Der Nutzen von Yoga – für Reden, Präsentationen und überhaupt

Der Nutzen von Yoga - für Reden, Präsentationen und überhaupt

Weshalb ich manchen Klienten Yoga empfehle
Yoga

Yoga & Rhetorik?

 

Weshalb ich manchen Menschen Yoga empfehle und was das mit Persönlichkeit, Reden und Präsentationen zu tun hat? Hier ist meine Antwort.

  Überblick

 

 

 

 

Yoga

 

Für viele Menschen ist heutzutage Yoga eine Form des Sports, bei der es darum geht nach den selbst herbeigeführten Verknotungen möglichst unbeschadet wieder umzusetzen. Während Yogakurse lange Zeit oft vor allem sportliche Wettbewerbe waren, hat sich die Szene in Berlin verändert. Manche Veranstaltungen wirken heute mehr nach Party und die endlich gekommene Gelegenheit, die schicken Yogaklamotten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wer nicht gestylt kommt, wird bemitleidet. All das kann Spaß machen und sei den Teilnehmern gegönnt. Yoga kann halt nur viel mehr sein und das geht dabei zu oft verloren.

Tatsächlich ist Yoga eine philosophische Lehre aus Indien. In unserem Kulturkreis wird von Anwendern unter Yoga vor allem die körperliche Übung von Asanas (überwiegend ruhende Körperstellungen im Yoga) bezeichnet) in Verbindung mit den Atemübungen, Pranayama genannt, verstanden. Religiöse und weltanschauliche Aspekte spielen heutzutage kaum noch eine Rolle. Und doch kann davon mehr als der Körper profitieren.

 

 

 

Der Nutzen von Yoga – für Reden, Präsentationen und sonst

 

Die regelmäßige Praxis im Alltag fördert die Harmonie von Seele, Geist und Körper. Das wirkt sich positiv auf die psychische und physische Verfassung aus. Und wer könnte das nicht gebrauchen?

Die Yogapraxis ist auch eine hervorragende Gelegenheit sich darin zu üben im Hier-und-jetzt präsent zu sein. Das kommt Ihnen nicht nur beim Yoga, sondern auch in vielen anderen Situationen, wie Gesprächen und Präsentationen, zugute. Während viele Anfänger während der Yogastunde fluchen, wenn eine Haltung nicht so wie vorgemacht aussehen will, planen andere im Hinterkopf schon die restlichen Tagesaktivitäten. Asche über mein Haupt; das habe ich selbst lange Zeit sogar in der Ruhephase, Shavasana, gemacht. Obwohl ich die wichtige Bedeutung dieser Phase intellektuell verstand, brauchte ich ewig, um weitgehend in der Gegenwart zu sein. Auch in dieser Hinsicht ist Yoga eine gute Übung.

Wer an der inneren und äußeren Haltung arbeiten will, ist dort ebenfalls richtig. Die aus der Yogapraxis resultierende Stabilität, das Gleichgewicht und die Kraft im ganzen Körper verleiht dem eigenen Standpunkt selbst vor großem Publikum Halt. Einige der Asanas, wie Tadasana, sehen einfacher aus, als sie sind. Einfach nur herumstehen kann doch jeder? Doch wer dabei bleibt und aufmerksam ist, lernt so einige Aspekte, die vorher übersehen wurden.

Die Atemübungen, wenn sie gut angeleitet werden, kommen guten mentalen Zuständen ebenso zugute, wie der Stimme.

 

 

 

Details

 

So einfach Yoga wirken mag, es geht oft um Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen. Deswegen empfehle ich Yoga bei qualifizierten Yogalehrern zu lernen. Am besten im Einzelunterricht.

In den rund drei Jahrzehnten, in denen ich selbst Yoga praktiziere, habe ich meine ganz persönlichen Beobachtungen gemacht: Es gibt auch bei den Yogalehrern einen eher kleineren Anteil mit fundierter Ausbildung und Erfahrung. Der Ausbildungsmarkt ist hier weitgehend unübersichtlich. Wer konkrete Ziele hat, beispielsweise sich einen Beitrag zur persönlichen Entwicklung leisten will, der ist besser bei gut ausgebildeten und kompetenten Yoga-Lehrern untergebracht. Ein vierzehntägiger Schnellkurs oder 12 Wochenenden machen noch keinen Yogi. Und wie beweglich ein Yogalehrer ist, sagt noch nichts über die Fähigkeit aus, das erforderliche Wissen zu vermitteln.

P.S.

 

Praktizieren Sie Yoga und wo profitieren Sie davon?

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 19. Juni 2020
AN: #722
K:
Ü:

Mehr Zufriedenheit durch Selbstakzeptanz oder fehlt dann die Motivation?

Mehr Zufriedenheit durch Selbstakzeptanz oder fehlt dann die Motivation?

Sich selbst annehmen als Schlüssel für Zufriedenheit, Glück und persönliche Entwicklung

Selbstakzeptanz

Bremst Selbstakzeptanz die Motivation?

 

Viele Menschen halten Unzufriedenheit für den wichtigsten Motivator. Meine Beobachtung: Wir sind glücklicher, wenn wir lernen, uns so zu akzeptieren, wie wir wirklich sind. Und wir fördern so persönliche Entwicklung.

Mehr Zufriedenheit durch Selbstakzeptanz

 

An der University of Hertfordshire führten Psychologen 2014 eine Umfrage durch. 5.000 Menschen wurden gebeten, sich selbst zu den 10 Gewohnheiten zu bewerten, die in einer Studie als Schlüssel zum Glück identifiziert wurden.

 

 

 

10 Schlüssel zum glücklicheren Leben

 

Als die 10 Schlüssel zum glücklicheren Leben werden in der Studie (externer Link) benannt:

Giving: Etwas für andere Menschen tun
Relating: Sich mit anderen verbinden
Exercising: Den Körper bewegen und gut für ihn sorgen
Awareness: Bewusst leben
Trying out: Neues probieren und lernen
Direction: Ansprechende Ziele setzen
Resilience: Mit innerer Stärke auf die Beine kommen
Emotions: Herausfinden, was guttut
Acceptance: Sich selbst annehmen
Meaning: Teil von etwas Größerem sein

Zusammen ergeben die zehn Schlüssel des Glücks also das Akronym GREAT DREAM.

 

 

 

Was fehlt? Selbstakzeptanz!

 

Interessant: Die Eigenbewertung durch die Teilnehmer fiel weitgehend positiv aus. Die einzige Gewohnheit, an der viele Menschen scheiterten, war die Selbstakzeptanz. Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer bewertete sich auf einer 10-Punkte-Skala mit 5 oder weniger.

 

 

 

 

Mögliche Ursachen

 

In unserer Kultur wirkt enormer Druck auf uns, erfolgreich zu sein und uns ständig mit anderen zu vergleichen. Das verursacht Unzufriedenheit und Angst. Es ist sogar beabsichtigt, weil es uns zu besseren Leistungen anspornen soll.

 

 

 

Was es zu lernen gibt

 

Viele Menschen halten Unzufriedenheit für den wichtigsten Motivator. Meine Beobachtung: Wir sind glücklicher, wenn wir lernen, uns so zu akzeptieren, wie wir wirklich sind. Die Befürchtung durch Selbstakzeptanz die Motivation zu verlieren ist nicht nur unbegründet, sondern es stimmt sogar das Gegenteil. Das macht es dann auch leichter, uns auf natürlich Weise entfalten. Die Verunsicherung und der Krampf der sich aus Vergleichen und fehlender Selbstakzeptanz ergibt, steht der persönlichen Entfaltung im Weg. Es wird durch Druck genau das Gegenteil erreicht. Positiv formuliert: Selbstakzeptanz zu praktizieren entfernt Sand aus dem Getriebe und persönliche Entwicklung gelingt leichter. Der Selbstakzeptanz Aufmerksamkeit zu widmen, lohnt sich.

 

 

 

Selbstakzeptanz praktizieren

 

Es gilt, mit sich selbst so wohlwollend umzugehen, wie wir das mit anderen Menschen tun. Dazu gehört es auch eigene Fehler, als Gelegenheit zum Lernen zu betrachten. Wer zu übersteigerter Kritik sich selbst gegenüber neigt, sollte üben auch die eigenen Stärken zu erkennen und zu würdigen.

Um mit sich selbst im Frieden zu sein, hilft sich Zeit dafür zu nehmen, sich noch besser kennen und mögen zu lernen.

Wer sich ständig mit anderen Menschen vergleicht, übersieht leicht die eigenen Möglichkeiten und Besonderheiten. Jeder von und ist einzigartig. Doch, was uns selbstverständlich erscheint übersehen wir leicht, unterschätzen den Wert und die Chancen.

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Thema? Wie stehen Sie zu sich beziehungsweise dem Thema Selbstakzeptanz?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

 

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Glück ist kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht innerer Einstellung. Erich Fromm

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Dezember 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #459
K: CNC
Ü:

11 Tipps: Neue Routinen entwickeln

11 Tipps: Raus aus hinderlichen Routinen und hinein in förderliche

Verhaltensmuster, die gestern noch hilfreich waren, können irgendwann überholt sein
Raus aus bremsenden Routinen

Überblick

 

 

 

 

 

Raus aus hinderlichen Routinen und hinein in förderliche

 

Es gibt hilfreiche Routinen und recht hinderliche Routinen. Manche erleichtern das Leben und andere stehen positiven Veränderungen im Weg. Wie gelingt es, von guten Routinen zu profitieren und dabei trotzdem im Hier-und-Jetzt aufmerksam zu sein? Aus meiner Sicht hilft beispielsweise Yoga dabei, das zu erkunden.

Raus aus bremsenden Routinen

Und wie lassen sich alte Gewohnheiten ablegen?

 

In einem eigenen Artikel beschreibe ich 17. Empfehlungen, wenn es darum geht, sich von überholten Gewohnheiten zu befreien.

Gute Routinen schlechte Routinen

 

In einem Interview für den Radiosender SWR2 ging es um das Thema Multitasking. Der Titel der Sendung „Wenn Unterbrechungen zur Qual werden – Forscher ergründen das ‚Multitasking’“.

Eine meiner Aussagen:

„Ich kann bestimmte Dinge meiner Tätigkeit, die sich bewährt haben, standardisieren. Oder um es anders zu sagen: Ich kann eine bestimmte Routine entwickeln. Und eine Routine hat den Vorteil, dass ich dann nicht mehr soviel Aufmerksamkeit brauche, dann kann ich das einfach aus dem Handgelenk heraus. Es kann höchstens den Nachteil haben: wenn ich zu sehr in der Routine drin bin, dass ich vielleicht etwas mache, was vor fünf Jahren aktuell war, und jetzt sollte ich es mal langsam optimieren. Aber grundsätzlich: Routine ist eine gute Sache, wenn ich sie im Auge behalte.“

Neue Routinen zu etablieren, ist einfacher, als alte abzulegen. Mit diesen Empfehlungen geht es noch leichter, neue Gewohnheiten zur Routine werden zu lassen:

 

 

12 Tipps für bereichernde Routinen

 

 

1. Einschränkende Routinen erkennen

 

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Manche Routinen sind so fest einfahren, dass sie besondere Aufmerksamkeit benötigen. Da kann es helfen, sich zuerst sehr genau die vorhandenen Muster und ihre Ursachen zu betrachten. So gut To-do-Listen, also Aufgabenlisten sind, mitunter hilft auch eine Not-to-do-Liste, also eine Liste mit den Dingen die Sie zukünftig sein lassen wollen.

 

 

 

2. Neue Verhaltensweisen an etablierte Routinen knüpfen

 

Am besten ist es neue Verhaltensweisen mit vorhandenen Routinen zu verknüpfen. Bestehende Rou­ti­nen machen es leich­ter, neue zu eta­blie­ren. Ist der Aus­lö­ser bereits gespei­chert, dann kann leichter noch etwas oben­drauf gesetzt werden. Das ist viel einfacher, als ein voll­stän­dig neues Verhalten zu eta­blie­ren.

 

 

3. Anfangen

 

72 Stunden

 

 

4. Disziplin

 

Es ist nun mal leichter im Autopiloten alte Verhaltensmuster abzuspulen, als neue Wege zu beschreiten. Da braucht es schon eine Portion Disziplin.

 

 

5. Geduld und Durchhaltevermögen

 

Bis neue Muster in Fleisch und Blut übergegangen sind, braucht es meist eine Weile. Leider sind viele Menschen nicht geduldig genug und geben mitunter sogar kurz vor dem Ziel noch auf.

 

 

6. Enthusiasmus

 

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Ran ans Werk, möglichst sofort! Mit Aufschieberitis ist noch nichts erreicht worden. Wichtige Veränderungen auf so beliebten Momente, wie Geburtstage oder den Jahreswechsel zu verschieben ist keine gute Idee. Der beste Moment ist JETZT!

 

 

7. Angemessene Schritte

 

Wie isst man einen Elefanten? Bissen für Bissen! Also lieber in kleineren Schritte denken, die auch eine Chance haben, als zu große Ziel, die zu schnell entmutigen.

Das Ziel bei den Anonymen Alkoholikern ist: heute das erste Glas stehen lassen. Und dann morgen …

 

 

8. Schritt für Schritt, einen nach dem anderen

 

Prioritäten setzen hilft. Ist eine Gewohnheit zur Routine geworden, dann ist es ein besserer Moment, mit der nächsten zu beginnen.

 

 

9. Einfach einfach machen

 

Ungewohnte Wege zu beschreiten, kostet Über­win­dung. Des­halb machen Sie es sich am besten so einfach wie mög­lich. Mein Yogamatte rolle ich schon am Vorabend aus. Vom gesunden Frühstück ist immer ausreichend vorhanden und es steht morgens schon bereit,

 

 

10. Unterstützung

 

Gemeinsam mit anderen Menschen ans Werk zu gehen, kann sehr förderlich sein. Es birgt allerdings auch das Risiko sich gegenseitig zu sabotieren, was leider sehr häufig geschieht. Besser ist professionelle Unterstützung, die ganz und gar für einen da ist – und weiß, was sie tut. Dafür kommen je nach Thema und persönlichen Präferenzen unterschiedliche Formen infrage. In vielen Fällen ist Coaching und Mentaltraining sehr hilfreich.

 

 

11. Rückfälle als Lerngelegenheiten betrachten

 

Die Gefahr, wieder auf ausgetretene Pfade zurückzukehren, bleibt bestehen. Davon können nicht nur Raucher ein Lied singen. Kaum wurde nach langer Zeit der Freiheit eine Zigarette geraucht, kehren viele zum alten Suchtverhalten zurück. Viel besser ist es, solche Situationen als Rückmeldungen zu betrachten, dass es noch etwas zu lernen gibt. Mit diesem Wissen geht es dann daran, das gewünschte Verhalten zu fördern.

 

 

12. Die Motivation hochhalten

 

Eine starke Motivation ist mächtiger als Disziplin. Sorgen Sie dafür, dass die Motivation erhalten bleibt. Und das auf einem möglichst hohen Niveau, bis die Routine sich eingestellt hat. Wohin genau soll das neue Verhalten führen und was ist daran so verlockend? Nutzen Sie anziehende Visualisierungen.

 

P.S.

 

Wie lässt sich am besten von Routinen profitieren? Wie lassen sich hinderliche loswerden?

Routinen sind nicht immer so schlecht wie ihr Ruf. 
Es gibt auch gute Routinen und die gilt es zu pflegen.

Artikel

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11 Tipps: Neue Routinen entwickeln

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. August 2011
Überarbeitung: 3. April 2020
Englische Version:
AN: #126
K: CNB
Ü:

17 Tipps für die Veränderung von Gewohnheiten und wie Sie neue bilden

17 Tipps für Verhaltensänderungen

Wenn der Autopilot in die falsche Richtung führt. So können Sie überholte Gewohnheiten ändern.

 

Tipps für die Veränderung von Gewohnheiten

Veränderung von Gewohnheiten

 

Gewohnheiten bestimmen unser Leben, ob wir wollen oder nicht. Manche Gewohnheiten erleichtern den Alltag, andere sind lästig oder schaden. So lassen sie sich verändern.

 

 

 

Überblick

 

 

 

Veränderung von Gewohnheiten

 

Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe hinunterboxen,
Stufe für Stufe.

Mark Twain

 

 

 

Die lieben und die schädlichen Gewohnheiten

 

Gewohnheiten bestimmen unser Leben, ob wir wollen oder nicht. Manche erleichtern den Alltag, andere sind lästig oder schaden sogar.

Als der Britische Essayist Samuel Johnson meinte; „Die Fesseln der Gewohnheit spürt man lange Zeit nicht. Und wenn man sie erst spürt, kann man sie meist nicht mehr abstreifen“, hatte er wohl eher Gewohnheiten vor Augen, die es loszulassen galt.

Wer sich von unangenehmen Gewohnheiten verabschieden will, merkt oft sehr schnell, dass es dann doch nicht so einfach ist sie wieder abzustreifen. Zu tief graben sie sich ein, sind zunehmend fester und tiefer verwurzelt und der Vergleich mit einer Klette ist deutlich zu harmlos.

 

 

 

„Wir sind die Roboter.“

 

So falsch ist der Titel von Kraftwerk nicht: Gewohnheiten bestimmen unser Leben, ob sie hilfreich sind oder schaden. Weitgehend unbewusst führen sie uns durch den Alltag. So sorgen Sie dafür, dass wir im Autopiloten den Kollateralschaden beim morgendlichen Kaffeezubereiten geringer halten. Auch wenn wir gerne glauben wollen, dass unsere Entscheidungen und Handlungen von unserem bewussten Willen bestimmt werden; die Wahrheit sieht anders aus. Neue Informationen, die eigentlich zum erneuten Abwägen führen sollten, erreichen relativ wenig Wirkung.

In ihrer Gleichförmigkeit verleihen uns Gewohnheiten Stabilität, das Gefühl von Sicherheit. Sie sind weitgehend automatisiert, so das wir uns wichtigerem widmen können, als unsere Energie mit Nebensächlichkeiten zu vergeuden.

Gut, wenn unsere Gewohnheiten mit unseren Zielen übereinstimmen. Dann sind sie für uns nützlich und manchmal sogar überlebenswichtig. Doch wenn sie das nicht tun dann stören sie oft nur, lenken uns ab, lassen uns Umwege machen, beanspruchen woanders besser investierte Energie und schädigen manchmal sogar unsere Gesundheit.

Gut gemeint und doch nicht immer im Sinne des Erfinders: Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen positiven und negativen Gewohnheiten. Sobald sich ein Verhaltensmuster tief genug eingeschliffen hat, ist es sehr schwer es zu ändern, selbst wenn wir uns das fest vornehmen. Was tun?

Wer weiß wie die Mechanismen funktionieren und wo sie ansetzen, der kann sie verändern. Nicht nur die eigenen, sondern auch die anderer Menschen.

Gewohnheiten sind Verhaltensweisen, die wir, ohne viel darüber nachzudenken oder abzuwägen, regelmäßig in einem bestimmten Kontext wiederholen. Meist basieren sie auf Entscheidungen, die wir irgendwann einmal mehr oder weniger bewusst getroffen haben. Die damit verknüpften komplexen Prozesse im Gehirn werden so häufig wiederholt, bis eine Art Handlungsgedächtnis die Gewohnheit mit besonders wenig Aufwand stattfinden lässt. MRT-Dings-Tomograf an, Blick auf den Bildschirm: Während wir Gewohnheiten ausüben sind deutlich weniger Aktivitäten im Gehirn zu beobachten. Dann brauchen wir nicht mehr weiter über diese grundlegenden Verhaltensweisen nachzudenken. Das ist beispielsweise gut beim Zähneputzen und schlecht beim Zigarettenkonsum.

Es sind Gewohnheiten, die uns durch das Leben führen. Ohne sie wäre unser Gehirn überfordert von den Reizüberflutungen und Einzelheiten des Alltags.
So weit, so gut. Leider macht dieser Mechanismus des Energiesparens es auch für uns so schwer, unser Verhalten zu verändern, da sich die Kontrolle dafür in einem Bereich des Gehirns befindet, den wir nicht bewusst kontrollieren. Was tun?

Auswege: 17 Tipps für Verhaltensänderungen

 

Wie schaffen wir es, aus destruktiven Mustern auszusteigen? Die gute Nachricht: Wir sind unseren Gewohnheiten nicht hilflos ausgeliefert. Es erfordert nur das Wissen, wie wir die unbewussten Prozesse, die dabei ablaufen, beeinflussen können.

 

 

1. Bestandsaufnahme und Analyse

 

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme und Analyse der Gewohnheit, die Sie verändern wollen. Wann, wo, in welchem Zusammenhang? Welche Verknüpfungen gibt es?

 

 

 

2. Wille, Motivation, Disziplin

 

Leider genügt Willenskraft meist nicht, um eingefahrene Muster aufzulösen. Wille und Motivation sind zwar die Voraussetzungen, um überhaupt erst zu dem Entschluss zu kommen etwas zu verändern. Aber sie sind eben noch lange keine Erfolgsgaranten. Es braucht schon einen individuellen Handlungsplan, um alte Gewohnheiten loszuwerden.

Rationale Argumente spielen dabei eine kleinere Rolle, als zu erwarten wäre. Die meisten Menschen scheitern selbst dann, wenn es um ziemlich elementare Motive wie das eigene Überleben geht. Selbst bei konkreten Gefahren gelingt es nur wenigen beispielsweise ihre Ernährung dauerhaft umzustellen oder nicht mehr zu rauchen. Selbst dann, wenn sehr viel auf dem Spiel steht, geben sich zu viele Menschen ihren Gewohnheiten geschlagen. Das Wissen alleine führt oft nicht automatisch zu Veränderungen.

Schaffen Sie ein stabiles Fundament, stärken Sie Ihre Motivation. Weshalb ist Ihnen diese Veränderung wichtig? Gehen Sie dem eigentlichen Motiv auf den Grund.
Sind Sie nicht so richtig von Ihrem Vorhaben überzeugt, ist die Gefahr des Scheiterns groß. Ohne starke innere Motivation, wenn Sie selbst nicht wirklich überzeugt sind, wird die Veränderung nicht gelingen.

Hilfreiche Fragen:

  • Warum ist es Ihnen wichtig, diese Gewohnheit zu verändern?
  • Warum gerade jetzt? Weshalb nicht in einem halben Jahr?
  • Was versprechen Sie sich davon?
  • Was passiert, wenn Sie alles so belassen, wie es ist?

Das persönliche Motiv ist der Antriebsmotor während des Veränderungsprozesses, nicht das, was Sie tatsächlich anders machen wollen.

 

 

 

3. Zielsetzung

 

Wischi-Waschi-Entscheidung und halbherziges Ziel? Dann wird wohl kaum etwas anders werden.

Der Leidensdruck wirkt anfangs besonders stark. Zu oft gibt es deshalb nur die diffuse Entscheidung, dass etwas so nicht mehr geht. Viel stärker ist die Motivation, wenn das Ziel lockt! Und das nicht nur bis zum 1. Januar.

Da ist es mal wieder, das Smart-Format für wohlgeformte Ziele. Geben Sie dem Ziel eine Chance, machen Sie es stark! Und behalten Sie es auf dem Weg im Auge.

Wie? 
Hier geht es zum Smart-Format: Lieber SMARTe Ziele als unerfüllte Wünsche

 

 

 

4. Strategien und Alternativen

 

Sammeln Sie verschiedene Alternativen für die Gewohnheit, die Sie gerne loswerden wollen.

  • Was machen Sie jetzt? Was würden Sie dann anders machen?
  • Welche Alternativen bringen Sie dem gewünschten Ziel näher?
  • Was können Sie konkret tun, um ein neues Verhalten zu etablieren?
  • Wie können Sie sicherstellen, dass Sie statt der alten Gewohnheit bewusst die neue
  • Verhaltensweise umsetzen?

 

Erkunden Sie in der Vorstellung das angestrebte Verhalten.

 

 

 

5. Unbewusste Ursachen im Unbewussten verändern

 

Veränderungen müssen auf der Ebene angegangen werden, auf der sie Zuhause sind, sonst perlt jede Bemühung an der Oberfläche ab. Deshalb wird bei mir im Coaching in solchen Fällen gezielt mit dem Unbewussten gearbeitet und verschiedene Verfahren wie Hypnobalancing™ ergänzen das bewusste Verstehen.

Mit wirksamen Techniken lassen sich auch die sogenannten somatischen Marker beeinflussen, die in Windeseile an Entscheidungen beteiligt sind.

 

 

 

6. Gedankennetzwerk

 

Unser Verhalten lässt sich nicht von inneren Überzeugungen und Glaubenssätzen, Emotionen und Gedankenroutinen trennen. Entsprechend sind auch die Verknüpfungen zu berücksichtigen und ggf. zu bearbeiten.

Hier bieten Coaching und Therapie verschiedene Möglichkeiten.

 

 

 

7. Unerwünschtes Verhalten durch erwünschtes ersetzen

 

Statt ein Verhaltensmuster zu löschen ist es meist leichter, ein gewünschtes zu stärken. Schließlich haben Verhaltensweisen, auch die mit negativen Auswirkungen, eine positive Absicht. Und für die braucht es eine Alternative, die dem Ziel dient und möglichst deutlich weniger Nachteile mit sich bringt.

 

 

 

8. Wiederholung und Ausdauer

 

Damit neue Verhaltensweisen zu Gewohnheiten werden, braucht es Intensität und Wiederholung. Hier ist je nach Persönlichkeit auf Tendenzen zu achten, um den Prozess der Veränderung zu gestalten und zu fördern.

Übrigens zählt hier auch mentales Training, das sich nicht nur im Sport schon lange bewährt hat. Als Mentales Training, Mentaltraining und Mentalcoaching wird eine Vielfalt von psychologischen Methoden bezeichnet, mit denen die soziale und emotionale Kompetenz, die kognitiven Fähigkeiten, die Belastbarkeit, das Selbstbewusstsein, die mentale Stärke und das Wohlbefinden gefördert und auch neue Verhaltensweisen trainiert werden.

Konditionierung: Wirklich fest verankert sind neue Gewohnheiten in der Regel erst nach Monaten der Wiederholung. Wiederholung über einen längeren Zeitraum ist der Schlüssel zum erfolgreichen Erwerb neuer Gewohnheiten.

 

 

 

9. Störfaktoren verringern

 

Stress ist sehr ungünstig für einen grundlegenden Wandel. Stress reduziert die Selbstbestimmung. Die beiden Stresshormone Cortisol und Noradrenalin mindern die Leistungsfähigkeit des Frontalhirns. Unter Druck können wir schlechter zielgerichtet denken und handeln. Die Hirnregionen, die für unsere Gewohnheiten zuständig sind, arbeiten unter dem Einfluss dieser Stresshormone allerdings unbeirrt weiter. So haben es selbst noch so ungünstige Gewohnheiten einfacher als die eigentlich ersehnten neuen Verhaltensweisen.

 

 

 

10. Etappensiege feiern

 

Zuckerbrot statt Peitsche: Genießen Sie jeden Etappensieg. Belohnen Sie sich mit etwas Außergewöhnlichem. Freuen Sie sich über Ihren Erfolg.

 

 

 

11. Geeignetes Umfeld

 

In manch einem Umfeld wird es besonders schwer sein ein altes Muster abzulegen und ein neues zu festigen. Manchmal genügt schon ein zeitweiser Wechsel und manchmal ist es empfehlenswert, das Umfeld vollkommen zu meiden.
Gerade wenn es um soziale Kontakte geht, ist das mitunter schon eine Herausforderung. Für die Entscheidung lohnt sich eine ehrliche Betrachtung des Für-und-Wider. Sich etwas vorzumachen bringt nichts!

 

 

 

12. Verpflichtungen

 

Manchen Menschen hilft eine Selbstverpflichtung und anderen die Verpflichtung anderen gegenüber. Wobei hier sehr achtsam ans Werk gegangen werden sollte. Mitunter ist der daraus resultierende Druck zu groß und es kehrt sich ins Gegenteil um.

 

 

 

13. Auslöser meiden bzw. gezielt einsetzen

 

Wieso solltest du sich unnötig in Versuchung bringen? Orte, Personen, Tätigkeiten und andere Auslöser können im Zusammenhang mit abzulegenden Gewohnheiten stehen. Sie zu meiden bzw. gezielt zuverlässige Auslöser als Erinnerung für das gewünschte Verhalten zu fördern macht es leichter.

 

 

 

14. Wohlwollen und entspannt bleiben

 

Mit Krampf wird es nicht leichter, im Gegenteil. Mit Wohlwollen geht es meist besser als mit Brachialgewalt. Dran bleiben statt sich zu ärgern, wenn es mal nicht so läuft. Rückfälle sind Rückmeldungen!

 

 

 

15. Verknüpfung

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Daher lassen sich gewünschte Verhaltensweisen unterstützen, indem sie an bereits vorhandene möglichst feste Routinen anknüpfen.

 

 

 

16. Schnellstens starten

 

Prost Neujahr? Zu viele unberührte Wege sind mit guten Vorsätzen gepflastert. All die Absichtserklärungen sammeln sich an, belasten und entmutigen. Sie dienen als Ausreden, dass es ja doch nicht möglich ist. Was Du heute kannst besorgen, …. Statt auf den Jahreswechsel zu warten ist der beste Moment, um mit einer neuen Gewohnheit anzufangen, jetzt bzw. der Moment, der je nach erforderlicher Vorbereitung möglich ist.

 

 

 

17. Unterstützung

 

Gemeinsam mit anderen Menschen kann es leichter ans Werk gehen. Freunde, Partner und Gleichgesinnte können als Gefährten dienen. Aber Achtung, das ist ein zweischneidiges Schwert, denn hier besteht auch die Gefahr, sich gegenseitig zu behindern. Sicherer ist professionelle Unterstützung, die nicht nur mit dabei ist, sondern auch praktische Techniken und Methoden mitbringt und ganz für Sie da ist.

 

 

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Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

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P.S.

 

Wie gehen Sie Verhaltensänderungen an?

Antworten auf häufige Fragen

Was sind Verhaltensmuster?

Verhaltensmuster sind angeborene oder erlernte Aktivitätsmuster und Verhaltensweisen, die in einem bestimmten Kontext in einer bestimmten, häufig vorhersagbaren Weise und in gleicher Reihenfolge auftreten. Sie vermitteln dem Handelnden möglicherweise das Gefühl von Sicherheit und Beständigkeit. Häufig sind sie resistent gegen jede Art von Veränderung.

Was sind Gewohnheiten?

Gewohnheiten sind Rituale und Verhaltensweisen, die wir automatisch ausführen und die es uns ermöglichen, wichtige Tätigkeiten wie Zähneputzen, Duschen, sich für die Arbeit anziehen und jeden Tag dieselben Wege zu gehen, ohne darüber nachzudenken, als Routinen auszuführen. Unbewusste Gewohnheiten setzen Ressourcen für unser Gehirn frei, um andere, komplexere Aufgaben zu erledigen, wie das Lösen von Problemen oder die Entscheidungsfindung.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2007
Überarbeitung: 27. März 2020
AN: #43320
K:
Ü:
Englische Version:

Umgang mit Unsicherheiten

Umgang mit Unsicherheiten

Gedanken ... jeder geht anders mit dem Coronavirus um
Singletasking

Umgang mit Unsicherheiten

 

Das Thema Coronavirus wirbelt die Welt und die Gedanken durcheinander. Aus diesem Anlass widme ich diesen Beitrag dem Umgang mit Unsicherheiten.

Umgang mit Unsicherheiten

 

Wir Menschen brauchen einen gewissen Rahmen, an dem wir uns orientieren können. Fehlt dieser Rahmen, dann fehlt uns der Halt im Leben. Unsicherheit verursacht Stress, Möglichkeiten werden nicht ausgeschöpft oder nachteilige Entscheidungen gefällt. Rationale und irrationale, weil übertriebene, Ängste entwickeln eine Eigendynamik.

Kaum etwas im Leben ist wirklich sicher. Doch mit der Zeit gelingt es den meisten Menschen sich mit all den Unsicherheitsfaktoren im Leben einzurichten. Mehr oder weniger gut gelingt es Resilienz zu entwickeln. Sie hilft uns, wie ein Fundament, das Beste aus den Gegebenheiten zu machen, wo wir ansonsten unter der Last zusammenbrechen würden.

Ausruhen können sich selbst sehr resiliente Menschen nicht ewig, das Leben liefert immer wieder und wieder Herausforderungen. Und wenn dann mitunter ein großer Teil der gewohnten Welt, des vertrauten Rahmens, zu wackeln beginnt, rüttelt das an den Grundfesten.

Der Umgang mit bedrohlich erscheinenden Unsicherheiten stellt uns auf die Probe. Es scheint, als wenn wir auf viele Faktoren keinen Einfluss haben. Und dort, wo wir entscheiden können, ist nicht klar, welche Entscheidung schließlich welche Konsequenzen haben wird. Das fühlt sich dann mitunter an, wie die erzwungene Teilnahme an einem russischen Roulette.

Der persönliche Umgang mit solchen Situationen ist sehr unterschiedlich, reicht von Ignorieren bis vollkommenen Erstarren, Hingabe an die Horrorszenarien oder sogar Verhalten, das einen selbst und andere Menschen unnötig gefährdet.

Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, nimmt die umfangreiche Beschäftigung mit den möglichen Folgen dann auch noch dem Leben im Hier-und-Jetzt jegliche Qualität. Es drehen sich alle Gedanken nur noch um die potenzielle Katastrophe. Da beneidet dann manch komplexer Mensch, die Unbekümmertheit der Ignoranten.

Wird der Handlungsspielraum als zunehmend enger empfunden, dann ist es an der Zeit am mentalen Zustand zu arbeiten. Jenseits des Realitätschecks brauchen wir Wege, um auf die eigene Seele acht zugeben.

Eine Patentlösung, jenseits von Religion und Co., wird wohl persönlich meist enttäuschend sein. Jeder kann für sich schauen, welche Eckpfeiler in Zeiten der Unsicherheit einen ganz eigenen Rahmen liefern können. Besondere Bedeutung haben hier die Beziehungen, zu den Menschen, die uns am Herzen liegen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #637
K: CNC
Ü:

Tiefvollatmung: Nehmen Sie sich Zeit zum Durchatmen, Seele und Stimme danken es!

Tiefvollatmung: Nehmen Sie sich Zeit zum Durchatmen, Seele und Stimme danken es!

Als Folge richtiger Atmung drückt die Stimme Klarheit, Ruhe oder Stärke aus.

Nehmen Sie sich Zeit zum Durchatmen

 

Gut durchatmen. Körper und Geist genießen das. Als Folge richtiger Atmung drückt die Stimme Klarheit, Ruhe oder Stärke aus. So geht es.

Überblick

 

 

 

 

Einatmen, Ausatmen

 

Die Atmung versorgt uns mit Sauerstoff, beeinflusst darüber hinaus auch unser Wohlbefinden sowie die Gesundheit.

Die meisten Menschen atmen falsch. Hektik und Stress in Berufs- und Privatleben lassen sie zu hastig und zu flach Luft holen. Im Alltag widmen nur wenige Menschen ihrer Atmung Aufmerksamkeit. Weshalb auch, es funktioniert doch ganz von allein, oder?

Viele Menschen atmen, oft ohne es zu wissen, nur mit dem Brustkorb (Hochatmung), während sie die Bauchmuskeln ständig unwillkürlich angespannt halten. Das Schönheitsideal des flachen Bauchs ist eines der Gründe, weshalb manche Menschen zu flach atmen, um nur den Bauch nicht herauszustrecken.

So atmen sehr viele Menschen zu flach. Das hat gleich einige Nachteile. Die Atmung hat Einfluss auf Körper und Geist. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten über die Atmung Einfluss auf die mentale Haltung zu nehmen.

 

 

 

Tiefvollatmung

 

Ein flacher Atem führt auch zu einer flachen Stimme. Für das Sprechen ist mindestens die Bauch- und Zwerchfellatmung erforderlich, weil sie ein tiefes und volles Atmen ermöglicht. Als Folge richtiger Atmung drückt die Stimme Klarheit, Ruhe oder Stärke aus.

Es werden vier Atmungsarten unterschieden, die Brustatmung, die Bauch- und Zwerchfellatmung, die Flankenatmung und die Tiefvollatmung als erstrebenswerte Kombination der drei genannten Bereiche.

Bei der Flankenatmung dehnt ein großer Teil des Körpers sich beim Einatmen aus und zieht sich beim Ausatmen wieder zusammen. Ein deutlich größeres Atemvolumen wird dabei bewegt.

 

 

 

Atemübungen

 

Gute Gelegenheiten die Atmung zu trainieren bieten entsprechende Kurse und auch das Yoga mit den Pranayama Atemübungen.

Hier finden Sie Artikel in denen entsprechende Atemübungen beschreiben:

 

 

 

Anmerkung

 

Viele Redner meinen, es wäre von größter Bedeutung sich auf die Einatmung zu konzentrieren. Die Stimme wirkt dadurch oft gepresst und ängstlich. Tatsächlich ist es zu Beginn einer Rede wichtig,  vor allem gut auszuatmen. Wer zu schnell wieder einatmet, hat oft noch verbrauchte Luft in der Lunge und nicht genügend Raum für frische Luft.

Video

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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. Juli 2018
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #1547
K:
Ü:

Chancen durch den Coronavirus

Chancen durch den Coronavirus

Gestalten statt ...
Prozese optimieren

Chancen durch den Coronavirus?

 

Nein, ich mache mich nicht über die Situation lustig und unterschätze auch nicht die Auswirkungen. Was ich wage, sind Gedanken, was sich im Rahmen der Situation gestalten lässt. Die Nachteile werden wir ohnehin zu spüren bekommen. Da liegt es nahe zu überlegen, wie wir die Zeit nutzen.

Chancen durch den Coronavirus

 

Ernsthaft? Ja! Weder freut mich die Verbreitung des Coronavirus, noch unterschätze ich die Auswirkungen. Bei all den vielen katastrophalen Meldungen, geht es mir schlichtweg darum zu überlegen, ob es Möglichkeiten gibt, selbst an der Gestaltung der Situation teilzuhaben oder sich ihr einfach nur auszuliefern. Jeder hat eigene Wege, um den Irrsinn zu verdauen.

Ob berechtigt oder übertrieben – wer kann das jetzt schon mit Bestimmtheit beurteilen – schränkt der Coronavirus beziehungsweise unser Umgang mit der Situation sehr viele Bereiche weltweit ein.

Anlässlich eines Interviews zum Thema Videokonferenzen zur Vermeidung von Ansteckungen, kam mir die Idee. Dabei ist mir in den Sinn gekommen zu überlegen, ob es nicht Prozesse gibt, die sich in diesem Zusammenhang optimieren lassen. Es geht mir also um Maßnahmen, die auch über diese jetzige Situation hinaus von Vorteil sein können.

 

 

 

1. (Flug-)Reisen

 

Asche über mein Haupt; ich bin viel und früher auch gerne in aller Welt unterwegs gewesen. Gerne habe ich mehrmals im Jahr Freunde und Verwandte an der Ost- und Westküste der USA getroffen. Menschen und Länder zu erkunden hat mich sehr bereichert und so kann es unangemessen klingen, nun aufzufordern weniger zu fliegen. Und würde ich die Unterschiede von früher und heute auflisten, um mich zu rechtfertigen, dann würde ich es eher noch verschlimmern. Doch so weiterzumachen wie es sich entwickelt hat, wäre schade, nicht nur wegen der Umwelt.

Meine engagierte Frau hat mich früh davon überzeugt die privaten Reisen drastisch zu reduzieren. Und auch geschäftlich lassen sich neue Wege beschreiten. Viele Sitzungen finden heute telefonisch oder mit Videounterstützung statt.

 

 

 

2. Homeoffice

 

Einige Unternehmen, haben schon früh einen Teil ihrer Belegschaft bis auf Weiteres zum Arbeiten nach Hause geschickt. Viele weitere Firmen bereiten sich auf diesen Schritt vor.

Es gibt mittlerweile so viele Tätigkeiten die auch zu Hause oder an einem anderen Ort der Wahl ausgeübt werden können. Deshalb fahren dann alleine in Großstädten wie Berlin so viele Menschen morgens und abends quer und viel zu lange durch die Gegend?

 

Anmerkung:

Ja, der soziale Faktor hat durchaus seine Bedeutung. Wir können herausfinden, ob dies nicht auch mit mehr Home-Office-Zeit möglich ist.

Die Befürchtung, die Mitarbeiter würden im Home Office nicht produktiv genug sein, ist für mich ein Hinweis dafür, dass es generell an der Zeit ist miteinander zu reden. Wenn es an Vertrauen fehlt, braucht es grundlegende Veränderungen statt Kontrolle.

 

 

 

3. Messen und Kongresse

 

Auch Kongresse lassen sich virtuell veranstalten und das muss kein Nachteil sein. Es gibt dafür schon recht interessante Konzepte, bei denen auch Interaktionen und Netzwerken möglich sind.

 

 

 

4. Hände geben

 

Ich bin für herzliche Begrüßungen. Das Händegeben ist mir persönlich nicht so wichtig. Es gibt  andere sehr respektvolle Formen der Begrüßung und Verabschiedung. Eine gute Portion Präsenz halte ich für durchaus bereichernder.

 

 

 

5. Weitere Ideen

 

Das war ein schnelles Brainstorming zu den Möglichkeiten die mir spontan in den Sinn sprangen. Von hier aus kann es weitergehen.

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Thema? Haben Sie weitere Ideen, welche Prozesse sich verbessern lassen, wie wir das „Beste“ aus dieser unagenehmen Situation machen können?​

 

 

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Wer Verantwortung übernimmt, nimmt Einfluss, gestaltet! Karsten Noack

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. März 2020
Überarbeitung: 11. März 2020
AN: #637
K: CNC
Ü:

Kreativität fördern: 8 Faktoren mit Einfluss auf die persönliche Kreativität

Kreativität fördern: 8 Faktoren mit Einfluss auf die persönliche Kreativität

Ideen: Einfall oder Zufall?
Wie Sie Kreativität fördern

Was erfordert Kreativität, wie wird sie gefördert?

 

Wie werden Ideen zum Sprudeln gebracht? Einfall oder Zufall? Hier erfahren Sie, wie Sie ganz systematisch Ihre Kreativität fördern.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Ich brauche schnellstens eine Idee, wo ist die Eingebung?

 

Halt mir den Himmel frei.

Iron Man

 

In wenigen Tagen folge ich einer Einladung für eine Keynote-Rede. Eine kurze, sehr wichtige Rede, die den Auftakt für eine kleine Konferenz bildet. So sehr mich das nicht unerhebliche Honorar erfreut, so deutlich spüre ich mitunter den Druck, den ich mir selbst durch den hohen Anspruch meiner Auftraggeber mache. Sie erwarten jedes Mal einen überraschenden Impuls, der sich als roter Faden durch die Veranstaltung ziehen soll. Bisher ist mir das jedes Mal gelungen und daran will ich auch dieses Mal anknüpfen.

Nun darf ich schnellstens einige gute Ideen finden und dann kreativ verweben.

 

 

 

Ideen auf Bestellung: Basieren Ideen auf einem Einfall oder Zufall?

 

Das Wesentliche an jeder Erfindung tut der Zufall, aber den meisten Menschen begegnet dieser Zufall nicht.
Was er Zufall nennt, ist in Wahrheit der Einfall, und der begegnet jedem, der für ihn wach und bereit ist.

Friedrich Nietzsche

 

Einfach nur warten, bis sich eine Eingebung sich meldet?

Kreativität entsteht vorzugsweise im spielerischen Raum und der ist großzügig. Doch in der Praxis gestaltet sich das meist anders, da werden Lösungen schnellstens gebraucht, jetzt oder zumindest bald! Das kennen viele Menschen; Ideen werden dringend benötigt und das auch noch unter empfundenem Zeitdruck. Der Puls beschleunigt, der Adrenalinspiegel steigt, und die Nerven sind angespannt. Stress bildet keine ideale Voraussetzung für kreative Höchstleistungen.

 

 

 

Lässt sich Kreativität fördern?

 

Kreativ unter Druck? Wie lässt sich damit umgehen, wie lassen sich die Voraussetzungen für Kreativität beeinflussen? Lernen Sie Methoden und Techniken kennen, mit denen Sie selbst in schwierigen Alltagssituationen gute Ideen und Lösungen finden. Überhaupt; welche Faktoren begünstigen Kreativität?

 

Lässt sich Kreativität fördern?

 

Es ist leichter, Kreativität durch eine Veränderung äußerer Bedingungen zu fördern als durch den Versuch, das Individuum zu kreativerem Denken anzuregen.

Mihaly Csikszentmihalyi

 

Lernen Sie Methoden und Techniken, mit denen Sie selbst in schwierigen Alltagssituationen gute Ideen und Lösungen finden. Sorgen Sie für förderliche Bedingungen.

 

Für jene, die Einfälle nicht dem Zufall überlassen wollen, habe ich einige Übungen und Kreativitätstechniken beschrieben. Der Kreativität lässt sich darüber hinaus zusätzlich auf die Sprünge helfen, indem für förderliche äußere und innere Bedingungen gesorgt wird. So wird die Ausbeute quantitativ und qualitativ verbessert. Eine Portion Mentaltraining wirkt dabei Wunder.

Kreativität fördern

8 Faktoren, die Einfluss auf die persönliche Kreativität haben

 

 

1. Tageszeitliche Schwankungen

 

Die tageszeitliche Schwankung der Körperfunktionen bedingt, dass wir zu bestimmten Tageszeiten einfallsreicher oder eher eingeschränkt sind. Wir durchlaufen zahlreiche Zyklen, es geht hoch und runter. Eine davon ist der ultradiane Zyklus, bei dem Aktivität und Regeneration sich alle 90 bis 120 Minuten abwechseln. Ultradiane Rhythmen sind natürliche körperliche und seelische Zyklen, die sich mehrmals täglich wiederholen und die unter anderem auch unsere Leistungsfähigkeit, unsere Kreativität und unser Wohlbefinden beeinflussen.

Anstatt diese Zyklen zu ignorieren, beziehungsweise stolz darüber zu sein, sie zu bekämpfen, gilt es sie zu erkennen und zu nutzen. Sie haben einen guten Grund und stellen keine Fehlfunktion dar.

 

 

 

2. Ernährung

 

In unserer modernen Gesellschaft ist es leicht zu oft und zu viel zu essen. Besonders kreativ sind wir aber gerade dann, wenn wir etwas hungrig sind. Ein prall gefüllter Bauch sorgt dafür, dass Körper und  Geist genügend Beschäftigung haben.

 

 

 

3. Umgebung

 

Die physikalische Umwelt wirkt auf uns ein. Die Raumtemperatur, Lichtintensität, Geräuschpegel, Gerüche, die Architektur der Räume beeinflussen uns. Welche Inspiration geht von den Orten aus, an denen wir uns aufhalten? Gerade Büro- und Besprechungsräume liefern allzu oft nicht den möglichen Beitrag.

Besondere Beachtung hat hier der Arbeitsplatz verdient. Wir benötigen für die Entfaltung unserer Potenziale Sicherheit und diese Sicherheit finden wir dort, wo wir uns heimisch fühlen.

Ich persönlich bevorzuge einen Raum, aus dem ich hinausschauen kann. Der Blick über die Stadt regt meine Fantasie an. Und wenn ich beispielsweise mit einem Entwurf für eine Präsentation nicht vorankomme, wechsle ich hinüber zum Zoo oder in das Aquarium. Der Ortswechsel führt mich dann gedanklich wieder auf eine neue Spur.

 

 

 

4. Werkzeuge

 

Sowohl eher klassische Werkzeuge wie Karten, Flipchart etc. als auch unkonventionelle liefern Inspiration und helfen der Kreativität unter die Arme, indem weitere Sinne mit einbezogen werden.

Mit dem Wechsel der Werkzeuge und der Medien kommen zusätzliche Perspektiven hinzu. Bei einem mündlichen Austausch sind andere Schwerpunkte wahrscheinlicher, als bei einer schriftlichen oder einer grafischen Aufbereitung. Wer Bausteine verwendet, begreift, während virtuelle Modelle Einblicke fördern. Gerne bringe ich Ideen mit Tinte auf das Papier. Diese Texte weichen oft sehr von denen am Computer ab. Sie ergänzen sich.

Ich erinnere mich an eine Designerin, die darauf bestand, auf Rechnung des Unternehmens Ihren Tisch mit Spielzeugen in Beschlag zu nehmen. Die Ergebnisse gaben ihr recht.

 

 

 

5. Menschliche Kontakte

 

Die Interaktion mit anderen Menschen wirkt sich auf kreative Prozesse wesentlich aus. Daher sind Orte, an denen der Austausch gefördert wird, so hilfreich. Mangelnder Kontakt zu anderen Menschen lässt kreative Potenziale verkümmern. Wir profitieren von Zuhörern, Gleichgesinnten, Andersdenkenden, Kritikern, Träumern, Realisten, Provokationen.

 

 

 

6. Haltung

 

Die innere Haltung hat maßgeblichen Einfluss auf die Fähigkeit, kreativ zu sein. So wirken die Überzeugungen, die jemand über sich und die Welt gebildet hat, wie Filter. Ein Regelwerk, an dem wir uns orientieren, ohne uns darüber bewusst sein zu müssen.

Manche Menschen halten sich von Hause aus nicht für kreativ, andere driften bei Denkprozessen sehr schnell ins Negative. Letztere finden recht schnell Gründe, warum etwas nicht geht, anstatt ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Sie beenden die Suche, noch bevor sie richtig angefangen haben.

Mir hilft Musik dabei unterschiedliche Stimmungen zu fördern.

 

 

 

7. Motivation

 

Ohne Motivation sind Menschen selten kreativ. Kreativität lässt sich nicht vorschreiben. Das Gegenteil zeigt sich; gerade bei kreativen Menschen ist die intrinsische Motivation entscheidend. Überbewertete extrinsische Faktoren, wie ein gutes Gehalt oder Arbeitsplatzsicherheit spielen in der Praxis eine untergeordnete Rolle.

Wichtige Motivationsfaktoren für die Kreativität sind hingegen intellektuelle Herausforderungen und Freiräume bei der Arbeit. Lösungsideen für schwierige Probleme zu finden, kreativ zu sein und dafür Anerkennung zu bekommen steigert die Motivation.

Viel zu viele gute Ideen verkümmern und geraten in unverdiente Vergessenheit, weil sich niemand ihrer annimmt und sie voranbringt. Das demotiviert die Ideengeber. Ein weiterer Grund, weshalb es sich lohnt Ideen zur Beachtung zu verhelfen und Kommunikation- und Präsentationsfähigkeiten zu fördern.

 

 

 

8. Kultur

 

Damit Kreativität sich entfaltet, braucht es ein Umfeld in dem neue Ideen auch tatsächlich willkommen sind. Erst, wenn Kreativität Teil der jeweiligen Kultur und gelebt wird, haben auch anfangs noch zarte Ansätze eine Chance.

Noch immer gilt in vielen Bereichen übertriebene Angst vor unbequemen Lernerfahrungen. Schade, denn Fehlerkultur, die Angst provoziert, wirkt lähmend. Dann werden Potenziale ignoriert und Fehler unter den Teppich gekehrt. Solche Ignoranz mag bequem erscheinen. Aus den Augen aus dem Sinn. Doch das gilt nur für den Moment, denn auch ignorierte Problem bestehen und schaden weiterhin.

Aufgedeckte Fehler bergen hingegen ein großes Potenzial, wenn sie die verdiente Aufmerksamkeit erhalten und so zu bessere Lösungen führen. Doch dazu müssen sich Menschen sicher genug fühlen, um Fehler machen zu dürfen. Erst dann trauen sie sich, sie aufzudecken, sich kreativ dafür einzusetzen, dass sie behoben werden und dass daraus gelernt wird.

 

 

 

Setzen Sie sich für Kreativität ein

 

Ohne Fantasie ist das Leben wie ein Bild ohne Farbe. Achten Sie gut auf sich und diejenigen, deren Kreativität Sie fördern wollen. Schaffen Sie die Voraussetzungen, denn es lohnt sich!

 

 

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P.S.

 

Wie fördern Sie Kreativität? Welche inneren und äußeren Bedingungen machen Kreativität leichter?

Artikel

Das erste Angebot bei Verhandlungen: annehmen oder nachverhandeln?

Solltest du das erste Angebot annehmen? Erfahre, wann Nachverhandeln sinnvoll ist, wie du Angebote bewertest und souverän bessere Entscheidungen triffst.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 25. Mai 2007
Überarbeitung: 19. Februar 2019
AN: #49415
K:
Ü: X

Atemübung: Während der Rede nicht das Atmen vergessen!

Atemübung: Während der Rede nicht das Atmen vergessen!

Überzeugende Präsentationen mit überzeugender Stimme
Atmentechniken - Karsten Noack Training & Coaching Berlin

Atemübungen bei Lampenfieber

 

Wenn sich während der Präsentation die Schmetterlinge im Bauch melden helfen Atemübungen. Worauf Sie bei Ihrer Atmung achten sollten, wenn Sie zu Lampenfieber bei Auftritten wie Reden und Präsentationen neigen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Mit der Atmung die Schmetterlinge im Bauch besänftigen

 

Viele Redner kennen das: Sie wollen mit Ihrer Präsentation beginnen und auf einmal melden sich die Schmetterlinge im Bauch. Und zwar andere als die, die sich in den Bäuchen Verliebter tummeln. Auf das, was da vom Reptiliengehirn mit der Körperchemie veranstaltet wird, könnten sie gut verzichten. Lampenfieber ist keine Freude.

Ja, darauf legen die meisten Redner wenig Wert, und doch gehört es in vielen Fällen dazu; die weichen Knie, dieses kribbelige Gefühl im Bauch, wenn es Ernst wird. Würde eine versteckte Kamera sie aufnehmen, könnten sie später mit hoher Wahrscheinlichkeit sehen, dass sie bei solcher Nervosität die Luft anhalten oder sehr unwirksam atmen. Das hat einen Grund. Die Atmung ist mit unseren Gedanken und Gefühlen verknüpft. Der Reflex, die Luft anzuhalten, ist der Versuch sich der Situation zu entziehen beziehungsweise die Situation unter  Kontrolle zu bekommen. Die Absicht mag gut sein, die Folgen nicht.

Erstens gibt es keine vollkommene Kontrolle und außerdem führt der Versuch sich von einer Situation abzugrenzen auch dazu, dass der Kontakt zur eigenen Mitte, zum Gleichgewicht, zu den vorhanden Stärken und Erfahrungen verloren geht. Und damit auch Ihre Spontaneität und der Kontakt zum Publikum. Der roten Faden wird gekappt!

 

Einatmung wird aus gutem Grund auch Inspiration genannt.

 

 

 

Ganzkörperatmung hilft

 

Achten Sie auf eine unterstützende Atmung. Die meisten Menschen atmen sehr flach, wenn sie sich gestresst fühlen. Wenn Sie schlecht atmen, haben Sie nicht genug Unterstützung für Ihre Stimme. Für eine volle, tragfähige Stimme brauchen Sie die Bauchatmung, besser noch eine Ganzkörperatmung.

Wenn Sie eine Hand auf Ihren Bauch legen und die Bewegung der Bauchdecke beobachten, bekommen Sie ein deutlicheres Gefühl dafür. Einatmen – Ausatmen – Ruhepause. So verläuft der natürliche Atemrhythmus. Beim Einatmen wölbt sich der Bauch nach außen, die Flanken weiten sich, und beim Ausatmen fallen sie wieder sanft zusammen. Wie eine Welle strömt die Luft ungehindert durch den ganzen Körper.

 

 

Atemübung:

 

  1. Beobachten Sie, ob Sie gut atmen oder wann Sie die Luft anhalten.
  2. Atmen Sie flach oder halten die Luft an, dann legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch und lassen Sie den Atem bis in den Bauch strömen. Das klingt zwar leichter, als es für manche Menschen ist, doch es lohnt sich. Bisweilen ist etwas Übung erforderlich und professionelle Hilfe kann hier helfen.
  3. Bevor Sie Ihre Rede beginnen starten Sie mit vorbereiteten Ritualen. Dazu gehören für Sie passende Atemübungen.
  4. Erst, wenn Sie wirklich bereit sind beginnen Sie Ihre Rede. Senden Sie Ihre Stimme laut und deutlich in jeden Bereich des Raumes, bis hinein in den letzten Winkel.

 

 

Es ist und bleibt ein Glück, vielleicht das Höchste, frei atmen zu können.

Theodor Fontane

 

 

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P.S.

 

 

Haben Sie Erfahrungen mit Atemübungen?

 Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen. Francois de La Rochefoucauld

Artikel zur Atmung

Nutzen Sie die Atembremse als Atemtechnik bei Lampenfieber und Stress

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2015
Überarbeitung: 4. Februar 2020
AN: #21485

24+ Problemlösemethoden

Problemlösemethoden

Jedes Problem, das ich löste, wurde zu einer Regel, die später dazu diente, andere Probleme zu lösen. – René Descartes

Problemlösungsmethoden

 

„Wenn du dein Problem lösen kannst, wozu dann Sorgen machen? Und wenn du es nicht lösen kannst, wozu dann Sorgen machen?“, meinte Shantideva (externer Link zu Wikipedia, falls Sie wissen wollen, wer das war.). Über Probleme und konstruktive mentale Haltungen haben einige Köpfe gegrübelt. „Kein Übel ist so schlimm wie die Angst davor“, meinte Seneca. Auch das ist ein wichtiger Hinweis, schließlich warten im Leben einige Hindernisse darauf gemeistert zu werden – ob wir sie nun Probleme oder Herausforderungen nennen. Vor einem Problem wegzulaufen vergrößert nur die Entfernung zur Lösung. Das Leben liefert uns Situationen, in denen wir trainieren können. Hier sind einige Problemlösemethoden für den professionellen Einsatz.

 

Überblick

 

 

 

 

Problemlösemethoden

 

Als Problemlösemethoden werden Arbeitstechniken und Arbeitsmethoden genannt die der Lösung einer Aufgabe oder eines Problems dienen. Kreativitätstechniken werden auch synonym als Problemlösemethoden bezeichnet.

 

Beispiele für Problemlösungstechniken:

 

  1. 6-3-5-Methode
  2. Anonymes Brainstorming
  3. Bisoziation
  4. Brainstorming
  5. Brainwriting
  6. Clustering
  7. Didaktisches Brainstorming
  8. Destruktiv-konstruktives Brainstorming
  9. Imaginäres Brainstorming
  10. Karten-Methode
  11. Kollektives Notizbuch
  12. Kreativitätsanker
  13. Mind Mapping
  14. Open Space
  15. Osborn-Checkliste
  16. Reizworttechnik
  17. Scamper
  18. Sechs Perspektiven
  19. Synektik
  20. Umkehrmethode
  21. Visualisierung
  22. Walt-Disney-Strategie
  23. Wunderfrage
  24. Zukunftswerkstatt

Video

Vom Problem zur Lösung

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Ergänzende Artikel

 

P.S.

 

Was kommt Ihnen zu Problemlösemethoden in den Sinn? Wie gehen Sie an die Lösung und worauf gilt es zu achten?

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2012
Überarbeitung: 1. Januar 2020
AN: #333
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