14+ Tipps für Blickkontakt mit Wirkung in Gesprächen und Präsentationen

14+ Tipps für Blickkontakt mit Wirkung in Gesprächen und Präsentationen

Die Macht des Blickkontakts: Augenkontakt pflegen, denn Blicke haben Superkräfte!

Dank Augenkontakt noch wirkungsvoller in Gesprächen und Präsentationen

Blickkontakt in Reden und Präsentationen

 

In diesem Artikel geht es darum, worauf es sich für Redner hinsichtlich des Augenkontaktes zu achten lohnt. Der Blickkontakt ist ein mächtiges Ausdrucksmittel der Körpersprache. So sind Sie dank Augenkontakt noch überzeugender in Gesprächen und Präsentationen.

Blickkontakt

 

Wer in Gesprächen und Präsentationen ans Ziel kommen will, achtet darauf, dass sowohl Botschaft als auch Botschafter überzeugen.

Neben dem Inhalt eines Redebeitrags kommt es vor allem auf dessen Darbietung an. Dazu gehören Gesten, Körperspannung, Beinhaltung, Stimmeinsatz, Lautstärke, Betonung und, als unterschätztes Element, der Blickkontakt. Redner nehmen mit den Augen Kontakt zum Publikum auf und zeigen so unter anderem, dass sie am Publikum interessiert sind. Wer den Blickkontakt vermeidet, schadet sich und der Botschaft.

Und bevor ich auf eine Reihe von Tipps für den Blickkontakt in Gesprächen, Reden und Präsentationen komme, schauen wir uns die Vorteile und Funktionen des Augenkontaktes an.

Die Funktionen des Augenkontakts

 

Ein guter Blickkontakt hat wichtige Funktionen und Vorteile. Hier sind einige davon:

 

 

1. Kontaktaufnahme und Beziehung

 

Mit den Augen nehmen Sie den Kontakt auf und halten ihn. Blickkontakt verbindet Sender und Empfänger. Mit dem Augenkontakt zeigen Sie dem Publikum Ihr Interesse. Guter Blickkontakt vermittelt Gesprächsbereitschaft und Aufmerksamkeit.

 

 

 

2. Ansprache

 

Während fehlender Augenkontakt Redebeiträge zu Monologen macht, verstärkt natürlicher Augenkontakt den Eindruck einen Dialog zu führen, im Gespräch zu sein.

 

 

 

3. Informationsaustausch

 

Blickkontakt ist keine Einbahnstraße, denn Redner erhalten auf diesem Weg selbst die Informationen, was im Publikum vor sich geht. Anhand der Rückmeldungen lassen sich Einverständnis, Ablehnung, Überforderung, Zweifel oder der Wunsch nach mehr Informationen erkennen.

Wer lernt, die Körpersprache und dabei auch die Bedeutung des Blickkontakts, zu deuten, erhält zusätzliche Einblicke.

 

 

 

4. Ausdruckskraft

 

Mit den Augen lässt sich sprechen; fesseln, ermuntern, verbinden, ignorieren, herabsetzen, angreifen, bewundern, disziplinieren, öffnen, einladen oder ausladen. Augen sprechen Bände.

 

 

 

5. Vertrauenspflege

 

Blickkontakt gibt Einblicke frei. Blickkontakt vermittelt Selbstsicherheit und Glaubwürdigkeit. Augen gelten als Fenster zur Seele, schaffen Vertrauen oder machen bei Vermeidung verdächtig. Blickkontakt fällt uns nämlich am stärksten auf, wenn er nicht vorhanden ist.

Vieles geschieht hier auf unbewusster Ebene und hat umso größeren Einfluss darauf, ob Botschaft und Botschafter überzeugen.

Tipps für den Augenkontakt in Gesprächen und Präsentationen

 

Es gibt also eine Reihe von guten Gründen, den Blickkontakt zu pflegen. Wie und was ist zu beachten? Hier nun Tipps, mit denen Sie den Blickkontakt in Gesprächen, Reden und Präsentationen pflegen können.

 

 

 

1. Blickkontakt – Grundsätzliches

 

Augen sprechen Bände. Ein Blick kann mehr sagen als tausend Worte. Es ist daher empfehlenswert den Anwesenden schon zu Beginn einige Sekunden einen offenen Blick zu schenken, begleitet von einem ansteckenden freundlichen Lächeln.

Ein ausreichender Augenkontakt ist grundlegend. Doch meiden ihn viele Menschen, gerade in Situationen, in denen sie sich aus der Gruppe herausgehoben fühlen, wie bei Reden und Präsentationen vor Publikum. Das liegt auch am Selbstbewusstsein.

Die Deutung fehlenden Augenkontaktes ist in wenigen Situationen positiv. Im Artikel Körpersprache: Was lässt sich tatsächlich von den Augen ablesen? Nicht nur Wünsche! finden Sie einige Interpretationsmöglichkeiten und Sie können sich entscheiden, was Ihnen und Ihrer Botschaft hilft und was Ihnen schadet.

 

 

 

2. Authentisch, authentisch, authentisch

 

Was nicht zum Redner passt, wirkt meist unfreiwillig komisch, schadet der Glaubwürdigkeit und lenkt vom Inhalt und der Botschaft ab. Wer meint, was er sagt und das auch im jeweiligen Moment so wahrnimmt, wird meist automatisch die passende Mimik an den Tag legen. Das ist ein häufiges Thema im Redecoaching.

Außerdem wissen wenige Redner wirklich, wie sie auf das Publikum wirken. Eine Wirkungsanalyse ist hier sehr erhellend. Selbsteinschätzung und tatsächliche Wirkung decken sich oft nicht.

 

 

 

3. Lächeln

 

Mit einem Lächeln oder sogar Lachen lässt sich leichter eine Brücke zu anderen Menschen bauen. Das wirkt offen und freundlich. Ein echtes Lächeln kommt von innen und basiert auf der passenden mentalen Einstellung und nicht auf einer Maske. So ein Dauergrinsen sieht anders aus als ein echtes Lächeln, das als Duchenne-Lächeln bezeichnet wird. Da lachen auch die Augen und die Augenfältchen mit. Kommt der Impuls aus der Tiefe, funkeln die Augen regelrecht. Dann springt der Funke über.

 

 

 

 

4. Wirken lassen

 

Trauen Sie sich. Das schnelle Überfliegen des Publikums, mit der Absicht überall hingesehen zu haben, wird nicht als Kontaktaufnahme empfunden. Dafür gelten 3 bis 5 Sekunden als Orientierung, wobei es nach meiner Erfahrung vor allem auf die innere Haltung ankommt. Sie wissen doch selbst am besten, wie präsent Sie sind und wie viel Zeit Sie benötigen, um jemanden wirklich zu sehen. Eine Stoppuhr wird nicht gebraucht.

 

 

 

5. Nicht starren

 

Ein freundlicher, offener Blick stimmt Zuhörer positiv. Wer den anderen hingegen keines Blickes würdigt, wird als arrogant und überheblich eingeschätzt. Wer Menschen von sich und den Angeboten überzeugen will, profitiert von einem verbindenden Augenkontakt. Doch Vorsicht vor zu langem Blickkontakt. Das kann leicht als Anstarren, Grenzüberschreitung und Unhöflichkeit interpretiert werden. Wer andere Menschen zu lange und zu intensiv fixiert, wird schnell als bedrohlich und angriffslustig angesehen.

 

 

 

6. Emotionen

 

Im Grunde ist es ganz einfach. Sie strahlen aus, was in Ihnen vorgeht. Wenn Sie von etwas begeistert sind, werden Ihre Augen funkeln und das ist ansteckend! Erleben Sie innerlich intensiv, was Sie vermitteln wollen, dann spiegelt Ihre gesamte Körpersprache das wider. Weniger ist mehr! Machen Sie bitte keine Grimassen.

 

 

 

 

7. Führen Sie mit Ihrem Blick

 

Das Publikum registriert, wohin Sie schauen. So können Sie mit Ihrem Blick die Aufmerksamkeit des Publikums lenken. Schauen Sie dorthin, wo das Publikum hinsehen soll.

Wenn Sie ständig zur Tür schauen, wird das so wirken, als wenn Sie gerne flüchten würden.

Und weil manche Menschen in Büchern über Körpersprache und NLP nur die Zusammenfassungen lesen, wird beispielsweise die Blickrichtung übereilt interpretiert. So falsch diese Interpretationen oft sind, so negativ können sie sich auswirken. Deswegen ist es gut, diese Deutungen zu kennen und selbst bei der Kommunikation zu vermeiden.

 

 

 

8. Blicke verbinden

 

Gute Redner wissen, wie wichtig die Mimik ist. Sie vermitteln ihre Haltung und insbesondere Wertschätzung gegenüber dem Publikum, wo es angebracht ist, mit einem Lächeln.

Schauen Sie dabei immer wieder in alle Gesichter, erwidern Sie ein entdecktes Lächeln. Nehmen Sie Hinweise, wie beispielsweise ein Stirnrunzeln zum Anlass, eine Aussage nochmals mit anderen Worten zu wiederholen oder nachzufragen.

 

 

 

9. Fokus

 

Wohin und wen anschauen? Hier berichten mir Klienten immer wieder von Unsicherheiten. Beginnen Sie doch bei Menschen, die Ihnen guttun.

Bei einem großen Publikum lohnt es sich, wenn Sie den Blickkontakt in alle Richtungen aufteilen, auch an Seiten und hinten. Hierzu gibt es unterschiedlichste Empfehlungen. Nur bitte nicht rein nach Schablone und Pflichtübung. Das wirkt oberflächlich.

Achten Sie darauf, nicht nur bestimmte Personen oder Gruppen anzuschauen. Mitunter kommt es hier zu Fixierung auf bestimmte Hierarchien. So geht der Kontakt zu anderen Teilnehmern verloren.

Welcher Fokus geeignet ist, sollte individuell ermittelt werden. Es hat auch damit zu tun, wie sicher sich Redner fühlen und was ihren Zustand fördert. Gerade bei Lampenfieber kann ungeeigneter Blickkontakt zu heftigen Stressreaktionen führen.

 

 

 

10. Pult oder Manuskript

 

Wo auch immer sich Ihr Redemanuskript befindet, ob als Papierstapel auf dem Redepult oder als Stichpunktkarten in der Hand, vermeiden Sie in jedem Fall den ständigen Blick darauf. Lernen Sie, wie Sie den Kontakt zum Publikum halten. Selbst wenn sie tatsächlich etwas vorlesen, geht das mit einer guten Portion Blickkontakt. Vorlesen will gelernt sein. Wobei ich für die meisten Situationen ohnehin eher die freie Rede empfehle.

 

 

 

11. Weitere heikle Körpersprache

 

Neben dem Augenkontakt gibt es bei der Körpersprache noch zahlreiche weitere Möglichkeiten Ihre Botschaft zu stärken oder zu schwächen. Diesem wichtigen Thema widmen sich eigene Beiträge.

In dem Artikel: „Die Körpersprache beruhigt oder schadet in heiklen Situationen“ und „12 Tipps, wie du durch Körpersprache Vertrauen förderst“ finden Sie dazu einige Hinweise.

 

Augenzugangshinweise

Beispiel Augenzugangshinweise

Das Konzept der Augenzugangshinweise aus dem NLP (Neurolinguistisches Programmierung) wird leider sehr oft missverstanden. Häufig wird hier zu simpel ans Werk gegangen: Sagt ein Mensch die Wahrheit, blickt er nach links. Lügt er, bewegen sich seine Augen nach rechts. Doch so einfach funktioniert das in der Praxis nicht.

In der Realität ist es doch etwas komplexer. Ungeübte Anwender kalibrieren selten gründlich genug und zeigen auch sonst nicht die erforderliche Flexibilität, um solche Hinweise nutzen zu können. Trotzdem werten sie die Beobachtungen aus und das kann der Botschaft schaden. Diese Zusammenhänge zu kennen, hilft sie bei Reden und Präsentationen zu vermeiden.

12. Hindernisse

 

Denken wir intensiv über etwas nach, dann fällt es schwerer, anderen Menschen ins Gesicht schauen. Wenn wir nach Worten ringen oder nachdenken, können wir nicht gleichzeitig unserem Gesprächspartner in die Augen schauen. Die grauen Zellen sind dafür einfach zu beschäftigt. Auch deswegen ist gute Vorbereitung so wichtig.

Es gibt viele Gründe, warum wir unserem Gegenüber nicht immer in die Augen schauen können. Häufig liegt es an Unsicherheit, Nervosität oder Ungeduld.

Gerade Introvertierte müssen sich zum Augenkontakt eher zwingen. Wer nervös und unsicher ist, kann mit regelmäßiger Übung in Sachen Blickkontakt und Reden halten mit der Zeit ruhiger und selbstsicherer werden. Proben Sie Reden und Präsentationen im geschützten Rahmen vor geeignetem Publikum. Fragen Sie bei Freunden und Familie nach, ob Sie Ihnen dabei helfen. Sie lernen so lockerer zu werden. Auch hier ist Übung und Gewohnheit wesentlich.

Hilft das nicht ausreichend, dann können tief sitzende Überzeugungen und Glaubenssätze daran beteiligt sein. Auch ihnen lässt sich auf den Grund gehen und sie auflösen.

 

 

 

13. Übung

 

Wie bei jeder Präsentationsfertigkeit braucht es auch bei der Körpersprache und dem Blickkontakt Übung, um sie so zu entwickeln, dass Sie sowohl authentisch, als auch wirksam ans Werk gehen. Übergestülptes Verhalten wirkt komisch und schadet.

Erst, wenn Kenntnisse und Fertigkeiten sich weitgehend unbewusst entfalten, profitieren Sie in vollem Umfang. Das erfordert nicht nur irgendwelche Übung, sondern ein Vorgehen, dass zu Ihnen passt.

 

 

 

14. Unterstützung

 

Es gibt es einige Aspekte zu berücksichtigen, damit verbale und nonverbalen Kommunikation kongruent sind und Wirkung entfalten. Eine starke persönliche Wirkung kommt von innen. Die passende Haltung lässt sich beispielsweise mit Mentaltraining fördern. Als professioneller Redecoach unterstütze ich Sie auf Ihrem Weg zu einem authentischen und wirksamen Blickkontakt.

Damit du und deine Botschaft überzeugen

 

Überzeugung entsteht selten durch eine einzelne Technik.

Entscheidend ist das Zusammenspiel.

Was möchtest du erreichen?

Was beschäftigt dein Gegenüber oder dein Publikum?

Wie klar ist deine Botschaft?

Wie wirkst du als Persönlichkeit?

Und wie passen Sprache, Körpersprache und Inhalt zusammen?

Je nach Situation können dabei unterschiedliche Aspekte den entscheidenden Unterschied machen:

  • eine klare Argumentation

  • verständliche und präzise Sprache

  • glaubwürdige persönliche Wirkung

  • stimmige Körpersprache

  • anschauliches Storytelling

  • überzeugende Visualisierung von Zahlen, Daten und Fakten

  • ein konstruktiver Umgang mit Einwänden und Widerstand

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Kommunikationstechniken einzusetzen.

Es geht darum, die richtigen Mittel im richtigen Moment so einzusetzen, dass sie zu dir, deiner Botschaft und deinem Gegenüber passen.

Wenn ein konkreter wichtiger Auftritt oder ein anspruchsvolles Gespräch bevorsteht, können wir genau daran arbeiten.

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

→ Wichtige Reden und Präsentationen vorbereiten

 

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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Antworten auf häufige Fragen

Wie wichtig ist Blickkontakt in Reden und Präsentationen?

Blickkontakt ist in Reden und Präsentationen sehr wichtig, da er dazu beitragen kann, das Publikum anzusprechen und zu fesseln. Blickkontakt zeigt dem Publikum, dass der Redner oder die Rednerin interessiert ist und dass er oder sie das Publikum für das Thema begeistern möchte. Blickkontakt kann das Publikum dazu bringen, sich aktiv mit der Rede oder Präsentation auseinanderzusetzen und sich für das Thema zu engagieren.

Wie lässt sich Blickkontakt in Reden und Präsentationen gestalten?

Einige Möglichkeiten, wie Blickkontakt in Reden und Präsentationen gezeigt werden kann, sind:

  1. Augenkontakt halten: Durch das Halten von Augenkontakt kann dem Publikum signalisiert werden, dass der Redner oder die Rednerin interessiert ist und dass er oder sie das Publikum für das Thema begeistern möchte.

  2. Regelmäßig das Publikum anschauen: Durch das regelmäßige Anschauen des Publikums kann dem Publikum signalisiert werden, dass der Redner oder die Rednerin interessiert ist und dass er oder sie das Publikum für das Thema begeistern möchte.

  3. Zuhörer direkt anschauen: Durch das Anschauen von Zuhörern direkt kann dem Publikum signalisiert werden, dass der Redner oder die Rednerin interessiert ist und dass er oder sie das Publikum für das Thema begeistern möchte.

Was bewirkt Augenkontakt bei der Kommunikation?

Augenkontakt ist ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Kommunikation und kann verschiedene Funktionen erfüllen. Er kann zum Beispiel Aufmerksamkeit signalisieren, Interesse zeigen oder Vertrauen ausdrücken. Augenkontakt kann auch dazu beitragen, die Beziehung zwischen den Kommunikationspartnern zu stärken und das Verständnis der gegenseitigen Perspektiven zu verbessern. In manchen Kulturen ist der Augenkontakt während der Kommunikation auch ein Zeichen von Respekt und Höflichkeit. Allerdings kann es auch unangenehm oder sogar bedrohlich wirken, wenn der Augenkontakt zu lange oder zu intensiv gehalten wird. Es ist daher wichtig, ein gesundes Maß an Augenkontakt zu wahren, um die Kommunikation effektiv und angenehm zu gestalten.

Wie wird fehlender Augenkontakt gedeutet?

Fehlender Augenkontakt kann verschiedene Gründe haben und unterschiedlich gedeutet werden. In manchen Kulturen ist es zum Beispiel üblich, weniger Augenkontakt während der Kommunikation zu halten, um Höflichkeit und Respekt zu zeigen. In anderen Kulturen kann der Augenkontakt hingegen als wichtiges Zeichen von Vertrauen und Aufrichtigkeit gesehen werden.

Fehlender Augenkontakt kann aber auch ein Zeichen von Unaufmerksamkeit, Desinteresse oder Unsicherheit sein. Jemand, der den Blickkontakt vermeidet, könnte sich zum Beispiel unwohl fühlen, überfordert sein oder etwas verbergen wollen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Deutung des fehlenden Augenkontakts immer im Kontext betrachtet werden sollte. Jemand, der den Blickkontakt vermeidet, könnte zum Beispiel auch einfach nur sehr schüchtern oder introvertiert sein.

Es ist daher wichtig, nicht voreilig Schlüsse aus dem Fehlen von Augenkontakt zu ziehen, sondern sich immer auch an anderen Verhaltensweisen und Signalen zu orientieren.

Welche Gefahr birgt fehlender Augenkontakt bei Reden und Präsentationen?

Fehlender Augenkontakt kann bei Reden und Präsentationen eine Gefahr darstellen, da er das Publikum abschrecken und das Vertrauen in die Kompetenz des Sprechers untergraben kann. Wenn der Sprecher den Blickkontakt vermeidet, könnte dies das Publikum dazu veranlassen, sich distanziert oder sogar ablehnend zu verhalten.

Ein fehlender Augenkontakt kann auch dazu führen, dass die Zuhörer sich weniger für die Präsentation oder Rede interessieren und schneller abgelenkt werden. Auch könnte das Publikum den Eindruck gewinnen, dass der Sprecher unsicher oder unschlüssig ist.

Es ist daher wichtig, bei Reden und Präsentationen den Blickkontakt mit dem Publikum aufrechtzuerhalten, um das Interesse und die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu halten und ihr Vertrauen zu gewinnen. Ein gesundes Maß an Augenkontakt kann dazu beitragen, die Beziehung zum Publikum zu stärken und das Verständnis der gegenseitigen Perspektiven zu verbessern. Allerdings sollte auch hierbei darauf geachtet werden, dass der Augenkontakt nicht zu lange oder zu intensiv gehalten wird, um das Publikum nicht zu überfordern oder zu bedrängen.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Glaubwürdigkeit und Augenkontakt?

Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen Glaubwürdigkeit und Augenkontakt. Eine Person, die den Augenkontakt während der Kommunikation aufrechterhält, wird in der Regel als glaubwürdiger wahrgenommen, da sie damit Vertrauen, Aufrichtigkeit und Offenheit signalisiert.

Durch den Augenkontakt können sich die Kommunikationspartner besser verstehen und aufeinander einlassen, was das Verständnis der gegenseitigen Perspektiven verbessert. Eine Person, die den Augenkontakt vermeidet, wird hingegen oft als weniger glaubwürdig wahrgenommen, da sie möglicherweise etwas verbergen oder sich unsicher fühlen will.

Es ist allerdings wichtig zu beachten, dass der Augenkontakt nur ein Teil der Glaubwürdigkeit ist und dass andere Faktoren wie zum Beispiel die Wortwahl, die Körpersprache und die Überzeugungskraft des Sprechers ebenfalls eine Rolle spielen. Ein gesundes Maß an Augenkontakt kann daher dazu beitragen, die Glaubwürdigkeit zu stärken, sollte aber nicht das einzige Kriterium sein.

P.S.

 

Auf was achten Sie bei sich und anderen Menschen hinsichtlich des Blickkontakts? Nutzen Sie den Blickkontakt als Ausdrucksmittel der Körpersprache bei Gesprächen, in Reden und Präsentationen?

Wenn die Augen etwas sagen und die Zunge etwas anderes,
 dann vertraut ein erfahrener Mensch auf die Sprache der Augen. Ralph Waldo Emerson

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2012
Überarbeitung: 27. April 2020
AN: #34353
K:
Ü:
Englische Version:

Was machen Schutzmasken mit Kommunikation und Beziehungen?

Was machen Schutzmasken mit Kommunikation und Beziehungen?

Körpersprache, Mimik und Coronakrise
Maske und Mimik

Schutzmasken und Beziehungen

 

An vielen Stellen werden Masken getragen und das hat auch Konsequenzen auf die Kommunikation. Welche?

Die Auswirkungen von Schutzmaske und Mund-Nasen-Schutz

 

Tragen die Menschen um uns herum Schutzmasken beziehungsweise einen Mund-Nasen-Schutz, dann sehen wir wesentliche Züge der Mimik nicht mehr. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Wir sind gewohnt, auch unbewusst eine Vielzahl von kommunikativen Hinweisen der Körpersprache zu berücksichtigen. Erst die Kombination verbaler und nonverbalen Kommunikation führt zu einer halbwegs brauchbaren Basis für die Auswertung von Informationen. An der ausgeprägteren und der subtilen Mimik (Mikroexpressionen) orientieren wir uns, wenn es darum geht herauszufinden, was in anderen Menschen vor sich geht. Sind bei Gesprächspartnern durch Schutzmasken Bereiche des Gesichts verdeckt, dann können viele davon nicht mehr wahrgenommen werden. Das kann Verunsicherung zur Folge haben. Es fehlen wesentliche Rückmeldungen. Das kann manchen Menschen sogar deutlichen Stress im Umgang miteinander verursachen.

Die gute Nachricht; ein echtes Lächeln bleibt weiterhin erkennbar. An den Augen lässt sich immer noch sehr viel ablesen, wenn sie frei zu sehen sind. Bei einem unechten, also nicht so gemeinten Lächeln, werden lediglich die Mundwinkel nach oben gezogen werden. Das bleibt dann der Maske vorbehalten und das macht ja kaum etwas. Das als echt geltende Duchenne-Lächeln ist komplexer. Dabei sind auch Muskeln rund um die Augen beteiligt. Auch das lässt sich schauspielern, wird jedoch grundsätzlich als authentischer empfunden. Es baut sich langsamer auf und ebbt langsamer ab. Und das ist auch bei den meisten Masken und um die Augen zu sehen.

Das Tragen von Masken kann dazu führen, dass der eigenen Mimik weniger Aufmerksamkeit gewidmet wird und der Ausdruck zurückgenommen wird. Wenn wir weniger Mimik empfangen, senden wir auch weniger.

Gerade in der heutigen Situation profitieren menschliche Zusammentreffen von einer guten Extraportion Aufmerksamkeit. Es gibt eine Menge Herausforderungen zu meistern. Ja, Masken können auch zur Anonymisierung und damit verbundenen negativen Folgen führen. Sie können allerdings auch als Symbol für den gegenseitigen Schutz und insbesondere für die Solidarität mit Risikogruppen stehen.

P.S.​

 

Was haben Masken für eine Wirkung auf Sie und Ihre Kommunikation?

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 19. April 2020
Überarbeitung: 21. April 2020
AN: #343
K: CNC
Ü:

Facelifting im Gesicht, am Gesäß, in der Politik, in Unternehmen,…

Facelifting im Gesicht, am Gesäß, in der Politik, in Unternehmen,...

Bedeutungswandel: Von der Straffung bis zur Verschlimmbesserung

Facelifting

Facelifting

 

Facelifting heute auch in der Politik und in Unternehmen statt. Statt am Inhalt wird an der Verpackung gefeilt. Häufig auch hier Verschlimmbesserungen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Aus aktuellem Anlass… Facelifting

 

Ursprünglich meinte Facelifting so etwas wie Gesichtsstraffung. Jedoch, durch die üblichen Ergebnisse solcher Verschlimmbesserungen änderte sich die Bedeutung. Heute wird eine raffinierte chirurgische Methode als Facelifting bezeichnet, bei der Falten durch Narben ersetzt werden. Obwohl dabei in der Regel die örtliche Beibehaltung von Augen, Nase, Mund und Ohren angestrebt wird, sind diese anschließend oft nicht mehr an den erwarteten Stellen zu finden. Das sorgt regelmäßig zu Irritationen bei Gesprächspartnern und die Kommunikationsprozesse erhalten einen eigenwilligen Drall. So ähnlich, wie im Sketch von Loriot und Evelyn Hamann, bei dem eine wandernde Nudel das Gespräch verhindert.

Erhofft wird die ewige Jugend, dass tatsächliche Resultat ist jedoch sehr häufig eine Karnevalsmaske. Doch statt eines grauenvollen Aufschreis sorgen der Stolz und die immense Investition dafür, dass solche kleingeistigen Betrachtungen unterbleiben. Was teuer ist, das  ist auch gut! Basta!

Da sich nicht nur Gesichter liften lassen, sind neben Brüsten und Bäuchen auch Unternehmensdarstellungen, Parteiprogramme und andere Einrichtungen von diesem Phänomen betroffen. Besser, als mit äußerlichem Herumdoktern kosmetisch zu verschlimmbessern, ist die grundlegende Herangehensweise vom Kern, von der Substanz aus, also von innen nach außen. Erst kommt der Inhalt und dann die Verpackung.

 

Innen pfui,
außen dann auch egal.

P.S.

 

Wo begegnet Ihnen das Phänomen Facelifting und wie stehen Sie dazu, wenn sich nur die Verpackung, jedoch nicht der Inhalt ändert?

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Heute wird eine raffinierte chirurgische Methode als Facelifting bezeichnet, bei der Falten durch Narben ersetzt werden. Obwohl dabei in der Regel die örtliche Beibehaltung von Augen, Nase, Mund und Ohren angestrebt wird, sind diese anschließend oft nicht mehr an den erwarteten Stellen zu finden. Karsten Noack

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

Clever: Antworten Sie doch mal mit einem sibyllinischen Lächeln

Clever: Antworten Sie doch mal mit einem sibyllinischen Lächeln

Wirken ohne den Mund aufzumachen. Lernen vom antiken Orakel.

Antworten Sie doch mal mit einem sibyllinischen Lächeln

Sibyllinisches Lächeln

 

Mitunter ist ein sibyllinisches Lächeln die beste Reaktion auf eine Frage. Nein, das ist keine ansteckende Krankheit. Das können Sie ruhig ausprobieren.

Übersicht

 

 

 

 

Auf den Spuren der Sybillen

 

Mitunter ist ein sibyllinisches Lächeln die beste Reaktion auf eine Frage. Nein, das ist keine ansteckende Krankheit. Sibyllinisch bedeutet rätselhaft, geheimnisvoll, doppeldeutig. Das Wort geht auf die Sibyllen zurück, die Seherinnen der griechischen Mythologie. Die gingen sehr clever ans Werk – bekanntlich können die Überbringer schlechter Nachrichten ja schnell den Kopf verlieren – und formulierten ihre Voraussagen nicht direkt, sondern sie sprachen in Andeutungen, nebulös und in Rätseln. So durch die Blume formuliert mussten die Ratsuchenden ihre Orakel erst selbst deuten. Ähnlichkeiten mit Aussagen von Politikern sind natürlich reiner Zufall. Eins drauf: Die Sibyllen machten es sich am einfachsten, indem sie als Reaktion auf Fragen, anstatt direkt darauf zu antworteten, ihr sibyllinisches Lächeln zeigten.

 

 

 

Probieren Sie es aus

 

Wenn Sie auf eine Frage mit einem sibyllinischem Lächeln antworten, muss sich der Empfänger seinen Teil denken. Er kann nicht erkennen, was der so mit einem Lächeln Antwortende weiß oder auch nicht. Es wirkt in etwa, wie eine fragend hochgezogene Augenbraue.

 

 

 

Begriffsursprung

 

Erstaunlich; die so fleißig für mich schreibende Siri kennt das Wort sibyllinisch. In der alltäglichen Sprache ist es nur noch selten zu hören. Das Adjektiv sibyllinisch war früher Teil des gehobenen Sprachgebrauchs des humanistisch gebildeten Bürgertums. Heutzutage wird der Ausdruck sibyllisch für rätselhaft kaum noch verwendet. Wenn, dann taucht es ab und zu in den Medien auf, besonders wenn es um eine Wischiwaschi-Aussage eines Politikers geht.

Übrigens wird sibyllinisch sehr häufig falsch geschrieben, nämlich sybillinisch. Richtig ist es in der alphabetischen Reihenfolge, also zuerst das i und dann das y.

Ergänzende Artikel

 

P.S.​

 

Wie halten Sie es mit dem sibyllinischen Lächeln?

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

Video

Zeit für die Antwort auf wichtige Fragen gewinnen

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Video

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. Februar 2007
Überarbeitung: 26. Januar 2020
Englische Version:
AN: #67612
K: CNB
Ü:

30+ Tipps für Gesten, die Ihre Botschaft bei Reden und Präsentationen unterstützen

30+ Tipps für Körpersprache die Ihre Botschaft bei Reden und Präsentationen unterstützt

Während manche Menschen mit Händen Füßen reden, brauchen andere etwas Inspiration dafür
Gestik in Reden und Präsentationen

Überzeugende Reden und Präsentationen mit Gesten

 

Mit geeigneten Gesten machen Sie es bei Ihren Reden und Präsentationen dem Publikum leichter, das Gesagte zu verstehen. Mit diesen Gesten werden auch die Augen und Spiegelneuronen angesprochen. Lernen Sie Ihre Körpersprache noch gezielter einzusetzen, denn dann überzeugen sowohl Sie als Persönlichkeit als auch Ihre Botschaft.

Definition Gesten

 

In diesem Artikel geht es um Gesten bei denen Hände und Arme bewegt werden, um eine Botschaft auszudrücken oder zu betonen. Gesten sind ein wichtiger Teil der gesamten Körpersprache.

 

Funktion von Gesten

 

Hier ein paar Beispiele, welche Gesten welche Funktion haben.

 

 

 

1. Beschreibende Gesten

 

Gesten helfen dabei, zu beschreiben, wovon Sie sprechen.

a. direkt, beispielsweise, wenn Sie über eine Box sprechen, können Sie mit den Händen das Quadrat einer Box zeichnen.

b. metaphorisch, wenn Sie beispielsweise von einer Gruppe sprechen und mit der Hand einen Kreis zeichnen, und damit diese Gruppe meinen.

 

 

 

2. Hinweisende Gesten

 

Gesten können Ihnen helfen, auf Menschen und Dinge in Ihrer Umgebung hinzuweisen und so den Blick und die Aufmerksamkeit steuern.

 

 

 

3. Ordnende Gesten

 

Gesten helfen Ihnen dabei Struktur in Ihre Redebeiträge zu bringen, beispielsweise indem Sie die Schritte mit Zahlen verdeutlichen, die Sie mit den Händen darstellen.

 

 

 

4. Verdeutlichende Gesten

 

Mit Gesten können Sie beim Sprechen Akzente setzen und die beabsichtigte Bedeutung verstärken. Sie können beispielsweise sehr vorsichtiges genaues Vorgehen mit sanften taktilen Berührungen von Daumen und Zeigefinger verdeutlichen oder Kraft durch energievolle Gesten.

 

 

 

5. Emotionale Gesten

 

Gesten geben Hinweise auf Ihren emotionalen Zustand.

 

 

30+ Tipps für Gesten, die Ihre Botschaft bei Reden und Präsentationen unterstützen

 

Gesten gehören zur Kommunikation und können auch Reden und Präsentationen bereichern. Die meisten Redner sind sich der Wirksamkeit ihrer eigenen Gesten allerdings nicht bewusst oder wissen zumindest nicht, wie sie ans Werk gehen sollen.

Gesten entwickeln die meisten Menschen von sich aus. Doch nicht alle Redner setzen sie genauso wirksam ein. Auch sind nicht alle Gesten gleichermaßen geeignet. Mit entsprechendem Fingerspitzengefühl lassen sie sich so trainieren, dass sie sowohl zur Persönlichkeit des Redners, als auch zu Thema und Publikum passen. Das verhindert auch alles, das an eine Merkel-Raute erinnert.

 

 

 

1. Ist-Aufnahme

 

Beginnen Sie mit einer Ist-Aufnahme. Lassen Sie sich, am besten mit professioneller Unterstützung, Feedback zu Ihrer Körpersprache einschließlich der Gesten geben. Dabei decken Sie auch missverständliche Gesten auf, die Ihnen und Ihrer Botschaft schaden.

 

 

 

2. Zeigen Sie Ihre Hände

 

Achten Sie darauf, dass Ihre Hände zu sehen sind. Wenn Sie die Hände hinter dem Rücken oder in den Hosentaschen verstecken verzichten Sie auf eine unterstützende Gestik. Versteckte Hände könnten etwas Unangenehmen halten und reduzieren deswegen das Vertrauen.

Tatsächlich gibt es immer wieder Klienten, die mir davon berichten, in Rhetoriktrainings den Tipp bekommen zu haben die Hände in die Hosentaschen zu stecken, weil das locker aussieht. Weitere Gedanken dazu finden Sie im Artikel Reden mit den Händen in den Hosentaschen?

 

 

 

3. Offene sichtbare Handflächen

 

Sichtbare nach vorne und oben gerichtete Handflächen wirken einladend und freundlicher, als Handflächen, die von oben nach unten zeigen.

 

 

 

4. Illustrierende Gesten

 

Manche Botschaft lässt sich besser mit Unterstützung von Gesten als durch Worte allein vermitteln. Während einige Menschen mit Händen und Füßen reden, sodass einem schon mal schwindlig werden kann, sind in unserer Kultur viele etwas zu zurückhaltend mit Gesten. Spätestens wenn ein Gegenstand beschrieben wird, verwenden auch sonst körpersprachlich zurückhaltende Persönlichkeiten meist illustrierende Gesten. Gut so, denn sie machen es den Empfängern leichter, das Gesagte zu verstehen, denn mit der Körperunterstützung werden auch die Augen angesprochen.

 

Beispiele:

  • Zur Beschreibung eines eckigen Gebäudes werden mit der flachen Hand die vertikalen und horizontalen Konturen in die Luft gezeichnet.
  • Bei einem runden Gegenstand, etwa einem Ball, können die Hände so gehalten werden, als würden sie einen Ball umfassen.
  • Der Bericht einer rasanten Achterbahnfahrt findet in der Luft statt, indem Arme und Hände rhythmisch auf und ab bewegt werden. Dabei werden die in den Kurven greifenden Fliehkräft angedeutet.
  • Ein großer Gegenstand wird vermittelt, indem die Arme weit auseinander gebreitet werden.
  • Das Gewicht eines schweren Gegenstandes wird durch wiegende Bewegungen verdeutlicht.
  • Eng zusammengeführte Finger unterstreichen etwas Winziges.

 

 

 

5. Sprechen Sie die Sinne an

 

Gesten sind ein nützliches Mittel für die Übermittlung sinnlicher, größtenteils visueller und kinästhetischer Informationen. Der visuelle Sinn ist in unserer Kultur sehr dominant. Viele Menschen nehmen Informationen deshalb besser auf, wenn sie sehen können, was gerade beschrieben wird.

 

 

 

6. Fahrige Bewegungen

 

Wer vor Publikum an der Kleidung herumsortiert, Fusseln entfernt, wirkt auf das Publikum so, als ob er von der eigenen Ideen nicht wirklich begeistert ist und als ob er keine ehrliche Antwort geben will. Kaum ein anderes Zeichen weist so deutlich auf Unwohlsein hin, als wenn jemand verzweifelt am Hemdkragen herumspielt, als wenn es sonst zum Erstickungstod kommt. Das wird als Hinweis für Fluchtwünsche gedeutet.

 

 

 

7. Die Gestik wird der Gruppengröße angepasst

 

Wo im kleinsten Rahmen Gesten aus den Handgelenken angemessen ist, wären die bei großen Gruppen hilfreichen ausladenden Arme übertrieben. Mehr zum Einfluss der Gruppengröße auf Reden und Präsentationen finden Sie im Artikel 11 Tipps für unterschiedliche Gruppengrößen bei Reden und Präsentationen.

 

 

 

8. Nicht das Gesicht berühren

 

Das Berühren des Gesichtes mit der Hand und vor allem das Berühren der Nase wird von vielen Beobachtern als Hinweis auf Unwahrheit betrachtet. Es ist zwar nicht zwingend richtig, dass jeder lügt, der sich im Gesicht berührt, aber von vielen Leuten wird das so ausgelegt. Gleiches gilt für das Verdecken des Mundes. So als würde jemand verhindern wollen, dass den Mund unkontrolliert Worte verlassen.

 

 

 

9. Unterlassen Sie Nachahmen und Aufgusshandhaltungen

 

Was bei Frau Merkel zum Running-Gag wurde, ist im Grunde kein guter Stil für Redner. Also machen Sie weder die Merkelraute noch eine andere Standard-Handhaltung nach. Ein guter Präsentationstrainer wird Sie zu einer ganz eigenen und passenden Körpersprache führen, die zu Ihnen, zum Thema, zum Publikum und dem Ziel passt.

 

 

 

10. Immer schön im Rahmen bleiben

 

Bei den Artikeln zur Kreativität plädiere ich immer wieder dafür, aus dem Rahmen zu fallen. Bei der Gestik empfehle ich da tendenziell eher vorsichtig ans Werk zu gehen. Als angemessene Rahmen für die Gestik bei Reden und Präsentationen gilt der Raum von der Oberseite der Brust bis zur Unterseite der Taille. Wenn Sie außerhalb dieses Bereichs aktiv sind, lenkt das schnell ab und Sie wirken als hätten Sie Kontrolle verloren.

Wenn Sie sprechen, ist es für Ihr Publikum natürlich, Ihr Gesicht zu betrachten. Finden Ihre Handgesten auf Taillenhöhe oder darunter statt, wird Ihr Publikum abgelenkt. Wenn es Ihnen hilft, stellen Sie sich vor, dass Sie bis zur Taille im Wasser stehen. Um sichtbar zu sein, sollten alle Ihre Gesten über dem Wasserspiegel stattfinden.

 

 

 

11. Zeigen Sie nicht mit dem Finger auf Menschen

 

Mit dem Finger auf Menschen zu zeigen ist wie eine Stichwaffe in deren Richtung zu halten. Das kommt nicht gut an. Weisen Sie stattdessen lieber mit offenen, nach oben gerichteten Handflächen zum Publikum.

 

 

 

12. Gute Gesten unterstützen die Worte, die Botschaft und den Eindruck den Sie machen

 

Unterstützende Gesten sind wundervoll, unnütze Gesten verwässern und schaden sogar.

 

 

 

13. Gegenstände vor den Körper halten

 

Wenn Sie einen Gegenstand zu lange vor dem Körper halten, dann wirken Sie möglicherweise unsicherer. Etwas direkt vor dem Körper zu halten, wie ein Schutzschild, kann so verstanden werden, dass Sie eingeschüchtert oder zurückhaltend sind. Möglicherweise wollen Sie sich von anderen distanzieren, Abstand halten, fühlen sich in deren Gegenwart nicht wohl. So kann das zumindest gedeutet werden.

 

 

 

14. Weg vom Redepult

 

So ein Redepult hat einige Nachteile. Einer davon ist die eingeschränkte Gestik. Außerdem halten sich viele unsichere Redner verkrampft daran fest. Das lässt weder die Redner, noch deren Botschaft überzeugender wirken. Mehr dazu in den Artikeln 9 Gründe gegen die Verwendung eines Rednerpults und Lernen Sie zu überzeugen, anstatt sich hinter Rednerpulten zu verstecken.

15. Arme vor dem Körper verschränken

 

Die geschlossene Körperhaltung lässt Sie auch nicht gerade so wirken, als wenn Sie den Kontakt zum Publikum genießen. Die verschränkten Arme vor dem Körper sind Klassiker und werden oft übertrieben negativ interpretiert. Manchmal fühlt es sich einfach gut an, die Arme zu verschränken. Das hat nichts damit zu tun, dass jemand sich tatsächlich abgrenzen und schützen will, sich vor guten Argumenten in Sicherheit bringt, sich unwohl fühlt oder desinteressiert ist. Doch genauso wird es gerne interpretiert! Es kommt seltener gut an.

 

 

 

16. Sich an der Seite des Halses oder Kopfes kratzen

 

Sich andere Seite des Halses oder Kopfes zu kratzen, gilt als Zeichen von Zweifel und Unsicherheit. Bei entsprechendem Halbwissen wird es gar als Hinweis auf eine Lüge betrachtet. Also Finger weg aus diesem Bereich.

 

 

 

17. Händen vor den Genitalien

 

Auch wenn manche Machos der Ansicht sind, es wirke männlich, stark und dominant, wenn sie die Hände vor den Genitalien gekreuzt halten; das Gegenteil ist der Fall. Es ist eine Schutzhaltung. In dieser Haltung werden die Schultern nach vorne gezogen, was den Körper schmaler wirken lässt. Wer meint, sich schützen zu müssen, fühlt sich bedroht. Das wirkt unsicher und senkt den Status. Dann doch lieber die Arme neben dem Körper lassen, die Schultern aufrecht halten und die Brust raus.

 

 

 

18. Der gleichzeitige Einsatz beider Hände

 

Zu häufige und synchrone Parallelgesten lasen Sie steif und langweilig wirken. Machen Sie mit beiden Händen vorzugsweise unterschiedliche Gesten.

 

 

 

19. Richtung von Bewegungen

 

Wir schreiben und lesen hierzulande von links nach rechts. Die wünschenswerte Richtung der Visualisierung geht steil von links nachts oben. Zeitverläufe und viele anderen Entwicklungen werden in unserer Kultur von links nach rechts dargestellt. Das haben wir auch bei der Deutung von Gestik so verinnerlicht. Reden wir über die Vergangenheit, deuten wir nach links (manchmal nach hinten), und wenn wir über die Zukunft sprechen, dann zeigen wir nach rechts (manchmal nach vorne).

Soweit so gut, doch wenn Sie vor einem Publikum stehen, müssen Sie umdenken und alles von rechts nach links beschreiben, damit die Bewegung der Entwicklung für Ihr Publikum erkennbar wird. So erhält Ihr Publikum ein stimmiges Bild von Ihren verbalen Beschreibungen und Ihrer unterstützenden Körpersprache.

 

 

 

20. Hand aufs Herz

 

Heben Sie emotionale Themen beispielsweise dadurch hervor, indem Sie eine Hand auf Ihr Herz legen.

 

 

 

21. Kulturelle Unterschiede

 

Andere Länder, andere Sitten! Was in einem Land als freundliche Geste gilt, kann in einem anderen Land als die Aufforderung für sofortige Liebesspiele oder einen Zweikampf auf Leben und Tod gelten. Also informieren Sie sich lieber über die Eigenarten Ihres Publikums. Sicher ist sicher!

 

 

 

22. Rettungsanker

 

Unsichere Redner nehmen einen Stift oder andern Rettungsanker in die Hand, weil es ihnen damit leichter fallen soll, mit den Händen. Hat der Gegenstand allerdings keine Funktion, dann lenkt er ab. Wobei auch eine wandernde Fernbedienung die Nerven strapazieren kann.

 

 

 

23. Stichwortkarten

 

Stichwortkarten hemmen die Gestik und erfordern Übung, sonst wandern beispielsweise die Moderationskarten ständig hin und her. Die Beobachter werden dadurch abgelenkt.

 

 

 

24. Vorsicht vor dem erhobenen Zeigefinder

 

So ein erhobener Zeigefinger wirkt schulmeisterlich und ist schlecht für die Beziehung zum Publikum.

 

 

 

25. Zu wenig Gestik wirkt langweilig

 

Wenn Sie bei einer Redegelegenheit die Hände die ganze Zeit unbewegt herunterhängen lassen oder in einer anderen Haltung verharren, dann wirkt das langweilig und desinteressiert.

 

 

 

26. Zu viel Gestik wirkt unprofessionell

 

Zu viele oder zu ausschweifende Gesten wirken schnell übertrieben und werden dann unprofessionell und unglaubwürdig interpretiert.

 

 

 

27. Routine

 

Mit der Zeit entwickeln gute Redner ihre ganz eigene Gestik. Das funktioniert am besten durch positive Verstärkung durch Menschen, die sich mit Körpersprache und deren Wirkung auskennen.

 

 

 

28. Bewegung baut Stress und somit Lampenfieber ab

 

Eine angenehme Nebenwirkung vom Einsatz guter Gestik ist, dass die Bewegung Stress abbaut und Lampenfieber reduziert. Allerdings gilt das nicht für jede Bewegung und außerdem sollte sie dabei auch der Botschaft dienen.

 

 

 

29. Von innen nach außen

 

Gute Gestik kommt von innen, vom mentalen Zustand, anstatt von schlechter Schauspielerei. Letzteres nenn sich in der Schauspielerei übrigens Overacting. Machen Sie das besser und die Gefühle größer, dann wird Ihre Gestik das ausdrücken. Tatsächlich setzte ich auch Mentaltraining ein.

 

 

 

30. Übung macht die Meister

 

Bauen Sie Ihre Möglichkeiten aus, lernen Sie mit meiner Unterstützung Ihre Körpersprache dafür einzusetzen, dass Sie und Ihre Botschaft überzeugen.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Worauf achten Sie bei der Gestik während Reden und Präsentationen?

Gesten sind sichtbare Gedanken. - Karsten Noack

Dieser Artikel ist der Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 3. März 2020
AN: #23441
Ü:
Englische Version:

Lernen Sie zu überzeugen, anstatt sich hinter Rednerpulten zu verstecken

Lernen Sie zu überzeugen, anstatt sich hinter Rednerpulten zu verstecken

In Deckung: Hinter dem Rednerpult vor gefährlichem Publikum schützen. Weshalb es besser wäre die meisten Rednerpulte abzuschaffen.

In Deckung: Hinter dem Rednerpult vor gefährlichem Publikum schützen

 

Manche Redner denken, sie könnte sich hinter einem Rednerpult vor dem Publikum in Sicherheit bringen. Ob das so eine gute Idee ist? Ein Plädoyer, weshalb Redepult weitgehend abgeschafft werden sollten.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Risikobegrenzung für gefährliches Publikum?

 

So gerne ich die Löwen* im Zoo beobachte, so dankbar bin ich demjenigen, der an den Graben zwischen mir und den gefräßigen Raubtieren gedacht hat. Ähnliches scheinen manche Redner zu denken, wenn sie sich hinter ihrem Rednerpult (gendergerecht wird jetzt häufiger von Redepult statt Rednerpult gesprochen)  in Sicherheit bringen. Allerdings gibt es zwischen beiden Situationen gewisse Unterschiede.

 

 

 

Gedanken zum Publikum und der Gefahr für Redner

 

 

1. Nicht jedes Publikum hat Sie zum Fressen gerne

 

Es ist zwar nicht garantiert, dass alle Personen im Publikum einem wohlgesonnen sind. Doch so richtig bissig sind die wenigsten.

 

 

 

2. Die Barriere hat Konsequenzen

 

Publikumsnähe? Nähe vermittelt so eine Schutzeinrichtung nicht gerade, im Gegenteil. Es unterstreicht unterschiedliche Positionen. Wird dann noch wie von der Kanzel gepredigt und nicht dem Publikum aus der Seele gesprochen, dann wird aus dem Pult ein Elfenbeinturm.

 

 

 

3. Ein Pult macht Angriffe wahrscheinlicher

 

Wer sich hinter einem Pult versteckt, signalisiert so, dass er sich vor Angriffen fürchtet. Krampfhaft Halt am Pult zu suchen, wirkt auch nicht gerade selbstsicher. Ob das so gemeint ist oder nicht; das ist eine Interpretationsmöglichkeit. Unbewusst wird es oft so verstanden. Es senkt den Status des Redners, während ein guter freier Stand Souveränität vermittelt. Wer unsicher wirkt, wird häufiger angegriffen. Gehen Sie mal wieder in den Zoo und beobachten Sie die Alpha-Tiere im Rudel. Die sind meist am entspanntesten. Es wagt keiner so schnell sie anzugreifen.

 

 

 

Und nun? Was ist mit Rednerpulten?

 

Soweit zu den Gedanken zu Verhältnis von Publikum und Redepult, die mir spontan in den Sinn kommen. Es sprechen allerdings noch weitere Argumente dafür, sich als Redner nicht ans Pult zu klammern und sie weitgehend abzuschaffen. Hier sind sie:

 

 

1. Körpersprache

 

Im Guten…

Hinter einem Pult ist selbst eine gute Körpersprache nur eingeschränkt von der Publikumsperspektive aus zu erkennen. Damit verzichten Sie auf die erforderliche nonverbale Unterstützung Ihrer Botschaft.

 

Wie im Schlechten…

Auch meinen manche Redner, dass sie etwas hinter dem Pult verstecken könnten und machen dort eigenartige Dinge. So wippen manche Redner, andere Redner klopfen im Takt einer für das Publikum nicht hörbaren Musik oder folgen anderen unerklärlichen inneren Stimmen. Das kann sich durchaus irritierend auf das Publikum auswirken.

Hatte ich erwähnt, dass sich Botschaft und Persönlichkeit des Redners nicht trennen lassen?

 

 

 

2. Verlockungen

 

Abgelesene Reden. So ein Rednerpult verlockt zu weniger empfehlenswerten Verhalten, wie dem Vorlesen des dort angelegten Manuskripts. Na, wenn es da schon liegt… Von wegen: Keine gute Idee!

 

 

 

3. Diskussionsbremse

 

Der Bundestag ist ein Ort, an dem das Rednerpult besonders präsent ist. Manche meinen, das wäre einer der Gründe, weshalb es dort kaum echte Diskussionen gibt, wie beispielsweise in Großbritannien, im Unterhaus. Die Parlamentarier sollen dort möglichst frei sprechen. Ein Rednerpult gibt es deswegen dort nicht. Ausschließlich die Vertreter der Regierung und der Vertreter der Opposition können ein Redemanuskript auf einem kleinen Holzkasten ablegen. Meist dient es auch ihnen dazu, sich dort demonstrativ locker anzulehnen. Ansonsten sind nur kleine Notizzettel zugelassen. Halten sich Abgeordnete nicht an diese Tradition und lesen zu viel ab, wird mit dem Ruf „Reading, reading!“ dagegen protestiert. Die Debatten in London sind erkennbar anders, als in Berlin. Für hiesige Betrachter wirkt das mitunter chaotisch.

Parlamente, bei denen vom Platz aus und ohne weite Wege zum Redepult gesprochen wird, debattieren heftiger. Während es dort spontaner und emotionaler zugeht, sind Bundestagsdebatten vorwiegend sehr vorhersehbar. Die Abgeordneten kommen der Reihe nach an das Rednerpult, legen dort ihre oft wörtlich vorbereiteten Redemanuskripten ab und wiederholen die in der Regel ohnehin schon bekannten Positionen. Das schützt vor Überraschungen und interessierten Zuhörern. Lebhafte Debatten sind die Ausnahme. Zwischenfragen sind zwar von den Sitzreihen aus möglich, wenn der Redner sie zulässt, doch so recht debattiert wird nicht. Auch hinsichtlich des Bundestages gibt es deswegen Stimmen, die für die Abschaffung des Redepults sind. Das könnte der fehlenden Debattenkultur auf die Sprünge helfen.

 

 

 

4. Besser, viel besser

 

Gute Redner wollen dem Publikum nahe sein und brauchen keine Schutzeinrichtungen. Es gibt vieles, dass Sie tun können, um sich während Ihrer Auftritte sicher zu fühlen. Und falls sich tatsächlich im Publikum jemand als bissig herausstellt, dann wissen Sie auch, was zu tun ist. Gute Redner tun einiges, um gute Redner zu werden und zu bleiben. Das ist nicht nur deswegen schön, weil ich damit einen Teil meines Lebensunterhalts verdiene. Der Umgang mit schwierigen Personen lässt sich lernen. Dann kann vieles schon im Vorfeld getan werden, damit es gar nicht erst zu Angriffen kommt.

 

 

 

Und, wenn da nun mal ein Pult steht?

 

Ja, mitunter werden Sie ans Pult gekettet und Ihre Frage nach einem kabellosen Mikrofon wird verneint. Dann gilt es das Beste daraus zu machen. Etwas Spielraum bleibt ja noch. Ich zeige Ihnen in Gruppen- und Einzeltrainings gerne welchen.

 

* Ja, auf dem Foto ist ein Teddybär. Ich hatte auf die Schnelle gerade kein Löwenfoto zur Hand und wie Sie sehen ist nicht alles so gefährlich, wie es mitunter auf den ersten Blick erscheint.

Umfrageergebnis

 

Ist ein Redepult vorhanden…

%

... nutze ich es.

%

... nutze ich es nur, wenn es sein muss.

%

... meide ich es.

Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de und in Rhetoriktrainings (n= 880)

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

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Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

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Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

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→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

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Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

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P.S.

 

Wie schützen Sie sich vor vermeintlich gefährlichem Publikum und was halten Sie von Redepulten?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. April 2009
Überarbeitung: 28. Juli 2019
AN: #3435
K:
Ü:

21 Wege, wie Sie Lügen am Telefon aufdecken

21 Wege, wie Sie Lügen am Telefon aufdecken

Lügen haben kurze Beine
Wie Sie Lügen am Telefon aufdecken

Lügen am Telefon erkennen

 

Geflunker, Weglassungen, Schwindel, Betrug, Täuschungen oder Lügen am Telefon können schmerzhaft werden. Wer sie früh erkennt, kann sich schützen.

Überblick

Eine Lüge ist wie ein Schneeball.
Je länger man ihn rollen lässt, desto größer wird er.

Martin Luther

Bauchgefühl

Im Nachhinein sind wir oft schlauer. Wir hätten es besser wissen können und irgendwie wussten bzw. ahnten wir es auch schon. Schon einige Zeit bevor wir uns bewusst darüber im Klaren sind, haben wir oft schon ein komisches Gefühl im Bauch, wenn jemand nicht ehrlich zu uns ist. Oft trauen wir diesem Gefühl nur nicht, besonders dann nicht, wenn wir es nicht glauben wollen!

In einem direkten Gespräch – Auge in Auge – ist dafür in erster Linie die Körpersprache verantwortlich. Zumindest unbewusst registrieren wir im direkten Kontakt oft sehr schnell, dass etwas nicht stimmt. Jemand wirkt nicht kongruent: Verbale und nonverbale Kommunikation widersprechen sich.

Am Telefon fehlt diese zusätzliche Informationsquelle. Ich vermute, das ist auch der Grund, weshalb das Telefon ein für Lügen so favorisiertes Medium ist. 
Bei einer E-Mail gibt es ja Beweise, also eine Risikoquelle, während Telefongespräche selten aufgezeichnet werden. Das senkt zusätzlich die Hürde, die Hemmungen nehmen ab.

Wie Sie Lügen am Telefon aufdecken

Geflunker, Weglassungen, Ablenkungsmanöver, Schwindel, Betrug, Täuschungen oder Lügen. Wenn wir sie nicht früh genug erkennen, kann das eine Menge Schaden anrichten und sehr schmerzhaft sein. Wir sind dem nicht ausgeliefert; wer wachsam ist und auch am Telefon die Antennen ausfährt, bekommt zahlreiche Hinweise.

Es folgen daher einige Anregungen. Aber Achtung: Es handelt sich nicht um eindeutige Beweise für eine Lüge, sondern um Hinweise, die Sie auffordern genauer hinzuhören und nachzufragen.

21 Hinweise auf Lügen

 

 

1. Drum herumreden

 

Irgendwie wirken die Antworten wie Wischiwaschi. Es fehlen die klaren Aussagen. Fragen werden mehr oder weniger elegant umschifft, Fragen und Antworten verschleppt, alles liegt im Nebel. Es wird herumgeeiert, anstatt die Frage zu beantworten. Diese wiederholte Vermeidung von direkten Antworten und Aussagen sollte ein Alarmsignal auslösen.

Die dahinterliegende Absicht: Was nicht gesagt wird, kann auch nicht gegen einen verwendet werden. Selbst bei weitgehend hemmungslosen Zeitgenossen existiert ein Widerwille, Lügen selbst auszusprechen.

 

 

 

2. Geheimnistuerei

 

Informationen werden nur auf Nachfrage und dann auch nur soweit erforderlich gegeben.

Eine Variante: Es werden zu viele Details geliefert. Als Folge der Verzweiflung, eine Lüge irgendwie glaubhafter zu machen, wird die Anzahl der Informationen übertrieben. 
Die dahinter liegende Überzeugung: Viel hilft viel und im Nebel geht der Überblick verloren.

 

 

 

4. Allgemeinplätze

 

Es werden Allgemeinplätze statt konkrete Fakten genannt.

Sprachliche Hinweise sind: „Wie Sie sicher wissen …“, 
„Wie allgemein bekannt ist …“ Nur nicht unnötig konkret werden. Lügner denken, was sie nicht sagen, darauf kann sie auch niemand festnageln.

 

 

 

5. Zu schnelle Antworten

 

Eine zu schnelle Antwort – auf eine Frage die Nachdenken erfordert – kann ein Hinweis auf eine Lüge sein. Oft werden Antworten auf erwartete Fragen vorbereitet und deshalb auffällig schnell gegeben.

 

 

 

6. Zu langsame Antworten

 

Ein zu langsames Antworten kann wiederum ein Hinweis dafür sein, dass Aufwand erforderlich ist, um eine Antwort zu konstruieren. Je länger gelogen wird, desto schwieriger wird es, die Behauptungen schlüssig zu halten. Entsprechend wird zusätzliche Gehirnleistung benötigt, um Widersprüche zu vermeiden.
 Und weil Menschen auf der bewussten Ebene nur bedingt – wenn überhaupt – multitaskingfähig sind, fehlen dabei Ressourcen für andere Aufgaben.

 

 

 

7. Häufigere sprachliche Unterbrechungen

 

Sprachliche Unterbrechungen, Disfluenzen genannt, sind willkürliche und bedeutungslose Laute wie Seufzen, Ähhs, Räuspern, Lachen und Pausen. Versuchen unehrliche Personen Zeit zu gewinnen, um sich eine Geschichte auszudenken oder weiterzuentwickeln, können dabei sprachliche Disfluenzen zunehmen. Auch hier geht es um die Veränderung und nicht die Unterbrechungen selbst, erst diese Veränderungen liefern Hinweise.

 

 

 

8. Widersprüche

 

Umso komplexer das Gebäude der Unwahrheiten wird, desto schwieriger wird der konsequente Aufbau. Wird der Stress weiter gesteigert, nehmen die Verstrickungen zu und damit die Wahrscheinlichkeit für Widersprüche.

 

 

 

9. Versprecher

 

Sprachliche Fehlleistungen können auf unbewusste Hemmungen und Unstimmigkeiten hinweisen.

 

 

 

10. Wiederholung der Fragen und Anklagen

 

Durch die Wiederholung, oft eher ein Nachsprechen als eine Nachfrage, soll Zeit gewonnen werden, um nachzudenken und eine plausible Antwort zu finden.

 

 

 

11. Häufige Verneinungen

 

Eine defensive Haltung kann ein Hinweis auf Unwahrheiten sein.

 

 

 

12. Monotones Reden

 

Monotones Reden dient dazu Gefühle und Hinweise zu vermeiden. Nur keine unnötigen Hinweise liefern!

 

 

 

13. Unangemessener Humor und Sarkasmus

 

So soll das Thema unattraktiv und vermieden werden. Das Gebiet soll dadurch vermint werden, damit es zukünftig gemieden wird. Dafür wird häufig ein Schuldgefühl vermittelt.

 

 

 

14. Eigenartige Formulierungen

 

Irgendwie passen die Formulierungen und verwendeten Wörter nicht. Wer krampfhaft versucht seine Schuld zu verbergen, spricht mitunter deutlich gewählter als sonst. Es wirkt, als wenn jemand emotional weniger beteiligt ist, als eine ehrliche Person in einer solchen Situation.

 

 

 

15. Spontane Erleichterung

 

Auffällig ist eine spontane Erleichterung, wenn ein Thema gewechselt wurde.
 Wechseln Sie spontan das Thema und reagiert Ihr Gesprächspartner darauf erleichtert, anstatt mit Irritation, ist der vorhergehende Teil eine besondere Betrachtung wert.

 

 

 

16. Übertreibungen

 

Die Superlative häufen sich an. Insbesondere Emotionen werden gerne übertrieben.
 Statt etwas nur als „gut“ zu beschreiben, wird es als „fantastisch“ bezeichnet. So soll das Gesagte überzeugender wirken.

 

 

 

17. Untertreibungen

 

„So schlimm ist das doch nicht!“ Die Folgen sollen relativiert sein, es wird gerne für Verständnis geworben, falls „JEMAND“ so etwas getan hat.

Wer schaufelt schon das eigene Grab selbst tiefer? Wobei genau das auch mitunter aus strategischen Gründen zur Ablenkung geschieht; Distanzierung durch Verdammung einer Tat.

 

 

 

18. Schwüre

 

Übertriebene Schwüre werden oft als Verschleierungstaktik eingesetzt und sind umso deutlichere Hinweise, wenn jemand sonst nicht zu ihnen neigt.

 

 

 

19. Sprachliche Distanzierung

 

Es wird die Dritte Person verwendet an Stelle der Ersten Person ICH
. Wer lügt, vermeidet lieber das Wort „Ich“ und spricht lieber in der dritten Person Plural („sie“).

 

 

 

20. Schwammige und distanzierende Sprache

 

Die Verwendung von Sprache, die darauf hinweist, dass jemand sich vom Gesagten selbst distanziert. Besonders das Wort „eigentlich“ ist ein wertvoller Hinweisgeber. Wer mit etwas nicht in Verbindung gebracht werden möchte, lässt häufiger korrekte Personalpronomen weg und verwendet stattdessen beispielsweise „man“.

 

 

 

21. Stimmlage

 

Anders als bei einem direkten Gespräch, bei dem wir die Körpersprache mit in Betracht ziehen können, ist dies am Telefon kaum möglich. Aber zumindest die Stimme als Teil der nonverbalen Sprache, entzieht sich der bewussten Kontrolle und liefert hier Hinweise.

Also ab sofort nur noch auf Unwahrheiten achten?

 

Wer nur noch misstrauisch hinter jedem Wort einen Betrug wittert, tut sich und seinem Umfeld damit wohl keinen Gefallen. Kooperieren können Menschen allerdings nur, wenn sie einander vertrauen. Ohne Vertrauen geht es nicht, doch es lohnt bei wichtigen Entscheidungen gut auf sich Acht zu geben. Und wenn das Bauchgefühl Unbehagen meldet, haben Sie es mit diesen Hinweisen leichter.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.

 

Wie gut erkennen Sie am Telefon Unwahrheiten und wie?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

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  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Artikel

Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, nix Tacheles! Sprache, die manipulieren will.

Euphemismen dienen der Schönfärberei, durch sprachliche Kosmetik soll Hässliches weniger hässlich erscheinen. Euphemismen sind nicht nur in der Politik im Einsatz. Lernen Sie Schönfärberei schneller zu erkennen.

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VoltaireAlles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen. Voltaire

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 19. Januar 2015
Überarbeitung: 17. Juli 2019
AN: #656170
K: CNB
Ü: A

Wie wirken autoerotische Gesten in Reden, Präsentationen, Gesprächen?

Autoerotische Gesten vor Publikum, bei Reden, Präsentationen und Gesprächen

Körpersprache bei Reden, Präsentation und in Gesprächen
Autoerotische Gesten vor Publikum, bei Reden, Präsentationen und Gesprächen

Wie wirken autoerotische Gesten auf Zuschauer?

 

Welche Wirkung haben autoerotische Gesten vor Publikum, bei Reden, Präsentationen und in Gesprächen? Schadet oder hilft solche Körpersprache Rednerinnen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Auf der Bühne eine Erscheinung

 

Dem Publikum wird warm, obwohl es in dem Konferenzraum gut gekühlt ist. Es dürfte an der Rednerin liegen. Das Thema ist an sich eher trocken, doch es liegt etwas Knisterndes in der Luft. Ein Blick ins Publikum und es ist ziemlich deutlich, dass nicht nur ich gerade abgelenkt bin. Ein Großteil der Männer und beachtlich viele Frauen beobachten jede noch so kleine Bewegung der Rednerin. Sie ist im klassischen Sinne keine Schönheit, doch sie erzeugt ein Wow.

Reaktionen, auf das Gesagte selbst, sind dabei kaum auszumachen. Wir erliegen dem Zauber ihrer Gesten, deren Repertoire reichhaltig ist.

Sie schwingt ihre langen Haare von der einen langsam auf die andere Seite. Es sieht aus, als würde die Mähne in Zeitlupe die Seiten wechseln. Zwischendurch berührt sie sich lasziv an eigentlich weitgehend sozial akzeptablen Stellen, wie dem Hals, den sie dabei zur Seite neigt. Die Zuschauer folgen jeder Bewegung der Rednerin, ihre Stimme klingt wie Musik, die verzaubert — bei der jedoch kaum jemand auf den Text achtet. Zeit sich selbst zu kneifen, um sich etwas aus der Faszination zu lösen und herauszufinden, was es hier zu lernen gibt. Der Inhalt ist es an dieser Stelle wohl eher nicht!

 

 

 

Was geschieht da gerade?

 

Solche Berührungen des eigenen Körpers gehören zu den autoerotische Gesten. Während eines Flirts berühren sich vor allem Frauen häufiger selbst. Meist am Hals oder den Oberarmen. Auf diese Weise soll die Aufmerksamkeit eines potenziell interessanten Menschen auf die berührten Stellen gelenkt werde. Das kann bewusst oder unbewusst geschehen. Interessierte Beobachter werden zumindest unbewusst dazu verlockt, diese Stellen selbst zu berühren. Wenn das nicht geht, dann feuern die Spiegelneuronen zumindest so heftig, als wenn es so wäre.

 

 

 

Wie bei einem Flirt

 

Gibt es Ähnlichkeiten zu Flirtsituationen? Da werden die aus eigener Sicht attraktivsten Bereiche herausgestellt, um die Weiblichkeit zu betonen. Häufiger und etwas lauter als in anderen Situationen legen Frauen bei Flirtinteresse ein echtes Lachen an den Tag.

 

Beispiele:

  • Selbstberührung im Bereich von Gesicht, Haaren und Armen
  • Herumspielen mit Haaren, Kleidung, Schmuck
  • Schulterzucken
  • Nach-vorne-Neigen des Oberkörpers
  • Klimpern mit den Wimpern
  • Anheben des Oberkörpers, die Arme in die Hüften gestemmt, um indirekt die weiblichen Attribute zu betonen.
  • Glattstreichen der Kleidung

 

 

 

Soweit so gut

 

Gut oder schlecht: Redner und Rednerinnen, die mit ihrem Publikum flirten? Das kann die Aufmerksamkeit und Beziehung fördern, wenn es nicht sofort auf Kosten der Botschaft geht oder falsch verstanden wird. Wird es jedoch übertrieben, leidet leicht das Ansehen und außerdem achtet kaum noch jemand auf den Inhalt. Es wirkt schnell senkend auf den Status, wenn es ein gewisses Maß überschreitet.

P.S.

 

Welche Wirkung haben autoerotische Gesten vor Publikum, bei Reden, Präsentationen und in Gesprächen? Schadet oder hilft solche Körpersprache Rednerinnen?

Kaum etwas ist so intensiv wie Kopfkino!

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 16. Juli 2019
AN: #6356
K:
Ü:

So setzen Sie Ihre Körpersprache bei Gehaltsverhandlungen ein

So setzen Sie Ihre Körpersprache bei Gehaltsverhandlungen ein

Kommunikationskompetenz, damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen

Körpersprache bei Gehaltsverhandlungen

 

Sowohl strategisch als inhaltlich gibt es Einiges zu beachten, wenn es darum geht die Chancen auf ein gutes Gehalt zu steigern. Sehr einflussreich ist die Körpersprache, die Sie in Gehaltsverhandlungen an den Tag legen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Wir ernten was wir säen?

 

Leistung ist das Eine, Anerkennung dafür zu bekommen oft etwas Anderes. Eine Form der Anerkennung für berufliche Leistungen ist das Gehalt.

Strategisch und inhaltlich gibt es einige Punkte zu beachten, wenn es darum geht die Chancen auf ein gutes Gehalt zu steigern. Sehr einflussreich ist dabei die in Gehaltsverhandlungen an den Tag gelegte Körpersprache.

 

Kongruenz: Eine gemeinsame Sprache sprechen

 

Oft sagt unsere Körpersprache etwas anderes, als unsere verbalen Äußerungen vermitteln sollen. Das ist besonders dann der Fall, wenn versucht wird sich zu verstellen oder etwas unterdrückt werden soll. So verstellen sich viele bei Gehaltsverhandlungen, um sich die Aufgeregtheit nicht anmerken zu lassen und sich so gut wie möglich zu präsentieren. Das Ergebnis entspricht dann oft nicht den Erwartungen, da der damit verbundene innere Druck zu groß ist. Es lähmt die Beweglichkeit körperlich und geistig, es verkrampft.

Anstatt schlecht zu schauspielern ist es viel besser authentisch und professionell aufzutreten. Schließlich geht es darum, sich selbst und das eigene Angebot überzeugend zu präsentieren.

Und dazu müssen das was gesagt wird, also der verbale Teil und die Körpersprache, als nonverbales Element der Kommunikation, übereinstimmen.

Vereinfacht ausgedrückt: Es geht darum sich auch körpersprachlich aufrecht, offen und zugewandt auf Augenhöhe zeigen.

Die Rolle der Körpersprache

 

Die Körpersprache spielt bei allen Verhandlungen eine sehr große Rolle. Nur, während professionelle Pokerspieler ebenso wie geschulte Zeitgenossen der Körpersprache entsprechende Aufmerksamkeit widmen, wird sie in Gehaltsverhandlungen oft außer Acht gelassen. Während die Argumente noch halbwegs gut vorbereitet werden wird die Körpersprache oft dem Zufall überlassen. Doch gerade die Körpersprache ist nicht zufällig. Sie wird vom Unbewussten gesteuert, was so wirkt, als wenn sie ein Eigenleben führen würde.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Was bei Gehaltsverhandlungen körpersprachlich zu vermeiden ist.
  • Welche Körpersprache Ihre Verhandlungsposition schwächt.
  • Welche Körpersprache, Gesten und Mimik ihre Verhandlungsposition stärkt.
  • Wie Sie lernen Ihre Körpersprache wirksam einzusetzen.

 

 

 

Was Sie in Gehaltsverhandlungen körpersprachlich besser vermeiden

 

Wer nicht kämpft, meinte Bertolt Brecht, hat schon verloren. Nur, was bedeutet das bei Gehaltsverhandlungen?

Sowohl übertriebene Zurückhaltung als auch zu forsches Vorgehen schaden bei Gehaltsverhandlungen. Selbstbewusstes Auftreten ist gut, es zu übertreiben schadet allerdings.

Letzteres ist gerade bei jungen Kandidaten oft zu beobachten. Da soll Unsicherheit durch übertriebene Lockerheit kaschiert werden und der Schuss geht nach hinten los. Das wirkt dann schnell unangemessen – es fehlt an Fingerspitzengefühl.

Andere benehmen sich wie beschämte Bittsteller und entschuldigen sich so auch körpersprachlich dafür, dass sie überhaupt gefragt haben.

Souveränes Auftreten mit Stil ist deutlich hilfreicher. Es gilt überzeugend und nachdrücklich die Bedeutung der eigenen Person und des Beitrags zu vertreten. Wenn Sie Ihren Wert für das Unternehmen kennen, dürfen Sie sich in dieser Situation wohlfühlen – Sie haben etwas für das Unternehmen wünschenswertes zu bieten.

Das darf Ihnen ein Lächeln in Ihr Gesicht locken. Mit einem freundlichen Gesichtsausdruck ist es leichter sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen – und dabei Zähne zu zeigen.

 

 

Körpersprache, die Ihre Verhandlungsposition schwächt

 

Während Gehaltsverhandlungen ist es förderlich sich körpersprachlich aufrecht, offen und zugewandt auf Augenhöhe zu zeigen. Zu vermeiden sind dabei vor allem Gesten, die als Unsicherheit und Unehrlichkeit interpretiert werden können. Besonders zu erwähnen ist da der Augenkontakt.

Unbewusst können sich körpersprachliche Fluchtwünsche zeigen. So interpretiert wird beispielsweise eine ungewöhnliche Fußausrichtung in Richtung Ausgang, obwohl der restliche Körper in eine andere Richtung zeigt. Oder das Sitzen auf der vordersten Kante eines Stuhls, um möglichst schnell flüchten zu können. Vieles mag so nicht gemeint sein, wird jedoch vom Beobachter unbewusst so gedeutet.

Sehr oft zu beobachten sind Sprunghandlungen. Wer sich nicht sicher über den nächsten Schritt ist, neigt zu unbewussten Bewegungen, die im Grunde keinen Sinn ergeben. Diese Bewegungen werden als Verlegenheitsgesten wahrgenommen. Sie sollen über etwas hinwegtäuschen, ablenken, etwas soll unterdrückt werden. Das Unterdrücken von Anspannungen ist beispielsweise nur bedingt möglich, denn irgendwo kommen Druck und Unsicherheit schließlich doch an die Oberfläche. Dann wird nervös die Krawatte hin- und hergerichtet, an den Manschetten oder den Fingern gespielt. Oder etwas anderes getan, dass wenig Selbstsicherheit vermittelt.

Nachfolgend ein paar Beispiele, was Sie besser unterlassen.

 

 

 

Körpersprache, die bei Gehaltsverhandlungen Risiken birgt

 

Fünf Dinge, die Sie bei Gehaltsverhandlungen lieber nicht tun sollten:

 

 

1. Elemente, die als Unsicherheit gewertet werden

 

  • Vermeiden von Augenkontakt
  • Unruhige Körperbewegungen
  • Sich selbst häufiger zu berühren
  • Sprunghandlungen

 

 

2. Elemente, die als Verschlossenheit gewertet werden

 

  • Geschlossene Körperhaltung wie gekreuzte Arme vor dem Körper, überschlagene Beine mit abgewandten Füssen.

 

 

3. Elemente, die als Unehrlichkeit gewertet werden

 

  • Vermeiden von Augenkontakt
  • Berührungen an der Nase

 

 

4. Elemente, die als unangemessen gewertet werden

 

  • Anstarren
  • Zu geringe räumliche Distanz
  • Zu weit ausgestreckte Beine

 

 

5. Drohgebärden

 

  • Jegliche – auch unbewusst körperliche – Drohgebärden stärken den Widerstand und machen ein Entgegenkommen unwahrscheinlicher.

 

 

 

Körpersprache, die Ihre Verhandlungsposition stärkt

 

Es hilft, die angemessenen Gesten zu zeigen, die dem jeweiligen Status einer Stelle entsprechen. So zeigen Sie, dass Sie der Rolle gewachsen sind.

Schon bei der Begrüßung beginnt es mit einem sicheren Händedruck und Aufeinanderzugehen.

Ein natürlicher freundlich gemeinter Blick und ein echtes Lächeln kommen aus einer entsprechenden inneren Haltung. Die Betonung liegt auf “echtes” Lächeln. Ein eingefrorenes Lächeln wirkt unecht und ist genauso störend wie übertriebener Augenkontakt, der erstarrt ist.

Kräftemessen beispielsweise durch Wer-hat-den-stärkeren-Blick führt wohl eher selten zu besseren Ergebnissen. Ihr Gegenüber ist für Sie kein Gegner, machen Sie ihn/sie zum Partner für eine gemeinsame Lösung. Damit das gelingt vermeiden Sie konfrontative Faktoren und unterstreichen Sie Gemeinsamkeiten. Körpersprachlich unterstützen Sie das beispielsweise, indem Sie sich möglichst nicht gegenüber sitzen, sondern nebeneinander in offener Haltung.

Im NLP (Neurolinguistische Programmierung) existiert hierzu das Konzept des Rapport. Dessen Ziel ist es in schwierigeren Situationen auch die Körpersprache für förderliche Beziehungen einzusetzen. Verbale und nonverbale Elemente des Gesprächspartners werden in die eigene Kommunikation einbezogen. Oft empfehlen Bücher und Trainer dazu das direkte Spiegeln der Körpersprache. Gut gemeint, doch wirkt das dann allerdings schnell wie ein Nachäffen. Vielmehr geht es darum, Tendenzen aufzugreifen und auf angemessene Weise mit Respekt zu übernehmen. Zeigt Ihr Gesprächspartner beispielsweise nur minimal ausladende Gesten bleiben Sie selbst zurückhaltend, anstatt mit südländischer Gestenvielfalt viel Wind zu machen. Mit etwas Übung gelingt das dann auch in stressigen Situationen.

 

Welche Körpersprache hilfreich ist, deuten auch zahlreiche sprachliche Konstruktionen an:

  • Rückgrat zeigen
  • Aufrecht auftreten
  • Nicht den Kopf hängen lassen
  • Bauch rein – Brust raus
  • Nicht kleinkriegen lassen
  • Beweglich bleiben
  • Zugewandtheit
  • Nach vorn schauen
  • Einen Standpunkt haben

 

 

 

Lernen Sie Ihre Körpersprache wirksam einzusetzen

 

Erstaunlicherweise investieren relativ wenige Menschen in diesen wesentlichen Bereich ihrer Karriere – die Masse verkauft sich unter dem Preis. Natürlich ist es wie bei jeder Investition eine Frage von Aufwand und erwartetem Ergebnis. Bei einer guten Investition stimmt schließlich das Verhältnis. Sie wissen selbst am besten, ob es sich lohnt.

Wenn ja, dann empfiehlt sich die hilfreichen Fähigkeiten hierzu zu trainieren. Relevante Trainings zur Körpersprache werden leider im Vergleich zu reinen Rhetoriktrainings relativ selten besucht. In meinen Trainings gehören diese Bereiche zusammen.

Wie bei jeder Verhandlung, ist es nicht nur hilfreich die eigene Körpersprache gezielt einzusetzen, sondern die Körpersprache des anderen zu lesen. Es ist ein wenig wie bei einem Pokerspiel, nur dass Sie dabei selbst kein unechtes Pokerface aufsetzen dürfen, schließlich geht es um Vertrauen. Dementsprechend ist ein passendes Training erforderlich, sonst geht es nach hinten los. Denn stur einstudiertes Auftreten wirkt schnell unecht und überzeugt nicht. Im Zentrum der Vorbereitung steht daher die innere Haltung. Ein wirkungsvoller Auftritt kommt schließlich von innen.

 

Der französische Schriftsteller François de La Rochefoucauld wusste schon:

 

Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.

 

Bleiben Sie stimmig. Weil die Stimme unter Druck dazu neigt immer höher zu werden, lohnt sich auch diesem Element in der Vorbereitung Aufmerksamkeit zu widmen.

Und all das noch schnell bevor morgen das Gehaltsgespräch stattfindet?
Lieber nicht!
Wer erst kurz vor oder in der Gehaltsverhandlung an all die beteiligten Faktoren denkt, dürfte sich mehr schaden als es nutzt. Kurz vor einem Termin ist die Konzentration auf das Wesentlichste sinnvoller. Allein das kann schon sehr viel bewirken, doch wo möglich lohnt es sich strategischer ans Werk zu gehen.

Eine gute Vorbereitung beginnt so früh wie möglich. Dann geht es in das natürliche Verhalten ein und ist somit authentisch, anstatt nur so zu wirken.

 

Friedrich von Schiller:

 

Zu überzeugen fällt keinem Überzeugten schwer.

 

Damit du und deine Botschaft überzeugen

 

Überzeugung entsteht selten durch eine einzelne Technik.

Entscheidend ist das Zusammenspiel.

Was möchtest du erreichen?

Was beschäftigt dein Gegenüber oder dein Publikum?

Wie klar ist deine Botschaft?

Wie wirkst du als Persönlichkeit?

Und wie passen Sprache, Körpersprache und Inhalt zusammen?

Je nach Situation können dabei unterschiedliche Aspekte den entscheidenden Unterschied machen:

  • eine klare Argumentation

  • verständliche und präzise Sprache

  • glaubwürdige persönliche Wirkung

  • stimmige Körpersprache

  • anschauliches Storytelling

  • überzeugende Visualisierung von Zahlen, Daten und Fakten

  • ein konstruktiver Umgang mit Einwänden und Widerstand

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Kommunikationstechniken einzusetzen.

Es geht darum, die richtigen Mittel im richtigen Moment so einzusetzen, dass sie zu dir, deiner Botschaft und deinem Gegenüber passen.

Wenn ein konkreter wichtiger Auftritt oder ein anspruchsvolles Gespräch bevorsteht, können wir genau daran arbeiten.

→ Wichtige Gespräche und Verhandlungen vorbereiten

→ Wichtige Reden und Präsentationen vorbereiten

 

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  • worum es geht
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  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

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P.S.

 

Worauf achten Sie in Verhandlungssituationen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2012
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #23414
K:CNC
Ü:

Halbzeit? Donald Trump: Körpersprache, Rhetorik, Strategien, Tricks,…

Halbzeit? Donald Trump: Körpersprache, Rhetorik, Strategien, Tricks,...

Verbale und nonverbale Kommunikation des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika
Donald Trump

Donald Trump

 

Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Wie macht er das? Analyse der Strategien, Körpersprache, Rhetorik. Zahlen, Daten und eine Sammlung von Artikeln.

Überblick

 

 

 

 

Donald Trump

 

Als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat er dem Amt vom ersten Moment an eine ganz eigene Bedeutung gegeben. Wobei die Meinung zu ihm als US-Präsident ebenso polarisiert, wie seine Qualitäten als Unternehmer. Jedenfalls sorgt er mit seinen Tweets und Auftritten für Aufregung in Presse und Internet.

Ob gerechtfertigt oder nicht; er erhitzt die Gemüter. Viel wird spekuliert über seine Absichten, den speziellen Haarschnitt und seine Körpersprache. Seine Technik des Händeschüttelns ist oft mit der Überschrift Handshake-Gate verknüpft und auch sonst setzt er neue Maßstäbe.

 

It’s freezing and snowing in New York – we need global warming!

Donald J. Trump auf Twitter™

 

Ich werde eine große Mauer bauen – und niemand baut Mauern besser als ich, glauben Sie mir – und ich baue sie sehr kostengünstig. Ich werde eine große, große Mauer an unserer südlichen Grenze bauen und ich werde Mexiko für diese Mauer bezahlen lassen.

Donald J. Trump im Wahlkampf

 

 

 

Trump steht für Politik in einfacher Sprache

 

Viele Europäer halten Donald Trump für eine tickende Zeitbombe ohne Strategie und Plan. Es wirkt, als würde er einfach so drauflosreden oder twittern. Dafür verachten ihn manche, doch seine engsten Anhänger feiern ihn dafür. Sie sehen es als Beweis dafür, dass er sich treu bleibt. Tatsächlich; wer frühere Beiträge auswertet, findet sehr ähnliche Äußerungen. Konsequent vermeidet er den geordneten Satzaufbau mit Haupt- und Nebensätzen. Stattdessen bildet er mit möglichst kurzen, eingängigen Begriffen so etwas wie Hauptsätze. Dabei verzichtet er auf höhere sprachliche Ansprüche während seine spontanen gedanklichen Abschweifungen, Seitenbemerkungen und Fußnoten den Zuhörer durchaus beanspruchen. Trump beginnt Sätze, bricht sie ab, setzt neu an, bricht wieder ab. Er redet relativ schnell und folgt ungehemmt dem Strom seiner Gedanken. Was übrig bleibt, sind die häufig einsilbigen Worte, die er besonders häufig wiederholt.

Wobei:
Während des Wahlkampfs neigen die Kandidaten dazu sich sprachlich auf dem Niveau von Grundschülern zu bewegen. Da würde eine komplexere Kommunikation vermutlich Stimmen kosten.

 

 

 

Typische rhetorische Strategien

 

Viele seiner Aussagen wirken absurd und willkürlich. Die Nutzung von Twitter für die Gestaltung der Weltpolitik wirkt amateurhaft. Außenstehende schütteln nur mit dem Kopf und fragen sich wann der Unfug ein Ende hat. Ein Großteil der Europäer versteht die Welt nicht mehr und halten das Ganze für einen Scherz, einen bösen Alptraum.

Das mag vielen Skeptikern nicht gefallen, doch die kommunikativen Strategien des Donald Trump gehen für ihn auf. Bei seinen Anhängern wirken sie und seine Chancen auf die Wiederwahl 2020 sind deutlich gestiegen. Selbst andersdenkende Republikaner werden bei jedem Skandal leiser. Sie wollen nicht von den Anhängern Trumps abgestraft werden. Meine Vermutung; er geht vermutlich viel strategischer vor, als es erscheint. Wie genau macht er das?

 

 

1. Wiederholung

 

Donald Trump setzt auf Wiederholungen. So setzen sich die Botschaften in den Köpfen der Zuhörer fest. Nicht nur sein „Make America great again.“ wiederholt er wie ein Mantra. Er nutzt dabei häufiger auch Synonyme, um einen Eindruck zu vertiefen. Selbst die Begriffsstutzigsten unter den Zuhörern bekommen so eine Gehirnwäsche.

Ob einzelne Worte oder eine Wortabfolge; die Wiederholung, auch Repetitio genannt, ist ein sehr wirksames rhetorisches Stilmittel. Es verstärkt die Wirkung und verankert die Botschaft.

 

 

 

2. Doppelbindungen (Double Binds)

 

Insbesondere in Debatten mit Gegenspielern setzt er Doppelbindungen ein. Er konfrontiert Gegner mit zwei unvereinbaren Forderungen oder lässt ihnen die Wahl zwischen zwei unerwünschten Handlungsmöglichkeiten.

 

 

 

3. Sozialer Beweis

 

Es ist ein psychologisches Phänomen, dass Menschen die Meinungen und Handlungen größerer Gruppen übernehmen, um das korrekte Verhalten für eine bestimmte Situation zu wählen. Ob es diese Gruppendominanz anfangs überhaupt gibt, ist dabei zweitrangig. Die Tendenz sich gruppenkonform zu verhalten verstärkt den Eindruck des Vorhandenseins und trägt dann schließlich zur Formung dieser Gruppe selbst bei.

 

 

 

4. Zitieren übergeordneter Autoritäten

 

Häufig argumentiert Trump mit Autoritäten, also vermeintlich anerkannten Einrichtungen und Experten.

 

 

 

5. Storytelling

 

Anstatt auf direkte Fragen zu antworten, erzählt er eine persönliche Geschichte. Diese Anekdoten beinhalten häufig die genannten Elemente (Wiederholung, Heranziehen von Autorität, soziale Beweise). Konkrete Argumente zur Untermauerung der Botschaft sind sehr selten. Diese Form des Storytellings ist tendenziell sehr einfach gehalten.

 

 

 

6. Eins drauf!

 

Unangenehmen Themen begegnet der Überlebenskünstler, indem er erst Verwirrung stiftet, dann einen Gegenangriff startet, um schließlich schnellstens ein neues und noch unangenehmeres Thema auf die Bühne bringen. Dazu nutzt er gerne Twitter und wenn es sein muss wackelt er am Weltfrieden. Dieses Vorgehen hat er regelmäßig und für sich erfolgreich eingesetzt.

 

 

 

7. Größtmöglicher Druck auf Verhandlungsgegner

 

Wie wichtig ihm Maximalforderungen und Druck sind, beschreibt schon sein Buch „The Art of the Deal“ beziehungsweise „Trump. Die Kunst des Erfolges“. Wie verwundert es, dass er auch die Politik als ein Spiel um Alles-Oder-Nichts versteht. Deal or No-Deal!

Diplomatie ist ihm fremd. Wobei die Methode nicht ganz so neu ist, denn auch andere US-Präsidenten waren bemüht unberechenbar zu erscheinen. Ein Beispiel dafür ist Richard Nixon, der im Hinblick auf den Kalten Krieg etwaige Zweifel durchaus nährte. Vordergründig mag es so erscheinen, als wenn die Drohung mit der Atombombe funktioniert. Doch das Verhalten von Trump wirkt deutlich unsystematischer und keineswegs geschickt.

Gerade für seinen außenpolitischen Stil werden andere möglicherweise noch einen immensen Preis zahlen.  Europa wird beispielsweise unter dem Umgang mit dem Iran leiden, wenn dort der Druck weiter ansteigt und sich an anderer Stelle entlädt. Doch die Europäer sind nicht die Wähler des US-Präsidenten.

 

 

 

8. Bewertungen

 

„Awesome, great, huge, fantastic, incredible“ und „tremendous“ sind ohnehin in den USA häufiger zu hören als ihre Entsprechungen bei uns. Typisch für Trump sind seine sehr häufig hinzugefügten Bewertungen. Die können dann für Europäer bei negativen Zuschreibungen recht derb klingen. Seinen Anhängern gefällt das.

 

 

 

9. Feindbilder

 

Die von ihm häufiger eingesetzten Feindbilder mögen intellektuellere Persönlichkeiten beschämen, doch ist die Polarisierung ein beliebtes Mittel Gruppen zusammenzuschweißen. Er gibt so seinen Anhängern die Möglichkeit Identität zu finden und sich abzugrenzen.

 

 

 

10. Freie Rede

 

Donald Trump setzt auf die freie Rede und Emotionen, wo viele andere Politiker auf vorgelesene Statements zurückgreifen. Barack Obama war sehr geschickt im Umgang mit dem Teleprompter.

 

 

 

11. Argumente sind nicht so wichtig

 

Da sich der größte Teil seiner Anhänger ohnehin nicht für Argumente interessiert erspart er sie ihnen weitgehend. Stattdessen setzt er auf Emotionen und Ironie.

 

 

 

 

Trump in Zahlen und Daten aus dem Internet

 

  • Geboren: 14. Juni 1946
  • Geburtsort: New York City (USA, Stadtteil Queens)
  • Größe: 1,88 m
  • Studium: Wirtschaftswissenschaften (Bachelor)
  • Ehepartnerinnen: Melania Knauss seit 2005, Marla Maples von 1993 bis 1999 und Ivana Marie Zelníčková von 1977 bis 1992
  • Kinder: Donald Trump jr. (1977), Eric Trump (1984), Ivanka Trump (1981), Tiffany Trump (1993), Barron William Trump (2006)

Anmerkungen

 

In den Beiträgen der Serien Körpersprache und Rhetorik-Check geht es darum die rhetorische Wirkung ausgewählter Personen zu analysieren. Jegliche politische Bewertung bleibt dabei außen vor und ist auch in den Kommentaren nicht erwünscht. Stattdessen geht es darum anhand der Beispiele zu erkennen was unter welchen Umständen funktioniert und was nicht, was lässt sich für eigene Zwecke lernen. Mit anderen Worten; es geht nicht um das Nörgeln, sondern das Aufdecken von Potenzialen.

P.S.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. Juni 2017
Überarbeitung: 2. Juli 2019
Englische Version:
AN: #76616
K: CNB
Ü: