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Ohne Selbstachtung ist kein Selbstvertrauen möglich, denn was wir nicht achten, dem können wir nicht vertrauen. Wie pflegen Sie Ihre Selbstachtung? Hier sind ein paar Anregungen.
Wenn du dich selber machst zum Knecht,
Bedauert dich niemand, geht’s dir schlecht;
Machst du dich aber selbst zum Herrn,
Die Leute sehn es auch nicht gern;
Und bleibst du endlich, wie du bist,
So sagen sie, dass nichts an dir ist.
Johann Wolfgang von Goethe
Begegnen Sie sich selbst mit Respekt und Aufmerksamkeit? Ohne Selbstachtung ist kein Selbstvertrauen möglich, denn was wir nicht achten, dem können wir nicht vertrauen.
Hier sind 14 Tipps mit Anregungen für die Pflege der Selbstachtung.
Geben Sie auf sich acht. Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl, denn wenn es sich meldet, dann lohnt es sich nochmals genauer hinzusehen. Irgendetwas möchte dann noch berücksichtigt werden. Ignorieren Sie solche Hinweise nicht, sondern widmen Sie dem Gefühl Aufmerksamkeit, es beruht auf Ihren Erfahrungen.
Stehen Sie zu Ihren Bedenken, Bedürfnissen, Werten und was auch immer Ihnen wichtig ist. Das erfordert mitunter Mut. „Unterlegen ist man im Leben erst dann, wenn man seine Selbstachtung verloren hat“, meinte Marcel Proust.
Wer es jedem recht machen will, macht es meist niemanden recht und die eigenen Bedürfnisse bleiben auf der Strecke. Sie haben auch sich selbst gegenüber eine Verantwortung.
Machen Sie deutlich, was Ihnen wichtig ist. Kommunizieren Sie so, dass Sie verstanden werden. Weichmacher haben da keinen Platz.
Die wesentlichste Voraussetzung für Selbstachtung und gute Entscheidungen liefert die Klärung der eigenen Werte und Ziele. Gelingt es, die Werte, Ziele und deren Prioritäten auf allen Ebenen präsent zu haben, ist das eine wertvolle Orientierung. Das erfordert, sich selbst gut zu kennen. Dank Mentaltraining lässt sich das Unbewusste wie ein Kompass nutzen.
Wenn Sie Ihre Werte kennen und sich Ziele setzen, bleiben Sie ihnen treu. Ihr unbewusster Verstand registriert, ob Sie meinen, was Sie sagen und denken. Lassen Sie, was gegen Ihre Werte verstößt! Ihr Unbewusstes dankt es Ihnen mit Unterstützung.
Gehen Sie freundlich und wohlwollend mit sich um. Druck und negative innere Dialoge machen vieles nur noch schwerer.
Setzen Sie Grenzen. Lernen Sie bei Bedarf „Nein!“ zu sagen, anstatt die eigenen Bedürfnisse zu oft zurückzustellen. Im Zweifelsfall dürfen Sie „Nein“ sagen oder Antworten auf Forderungen vertagen. Auf sich gut zu achten erfordert sich gegebenenfalls auch die Zeit dafür zu nehmen.
Setzen Sie sich für das ein, wofür Sie stehen und wo Sie Einfluss haben. Erlauben Sie sich zu fokussieren. Sie müssen nicht gleich die ganze Welt retten.
Die eigenen inneren Dialoge beeinflussen Wahrnehmung, Denken und Handlungen. Also achten Sie darauf, wie und was Sie denken. Wenn Sie sich selbst verurteilen, hat das Konsequenzen. Auch wie sie mit sich selbst kommunizieren, sagt eine Menge über Ihre Selbstachtung aus. Gehen Sie wohlwollend mit sich um.
Vergleiche führen oft zu Unzufriedenheit. Schauen Sie auf das, was Ihnen wirklich wichtig ist. Zugegeben; wir leben nicht im luftleeren Raum. Es gibt immer jemanden der schneller, reicher oder sonst etwas ist. Im besten Fall bringt Sie Nachahmung zum Status einer Kopie. Sein Sie stattdessen lieber die beste Version ihrer selbst.
Perfektionismus richtet häufig Schaden an. Unrealistischen Ansprüchen zu folgen, macht unglücklich und unzufrieden. Es bedeutet, sich zu verbiegen, die eigene Identität zu ignorieren. Prüfen Sie lieber, ob Ihre Ansprüche wirklich konstruktiv und die eigenen sind.
Die Seele spiegelt sich in der Körpersprache und das gilt auch andersherum. Also achten Sie auf Ihre Körperhaltung, Ihren Gesichtsausdruck und andere Details. Es wirkt sich auch auf die Selbstachtung positiv aus, wenn Sie aufrecht unterwegs sind.
Achten Sie darauf, wie stabil Ihre Selbstachtung ist. Was bringt Sie aus der Mitte, was bringt Sie hinein, was verdient Aufmerksamkeit? Bleiben Sie aufmerksam.
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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
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Weitere Informationen findest du hier:
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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 14. April 2020
Englische Version:
AN: #213
K: CNB
Ü:
Drückeberger bringen nicht nur sich um Chancen. Verantwortung und Arbeit wird auf andere Menschen verlagert oder bleibt ignoriert. Lassen Sie das nicht zu und handeln Sie. Hier erfahren Sie, wie.
Ein Drückeberger ist jemand, der sich mehr oder weniger unauffällig vor der Erfüllung von Vereinbarungen drücken will. Verantwortungslos oder feige nimmt er abgemachte Verpflichtungen nicht wahr.
Schwierigen oder ihm unangenehmere Problemen geht er aus dem Weg. So ein Drückeberger ist stets dann nicht da, wenn es darauf ankommt. Wer sich auf Drückeberger verlässt, der ist bald verlassen. Sie haben nicht den Arsch in der Hose, tragfähige Vereinbarungen zu treffen, denen sie auch Handlungen folgen lassen.
Wo fängt die Verantwortung an, wo hört sie auf? Darüber herrscht nicht unbedingt eine einheitliche Stimmung. Manche Menschen meinen, wie wäre für alles verantwortlich. Einige haben sogar der Überzeugung, wir wären auch für das verantwortlich, was wir nicht tun. Andere stehen sich selbst am nächsten und lehnen jegliche Verantwortung ab.
Bieten Sie ein klärendes Gespräch an, hören Sie zu. Vielleicht gibt es ernstzunehmende Gründe für das Verhalten, die Ihren Blick auf das Verhalten ändern. Reden Sie miteinander oder empfehlen Sie professionelle Hilfe.
Ob privat oder beruflich; Drückeberger frühzeitig zu erkennen, erspart weitere graue Haare. Nicht nur Personalverantwortliche profitieren davon, wenn es gelingt, schon beim Erstkontakt solche Tendenzen aufzudecken.
Wenn Sie Ihre Prioritäten kennen, dann achten Sie darauf, sich nichts unterjubeln zu lassen. Sagen Sie „Nein!“, wenn es angebracht ist und passen Sie auf, sich nicht in eine Rechtsfertigungsposition bringen zu lassen. Drückeberger fragen gerne wiederholt „Warum?“, bis sie ihren Willen bekommen.
Vereinbarungen mit Drückebergern sollten sehr genau formuliert werden, damit sie wenig Spielraum für Ausreden lassen. Eines der Werkzeuge ist das Smart-Format.
Manchen Drückebergern gelingt es, als Blender andere hinter das Licht zu führen. Andere machen die Arbeit und sie sahnen den Ruhm ab. Lassen Sie so etwas nicht zu.
Es mag schmerzen, die Aufgabe des Drückebergers nicht anzurühren, wenn der Berg sich häuft oder die negativen Folgen größer werden. Doch, wo es vertretbar ist, lassen Sie sich nicht auf dies Weise unter Druck setzen. Informieren Sie gegebenenfalls diejenigen, die das wissen sollten, halten Sie sich jedoch mit Ihrem Helferinstinkt im Hintergrund. Sonst verstärken Sie das Verhalten von Drückebergern zusätzlich. Wenn es in der Vergangenheit nicht so oft funktioniert hätte, wäre das Verhalten vermutlich nicht so ausgeprägt. So ist das mit Konditionierung.
Drückeberger verstecken sich gerne in Teams. Das fällt das Unterlassen nicht so auf.
Registriert das Umfeld das Verhalten des Drückebergers, dann ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Wie schnell und konsequent wird gehandelt? Es besteht die Gefahr, dass es abfärbt.
Möglicherweise fehlt dem Drückeberger ja nur etwas Anregung zum Umgang mit Prokrastination. Dann senden Sie ihm den Link zu 55+ Tipps bei Prokrastination. Schluss mit Verschieberitis. und zu 50+ Tipps für Zeitmanagement. Sie können natürlich auch anregen, sich direkt professionelle Unterstützung zu suchen. Ob ein echter Drückeberger daran interessiert ist? Vielleicht ist es ja tatsächlich keine böse Absicht und Ihre Hinweise treffen auf fruchtbaren Boden.
Drückeberger, Bummelant, Faulpelz, Faulenzer, Müßiggänger, Schmarotzer, Taugenichts, fauler Hund, fauler Sack, Nichtstuer, schmeichelhaft ist anders.
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Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack 22. November 2018
#0
Anderen eine Lektion zu erteilen liegt den Menschen im Blut, doch ist Rache eine gute Idee? Vergeltung hat oft einen hohen Preis. Hier sind Alternativen.
Wie du mir, so ich dir.
Ovid
Anderen eine Lektion zu erteilen, liegt den Menschen im Blut – obwohl ihnen der beständig erhobene Zeigefinger eigentlich nichts bringt.
Von wegen linke Wange, rechte Wange, es gilt eher Zahn um Zahn, Auge um Auge. Das Zufügen von Schaden als Erwiderung auf wahrgenommenes Unrecht wird als Rache bezeichnet. Wenn Voodoo-Puppen einen besseren Ruf hätten, wären der Absatz und die Anzahl der Nadelstiche beachtlich. Kollegen, Partner, Kunden, Wettbewerber, Politiker, … Der Bedarf ist vorhanden.
Rache verspricht ein Ventil für Wut zu sein, es soll die Seele befreien, Verletzungen und Verluste sollen so besser verarbeitet werden. Rache bezieht sich fast immer auf das Gefühl von Ungerechtigkeit. Die Demütigung, die Liebe, das Selbstbildnis, die Karriere musste leiden? Wer das Gefühl hat, von einer anderen Person unfair behandelt worden zu sein, möchte das rächen und so die Gerechtigkeit und das Gleichgewicht wieder herstellen.
Ist Rache wirklich so süß? Rache ist so süß wie Schokolade, macht nur nicht so dick. Beide sollen die gleichen Bereiche (Belohnungszentren) im Gehirn anregen, das dorsale Striatum. Sie haben auch sonst beide einiges gemeinsam. Erstens den übermäßigen Konsum bereuen viel nach beidem. Zweitens; beide haben einen bitteren Nachgeschmack. Oft schafft sie nur eine kurze Befriedigung, bringt auf Dauer aber nicht viel, denn sie spaltet umso mehr. Die eigentlichen Probleme werden nicht gelöst. Auch bei Rache gibt es eine Grenze. Es gilt, das richtige Maß zu finden. Wenn wir jemanden mit einem Racheakte bedrohen, besteht die Gefahr, dass er ebenfalls mit Rache reagiert. Rache bleibt nicht lange ungerächt. Das kann leicht aus dem Ruder laufen.
Wenn jeder jeden mit Dreck bewirft der jemanden mit Dreck bewirft, sind wir alle bald ziemlich dreckig.
Auch autoaggressive, also gegen einen selbst gerichtete Gewalt, wird andere Menschen oft nicht vermitteln, was wir erlitten haben. Wir schaden damit nur uns selbst und jenen, denen wir wichtig sind.
Wer sich in Hass verzehrt, leidet selbst am meisten darunter. Ein erfülltes Leben ist so kaum möglich.
Der, wer alles vermeint zu rächen, der lebt immer in Hass und Neid und ist nimmer ohne Zank und Streit.
Georg Rollenhagen
Wenn destruktive Motive das Denken und Handeln bestimmen, findet das wahre Leben anderswo statt. Wir begeben uns als Rächer in die menschlichen Niederungen, begeben uns auf das Niveau dessen, dessen Verhalten wir doch für so böse halten. Wir werden selbst zu Aggressoren und akzeptieren die gleiche moralische Qualität der Person, der den ursprünglichen Schaden verursachte.
Rache ist teuer. Die für die Rache eingesetzten Ressourcen wären an anderer Stelle sehr wahrscheinlich weit besser eingesetzt.
Rache bedeutet sich an der Vergangenheit zu orientieren, der Blick in die interessantere Richtung, die Zukunft,
Ein chinesisches Sprichwort sagt, wer auf Rache aus ist, grabe zwei Gräber. Es gibt keine Gewinner bei ausufernder Rache. Anhaltende Rache legt sich auf die Seele und fördert keine runde Persönlichkeit.
Rache ist keine Zierde für eine große Seele.
Gotthold Ephraim Lessing
Die vollständige Verlagerung der Verantwortung auf eine andere Person erschwert oder verhindert sogar Lernerfahrungen aus dem Erlebten. So ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass wir zukünftig erneut eine ähnliche Erfahrung machen.
„Wer nach Rache strebt, hält seine eigenen Wunden offen“, meinte Sir Francis Bacon.
Rache macht leicht ein kleines Recht zu großem Unrecht. So werden eigene Werte noch viel tiefer verletzt. Wenn wir unsere Werte verletzen, verletzen wir uns.
Blinde Rache, schlimme Sache!
Deutsches Sprichwort
Behalten Sie Ihre Werte im Auge, auch wenn Sie Revanche planen.
Je nach Autor berichten Artikel mal von der Psychohygiene ausgeübter Rache und mal wird der ach so förderliche Sanftmut empfohlen.
Anzumerken ist, dass die Menschen entweder geködert oder vernichtet werden müssen. Für geringfügige Beleidigungen rächen sie sich; bei schwerwiegenden sind sie dazu nicht in der Lage. Jede Verletzung muss also so zugefügt werden, dass die Angst vor Rache gleichzeitig eliminiert ist.
Niccoló Machiavelli
Die Bandbreite der Empfehlungen ist breit und oft widersprüchlich. Da wird mal ein Boxsack empfohlen, mal Meditation und anderswo wird empfohlen tatsächlich zur Tat zu schreiten. Mal wird dabei zu Angemessenheit geraten, mal Zahn um Zahn. In der heutigen Gesellschaft ist es die Aufgabe der ordentlichen Institutionen Ordnungswidrigkeiten und kriminellen Machenschaften nachzukommen. So mancher Fiesling kommt trotzdem durch, auch weil oft die entsprechende Bereitschaft des Umfelds fehlt, sich einzusetzen. Es würde bei mehr allgemeiner Aufmerksamkeit in vielen Bereichen keiner Rache, sondern Verantwortungsbewusstsein erfordern. Und auch wer auf Rache verzichtet, muss sich deswegen noch lange nichts gefallen lassen.
Anderen eine Lektion zu erteilen liegt uns Menschen im Blut, obwohl der erhobene Zeigefinger selten etwas Konstruktives bewirkt. Wer seine Vergeltungsgelüste immer nur unterdrückt, wird krank. Hat die Wut sich erst aufgestaut, ist die Reaktion selten präzise. Gefühle lassen sich nur bedingt ignorieren, sie wirken unter der Oberfläche und beeinflussen Wahrnehmung, Denken und Handeln. Verdrängte Gefühle gären im Unterbewusstsein und melden sich in den ungünstigsten Momenten. Und unfaires Verhalten zu ignorieren, ist auch nicht empfehlenswert.
Je nach Situation bieten sich bei Kränkungen folgende Möglichkeiten an:
Bitten Sie um Klärung und äußern Sie Ihre Enttäuschung mit Ich-Botschaften. Manchmal löst sich eine vermeintliche Kränkung schon durch ein Gespräch auf, weil die Perspektiven erkundeten erweitert werden.
Statt auf Rache zu sinnen, lohnt zuerst ein Blick auf die eigene Beteiligung an den Ursachen. Was lässt sich daraus lernen, was für die Zukunft anders machen? Wie kann die Erfahrung Sie zu einem besseren Menschen machen?
Wer die eigenen Werte und Prioritäten, möglichst greifbare Vorstellungen von sich und den Zielen im Leben hat, kann bessere Entscheidungen treffen.
Stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl.
Körperliche Bewegen hilft dabei, Wut abzureagieren und den Kopf wieder freier zu bekommen.
Reden Sie bei seelischen Verletzungen und Kränkungen zeitnah darüber, bevor Sie Druck aufbauen. Statt Rache zu üben, ist es auf Dauer besser, das Gespräch oder andere Möglichkeiten zu suchen, um das zugrundeliegende Problem zu lösen.
Vergebung ist die süßeste Rache. Sie dient nicht dem Verursacher, sondern dem, der vergibt. Das bedeutet übrigens nicht sich unnötig etwas gefallen zu lassen, im Gegenteil. Gut geklärt und im seelischen Gleichgewicht, können wir weit besser unsere Interessen vertreten.
Leben Sie Ihr Leben in vollen Zügen, sein Sie glücklich und spielen Sie nach Ihren eigenen Spielregeln. Wenn jemand wirklich als gemeiner Giftzwerg fies zu Ihnen war, dann ist das die beste Revanche. Wenn jemand wollte, dass es Ihnen schlecht geht, passen Sie umso besser auf sich auf und haben Spaß.
An seinen Feinden rächt man sich am besten dadurch, dass man besser wird als sie.
Diogenes von Sinope
Nein; ich helfe weder bei der Planung von Racheaktionen, noch gebe ich irgendeine Rechtsberatung. Ein guter Zuhörer hilft beim Nachdenken und Verdauen, gegebenenfalls auch bei der Vorbereitung von klärenden Gesprächen.
Die Literatur kennt viele Geschichten über Rache und Rächer. Rache liefert das Thema für zahlreiche Geschichten, wie:
Hamlet, der den Tod seines Vaters zu sühnen versucht.
Kriemhild im Nibelungenlied, die die Rache an den Mördern ihres Gatten Siegfried gleich über mehrere Jahre plant.
Der Graf von Monte Christo, sieht seine Lebensaufgabe in der kostenintensiven Vergeltung seines Unrechts.
Beispiele für Kinofilme mit Rache im Fokus:
Zahlreiche Comics und deren Verfilmungen widmen sich der Rache und der Bestrafung. Beispiele:
Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 4. August 2018
Überarbeitung: 27. Januar 2021
AN: #989
K:
Ü:
Das Gehirn in Schwingung versetzen. Unfug oder Wundermittel? Was ist dran an binauralen Beats? Bringt das was?
Mit Schallwellen den Gemütszustand beeinflussen? Klar, mit Musik gelingt das. Binaurale Beats sollen noch ein gutes Stück weitergehen und das Gehirn durch Schwingungen gezielt beeinflussen. Ran an Selbstversuch und Erfahrungsaustausch.
Die Bezeichnung Binaurale Beats setzt sich aus den beiden Worten „Bi“ und „Neural“ zusammen. „Bi“ steht für Dopplung und „Neural“ bezieht sich auf die Nerven und das Nervensystem. Binaurale Beats sind akustische Täuschungen, die durch zwei unterschiedliche, aber gleichzeitig abgespielte Frequenzen im menschlichen Gehirn erzeugt werden.
Als Erfinder der binauralen Beats gilt Heinrich Wilhelm Dove. Er erkannte 1839, dass zwei unterschiedliche Frequenzen, die zeitgleich auf das rechte und das linke Ohr treffen, zu Überlagerungen oder auch pulsierenden Amplituden führen können. Diese Frequenzen entstehen ausschließlich im Gehirn. Deswegen funktionieren Binaurale Beats nur mit guten Kopfhörern.
Das menschliche Gehirn produziert Gehirnwellen als elektromagnetische Impulse. Die Frequenzen bestimmen, ob wir entweder wach, konzentriert oder entspannt sind. Die Hirnwellen lassen sich nach ihrer Frequenz in fünf verschiedene Gruppen einteilen:
Die Wirkung wird auch durch die Menge und Intensität beeinflusst.
Sobald das Gehirn binauralen Frequenzen ausgesetzt ist, beginnt es sich ihnen anzupassen und in der Folge Gehirnwellen mit der gleichen Frequenz zu erzeugen. Dieser Effekt wird auch „Frequency Following Response“ und „Frequenz-Folge-Reaktion“ (FFR) genannt.
Die Frequenz der binauralen Beats hängt vom gewünschten Zielzustand des Anwenders ab. Eine Anwendung ist beispielsweise eine Frequenz von 200 Hz auf dem linken Ohr und eine Frequenz von 210 Hz auf dem rechten Ohr anzubieten und dann einen Binauralen Beat von 10 Hz zu erzeugen, der in den Alpha Zustand versetzen kann.
Binaurale Beats finden in mehreren Bereichen Anwendung. Einigen haben einen nachweislichen Effekt, andere sind eher fragwürdig.
Beispielsweise bei Personen, die unter epileptischen Krampfanfällen leiden, wird von der Verwendung abgeraten. Im Zweifelsfall lieber einen Mediziner fragen.
Vor einigen Jahren experimentiert ich umfangreich mit binauralen Beats. Damals interessierte mich vor allem die Wirkung auf und in Trance. Meine persönliche Erfahrung; die Trancetiefe lässt sich dadurch positiv beeinflussen. Einigen Personen gelang es so deutlich schneller tiefe Trancetiefen zu erreichen.
Die Qualität der Tonquelle und die Verwendung von Kopfhörern scheinen wesentlich für die Wirkung zu sein.
Auch im Mentaltraining machte ich beim Einsatz von binauralen Beats interessante Beobachtungen. Ich hatte den Eindruck, mich besser konzentrieren und lernen zu können. Da Selbsthypnose ebenfalls diese Effekte hat, habe ich diese Technik dann aus den Augen verloren.
Nun habe ich diesen Artikel erneuert, um Erfahrungen auszutauschen. Da meine persönlichen Erfahrungen schon so lange Zeit her sind, hat sich sicher auch die Erzeugung verändert. Die Kommentarfunktion und ich, wir freuen uns auf den Austausch.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. Mai 2015
Überarbeitung: 22. Januar 2021
Englische Version:
AN: #913
K: CNB
Ü:
Ein Mythos behauptet, normal sterbliche Menschen nutzen nur 10 % ihres Gehirns. Stimmt das? Was geht wirklich?
Es gibt eine Menge Unfug, der nicht nur dank Internet kursiert und dann mit der Anzahl der Wiederholungen irgendwann geglaubt wird.
Ein Mythos behauptet, normal sterbliche Menschen nutzen nur 10 % ihres Gehirns. Wem es gelingt, weitere Prozentpunkte freizusetzen, der sei zu wahrlich Großem imstande. Hört, hört! Die restlichen 90 % werden von den meisten Menschen nur so herumgetragen. Vorwiegend wird dann als nächstes Nobelpreisträger Albert Einstein oder ein anderer revolutionärer Denker bemüht und dessen Geheimnis in Aussicht gestellt. Auf so einen Wettbewerbsvorteil haben viele gewartet. Mit solchen Sehnsüchten wird deswegen schon mal versucht, Kasse zu machen. Viele Versprechungen, wenig Lieferung!
Im menschlichen Gehirn vermuten manche ein vor sich hin schlummerndes Potenzial, das darauf wartet, ausgeschöpft zu werden. Es scheint so zu sein, wie in manchem Büroklischee; wenige machen die Arbeit, der Rest des Teams faulenzt vor sich hin. Bei bildgebenden Verfahren wie MRT und PET flackern jeweils nur kleine Bereiche des Gehirns auf und signalisieren, dass sie aktiv sind. Rechtfertigt das die Behauptung, wir Menschen verwenden nur einen kleinen Teil unseres Gehirns oder gar der Vorwurf wir würden 90 % verschwenden?
Nein! Aus folgenden Gründen handelt es sich um einen Mythos:
Bei einem Anteil von nur 2 % an der Körpermasse benötigt das Gehirn immerhin 20 % des gesamten Energiebedarfs. Die Hälfte dieser Energie wird dafür eingesetzt, damit das Gehirn bei Bedarf betriebsbereit ist und die anderen für den eigentlichen Betrieb.
Bei geschädigten Gehirnen, beispielsweise nach einem Unfall mit Verletzungen am Gehirn, erwerben Betroffene erstaunlicherweise verlorene Fähigkeiten zurück. Das wird häufig als Argument verwendet, wir würden zu wenig Bereiche unseres Gehirns verwenden, wenn da so viel brachliegt.
Tatsächlich ist die sogenannte Neuroplastizität dafür zuständig. Neuroplastizität ist die Fähigkeit des Gehirns, sich den Erfordernissen anzupassen. Das Gehirn ist keine starre Masse, sondern innerhalb seiner Möglichkeiten beachtlich anpassungsfähig. Aufgaben mit Prioritäten erhalten mehr Ressourcen.
Wären Gehirnbereiche tatsächlich längere Zeit ohne Funktion – ohne Wettbewerbsvorteil – lässt die Evolution sie verschwinden. Energieverschwendung mag die Evolution nicht. Das menschliche Gehirn hat sich ja im Laufe der Menschwerdung verändert und das hält an. Wobei das schon üblicherweise etwas Zeit braucht. Auf ein Update zu warten, lohnt nicht. Besser ist es, aus dem Vorhandenen möglichst Gutes zu machen.
Das Gehirn geht mit der Energie möglichst sparsam um, indem es jeweils nur die relevanten Bereiche aktiviert. Werden verschiedene Bereiche benötigt, dann werden nacheinander verschiedene Gehirnareale aktiviert. Die gleichzeitige Aktivierung von beteiligten Bereichen könnte mehr Energie erfordern, als bei hohem Bedarf verfügbar ist.
Das Gehirn ist selten wirklich untätig. Das sogenannte Ruhenetzwerk wird dann aktiv, wenn aktuell sonst nichts Konkretes ansteht. Wird dann wieder eine Aufgabe begonnen, dann reduziert dieses Netzwerk seine Aktivität wieder.
Auch während des Schlafs ist unser Gehirn nicht ausgeschaltet. Dann verarbeitet und ordnet es die gemachten Eindrücke im synchronisierten Zustand des Tiefschlafs.
Viele Menschen sind geistig träge. Darauf bezog sich wohl auch der Kommentar des US-amerikanischen Psychologen William James, der schon so häufig für den Mythos hinhalten musste; „Die meisten Menschen erreichen nicht ihr volles geistiges Potenzial.“
Ja, viele Menschen sind körperlich und geistig träge. Gesunder Geist, gesunder Körper und andersherum. Beides beeinflusst sich gegenseitig und beides, Körper und Geist, erfordern Grundvoraussetzung, um zu funktionieren. Ohne Pflege sind kaum Spitzenleistungen zu erwarten. Was nicht gebraucht wird, verkümmert und verschwindet dann mit der Zeit vollständig. Insofern ist da eine Menge Potenzial, das genutzt werden will. Nur bei Versprechungen zu Geheimrezepten für die Aktivierung der 90 % wäre ich zurückhaltend.
Andauernd wird von Authentizität gesprochen. Ist das auch wieder so ein Modewort? Wie wünschenswert ist welche Form von Authentizität wirklich?
Erbsen zählende Erbsenzähler. Manipulation erkennen, Gegenstrategien wählen, Fieslinge abwehren.
Kollegen können eine Bereicherung sein. Es gibt allerdings auch schwierige Kollegen. Was tun? Hier sind 20 Tipps für den Umgang mit anstrengender Kollegen.
Angst kann schützen oder bremsen. Erfahre, wie du innere Blockaden erkennst, Entscheidungen klarer triffst und in wichtigen Situationen handlungsfähig bleibst.
Was tun, wenn über dich gelästert wird? 9 Tipps zu Gerüchten, Klarstellung, Grenzen und Rufschutz – privat und am Arbeitsplatz.
Ommm. Führt Selbsterkenntnis auf direkten Weg zur Erleuchtung oder was ist dran an Selbsterkenntnis und Selbstreflexion? Alles nur warme Luft?
Ohne Selbstachtung ist kein Selbstvertrauen möglich, denn was wir nicht achten, dem können wir nicht vertrauen. Hier sind 14 Tipps mit Anregungen für die Pflege der Selbstachtung.
Drückeberger bringen nicht nur sich um Chancen. Verantwortung und Arbeit wird auf andere Menschen verlagert oder bleibt ignoriert. Lassen Sie das nicht zu und handeln Sie. Hier erfahren Sie wie.
Thalamus? Wir werden den ganzen Tag lang mit Informationsangeboten bombardiert, die Reize können schon mal zu Überflutung führen. Der Thalamus will helfen.
Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack 10. Oktober 2009
#0
Wer zieht den Schwarzen Peter?
Wird für ein Problem ein Schuldiger gesucht, statt nach einer Lösung, dann beginnt häufig das Schwarzer-Peter-Spiel. Dabei geht es selten darum, die tatsächlich verantwortlichen Personen zu finden, sondern das persönlich günstigste Opfer. Solange es jemand anderen trifft, ist es egal, wer (in Anlehnung an das Kartenspiel) den Schwarzen Peter zieht. Pech gehabt!
Also wird nach einem Schuldigen (Bauernopfer) gesucht, dem es in die Schuhe geschoben werden kann. Es ist oft ein Ablenkungsmanöver, zumal die Lösung des Problems dabei gerne erst einmal zurückgestellt wird.
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #453
K: CNB
Ü:
Geht es am Schreibtisch nicht so recht voran, dann kann ein Spaziergang mit Zielsetzung Wunder wirken.
In zwanzig bis dreißig Minuten zu Gelassenheit, Ruhe und Klarheit. Wenn Sie das innere Chaos lösen wollen, lassen Sie es für einen Moment hinter sich und gehen Sie spazieren. Machen Sie es fast so wie auch sonst, fast…
Der Unterschied. Bevor Sie losgehen, definieren Sie Ihre Absicht. Wählen Sie bewusst die Intention Ihres Spaziergangs. Was soll anders sein, wenn Sie zurückkehren? Was wollen Sie dann im Gepäck haben?
Typische Beobachtungen bei der Rückkehr:
Der Fokus hat Einfluss auf Wahrnehmung, Denken und Handeln. Öffnen Sie sich für Inspiration und Antworten und sie werden sich Ihnen zeigen. Durch einen kurzen Spaziergang entziehen Sie sich für einen entscheidenden Moment einschränkenden Einflüssen, wechseln Sie die Perspektive und treten Sie in Verbindung mit sich selbst. Schritt für Schritt kommen Sie sich und Ihrem Ziel näher. Bewegung an der frischen Luft ist obendrein wohltuend für den Körper.
Das klingt gut? Na, dann machen Sie Ihren Spaziergang. Machen Sie den Computer oder das Smartphone aus und gehen Sie einfach los. Genießen Sie jeden Schritt! Was wollen Sie bei der Rückkehr mitbringen?
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 01. Mai 2016
Überarbeitung: 15. Oktober 2020
Englische Version:
AN: #321
K: CNB
Ü:
Kaffee statt Pause, so viel schaffen wie möglich. Schade nur, dass bei Stress Kreativität und Leistungsfähigkeit abnehmen und dafür die Fehler zunehmen. Während der Körper anfangs noch Stoffe ausschüttet, die uns zu Spitzenleistungen bringen sollen, ist bald von Wohlbefinden keine Spur mehr.
Schneller, höher, weiter: Wer zu Superlativen ansetzt und die Welt aus den Angeln heben will, neigt zu Rastlosigkeit. An so manchem weniger spektakulären Arbeitsplatz geht es allerdings auch nicht gelassener zu. Es gilt immer mehr in immer weniger Zeit bei immer häufigeren Unterbrechungen zu leisten.
Wer braucht schon Pausen, wenn es stattdessen Kaffee und andere koffeinhaltigen Getränke gibt? Dranbleiben, vorantreiben, die körperlichen und seelischen Bedürfnisse bezwingen. Geist über Materie! Der Mensch ist dazu kurzfristig in der Lage. Der Körper hat dafür sogar entsprechende Mechanismen, damit es in Notsituationen möglich ist über seine eigentlichen Grenzen hinauszugehen.
Wer etwas leisten will, sollte dabei fokussiert und fleißig sein. Das gelingt auf Dauer jedoch nur, wenn regelmäßig Pausen gemacht werden, wenn zwischendurch erholt wird. Die Batterien wollen aufgeladen werden. Niemand kann ohne Unterbrechung Spitzenleistungen abrufen und ständig an und über die eigenen Grenzen gehen.
Von Zeit zu Zeit meldet sich der Körper und signalisiert, dass er Ruhe benötigt und auch die Gedanken wollen sich sortieren. Wir gähnen, haben müde Augen, fühlen uns geschafft. Kaffee darauf! Der natürliche Rhythmus wird sehr häufig ignoriert.
Wird die Störung dieses natürlichen Prozesses über einen langen Zeitraum durchgezogen, dann führt das früher oder später in einen permanenten Stresszustand. Der wiederum ist ein wesentlicher Faktor, der an vielen psychischen und psychosomatischen Krankheiten beteiligt. Außerdem nehmen bei Stress die Kreativität und die Leistungsfähigkeit ab, dafür leider die Fehler zu. Während der Körper anfangs noch Stoffe ausschüttet, die uns zu Spitzenleistungen bringen sollen, ist bald von Wohlbefinden keine Spur mehr.
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Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 1000)
Die Mechanismen sind schon recht gut dokumentiert, doch die Schlussfolgerungen werden noch weitgehend ignoriert. Der Therapeut Ernest L. Rossi spricht von ultradianen Rhythmen, die wir Menschen alle 90 bis 120 Minuten durchlaufen. Ignorieren wir diese Phasen von Aktivität und Regeneration, verzichten wir auf die wünschenswerten Heilreaktionen, in den sich Körper und Geist fit halten. Als Mittel gegen ultradiane Stressreaktionen und für mehr Wohlgefühl sowie Leistungsfähigkeit werden je Zyklus 20 Minuten Pause empfohlen. Das ist in der Praxis so in der heutigen Arbeitsorganisation allerdings eher seltener in Reinform möglich. Doch es gibt einige Möglichkeiten, sich dem zumindest anzunähern.
Ich persönlich empfinde eine größere Anzahl von kurzen Pausen förderlicher als eine lange. Auch kurze Pausen lassen sich nutzen. Hier ein paar Anregungen:
Thich Nhat Hanh: „Statt zu sagen, sitz nicht einfach nur da – tu irgendetwas, sollten wir das Gegenteil fordern: Tu nicht einfach irgendetwas – sitz nur da.“ Dazu müssen wir nicht erst auf die Erleuchtung warten oder das Handbuch für Zen befragen. Zugegeben, ist das nicht so einfach, wie es sich anhören mag. Schon Oscar Wilde wusste: „Gar nichts tun, das ist die aller schwierigste Beschäftigung und zugleich diejenige, die am meisten Geist voraussetzt.“
Einen kurzen Gang für eine Erledigung gleich als kleine beruhigende Abwechslung nutzen.
Ein paar Bewegungsübungen brauchen wenig Zeit und tun gut. Es gibt auch Yoga-Übungen für den Arbeitsplatz.
Kennen Sie Entspannungstechnik, die zu Ihnen passen?
Mittels Hypnoblancing™ Kurztrance gehen Sie sofort in eine wohltuende Trance. Körper und Geist genießen solche Gelegenheiten.
Kurz die Augen schließen.
Aus dem Fenster schauen und den Blick umherwandern lassen.
Das Grünzeug im Büro gießen. Überhaupt ist der Anblick von Grün sehr angenehm und erholsam.
Lernen Sie die Methode für sich.
Ein erfreulicher Smalltalk mit Kollegen.
Spaziergang in der Mittagspause.
Machen Sie eine Atemübung.
Wenn Sie sich trauen, könnten Sie um den Schreibtisch tanzen.
Selbstgespräche zu einem angenehmen Thema (besser ohne Zeugen oder im Gedanken)
Blick auf eine Affirmation oder ein Bild, von dem eine angenehme Wirkung ausgeht.
Einen angenehmen Duft zu genießen, bewegt tiefe Bereiche im Gehirn.
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Jemanden ein Lächeln schenken.
Einen gesunden und leckeren Snack gönnen.
Es gibt viele Formen der Meditation. Bestimmt ist auch eine für Sie dabei.
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Das Gehirn in Schwingung versetzen. Unfug oder Wundermittel? Was ist dran an binauralen Beats? Bringt das was?
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2007
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:B
Gerade bei Wut ist es besser sich vor einer Reaktion zuerst sammeln und erst dann zu handeln. Professionelle Schlagfertigkeit erinnert nicht an einen Elefanten im Porzellanladen.
Autsch, das tat weh! Die Wahrscheinlichkeit, dass die erste Reaktion die Beste ist, sinkt mit dem Grad des negativen emotionalen Einflusses. Wut ist kein guter Berater.
Umso intensiver die Emotion, desto einflussreicher das Stammhirn, das aus gutem Grund auch als Reptiliengehirn bezeichnet wird. Adrenalin wird großzügig ausgeschüttet und wirkt gemeinsam mit anderen unaussprechlichen Stoffen. Dann geht es nur um den Moment und spätere Auswirkungen bleiben unberücksichtigt. Kein guter Zeitpunkt für die Entscheidungsfindung. Schnell kann ein kurzfristiger Sieg nach Punkten über das Ziel und den Achtungserfolg hinaus ins Abseits führen. Das macht Sie so beliebt, wie den Elefanten im Porzellanladen.
Nimmer hat die Wut sich gut verteidigt.
William Shakespeare
Respekt und Achtung gehen bei Wut schnell verloren. Gerade bei Wut ist es besser vor einer Reaktion zuerst wieder zu sich zu finden und erst dann zu handeln. Lucius Annaeus Seneca meinte: „Das beste Mittel gegen Zorn ist Aufschub; fordere von deinem Zorn anfänglich nicht, dass er verzeihe, sondern nur, dass er nachdenkt.“ Manchmal genügt dafür die Dauer eines Atemzugs, manchmal ist es erforderlich eine Nacht darüber zu schlafen und manchmal auch länger.
Damit ist nicht gemeint, die Wut herunterzuschlucken, sondern umso konstruktiver eine Lösung anzustreben. Und manchmal ist es besonders lohnenswert, dafür persönliche Unterstützung zu haben.
Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.
Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.
Wir können gemeinsam beispielsweise:
Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.
Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.
Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.
PRIVAT 1:1
Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.
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Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.
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Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.
Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.
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Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. April 2017
Überarbeitung: 2. Juli 2019
AN: #2346
K:CNB
Ü:
Sanftmut ist kein Wort, das in den Debatten zu Werten oder Hitlisten attraktiver Persönlichkeitseigenschaften einen der vordersten Plätze belegt. Schade!
Wir müssen das Leben durch Sanftmut bezwingen.
Jules Renard
Sanftmut ist kein Wort, das in den Debatten zu Werten oder Hitlisten attraktiver Persönlichkeitseigenschaften einen der vordersten Plätze belegen würde. Viel zu viele Menschen missverstehen die Sanftmut. Sie meinen, dass Sanftmut das Resultat von Schwäche, Ängstlichkeit oder Passivität ist. Doch sie ist tatsächlich eine Stärke. Es wird heutzutage nicht mehr mit Stärke in Verbindung gebracht. Das war nicht immer so, der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel, sah das noch anders: „Nicht derjenige ist tapfer, der sich Ausbrüchen des Zornes überlässt, sondern derjenige, der Milde und Sanftmut besitzt.“ Satt dessen wird Sanftmut oft als Schwäche und fehlende Energie wahrgenommen. Doch nur ein starker Mensch ist in der Lage, sanftmütig zu sein. Nur, wer sich seiner Stärke bewusst ist, fühlt sich sicher genug, um souverän zu handeln. Unsichere Menschen meinen, ihren Status ständig verteidigen zu müssen. Einen Blick auf das Verhalten von Zeitgenossen wie Donald Trump oder der cholerische Chef, macht das deutlich. Solche Menschen machen eigenartige Dinge, legen eine unnatürliche Körpersprache an den Tag, um sich künstlich Respekt zu verschaffen.
Wahre Stärke kommt von innen. Sanftmütige Menschen sind souveräner, auch rhetorisch. Das Ego braucht dann keine künstliche Bestätigung. Wer mit sich im Reinen ist, strahlt natürliche Souveränität aus. Solche Menschen müssen nicht auf jeden verbalen Anschlag mit einem Gegenschlag reagieren. Sie sind wie Eichen, wenn sich der Eber an ihnen reibt. Sie vermögen es, Grenzen zu setzen, ohne sich jenen anzubiedern, die nach Machtdemonstrationen schreien. Es gelingt ihnen, sich treu zu bleiben. Ihre Nähe ist angenehm und es geht oft eine besondere Ausstrahlung von ihnen aus.
Wie wohltuend ist doch Stärke, wenn sie sich mit Sanftmut paart. Sanftmut ist erstrebenswert, sie ist eine sehr angenehme, menschliche Wesensart. Sanftmut ist eine Charaktereigenschaft, die Menschen zugeschrieben wird, deren Art und Weise geprägt ist durch ein angenehmes und geduldiges Verhalten. Solches Verhalten ist nicht sporadischer, sondern kontinuierlicher Natur. Diese Charaktereigenschaft ist für die meisten Menschen schwer zu entwickeln. Menschen neigen wohl evolutionär eher zu gegenläufigen Eigenschaften. Nur kein Stillstand bei immer größer werdendem Leistungsdruck. Ungeduldiges Handeln und damit zusammenhängende schnelle Gereiztheit und Aggressivität werden entwickelt, um sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Wem es gelingt Sanftmut, Achtsamkeit, Respekt und Wertschätzung zu entwickeln, der entfaltet sich. All die dadurch verfügbar werdende Energie kann sinnvoller genutzt werden. Aus meiner Erfahrung können nur starke Menschen Sanftmut an den Tag legen.
Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, Güte, Einfühlungsvermögen, Empfindung, Freundlichkeit, Entgegenkommen, Gnade, Gutmütigkeit, Herzensgüte, Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft, Milde, Nächstenliebe, Selbstlosigkeit, Warmherzigkeit, Zuvorkommenheit
Der Begriff Sanftmut besteht aus den Worten „sanft“ und „Mut“ vom mittelhochdeutschen „sanft“ = „angenehm, mild“ und dem mittelhochdeutschen „muot“ = „Gemüt, Temperament“.
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Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 8. Juli 2020
AN: #86745
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