

 

 

 

Unterstützung in Berlin und online

 

Wenn Angst dich in wichtigen Situationen bremst, begleite ich dich gern dabei, wieder mehr Klarheit, Ruhe und Handlungsfähigkeit zu entwickeln.

In Berlin und online.

Je nach Anliegen entsteht ein passender Rahmen: Coaching, Beratung oder bei stärker belastenden Ängsten therapeutische Unterstützung.

Auf dieser Seite steht vor allem der Umgang mit Angst als innerer Bremse im Mittelpunkt:

im Alltag,
im Beruf,
in Gesprächen,
bei Entscheidungen,
in Auftrittssituationen,
in persönlicher Entwicklung.

Du gewinnst Orientierung.
Du sortierst, was wirklich wichtig ist.
Du entwickelst passende nächste Schritte.
Du stärkst deine Fähigkeit, auch unter Druck bei dir zu bleiben.

 

 

 

Fazit

 

Angst ist ein Signal.

Manchmal schützt sie.
Manchmal bremst sie.
Manchmal zeigt sie, wo Entwicklung wartet.

Der entscheidende Schritt besteht darin, wieder Führung zu übernehmen.

Du kannst lernen, Angst genauer einzuordnen.
Du kannst lernen, Gespräche klarer zu führen.
Du kannst lernen, Entscheidungen bewusster zu treffen.
Du kannst lernen, sichtbarer zu werden.
Du kannst lernen, unter Druck mehr bei dir zu bleiben.

Und manchmal beginnt genau dort ein neuer Abschnitt:

Dort, wo Angst ihre alte Macht verliert
und du wieder spürst, was dir wirklich wichtig ist.

 

 

 

Einladung

 

Wenn du merkst, dass Angst dich in wichtigen Situationen bremst, begleite ich dich gern dabei, wieder klarer, ruhiger und handlungsfähiger zu werden.

In Berlin und online.

Gemeinsam schauen wir, was dich bremst, was dich stärkt und welcher nächste Schritt zu dir passt.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

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Dieser Artikel ist der Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 24. Mai 2019
AN: #45622

Wenn über dich gelästert wird: 9 Tipps für einen souveränen Umgang

Wenn über dich gelästert wird: 9 Tipps für einen souveränen Umgang

Zwischen Ignorieren, Klarstellen und Grenzen setzen
Was tun, wenn über Sie gelästert wird?

Wenn über dich gelästert wird: 9 Tipps für einen souveränen Umgang

 

 

Zwischen Ignorieren, Klarstellen und Grenzen setzen

 

Zu erfahren, dass andere über dich reden, kann treffen.

Vielleicht wirst du wütend.

Enttäuscht.

Unsicher.

Oder du möchtest sofort reagieren und die Sache richtigstellen.

Das ist verständlich.

Doch genau hier lohnt sich ein Moment der Klarheit.

Nicht jede Lästerei verdient dieselbe Reaktion.

Manches verliert an Bedeutung, wenn du ihm keine zusätzliche Aufmerksamkeit gibst.

Anderes kann Beziehungen, Vertrauen oder sogar deine Reputation beschädigen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb:

Was dient dir in dieser konkreten Situation?

Hier findest du 9 Empfehlungen, die dir helfen können, besonnen und wirksam zu reagieren.

 

 

 

Was bedeutet Lästern?

 

Lästern bedeutet, abwertend, spöttisch oder respektlos über einen Menschen zu sprechen, während dieser weniger am Gespräch beteiligt ist.

Dabei gibt es Abstufungen.

Eine beiläufige Bemerkung ist etwas anderes als systematische Abwertung.

Klatsch etwas anderes als gezielt verbreitete falsche Tatsachen.

Und ein unangenehmer Kommentar etwas anderes als eine ernsthafte Rufschädigung.

Deshalb beginnt guter Umgang mit einer möglichst nüchternen Einschätzung dessen, was tatsächlich geschieht.

 

 

 

Warum lästern Menschen?

 

Dafür kann es sehr unterschiedliche Gründe geben.

Menschen suchen Zugehörigkeit.

Sie bauen Spannungen ab.

Sie wollen Aufmerksamkeit.

Sie vergleichen sich.

Sie reagieren auf Neid oder Kränkung.

Sie suchen Verbündete.

Oder sie versuchen, den Ruf eines anderen Menschen zu beeinflussen.

Von außen lässt sich das Motiv selten sicher erkennen.

Für deine Reaktion ist es häufig ohnehin weniger entscheidend als die Frage:

Welche Wirkung hat das Verhalten – und was möchtest du damit tun?

 

 

 

9 Tipps, wenn über dich gelästert wird

 

 

1. Reagiere weniger im ersten Impuls

 

Die erste Reaktion ist häufig emotional.

Du möchtest anrufen.

Zurückschlagen.

Etwas öffentlich klarstellen.

Oder sofort herausfinden, wer was gesagt hat.

Gib dir zunächst etwas Abstand.

Ein paar Minuten können bereits helfen.

Bei größeren Themen vielleicht eine Nacht.

Eine überlegte Reaktion schützt häufig mehr als ein schneller Gegenschlag.

 

 

 

 

2. Prüfe, was tatsächlich gesagt wurde

 

Gerüchte über Gerüchte entwickeln erstaunliche Eigendynamik.

„Jemand hat gesagt, dass jemand gehört hat …“

Bevor du reagierst, prüfe möglichst:

Was wurde tatsächlich gesagt?

Von wem?

In welchem Zusammenhang?

Zu wem?

Und wie verlässlich ist deine Quelle?

Reagiere auf Fakten statt auf Vermutungen über Vermutungen.

 

 

 

3. Schätze die Bedeutung ein

 

Nicht jedes Gerede verdient deine Energie.

Frage:

Hat das reale Folgen?

Für Beziehungen?

Für deine berufliche Position?

Für Kunden?

Für deine Reputation?

Oder ärgert dich vor allem, dass jemand schlecht über dich gesprochen hat?

Beides darf unangenehm sein.

Die angemessene Reaktion kann trotzdem sehr unterschiedlich ausfallen.

 

 

 

4. Entscheide bewusst, ob du reagierst

 

Ignorieren kann souverän sein.

Es kann ebenso unklug sein.

Wenn eine belanglose Bemerkung von selbst verschwindet, kann Aufmerksamkeit sie erst groß machen.

Wenn falsche Aussagen deinen Ruf beschädigen oder weitere Angriffe begünstigen, kann Klarstellung erforderlich werden.

Die Frage lautet:

Welche wahrscheinlichen Folgen hat Reagieren – und welche hat Schweigen?

 

 

 

5. Sprich die Person gegebenenfalls direkt an

 

Wenn ein Gespräch sinnvoll erscheint, führe es möglichst direkt und ruhig.

Zum Beispiel:

„Mir wurde zugetragen, dass du über mich Folgendes gesagt hast. Ich möchte gerne direkt mit dir klären, was dahintersteht.“

Das ist etwas anderes als:

„Was erzählst du eigentlich überall für einen Unsinn über mich?“

Klarheit und Angriff sind zwei verschiedene Dinge.

 

 

 

6. Stelle Tatsachen gezielt richtig

 

Wenn falsche Informationen Folgen haben, kann eine sachliche Korrektur wichtig sein.

Dabei gilt häufig:

So viel wie nötig. So wenig wie möglich.

Ausführliche Verteidigungsreden können einem Gerücht zusätzliche Aufmerksamkeit geben.

Konzentriere dich auf das, was tatsächlich korrigiert werden muss.

 

 

 

7. Vermeide Gegenlästern

 

Die Versuchung ist groß:

„Wenn die über mich reden, kann ich auch erzählen, was ich über sie weiß.“

Damit wirst du allerdings schnell Teil derselben Dynamik.

Bewahre deinen eigenen Standard.

Du kannst dich verteidigen.

Grenzen setzen.

Sachverhalte richtigstellen.

Und trotzdem darauf verzichten, den anderen Menschen ebenfalls abzuwerten.

Deine Reaktion sagt auch etwas über dich.

 

 

 

8. Schütze deine Reputation durch Verhalten

 

Gerüchte wirken besonders dort, wo Menschen wenig eigene Erfahrung mit dir haben.

Langfristig hat deshalb etwas anderes großes Gewicht:

Wie verhältst du dich?

Wie verlässlich bist du?

Wie kommunizierst du?

Wie gehst du mit Konflikten um?

Ein stabiler Ruf entsteht über Zeit.

Glaubwürdigkeit ist oft die wirksamste Antwort auf Gerede.

 

 

 

9. Hole Unterstützung dazu, wenn es ernst wird

 

Manche Situationen überschreiten den Bereich gewöhnlicher Lästerei.

Systematische Rufschädigung.

Mobbing.

Falsche Tatsachenbehauptungen.

Drohungen.

Oder erhebliche berufliche beziehungsweise wirtschaftliche Folgen.

Dann kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.

Für Strategie und Kommunikation können wir beispielsweise betrachten:

Was geschieht?

Welche Reaktion dient deinem Ziel?

Was sollte dokumentiert werden?

Welche Gespräche stehen an?

Und welche nächsten Schritte sind sinnvoll?

Rechtliche Fragen gehören dabei in qualifizierte juristische Hände.

 

 

 

Lästern am Arbeitsplatz

 

Im beruflichen Umfeld kann Gerede zusätzliche Bedeutung bekommen.

Denn hier geht es möglicherweise um:

Vertrauen.

Zusammenarbeit.

Führung.

Karriere.

Kunden.

Reputation.

Oder Entscheidungen über Verantwortung und Positionen.

Dann lohnt sich besondere Sachlichkeit.

Dokumentiere bei Bedarf konkrete Vorfälle.

Trenne beobachtbares Verhalten von Interpretationen.

Und prüfe, welche Personen tatsächlich einbezogen werden müssen.

Nicht jeder Flurfunk braucht Eskalation. Systematische Rufschädigung verdient hingegen Aufmerksamkeit.

 

 

 

Lästern oder Mobbing?

 

Nicht jede Lästerei ist Mobbing.

Wenn allerdings wiederholt und über längere Zeit gezielt abgewertet, ausgegrenzt, angegriffen oder die berufliche Position eines Menschen untergraben wird, kann eine wesentlich ernstere Dynamik vorliegen.

Dann lohnt es sich, das Gesamtmuster zu betrachten.

→ Mobbing am Arbeitsplatz erkennen und damit umgehen

 

 

 

Was ist mit Verleumdung und übler Nachrede?

 

In Deutschland unterscheiden §§ 186 und 187 StGB unter anderem zwischen übler Nachrede und Verleumdung. Bei Verleumdung geht es um das wider besseres Wissen erfolgende Behaupten oder Verbreiten einer unwahren Tatsache, die geeignet ist, einen anderen verächtlich zu machen, öffentlich herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden. Die aktuelle Fassung von § 187 StGB sieht hierfür je nach Begehungsform Geldstrafe oder Freiheitsstrafe vor. (Gesetze im Internet)

Meine Angebote beinhalten keine Rechtsberatung.

Wenn du vermutest, dass Äußerungen strafrechtlich, arbeitsrechtlich oder zivilrechtlich relevant sind, lass dich dazu von einer entsprechend qualifizierten Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt beraten.

Das ist aus meiner Sicht besser als den vollständigen Gesetzestext auf der Seite wiederzugeben.

 

 

 

Wann lohnt sich ein Gespräch?

 

Ein Gespräch kann sinnvoll sein, wenn:

  • du weißt, von wem die Aussage stammt,

  • eine Klärung grundsätzlich möglich erscheint,

  • die Beziehung für dich relevant ist,

  • die Aussage konkrete Auswirkungen hat,

  • du ein klares Gesprächsziel hast.

Weniger hilfreich ist ein Gespräch häufig, wenn du ausschließlich Dampf ablassen möchtest.

Dann lohnt sich vorher die Frage:

Was soll nach diesem Gespräch anders sein?

 

 

 

Und wenn es einfach weh tut?

 

Auch Gerede ohne große äußere Folgen kann verletzen.

Vielleicht kommt es von einem Menschen, dem du vertraut hast.

Oder du fühlst dich ungerecht beurteilt.

Dann darfst du diese Reaktion ernst nehmen.

Und trotzdem wählen, wie viel weiteren Raum die Sache in deinem Leben bekommen soll.

Du kannst verletzt sein und gleichzeitig entscheiden, dem Gerede weniger Macht über deinen nächsten Schritt zu geben.

 

 

 

Unterstützung bei schwierigen Gesprächen

 

Wenn du ein Gespräch wegen Lästereien, Gerüchten oder Rufschädigung vorbereiten möchtest, können wir sehr konkret daran arbeiten.

Was möchtest du erreichen?

Welche Fakten liegen vor?

Was möchtest du ansprechen?

Welche Reaktionen erwartest du?

Welche Grenzen brauchst du?

Und wie bleibst du auch bei Gegenangriffen oder Schuldumkehr handlungsfähig?

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Nicht alles, was über dich gesagt wird, braucht deine Antwort.

Manches verdient Klarstellung.

Manches eine Grenze.

Manches professionelle Unterstützung.

Und manches darf dort bleiben, wo es entstanden ist.

Souveränität bedeutet weniger, jedes Gerücht zu besiegen.

Sie bedeutet, bewusst zu entscheiden, worauf du deine Aufmerksamkeit und Energie richtest.

Antworten auf häufige Fragen

Was bedeutet lästern?

Lästern bedeutet sich über jemanden spöttisch oder verächtlich äußern, sich über diese Person respektlos lustig machen.

Weshalb lästern Menschen?

Ein wesentlicher Grund, weshalb Menschen lästern, ist, um sich dadurch besser zu fühlen oder einen anderen Nutzen daraus zu ziehen. So soll beispielsweise durch die Abwertung anderer Menschen die eigene Person aufgewertet werden. Dafür wird der Zuspruch anderer Menschen gesucht, um das Ego zu stärken.

Wo fängt lästern an?

Lästern fängt da an, wo hinter dem Rücken eines Menschen schlecht über sie geredet wird und es diese verletzen würde, wenn sie es hören könnte.

Was ist ein Beispiel für Klatsch und Tratsch?

Ein Beispiel für Klatsch ist die Weitergabe von persönlichen Details über einen Mitarbeitenden an einen anderen Mitarbeitenden.

Ist Lästern ein toxisches Verhalten?

Lästern, Klatsch, Gerüchte und schlechtes Gerede über andere sind eine einseitige Art, Konflikte auszutragen oder zu schaffen, und sie sind sehr schädlich für die Beziehungen und das gesamte Umfeld. Es handelt sich somit um toxisches Verhalten.

Video

Wenn über dich gelästert wird: Tipps, um damit umzugehen

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Umfrageergebnisse

 

An Lästereien nehme ich…

%

... selten teil.

%

... nicht teil.

%

... häufig teil.

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2018, n= 466)

Lästereien schadet.

%

Ja

%

Nein

Nicht repräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de (2018, n=766)

An Alle die hinter meinem Rücken über mich reden ... Vielen Dank ... dass ich im Mittelpunkt eures Lebens stehe.

P.S.

 

Was tun, wenn über dich gelästert wird?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 8. Juni 2019
AN: #43393
K:CNB
Ü:

Welchen Wert hat Selbsterkenntnis? Willst du über Wasser gehen?

Selbsterkenntnis: Dich selbst besser verstehen und bewusster handeln

Dich selbst besser verstehen und handeln

Selbsterkenntnis: Dich selbst besser verstehen und bewusster handeln

 

Wie gut kennst du dich selbst?

Die spontane Antwort lautet häufig:

„Ziemlich gut. Schließlich bin ich seit Jahren mit mir zusammen.“

Das klingt logisch.

Und trotzdem haben wir alle blinde Flecken.

Wir erkennen manche eigenen Muster schneller bei anderen als bei uns selbst.

Wir erklären uns unser Verhalten auf eine Weise, die sich stimmig anfühlt.

Und manchmal merken wir erst an den Reaktionen anderer:

Meine Wirkung entspricht weniger meiner Absicht.

Genau deshalb ist Selbsterkenntnis so wertvoll.

 

 

 

Was bedeutet Selbsterkenntnis?

 

Selbsterkenntnis bedeutet mehr als:

„Ich weiß, wer ich bin.“

Sie umfasst beispielsweise ein möglichst realistisches Verständnis davon:

  • was dir wichtig ist
  • was dich antreibt
  • wie du unter Druck reagierst
  • welche Muster sich wiederholen
  • welche Stärken du hast
  • wo deine Grenzen liegen
  • wie du auf andere wirkst

Selbsterkenntnis liefert weniger eine endgültige Antwort auf:

„Wer bin ich?“

Sie verbessert eher fortlaufend die Qualität deines eigenen Selbstbildes.

 

 

Warum Selbsterkenntnis praktisch relevant ist

 

Selbsterkenntnis klingt schnell nach Philosophie.

Im Alltag ist sie ausgesprochen praktisch.

Denn du triffst Entscheidungen auf Grundlage deiner:

  • Bedürfnisse
  • Werte
  • Ängste
  • Überzeugungen
  • Gewohnheiten

Je besser du sie erkennst, desto eher kannst du bewusst entscheiden, statt automatisch zu reagieren.

 

 

 

Selbsterkenntnis und Selbstführung

 

Selbstführung beginnt weniger mit Kontrolle.

Sie beginnt mit Wahrnehmung.

Zum Beispiel:

„Was passiert gerade in mir?“

„Was löst diese Situation aus?“

„Welche Reaktion wäre jetzt hilfreich?“

Wer eigene Muster früher erkennt, gewinnt Handlungsspielraum.

 

 

 

Der Unterschied zwischen Reaktion und Entscheidung

 

Ein Mensch kritisiert dich.

Vielleicht reagierst du automatisch mit:

  • Rechtfertigung
  • Rückzug
  • Gegenangriff

Selbsterkenntnis kann einen zusätzlichen Moment schaffen:

„Interessant. Genau hier werde ich schnell defensiv.“

Dann entsteht eine neue Möglichkeit:

Du musst weniger automatisch deinem ersten Impuls folgen.

 

 

 

Selbsterkenntnis braucht mehr als Nachdenken

 

Introspektion kann hilfreich sein.

Du kannst:

  • Tagebuch schreiben
  • über Entscheidungen nachdenken
  • deine Reaktionen beobachten

Doch Introspektion besitzt Grenzen.

Denn dieselbe Wahrnehmung, die du untersuchst, erzeugt auch deine Erklärung.

 

 

 

Wir können uns selbst plausibel erklären und trotzdem falschliegen

 

Zum Beispiel:

„Ich bin einfach sehr direkt.“

Andere erleben möglicherweise:

„Du hörst kaum zu.“

Oder:

„Mir ist Qualität besonders wichtig.“

Das Umfeld erlebt:

„Du kannst schwer Verantwortung abgeben.“

Beide Perspektiven verdienen Prüfung.

 

 

 

Selbstbild und Fremdbild

 

Das Selbstbild beschreibt, wie du dich selbst wahrnimmst.

Das Fremdbild beschreibt, wie andere dich erleben.

Beide können:

  • zutreffende Aspekte enthalten
  • verzerrt sein
  • unvollständig sein

Der interessante Bereich liegt häufig in der Differenz.

 

 

 

Ein Beispiel

 

Du möchtest in einem Meeting besonders:

klar und effizient

auftreten.

Andere erleben dich als:

ungeduldig und dominant.

Das bedeutet weniger automatisch, dass du dominant bist.

Es zeigt:

Zwischen Absicht und Wirkung besteht eine Differenz.

Genau dort beginnt Lernen.

 

 

 

Feedback macht blinde Flecken sichtbar

 

Eine Forschungsübersicht zur Selbsterkenntnis kommt zu einem bemerkenswerten Ergebnis:

Feedback von Menschen, die uns gut kennen, kann eine besonders wichtige Quelle für Selbsterkenntnis sein.

Das ergibt Sinn.

Andere Menschen sehen Verhaltensweisen, die für uns selbst längst selbstverständlich geworden sind.

 

 

 

Du brauchst weniger jedes Feedback zu glauben

 

Feedback ist Information.

Weniger Wahrheit.

Ein Mensch kann:

  • eigene Interessen haben
  • nur einen Ausschnitt erleben
  • dein Verhalten anders interpretieren

Deshalb lautet die bessere Frage:

„Was davon ist für mich relevant?“

 

 

 

Wenn mehrere Menschen etwas Ähnliches sagen

 

Dann steigt der Informationswert.

Zum Beispiel:

Drei unterschiedliche Personen sagen:

„Du erklärst sehr ausführlich und kommst spät zum Punkt.“

Dann lohnt sich weniger:

„Die verstehen mich alle falsch.“

Und stärker:

„Was könnte an dieser Rückmeldung dran sein?“

 

 

 

Warum wir Feedback manchmal vermeiden

 

Feedback kann das Selbstbild bedrohen.

Wir möchten uns beispielsweise erleben als:

  • kompetent
  • fair
  • sympathisch
  • reflektiert

Eine Rückmeldung kann dazu weniger passen.

Dann entsteht die Versuchung, sie abzuwehren.

 

 

 

Selbstschutz ist menschlich

 

Menschen schützen ihr Selbstbild.

Das ist weniger grundsätzlich problematisch.

Schwierig wird es, wenn Selbstschutz Lernen verhindert.

Zum Beispiel:

„Alle anderen sind das Problem.“

kann kurzfristig entlasten.

Es liefert wenig Ansatzpunkte für Veränderung.

 

 

 

Selbsterkenntnis braucht weniger Selbstkritik als Neugier

 

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Selbstreflexion bedeutet weniger:

„Was stimmt mit mir weniger?“

Hilfreicher ist:

„Was geschieht hier gerade?“

Oder:

„Was kann ich daraus lernen?“

 

 

 

Selbstkritik kann Erkenntnis sogar behindern

 

Wer jedes eigene Muster sofort moralisch bewertet, wird defensiver.

Zum Beispiel:

„Ich darf weniger so empfindlich sein.“

liefert weniger Information als:

„Warum trifft mich gerade dieser Punkt so stark?“

 

 

 

Selbsterkenntnis und Selbstakzeptanz

 

Selbsterkenntnis bedeutet auch, Eigenschaften wahrzunehmen, die du weniger verändern musst.

Vielleicht:

  • brauchst du mehr Ruhe als andere
  • arbeitest du lieber gründlich als schnell
  • bist du weniger kontaktfreudig

Das muss weniger repariert werden.

Selbsterkenntnis hilft auch zu unterscheiden:

Was möchte ich verändern – und was möchte ich akzeptieren?

 

 

 

Werte erkennen

 

Viele Entscheidungen werden leichter, wenn du deine Werte kennst.

Zum Beispiel:

  • Freiheit
  • Sicherheit
  • Verantwortung
  • Loyalität
  • Unabhängigkeit

Probleme entstehen häufig weniger dadurch, dass wir keine Werte haben.

Sondern dadurch, dass mehrere Werte gleichzeitig wichtig sind.

 

 

 

Wertekonflikte erkennen

 

Zum Beispiel:

„Ich möchte Sicherheit und gleichzeitig mehr Freiheit.“

Oder:

„Ich möchte loyal sein und gleichzeitig etwas Kritisches ansprechen.“

Selbsterkenntnis macht solche Spannungen sichtbar.

Sie löst die Entscheidung weniger automatisch.

Sie verbessert die Grundlage dafür.

 

 

 

Eigene Bedürfnisse erkennen

 

Menschen können erstaunlich viel Energie darauf verwenden herauszufinden:

„Was erwarten die anderen von mir?“

Und deutlich weniger auf:

„Was brauche ich?“

Dann können Entscheidungen entstehen, die äußerlich vernünftig wirken und innerlich dauerhaft unpassend bleiben.

 

 

 

Selbsterkenntnis und Grenzen

 

Eine Grenze lässt sich leichter setzen, wenn du weißt:

Was ist für mich wichtig?

Was ist für mich tragbar?

Wo beginnt Überforderung?

Ohne diese Klarheit entstehen Grenzen häufig erst sehr spät.

 

 

 

Was sind blinde Flecken?

 

Blinde Flecken sind Aspekte unseres Verhaltens oder unserer Wirkung, die andere leichter erkennen als wir selbst.

Zum Beispiel:

Du erlebst dich als:

gründlich.

Andere erleben:

Kontrollbedürfnis.

Du erlebst dich als:

bescheiden.

Andere erleben:

zu wenig sichtbar.

Du erlebst dich als:

spontan.

Andere erleben:

unvorhersehbar.

 

 

 

Wer hat recht?

 

Vielleicht beide.

Eine Eigenschaft kann je nach Situation unterschiedliche Wirkungen haben.

Stärken und Risiken liegen häufig dicht beieinander.

 

 

 

Stärken besitzen eine Schattenseite

 

Zum Beispiel:

Entschlossenheit kann in Starrheit kippen.

Empathie kann zu Überanpassung werden.

Gewissenhaftigkeit kann Perfektionismus fördern.

Selbstvertrauen kann in Selbstüberschätzung kippen.

Das bedeutet weniger, die Stärke sei falsch.

Es bedeutet:

Kontext und Dosierung zählen.

 

 

 

Selbsterkenntnis unter Druck

 

Besonders interessant ist weniger, wie du dich verhältst, wenn alles ruhig läuft.

Sondern:

Was passiert unter Druck?

Vielleicht wirst du:

  • schneller
  • dominanter
  • stiller
  • kontrollierender
  • harmonieorientierter

Solche Muster sind für Selbstführung besonders wertvoll.

 

 

 

Was passiert bei Kritik?

 

Auch das ist ein guter Spiegel.

Reagierst du eher mit:

  • Neugier
  • Rechtfertigung
  • Rückzug
  • Gegenangriff

Keines davon definiert deinen Charakter.

Doch wiederkehrende Reaktionen zeigen Muster.

 

 

 

Was passiert bei Unsicherheit?

 

Manche Menschen:

  • sammeln immer mehr Informationen
  • treffen sehr schnell eine Entscheidung
  • holen ständig Rückversicherung ein
  • vermeiden die Entscheidung

Auch das gehört zur Selbsterkenntnis.

 

 

 

Selbsterkenntnis verbessert Entscheidungen

 

Eine wichtige Entscheidung besteht selten nur aus Fakten.

Deine:

  • Werte
  • Risikotoleranz
  • Erfahrungen
  • Ängste
  • Wünsche

spielen ebenfalls eine Rolle.

Je besser du sie erkennst, desto leichter kannst du sie bewusst einordnen.

 

 

 

Selbsterkenntnis verhindert weniger jede Fehlentscheidung

 

Das wäre ein unrealistisches Versprechen.

Du kannst dich gut kennen und trotzdem falschliegen.

Doch du kannst besser erkennen:

„Welche Annahmen und persönlichen Interessen beeinflussen gerade meine Entscheidung?“

 

 

 

Selbsterkenntnis und Kommunikation

 

Viele Kommunikationsprobleme beginnen weniger mit fehlender Technik.

Sondern mit mangelnder Klarheit über die eigene Reaktion.

Zum Beispiel:

Warum möchte ich unbedingt überzeugen?

Warum fällt mir dieses Nein so schwer?

Warum rechtfertige ich mich so ausführlich?

 

 

 

Wer sich selbst besser versteht, kommuniziert häufig klarer

 

Denn du kannst unterscheiden:

Was ist mein Anliegen?

Und:

Was ist meine emotionale Reaktion darauf?

 

 

 

Selbsterkenntnis und Wirkung

 

Besonders im beruflichen Kontext lohnt sich der Abgleich zwischen:

Absicht

und:

Wirkung.

Du möchtest beispielsweise:

souverän

wirken.

Andere erleben:

Distanz.

Oder du möchtest:

kompetent

wirken.

Andere erleben:

Übererklärung.

 

 

 

Wirkung ist weniger Identität

 

Wenn jemand sagt:

„Du wirkst dominant.“

bedeutet das weniger:

„Du bist ein dominanter Mensch.“

Es beschreibt eine Wirkung in einem bestimmten Kontext.

Das macht Feedback erheblich leichter nutzbar.

 

 

 

Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung

 

Gerade bei:

  • Führung
  • Präsentationen
  • Verhandlungen
  • wichtigen Gesprächen

ist dieser Abgleich wertvoll.

→ Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung: Wie wirkst du wirklich?

 

 

 

Selbsterkenntnis und Führung

 

Führung verstärkt die Bedeutung eigener Muster.

Denn das Verhalten einer Führungskraft beeinflusst:

  • Informationsfluss
  • Entscheidungen
  • Teamklima
  • Konflikte

Ein blinder Fleck hat dadurch weniger nur persönliche Folgen.

Er kann Auswirkungen auf ein ganzes System haben.

 

 

 

Ein Beispiel

 

Eine Führungskraft versteht sich als:

„sehr anspruchsvoll.“

Das Team erlebt:

„Fehler dürfen hier kaum sichtbar werden.“

Dann melden Mitarbeitende Probleme möglicherweise später.

Die Absicht war Qualität.

Die Wirkung kann Informationsverlust sein.

 

 

 

Selbsterkenntnis bedeutet deshalb auch Systemverständnis

 

Die Frage lautet weniger nur:

„Wie bin ich?“

Sondern:

„Was löst mein Verhalten in diesem Umfeld aus?“

 

 

 

Feedback mit wachsender Verantwortung

 

Mit zunehmender Verantwortung wird unverfälschtes Feedback häufig schwieriger.

Mitarbeitende haben Rollen.

Kollegen haben Interessen.

Geschäftspartner verfolgen Ziele.

Deshalb kann ein unabhängiger Blick von außen wertvoll werden.

 

 

 

Ein guter Sparringspartner bestätigt weniger nur

 

Er:

  • fragt nach
  • hinterfragt Annahmen
  • weist auf Widersprüche hin
  • spiegelt Wirkung
  • bietet alternative Perspektiven

Genau darin kann Selbsterkenntnis wachsen.

 

 

 

Selbsterkenntnis ist weniger Selbstoptimierung

 

Das ist mir wichtig.

Das Ziel lautet weniger:

„Ich muss die perfekte Version meiner selbst werden.“

Hilfreicher ist:

„Ich möchte mich gut genug kennen, um bewusster entscheiden und handeln zu können.“

 

 

 

Nicht alles muss verändert werden

 

Manche Eigenschaften sind:

  • Teil deiner Persönlichkeit
  • wertvoll
  • vollkommen in Ordnung

Selbsterkenntnis schafft auch die Freiheit, weniger unnötig an sich herumzuarbeiten.

 

 

 

Erkenntnis allein verändert noch wenig

 

Das ist ein entscheidender Punkt.

Du kannst genau wissen:

„Ich neige dazu, Konflikte zu vermeiden.“

und trotzdem jedes schwierige Gespräch weiter aufschieben.

Insight und Verhalten sind zwei verschiedene Ebenen von Veränderung.

 

 

 

Von Selbsterkenntnis zur Veränderung

 

Nach der Erkenntnis folgen Fragen wie:

Was möchte ich konkret anders machen?

In welcher Situation?

Woran erkenne ich Fortschritt?

Erst dadurch wird Erkenntnis praktisch.

 

 

 

Selbstreflexion ohne Umsetzung kann zur Endlosschleife werden

 

Manche Menschen analysieren sich sehr gründlich.

Und handeln wenig.

Dann braucht es weniger eine weitere Erklärung.

Sondern:

einen nächsten Schritt.

 

 

 

Wie kannst du Selbsterkenntnis fördern?

 

1. Beobachte wiederkehrende Situationen

Wo entstehen immer wieder ähnliche Schwierigkeiten?

 

2. Achte auf starke emotionale Reaktionen

Was berührt dich besonders stark?

 

3. Frage nach Feedback

Zum Beispiel:

„Was erlebst du bei mir in solchen Situationen?“

 

4. Bitte um Beispiele

Statt:

„Du wirkst manchmal schwierig.“

besser:

„Wann genau hast du das erlebt?“

 

5. Suche nach Mustern

Ein einzelnes Ereignis sagt weniger.

Wiederholungen liefern mehr Information.

 

6. Trenne Verhalten und Identität

„Ich habe mich in dieser Situation defensiv verhalten.“

ist hilfreicher als:

„Ich bin eben defensiv.“

 

7. Prüfe deine Erklärungen

Frag:

„Welche andere Erklärung wäre ebenfalls möglich?“

 

8. Beobachte dich unter Druck

Dort werden automatisierte Muster besonders sichtbar.

 

9. Formuliere Verhaltensexperimente

Zum Beispiel:

„Im nächsten Meeting frage ich zuerst nach zwei Gegenpositionen, bevor ich meine Entscheidung erkläre.“

 

10. Werte anschließend aus

Was hat sich verändert?

Was weniger?

 

 

 

Fragen für mehr Selbsterkenntnis

 

  1. Welche Situationen lösen bei mir besonders starke Reaktionen aus?
  2. Welche Kritik trifft mich besonders?
  3. Welche Muster wiederholen sich in meinen Beziehungen?
  4. Was fällt mir leichter: Nein sagen oder Nachgeben?
  5. Wie gehe ich mit Unsicherheit um?
  6. Welche Anerkennung ist mir besonders wichtig?
  7. Welche meiner Stärken kann unter Druck zur Schwäche werden?
  8. Wo unterscheiden sich Selbstbild und Fremdbild?
  9. Welche Rückmeldung höre ich wiederholt?
  10. Was würde ich verändern, wenn ich weniger mein Selbstbild verteidigen müsste?

 

 

 

Selbsterkenntnis im Coaching

 

Coaching kann einen Rahmen bieten, in dem du:

  • Gedanken sortierst
  • Muster erkennst
  • Annahmen prüfst
  • Feedback erhältst
  • Handlungsoptionen entwickelst

Das Ziel ist weniger möglichst viel Selbstanalyse.

Das Ziel ist:

mehr Klarheit und bessere Handlungsfähigkeit.

 

 

 

Ein unabhängiger Blick von außen

 

Gerade bei wichtigen Entscheidungen ist es hilfreich, ein Gegenüber zu haben, das weniger Teil des eigenen Systems ist.

Jemanden, der:

  • zuhört
  • nachfragt
  • widerspricht
  • Widersprüche sichtbar macht
  • Alternative Deutungen anbietet

Das ist für mich ein wesentlicher Wert von Coaching und Sparring.

 

 

 

Wenn du beruflich an Selbsterkenntnis und Wirkung arbeiten möchtest

 

Dann kann es beispielsweise gehen um:

  • Führungsverhalten
  • Entscheidungsstil
  • Kommunikation
  • Executive Presence
  • Selbstpositionierung
  • Umgang mit Druck

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Selbstführung, Kommunikation, Wirkung oder berufliche Entwicklung geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Situation hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business Coaching in Berlin und online

 

 

 

Wenn es um ein privates Anliegen geht

 

Selbsterkenntnis kann auch helfen bei:

  • Beziehungen
  • Grenzen
  • persönlichen Entscheidungen
  • wiederkehrenden Konflikten

Dann geht es weniger darum, dich zu analysieren.

Es geht darum, deine Situation klarer zu verstehen und bewusstere Entscheidungen zu treffen.

→ Coaching für private Anliegen

 

 

 

Wann Therapie der passendere Rahmen ist

 

Wenn psychische Beschwerden, Krankheitswert oder die Behandlung belastender psychischer Symptome im Vordergrund stehen, ist ein therapeutischer Rahmen passender.

Meine therapeutische Arbeit ist organisatorisch von Coaching und Beratung getrennt.

→ Psychotherapie in Berlin und online

 

 

 

Fazit: Selbsterkenntnis ist weniger Selbstzweck

 

Dich selbst besser zu kennen kann interessant sein.

Wirklich wertvoll wird Selbsterkenntnis dort, wo sie dein Handeln verbessert.

Wenn du früher erkennst:

„Hier reagiere ich gerade automatisch.“

Wenn du unterscheiden kannst:

„Das ist mein Wert. Das ist meine Angst. Das ist die tatsächliche Situation.“

Wenn du Feedback nutzen kannst, ohne dich davon definieren zu lassen.

Und wenn aus Erkenntnis ein bewusster nächster Schritt wird.

Vielleicht lautet die entscheidende Frage deshalb weniger:

„Wie gut kenne ich mich?“

Sondern:

„Was kann ich heute klarer sehen, das mir morgen eine bessere Entscheidung ermöglicht?“

Genau dort wird Selbsterkenntnis praktisch.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Artikel zur Persönlichkeit

Diversität: Warum unterschiedliche Perspektiven wertvoll sind

Diversität als Perspektivenvielfalt: Wie Unterschiede unser Denken erweitern, blinde Flecken sichtbar machen und zu fundierteren Entscheidungen beitragen können.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 24. Februar 2012
Überarbeitung: 02. Mai 2026

Miteinander reden: Anspruch und Realität

Miteinander reden: Anspruch und Realität

Asche über mein Haupt ... mit manchen Menschen zu reden ist eine persönliche Herausforderung

Schwamm drüber

Trotz unterschiedlicher Meinungen miteinander reden?

 

Es klingt so gut und ich stehe zur Bedeutung: „Walk your Talk — Lebe, was du predigst!“. Zu meinen Überzeugungen gehören; „wer gehört wird, braucht keine Steine zu werfen.“, „Der Austausch zu unterschiedlichen Positionen ist bereichernd“, „Gemeinsam geht es leichter.“

Soweit so richtig! In der Realität stößt der Anspruch bei mir allerdings schmerzlich an Grenzen, wenn mir die Galle hochkommt. Stolz bin ich darüber nicht, ganz im Gegenteil!

Video

https://youtu.be/mLcNT9fNGeU

Vielfalt der Meinungen

 

Vielfalt ist bereichernd! Unterschiedlichsten Meinungen zuzuhören und für Positionen zu werben, um so die Meinungsbildung zu fördern und die besten Lösungen zu finden, dafür setze ich mich ein. Professionell ist das mein Alltag und auch privat ist das die Zielsetzung.

Die gute Absicht stößt bei mir allerdings mitunter an deutliche Grenzen. Dann verhalte ich mich anders, als ich es für richtig halte — EIGENTLICH!

 

 

 

Ist die Welt verrückt geworden?

 

Wenn Menschen mit aus meiner Sicht bedenklichen Haltungen sich über Vereinbarungen hinwegsetzen, die eine lebenswerte Gesellschaft benötigt, stößt das nicht auf Gegenliebe. Ab einem gewissen Grad an psychischer oder physischer Gewalt reduziert sich die Bereitschaft wohlwollend zu reagieren. Zu inakzeptabel sind die Auswirkungen, zu schmerzhaft tief geht der Schaden. Das kann wütend machen und ansonsten geltende Werte verlieren an Bedeutung. Dann werden die Andersdenkenden als Idioten, Kranke, Radikale etc. bezeichnet. Irgendwie sollen Kopfschütteln und Verärgerung ausgedrückt und möglichst abgeschüttelt werden. Wer denkt da noch an gewaltfreie beziehungsweise wertschätzende Kommunikation?

 

 

 

Polarisierung

 

Die Bestätigung des Umfelds fühlt sich erst einmal gut an. Es sind also nicht alle Menschen verrückt geworden. Gut, das zu erfahren! Je nach Filterblase verstärkt sich der Eindruck, es gibt die Guten und die Schlechten, das Richtige und das Falsche.

 

 

 

Aufeinandertreffen

 

Treffen diese Positionen dann doch aufeinander, werden die bewährten Regeln des Meinungsaustausches häufig ignoriert.

Die Geschmähten fühlen sich missverstanden und die aus ihrer Sicht Vernünftigen schalten früher oder später ab. Je haarsträubender die Äußerungen der eigenen Meinung nach sind, desto weniger wird noch zugehört. Nach einer Weile werden dann selbst die Aussagen nicht mehr gehört, die es verdient hätten. Die Positionen verhärten, der Graben wird tiefer.

 

 

 

Wirkung

 

Das Bedürfnis und die Notwendigkeit, mit anders Denkenden zu sprechen und sich über Positionen auszutauschen, werden unter solchen Bedingungen immer geringer. Doch es funktioniert nicht, sich vollkommen aus dem Weg zu gehen. So groß ist der Planet nicht.

 

 

 

Was tun?

 

Im Artikel Diskutieren mit Fundamentalisten habe ich einige Gedanken zu diesem Thema veröffentlicht. Es ist allerdings ein riesiger Unterschied, ob es sich um kleinere Gruppen oder einen beachtlichen Teil der Bevölkerung handelt. Wir benötigen dringend Ideen, wie wir zukünftig gemeinsam das Leben gestalten wollen.

Wir sind alle gefordert!

P.S.​

 

Geht es nur mir so? Wie können wir konstruktiv kommunizieren und gestalten?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

 

Der nächste Schritt

 

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Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 6. Februar 2021
Überarbeitung: 6. Februar 2021
AN: #665
K: CNC
Ü:

Rhetorik und die Mechanismen der Meinungsbildung bzw. Meinungsbeeinflussung

Rhetorik und die Mechanismen der Meinungsbildung bzw. Meinungsbeeinflussung

Wie weit dürfen wir gehen?

Rhetorik und die Mechanismen der Meinungsbildung bzw. Meinungsbeeinflussung

Meinungsbeeinflussung

 

Die Möglichkeiten der Kommunikation und Rhetorik sind durch vielerlei Quellen des Wissens und Mechanismen umfangreich. So lassen sich Meinungen beeinflussen. Wo ist die Grenze?

Mechanismen der Meinungsbildung

 

Nicht Fakten bedingen unsere Meinungen, sondern die subjektive Wahrnehmung. Unbewusste Anteile, mal mehr und mal weniger realistische Überzeugungen, beeinflussen, wie wir entscheiden und reagieren. Tiefverwurzelte Filter wirken darauf, ob Informationen als beachtenswert erkannt oder gedanklich gleich wieder unter den Teppich gekehrt werden.

Spätestens seit der Popularität der Gehirnforschung gibt es Beweise für die Wirkungsweise so einiger schon lange bekannter Strategien erfolgreicher Redner. Wer die Mechanismen kennt, hat es leichter in den Gehirnen der Zuhörer an den gewünschten Strippen zu ziehen. Wobei die Frage nach der Machbarkeit auch stets mit jener der Ethik verknüpft werden sollte. Wer meint, der Zweck heilige stets die Mittel, verletzt leicht im guten Glauben das, was geschützt werden soll.

 

Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, dass die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.

Konfuzius

 

 

 

Was tun? Meinungsbildung

 

Es beginnt mit der eigenen Meinungsbildung. Ist das wirklich unsere eigene Meinung und worauf beruht sie?

 

 

 

Was tun? Austauschen, im Gespräch bleiben

 

Trotz Filterblase und Echokammer auf die Welt schauen? Wir haben alle unsere Filter. Einige sind allerdings schon recht psychedelische und einseitig. Wobei das vermutlich typischerweise dem Andersdenkenden zugesprochen wird.

Es ist wichtig im Gespräch zu bleiben, selbst wenn es bedeutet die eigene Komfortzone zu verlassen. Wobei ich aus eigener Erfahrung weiß, dass auch das seine Grenzen hat. Bei einem gewissen Grad der Unfairness und Absurdität findet die größte Bereitschaft zum Austausch ihre Grenzen. Wobei es halt mitunter zu keinerlei Austausch kommt, weil stur auf Positionen beharrt wird und die Regeln für Diskussionen ignoriert werden.

 

 

 

Wahl der Mittel

 

Wir selbst sollten immer wieder sehr aufmerksam prüfen, ob unsere Einflussnahme konform mit den von uns vertretenen Werten ist. Wer selbst auf fiese Tricks der Rhetorik zurückgreift, wird zum Teil des Problems. Da hilft es dann auch nichts, wenn es mit guten Absichten geschieht. Einfluss ist mit Verantwortung verbunden.

 

Video

Erst, wenn Sie das Video starten wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

P.S.​

 

Durch Kommunikation und Rhetorik lassen sich Meinungen beeinflussen. Vieles ist möglich, wo ist die Grenze? Wie fördern Sie die Meinungsbildung Ihres Publikums? Wie weit würden Sie gehen?

Vorsicht, Kommentare!

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. Juni 2018
Überarbeitung: 6. Februar 2021
AN: #665
K: CNC
Ü:

Rache: Vergeltung Zahn um Zahn, ge-rächt oder gerecht?

Rache: Ge-rächt oder gerecht?

Vergeltung, Zahn um Zahn oder ...
Rache

Rache

 

Anderen eine Lektion zu erteilen liegt den Menschen im Blut, doch ist Rache eine gute Idee? Vergeltung hat oft einen hohen Preis. Hier sind Alternativen.

 

 

 

Überblick

 

Video

Videobeitrag im Schnitt!

Rache

 

Wie du mir, so ich dir.

Ovid

 

Anderen eine Lektion zu erteilen, liegt den Menschen im Blut – obwohl ihnen der beständig erhobene Zeigefinger eigentlich nichts bringt.

 

 

 

Was ist Rache?

 

Von wegen linke Wange, rechte Wange, es gilt eher Zahn um Zahn, Auge um Auge. Das Zufügen von Schaden als Erwiderung auf wahrgenommenes Unrecht wird als Rache bezeichnet. Wenn Voodoo-Puppen einen besseren Ruf hätten, wären der Absatz und die Anzahl der Nadelstiche beachtlich. Kollegen, Partner, Kunden, Wettbewerber, Politiker, … Der Bedarf ist vorhanden.

 

 

 

Was verspricht Rache?

 

Rache verspricht ein Ventil für Wut zu sein, es soll die Seele befreien, Verletzungen und Verluste sollen so besser verarbeitet werden. Rache bezieht sich fast immer auf das Gefühl von Ungerechtigkeit. Die Demütigung, die Liebe, das Selbstbildnis, die Karriere musste leiden? Wer das Gefühl hat, von einer anderen Person unfair behandelt worden zu sein, möchte das rächen und so die Gerechtigkeit und das Gleichgewicht wieder herstellen.

 

 

 

Hält Rache, was sie verspricht?

 

Ist Rache wirklich so süß? Rache ist so süß wie Schokolade, macht nur nicht so dick. Beide sollen die gleichen Bereiche (Belohnungszentren) im Gehirn anregen, das dorsale Striatum. Sie haben auch sonst beide einiges gemeinsam. Erstens den übermäßigen Konsum bereuen viel nach beidem. Zweitens; beide haben einen bitteren Nachgeschmack. Oft schafft sie nur eine kurze Befriedigung, bringt auf Dauer aber nicht viel, denn sie spaltet umso mehr. Die eigentlichen Probleme werden nicht gelöst. Auch bei Rache gibt es eine Grenze. Es gilt, das richtige Maß zu finden. Wenn wir jemanden mit einem Racheakte bedrohen, besteht die Gefahr, dass er ebenfalls mit Rache reagiert. Rache bleibt nicht lange ungerächt. Das kann leicht aus dem Ruder laufen.

 

Wenn jeder jeden mit Dreck bewirft der jemanden mit Dreck bewirft, sind wir alle bald ziemlich dreckig.

 

 

 

1. Autoaggression

 

Auch autoaggressive, also gegen einen selbst gerichtete Gewalt, wird andere Menschen oft nicht vermitteln, was wir erlitten haben. Wir schaden damit nur uns selbst und jenen, denen wir wichtig sind.

 

 

 

2. Hass

 

Wer sich in Hass verzehrt, leidet selbst am meisten darunter. Ein erfülltes Leben ist so kaum möglich.

 

Der, wer alles vermeint zu rächen, der lebt immer in Hass und Neid und ist nimmer ohne Zank und Streit.

Georg Rollenhagen

 

Wenn destruktive Motive das Denken und Handeln bestimmen, findet das wahre Leben anderswo statt. Wir begeben uns als Rächer in die menschlichen Niederungen, begeben  uns auf das Niveau dessen, dessen Verhalten wir doch für so böse halten. Wir werden selbst zu Aggressoren und akzeptieren die gleiche moralische Qualität der Person, der den ursprünglichen Schaden verursachte.

 

 

 

3. Energieverschwendung

 

Rache ist teuer. Die für die Rache eingesetzten Ressourcen wären an anderer Stelle sehr wahrscheinlich weit besser eingesetzt.

 

 

 

4. Erfüllung

 

Rache bedeutet sich an der Vergangenheit zu orientieren, der Blick in die interessantere Richtung, die Zukunft,

 

 

 

5. Karma, Seele und überhaupt

 

Ein chinesisches Sprichwort sagt, wer auf Rache aus ist, grabe zwei Gräber. Es gibt keine Gewinner bei ausufernder Rache. Anhaltende Rache legt sich auf die Seele und fördert keine runde Persönlichkeit.

 

Rache ist keine Zierde für eine große Seele.

Gotthold Ephraim Lessing

 

 

 

6. Ablenkung

 

Die vollständige Verlagerung der Verantwortung auf eine andere Person erschwert oder verhindert sogar Lernerfahrungen aus dem Erlebten. So ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass wir zukünftig erneut eine ähnliche Erfahrung machen.

 

 

 

7. Heilung wird erschwert

 

„Wer nach Rache strebt, hält seine eigenen Wunden offen“, meinte Sir Francis Bacon.

 

 

 

8. Werte

 

Rache macht leicht ein kleines Recht zu großem Unrecht. So werden eigene Werte noch viel tiefer verletzt. Wenn wir unsere Werte verletzen, verletzen wir uns.

 

Blinde Rache, schlimme Sache!

Deutsches Sprichwort

 

Behalten Sie Ihre Werte im Auge, auch wenn Sie Revanche planen.

 

 

 

Also ist Rache nun gut oder schlecht?

 

Je nach Autor berichten Artikel mal von der Psychohygiene ausgeübter Rache und mal wird der ach so förderliche Sanftmut empfohlen.

Anzumerken ist, dass die Menschen entweder geködert oder vernichtet werden müssen. Für geringfügige Beleidigungen rächen sie sich; bei schwerwiegenden sind sie dazu nicht in der Lage. Jede Verletzung muss also so zugefügt werden, dass die Angst vor Rache gleichzeitig eliminiert ist.

Niccoló Machiavelli

 

Die Bandbreite der Empfehlungen ist breit und oft widersprüchlich. Da wird mal ein Boxsack empfohlen, mal Meditation und anderswo wird empfohlen tatsächlich zur Tat zu schreiten. Mal wird dabei zu Angemessenheit geraten, mal Zahn um Zahn. In der heutigen Gesellschaft ist es die Aufgabe der ordentlichen Institutionen Ordnungswidrigkeiten und kriminellen Machenschaften nachzukommen. So mancher Fiesling kommt trotzdem durch, auch weil oft die entsprechende Bereitschaft des Umfelds fehlt, sich einzusetzen. Es würde bei mehr allgemeiner Aufmerksamkeit in vielen Bereichen keiner Rache, sondern Verantwortungsbewusstsein erfordern. Und auch wer auf Rache verzichtet, muss sich deswegen noch lange nichts gefallen lassen.

 

 

 

Rachegelüste verdrängen?

 

Anderen eine Lektion zu erteilen liegt uns Menschen im Blut,  obwohl der erhobene Zeigefinger selten etwas Konstruktives bewirkt. Wer seine Vergeltungsgelüste immer nur unterdrückt, wird krank. Hat die Wut sich erst aufgestaut, ist die Reaktion selten präzise. Gefühle lassen sich nur bedingt ignorieren, sie wirken unter der Oberfläche und beeinflussen Wahrnehmung, Denken und Handeln. Verdrängte Gefühle gären im Unterbewusstsein und melden sich in den ungünstigsten Momenten. Und unfaires Verhalten zu ignorieren, ist auch nicht empfehlenswert.

 

 

 

8 Alternativen zu Rache

 

Je nach Situation bieten sich bei Kränkungen folgende Möglichkeiten an:

 

1. Klärung

 

Bitten Sie um Klärung und äußern Sie Ihre Enttäuschung mit Ich-Botschaften. Manchmal löst sich eine vermeintliche Kränkung schon durch ein Gespräch auf, weil die Perspektiven erkundeten erweitert werden.

 

 

 

2. Verantwortung

 

Statt auf Rache zu sinnen, lohnt zuerst ein Blick auf die eigene Beteiligung an den Ursachen. Was lässt sich daraus lernen, was für die Zukunft anders machen? Wie kann die Erfahrung Sie zu einem besseren Menschen machen?

 

 

 

3. Selbstklärung

 

Wer die eigenen Werte und Prioritäten, möglichst greifbare Vorstellungen von sich und den Zielen im Leben hat, kann bessere Entscheidungen treffen.

 

 

 

4. Selbstvertrauen

 

Stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl.

 

 

 

5. Bewegung

 

Körperliche Bewegen hilft dabei, Wut abzureagieren und den Kopf wieder freier zu bekommen.

 

 

 

6. Reden

 

Reden Sie bei seelischen Verletzungen und Kränkungen zeitnah darüber, bevor Sie Druck aufbauen. Statt Rache zu üben, ist es auf Dauer besser, das Gespräch oder andere Möglichkeiten zu suchen, um das zugrundeliegende Problem zu lösen.

 

 

 

7. Vergebung

 

Vergebung ist die süßeste Rache. Sie dient nicht dem Verursacher, sondern dem, der vergibt. Das bedeutet übrigens nicht sich unnötig etwas gefallen zu lassen, im Gegenteil. Gut geklärt und im seelischen Gleichgewicht, können wir weit besser unsere Interessen vertreten.

 

 

 

8. Meine Lieblingsrachealternative

 

Leben Sie Ihr Leben in vollen Zügen, sein Sie glücklich und spielen Sie nach Ihren eigenen Spielregeln. Wenn jemand wirklich als gemeiner Giftzwerg fies zu Ihnen war, dann ist das die beste Revanche. Wenn jemand wollte, dass es Ihnen schlecht geht, passen Sie umso besser auf sich auf und haben Spaß.

 

An seinen Feinden rächt man sich am besten dadurch, dass man besser wird als sie.

Diogenes von Sinope

Unterstützung

 

Nein; ich helfe weder bei der Planung von Racheaktionen, noch gebe ich irgendeine Rechtsberatung. Ein guter Zuhörer hilft beim Nachdenken und Verdauen, gegebenenfalls auch bei der Vorbereitung von klärenden Gesprächen.

Rückblick und Rundumblick: Rache ist ein alter Hut

 

 

 

1. Literatur

 

Die Literatur kennt viele Geschichten über Rache und Rächer. Rache liefert das Thema für zahlreiche Geschichten, wie:

 

 

a. Shakespeare

 

Hamlet, der den Tod seines Vaters zu sühnen versucht.

 

 

 

b. Nibelungenlied

 

Kriemhild im Nibelungenlied, die die Rache an den Mördern ihres Gatten Siegfried gleich über mehrere Jahre plant.

 

 

c. Alexandre Dumas

 

Der Graf von Monte Christo, sieht seine Lebensaufgabe in der kostenintensiven Vergeltung seines Unrechts.

 

 

 

2. Kinofilme

 

Beispiele für Kinofilme mit Rache im Fokus:

  • Django Unchained
  • Ein Mann sieht rot
  • Gangs of New York
  • Gladiator
  • Inglourious Bastards
  • John Wick
  • Kill Bill
  • Spiel mir das Lied vom Tod
  • V wie Vendetta.

 

 

 

3. Comics

 

Zahlreiche Comics und deren Verfilmungen widmen sich der Rache und der Bestrafung. Beispiele:

  • Ghost Rider
  • Punisher

P.S.

 

Was meinen Sie zum Thema Rache?

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Verachtung ist die subtilste Form der Rache. Baltasar Gracián

 

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 4. August 2018
Überarbeitung: 27. Januar 2021
AN: #989
K:
Ü:

Von wegen fairer Meinungsaustausch bei politischen Auseinandersetzungen

Von wegen fairer Meinungsaustausch bei politischen Auseinandersetzungen

Fair kämpfen mit Worten.

Politische Auseinandersetzungen

 

Ich werbe an vielen Stellen dafür, dass sich mehr Menschen wagen den Mund aufzumachen und Position zu beziehen. Allerdings solltest du wissen, was dann auf Sie zukommen kann.

Teilnehmen

 

Es ist gut für unsere Gesellschaft, wenn möglichst viele Menschen teilnehmen und mitgestalten. Es wäre schade, wenn nur die Profis und die extrovertierten Rampensäue zu hören und sehen wären. Also werbe ich dafür, dass sich mehr Menschen wagen den Mund aufzumachen und Position zu beziehen. Allerdings …

 

 

 

Vorsicht, nur nicht (unvorbereitet) zwischen die Stühle geraten

 

Für politisch unerfahrene Zeitgenossen lauern in öffentlichen politischen Diskussionen eine Menge unerwarteter Risiken. Und das nicht etwa, weil es unbedingt schlecht wäre eine persönliche Meinung zu haben, sondern weil es zu viele Personen und Interessen gibt, die Sie missbrauchen wollen. Diese Gefahr wird leider häufig unterschätzt. Doch die politische Diskussion hat sich in den letzten Jahren radikalisiert und das nicht nur auf der offiziellen politischen Bühne.

 

 

 

Sie sollten wissen, worauf Sie sich einlassen

 

Wer an auch nur andeutungsweise politischen beziehungsweise gesellschaftlichen Diskussionen teilnimmt, sollte sich darauf gefasst machen, dass der Ton schärfer geworden ist. Kaum eine politische Richtung oder sonstige Interessengruppe verzichtet auf radikalere Formen der Rhetorik bzw. Dialektik und Schwarzspielerei. Die Aggressivität ist nun ebenfalls höher, als noch vor wenigen Jahren. Die Bereitschaft, Regeln halbwegs seriöser Argumentation zu verletzen, nimmt weiter zu. Mitunter nimmt das Ganze schon sehr absurde Züge an, die kaum noch als gesund zu bezeichnen sind.

Das ist ein wenig begrüßenswerter Trend und doch scheint es dem Zeitgeist zu entsprechen. Und dieser Trend hat noch lange nicht seinen Höhepunkt beziehungsweise Tiefpunkt erreicht. So wenig schön das ist, so absehbar ist die Zunahme. Deshalb bereiten Sie sich stets gut vor, wenn Sie öffentlich an Diskussionen teilnehmen. Geben  Sie auf sich acht, sonst spannen Sie andere für deren Interessen vor den Karren und Sie beginnen an der Menschheit zu zweifeln. Da hilft Ihnen dann auch der Ruf nach einem Faktencheck oft wenig.

Mehr dazu erfahren Sie im Artikel Vorsicht vor politischen Diskussionen in den Medien.

Video

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P.S.​

 

Sind Sie sich bewusst, was auf Sie zukommen kann, wenn Sie an politischen Diskussionen einlassen?Wie gehen Sie damit um?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Februar 2021
Überarbeitung: 2. Februar 2021
AN: #342
K: CNC
Ü:

Spaziergang statt Krampf am Schreibtisch

Spaziergang statt Krampf am Schreibtisch

Perspektivwechsel, den Kopf freimachen,...

Spaziergang

Spaziergang mit Wirkung

 

Geht es am Schreibtisch nicht so recht voran, dann kann ein Spaziergang mit Zielsetzung Wunder wirken.

Raus aus dem Büro

 

In zwanzig bis dreißig Minuten zu Gelassenheit, Ruhe und Klarheit. Wenn Sie das innere Chaos lösen wollen, lassen Sie es für einen Moment hinter sich und gehen Sie spazieren. Machen Sie es fast so wie auch sonst, fast…

Der Unterschied. Bevor Sie losgehen, definieren Sie Ihre Absicht. Wählen Sie bewusst die Intention Ihres Spaziergangs. Was soll anders sein, wenn Sie zurückkehren? Was wollen Sie dann im Gepäck haben?

 

 

 

Wozu, weshalb, Vorteile

 

Typische Beobachtungen bei der Rückkehr:

  • Es gibt eine Idee, wie mit einer Herausforderung umzugehen ist.
  • Sie fühlen sich entspannter.
  • Der Überblick ist wieder da.
  • Sie wissen, was zu tun ist.
  • Der Mut und die Bereitschaft zu handeln ist gewachsen.
  • Die Antwort auf eine Frage kommt.
  • Die ursprüngliche Fragestellung verändert sich.
  • Sie fühlen Ihre Energie.
  • Ihr inneres Gleichgewicht ist deutlicher, Sie sind wieder ganz bei sich.
  • Insgesamt fühlen Sie sich gut.

 

Der Fokus hat Einfluss auf Wahrnehmung, Denken und Handeln. Öffnen Sie sich für Inspiration und Antworten und sie werden sich Ihnen zeigen. Durch einen kurzen Spaziergang entziehen Sie sich für einen entscheidenden Moment einschränkenden Einflüssen, wechseln Sie die Perspektive und treten Sie in Verbindung mit sich selbst. Schritt für Schritt kommen Sie sich und Ihrem Ziel näher. Bewegung an der frischen Luft ist obendrein wohltuend für den Körper.

 

 

 

Lust?

 

Das klingt gut? Na, dann machen Sie Ihren Spaziergang. Machen Sie den Computer oder das Smartphone aus und gehen Sie einfach los. Genießen Sie jeden Schritt! Was wollen Sie bei der Rückkehr mitbringen?

Video

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 15. Oktober 2020
Englische Version:
AN: #321
K: CNB
Ü:

Bei Angriffen zuerst durchatmen – Professionelle Schlagfertigkeit

Bei Angriffen zuerst durchatmen – Professionelle Schlagfertigkeit

Professionelle Schlagfertigkeit und Gesprächskompetenz
Schlagfertigkeit

Professionelle Schlagfertigkeit

 

Gerade bei Wut ist es besser sich vor einer Reaktion zuerst sammeln und erst dann zu handeln. Professionelle Schlagfertigkeit erinnert nicht an einen Elefanten im Porzellanladen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Weshalb Sie bei einem Angriff besser zuerst durchatmen

 

Autsch, das tat weh! Die Wahrscheinlichkeit, dass die erste Reaktion die Beste ist, sinkt mit dem Grad des negativen emotionalen Einflusses. Wut ist kein guter Berater.

Umso intensiver die Emotion, desto einflussreicher das Stammhirn, das aus gutem Grund auch als Reptiliengehirn bezeichnet wird. Adrenalin wird großzügig ausgeschüttet und wirkt gemeinsam mit anderen unaussprechlichen Stoffen. Dann geht es nur um den Moment und spätere Auswirkungen bleiben unberücksichtigt. Kein guter Zeitpunkt für die Entscheidungsfindung. Schnell kann ein kurzfristiger Sieg nach Punkten über das Ziel und den Achtungserfolg hinaus ins Abseits führen. Das macht Sie so beliebt, wie den Elefanten im Porzellanladen.

 

Nimmer hat die Wut sich gut verteidigt.

William Shakespeare

 

 

Professionelle Schlagfertigkeit und Gesprächskompetenz

Einmal tief ein- und ausatmen, bitte!

 

Respekt und Achtung gehen bei Wut schnell verloren. Gerade bei Wut ist es besser vor einer Reaktion zuerst wieder zu sich zu finden und erst dann zu handeln. Lucius Annaeus Seneca meinte: „Das beste Mittel gegen Zorn ist Aufschub; fordere von deinem Zorn anfänglich nicht, dass er verzeihe, sondern nur, dass er nachdenkt.“ Manchmal genügt dafür die Dauer eines Atemzugs, manchmal ist es erforderlich eine Nacht darüber zu schlafen und manchmal auch länger.

Damit ist nicht gemeint, die Wut herunterzuschlucken, sondern umso konstruktiver eine Lösung anzustreben. Und manchmal ist es besonders lohnenswert, dafür persönliche Unterstützung zu haben.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. April 2017
Überarbeitung: 2. Juli 2019
AN: #2346
K:CNB
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