Öffne der Veränderung deine Arme, aber verliere dabei deine Werte nicht aus den Augen. –Dalai Lama

Wie steht es mit den persönlichen Werten bei Veränderungen?

Tagesmotto*
Schritte
Öffne der Veränderung deine Arme, aber verliere dabei deine Werte nicht aus den Augen. –Dalai Lama

Veränderungen und Werte

 

Wie können wir uns konstruktiv Veränderungen widmen und dabei uns und unseren Werten treu bleiben?

Veränderungen

 

Einige Veränderungen begrüßen wir, andere missbilligen wir. Doch so oder so; sie finden statt und unser Einfluss hat Grenzen. Also wird vielerorts dafür geworben, sich auf Veränderungen so gut wie möglich einzustellen.

 

 

 

Ja, und?

 

So gut Anpassungsfähigkeit ist, so wesentlich ist es dabei, die relevanten Werte zu berücksichtigen. Wer die eigenen Werte kennt, kann sie besser bei Entscheidungen einbeziehen. Werte wollen immer wieder erkundet und die Prioritäten geklärt werden.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Tagesmotto? Was bedeutet konstruktiver Umgang mit Veränderungen und welche Rolle sollten Werte dabei spielen?

 

 

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Artikel

Integrität: Werte leben, wenn es darauf ankommt

Integrität zeigt sich dort, wo Werte etwas kosten. Erfahre, was Integrität bedeutet und wie du Entscheidungen triffst, die zu deiner Haltung passen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 15. Mai 2021
AN: #758
K: CNC
Ü:

Selbstbestimmung. Leichter gesagt als getan?

Selbstbestimmung. Leichter gesagt als getan?

Wieso, weshalb, warum, wo fängt Selbstbestimmung an, wo hört sie auf?
Selbstbestimmung

Wo fängt Selbstbestimmung an, wo hört sie auf?

 

Selbstbestimmung erfordert nach freiem Willen über das eigene Leben entscheiden zu können. Wo fängt Selbstbestimmung an, wo hört sie auf?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Selbstbestimmung

 

Wer mit dem Leben spielt,
Kommt nie zurecht;
Wer sich nicht selbst befiehlt,
Bleibt immer ein Knecht.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Selbstbestimmung erfordert, nach freiem Willen, über das eigene Leben entscheiden zu können. Synonyme sind Entscheidungsfreiheit, Autonomie, Entscheidungs-Autonomie, Ungebundenheit und Unabhängigkeit.

Das Selbstbestimmungsrecht ist ein für alle mündigen Menschen wesentliches Recht. Es ist unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität, Religion. Risiken für die Selbstbestimmung sind Manipulation, Fremdbestimmung und Unterdrückung. Viele externe Interessen konkurrieren mit eigenen Bedürfnissen. So ist es eine lebenslange Aufgabe auf sich achtzugeben.

 

 

 

Selbstbestimmung scheint nicht so einfach zu sein

 

In der Praxis haben viele Menschen ein eher zwiespältiges Verhältnis zur Selbstbestimmung.

Manche Menschen übernehmen keine Selbstverantwortung, weil sie davon ausgehen zu machtvollen äußeren Kräften ausgeliefert zu sein. Ob das im jeweiligen Kontext berechtigt sein mag, ist eine Sache, konstruktiv ist es nicht. Es dient auch leicht als Ausrede, um ansonsten für wichtig empfundene Werte nicht zu leben.

Andere neigen dazu ihre Bedürfnisse hinten anzustellen und nehmen sich soweit zurück, dass von Selbstbestimmung nicht die Rede sein kann. Es kann am Wunsch liegen es anderen Menschen Recht zu machen, an Manipulation und Ängsten,

 

 

 

Wie weit darf Selbstbestimmung gehen?

 

Für Selbstbestimmung ist nicht nur der Freiraum des möglichen Handelns grundlegend, sondern vor allem die Bereitschaft Möglichkeiten nicht auszuschöpfen.

 

Ja, Selbstbestimmung ist ein Grundrecht. Doch die Ausübung des persönlichen Selbstbestimmungsrechts hat Grenzen. Es darf nicht dazu führen, dass durch dessen Ausübung wiederum andere Menschen in deren persönlichen Selbstbestimmungsrecht einschränkt werden. Das Recht zur Selbstbestimmung ist keinen Freifahrtschein für Egoisten. Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo die Freiheit des anderen Menschen unangemessen eingeschränkt wird. Die Beurteilung, wann das der Fall ist, ist in der Praxis allerdings nicht immer so einfach. Hier ist die Gesellschaft gefordert für Orientierung und Schutz zu sorgen. Jeder Einzelne ist aufgefordert sich eine Meinung zu bilden, sich einzubringen und eigenverantwortlich zu handeln. Selbstbestimmung ist zwingend mit Selbstverantwortung zu kombinieren. So ist für Selbstbestimmung nicht nur der Freiraum des möglichen Handelns, sondern vor allem die Entscheidung Möglichkeiten nicht auszuschöpfen so grundlegend.

Emmanuel Kant fordert in seiner Ethik, dass der Mensch seiner Würde verpflichtet ist und setzt diese mit seiner Vernunft gleich. Sittliches Handeln sei auf der Würde eines von Vernunft gesteuerten Wesens begründet, das nur den selbst verordneten Gesetzen gehorcht. Der zu Berühmtheit gelangte kategorische Imperativ lautet:

Handle nur nach der Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde!

Es handelt sich um das ethische Prin­zip der kantschen Philosophie. Es ist schon ein paar Jahre alt und doch so richtig.

 

 

 

 

Voraussetzungen für Selbstbestimmung

 

Bestimme dich aus dir selbst, meinte Friedrich von Schiller. Nur wie? Selbstbestimmung setzt voraus, dass wir uns über unsere eigenen Ziele im Klaren sind; was wir wollen beziehungsweise, was wir nicht wollen. Um ein tatsächlich selbstbestimmtes Leben führen zu können kommt früher oder später der Moment, sich mit der persönlichen Bestimmung (Lebensziel, Berufung, Mission) auseinanderzusetzen, herauszufinden, was für ein erfüllendes Leben erforderlich ist. Selbstbestimmung setzt eine klare Zielsetzung voraus und die erforderlichen Mittel, sie zu verfolgen. „Die erste Handlung der Selbständigkeit eines Menschen ist der Entwurf eines solchen Lebensplans.“, forderte schon Heinrich von Kleist.

Ein entsprechendes Selbstbewusstsein hilft dabei Selbstverantwortung an den Tag zu legen, Entscheidungen frei zu treffen und den Mut zu haben sie umzusetzen. Das erfordert, die Meinungen anderer Menschen nicht über die eigenen Bedürfnisse zu stellen. Leben aus eigenem Antrieb ist erfüllender, als fremdgesteuert ausgeliefert hin und her geschoben zu werden.

Damit Selbstbestimmung funktionieren kann, erfordert sie Verantwortungsbewusstsein. Erst in der Freiheit erhält die Verantwortung ihre volle Bedeutung.

P.S.

 

Wie wichtig ist Ihnen Selbstbestimmung? Was ist zu beachten?

Artikel zu Visionen

Chancen ergreifen: Trauen statt später bereuen

Chancen ergreifen oder lieber warten? Diese Fragen helfen dir, Risiken realistisch einzuschätzen, Entscheidungsangst zu überwinden und bewusster zu handeln.

Vision

Vision

Sammlung von Gedanken und Artikel rund um das Thema Vision.

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Wir brauchen mehr Debatten in Deutschland. Deutschlands Diskussionskultur ist zu müde.

Wir brauchen mehr Debatten in Deutschland. Deutschlands Diskussionskultur ist zu müde.

Diese Fülle an Informationen lässt sich nur noch bedingt verdauen. Wann auch, wenn es ohne Unterlass und Qualitätssicherung geschieht? Allzu oft werden dabei deshalb Informationen unreflektiert aufgenommen und weitergegeben. Masse statt Klasse, das Grundrauschen ist so derartig laut, das wesentliche Informationen kaum noch als solche erkannt werden.

Und wie sieht es in den Denbatten aus? Interessante Reden sind anders. Schade, Alltag sind langweilige oder bestenfalls hysterische Auftritte.

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Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Abraham Maslow Bedürfnisspyramide

 

Nur so zu Erinnerung, in welcher Beziehung die menschlichen Bedürfnisse in der Bedürfnisspyramide nach Abraham Maslow stehen:

Abraham Maslow Bedürfnisspyramide
Für Selbstbestimmung ist nicht nur der
 Freiraum des möglichen Handelns grundlegend,
 sondern vor allem die Bereitschaft
Möglichkeiten nicht auszuschöpfen. Karsten Noack

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 6. Januar 2017
Überarbeitung: 14. Juli 2019
AN: #87813
K: CNB
Ü:

So kommen Sie zu guten Entscheidungen!

Gute Entscheidungen erfordern Wahlfreiheit, brauchbare Optionen

Coaching & Training in Berlin: damit Sie besser entscheiden können (Nein, keinerlei Rechtsberatung!)
Entscheidungen - Karsten Noack Training & Coaching Berlin

Gute Entscheidungen

 

Nur zweitklassige Optionen stehen zur Auswahl? Oder jemand behauptet, sein Weg ist alternativlos? Manchmal scheint es so, als wenn wir keine Wahl haben. Viel besser ist es dann auch nicht, wenn wir uns für eine von zwei Möglichkeiten entscheiden müssen. Es fühlt sich dann nicht so an, als wenn wir eine Wahl haben. Was tun?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Wahlfreiheit braucht Alternativen

 

Wenn du die Wahl hast zwischen zwei Übeln, wähle keines von beiden.

Charles Spurgeon

 

 

 

 

Andauernd gibt es Entscheidungen zu treffen

 

Optionen liegen auf dem Tisch und warten auf darauf, gewählt zu werden. Nicht immer sticht dann ein eindeutiger Favorit ins Auge, nicht immer ist eine Entscheidung so klar und einfach zu treffen. Dann bleibt die Festlegung eine Absichtserklärung für morgen.

Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung! Aber was ist mit der Basis der Entscheidungsfindung, wenn noch keine relevanten Optionen auf dem Tisch liegen?

Was dann? Je mehr Wahlmöglichkeiten Menschen haben, desto mehr Freiheit verspüren sie, zumindest wenn sie den Eindruck spüren den Überblick zu haben und die beste Wahl treffen zu können. Zugegeben: Eine unüberschaubare Anzahl an Auswahlmöglichkeiten hat auch negative Auswirkungen auf Menschen. Zu viel Optionen wirken lähmend anstatt befreiend. Bei zu vielen Optionen aus den gewählt werden kann, fällt es den meisten Menschen sehr schwer sich überhaupt noch zu entscheiden. Außerdem bleibt oft das Gefühl, sich im Zweifelsfall falsch entschieden zu haben. Das reduziert leider auch die Zufriedenheit nach der Wahl.

Augen und Ohren auf: Mit Kreativität geht es leichter für weitere Optionen zu sorgen. Vor allem, wenn bisher nur zweitklassige Optionen zur Auswahl stehen, ist es Zeit für eine der zahlreichen Kreativitätstechniken.

 

 

 

Von wegen alternativlos

 

Nichts auf der Welt ist zwangsläufig, außer der Abfolge von Tag und Nacht.

Helmut Schmidt

 

Wer „alternativlos“ sagt, meint damit überwiegend, dass jegliche weitere Diskussion unerwünscht ist und sogar negative Folgen haben kann. Die Killerphrase klingt oft wie eine Drohung. Führende Politiker verwenden diese Form der Manipulation häufiger und verstoßen dabei gegen Grundsätze lebendiger Demokratien. Da soll auf diese manipulative Weise eine Grenze gezogen werden, ein Tabu soll Diskussionen beenden. Schluss, Aus, Ende der Diskussion. Von wegen; das Totschlagargument ist für aufgeklärte Beobachter eher ein Signal, noch genauer hinzusehen. Gerade das sind dann Momente, in dem besondere Wachsamkeit gefordert ist, um herauszufinden was hier weshalb erreicht werden soll.

Woran es mangelt, ist nicht die Alternative, sondern der Wille, den Schleier zu lüften. Meist lassen sich mit etwas Nachdenken ernstzunehmende weitere Handlungsmöglichkeiten finden. Viel besser als ein Denkverbot ist es klar zu sagen, welche Vor- und Nachteile mit einer Handlungsmöglichkeit verbunden sind, und so eine offene Diskussion zu führen.

Alternativlos? Das Wort kommt im konstruktiven Umfeld raus aus dem Vokabular, dafür geht es dort mit hochgekrempelten hinein in kreative Prozesse. Oft genug können wir den Wald wegen all der vielen Bäume nicht erkennen. Dann ist höchste Zeit für den Perspektivwechsel beziehungsweise die Perspektiverweiterung. Interessiert? Na, dann ran ans Werk!

 

 

 

Entscheidungen ohne Wahlmöglichkeiten?

 

Wahlfreiheit, aber nichts, woraus man wählen könnte? Manchmal scheint es so, als wenn wir im besten Fall theoretisch eine Wahl haben. Bei zwei Optionen sollte es sich doch eher nach Wahlmöglichkeit anfühlen.

Mit Kreativität geht es leichter. Vernünftige Entscheidungsfindung braucht Wahlfreiheit.

 

 

 

Zwischen den Optionen A oder B wählen?

 

Wahlfreiheit und Entscheidungsfindung: Dann nehme ich Option C

 

Viel besser ist es dann allerdings auch nicht, wenn wir uns für eine von zwei gleichwertig guten oder schlechten Möglichkeiten entscheiden müssen. So zwischen den Stühlen fühlt es sich dann nicht so an, als wenn wir eine Wahl haben. Die eingeschränkten Wahlmöglichkeiten sorgen eher dafür, dass wir uns unter Druck gesetzt bzw. ausgeliefert fühlen. Tun oder lassen, A oder B, das EINE oder das ANDERE, Regen oder Traufe? Das damit verbundene Gefühl ist ein Signal dafür, dass wir uns in die Ecke gedrängt fühlen und dringend weitere Optionen benötigen. Meist benötigen wir mindestens 3 Optionen, um so etwas wie den Eindruck von Wahlfreiheit zu haben. Manchmal genügt es, den Zwiespalt zwischen A und B zu füllen. Ein anderes Mal ist es zielführender, die vertrauten Wege hinter sich zu lassen und auf der grünen Wiese neu mit den Gedankenspielen zu beginnen.

 

 

 

Wahlfreiheit benötigt Alternativen

 

Schön gesagt, aber woher nehmen und nicht stehlen? Mögliche Quellen für Optionen sind Gespräche mit guten Zuhörern aus dem persönlichen Umfeld oder ein professioneller Coach. Letzterer kennt dann auch eine Reihe hilfreicher Techniken, mit denen sich zusätzliche Perspektiven nutzen, Ideen gewinnen und Optionen bewerten lassen. Oder Sie nutzen eine der zahlreichen Kreativitätstechniken. Mitunter genügt schon ein räumlicher und zeitlicher Abstand, für den Überblick. Ja, der Wald versteckt sich gerne hinter all den Bäumen.

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

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Wie kommen Sie zu guten Entscheidungen?

Wer "alternativlos" sagt, ist nur einfallslos.

Artikel

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So eine Milchmädchenrechnung muss nichts mit Lebensmitteln zu tun haben. Sie ist auch in Unternehmen, in der Politik und im Privatleben zu finden. Schön sind die Folgen selten. Wenn wir die Welt verändern wollen, ist es Zeit in Zusammenhängen zu denken und zu handeln. Das mag manch einem Menschen zu unbequem sein, doch was sind die Alternativen?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 14. November 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #6567
K: CNA
Ü:

Jahreshalbzeit! Und was machen wir jetzt mit dem Rest?

Jahreshalbzeit, was machen wir jetzt mit dem Rest? Hier ein paar Tipps!

Noch kann es ein hervorragendes Jahr werden. Wie wäre es mit ein paar Anregungen?

 

Durchstarten - NOACK Coaching & Training Berlin

Es sind noch einige Monate des Jahres übrig

 

Das 1. Halbjahr ist vorbei. War es erfolgreich, gibt es für das 2. Halbjahr etwas zu lernen? Wie geht es weiter?

Überblick

 

 

 

 

 

Es ist noch etwas übrig vom Jahr

 

Wie steht es mit dem Jahresziel? Noch kann es ein hervorragendes Jahr werden, denn es sind noch einige Tage übrig vom Jahr. Also ran ans Werk. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

 

 

 

Wendepunkt

 

Der 1. Juli ist für das Jahr, wie der Mittwoch für die Arbeitswoche. Und bevor ich dazu Post bekomme; genau genommen wäre es der 21. Juni mit der Sommersonnenwende. Aber wer will schon als Erbsenzähler gelten?

Also: Bergfest, es ist Jahreshalbzeit! Zwischenstand, Rückblick, Ausblick.

Erinnern Sie sich noch an den letzten Jahreswechsel? Hatten Sie sich gute Vorsätze gesetzt? Was ist daraus geworden? Das erste Halbjahr ist vorbei, die Tage werden kürzer und der Countdown bis zum nächsten Jahreswechsel läuft. Wenn das kein geeigneter Moment für eine Zwischenbilanz ist. Blick in den Rückspiegel: Wo zwischen Das Kind ist schon in den Brunnen gefallen und Jahresplansoll übererfüllt stehen die Projekte?

Gute Vorsätze sind eine prima Sache. Es lassen sich dicke Bücher und großformatige To-Do-Listen mit ihnen füllen. Auf riesigen Plakaten machen sie sich gut über dem Schreibtisch und manchmal werden sie sogar realisiert. Allzu oft enden sie jedoch als Wegbepflasterung.

Es ist aber auch nicht immer so einfach. Vor allem den passenden Moment zu erwischen scheint manchmal komplizierter als die Lösung einer Differenzialgleichung. Fehlen in der Gleichung die Faktoren Zeit und Motivation geht sie nicht auf, dafür tauchen sehr gerne ungünstige Umstände auf und schon geht sie nicht mehr auf. Verpasst!

Ich trage wohl ein paar Eulen nach Athen, doch bekanntlich ist Wissen und Handeln ja nicht zwangsläufig miteinander verehelicht. Wenn es daher nicht so bei der Umsetzung Ihrer Ziele klappt, dann prüfen Sie doch einmal folgende Punkte:

1. Waren die Ziele smart genug?

 

Haben Sie Ihre Ziele wirklich klar und eindeutig genug formuliert? Die Kriterien für smarte Ziele finden Sie im Artikel SMARTe Ziele.

 

 

 

2. Haben Sie zu schnell aufgeben?

 

Typischerweise sind viele Menschen am Anfang eines Vorhabens hoch motiviert ihre guten Vorsätze schnellstens umzusetzen. Doch wenn es nicht so recht vorangeht, geht der Schwung irgendwann verloren.

Außerdem ist der Mensch ein Gewohnheitstier. So erstrebenswert Veränderungen sind, für die alten eingefahrenen Verhaltensmuster wird weniger Energie benötigt. Gerade bei Stress kehren wir daher leicht in alte Muster zurück und ohne es zu bemerken, laufen dann wieder die alten Programme ab. Wenn es dann nicht gelingt, den neuen Vorsätzen treu zu bleiben, geben viele Menschen zu schnell auf. Der innere Schweinehund findet dafür dann mehr oder weniger plausible Ausreden, weshalb es besser ist, das Vorhaben fallen zu lassen. Wie so oft; eine Frage guter Entscheidungen!

 

 

 

3. Was braucht es um dranzubleiben?

 

Beharrlichkeit siegt, wenn wir dranbleiben bis eine neue Gewohnheit sich eingeprägt hat. Gewohnheiten sind tief verankert, sodass die dazugehörigen Verhaltensmuster nahezu automatisch ablaufen, ohne, dass wir darüber nachdenken müssen. Es kann mehrere Wochen oder sogar Monate in Anspruch nehmen, um neue Gewohnheiten zu entwickeln. Sind diese Gewohnheiten erst einmal etabliert, wird es deutlich einfacher.

 

 

 

4. Ist das Ziel vielleicht doch nicht so erstrebenswert?

 

Vielleicht lohnt der Aufwand ja doch nicht oder die Nachteile wiegen mehr, als ursprünglich erwartet? Prüfen Sie, ob die Vorstellung das Ziel erreicht zu haben bei Ihnen ein angenehmes Gefühl auslöst. Das sollte es, wenn es ein verlockendes Ziel ist. Und dann erzeugt es auch eine starke Zugkraft, gibt Kraft durchzuhalten. Wenn es das nicht macht, fehlt noch etwas. Oder spüren Sie innere Widerstände?

 

 

 

5. Sind innere Widerstände aufgetaucht?

 

Da hilft kein Ignorieren; Bedenken und negative Überzeugungen nagen weiter an einem. Besser ist es sie ernst zu nehmen und sie zu klären. Auch hinter Selbstsabotage steckt letztlich eine positive Absicht, die berücksichtigt werden will. So richtig Gasgeben können Sie nur dann, wenn Sie die zweifelnden, zögernden inneren Anteile mit ins Boot nehmen.

 

 

 

6. Und was machen wir jetzt mit dem Rest?

 

Was wollen wir am Ende des Jahres erzählen, was erlebt haben? Noch können wir es beeinflussen. Wie wird dieses Jahr zu einem Jahr, an das wir uns später gerne erinnern?

Wie wäre es das zweite Halbjahr zu nutzen und den guten Vorsätzen eine verdiente Chance geben? Das ist doch bestimmt besser, als bis zum 1. Januar zu warten, oder?

Anregungen

 

Hier ein paar Anregungen für eine konstruktive Gestaltung.

 

1. Was ist in diesem Jahr bisher gut gelaufen?

 

Wo wollen Sie anknüpfen? Was tut Ihnen gut? Überhaupt; feiern Sie die Erfolge, das Leben!

 

 

2. Was hat in diesem Jahr noch nicht so gut gelaufen?

 

Sind da noch Potenziale? Dann wissen Sie mit Blick auf diese Liste, wo noch etwas zu holen ist. Und wenn die Liste kurz ausfällt, dann lässt sich damit auch gut leben, oder?

 

 

3. Was können Sie ich aus den bisherigen Erfahrungen lernen?

 

Gibt es noch hilfreiche Einblicke, die Sie aus den Lektionen gewinnen können und was machen Sie damit?

Was hat Sie bisher gebremst und wie lässt sich das positiver gestalten?

 

Intelligenz ist die Fähigkeit aus Erfahrungen zu lernen.

 

 

4. Was wollen Sie beibehalten, was verändern, was beenden?

 

Der beste Plan lebt von guter Steuerung. Manchmal ist es auch besser einzelne Herausforderungen zu vertagen oder zu beenden und die Prioritäten zu berücksichtigen. Dann bekommen die wichtigsten Ziele mehr Aufmerksamkeiten.

 

 

5. Zukunftsgestaltung

 

Welche Berücksichtigung findet all das in Ihrer Planung für die Zukunft, Ihre Vision und Mission? Was wollen Sie damit erreichen und wie wird Ihr Leben sein, wenn Sie es erreicht haben. Denken Sie in erfüllenden Szenarien. Nutzen Sie entsprechende Techniken, wie Mentaltraining, um es möglichst intensiv zu erleben.

 

 

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P.S.

 

Was machen wir jetzt mit dem Rest des Jahres?

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 1. Juli 2007
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:X

Erfolg: Wissen, welche Fähigkeiten zukünftig gefragt sind, um im Wettbewerb zu bestehen

Erfolg: Wissen, welche Fähigkeiten zukünftig gefragt sind, um im Wettbewerb zu bestehen

Kompetenz zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Es geht gegebenenfalls auch ohne Glaskugel.

Wissen was zukünftig gebraucht wird

 

Erfolg basiert darauf Kompetenz zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort anbieten zu können. Aber wer sagt einem, was gefragt sein wird?

 

 

Woher soll ich denn vorher wissen, was in der Zukunft gebraucht wird?

Wenn Erfolg darauf basiert Kompetenz zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort anbieten zu können, ist das dann ein Faktor, der vollkommen dem Zufall ausgeliefert ist, also außerhalb der eigenen Einflusssphäre liegt?

Im Nachhinein sind wir oft schlauer. Genauer; im Nachhinein erkennen wir leichter, was wir vorher übersehen haben. Und vieles ist durchaus absehbar. So einige Tendenzen zeichnen sich schon früh ab. So manches Mal sorgen allerdings das Wald-vor-lauter-Bäumen-nicht-sehen-Phänomen und vor allem das so menschliche Wunschdenken dafür, dass wir es nicht sehen können oder wollen. Und das hat für diejenigen, die so oder so unbeirrt ihren Weg gehen, um in ihrem Bereich die Besten zu sein etwas weniger Folgen als für den Rest.

Ob Karriere oder Selbstständigkeit; ab und zu innezuhalten, um deutliche und noch nebulöse Entwicklungen zu betrachten, kann einen immensen Unterschied machen. Es erspart so manchen frustrierten Seufzer mit „Ich hätte es ahnen können und habe es ignoriert!“. Schade, nicht jeder hat solches Glück wie Forrest Gump!

Die Zukunft voraussehen?

Sie haben leider keine Glaskugel zur Hand?

Was resultiert daraus, wenn zukünftig Routinearbeiten automatisiert erledigt werden? Welche Berufe bleiben, welche verändern sich und welche verschwinden? Welche Fähigkeiten werden wichtig und welchen Beitrag und Anteil hat dann menschliche Arbeit? Fragen über Fragen.

Für solche Formen der Zeitreise wird kein DeLorean mit Flux-Generator benötigt. Es muss als Quelle auch nicht der Popcorn-Report sein. Wobei Faith Popcorn und Co. durchaus einige Anregungen liefern. Selber denken, Trends fortschreiben, sich vorzustellen wie Dinge, die jetzt in den Anfängen stehen sich weiterentwickeln. Das kann – tut aber nicht – jeder!

Die Zukunft voraussehen?

Und dann?

 

Wenn ich zu einem prognostizierten Zeitpunkt in der Zukunft die Kompetenzen (Fachkompetenz und Soft Skills) anbieten möchte von denen ich erwarte, dass sie nachgefragt (und die zu mir und meinen Interessen passen!) werden, dann ran ans Werk. Selbst, wenn nicht die so gerne genannten 10.000 Stunden Erfahrung – Grüße an Malcolm Gladwell – in einem Bereich erforderlich sein sollten, schaden sie nichts. Im Gegenteil, wer richtig liegt hat große Chancen für diese Weitsicht und das Interesse belohnt zu werden!

Grundsätzliches: Soft Skills und persönliche Eigenschaften

 

Wenn es um die persönlichen Kompetenzen geht, lohnt es sich, die folgenden Fähigkeiten zu pflegen:

 

An diesen Fähigkeiten gehört zur relevanten Fähigkeit lebenslang zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

 

 

 

Englisch

 

In einer Welt, die über Grenzen hinweg im Austausch steht, ist eine gemeinsame Sprache erforderlich. Das sehen die meisten Menschen zumindest grundsätzlich ein. Entsprechend wichtig ist es, zumindest die kommunikativen Fähigkeiten in der englischen Sprache auf einem guten Niveau zu sichern.

In einigen Beziehungen wird jedoch erst mit der jeweiligen Landessprache die nächste Stufe der Beziehungsqualität erreicht. Es ist dann von großem Vorteil, die damit verbundenen Chancen zu ergreifen. Wer nicht beliebig viel Gehirnkapazität mitbringt, sollte auch hier sehr weise entscheiden, welche Sprachen sich lohnen.

 

 

 

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Welche Fähigkeiten sind erforderlich, um in der Zukunft zu bestehen? Wie schätzen Sie die Erfordernisse der Zukunft ein und treffen Entscheidungen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 25. Juni 2019
AN: #7540
K:CNC
Ü:X

Wo versteckt sich die Inspiration? Warum Ortswechsel neue Gedanken ermöglichen können

Wo versteckt sich die Inspiration? Warum Ortswechsel neue Gedanken ermöglichen können

Inspiration finden
Wo versteckt sich die Inspiration?

Wo versteckt sich die Inspiration? Warum Ortswechsel neue Gedanken ermöglichen können

Manchmal sitzt du vor einem Problem und denkst immer wieder dieselben Gedanken.

Du liest noch einmal.

Du formulierst um.

Du schaust auf den Bildschirm.

Und trotzdem kommt nichts Neues hinzu.

Vielleicht fehlt dir in diesem Moment weniger Disziplin.

Vielleicht fehlt ein anderer Blick.

Inspiration lässt sich kaum befehlen. Du kannst jedoch Bedingungen schaffen, unter denen neue Gedanken leichter entstehen.

 

 

 

 

Wo entstehen gute Ideen?

 

Bei mir häufig dort, wo ich gerade nicht ausdrücklich nach ihnen suche.

Beim Gehen.

In einem Café.

Im Tiergarten.

Auf Reisen.

In einer Ausstellung.

Oder mitten in einem Gespräch.

Vielleicht kennst du das.

Du sitzt lange am Schreibtisch und kommst kaum weiter.

Dann stehst du auf.

Du gehst ein paar Minuten.

Und plötzlich erscheint ein Gedanke, der vorher nicht verfügbar war.

 

 

 

 

Inspiration ist weniger Magie als Perspektivwechsel

 

Das Wort Inspiration klingt schnell geheimnisvoll.

Als müsste eine Idee plötzlich irgendwoher „eingehaucht“ werden.

In der Praxis entstehen neue Gedanken häufig viel unspektakulärer.

Du bekommst:

  • einen anderen Reiz
  • eine neue Perspektive
  • einen Gesprächsfetzen
  • eine unerwartete Beobachtung
  • Abstand zum bisherigen Denkweg

Und dadurch beginnt dein Denken, andere Verbindungen herzustellen.

 

 

 

Das Problem mit dem immer gleichen Ort

 

Ein vertrauter Arbeitsplatz ist hervorragend für:

Routine.

Organisation.

Abarbeiten.

Fokus.

Genau deshalb kann er für neue Gedanken gelegentlich weniger hilfreich sein.

Der Ort aktiviert vertraute Abläufe.

Und manchmal auch vertraute Gedanken.

 

 

 

Orte enthalten Erwartungen

 

Im Besprechungsraum sprechen wir anders als auf einer Parkbank.

Im Büro denken wir anders als beim Gehen.

In einem Café beobachten wir andere Dinge als vor dem eigenen Bildschirm.

Ein Ortswechsel verändert deshalb nicht automatisch deine Kreativität.

Er verändert jedoch den Kontext, in dem du denkst.

 

 

 

Neue Reize können neue Verbindungen ermöglichen

 

Vielleicht siehst du:

eine ungewöhnliche Architektur.

ein Gespräch am Nebentisch.

eine Ausstellung.

eine Bewegung.

eine Farbe.

eine Situation.

Und plötzlich entsteht eine Verbindung zu deinem Thema.

Die Idee war weniger im Café versteckt.

Dein Denken hatte dort nur anderes Material zur Verfügung.

 

 

 

 

Bewegung verändert den Denkzustand

 

Deshalb arbeite ich bei bestimmten Themen gern im Gehen.

Wenn du gehst, verändert sich etwas.

Du sitzt weniger fest.

Du schaust weniger auf denselben Punkt.

Das Gespräch bekommt Rhythmus.

Gedanken können sich entwickeln, während sich auch der Körper bewegt.

 

 

 

Gehen ist keine Kreativitätsgarantie

 

Natürlich entsteht bei einem Spaziergang nicht automatisch die große Idee.

Doch Bewegung kann helfen, aus einer festgefahrenen Situation herauszukommen.

Gerade dann, wenn du bereits lange auf dasselbe Problem starrst.

 

 

 

Wenn du feststeckst, ändere eine Variable

 

Zum Beispiel:

den Ort.

die Körperhaltung.

das Tempo.

das Medium.

die Frage.

Das klingt simpel.

Und genau deshalb wird es häufig übersehen.

 

 

 

Inspiration braucht gelegentlich Abstand

 

Manchmal entsteht keine Idee, weil du zu nah am Problem bist.

Du kennst:

jede Einschränkung.

jedes Gegenargument.

jede bisherige Lösung.

Das kann Expertise sein.

Und gleichzeitig den Blick verengen.

 

 

 

Die Pause ist Teil des Denkens

 

Wir behandeln Pausen gern wie Unterbrechungen produktiver Arbeit.

Doch manchmal arbeitet ein Gedanke gerade dann weiter, wenn du dich einer anderen Sache zuwendest.

Deshalb kommen Ideen häufig:

unter der Dusche.

beim Spaziergang.

beim Kochen.

kurz vor dem Einschlafen.

In solchen Momenten kontrollierst du weniger aktiv.

 

 

 

Inspiration entsteht selten unter maximalem Druck

 

Der Satz:

„Ich brauche jetzt sofort eine geniale Idee.“

ist erstaunlich wenig inspirierend.

Druck verengt Aufmerksamkeit.

Das kann bei klar umrissenen Aufgaben hilfreich sein.

Bei offenen kreativen Fragen brauchst du häufig mehr Spielraum.

 

 

 

Erst öffnen, später bewerten

 

Ein häufiger Fehler:

Eine Idee taucht auf.

Und sofort beginnt die Bewertung.

„Das funktioniert nicht.“

„Das hatten wir schon.“

„Das ist zu ungewöhnlich.“

Dann endet der Gedanke, bevor er sich entwickeln konnte.

 

 

 

Ideen und Bewertung brauchen unterschiedliche Momente

 

Beim ersten Schritt geht es um:

Was könnte möglich sein?

Später geht es um:

Was davon trägt?

Beides ist wichtig.

Nur nicht immer gleichzeitig.

 

 

 

Träumer, Realist und Kritiker

 

Ein bekanntes Kreativitätsmodell arbeitet mit drei unterschiedlichen Perspektiven:

  • Träumer
  • Realist
  • Kritiker

Die Idee dahinter gefällt mir:

Zuerst entstehen Möglichkeiten.

Dann wird geprüft, wie sie umgesetzt werden könnten.

Danach werden Schwächen und Risiken betrachtet.

 

 

 

Der Kritiker braucht seinen Zeitpunkt

 

Kritisches Denken ist wertvoll.

Zu früh eingesetzt kann es Ideen abwürgen.

Zu spät eingesetzt kann es teuer werden.

Deshalb lohnt sich eine bewusste Reihenfolge.

 

 

 

Du kannst unterschiedliche Orte dafür nutzen

 

Vielleicht entwickelst du Ideen beim Gehen.

Prüfst sie später am Schreibtisch.

Und nimmst die kritischste Analyse am nächsten Morgen vor.

Das ist keine Pflicht.

Es ist eine Möglichkeit, unterschiedliche Denkmodi besser voneinander zu trennen.

 

 

 

Welche Orte inspirieren?

 

Das ist sehr individuell.

Einige meiner Favoriten:

  • Cafés
  • Buchhandlungen und Bibliotheken
  • Museen und Ausstellungen
  • Parks
  • Zoologische Gärten
  • Aquarien
  • Seeufer
  • Aussichtspunkte
  • Flughäfen und Bahnhöfe
  • Hotellounges
  • Orte mit viel Bewegung

Andere Menschen brauchen dagegen:

Stille.

Abgeschiedenheit.

ein leeres Zimmer.

eine vertraute Umgebung.

Es gibt keinen universell inspirierenden Ort.

 

 

 

Der beste Ort ist der, der zu deiner Denkaufgabe passt

 

Wenn du ein komplexes Konzept konzentriert ausarbeiten möchtest, brauchst du vielleicht Ruhe.

Wenn du neue Ideen suchst, kann etwas mehr Reiz hilfreich sein.

Wenn du eine schwierige Entscheidung sortieren möchtest, kann Bewegung helfen.

Wenn du eine Rede emotional entwickeln möchtest, kann ein Ort mit Atmosphäre nützlich sein.

 

 

 

Inspiration aus Beobachtung

 

Du musst dabei keineswegs ständig nach „Ideen“ suchen.

Beobachte.

Wie bewegen sich Menschen?

Was fällt dir auf?

Welche Probleme lösen andere?

Was überrascht dich?

Was irritiert dich?

Neugier ist ein hervorragender Rohstoff.

 

 

 

Inspiration aus fremden Disziplinen

 

Viele gute Ideen entstehen, wenn Gedanken aus einem Bereich in einen anderen übertragen werden.

Zum Beispiel:

Was kann eine Führungskraft vom Theater lernen?

Was kann eine Präsentation von Film erzählen lernen?

Was kann eine Entscheidung von Architektur lernen?

Die Verbindung muss zunächst kaum perfekt sein.

Interessant ist, welche neue Frage daraus entsteht.

 

 

 

Inspiration braucht Input

 

Wer nur ausgeben möchte, ohne etwas aufzunehmen, leert irgendwann den Vorrat.

Deshalb gehören für mich dazu:

  • lesen
  • zuhören
  • beobachten
  • reisen
  • Gespräche
  • Kunst
  • Natur

Nicht alles muss unmittelbar nützlich sein.

 

 

 

Nützlichkeit kann Kreativität einengen

 

Wenn du bei jedem Eindruck sofort fragst:

„Was bringt mir das?“

übersiehst du möglicherweise Verbindungen, deren Wert erst später sichtbar wird.

Manche Ideen brauchen Zeit.

 

 

 

Notiere Ideen, bevor sie verschwinden

 

Inspiration besitzt eine unangenehme Eigenschaft:

Sie hält sich weniger zuverlässig an Bürozeiten.

Deshalb:

Notizbuch.

Smartphone.

Sprachnotiz.

Was immer für dich funktioniert.

Eine gute Idee, die du später sicher noch wissen wirst, ist erstaunlich oft weg.

 

 

 

Nicht jede Idee verdient Umsetzung

 

Das gehört ebenfalls dazu.

Inspiration liefert Möglichkeiten.

Entscheidung wählt aus.

Diese beiden Aufgaben sollten nicht verwechselt werden.

 

 

 

Kreativität produziert Optionen

 

Dann beginnt die nächste Frage:

Welche Option passt zum Ziel?

Gerade bei Entscheidungen ist das wichtig.

Eine kreative Lösung ist nicht automatisch eine gute Lösung.

 

 

 

Das Problem bestimmt die Qualität der Idee

 

Du kannst eine brillante Lösung entwickeln.

Wenn du das falsche Problem bearbeitest, bleibt sie nutzlos.

Deshalb frage vor der Ideenfindung:

Welche Frage möchte ich eigentlich beantworten?

 

 

 

Vielleicht brauchst du keine neue Idee

 

Vielleicht brauchst du eine bessere Frage.

Das ist häufig der spannendere Perspektivwechsel.

 

 

 

Inspiration für Präsentationen

 

Gerade bei Präsentationen beginnt kreative Arbeit häufig zu spät.

Dann wird sofort PowerPoint geöffnet.

Folien werden verschoben.

Design wird verändert.

Doch die eigentliche Idee fehlt.

 

 

 

Erst Botschaft, dann Folien

 

Bevor du gestaltest:

Was soll beim Publikum hängen bleiben?

Was soll sich verändern?

Welche Perspektive möchte ich eröffnen?

Erst danach braucht es Folien.

 

 

 

Raus aus PowerPoint

 

Wenn du bei einer Präsentation feststeckst, kann es hilfreich sein:

den Bildschirm zu schließen.

zu gehen.

laut zu erzählen.

mit Papier zu arbeiten.

eine Skizze zu machen.

Das verändert das Denken.

 

 

 

Inspiration für Entscheidungen

 

Auch Entscheidungen scheitern gelegentlich weniger an Bewertung als an fehlenden Optionen.

Dann stehen scheinbar nur zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

A oder B.

Vielleicht fehlt C.

Oder eine Kombination.

Oder eine völlig andere Fragestellung.

 

 

 

Optionsnebel

 

Unter Druck wird Denken häufig enger.

Dann sehen wir eher:

bekannte Wege.

Risiken.

notwendige Entscheidungen.

Ein Perspektivwechsel kann helfen, den Raum wieder zu öffnen.

 

 

 

Eine hilfreiche Frage

 

Was würde ich sehen, wenn ich diese Situation zum ersten Mal betrachten würde?

Das gelingt natürlich nie vollständig.

Doch die Frage kann vertraute Annahmen sichtbar machen.

 

 

 

Eine weitere Frage

 

Was würde jemand aus einem völlig anderen Beruf hier erkennen?

Auch das kann Denkgewohnheiten unterbrechen.

 

 

 

Inspiration durch Gespräche

 

Manchmal brauchst du weniger einen Rat.

Du brauchst ein Gegenüber, das:

zuhört.

nachfragt.

eine andere Perspektive anbietet.

Während du erklärst, wird dein eigener Gedanke klarer.

 

 

 

Gute Fragen inspirieren stärker als schnelle Lösungen

 

Ein Sparringspartner muss weniger sofort wissen, was du tun solltest.

Interessanter kann eine Frage sein, auf die du bisher noch keine Antwort hast.

Zum Beispiel:

Welche Annahme begrenzt gerade deine Möglichkeiten?

 

 

 

Coaching-Walks und Denken in Bewegung

 

Für bestimmte Themen nutze ich deshalb gern Gespräche im Gehen.

In Berlin beispielsweise im Tiergarten oder rund um den Zoologischen Garten.

Nicht als touristisches Rahmenprogramm.

Sondern weil Bewegung und wechselnde Eindrücke bei manchen Fragestellungen einen anderen Gesprächsraum schaffen können.

 

 

 

Der Weg gehört dann zur Arbeit

 

Ein Gedanke entsteht.

Wir gehen weiter.

Etwas verändert die Perspektive.

Eine neue Frage entsteht.

Das kann besonders bei:

  • Entscheidungen
  • Neuorientierung
  • Konzeptentwicklung
  • Präsentationen

hilfreich sein.

 

 

 

Inspiration lässt sich vorbereiten

 

Das klingt paradox.

Doch du kannst:

Material sammeln.

Fragen formulieren.

unterschiedliche Orte nutzen.

Bewegung einplanen.

Ideen notieren.

Dann lässt du Raum.

 

 

 

Kreativität braucht Struktur und Freiheit

 

Nur Freiheit kann zerfasern.

Nur Struktur kann erstarren.

Gute kreative Arbeit braucht häufig beides.

Einen klaren Rahmen.

Und darin Beweglichkeit.

 

 

 

Was tun, wenn gar nichts kommt?

 

Dann hör für einen Moment auf, Inspiration zu verlangen.

Bearbeite einen kleineren Teil.

Sammle Material.

Wechsle die Tätigkeit.

Schlaf darüber.

Oder rede mit jemandem.

Ein blockierter Gedanke wird selten besser, wenn du ihn mit Gewalt festhältst.

 

 

 

Und manchmal braucht es schlicht Arbeit

 

Auch das gehört zur Wahrheit.

Inspiration wird gelegentlich romantisiert.

Nicht jeder gute Text beginnt mit einem Geistesblitz.

Nicht jede gute Präsentation entsteht aus einem genialen Moment.

Viele Ideen werden erst gut, weil sie:

überarbeitet.

geprüft.

verdichtet.

verworfen.

neu zusammengesetzt.

werden.

 

 

 

Inspiration ist der Anfang, selten das Endprodukt

 

Ein Einfall kann in Sekunden entstehen.

Eine tragfähige Idee braucht häufig länger.

Darum gehören zusammen:

Inspiration.

Handwerk.

Urteilskraft.

 

 

 

Sieben Möglichkeiten, wenn deine Gedanken feststecken

 

1. Wechsel den Ort

Nicht weit.

Nur anders.

 

2. Geh ein Stück

Bewegung verändert den Zustand.

 

3. Formuliere das Problem neu

Vielleicht bearbeitest du gerade die falsche Frage.

 

4. Trenne Ideen und Kritik

Erst Möglichkeiten.

Dann Bewertung.

 

5. Suche einen fremden Reiz

Kunst, Bücher, Natur, Menschen.

 

6. Sprich den Gedanken laut aus

Beim Erklären werden Lücken sichtbar.

 

7. Lass den Gedanken gelegentlich in Ruhe

Abstand kann produktiv sein.

 

 

 

Häufige Fragen

 

Kann ein Ortswechsel wirklich kreativer machen?

Ein Ortswechsel garantiert keine kreativen Ideen. Er kann jedoch neue Reize, Bewegung und Abstand zu vertrauten Denkgewohnheiten schaffen und damit einen Perspektivwechsel erleichtern.

 

Wo findet man am besten Inspiration?

Das ist individuell. Manche Menschen denken besser in Cafés oder beim Gehen, andere brauchen Ruhe. Entscheidend ist, welche Umgebung zur jeweiligen Denkaufgabe passt.

 

Hilft Bewegung beim Denken?

Viele Menschen erleben, dass Gehen offene Denkprozesse unterstützt. Besonders bei festgefahrenen Gedanken kann ein Spaziergang einen anderen mentalen Zustand ermöglichen.

 

Was kann ich bei einer kreativen Blockade tun?

Wechsle beispielsweise Ort, Medium oder Fragestellung. Sammle zunächst Material, trenne Ideenfindung von Bewertung und gib dem Thema gelegentlich Abstand.

 

Wie finde ich neue Ideen für eine Präsentation?

Beginne nicht bei den Folien. Kläre zuerst Botschaft, Publikum und gewünschte Wirkung. Ein Ortswechsel oder das laute Erzählen der Präsentationsidee kann anschließend neue Perspektiven eröffnen.

 

Kann Inspiration erzwungen werden?

Kaum zuverlässig. Du kannst jedoch Bedingungen schaffen, die Ideen begünstigen: interessante Reize, Ruhe, Bewegung, Austausch und genügend geistigen Spielraum.

 

Brauche ich Kreativität für Entscheidungen?

Bei manchen Entscheidungen ja. Besonders wenn die bekannten Optionen unbefriedigend sind, kann kreative Arbeit helfen, zusätzliche Möglichkeiten zu entdecken.

 

Sind kreative Ideen automatisch gute Ideen?

Nein. Kreativität erweitert Möglichkeiten. Danach braucht es Bewertung, Realitätsprüfung und Entscheidung.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Inspiration versteckt sich wahrscheinlich an keinem bestimmten Ort.

Sie wartet kaum im Café.

Nicht im Park.

Nicht am Meer.

Und auch nicht auf der nächsten Seite eines Buches.

Doch manche Orte helfen uns, anders wahrzunehmen.

Anders zu fragen.

Anders zu verbinden.

Und dadurch können neue Gedanken entstehen.

Wenn deine Gedanken immer wieder denselben Weg nehmen, musst du manchmal weniger härter denken als den Weg verändern.

 

 

 

Wenn du bei einer wichtigen Frage feststeckst

 

Manchmal fehlt weniger eine fertige Lösung als ein größerer Möglichkeitsraum.

Das kann eine:

  • wichtige Entscheidung
  • Präsentation
  • berufliche Neuorientierung
  • strategische Frage

betreffen.

Im persönlichen 1:1 können wir die Situation aus verschiedenen Perspektiven betrachten und neue Optionen entwickeln.

Je nach Thema online, in meinen Räumen in Berlin City West oder auch als Coaching-Walk.

Dabei geht es nicht darum, Kreativität zu erzwingen.

Es geht darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen du wieder mehr sehen kannst als die bisher bekannten Möglichkeiten.

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. Dezember 2014
Überarbeitung: 8. Juli 2026

Wer trifft bessere Entscheidungen; Commander Spock oder Captain Kirk?

Wer trifft bessere Entscheidungen; Commander Spock oder Captain Kirk?

Reicht ein kühler Kopf für gute Entscheidungen?

Somatische Marker - Karsten Noack Training & Coaching Berlin

Bauch- oder Kopfentscheidungen?

 

Noch immer glauben viele Menschen, vernünftige Entscheidungen müssten mit kühlem Kopf getroffen werden. Doch stimmt das auch? Wer führt, Spock oder Kirk?

Sind Vulkanier die besseren Entscheider?

 

Wenn Commander Spock als Halb-Vulkanier, die besseren Entscheidungen trifft, weshalb ist er dann nicht der Captain, sondern James Tiberius Kirk?

Noch immer glauben viele Menschen vernünftige Entscheidungen müssten mit kühlem Kopf, dort und nur dort, getroffen werden. Schon René Descartes meinte; Gefühle und Vernunft schließen einander aus. Doch, wenn das stimmen würde, müsste jemand, der keine Gefühle empfindet besonders rational sein, besonders gute Entscheidungen treffen.

René Descartes und seine Anhänger gehen von einer vollkommenen Trennung zwischen Geist und Körper aus. Auf dieser Annahme basierend findet das Denken vollkommen losgelöst vom Körper statt. Viele Erfahrungen zeigen das Gegenteil, denn ohne Gefühle ist kein vernünftiges Handeln möglich, Geist und Körper bilden eine untrennbare Einheit. Gefühle und Empfindungen wirken sich auf Denkprozesse aus und andersherum. Auch die sogenannten somatischen Marker werden gerne übersehen.

 

 

 

 

Somatische Marker oder einfach Bauchgefühl

 

Die Bezeichnung des somatischen Markers geht auf António Damásio zurück. Von ihm stammt die These, dass alle Erfahrungen, die ein Mensch in Laufe seines Lebens macht, in einem emotionalen Erfahrungsgedächtnis gespeichert werden. Das Gehirn beginnt schon vor der Geburt Erlebtes in einer nicht sprachlichen, bewussten Form von Emotionen und Körperempfindungen mit einer Bewertung zu speichern. Jede Erfahrung wird mit einer einfachen Bewertung „Wohlgefühl, positiv, wiederholen“ oder „negativ, künftig vermeiden“ bewertet und gespeichert. Dieses Erfahrungsgedächtnis teilt sich über körperliche Signale mit. Die sogenannten somatischen Marker melden sich bei (tatsächlichen oder vorgestellten) Reizwiederholungen innerhalb von Bruchteilen eines Moments.

Somatische Marker stellen die Summe gesammelter persönlicher Erfahrungen dar. Es ist ein körperliches (von griechisch soma „Körper“) Signal, das vom Unbewussten ausgelöst wird. Innerhalb von Millisekunden signalisiert uns unser Körper „Tun“ oder „Lassen“. Somatische Marker können als Hilfsmittel benutzt werden, um kluge Entscheidungen zu treffen. Dazu ist es erforderlich, den Hinweis als solchen wahrzunehmen. Manche bezeichnen diese Hinweise metaphorisch als Bauchgefühl, auch wenn sie, ebenso wie das Bewusste, ihren Ursprung im Gehirn haben.

 

 

 

 

Rationeller Kopf oder intuitiver Bauch?

 

Bewusstes oder Unbewusstes? Mehr Augen, mehr Orientierungspunkte! Es ist allerdings erforderlich herauszufinden, ob der Hinweis im Bauch, mit der ihm zugrundeliegenden Erfahrung, für die jeweilige Situation auch tatsächlich relevant ist. Nicht jeder blaue Fleck, der Jahre später noch Bauchschmerzen macht, sollte vor neuen Anrufen abhalten und nicht jeder Sehnsucht muss unvorbereitet gefolgt werden. Die Relevanz gilt es stets neu zu überprüfen und Altlasten, die sich störend einmischen aufzulösen!

Gute Entscheidungen haben sowohl eine rationale als auch eine emotionale Komponente. Wer sich nur auf eine Perspektive verlässt, trifft seltener gute Entscheidungen! Das Gespann Spock und Kirk hat Raumschiff Enterprise so die unendlichen Weiten recht erfolgreich durchstreifen lassen, selbst da wo noch nie zuvor ein Mensch war.

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

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Welche Priorität geben Sie Kopf und Bauch bei Ihren Entscheidungen?

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 24. November 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:X

9 Tipps, damit deine guten Vorsätze eine Chance haben

9 Tipps, damit deine guten Vorsätze eine Chance haben

Wie du deinen guten Vorsätzen zum Erfolg verhelfen. Tipps für dein Selbstmanagement: Es gibt GUTES, wenn wir es tun!
8 Tipps für deine guten Vorsätze

Gute Vorsätze

 

Mit diesen Tipps verhilfst du deinen guten Vorsätzen zum Erfolg. Also ran an die smarte Planung und die Umsetzung! Es gibt nichts GUTES, außer WIR tun es!

Überblick

 

 

 

 

Gute Vorsätze, Ihre guten Vorsätze!

 

Spätestens, wenn ein Jahr zu Ende geht und ein neues Jahr Form annehmen will, ist es wieder ein Thema: Gute Vorsätze! Also ran an die smarte Planung! Es gibt nichts GUTES, außer WIR tun es!

 

 

 

Der Vorsatz ist gefasst, diesmal wird alles anders

 

Same procedure than every year? Soll es wieder die übliche Liste mit guten Vorsätzen werden? Wie viele Punkte der letzten Liste sind tatsächlich erledigt? Was sagen die Sterne? Was ist diesmal das Ziel; erneutes Stolpern oder aus den Fehlern der Vergangenheit lernen?

 

Wir wollen glauben an ein langes Jahr,
das uns gegeben ist,
neu, unberührt,
voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit,
voll Aufgabe, Anspruch, Zumutung.
Wir wollen sehen,
dass wir’s nehmen lernen,
ohne allzuviel fallen zu lassen,
von dem, was es zu vergeben hat,
an die, die Notwendiges, Ernstes und Großes
von ihm verlangen.

Rainer Maria Rilke

 

 

 

9 Tipps, mit denen Ihre guten Vorsätze eine größere Chance bekommen

 

 

Der gute Vorsatz ist ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird. War er ein Schwarzmaler, der Herr Wilhelm Raabe, wenn er meinte; „Der schwierigste Weg, den der Mensch zurückzulegen hat, ist der zwischen Vorsatz und Ausführung.“? Oder kannte er nur nicht die passenden Tipps? Damit können Sie sich jetzt zumindest nicht mehr herausreden.

 

 

 

1. Die 72 Stunden-Regel

 

Morgen gibt es Freibier. Morgen, ja morgen, da wird alles anders, das sagt sich so leicht. Nur, liegt zwischen Reden und Tun das weite Meer und oft versinkt schon so manches Schiff im heimischen Hafen.

Wenn du wirklich an das Ziel gelangen willst, dann mache das innerhalb von 72 Stunden den ersten Schritt. Selbst wenn es nur ein ganz kleiner Schritt ist, schnellen die Erfolgsaussichten in die Höhe. Wieso? Deshalb!

 

 

 

2. Eigener Vorsatz: Wollen statt Müssen!

 

Selbst, wenn der Anstoß von außen gekommen sein mag; wenn der Vorsatz eine Chance haben soll, mache ihn dir zu eigen.

 

 

 

3. Aus Wünschen SMARTe Ziele machen

 

Vorsätze sind noch keine Ziele, sondern in der Rohform meist noch Wünsche. Deshalb ist es Zeit, aus den Wünschen richtige Ziele zu machen. Immer wieder eine gute Idee: Ziele wohlgeformt mit der SMART-Formel zu formulieren. Vorsätze, die den Kriterien dieser Formel nicht genügen, werden vermutlich auch in den kommenden Jahren auf der Liste stehen.

In Kurzform:

  • Konkrete Zielsetzung
  • Realistische Planung
  • Hindernisse vorhersehen und Lösungen finden
  • Ressourcen sicherstellen

 

 

 

4. Die Kirche im Dorf lassen

 

Die Dinge in Bewegung zu bringen ist eine oft schon recht schwierige Sache, den Schwung beizubehalten eine andere. Viele Menschen setzen ihre Vorsätze nicht um, weil sie sich zu viel auf einmal aufbürden. So verlockend ein vollkommen neues Zielszenario in der Planungsphase erscheinen mag, es sollte auch machbar sein, ohne sich zu verheben. Eins nach dem anderen funktioniert größtenteils besser, als das komplette Leben im Hauruck-Verfahren umzukrempeln.

Erst einmal die Prioritäten klären. Das hilft dabei strategisch in der passenden Reihenfolge ans Werk zu gehen. Sich mit den Grundlagen der Projektplanung zu beschäftigen mag nicht immer erforderlich sein, kann jedoch gerade bei komplexeren Vorhaben sehr hilfreich sein.

 

 

 

5. Unterstützung

 

Lass dich begleiten, nimm dir Unterstützung. Ob Mitstreiter, Mentor oder Coach; mach es dir leichter! Unterstützung hilft beim Loslegen und vor allem auch beim Dranbleiben.

 

 

 

6. Mut

 

Ziele sind Wünsche, für die wir bereit sind, etwas zu tun. Herodot wusste; „Der Erfolg bietet sich meist denen, die kühn handeln, nicht denen, die alles wägen und nichts wagen wollen.“

 

 

 

7. Erfolge feiern

 

Eiserne Vorsätze rosten besonders schnell, deshalb lieber locker bleiben. Feiere die Meilensteine und das Erreichen deiner Ziele. Auch der Weg zählt! Das fördert dann auch die Ausdauer.

 

 

 

8. Ausdauer

 

So manches Vorhaben ist nicht von einem Moment zum anderen umsetzbar. Die Fähigkeit durchzuhalten zählt dann besonders. Gerade große Vorhaben brauchen oft einige Zeit und viele Kraftanstrengungen. Wenn die Reise länger ist, dann zeigt sich, wie intensiv die Motivation wirklich ist. Manchmal kommt die anfängliche Schubkraft dann mehr und mehr zur Ruhe oder sogar zum Stehen. Ist die Herausforderung zu groß und das Ziel noch nicht in Sicht, dann zerrt das an den Nerven.

 

 

9. Meilensteine

 

Eine der hilfreichen Möglichkeiten besteht darin, die Strecke mit entsprechenden Meilensteinen in überschaubare Reiseabschnitte aufzuteilen. Sorge dafür, dass du spürst, wie du vorankommst.

Wie schon empfohlen; feiere erreichte Meilensteine. So gewinnst du Energie für den nächsten Abschnitt. Es ist wichtig und möglich, das Ziel und dessen persönliche Bedeutung präsent zu halten. Wer vor Augen hat, welchen Beitrag der nächste Schritt zum Gesamtziel liefert, schöpft daraus schwungvoll Kraft.

 

 

Der nächste Schritt

 

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Vorsatz

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #3230
K:
Ü:

Gelassenheit ist besser als der Krampf, es jedem Menschen recht machen zu wollen

Gelassenheit ist besser als der Krampf, es jedem recht machen zu wollen

Wissen, was wirklich wichtig ist

 

Wissen, was wichtig ist

Es allen Menschen recht machen wollen

 

Gesunde Gelassenheit und Mut authentisch für Überzeugungen einzustehen. Bekommen Sie Respekt und die Anerkennung von relevanten Menschen. Weshalb sollten wir auch um jeden Preis jenen Menschen gefallen, deren Ansichten wir nicht teilen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Der Krampf, es jedem recht machen zu wollen

 

Besteht die einzige Möglichkeit, nichts falsch und sich keine Feinde zu machen, darin, niemals das Bett zu verlassen, das Internet und das Telefon abzumelden? Nur nicht anecken?

Wir sind so eitel, dass uns sogar an der Meinung der Leute, an denen uns nichts liegt, etwas gelegen ist.

Marie von Ebner-Eschenbach

 

Ja, es steckt aus gutem Grund in uns Menschen; wir wollen gemocht werden, ein Teil einer Gruppe sein.

Grundlegende menschliche Bedürfnisse

 

Außerhalb einer Gruppe zu sein ist unangenehm, es bedeutete insbesondere in den Anfängen der Menschheitsgeschichte Lebensgefahr. Möglichst weit in der Mitte einer Herde zu sein sorgte für Wärme und minimierte die Gefahr, von Raubtieren gefressen zu werden.

Obwohl sich die Bedingungen weitgehend geändert haben sind diese Bedürfnisse noch immer in unseren archaischen Programmen aktiv und beeinflussen auch heute noch unser Denken und Handeln.

Auch heute sind Sympathien und Zugehörigkeit, insbesondere von der angestrebten Zielgruppe, von Vorteil. Das zu fördern ist hilfreich. Allerdings sind manche Menschen derart bemüht sympathisch zu erscheinen, dass es zum Krampf wird. Dann werden eigene Interessen weit nach hinten gestellt, dass jede Authentizität im Nebel verschwindet.

Wissen, was wichtig ist

Gut gemeint und …

 

Anstatt die Fähigkeit sich zu verbiegen zu bewundern, nimmt das Umfeld solche Menschen als schwach wahr. Die Graue-Maus-Rolle wirkt so wenig attraktiv, wie eine Verkleidung wirkt. Solange das Umfeld davon Vorteile hat und es ausgenutzt werden kann, werden solche Menschen geduldet.

Die Ausprägung oder besser formuliert; die fehlende Ausprägung von Persönlichkeit führt nicht zum erwünschten Ergebnis. Es lauert die Harmoniefalle.

Die Folgen für die eigene Seele

Ständige Ja-Sager werden von einschränkenden Überzeugungen gesteuert. Die Folgen dieser Strategie sind permanente Unzufriedenheit und die bestehende Angst, von anderen Menschen abgelehnt zu werden. Wer es so allen recht machen will überfordert sich sehr schnell, fühlt sich ausgelaugt und ausgebrannt.

Wer braucht schon Integrität, wenn der Weg des geringsten Widerstandes lockt? Allerdings klingt das ökonomischer, als es tatsächlich ist. Es kostet auf Dauer eine Menge Kraft sich zu verbiegen und so ein Spagat kann zu schmerzhaften Verzerrungen führen. Es kommt mehr und mehr zur Selbstaufgabe und der Verlust der Selbstachtung führt zu Frust!

Eine eng verwandte Strategie, um anderen Menschen keine Angriffsfläche zu bieten, besteht darin, in allem perfekt sein zu wollen. Doch dieser unangemessen hohe Anspruch lässt sich nicht lange auf gesunde Weise bedienen. Schon die Angst, die Maske könnte fallen, drückt auf die Seele und hinterlässt Narben.

Die Gelassenheit sich authentisch zu zeigen und der Mut für eigene Überzeugungen einzustehen braucht Gelegenheiten gelebt zu werden, sonst verkümmert sie. Manchmal steigt der Druck im Inneren und bricht sich an ungeeigneten Stellen Bahn. Oder es nagt an einem und schadet der seelischen und auch der körperlichen Gesundheit.

Wissen, was wichtig ist

Die Folgen für Beziehungen

 

Wer Everybody’s Darling sein möchte ist bald Everybody’s Depp.

 

Es allen Menschen Recht machen zu wollen ist der sicherste Weg keinen Erfolg zu haben und intensiven Beziehungen aus dem Weg zu gehen.

Geringer Status ist mit geringem Einfluss verbunden. Das führt allerdings eher dazu anderen Menschen ausgeliefert zu sein, als mehr Gestaltungsspielraum zu gewinnen. Und das hat Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit bestimmter Beziehungen.

Wahrscheinlicher sind dominierende Beziehungen, die auf einseitigen Vorteilen und nicht auf echter Sympathie beruhen. Wie auch, wenn die tatsächliche Persönlichkeit verborgen wird.

Ein bisschen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt.

Otto von Bismarck

 

Es fehlen selbst bei geringer Ausprägung sehr schnell Akzente, es wird langweilig. Nichts, woran wir uns reiben könnten. Inspiration ist da nicht zu erwarten. Da sind dann mitunter Selbstgespräche kritischer und interessanter. Wer erwartet schon ehrliche Antworten von jemandem, der keine eigene Meinung hat?

Der Schlüssel zum Scheitern
ist der Versuch, es allen recht zu machen.

Bill Cosby (sollte ich jetzt wegen des Skandals jemand anderen zitieren)

 

Mit zunehmender Mutlosigkeit und dem Verlust jeglicher Selbstachtung verringert sich auch der Respekt des Umfeldes.

Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg: Es jedem recht machen zu wollen.

Platon

 

Wer es allen recht machen will erlangt die Duldung der meist falschen Menschen und wird für viele andere unsichtbar. Es fehlt das Profil, es fehlt Echtheit, die als Grundlage tieferer Beziehungen zu wichtig ist.

 

 

 

Und?

 

Aus diesen Gedanken resultieren für mich die folgenden Thesen:

  • Wir können es nicht jedem Menschen recht machen.
  • Es wäre auch nicht erstrebenswert.
  • Der Preis für den Weg mit dem geringsten Widerstand ist am Ende zu hoch.
  • Perfektionismus ist keine Alternative.

 

Es lohnt sich die eigenen grundlegenden Werte zu kennen, einschränkende Überzeugungen aufzulösen und förderliche zu pflegen. Einmal genügt nicht, denn es ist eine regelmäßige Aufgabe, mit Respekt anderen Menschen und sich selbst gegenüber deutlich für Überzeugungen einzustehen. Profil zu zeigen ist sehr gut vereinbar mit Respekt und ehrlich gemeinter Rücksicht.

Ich wünsche Ihnen eine gesunde Gelassenheit und den Mut, authentisch für Ihre Überzeugungen einzustehen. Dann bekommen Sie auch den Respekt und die Anerkennung von relevanten Menschen.

Wissen, was einem wirklich wichtig ist!

 

Träumen Sie schon lange davon, es immer allen recht machen zu können? Wäre es nicht toll, von allen gemocht zu werden? Menschen, die versuchen, selbstlos zu sein und ihr Leben vor allem nach den Erwartungen anderer zu richten, finden viele nett. Doch ob das wirklich so eine gute Idee ist?

Sie wissen vermutlich längst; es ist ohnehin unmöglich, es allen Menschen recht zu machen. Und falls Sie das könnten, würden Sie sich selbst dabei vermutlich verlieren.

Was viel besser ist: Es hilft zu wissen, was einem selbst wirklich wichtig ist, um sich daran zu orientieren. Eine der wichtigsten und zugleich auch schwierigsten Anforderungen an ein funktionierendes Management der verfügbaren Ressourcen wie der Zeit ist das Setzen von Prioritäten.

 

 

 

Klärung der Prioritäten

 

Prioritäten richtig setzen – des Lebens größte Kunst. Viele Menschen haben Probleme dabei Prioritäten zu setzen oder genauer formuliert: Sie haben Probleme dabei, die Prioritäten richtig zu setzen. Ein paar Anregungen dazu:

  • Machen Sie sich Ihre eigenen Ziele im Leben bewusst. Was wäre nett und was wirklich wichtig?
  • Welchen Werten fühlen Sie sich verpflichtet?
    Dazu ist erforderlich, dass Sie Ihre Werte kennen.
  • Nehmen Sie auch Ihr Bauchgefühl wahr und berücksichtigen es bei Ihren Entscheidungen.
  • Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit für sich selbst.
  • Wer oder was setzt Energie bei Ihnen frei, wer oder was raubt Ihnen Kraft?
  • Gönnen Sie sich und anderen Menschen Wertschätzung.
  • Erinnern Sie sich an den Unterschied zwischen WICHTIG und DRINGEND.
    Nach dem Eisenhower-Prinzip werden vier Prioritätenklassen (A, B, C, D) unterschieden:
    • A-Aufgaben
      Wichtig und dringend.
      A-Aufgaben werden sofort und selbst erledigt.
    • B-Aufgaben
      Wichtig und nicht dringend.
      B-Aufgaben werden ebenfalls selbst erledigt, jedoch nicht sofort.
    • C-Aufgaben
      Dringend, aber nicht wichtig.
      C-Aufgaben werden delegiert an Mitarbeiter oder Drittparteien.
    • D-Aufgaben
      Weder wichtig noch dringend.
      D-Aufgaben werden nicht beachtet.

Eisenhower-Matrix

Eisenhower-Prinzip

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie halten Sie es mit der Gelassenheit?

Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.  Marie von Ebner-Eschenbach

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Januar 2015
Überarbeitung: 25. Oktober 2019
AN: #23218
K: CNB
Ü:

Murphys Gesetz: Gute Vorbereitung auf das Unerwartete

Murphys Gesetze (Murphy's Law)

Gute Vorbereitung auf das Unerwartete
Murphys Gesetze ... nicht nur für Redner

Murphys Gesetz: Warum gute Vorbereitung mit dem Unerwarteten rechnet

 

Der Beamer funktioniert.

Bis die Präsentation beginnt.

Der Akku hält den ganzen Tag.

Bis du ihn wirklich brauchst.

Die Straße ist immer frei.

Bis du einen wichtigen Termin hast.

Und natürlich fällt dir die perfekte Antwort auf eine schwierige Frage ein.

Zwanzig Minuten später.

Willkommen bei Murphys Gesetz.

Es wird häufig so zusammengefasst:

Was schiefgehen kann, wird irgendwann schiefgehen.

Das klingt pessimistisch.

Dabei lässt sich daraus eine ausgesprochen konstruktive Haltung entwickeln.

Denn die interessante Frage lautet weniger:

Was könnte alles schiefgehen?

Sondern:

Was davon sollte ich sinnvollerweise vorher bedenken – und wie bleibe ich handlungsfähig, wenn trotzdem etwas Unerwartetes geschieht?

 

 

 

Was ist Murphys Gesetz?

 

Murphys Gesetz wird auf den US-amerikanischen Ingenieur Edward A. Murphy Jr. zurückgeführt.

Der Ursprung liegt im technischen Umfeld und wird sinngemäß mit dem Gedanken verbunden:

Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, etwas zu tun, und eine davon zu einem unerwünschten Ergebnis führt, wird irgendwann jemand genau diese Möglichkeit wählen.

Daraus entstand die populäre Kurzfassung:

„Anything that can go wrong will go wrong.“

Natürlich ist das kein Naturgesetz.

Der Satz beschreibt vielmehr auf humorvolle Weise eine Erfahrung, die viele Menschen kennen:

Komplexe Systeme besitzen Schwachstellen.

Menschen machen Fehler.

Technik kann ausfallen.

Annahmen können falsch sein.

Und die Wirklichkeit kennt unseren Plan nicht.

 

 

 

Murphy ist kein Pessimist

 

Zumindest müssen wir ihn so nicht verstehen.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen:

„Bestimmt geht alles schief.“

und:

„Was könnte realistischerweise schiefgehen und was möchte ich dafür vorbereiten?“

Der erste Gedanke erzeugt Sorge.

Der zweite erzeugt Risikokompetenz.

Gute Vorbereitung versucht keineswegs, jede denkbare Katastrophe vorherzusagen.

Sie sucht die relevanten Schwachstellen.

 

 

 

Drei Arten, mit Unsicherheit umzugehen

 

Vor wichtigen Situationen begegnen mir drei typische Strategien.

 

 

1. Wird schon gutgehen

Das kann funktionieren.

Manchmal erstaunlich lange.

Der Nachteil zeigt sich, wenn eine vorhersehbare Schwierigkeit tatsächlich eintritt.

 

2. Alles könnte schiefgehen

Jetzt wird jedes theoretische Risiko durchgespielt.

Das erzeugt leicht endlose Vorbereitung und wachsende Anspannung.

 

3. Was ist wahrscheinlich und relevant?

Das ist die interessantere Variante.

Welche Störungen sind realistisch?

Welche Folgen hätten sie?

Was lässt sich mit vertretbarem Aufwand verhindern?

Und wofür brauche ich einen Plan B?

Das ist weder Sorglosigkeit noch Katastrophendenken.

Es ist vorausschauende Selbstführung.

 

 

 

Nicht jedes Risiko verdient einen Plan B

 

Du kannst dich auf nahezu unendlich viele Möglichkeiten vorbereiten.

Vielleicht fällt der Strom aus.

Vielleicht streikt der Zug.

Vielleicht wird der Termin verschoben.

Vielleicht erkrankt eine entscheidende Person.

Vielleicht funktioniert das Internet nicht.

Vielleicht landet ein Satellit auf deinem Konferenztisch.

Irgendwann wird Vorsorge absurd.

Deshalb braucht Risikovorsorge Prioritäten.

Zwei Fragen helfen:

Wie wahrscheinlich ist das?

Und:

Wie groß wären die Folgen?

Hohe Wahrscheinlichkeit plus große Auswirkungen?

Vorbereiten.

Geringe Wahrscheinlichkeit plus minimale Auswirkungen?

Gelassen bleiben.

 

 

Gute Vorbereitung sucht Single Points of Failure

 

Besonders interessant sind Dinge, von denen alles andere abhängt.

Du besitzt deine wichtige Präsentation ausschließlich auf einem Notebook.

Das Notebook fällt aus.

Ende.

Du brauchst für einen wichtigen Termin genau eine Zugverbindung.

Der Zug fällt aus.

Problem.

Nur eine Person kennt das entscheidende Passwort.

Diese Person ist unerreichbar.

Problem.

Solche Abhängigkeiten nennt man im technischen Kontext gerne einen Single Point of Failure.

Auch im Alltag lohnt sich die Frage:

Wovon hängt hier gerade ungewöhnlich viel ab?

Genau dort kann ein Plan B besonders wertvoll sein.

 

 

 

Murphy bei wichtigen Präsentationen

 

Präsentationen sind ein wunderbarer Spielplatz für Murphy.

Der Adapter fehlt.

Die Präsentationssoftware verhält sich anders.

Das Mikrofon streikt.

Ein Video läuft ohne Ton.

Der Vortrag wird kurzfristig von 30 auf 15 Minuten gekürzt.

Eine erwartete Person fehlt.

Oder das Publikum stellt genau die Frage, auf die du dich kaum vorbereitet hast.

Deshalb lautet gute Vorbereitung:

Kenne deine Botschaft auch ohne Technik.

Was möchtest du vermitteln?

Welche drei Gedanken müssen ankommen?

Welche Beispiele tragen sie?

Was kannst du streichen, wenn die Zeit halbiert wird?

Was sagst du, wenn die Folien verschwinden?

Dann besitzt du etwas Wertvolleres als einen Ersatzadapter:

Orientierung.

 

 

Plan B ist gut. Flexibilität ist besser.

 

Du kannst einen Plan B vorbereiten.

Vielleicht sogar C.

Doch irgendwann kommt Variante Q.

Eine Möglichkeit, die vorher niemand bedacht hat.

Dann reicht Vorbereitung allein kaum aus.

Jetzt brauchst du:

Ruhe,

Orientierung,

Improvisationsfähigkeit,

Entscheidungsfähigkeit

und die Bereitschaft, den ursprünglichen Plan loszulassen.

Deshalb besteht Souveränität aus zwei Fähigkeiten:

vorher sinnvoll vorbereiten und im Moment flexibel reagieren.

 

 

 

Der Plan ist ein Werkzeug

 

Manchmal klammern wir uns gerade deshalb an einen Plan, weil etwas anders läuft.

„So war das nicht vorgesehen.“

Das stimmt vielleicht.

Die Situation interessiert sich allerdings wenig dafür.

Dann hilft die Frage:

Was braucht die Situation jetzt?

Vielleicht eine andere Reihenfolge.

Eine kürzere Präsentation.

Eine Entscheidung.

Eine Pause.

Eine Improvisation.

Oder die Erkenntnis:

Dieser Plan funktioniert unter den neuen Bedingungen kaum noch.

Gute Vorbereitung macht dich deshalb keineswegs abhängig vom Plan.

Sie macht dich freier, ihn anzupassen.

 

 

 

Murphy und Entscheidungen

 

Auch Entscheidungen profitieren von dieser Perspektive.

Angenommen, du möchtest eine Möglichkeit wählen.

Dann frage:

Was müsste passieren, damit diese Entscheidung problematisch wird?

Welche Annahmen müssen stimmen?

Welche davon sind unsicher?

Welche Folgen wären schwer reversibel?

Und:

Was könnte ich heute tun, um meinen Handlungsspielraum später zu erhalten?

Damit wird aus Murphys Gesetz eine Form des vorausschauenden Denkens.

 

 

 

Was kann ich verhindern?

 

Manche Probleme lassen sich mit erstaunlich wenig Aufwand vermeiden.

Backup erstellen.

Zeitpuffer einplanen.

Adresse überprüfen.

Technik vorher testen.

Alternative Verbindung kennen.

Dokumente zusätzlich verfügbar halten.

Zuständigkeiten klären.

Eine schwierige Frage vorher durchdenken.

Das ist wenig spektakulär.

Genau deshalb funktioniert es.

Viele Krisen entstehen weniger durch völlig unvorhersehbare Ereignisse als durch bekannte Schwachstellen, die lange unbeachtet bleiben.

 

 

 

Was kann ich auffangen?

 

Andere Schwierigkeiten lassen sich kaum vollständig verhindern.

Dann lautet die Frage:

Wie begrenze ich die Auswirkungen?

Vielleicht fällt die Technik aus.

Du kannst trotzdem sprechen.

Vielleicht verspätet sich jemand.

Du kannst die Reihenfolge verändern.

Vielleicht fehlen Informationen.

Du kannst die Entscheidung vertagen.

Vielleicht wird dein Zeitfenster gekürzt.

Du kennst deine Kernbotschaft.

Das ist Resilienz im Kleinen:

Eine Störung tritt ein.

Das System funktioniert trotzdem weiter.

 

 

 

Was darf einfach passieren?

Das ist die dritte Kategorie.

Manches ist unangenehm und gleichzeitig vollkommen verkraftbar.

Ein kleiner Versprecher.

Eine kurze Verzögerung.

Eine Folie weniger.

Ein anderer Sitzplatz.

Eine Frage, auf die du später antwortest.

Dafür brauchst du keinen ausgeklügelten Notfallplan.

Hier braucht es eher:

Gelassenheit.

Wer jedes kleine Problem verhindern möchte, investiert irgendwann mehr Energie in Kontrolle als in die eigentliche Aufgabe.

 

 

 

Vorbereitung kann selbst zum Risiko werden

 

Das ist ein interessanter Murphy-Effekt.

Aus Angst vor Überraschungen wird immer mehr vorbereitet.

Noch eine Variante.

Noch eine Absicherung.

Noch eine Checkliste.

Noch ein Szenario.

Irgendwann steigt die Komplexität so stark, dass die Vorbereitung selbst störanfällig wird.

Deshalb gilt:

So viel Vorbereitung wie sinnvoll. So wenig Komplexität wie möglich.

 

 

 

Der Murphy-Check

 

Vor einer wichtigen Entscheidung, Präsentation oder Situation helfen sechs Fragen:

 

1. Was muss unbedingt funktionieren?

Identifiziere das Wesentliche.

 

2. Was könnte realistischerweise schiefgehen?

Denke wahrscheinlich statt katastrophisch.

 

3. Welche Folgen hätte das?

Unterscheide lästig von wirklich problematisch.

 

4. Was kann ich mit wenig Aufwand verhindern?

Erledige genau das.

 

5. Wo brauche ich einen Plan B?

Sichere kritische Abhängigkeiten ab.

 

6. Was tue ich, wenn etwas vollkommen anderes geschieht?

Hier beginnt Flexibilität.

 

 

 

Risikokompetenz statt Katastrophendenken

 

Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Vorbereitung und Sorge.

Sorge wiederholt häufig:

„Was, wenn …?“

Gute Vorbereitung ergänzt:

„Dann kann ich …“

Was, wenn der Zug ausfällt?

Dann kenne ich eine Alternative.

Was, wenn die Präsentation nicht läuft?

Dann kann ich meinen Kern auch ohne Folien vermitteln.

Was, wenn eine wichtige Information fehlt?

Dann weiß ich, welche Entscheidung ich vertage.

Damit wird aus einer Befürchtung eine Handlungsoption.

 

 

 

Was Murphy mit Souveränität zu tun hat

 

Souveränität zeigt sich kaum darin, dass immer alles funktioniert.

Das wäre vor allem Glück.

Interessanter wird es, wenn etwas anders läuft.

Kannst du unterscheiden:

Was ist jetzt wirklich wichtig?

Was kann warten?

Was lässt sich improvisieren?

Was braucht eine Entscheidung?

Und was darfst du einfach mit Humor nehmen?

Genau dort wird aus Vorbereitung Kompetenz.

 

 

 

Wenn etwas tatsächlich schiefgeht

 

Dann gilt zunächst:

Es ist jetzt die Realität.

Vielleicht ärgerlich.

Vielleicht teuer.

Vielleicht peinlich.

Vielleicht vollkommen unerheblich.

Jetzt hilft die Frage:

Was ist der nächste sinnvolle Schritt?

Erst später kannst du auswerten:

Was lernen wir daraus?

War das vorhersehbar?

Brauchen wir künftig eine andere Absicherung?

Oder gehört dieses Restrisiko einfach zum Leben?

 

 

 

Murphys Gesetz und Gelassenheit

 

Auf den ersten Blick passen Murphy und Gelassenheit kaum zusammen.

Für mich gehören sie zusammen.

Wer akzeptiert, dass sich kaum alles kontrollieren lässt, kann sinnvoller auswählen, was Kontrolle verdient.

Vorbereiten, was wichtig ist.

Absichern, was kritisch ist.

Flexibel bleiben, wo Überraschungen möglich sind.

Und den Rest dem Leben überlassen.

Das ist wesentlich entspannter als der Versuch, eine vollkommen störungsfreie Welt zu organisieren.

 

 

 

Fazit: Bereite dich auf das Wesentliche vor – und bleib beweglich

 

Murphys Gesetz muss keine Einladung zum Pessimismus sein.

Es kann uns an etwas sehr Praktisches erinnern:

Pläne treffen auf Wirklichkeit.

Manchmal funktioniert alles.

Manchmal kommt etwas dazwischen.

Deshalb:

Erkenne kritische Risiken.

Beseitige unnötige Schwachstellen.

Halte Alternativen bereit.

Kenne deine Prioritäten.

Und bewahre genug Flexibilität für das, was sich vorher kaum planen lässt.

Denn gute Vorbereitung bedeutet keineswegs:

Ich habe an alles gedacht.

Gute Vorbereitung bedeutet:

Ich habe an das Wesentliche gedacht – und kann damit umgehen, wenn trotzdem etwas anders kommt.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 10. Januar 2014
Überarbeitung: 02. Mai 2026