Wie Unternehmen mit Imagefilmen begehrte neue Mitarbeitende gewinnen

Wie Unternehmen mit Imagefilmen begehrte neue Mitarbeitende gewinnen

Medienkompetenz: Mit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen — auch vor der Kamera
Medienkompetenz

Imagefilm für Recruiting: Wie Unternehmen passende Mitarbeitende erreichen

 

 

Ein schöner Imagefilm ist noch kein guter Recruitingfilm.

Perfekte Bilder.

Drohnenflug über das Firmengebäude.

Menschen, die lächelnd durch helle Büros gehen.

Dazu Sätze wie:

„Bei uns stehen Menschen im Mittelpunkt.“

„Wir leben Innovation.“

„Gemeinsam gestalten wir die Zukunft.“

Das kann professionell aussehen.

Für potenzielle Bewerber bleibt trotzdem eine entscheidende Frage offen:

Wie ist es wirklich, dort zu arbeiten?

Genau hier entscheidet sich, ob ein Unternehmensfilm lediglich Image produziert oder tatsächlich bei der Mitarbeitergewinnung hilft.

 

 

 

Imagefilm oder Recruitingfilm?

 

Beide Formate können sich überschneiden.

Ihre Ziele unterscheiden sich jedoch.

Ein klassischer Imagefilm soll ein positives Gesamtbild des Unternehmens vermitteln.

Ein Recruitingfilm hat eine konkretere Aufgabe:

Er soll Menschen helfen einzuschätzen, ob dieses Unternehmen, diese Aufgabe und diese Arbeitswelt zu ihnen passen.

Damit verschiebt sich der Fokus.

Weniger:

„Wie beeindruckend sehen wir aus?“

Mehr:

„Was müssen geeignete Bewerber verstehen, damit sie eine gute Entscheidung treffen können?“

 

 

 

Ein Recruitingfilm sollte Auswahl erleichtern

 

Gutes Recruiting bedeutet weniger, möglichst viele Bewerbungen zu erzeugen.

Es geht um passende Bewerbungen.

Ein gutes Video darf deshalb zwei Reaktionen auslösen:

„Das klingt nach einem Umfeld, in dem ich gerne arbeiten würde.“

Und ebenso:

„Das passt kaum zu dem, was ich suche.“

Beides kann wertvoll sein.

Glaubwürdige Recruitingkommunikation hilft beiden Seiten, Passung früh zu erkennen.

 

 

 

Der wichtigste Perspektivwechsel

 

Viele Unternehmensfilme entstehen aus der Innensicht.

Was wollen wir über uns erzählen?

Welche Werte wollen wir zeigen?

Welche Leistungen sollen vorkommen?

Welche Bilder wünschen wir uns?

Für Recruiting braucht es zusätzlich die Perspektive der Zielgruppe.

Potenzielle Bewerber interessieren sich beispielsweise für:

  • Was werde ich konkret tun?
  • Mit wem arbeite ich?
  • Wie werde ich geführt?
  • Wie werden Entscheidungen getroffen?
  • Wie viel Verantwortung bekomme ich?
  • Was ist an dieser Arbeit attraktiv?
  • Was ist daran anspruchsvoll?
  • Welche Entwicklung ist möglich?
  • Wie sieht der Arbeitsalltag tatsächlich aus?

Je mehr ein Video diese Fragen beantwortet, desto nützlicher wird es.

 

 

 

Zeige Arbeit statt Arbeitgeberfloskeln

 

Begriffe wie „innovativ“, „wertschätzend“ oder „teamorientiert“ sind schwer überprüfbar.

Konkrete Situationen sind stärker.

Statt:

„Bei uns übernehmen Mitarbeitende früh Verantwortung.“

zeige eine junge Projektleiterin, die erzählt, welche Entscheidung sie tatsächlich selbst getroffen hat.

Statt:

„Teamarbeit wird bei uns großgeschrieben.“

zeige ein Projekt, bei dem mehrere Bereiche gemeinsam ein Problem gelöst haben.

Statt:

„Wir fördern Entwicklung.“

lass jemanden beschreiben, wie sich seine Rolle in drei Jahren verändert hat.

Behauptungen schaffen Image. Beispiele schaffen Glaubwürdigkeit.

 

 

 

1. Zeige echte Mitarbeitende

 

Menschen interessieren sich für Menschen.

Bestehende Mitarbeitende können deshalb besonders glaubwürdige Einblicke geben.

Geeignete Fragen sind beispielsweise:

  • Was machst du hier tatsächlich?
  • Was hat dich beim Einstieg überrascht?
  • Was macht deine Arbeit interessant?
  • Was ist herausfordernd?
  • Warum bist du geblieben?
  • Was sollte jemand mitbringen, der hier gut arbeiten möchte?

Solche Antworten wirken stärker als vorformulierte Werbesätze.

 

 

 

2. Zeige die zukünftige Führungskraft

 

Für viele Menschen ist die direkte Führungskraft einer der wichtigsten Faktoren im Arbeitsalltag.

Deshalb kann es sehr sinnvoll sein, sie im Recruitingvideo sichtbar zu machen.

Interessant ist dabei weniger:

„Wie sympathisch wirkt diese Person?“

Sondern:

  • Wie spricht sie über Mitarbeitende?
  • Welche Erwartungen formuliert sie?
  • Wie beschreibt sie Verantwortung?
  • Wie geht sie mit Fehlern um?
  • Wie klar ist ihre Kommunikation?

Ein potenzieller Bewerber bekommt dadurch Informationen, die keine Stellenanzeige liefern kann.

 

 

 

3. Zeige reale Arbeitsbedingungen

 

Arbeitsumgebung gehört zur Arbeitgeberkommunikation.

Dabei geht es um mehr als schöne Büroräume.

Interessant sind beispielsweise:

  • Arbeitsweise
  • Teamgröße
  • Präsenz und mobiles Arbeiten
  • Schichtmodelle
  • Reisetätigkeit
  • technische Ausstattung
  • Kommunikationswege
  • Entscheidungsspielräume

Je konkreter diese Informationen sind, desto mehr Orientierung entsteht.

 

 

 

4. Zeige auch, was anspruchsvoll ist

 

Dieser Punkt erhöht Glaubwürdigkeit enorm.

Jede Arbeit hat Anforderungen.

Vielleicht ist das Tempo hoch.

Vielleicht brauchen Mitarbeitende viel Eigeninitiative.

Vielleicht gehören anspruchsvolle Kunden dazu.

Vielleicht sind Qualitätsanforderungen besonders hoch.

Vielleicht verändert sich die Organisation schnell.

Ein Unternehmen verliert nichts, wenn es solche Realitäten klar beschreibt.

Im Gegenteil.

Passende Menschen können sich bewusst dafür entscheiden.

 

 

 

5. Zeige Entwicklung konkret

 

„Bei uns gibt es viele Entwicklungsmöglichkeiten“ klingt gut.

Ein konkreter Weg ist besser.

Zum Beispiel:

„Anna begann bei uns als Werkstudentin. Heute leitet sie …“

Oder:

„Wer in dieser Rolle startet, kann sich typischerweise in folgende Richtungen entwickeln …“

So wird Entwicklung nachvollziehbar.

 

 

 

6. Mission und Werte brauchen Beispiele

 

Unternehmenswerte können wichtig sein.

Im Video wirken sie besonders dann, wenn sie im Verhalten sichtbar werden.

Frage:

Welche Geschichte beweist, dass dieser Wert bei uns tatsächlich eine Rolle spielt?

Wenn die Antwort schwerfällt, braucht vielleicht weniger der Film Arbeit als der Wert selbst.

 

 

 

7. Zeige spannende Projekte

 

Gerade für Fachkräfte sind konkrete Aufgaben oft attraktiver als allgemeine Unternehmensaussagen.

Zeige:

  • welche Probleme gelöst werden
  • welche Technologien eingesetzt werden
  • welche Verantwortung besteht
  • was fachlich besonders anspruchsvoll ist
  • welche Wirkung das Ergebnis hat

So erkennen potenzielle Bewerber schneller, ob ihre Interessen und Fähigkeiten passen.

 

 

 

Der klassische Imagefilm hat trotzdem seine Berechtigung

 

Imagefilme können sinnvoll sein.

Zum Beispiel, wenn ein Unternehmen:

  • seine Marke emotional erlebbar machen möchte
  • einen Überblick über Organisation und Leistungen geben will
  • unterschiedliche Zielgruppen anspricht
  • eine übergeordnete Unternehmensgeschichte erzählen möchte

Das Problem entsteht erst, wenn derselbe Film sämtliche Aufgaben gleichzeitig erfüllen soll.

Ein Film für Kunden.

Für Investoren.

Für Bewerber.

Für Mitarbeitende.

Und am besten noch für Presse und Social Media.

Dann wird die Botschaft schnell beliebig.

Je klarer Zielgruppe und Ziel, desto klarer kann der Film werden.

 

 

 

Imagefilm und Recruitingfilm kombinieren?

 

Das kann sinnvoll sein.

Entscheidend ist die Struktur.

Vielleicht gibt es einen übergeordneten Unternehmensfilm.

Ergänzend entstehen kürzere Beiträge zu:

  • einzelnen Berufsbildern
  • Teams
  • Standorten
  • Projekten
  • Führungskräften
  • Einstiegsmöglichkeiten

So lässt sich ein Content-System entwickeln, das unterschiedliche Fragen beantwortet.

 

 

 

Hochglanz oder echte Menschen?

 

Das ist kein echter Gegensatz.

Ein Video darf hervorragend produziert sein.

Glaubwürdigkeit leidet erst dann, wenn die Produktion den Menschen überdeckt.

Perfekte Beleuchtung ersetzt keine klare Aussage.

Eine aufwendige Kamerafahrt ersetzt keine interessante Geschichte.

Und Musik ersetzt keine Haltung.

Die stärksten Momente entstehen häufig dann, wenn ein Mensch etwas konkret und glaubwürdig erzählt.

 

 

 

Authentizität bedeutet keine schlechte Vorbereitung

 

Dieser Irrtum begegnet mir häufig.

Menschen sollen „authentisch“ vor der Kamera sein.

Also lässt man sie einfach reden.

Das Ergebnis ist häufig:

zu lang.

zu unklar.

zu viele Nebensätze.

zu wenig Botschaft.

Gute Vorbereitung bedeutet etwas anderes.

Die Person weiß:

  • Was ist das Ziel?
  • Wer sieht diesen Beitrag?
  • Was sind meine wichtigsten Gedanken?
  • Welche konkrete Geschichte möchte ich erzählen?
  • Was soll hängen bleiben?

Dann kann sie frei und zugleich klar sprechen.

Authentisch wirkt selten der Mensch ohne Vorbereitung. Authentisch wirkt der Mensch, der vorbereitet genug ist, um wirklich selbst zu sprechen.

 

 

 

Werbesprache ist vor der Kamera besonders sichtbar

 

Geschriebene Marketingtexte können auf einer Website funktionieren.

Gesprochen klingen dieselben Sätze häufig künstlich.

Zum Beispiel:

„Bei uns erwartet Sie ein dynamisches Umfeld mit innovativen Lösungen und attraktiven Entwicklungsperspektiven.“

Kaum jemand spricht so.

Stärker wäre:

„Bei uns verändert sich viel. Wer gern Verantwortung übernimmt und sich schnell in neue Themen einarbeitet, findet hier viel Spielraum.“

Der Gedanke bleibt ähnlich.

Der Mensch wird hörbarer.

 

 

 

Die Botschaft bestimmt den Film

 

Vor der Produktion sollte eine Frage geklärt sein:

Was soll ein geeigneter Bewerber nach diesem Video denken, verstehen oder tun?

Vielleicht:

„Diese Arbeit klingt fachlich interessant.“

„Diese Kultur passt zu mir.“

„Mit dieser Führungskraft würde ich gern arbeiten.“

„Ich möchte mehr über diese Stelle erfahren.“

„Ich bewerbe mich.“

Je klarer dieses Ziel ist, desto leichter werden Inhalt und Dramaturgie.

 

 

 

Ein klarer Call-to-Action gehört dazu

 

Wenn Interesse entstanden ist, sollte der nächste Schritt einfach sein.

Zum Beispiel:

  • Stelle ansehen
  • Karriereseite besuchen
  • Kontakt aufnehmen
  • Recruitingevent besuchen
  • Bewerbung starten

Der Übergang sollte konkret und leicht auffindbar sein.

 

 

 

Wo sollte der Film veröffentlicht werden?

 

Ein Recruitingfilm kann auf mehreren Kanälen sinnvoll eingesetzt werden.

Zum Beispiel:

  • Karriereseite
  • Stellenanzeigen
  • LinkedIn
  • YouTube
  • Recruiting-Landingpages
  • Hochschulmarketing
  • Social-Media-Kanäle

Die Auswahl hängt von der Zielgruppe und ihrer Candidate Journey ab.

Ein guter Film verdient eine gute Distribution.

 

 

 

Was sollte gemessen werden?

 

Reine Aufrufzahlen sind wenig aussagekräftig.

Interessanter sind beispielsweise:

  • qualifizierte Bewerbungen
  • Besuche der Karriereseite
  • Klicks auf konkrete Stellen
  • Bewerbungsquote
  • Rückmeldungen von Bewerbern
  • Qualität der Bewerbungen
  • Fragen in Bewerbungsgesprächen

Das Ziel ist Recruitingwirkung, weniger Videoreichweite um ihrer selbst willen.

 

 

 

7 Fragen vor der Produktion

 

1. Wen wollen wir erreichen?

Welche Menschen sollen sich angesprochen fühlen?

 

2. Was interessiert diese Menschen tatsächlich?

Welche Fragen haben sie?

 

3. Was unterscheidet unseren Arbeitsplatz konkret?

Welche Beispiele belegen das?

 

4. Wer sollte vor die Kamera?

Wer kann glaubwürdig über dieses Thema sprechen?

 

5. Welche Geschichte erzählen wir?

Menschen erinnern Geschichten leichter als Unternehmensclaims.

 

6. Was soll nach dem Film geschehen?

Definiere den nächsten Schritt.

 

7. Passt das Gezeigte zur Realität?

Diese Frage ist entscheidend.

Neue Mitarbeitende werden die Antwort früh genug kennenlernen.

 

 

 

Wenn Film und Realität auseinanderfallen

 

Das kann teuer werden.

Ein Film erzeugt Erwartungen.

Wenn die tatsächliche Arbeit deutlich anders aussieht, beginnt die Enttäuschung bereits kurz nach dem Einstieg.

Deshalb ist eine realistische Arbeitgeberkommunikation keineswegs weniger attraktiv.

Sie schafft bessere Erwartungen.

Ein glaubwürdiger Recruitingfilm verspricht weniger – und zeigt mehr.

 

 

 

Häufige Fragen

 

Was ist der Unterschied zwischen Imagefilm und Recruitingfilm?

Ein Imagefilm vermittelt ein übergeordnetes Bild des Unternehmens. Ein Recruitingfilm richtet sich gezielt an potenzielle Mitarbeitende und beantwortet Fragen zu Arbeit, Team, Führung, Kultur und Einstieg.

 

Kann ein Imagefilm bei der Mitarbeitergewinnung helfen?

Ja. Besonders dann, wenn er relevante Einblicke für potenzielle Bewerber bietet. Ein reiner Markenfilm ohne konkrete Informationen zur Arbeitswelt erfüllt diese Aufgabe deutlich weniger.

 

Sollten Mitarbeitende im Recruitingfilm auftreten?

Echte Mitarbeitende können hohe Glaubwürdigkeit schaffen. Wichtig sind freiwillige Beteiligung, transparente Rahmenbedingungen und eine Vorbereitung, die ihre eigene Sprache erhält.

 

Sollte auch die Geschäftsführung vor die Kamera?

Wenn Führung für die Botschaft relevant ist, kann das sehr sinnvoll sein. Gerade potenzielle Bewerber gewinnen dadurch einen Eindruck davon, wie eine Führungskraft denkt, spricht und über Mitarbeitende redet.

 

Wie lang sollte ein Recruitingfilm sein?

Die Länge folgt der Aufgabe. Ein kurzer Stellenclip braucht weniger Zeit als ein ausführlicher Einblick in ein Team oder Projekt. Entscheidend ist, dass der Inhalt relevant bleibt.

 

Muss ein Imagefilm teuer produziert sein?

Die Produktion sollte professionell genug für Anlass und Marke sein. Ein hohes Budget garantiert jedoch weder Glaubwürdigkeit noch Recruitingwirkung. Botschaft, Menschen und konkrete Inhalte sind entscheidend.

 

Was macht einen Recruitingfilm glaubwürdig?

Reale Menschen, konkrete Beispiele, verständliche Sprache, nachvollziehbare Arbeitsbedingungen und eine erkennbare Übereinstimmung zwischen Film und tatsächlichem Arbeitsalltag.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Ein Film kann ein Unternehmen attraktiv aussehen lassen.

Recruiting braucht mehr.

Menschen möchten verstehen, worauf sie sich einlassen.

Sie wollen Arbeit sehen.

Menschen erleben.

Führung einschätzen.

Und herausfinden, ob sie hineinpassen.

Ein guter Recruitingfilm inszeniert keinen perfekten Arbeitgeber. Er macht einen echten Arbeitgeber verständlich.

 

 

 

Wenn Führungskräfte oder Mitarbeitende vor die Kamera gehen

 

Die technische Produktion übernimmt häufig eine Agentur oder ein internes Medienteam.

Eine andere Frage bleibt:

Wie wirken die Menschen vor der Kamera?

Gerade Führungskräfte und Fachleute brauchen selten Schauspieltraining.

Sie brauchen Klarheit.

Was ist ihre Botschaft?

Welche Beispiele tragen?

Wie sprechen sie verständlich und glaubwürdig?

Wie bleiben Persönlichkeit und Professionalität gleichzeitig sichtbar?

Im persönlichen 1:1 können wir genau daran arbeiten:

  • Ziel und Botschaft klären
  • Fragen und Antworten vorbereiten
  • Werbesprache reduzieren
  • Geschichten und Beispiele auswählen
  • Stimme und Körpersprache prüfen
  • Präsenz vor der Kamera entwickeln
  • Nervosität regulieren
  • Probeaufnahmen auswerten

Wir arbeiten an dem Video und dem Auftritt, der tatsächlich ansteht.

Online oder persönlich in Berlin.

P.S.​

 

Welche Erfahrungen oder Erwartungen sind mit Imagevideos verbunden? Welche Fragen gibt es dazu?

Unterstützung für deinen Medienauftritt

 

Ein Interview, ein Statement oder ein anderer Medienauftritt kann weitreichende Wirkung haben. Eine gute Vorbereitung hilft dir, deine Botschaften zu schärfen, auch auf kritische Fragen klar zu antworten und vor Kamera oder Mikrofon präsent zu bleiben.

Ich unterstütze dich individuell bei der Vorbereitung deines konkreten Medienauftritts. Wir können mögliche Fragen und kritische Situationen durchspielen, Antworten präzisieren und den Auftritt realitätsnah simulieren.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. So erfährst du vor dem tatsächlichen Auftritt, wie deine Botschaften wirken, wo Missverständnisse entstehen können und welche Veränderungen deine Wirkung stärken.

Je nach Anlass können wir beispielsweise arbeiten an:

  • Kernbotschaften und Formulierungen
  • Interviews und kritischen Fragen
  • schwierigen oder überraschenden Nachfragen
  • kurzen Statements und O-Tönen
  • Stimme, Körpersprache und Kamerapräsenz
  • Umgang mit Anspannung und Auftrittsdruck
  • realitätsnahen Interviewsimulationen

Die Vorbereitung erfolgt individuell 1:1 in Berlin oder online. Umfang und Intensität richten sich nach Bedeutung, Ausgangssituation und Anforderungen des Medienauftritts.

→ Medienauftritt individuell vorbereiten

→ Honorare und Konditionen

 

Bei Lampenfieber

Starke Anspannung kann den Zugang zu Fähigkeiten erschweren, die dir sonst selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn Lampenfieber bei deinem Medienauftritt eine größere Rolle spielt, können wir diesen Aspekt gezielt in die Vorbereitung einbeziehen.

→ Unterstützung bei Lampenfieber

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Artikel zu Auftritten vor der Kamera

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Welche Körpersprache lässt uns unsympathisch wirken? 12 Signale, typische Missverständnisse und Tipps für mehr Präsenz, Sympathie und souveräne Wirkung.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 19. März 2014
Überarbeitung: 20. Juni 2024

O-Ton im Unternehmensvideo: Klar, glaubwürdig und natürlich sprechen

O-Ton im Unternehmensvideo: So klingt eine Botschaft glaubwürdig

Wie entsteht ein kurzer, glaubwürdiger O-Ton, der wirklich nach Mensch klingt und trotzdem eine klare Botschaft transportiert?
Medienkompetenz

O-Ton im Unternehmensvideo: So klingt eine Botschaft glaubwürdig

 

„Sag einfach ein paar Sätze in die Kamera.“

Klingt leicht.

Bis das rote Licht angeht.

Plötzlich werden einfache Gedanken kompliziert.

Sätze werden länger.

Die Stimme klingt fremd.

Der Blick sucht Orientierung.

Und aus einer klaren Botschaft wird eine kleine Rede.

Genau deshalb verdient ein guter O-Ton Vorbereitung.

Ein überzeugender O-Ton klingt spontan. Er muss deshalb noch lange nicht unvorbereitet sein.

 

 

 

Was ist ein O-Ton?

 

Ein O-Ton ist eine originale gesprochene Aussage einer Person, die in einem Video, Interview oder journalistischen Beitrag verwendet wird.

In Unternehmensvideos können solche Aussagen beispielsweise von folgenden Personen stammen:

  • Geschäftsführung
  • Führungskräften
  • Mitarbeitenden
  • Fachleuten
  • Projektverantwortlichen
  • Kunden
  • Geschäftspartnern

Der große Vorteil:

Die Botschaft kommt direkt von einem Menschen.

Dadurch werden Unternehmen persönlicher und Aussagen greifbarer.

 

 

 

Wozu braucht ein Unternehmensvideo O-Töne?

 

Ein guter O-Ton kann unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

Zum Beispiel:

  • eine Entscheidung erklären
  • eine Strategie einordnen
  • ein Projekt verständlich machen
  • Fachkompetenz zeigen
  • Unternehmenskultur erlebbar machen
  • eine persönliche Perspektive ergänzen
  • Vertrauen unterstützen

Entscheidend ist weniger, dass jemand vor der Kamera spricht.

Entscheidend ist, ob die Person etwas Relevantes zu sagen hat.

 

 

 

Der häufigste Fehler: Erst Kamera, dann Botschaft

 

Viele Videoaufnahmen beginnen mit Technik.

Kamera steht.

Licht steht.

Mikrofon läuft.

Dann kommt die Frage:

„Was möchtest du eigentlich sagen?“

Ich würde die Reihenfolge umdrehen.

Zuerst:

Was soll beim Zuschauer hängen bleiben?

Dann:

Wer sollte diese Botschaft vermitteln?

Welche Geschichte oder welches Beispiel macht sie glaubwürdig?

Und erst danach:

Wie nehmen wir das auf?

Die Kamera zeichnet auf. Die Wirkung entsteht vorher.

 

 

 

Eine Botschaft pro O-Ton

 

Ein O-Ton wird stärker, wenn er einen klaren Gedanken transportiert.

Problematisch wird es, wenn in zwanzig Sekunden gleichzeitig:

  • Unternehmensgeschichte
  • Strategie
  • Produkt
  • Werte
  • Zukunftsvision
  • und ein Call-to-Action

untergebracht werden sollen.

Dann entsteht sprachliche Verdichtung.

Und häufig genau das Gegenteil von Klarheit.

Eine hilfreiche Frage lautet:

Welcher eine Gedanke verdient diesen O-Ton?

 

 

 

Der O-Ton braucht ein Ziel

 

Bevor du formulierst, kläre:

Was soll dieser Satz beim Zuschauer bewirken?

Zum Beispiel:

„Die Mitarbeitenden sollen verstehen, warum wir diesen Weg gehen.“

„Bewerber sollen erkennen, was diese Position anspruchsvoll und interessant macht.“

„Kunden sollen verstehen, welchen konkreten Nutzen diese Veränderung bringt.“

„Die Öffentlichkeit soll eine klare Einordnung bekommen.“

Mit einem klaren Ziel wird Sprache leichter.

 

 

 

Natürlich sprechen statt Unternehmenssprache

 

Viele O-Töne scheitern weniger am Menschen als am Text.

Zum Beispiel:

„Mit unserer innovativen Transformationsstrategie schaffen wir nachhaltige Mehrwerte für sämtliche Stakeholder.“

Vielleicht steht dieser Satz in einem Strategiepapier.

Kaum jemand spricht so.

Vor der Kamera klingt er entsprechend fremd.

Stärker wäre beispielsweise:

„Wir verändern diesen Prozess, weil unsere Kunden schneller eine verlässliche Antwort brauchen.“

Konkreter.

Kürzer.

Menschlicher.

 

 

 

Schreiben fürs Auge und sprechen fürs Ohr sind zwei verschiedene Dinge

 

Ein Satz kann auf Papier hervorragend aussehen und gesprochen schwer funktionieren.

Beim Sprechen helfen:

  • kurze Satzstrukturen
  • konkrete Verben
  • weniger Substantive
  • eine klare Aussage pro Satz
  • verständliche Begriffe
  • natürlicher Rhythmus

Deshalb lohnt sich ein einfacher Test:

Lies den Satz laut.

Wenn du dabei selbst stolperst, wird er vor der Kamera kaum leichter.

 

 

 

Auswendig lernen oder frei sprechen?

 

Für viele Menschen funktioniert weder extremes Auswendiglernen noch völlige Improvisation besonders gut.

Beim Auswendiglernen entsteht leicht:

  • starre Betonung
  • sichtbares Erinnern
  • Angst vor dem nächsten Wort
  • weniger natürliche Mimik

Bei völliger Improvisation entstehen dagegen häufig:

  • lange Antworten
  • Nebenthemen
  • Wiederholungen
  • unklare Schlusspunkte

Die bessere Mitte:

Kenne deinen Gedanken sehr genau. Formuliere ihn im Moment in deiner eigenen Sprache.

 

 

 

Mit Kernbotschaften arbeiten

 

Statt einen vollständigen Text auswendig zu lernen, kann eine Person drei Dinge kennen:

1. Kernbotschaft

Was soll unbedingt gesagt werden?

2. Beleg oder Beispiel

Was macht die Aussage konkret?

3. Schlusspunkt

Wo endet die Antwort?

Diese Struktur gibt Sicherheit und lässt trotzdem Raum für natürliche Sprache.

 

 

 

Eine gute Frage erzeugt einen besseren O-Ton

 

O-Töne entstehen häufig als Antworten.

Die Qualität der Frage spielt deshalb eine große Rolle.

Wenig hilfreich:

„Erzählen Sie doch einmal etwas über Ihre Unternehmenskultur.“

Konkreter wäre:

„Woran erkennt ein neuer Mitarbeiter nach zwei Wochen, wie bei Ihnen Zusammenarbeit funktioniert?“

Oder statt:

„Was macht Ihr Unternehmen innovativ?“

besser:

„Welche Entscheidung haben Sie im vergangenen Jahr getroffen, die vor drei Jahren noch undenkbar gewesen wäre?“

Konkrete Fragen produzieren häufiger konkrete Antworten.

 

 

 

Die ersten zehn Sekunden einer Antwort sind selten die besten

 

Viele Menschen beginnen ihre Antwort mit Anlauf.

„Also, grundsätzlich muss man dazu vielleicht erst einmal sagen …“

Der eigentliche Gedanke kommt später.

Bei der Vorbereitung lohnt sich deshalb die Frage:

Wo beginnt die interessante Aussage wirklich?

Oft kann der erste Satz deutlich näher an den Kern.

 

 

 

Kurze Antworten sind kein Selbstzweck

 

Ein guter O-Ton sollte prägnant sein.

Das bedeutet keineswegs:

so kurz wie möglich.

Entscheidend ist:

Ist der Gedanke vollständig?

Ist er verständlich?

Kann er sinnvoll geschnitten und verwendet werden?

Manche Aussagen brauchen zehn Sekunden.

Andere dreißig.

Die Botschaft bestimmt die Länge.

 

 

 

Antworten sollten möglichst auch ohne Frage funktionieren

 

In vielen Unternehmensvideos ist die Interviewfrage später kaum zu hören.

Dann sollte die Antwort für sich verständlich sein.

Statt:

„Ja, das ist für uns sehr wichtig.“

besser:

„Frühe Verantwortung ist für uns wichtig, weil neue Mitarbeitende dadurch schneller eigene Entscheidungen treffen können.“

Jetzt besitzt der O-Ton einen eigenen Kontext.

 

 

 

Führungskräfte vor der Kamera

 

Bei Führungskräften wird ein O-Ton schnell zu mehr als einer Sachinformation.

Zuschauer beobachten gleichzeitig:

  • Wie klar spricht diese Person?
  • Wie wirkt sie unter Druck?
  • Wie spricht sie über andere Menschen?
  • Wie glaubwürdig wirkt ihre Überzeugung?
  • Wie gut passen Worte und Auftreten zusammen?

Deshalb ist ein CEO-Statement immer auch Führungskommunikation.

Die Botschaft wird gehört. Die Haltung wird mitgesehen.

 

 

 

Mitarbeitende vor der Kamera

 

Auch Mitarbeitende brauchen Vorbereitung.

Nur eine andere.

Sie sollen selten wie Pressesprecher wirken.

Gerade ihre persönliche Perspektive macht sie interessant.

Hilfreich sind Fragen wie:

  • Was hast du selbst erlebt?
  • Was hat dich überrascht?
  • Was macht dieses Projekt besonders?
  • Was würdest du jemandem erklären, der deine Arbeit kaum kennt?

Je näher eine Aussage an eigener Erfahrung liegt, desto leichter wird sie häufig vor der Kamera.

 

 

 

Authentizität ist keine Technik

 

„Sei authentisch!“ klingt gut.

Vor der Kamera hilft diese Aufforderung selten.

Authentizität entsteht eher dadurch, dass:

  • die Person die Botschaft tatsächlich versteht
  • sie hinter der Aussage steht
  • die Formulierungen zu ihrer Sprache passen
  • sie ausreichend vorbereitet ist
  • die Situation psychologisch sicher genug ist

Wenn jemand einen Satz sagen soll, an den er selbst kaum glaubt, wird auch das beste Kameratraining wenig retten.

 

 

 

Was tun mit Nervosität?

 

Viele Menschen sind vor einer Kamera zunächst angespannter als in einem normalen Gespräch.

Das ist wenig überraschend.

Plötzlich werden sie beobachtet.

Aufgezeichnet.

Und die eigene Aussage kann lange sichtbar bleiben.

Hilfreich sind:

  • vorherige Orientierung über Ablauf und Fragen
  • ein kurzer Probedurchlauf
  • Zeit zum Ankommen
  • ein Gespräch statt einer Prüfungssituation
  • mehrere Aufnahmen ohne Perfektionsdruck

Ziel ist weniger vollständige Entspannung.

Ziel ist, wieder Zugriff auf die eigene Sprache und Persönlichkeit zu bekommen.

 

 

 

Blickkontakt: Kamera oder Interviewpartner?

 

Das hängt vom Format ab.

Bei einem klassischen Interview blickt die Person häufig leicht an der Kamera vorbei zum Gesprächspartner.

Bei einer direkten Ansprache schaut sie in die Kamera.

Beides kann funktionieren.

Wichtig ist die bewusste Entscheidung vor dem Dreh.

 

 

 

Körpersprache: weniger kontrollieren, besser ausrichten

 

Viele Menschen fragen:

„Was soll ich mit meinen Händen machen?“

Ich halte wenig davon, jede Bewegung zu kontrollieren.

Eine stabilere Ausgangshaltung, natürliche Gestik und eine klare Botschaft helfen meist mehr.

Wer ständig seine Hände beobachtet, verliert Aufmerksamkeit für den eigenen Gedanken.

Die Körpersprache sollte die Aussage unterstützen.

Sie muss keinstudiert aussehen.

 

 

 

Stimme und Sprechtempo

 

Nervosität beschleunigt häufig.

Dann werden Pausen kürzer und Gedanken schwieriger verständlich.

Eine gute Gegenstrategie:

Den ersten Satz bewusst ruhig beginnen.

Gedanken abschließen.

Pausen zulassen.

Und wichtige Wörter tatsächlich betonen.

Das wirkt meist natürlicher als künstlich verlangsamtes Sprechen.

 

 

 

Was ist mit Füllwörtern?

 

Füllwörter gehören zur gesprochenen Sprache.

Ein gelegentliches „also“ oder „äh“ zerstört kaum die Glaubwürdigkeit.

Problematisch wird es, wenn Redeticks so häufig auftreten, dass sie Aufmerksamkeit binden oder Unsicherheit verstärken.

Das Ziel ist deshalb weniger sterile Sprache.

Das Ziel ist verständliche Sprache.

 

 

 

Ein O-Ton braucht Persönlichkeit

 

Unternehmenskommunikation wird schnell austauschbar.

Besonders dann, wenn jede Person denselben Sprachstil verwendet.

Ein technischer Leiter darf anders sprechen als eine Geschäftsführerin.

Eine Auszubildende anders als der Personalchef.

Diese Unterschiede sind wertvoll.

Sie machen sichtbar, dass echte Menschen sprechen.

 

 

 

Technik ist wichtig – und selten dein Hauptproblem

 

Guter Ton ist wichtig.

Passendes Licht ebenfalls.

Auch Bildkomposition und Hintergrund verdienen Aufmerksamkeit.

In professionellen Produktionen übernehmen diese Aufgaben meist andere Menschen.

Für die Person vor der Kamera ist eine andere Frage wichtiger:

Was möchte ich sagen, und wie sage ich es so, dass es wirklich nach mir klingt?

 

 

 

Recht und Einverständnis

 

Wenn Mitarbeitende, Kunden oder andere Personen in Unternehmensvideos erscheinen, sollten Nutzungsrechte, Einwilligungen und geplante Veröffentlichungswege vorab geklärt sein.

Das gilt besonders, wenn Material über längere Zeit und auf mehreren Plattformen eingesetzt werden soll.

Bei rechtlichen Fragen lohnt sich fachkundige Beratung.

 

 

 

7 Fragen vor einem O-Ton

 

1. Was soll hängen bleiben?

Formuliere die Kernbotschaft in einem Satz.

 

2. Wer ist das Publikum?

Sprache und Beispiel sollten dazu passen.

 

3. Warum spreche gerade ich?

Welche Perspektive oder Kompetenz bringst du mit?

 

4. Welches Beispiel macht meine Aussage konkret?

Konkrete Erfahrungen erhöhen Verständlichkeit und Glaubwürdigkeit.

 

5. Wie würde ich das einem Menschen gegenüber formulieren?

Diese Frage hilft gegen Unternehmenssprache.

 

6. Wo endet meine Antwort?

Ein klarer Schlusspunkt verhindert unnötige Schleifen.

 

7. Funktioniert der Satz ohne die Interviewfrage?

Das macht den O-Ton später flexibler einsetzbar.

 

 

 

Eine einfache Struktur für starke O-Töne

 

Wenn du Orientierung brauchst, nutze drei Schritte:

Aussage.

Beispiel.

Bedeutung.

Zum Beispiel:

„Wir geben neuen Mitarbeitenden früh Verantwortung. Eine unserer heutigen Projektleiterinnen leitete nach sechs Monaten ihr erstes eigenes Kundenprojekt. Genau diese Entwicklungsmöglichkeiten möchten wir ermöglichen.“

Die Struktur klingt einfach.

Gerade deshalb funktioniert sie gut.

 

 

 

Was ich unmittelbar vor der Aufnahme vermeiden würde

 

  • noch schnell einen komplett neuen Text auswendig lernen
  • jede Geste kontrollieren
  • Antworten Wort für Wort perfektionieren
  • zehn Botschaften gleichzeitig unterbringen
  • die Aufnahme als Prüfung behandeln

Hilfreicher ist:

  • Gedanken kennen.
  • Beispiel kennen.
  • Atmen.
  • Menschen ansehen.
  • Sprechen.

 

 

 

Häufige Fragen zum O-Ton

 

Was ist ein O-Ton im Unternehmensvideo?

Ein O-Ton ist eine originale gesprochene Aussage einer Person, die direkt im Video verwendet wird. Das kann beispielsweise ein Statement einer Führungskraft, eines Mitarbeitenden oder eines Kunden sein.

 

Wie lang sollte ein O-Ton sein?

So lang, wie der Gedanke braucht. Für viele Videos sind kurze und in sich verständliche Aussagen hilfreich. Entscheidend sind Klarheit und Verwendbarkeit, weniger eine starre Sekundenregel.

 

Sollte ein O-Ton auswendig gelernt werden?

Meist ist es hilfreicher, Kernbotschaft, Beispiel und Schlusspunkt sehr gut zu kennen und die konkrete Formulierung natürlich entstehen zu lassen.

 

Wie wirkt ein O-Ton authentisch?

Wenn Sprache, Persönlichkeit und Aussage zusammenpassen. Gute Vorbereitung unterstützt das. Sie sollte den Menschen klarer machen, statt ihn in einen fremden Sprachstil zu pressen.

 

Wie reduziere ich Nervosität vor der Kamera?

Hilfreich sind ein klarer Ablauf, bekannte Fragen, Probeaufnahmen, genügend Zeit und eine Gesprächssituation, in der du dich auf deine Botschaft statt auf die Kamera konzentrieren kannst.

 

Soll ich direkt in die Kamera schauen?

Bei einer direkten Ansprache meist ja. In Interviewformaten wird häufig mit Blick zum Interviewpartner gearbeitet. Das gewünschte Format sollte vor dem Dreh geklärt sein.

 

Sind Füllwörter im O-Ton schlecht?

Gelegentliche Füllwörter gehören zu natürlicher Sprache. Häufige Redeticks können ablenken. Entscheidend ist die Gesamtwirkung.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Ein O-Ton muss keineswegs perfekt klingen.

Er sollte klar sein.

Verständlich.

Glaubwürdig.

Und nach dem Menschen klingen, der ihn ausspricht.

Die beste Vorbereitung macht einen Menschen vor der Kamera weniger künstlich – nicht mehr.

 

 

 

Wenn dein O-Ton wirklich sitzen muss

 

Bei einem wichtigen Unternehmensvideo lohnt es sich, die Person vor der Kamera ebenso sorgfältig vorzubereiten wie Licht, Ton und Schnitt.

Im persönlichen 1:1 können wir konkret an der bevorstehenden Aufnahme arbeiten:

  • Kernbotschaft schärfen
  • Antworten strukturieren
  • Unternehmenssprache in gesprochene Sprache übersetzen
  • Beispiele auswählen
  • kritische Fragen vorbereiten
  • Stimme und Sprechtempo optimieren
  • Körpersprache und Präsenz prüfen
  • Nervosität regulieren
  • Probeaufnahmen auswerten

Wir arbeiten an den Aussagen, die tatsächlich aufgenommen werden sollen.

Online oder persönlich in Berlin.

P.S.​

 

Was ist bei einem O-Ton für ein Unternehmensvideo zu beachten? Welche Erfahrungen oder Fragen gibt es dazu?

Unterstützung für deinen Medienauftritt

 

Ein Interview, ein Statement oder ein anderer Medienauftritt kann weitreichende Wirkung haben. Eine gute Vorbereitung hilft dir, deine Botschaften zu schärfen, auch auf kritische Fragen klar zu antworten und vor Kamera oder Mikrofon präsent zu bleiben.

Ich unterstütze dich individuell bei der Vorbereitung deines konkreten Medienauftritts. Wir können mögliche Fragen und kritische Situationen durchspielen, Antworten präzisieren und den Auftritt realitätsnah simulieren.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. So erfährst du vor dem tatsächlichen Auftritt, wie deine Botschaften wirken, wo Missverständnisse entstehen können und welche Veränderungen deine Wirkung stärken.

Je nach Anlass können wir beispielsweise arbeiten an:

  • Kernbotschaften und Formulierungen
  • Interviews und kritischen Fragen
  • schwierigen oder überraschenden Nachfragen
  • kurzen Statements und O-Tönen
  • Stimme, Körpersprache und Kamerapräsenz
  • Umgang mit Anspannung und Auftrittsdruck
  • realitätsnahen Interviewsimulationen

Die Vorbereitung erfolgt individuell 1:1 in Berlin oder online. Umfang und Intensität richten sich nach Bedeutung, Ausgangssituation und Anforderungen des Medienauftritts.

→ Medienauftritt individuell vorbereiten

→ Honorare und Konditionen

 

Bei Lampenfieber

Starke Anspannung kann den Zugang zu Fähigkeiten erschweren, die dir sonst selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn Lampenfieber bei deinem Medienauftritt eine größere Rolle spielt, können wir diesen Aspekt gezielt in die Vorbereitung einbeziehen.

→ Unterstützung bei Lampenfieber

 

 

Der nächste Schritt

 

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Artikel zu Auftritten vor der Kamera

Unsympathische Körpersprache: 12 Signale, die Distanz schaffen

Welche Körpersprache lässt uns unsympathisch wirken? 12 Signale, typische Missverständnisse und Tipps für mehr Präsenz, Sympathie und souveräne Wirkung.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 19. März 2014
Überarbeitung: 20. Juni 2024

Was bedeutet im Geschäftsleben Mehrwert schaffen?

Was bedeutet im Geschäftsleben "Mehrwert schaffen"?

Vorteile im Wettbewerb

Was bedeutet im Geschäftsleben Mehrwert schaffen?

 

Was bedeutet es im Geschäftsleben Mehrwert zu schaffen wirklich?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Was bedeutet im Geschäftsleben Mehrwert schaffen?

 

An allerlei Stelle ist zu erfahren, dass du deinen Kunden einen Mehrwert bieten sollst, -–oft ist von Value Proposition die Rede–  nur was bedeutet das wirklich? Was ich als wertvoll empfinde, kann für dich wertlos sein und umgekehrt.

Um wirklich einen außergewöhnlichen Wert zu liefern, musst du Leistungen anbieten, die deine Kunden nicht selbst erbringen können oder für deren Ausführung ihnen das Fachwissen fehlt.

Dabei geht es nicht nur darum, eine Lücke zu schließen, sondern eine Lösung zu schaffen, die klar definierte Erfolgskriterien erfüllt. Indem du dort einspringst, wo deine Kunden sich zurückziehen, wirst du unentbehrlich und verwandelst Herausforderungen in Erfolge, die auf ihre einzigartigen Erfolgskriterien zugeschnitten sind.

Für ein Unternehmen hängt der Erfolg oft davon ab, wie effektiv es seinen Kunden einen Mehrwert bieten kann. Dabei geht es nicht nur darum, Bedürfnisse zu befriedigen, sondern auch darum, für den Kunden ein wünschenswertes Ergebnis zu schaffen, das er vielleicht nicht allein erreichen kann.

Was sie davon haben, ist unterschiedlich und jeder Kunde hat andere Prioritäten, was sein größter Nutzen ist, aber in der Regel ist es einer (oder mehrere) der folgenden Punkte:

  • Spart Zeit
  • Reduziert Kosten
  • Erhöht die Effizienz
  • Verbessert die Ergebnisse
  • Bietet emotionale Befriedigung

 

Anstatt nur darauf zu hoffen, dass dein Kunde erkennt, wie gut dein Angebot ist, musst du dein Wertversprechen klar kommunizieren und dafür sorgen, dass deine potenziellen Kunden verstehen, was dich auf dem Markt auszeichnet.

Wie alles in deinem Unternehmen ist auch dies kein statischer Prozess; du musst dich ständig bemühen, die Bedürfnisse deiner Kunden zu verstehen und zu antizipieren und dich an die Marktbedingungen anzupassen. Ja, das klingt nach harter Arbeit, aber sie lohnt sich. Ein Unternehmen, das seinen Kunden stets einen Mehrwert bietet, wird eher langfristige Beziehungen aufbauen, Loyalität fördern und sich einen

 

 

 

Wettbewerbsvorteil verschaffen

 

Wie kannst du Werte in deinem Unternehmen finden und hervorheben? Genau darum geht es in diesem Beritrag.

 

 

 

Werte in der Wirtschaft verstehen

 

Wenn du in deinem Unternehmen Werte schaffst, wirst du nachhaltiges Wachstum, engagierte Kunden und einen echten Wettbewerbsvorteil haben. Um all diese Vorteile zu erhalten, musst du jedoch mehr als nur den wirtschaftlichen Wert sehen: Wahrer Wert umfasst auch die Kundenzufriedenheit und die immateriellen Vorteile, die dein Unternehmen einzigartig machen.

Es ist wichtig eine eiogene Antwort auf die wichtigsten Fragen zu finden. Die Wahrnehmung von Wert ist subjektiv und hängt von den individuellen Kundenbedürfnissen und Marktanforderungen ab. Um deinen Wert zu finden, musst du ein Wertversprechen (Value Proposition) erstellen. Zunächst ist zu klären, was damit gemeint ist, wenn hier von Wert die Rede ist.

 

 

 

Definition von „Wert

 

Wert ist der Nutzen und die Bedeutung, die ein Produkt oder eine Dienstleistung für den Kunden hat.
Es bedeutet nicht, dass etwas billiger ist als die Konkurrenz, sondern dass das, was du anbietest – unabhängig vom Preis – mehr bietet als das, wofür dein Kunde bezahlt oder erwartet hat.
Wenn du nach Mehrwertoptionen für deine Produkte oder Dienstleistungen suchst, solltest du dich an bewährten Eigenschaften orientieren, die sich über die Jahre bewährt haben: Qualität, Komfort und außergewöhnlicher Kundenservice.
Vorher-Nachher-Fotos sind eine gute Möglichkeit, deinem Publikum deinen Wert zu vermitteln, aber was ist mit den immateriellen Elementen, die sich nicht fotografieren lassen?

 

 

Immaterielle Elemente des Wertes

 

Immaterielle Wertaspekte sind nicht-physische Komponenten, die die Wahrnehmung der Kunden und die Differenzierung des Unternehmens erheblich beeinflussen können:

  • Der Ruf der Marke:
    Die Wahrnehmung der Qualität, Zuverlässigkeit und ethischen Haltung einer Marke.
  • Kundenerlebnis:
    Ein qualitativ hochwertiger, reaktionsschneller und individueller Kundenservice verbessert das Gesamterlebnis und die Benutzerfreundlichkeit.
  • Exklusivität:
    Ein Gefühl der Exklusivität oder des Prestiges, das mit einem Produkt oder einer Dienstleistung verbunden ist, kann die Nachfrage ankurbeln, vor allem in Luxusmärkten, in denen es cool ist, selten zu sein.
  • Sicherheit und Datenschutz:
    Die Zusicherung von Datenschutz, Privatsphäre und Sicherheit kann entscheidend sein, besonders in einer Welt, in der Datenschutzverletzungen an der Tagesordnung sind.
  • Emotionale Bindung:
    Produkte oder Dienstleistungen, die positive Emotionen wie Freude, Vertrauen oder Sicherheit hervorrufen, können mit Nostalgie, Ästhetik oder der Übereinstimmung mit persönlichen Werten verbunden sein.
  • Nachhaltigkeit und Ethik:
    Das Engagement für Nachhaltigkeit, ethische Praktiken und soziale Verantwortung kann ein wichtiger Faktor für die Wahl einer Marke sein.

 

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, deinen Wert zu vermitteln. Um deinen Wert effektiv zu kommunizieren, musst du dein Angebot und deine Zielgruppe genau kennen und dein Versprechen mit tatsächlichen Ergebnissen belegen. Das wird sich in deinem Wertversprechen zeigen.

 

 

 

Formulierung eines Wertversprechens (Value proposition)

Ein Wertversprechen ist ein Text, der die eindeutigen Vorteile deines Produkts oder deiner Dienstleistung definiert. Hier formulierst du die Gründe, warum sich ein Kunde für dich und nicht für jemand anderen entscheiden sollte.

Hier ist ein Beispiel für eine strukturierte Vorgehensweise, um ein effektives Wertversprechen zu erstellen:

 

 

 

Schritt 1: Identifiziere die Bedürfnisse deiner Kunden

 

Beginne damit, dein Zielpublikum zu verstehen. Erforsche ihre Bedürfnisse, Probleme und Vorlieben. Vor welchen Problemen stehen sie, die dein Produkt oder deine Dienstleistung lösen kann?

 

 

 

Schritt 2: Definiere, was du tust

 

Definiere klar und deutlich, was dein Produkt oder deine Dienstleistung ist und was sie leistet. Dazu gehören die grundlegenden Merkmale und Funktionen, aber auch die materiellen und immateriellen Elemente, die dein Unternehmen von anderen abheben.

 

 

 

Schritt 3: Einzigartige Unterscheidungsmerkmale bestimmen

 

Finde heraus, was dein Produkt oder deine Dienstleistung einzigartig macht. Das können innovative Technologien, ein hervorragender Kundenservice, exklusive Funktionen, eine bessere Preisgestaltung oder ein ethischer Ansatz sein.

 

 

 

Schritt 4: Verbinde die Vorteile mit den Kundenbedürfnissen

 

Du musst in der Lage sein, deine Leistungen mit den Bedürfnissen und Wünschen deiner Zielgruppe in Verbindung zu bringen und zu erklären, wie diese Leistungen die Situation des Kunden verbessern oder seine Probleme lösen. Testimonials und Fallstudien sind dafür hervorragend geeignet.

 

 

 

Schritt 5: Schreibe das Wertversprechen (Value Proposition)

 

Fasse alles, was du in den vorangegangenen Schritten gesagt hast, in einer prägnanten Aussage zusammen, die deinen Wert kommuniziert. Ein starkes Wertversprechen folgt normalerweise dieser Formel:

  • Überschrift:
    Ein klarer, aussagekräftiger Titel, der den Nutzen deines Angebots zusammenfasst.
  • Zwischenüberschrift oder ein Absatz mit 2-3 Sätzen:
    Eine genaue Erklärung, was du anbietest, für wen und wie es nützlich ist.
  • Drei Aufzählungspunkte: Nenne die wichtigsten Vorteile oder Merkmale.
  • Visuelle Elemente: Füge ein Bild, ein Diagramm oder eine Infografik ein, die den Text unterstützen.

 

 

 

Schritt 6: Testen und verbessern

 

Sobald du dein erstes Nutzenversprechen erstellt hast, teste es mit potenziellen Kunden. Hole dir Feedback ein und verfeinere deine Botschaft auf der Grundlage dessen, was bei deiner Zielgruppe am besten ankommt und was du auch wirklich anbietest.

 

 

 

Schritt 7: Integriere dein gesamtes Unternehmen

 

Konsistenz hilft, Anerkennung und Vertrauen aufzubauen. Dein Wertversprechen muss sich in all deinen Marketingmaterialien widerspiegeln, von deiner Website bis zu den sozialen Medien und in dem Elevator Pitch, den du bei Networking-Veranstaltungen verwendest.

 

 

 

Die Schmerzpunkte der Kunden erkennen

 

Ein guter Unternehmer versteht die Probleme seiner Kunden. Du musst die spezifischen Probleme deiner potenziellen Kunden kennen – und in der Lage sein, sie zu lösen.

Um Schmerzpunkte zu erkennen, musst du auf das Feedback deiner Kunden hören, Daten von verschiedenen Berührungspunkten analysieren und auf Veränderungen in der Branche achten. Anerkannte Methoden sind unter anderem:

  • Sammlung von Feedback:
    Durchführung von Umfragen und Vorschlagskästen.
  • Datenanalyse:
    Auswertung von Kaufhistorien und Supportprotokollen.
  • Soziales Zuhören:
    Beobachtung der sozialen Medien auf direkte Erwähnungen und breitere Unterhaltungen über die Marke oder die Branche.

 

 

 

 

Maßgeschneiderte Lösungen schaffen

 

Sobald die Schmerzpunkte der Kunden identifiziert sind, besteht der nächste Schritt darin, Lösungen zu entwickeln, die direkt auf diese Probleme abzielen. Dazu gehören:

  • Produktdesign:
    Anpassungen oder neue Funktionen, die Schmerzpunkte ansprechen.
  • Kundenbetreuung:
    Schulung der Support-Teams, um Kundenprobleme schnell zu lösen.
  • Kommunikation:
    Klare Botschaften, die erklären, wie ein Produkt oder eine Dienstleistung das Problem des Kunden löst.

 

Das Ziel ist es, eine Dienstleistung oder ein Produkt zu entwickeln, das die Bedürfnisse deiner Kunden erfüllt und ihre Erwartungen übertrifft.

 

 

 

Wie können wir im Geschäftsleben Wert schaffen?

 

Wertschöpfung im Geschäftsleben bedeutet, die Erwartungen der Kunden zu erfüllen oder zu übertreffen, indem du Produkte, Dienstleistungen oder Erfahrungen anbietest, die ihre Bedürfnisse und Vorlieben erfüllen. Dies kann durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden, beispielsweise. durch qualitativ hochwertige Produkte, exzellenten Kundenservice, wettbewerbsfähige Preise, Bequemlichkeit, Innovation und Individualisierung. Indem sie die Kundenbedürfnisse verstehen und vorhersehen, können Unternehmen ihre Angebote so gestalten, dass sie einen Mehrwert bieten, der ihre Zielgruppe anspricht.

 

 

 

Was bedeutet Wert für Kunden?

Für die Kunden umfasst der Wert den wahrgenommenen Nutzen, den sie von einem Produkt oder einer Dienstleistung im Vergleich zu den Kosten erhalten. Er geht über den reinen Preis hinaus und umfasst Faktoren wie Qualität, Zuverlässigkeit, Bequemlichkeit, Kundenservice und das Gesamterlebnis. Der Wert ist subjektiv und kann von Kunde zu Kunde variieren, je nach Vorlieben, Prioritäten und Erwartungen. Letztendlich suchen die Kunden nach Lösungen, die ihre spezifischen Bedürfnisse erfüllen und ihnen eine positive Rendite bieten.

 

 

 

Wie schafft das Marketing einen Mehrwert?

 

Das Marketing spielt eine entscheidende Rolle bei der Schaffung von Werten, indem es potenziellen Kunden die Vorteile von Produkten oder Dienstleistungen vermittelt und sie von der Konkurrenz abhebt.

Durch gezieltes Messaging, Branding, Storytelling und verschiedene Werbestrategien hilft das Marketing den Kunden zu verstehen, wie ein Produkt oder eine Dienstleistung ihre Bedürfnisse erfüllen und ihr Leben verbessern kann. Durch das Hervorheben von Alleinstellungsmerkmalen, das Ansprechen von Schmerzpunkten und den Aufbau von Vertrauen schafft das Marketing eine Wertwahrnehmung, die Kaufentscheidungen beeinflusst.

 

 

 

Was macht einen Wert in der Wirtschaft aus?

 

In der Wirtschaft wird der Wert durch den Nutzen definiert, den ein Produkt oder eine Dienstleistung den Kunden im Verhältnis zu seinen Kosten bietet. Dazu gehören greifbare Eigenschaften wie Qualität, Merkmale und Funktionalität, aber auch immaterielle Aspekte wie der Ruf der Marke, das Vertrauen und das Kundenerlebnis. Letztendlich wird der Wert dadurch bestimmt, wie der Kunde die Gegenleistung für seine Zeit, sein Geld oder seine Ressourcen einschätzt. Unternehmen, die stets einen Mehrwert bieten, werden mit größerer Wahrscheinlichkeit Kunden anziehen und binden, ein nachhaltiges Wachstum erzielen und auf dem Markt wettbewerbsfähig bleiben.

 

 

 

Wie wird der Wert eines Unternehmens gesteigert?

 

Um den Wert eines Unternehmens zu steigern, gibt es verschiedene Strategien, die darauf abzielen, seine Wettbewerbsposition, Rentabilität und Marktattraktivität zu verbessern.

Dazu gehören die Verbesserung der Produktqualität, die Ausweitung von Produktlinien oder Dienstleistungen, die Optimierung der betrieblichen Abläufe, Investitionen in Innovation und Technologie, der Aufbau enger Kundenbeziehungen und die Pflege eines guten Rufs der Marke. Darüber hinaus können auch strategische Partnerschaften, Fusionen und Übernahmen sowie die Diversifizierung in neue Märkte oder Branchen dazu beitragen, den Gesamtwert des Unternehmens zu steigern.

 

 

 

 

Fazit

 

Wenn du den Wert deines Unternehmens für deine Kunden verstehst, geht es nicht nur darum, was du verkaufst oder welche Dienstleistungen du anbietest, sondern um die tieferen Bedürfnisse und Wünsche, die du für deine Kunden erfüllen kannst. Bei jeder Interaktion mit deinem Unternehmen sollten sich deine Kunden wertgeschätzt, verstanden und zufrieden fühlen.
Indem du ein klares und überzeugendes Wertversprechen erstellst, kannst du deinen Kunden zeigen, welche einzigartigen Vorteile sie haben, wenn sie sich für dich entscheiden.

Wenn du dich verpflichtest, dein Wertversprechen (value Porposiotion) zu verstehen und umzusetzen, wirst du deinen Wert klar erkennen und dich von der Masse abheben. Es ist eine kontinuierliche Reise des Zuhörens, der Anpassung und der Weiterentwicklung, um die Erwartungen der Kunden zu erfüllen und zu übertreffen, die es absolut wert ist.

 

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 28. Juli 2019
AN: #5651
K:
Ü:

USP und Alleinstellungsmerkmal: So wird Positionierung wirklich relevant |

USP und Alleinstellungsmerkmal: Was macht dein Angebot wirklich relevant?

Worin bist du und dein Angebot einzigartig und bemerkenswert?

USP und Alleinstellungsmerkmal: So wird Positionierung wirklich relevant

 

„Was ist dein Alleinstellungsmerkmal?“

Diese Frage klingt wichtig.

Sie führt trotzdem häufig in die falsche Richtung.

Denn kaum ein Unternehmen ist wirklich einzigartig.

Andere bieten ähnliche Produkte an.

Andere besitzen ebenfalls Erfahrung.

Andere sprechen dieselben Zielgruppen an.

Andere können ebenso freundlich, schnell oder kompetent sein.

Das ist kein Problem.

Ein gutes Angebot muss nicht einzigartig auf der Welt sein. Es muss für die richtigen Menschen klar relevant und unterscheidbar sein.

 

 

 

Was bedeutet USP?

 

USP steht für Unique Selling Proposition beziehungsweise Unique Selling Point.

Im Deutschen wird häufig von einem Alleinstellungsmerkmal gesprochen.

Gemeint ist vereinfacht:

Welcher überzeugende Grund spricht dafür, dass sich ein Kunde für dein Angebot entscheidet und nicht für eine Alternative?

Das kann eine besondere Eigenschaft sein.

Eine Kombination mehrerer Merkmale.

Eine bestimmte Spezialisierung.

Eine besondere Arbeitsweise.

Ein konkreter Nutzen.

Oder eine klare Positionierung für eine bestimmte Situation.

 

 

 

Das Problem mit dem Wort „einzigartig“

 

Viele Unternehmen suchen so lange nach etwas Einzigartigem, bis sie Marketingformulierungen erfinden.

Dann entstehen Aussagen wie:

„Wir verbinden höchste Qualität mit persönlichem Service.“

„Wir stellen unsere Kunden in den Mittelpunkt.“

„Wir bieten individuelle Lösungen.“

Das klingt positiv.

Und häufig genauso wie bei allen anderen.

Deshalb interessiert mich weniger:

Was kannst ausschließlich du?

Spannender ist:

Welche relevante Kombination aus Kompetenz, Angebot, Zielgruppe und Arbeitsweise macht deine Wahl für bestimmte Kunden besonders plausibel?

 

 

 

Ein USP ist mehr als ein Werbeslogan

 

Ein Slogan kann eine Positionierung verdichten.

Er ersetzt sie kaum.

Ein tragfähiger USP zeigt sich vielmehr in Fragen wie:

  • Welche Probleme löst du besonders gut?
  • Für welche Menschen oder Unternehmen?
  • In welchen Situationen?
  • Auf welche Weise?
  • Was unterscheidet deinen Ansatz?
  • Welchen konkreten Nutzen erzeugt das?

Wenn diese Fragen klar beantwortet sind, wird Kommunikation wesentlich leichter.

 

 

 

Positionierung beginnt mit Auswahl

 

Viele Angebote werden unklar, weil sie möglichst niemanden ausschließen wollen.

Dann lautet die Botschaft ungefähr:

„Wir können sehr viel für sehr viele Menschen.“

Das mag stimmen.

Es hilft potenziellen Kunden trotzdem wenig bei der Entscheidung.

Positionierung braucht Auswahl.

Zum Beispiel:

  • Welche Zielgruppen sind besonders relevant?
  • Welche Probleme willst du besonders häufig lösen?
  • Welche Situationen passen zu deiner Stärke?
  • Welche Leistungen willst du stärker sichtbar machen?
  • Welche Leistungen gehören weniger in den Vordergrund?

Je klarer diese Auswahl, desto verständlicher wird dein Profil.

 

 

 

USP, Positionierung und Value Proposition: Was ist der Unterschied?

 

Die Begriffe werden häufig vermischt.

Eine einfache Unterscheidung hilft.

 

Positionierung

Positionierung beschreibt, welchen Platz dein Angebot im Kopf deiner Zielgruppe einnehmen soll.

Zum Beispiel:

„Der Spezialist für besonders komplexe B2B-Verhandlungen.“

 

Value Proposition

Die Value Proposition beschreibt den Wert beziehungsweise Nutzen, den dein Angebot für Kunden erzeugt.

Zum Beispiel:

„Wir helfen Führungsteams, kritische Entscheidungen schneller und fundierter zu treffen.“

 

USP

Der USP beschreibt, was dein Angebot im relevanten Vergleich besonders unterscheidbar macht.

Zum Beispiel:

„Strategische, psychologische und kommunikative Vorbereitung aus einer Hand.“

In der Praxis greifen diese drei Ebenen ineinander.

 

 

 

Die wichtigste Frage lautet: Relevant für wen?

 

Ein Merkmal ist erst dann wertvoll, wenn es für die Zielgruppe Bedeutung hat.

Ein Unternehmen kann beispielsweise stolz darauf sein, seit 80 Jahren am Markt zu sein.

Für manche Kunden schafft das Vertrauen.

Für andere spielt es kaum eine Rolle.

Ein Berater kann sehr viele Ausbildungen absolviert haben.

Auch das ist erst relevant, wenn daraus ein Vorteil für das konkrete Anliegen entsteht.

Ein Unterschied wird erst zum Wettbewerbsvorteil, wenn Kunden darin einen Nutzen erkennen.

 

 

 

1. Verstehe die relevante Zielgruppe

 

Beginne weniger mit dir selbst.

Beginne mit den Menschen, die du erreichen möchtest.

Frage:

  • Welche Situationen beschäftigen sie?
  • Was wollen sie erreichen?
  • Was kostet sie Zeit, Geld oder Energie?
  • Welche Risiken möchten sie reduzieren?
  • Was ist ihnen bei einer Lösung besonders wichtig?
  • Welche Alternativen haben sie?

Je besser du diese Perspektive kennst, desto leichter erkennst du, welche Unterschiede tatsächlich relevant sind.

 

 

2. Betrachte die Alternativen

 

Wettbewerb bedeutet mehr als direkte Konkurrenten.

Eine Alternative kann auch sein:

  • nichts zu tun
  • intern eine Lösung zu entwickeln
  • Software zu kaufen
  • einen günstigeren Anbieter zu wählen
  • eine größere Agentur zu beauftragen
  • einen spezialisierten Experten zu wählen

Deshalb lohnt sich die Frage:

Womit vergleicht der Kunde mein Angebot wirklich?

 

 

3. Suche nach relevanten Unterschieden

 

Unterschiede können auf vielen Ebenen entstehen.

Zum Beispiel durch:

  • Spezialisierung
  • besondere Erfahrung
  • Geschwindigkeit
  • Zugang oder Verfügbarkeit
  • Methodik
  • Service
  • Persönlichkeit
  • Qualität
  • Risikoreduktion
  • Komfort
  • Preis
  • eine ungewöhnliche Kombination von Kompetenzen

Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt.

Ein einzelnes Merkmal kann weit verbreitet sein.

Die Kombination mehrerer relevanter Merkmale kann sehr selten werden.

 

Die Kombination kann der eigentliche USP sein

 

Stell dir beispielsweise einen Berater vor.

Strategisches Denken allein ist kaum einzigartig.

Kommunikationskompetenz ebenfalls nicht.

Psychologisches Verständnis auch nicht.

Erfahrung mit Führungskräften ebenfalls wenig.

Die Verbindung all dieser Perspektiven in einer konkreten Situation kann jedoch sehr relevant werden.

Genau darin liegen häufig starke Positionierungen.

Du brauchst nicht zwingend eine einzigartige Eigenschaft. Eine seltene und relevante Kombination kann vollkommen ausreichen.

 

 

4. Übersetze Merkmale in Nutzen

 

Viele Unternehmen beschreiben Eigenschaften.

Kunden denken stärker in Folgen.

Zum Beispiel:

Merkmal: 24-Stunden-Reaktionszeit.

Nutzen: Kritische Fragen bleiben kaum tagelang liegen.

Merkmal: Direkter Ansprechpartner.

Nutzen: Weniger Übergaben und schnellerer Kontext.

Merkmal: Branchenkenntnis.

Nutzen: Weniger Zeit für Grundlagenerklärungen.

Die entscheidende Frage lautet immer:

Was hat der Kunde davon?

 

 

5. Belege deine Positionierung

 

Ein USP ist besonders glaubwürdig, wenn er sichtbar belegt werden kann.

Zum Beispiel durch:

  • Erfahrung
  • konkrete Fälle
  • Referenzen
  • Arbeitsweise
  • Ergebnisse
  • Spezialisierung
  • nachvollziehbare Prozesse

Wenn du sagst:

„Wir sind besonders schnell.“

dann sollte Geschwindigkeit tatsächlich sichtbar werden.

Wenn du sagst:

„Wir arbeiten individuell.“

dann sollte sich das Angebot erkennbar unterscheiden von einem Standardprogramm.

Positionierung braucht Belege.

 

 

6. Formuliere verständlich

 

Ein USP sollte keine Rätselaufgabe sein.

Wenn potenzielle Kunden erst drei Absätze lesen müssen, um den Unterschied zu verstehen, fehlt Klarheit.

Hilfreich ist eine einfache Struktur:

Wir helfen [Zielgruppe], [relevantes Ergebnis] zu erreichen, indem wir [besonderer Ansatz oder Unterschied].

Zum Beispiel:

„Wir helfen mittelständischen Industrieunternehmen, komplexe Vertriebsprozesse zu verkürzen, indem wir Vertrieb, Datenanalyse und Prozessautomatisierung verbinden.“

Das ist noch kein Werbeslogan.

Es ist eine klare Arbeitsgrundlage.

 

 

7. Prüfe, ob die Aussage austauschbar ist

 

Ein einfacher Test:

Setze den Namen eines Wettbewerbers über deinen Text.

Würde er noch genauso gut passen?

Wenn ja, ist die Aussage wahrscheinlich zu allgemein.

Typische Beispiele:

  • „Der Kunde steht bei uns im Mittelpunkt.“
  • „Wir bieten höchste Qualität.“
  • „Wir entwickeln individuelle Lösungen.“
  • „Wir leben Innovation.“

Solche Aussagen können stimmen.

Sie unterscheiden kaum.

 

 

8. Prüfe, ob der Unterschied relevant genug ist

 

Auch ungewöhnliche Merkmale können wertlos sein.

Vielleicht seid ihr das einzige Unternehmen mit grünen Bürostühlen.

Das ist tatsächlich einzigartig.

Nur dürfte kaum ein Kunde deswegen kaufen.

Deshalb braucht ein USP beides:

Unterscheidbarkeit und Relevanz.

 

9. Vermeide künstliche Einzigartigkeit

 

Manche Positionierungen werden so eng formuliert, dass technisch tatsächlich niemand dasselbe behauptet.

Zum Beispiel:

„Deutschlands erster ganzheitlicher KI-Strategieberater für familiengeführte Unternehmen mit systemischem 7-Säulen-Ansatz.“

Das kann einzigartig sein.

Es muss deswegen noch lange überzeugend sein.

Wenn eine Positionierung vor allem konstruiert klingt, verliert sie Glaubwürdigkeit.

Eine einfache, relevante Aussage ist häufig stärker.

 

 

10. Positionierung bedeutet auch Verzicht

 

Eine klare Positionierung sagt indirekt:

„Dafür stehen wir besonders.“

Damit rückt anderes nach hinten.

Genau das fällt vielen Unternehmen schwer.

Sie möchten weiterhin jede denkbare Anfrage ansprechen.

Doch wer alles gleich stark betont, wird schwerer eingeordnet.

Positionierung wird häufig dort klar, wo du entscheidest, was weniger sichtbar sein soll.

 

 

11. Höre deinen Kunden zu

 

Eine interessante Quelle für Positionierung ist die Sprache bestehender Kunden.

Frage beispielsweise:

  • Warum haben Sie sich für uns entschieden?
  • Was war Ihnen bei der Auswahl besonders wichtig?
  • Was hätten Sie bei uns beinahe unterschätzt?
  • Was würden Sie anderen über die Zusammenarbeit erzählen?
  • Was unterscheidet uns aus Ihrer Sicht?

Die Antworten können deutlich anders ausfallen als die interne Selbsteinschätzung.

Das ist wertvoll.

 

 

12. Prüfe deine Positionierung im echten Markt

 

Positionierung entsteht weniger durch langes Nachdenken im Besprechungsraum als durch Kontakt mit echten Kunden.

Teste:

  • Welche Botschaft erzeugt Interesse?
  • Welche Formulierung wird verstanden?
  • Welche Fragen folgen?
  • Welche Angebote werden gewählt?
  • Welche Einwände kommen wiederholt?

Das liefert Material für Anpassungen.

Positionierung darf sich entwickeln.

 

 

 

Ein USP muss nicht für immer gelten

 

Märkte verändern sich.

Technologien verändern sich.

Kundenbedürfnisse verändern sich.

Und auch Unternehmen entwickeln sich.

Was vor zehn Jahren deutlich unterscheidbar war, kann heute Standard sein.

Deshalb lohnt sich regelmäßige Prüfung:

Ist unsere Positionierung heute noch relevant?

 

 

 

Persönliche Positionierung

 

Der Begriff USP wird auch bei Selbstständigen, Beratern und Führungskräften verwendet.

Hier wird das Thema schnell persönlich.

Dann geht es beispielsweise um:

  • fachliche Kompetenz
  • Erfahrungen
  • Persönlichkeit
  • Arbeitsweise
  • Werte
  • Zielgruppen
  • Probleme, die besonders gut gelöst werden

Auch hier würde ich weniger nach einer künstlichen Einzigartigkeit suchen.

Spannender ist:

Welche Kombination macht dich für bestimmte Aufgaben besonders passend?

 

 

 

Eine Positionierung muss zur Persönlichkeit passen

 

Gerade bei personenbezogenen Dienstleistungen kann eine Positionierung auf dem Papier hervorragend wirken und sich trotzdem falsch anfühlen.

Vielleicht verspricht sie etwas, das kaum zur Person passt.

Vielleicht klingt sie spektakulärer, als die Person auftreten möchte.

Vielleicht zieht sie Kunden an, mit denen die Zusammenarbeit wenig Freude macht.

Dann ist die Positionierung strategisch kaum hilfreich.

Eine gute Positionierung sollte wirtschaftlich sinnvoll und persönlich tragfähig sein.

 

 

 

Was dein USP nicht leisten kann

Ein USP kann keine schwache Leistung retten.

Er ersetzt keinen Kundennutzen.

Er ersetzt keine Glaubwürdigkeit.

Und er ersetzt keine gute Kommunikation.

Er hilft vor allem dabei, einen relevanten Unterschied verständlich zu machen.

 

 

 

7 Fragen für eine stärkere Positionierung

 

1. Für wen wollen wir besonders relevant sein?

Je klarer die Zielgruppe, desto leichter wird die Positionierung.

 

2. Welches Problem lösen wir besonders gut?

Denke in Situationen statt nur in Leistungen.

 

3. Welche Alternativen hat unser Kunde?

Betrachte direkte und indirekte Konkurrenz.

 

4. Was machen wir relevant anders?

Suche weniger nach spektakulären Unterschieden und mehr nach nützlichen.

 

5. Was hat der Kunde konkret davon?

Übersetze Merkmale in Nutzen.

 

6. Womit können wir unsere Aussage belegen?

Glaubwürdigkeit braucht Substanz.

 

7. Können wir die Positionierung in zwei Sätzen erklären?

Wenn das schwerfällt, ist vermutlich noch Klärung nötig.

 

 

 

Ein einfacher Positionierungstest

 

Vervollständige diese vier Sätze:

Wir arbeiten besonders für …

Diese Menschen kommen zu uns, wenn …

Unser besonderer Beitrag besteht darin …

Das ist für sie wertvoll, weil …

Wenn daraus eine klare und glaubwürdige Aussage entsteht, bist du häufig weiter als mit der Suche nach einem spektakulären Werbeslogan.

 

 

 

Häufige Fragen zu USP und Alleinstellungsmerkmal

 

Was bedeutet USP?

USP steht für Unique Selling Proposition beziehungsweise Unique Selling Point. Gemeint ist ein relevantes Merkmal oder eine Kombination von Merkmalen, die ein Angebot im Vergleich zu Alternativen unterscheidbar macht.

 

Muss ein USP wirklich einzigartig sein?

Im strengen Wortsinn legt der Begriff das nahe. In der Praxis ist wichtiger, dass die Positionierung für eine bestimmte Zielgruppe relevant, glaubwürdig und klar unterscheidbar ist.

 

Was ist ein gutes Beispiel für einen USP?

Ein guter USP beschreibt weniger einen allgemeinen Qualitätsanspruch als einen konkreten relevanten Unterschied. Beispielsweise eine besondere Spezialisierung, einen außergewöhnlichen Zugang, eine schnellere Lösung oder eine seltene Kombination von Kompetenzen.

 

Was ist der Unterschied zwischen USP und Value Proposition?

Die Value Proposition beschreibt den Nutzen eines Angebots für den Kunden. Der USP betont stärker den Unterschied zu relevanten Alternativen. Beide Bereiche überschneiden sich häufig.

 

Wie finde ich mein Alleinstellungsmerkmal?

Analysiere Zielgruppe, Kundenprobleme, relevante Alternativen, eigene Stärken und bestehendes Kundenfeedback. Suche anschließend nach Unterschieden, die sowohl glaubwürdig als auch für Kunden wichtig sind.

 

Kann eine Person einen USP haben?

Ja. Bei Beratern, Selbstständigen oder Führungskräften entsteht Differenzierung häufig aus einer Kombination von Erfahrung, Kompetenz, Persönlichkeit, Arbeitsweise und Zielgruppe.

 

Wie oft sollte ich meine Positionierung überprüfen?

Immer dann, wenn sich Markt, Angebot, Zielgruppe oder strategische Ausrichtung deutlich verändern. Auch wiederkehrende Rückmeldungen von Kunden können ein guter Anlass sein.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Du brauchst keine spektakuläre Einzigartigkeit.

Du brauchst Klarheit.

Für wen bist du relevant?

Wann?

Wobei?

Und weshalb sollte jemand gerade dich oder dein Angebot ernsthaft in Betracht ziehen?

Eine starke Positionierung macht weniger Lärm. Sie macht die Entscheidung leichter.

 

 

 

Wenn die eigene Positionierung noch unscharf ist

 

Gerade bei Selbstständigen, Führungskräften und spezialisierten Dienstleistungsangeboten ist Positionierung häufig anspruchsvoller als ein Marketing-Workshop vermuten lässt.

Denn dabei greifen mehrere Fragen ineinander:

  • Worin liegen die tatsächlichen Stärken?
  • Welche Zielgruppen passen?
  • Welche Leistungen sollen im Vordergrund stehen?
  • Was ist wirtschaftlich interessant?
  • Was passt zur eigenen Persönlichkeit?
  • Welche Botschaft lässt sich glaubwürdig vertreten?

Im persönlichen 1:1 können wir genau diese Fragen sortieren und daraus eine klare Positionierung entwickeln.

Weniger als künstliche Markeninszenierung.

Mehr als präzise Antwort auf die Frage:

Wofür möchtest du im relevanten Moment stehen?

Online oder persönlich in Berlin.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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  • bis wann das Thema relevant ist
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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 28. Juli 2019

Kuleschow-Effekt im Interview: Wie Schnitt die Wirkung verändert | Karsten Noack

Der Kuleschow-Effekt im Interview: Wenn der Schnitt deine Aussage verändert

Medienkompetenz

Der Kuleschow-Effekt im Interview: Wenn der Schnitt deine Aussage verändert

Du gibst ein Interview.

Du beantwortest eine Frage klar und sachlich.

Später siehst du den fertigen Beitrag.

Deine Aussage ist noch dieselbe.

Und trotzdem wirkt sie plötzlich anders.

Warum?

Vielleicht wurde direkt davor ein bestimmtes Bild gezeigt.

Vielleicht folgt unmittelbar danach eine emotionale Szene.

Vielleicht wurde eine Reaktion von dir an eine andere Stelle montiert.

Genau hier wird der Kuleschow-Effekt interessant.

Die Bedeutung einer Aussage entsteht im Fernsehen und Video nicht nur durch den gesprochenen Satz. Sie entsteht auch durch den Kontext, in den dieser Satz geschnitten wird.

 

 

 

Was ist der Kuleschow-Effekt?

 

Der Kuleschow-Effekt ist ein bekanntes Konzept aus der Filmgeschichte.

Er geht auf den sowjetischen Filmemacher Lew Kuleschow zurück.

Kuleschow zeigte, dass Zuschauer derselben neutralen Gesichtsaufnahme unterschiedliche Bedeutungen zuschrieben, abhängig davon, welches Bild damit kombiniert wurde.

Das Gesicht blieb gleich.

Der Kontext änderte sich.

Und damit änderte sich die Interpretation.

 

 

 

Warum ist das für Interviews relevant?

 

Ein Fernseh- oder Videointerview besteht selten nur aus:

Frage.

Antwort.

Frage.

Antwort.

Der fertige Beitrag enthält möglicherweise zusätzlich:

  • Zwischenschnitte
  • Archivmaterial
  • Bilder
  • Grafiken
  • O-Töne anderer Personen
  • Moderation
  • Reaktionsbilder

Diese Elemente beeinflussen, wie das Publikum deine Aussage einordnet.

 

 

 

Ein einfaches Beispiel

 

Stell dir vor, du sagst:

„Wir prüfen derzeit mehrere Möglichkeiten.“

Allein kann dieser Satz nüchtern und verantwortungsvoll wirken.

Jetzt wird davor eine Aufnahme eines leeren Werks gezeigt.

Plötzlich klingt derselbe Satz möglicherweise nach Krise.

Oder danach erscheint ein lachender Mitarbeiter.

Dann wirkt derselbe Satz möglicherweise optimistischer.

Der Wortlaut hat sich nicht verändert.

Die Bedeutung im Kopf des Publikums schon.

 

 

 

Der Schnitt erzeugt Beziehungen

 

Genau das macht Montage so wirkungsvoll.

Zwei Bilder werden nebeneinandergestellt.

Das Publikum verbindet sie.

Es sucht automatisch nach:

  • Ursache
  • Reaktion
  • Bedeutung
  • Bewertung

Diese Verbindung kann beabsichtigt sein.

Sie kann ebenso aus einem ganz gewöhnlichen redaktionellen Schnitt entstehen.

 

 

 

Nicht jeder Schnitt ist Manipulation

 

Das ist mir wichtig.

Die meisten Interviews werden professionell und journalistisch verantwortungsvoll geführt und geschnitten.

Schnitt ist notwendig.

Ein einstündiges Interview muss vielleicht auf zwei Minuten reduziert werden.

Ein Beitrag braucht Dramaturgie.

Bilder helfen beim Verstehen.

Deshalb wäre es zu einfach, jeden interpretierenden Schnitt als Manipulation zu bezeichnen.

 

 

 

Trotzdem verändert jeder Schnitt Kontext

 

Und genau deshalb braucht es Medienkompetenz.

Die relevante Frage lautet weniger:

„Kann ich jeden Schnitt kontrollieren?“

Das kannst du kaum.

Hilfreicher ist:

„Wie formuliere ich so klar, dass meine Aussage auch in einem verkürzten Kontext möglichst tragfähig bleibt?“

 

 

 

Gesagt ist gesagt

 

Im Interview besitzt du die größte Kontrolle in dem Moment, in dem du sprichst.

Danach übernehmen Redaktion und Schnitt.

Deshalb lohnt sich:

präzise sprechen.

pauschale Aussagen vermeiden.

unnötige Zuspitzungen reduzieren.

Antworten so formulieren, dass sie auch einzeln verständlich bleiben.

 

 

 

Der gefährliche Halbsatz

 

Zum Beispiel:

„Natürlich gab es Fehler, aber insgesamt …“

Wird der Satz nach:

„Natürlich gab es Fehler“

geschnitten, bleibt eine andere Aussage zurück.

Du kannst den späteren Schnitt nicht vollständig verhindern.

Du kannst jedoch Formulierungen wählen, die weniger abhängig von einem nachfolgenden Halbsatz sind.

 

 

 

Eine Botschaft pro Satz

 

Das hilft besonders bei Interviews.

Statt:

„Das Projekt war schwierig, aber wir haben viel gelernt und sind insgesamt sehr zufrieden.“

stärker:

„Das Projekt war anspruchsvoll.“

„Wir haben daraus drei wichtige Dinge gelernt.“

„Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden.“

Jeder Satz steht für sich.

 

 

 

Kontextresistente Aussagen

 

Eine gute Medienantwort sollte möglichst:

  • kurz
  • klar
  • verständlich
  • inhaltlich vollständig

sein.

Je stärker eine Aussage nur durch Vor- und Nachsatz verständlich wird, desto leichter verändert ein Schnitt ihre Wirkung.

 

 

 

Vorsicht bei absoluten Aussagen

 

Zum Beispiel:

„Das passiert niemals.“

„Wir haben keinerlei Problem.“

„Alle Kunden unterstützen das.“

Solche Sätze eignen sich hervorragend als O-Ton.

Und ebenso hervorragend als späterer Widerspruch.

Präzision ist meist belastbarer.

 

 

 

Statt maximal sicher lieber exakt

 

Zum Beispiel:

„Nach unserem aktuellen Kenntnisstand besteht kein Sicherheitsrisiko.“

Das ist weniger spektakulär.

Und deutlich belastbarer.

 

 

 

Frage dich: Wie klingt dieser Satz allein?

 

Das ist eine der besten Vorbereitungsfragen für Medieninterviews.

Nimm deinen wichtigsten Satz.

Stell dir vor:

Alles davor und danach fällt weg.

Bleibt die Aussage noch richtig?

Bleibt sie fair?

Bleibt sie verständlich?

Wenn ja, ist sie medientauglicher.

 

 

 

Bilder verändern Bedeutung besonders stark

 

Ein Satz über:

Kosten.

Personal.

Sicherheit.

Kunden.

kann sehr unterschiedlich wirken, je nachdem, welche Bilder gezeigt werden.

Das ist die zentrale Idee hinter dem Kuleschow-Effekt.

Die Montage erzeugt zusätzliche Bedeutung.

 

 

 

Reaktionsbilder verdienen besondere Aufmerksamkeit

 

Fernsehbeiträge zeigen häufig nicht nur die sprechende Person.

Sie zeigen auch:

  • das Gegenüber
  • Zuhörer
  • Publikum
  • Reaktionen

Ein skeptischer Blick einer anderen Person kann deine Aussage stärker beeinflussen als ein zusätzlicher Kommentar.

Das Publikum interpretiert:

„Diese Person glaubt ihm nicht.“

Ob dieser Blick tatsächlich genau auf diese Aussage folgte, kann der Zuschauer kaum überprüfen.

 

 

 

Auch deine eigenen Reaktionen können geschnitten werden

 

Vielleicht hörst du eine Frage.

Du denkst nach.

Du ziehst kurz die Augenbrauen hoch.

Du lächelst an einer anderen Stelle.

Solche Reaktionen können im fertigen Beitrag eine eigene Bedeutung bekommen.

Deshalb ist vor der Kamera Aufmerksamkeit sinnvoll.

Permanente Selbstkontrolle hingegen eher wenig.

 

 

 

Du kannst deine Körpersprache nicht einfrieren

 

Das wäre auch keine gute Lösung.

Wer versucht, jede Bewegung zu kontrollieren, wirkt schnell starr.

Die bessere Grundlage ist:

  • inhaltliche Klarheit
  • gute Vorbereitung
  • ruhige Selbstregulation
  • natürliche Präsenz

 

 

 

Warum unangekündigte Bilder problematisch sein können

 

Bei kontroversen Themen kann die Redaktion Bilder zeigen, die du während des Interviews nicht kennst.

Vielleicht geht es um:

einen Unfall.

eine Beschwerde.

eine Demonstration.

eine frühere Aussage.

Dann wird deine Antwort in Beziehung zu diesem Material gesetzt.

Auch wenn du während des Interviews selbst keine Gelegenheit hattest, genau darauf zu reagieren.

 

 

 

Das bedeutet trotzdem nicht automatisch Unfairness

 

Journalismus arbeitet mit:

Recherche.

Einordnung.

Kontrast.

Gegenpositionen.

Das gehört zur Aufgabe.

Problematisch würde es dort, wo der Schnitt einen Sinn erzeugt, den deine tatsächliche Aussage kaum noch trägt.

 

 

 

Interviewpartner besitzen keine redaktionelle Kontrolle

 

Das solltest du vor einem Interview akzeptieren.

Du lieferst einen Beitrag.

Du produzierst normalerweise nicht den fertigen journalistischen Artikel oder Film.

Deshalb ist professionelle Vorbereitung wichtiger als der Wunsch nach vollständiger Kontrolle.

 

 

 

Welche Fragen könnten kommen?

 

Vor dem Interview sollte weniger nur deine Wunschbotschaft vorbereitet werden.

Frage auch:

  • Was ist der kontroverseste Aspekt?
  • Welche Zahl könnte gegen uns verwendet werden?
  • Welche frühere Aussage könnte auftauchen?
  • Welche Bilder existieren zu diesem Thema?
  • Wer vertritt die Gegenposition?

 

 

 

Denke in möglichen Kontexten

 

Ein guter Interview-Probelauf berücksichtigt deshalb mehr als Fragen.

Vielleicht lautet die Übung:

„Nach deiner Antwort sehen die Zuschauer jetzt Bilder von protestierenden Kunden. Trägt dein Satz immer noch?“

Oder:

„Direkt danach kommt ein Experte, der dir widerspricht. Ist deine Aussage präzise genug?“

Das ist realistische Medienvorbereitung.

 

 

 

Der Kuleschow-Effekt betrifft auch Unternehmensvideos

 

Nicht nur Journalisten schneiden.

Unternehmen tun es ebenfalls.

Ein CEO sagt:

„Wir stehen vor großen Veränderungen.“

Danach folgen Bilder:

lachender Mitarbeitender.

neuer Maschinen.

eines leeren Büros.

Jede Bildfolge erzeugt eine andere Bedeutung.

Auch Unternehmenskommunikation nutzt Kontext.

 

 

 

Authentizität hängt deshalb auch vom Schnitt ab

 

Ein sehr stark geschnittenes Interview kann sauber und dynamisch wirken.

Es kann jedoch auch:

künstlich.

überproduziert.

oder inhaltlich geglättet.

wirken.

Deshalb sollte Schnitt die Aussage unterstützen.

Nicht ersetzen.

 

 

 

Kuleschow-Effekt in Social Media

 

Das Prinzip ist heute möglicherweise noch relevanter als früher.

Aus einem langen Gespräch entstehen:

Shorts.

Reels.

Clips.

Zitate.

Memes.

Ein Satz von zehn Sekunden kann einen komplett anderen Kontext bekommen als das ursprüngliche Gespräch.

 

 

 

Der Clip kennt das Interview nicht

 

Das Publikum sieht möglicherweise nur:

acht Sekunden.

Es kennt:

die Frage nicht.

den vorherigen Gedanken nicht.

die Einschränkung danach nicht.

Deshalb sollte heute jede Person mit öffentlicher Verantwortung lernen:

Ein einzelner Satz kann zum eigenständigen Medienprodukt werden.

 

 

 

Das gilt besonders für Führungskräfte

 

Ein CEO.

eine Geschäftsführerin.

ein Vorstand.

ein Sprecher.

Sie sprechen kaum nur für sich selbst.

Ein einzelner Satz kann verbunden werden mit:

  • Unternehmen
  • Marke
  • Arbeitgeber
  • Aktienkurs
  • Reputation

Das erhöht die Anforderungen an Präzision.

 

 

 

Keine Angst vor Interviews

 

Die richtige Konsequenz lautet weniger:

„Dann sage ich lieber gar nichts.“

Öffentliche Kommunikation bietet große Chancen.

Wer Medien meidet, überlässt anderen die Deutung.

Die bessere Antwort ist Medienkompetenz.

 

 

 

Medienkompetenz bedeutet, das Medium mitzudenken

 

Ein Interview ist weniger nur ein Gespräch.

Es ist Rohmaterial für ein Medienprodukt.

Diese Perspektive verändert Vorbereitung.

Du fragst nicht nur:

„Was möchte ich sagen?“

Sondern auch:

„Welche meiner Aussagen funktioniert als einzelner O-Ton?“

 

 

 

Bereite O-Töne vor

 

Ein O-Ton sollte:

  • inhaltlich korrekt
  • kurz
  • verständlich
  • zitierfähig

sein.

Zum Beispiel statt:

„Wir sind uns natürlich der unterschiedlichen Herausforderungen sehr bewusst und arbeiten intensiv an einer ganzen Reihe von Maßnahmen.“

stärker:

„Unser größtes Problem ist derzeit die Lieferzeit. Wir erwarten ab Juni eine deutliche Verbesserung.“

 

 

 

Ein guter O-Ton überlebt den Schnitt

 

Er braucht kaum:

langen Vorlauf.

komplizierten Nachsatz.

mehrere Einschränkungen.

Er steht möglichst für sich.

 

 

 

Bridging mit Maß

 

In Medientrainings wird häufig empfohlen, von einer schwierigen Frage zur eigenen Kernbotschaft zurückzuführen.

Das kann sinnvoll sein.

Wenn du allerdings jede Frage ignorierst und immer denselben Satz sagst, merkt das Publikum es.

Deshalb:

Frage beantworten.

Dann einordnen.

Dann gegebenenfalls zur Kernbotschaft führen.

 

 

 

Keine vorbereiteten Floskeln

 

Wenn jede Antwort klingt wie:

„Vielen Dank für diese wichtige Frage.“

entsteht schnell Distanz.

Medienkompetenz bedeutet weniger, wie ein Pressesprecher aus dem Lehrbuch zu klingen.

Sie bedeutet:

klar.

belastbar.

menschlich.

zu sprechen.

 

 

 

Was tun bei suggestiven Fragen?

 

Du musst die Formulierung einer Frage weniger übernehmen.

Zum Beispiel:

„Warum haben Sie Ihre Kunden getäuscht?“

Du musst kaum antworten:

„Wir haben unsere Kunden nicht getäuscht, weil …“

Damit wiederholst du bereits den Vorwurf.

Stärker kann sein:

„Die Kundeninformationen wurden am 12. März veröffentlicht. Entscheidend ist aus meiner Sicht …“

 

 

 

Bleibe bei belastbaren Aussagen

 

Im Interview entsteht häufig Zeitdruck.

Trotzdem gilt:

Wenn du eine Zahl nicht kennst:

sag es.

Wenn etwas noch ungeklärt ist:

sag es.

Wenn eine Annahme vorläufig ist:

kennzeichne sie.

Das schützt die spätere Aussage stärker als spontane Spekulation.

 

 

 

Humor braucht besondere Vorsicht

 

Humor funktioniert stark über Kontext.

Ein scherzhafter Satz kann im vollständigen Gespräch sympathisch wirken.

Isoliert kann er:

arrogant.

zynisch.

oder respektlos.

wirken.

Gerade bei Krisen, Unfällen oder persönlichen Schicksalen ist deshalb besondere Zurückhaltung sinnvoll.

 

 

 

Ironie ist ebenfalls schnittanfällig

 

Der Satz:

„Ja, natürlich machen wir das alles nur aus purer Menschenliebe.“

kann im Gespräch offensichtlich ironisch sein.

Als isolierter Clip möglicherweise weniger.

Wenn ein Thema sensibel ist, bevorzuge Aussagen, deren Bedeutung auch ohne Tonfall stabil bleibt.

 

 

 

Was kannst du vor einem Interview klären?

 

Je nach Situation beispielsweise:

  • Thema
  • Format
  • Dauer
  • Live oder Aufzeichnung
  • Gesprächspartner
  • geplanter Beitrag
  • Zielgruppe

Nicht jede Redaktion gibt sämtliche Details vorab bekannt.

Doch bereits diese Informationen helfen bei der Vorbereitung.

 

 

 

Live und aufgezeichnet sind unterschiedliche Situationen

 

Ein Liveinterview besitzt kaum Schnittmöglichkeiten.

Dafür gibt es keine zweite Aufnahme.

Ein aufgezeichnetes Interview erlaubt mehr Ruhe beim Gespräch.

Der spätere Beitrag kann jedoch stark gekürzt werden.

Beide Formate brauchen unterschiedliche Vorbereitung.

 

 

 

Bei aufgezeichneten Interviews besonders kompakt antworten

 

Wenn du fünf Minuten auf eine Frage antwortest, wird wahrscheinlich geschnitten.

Wenn du in 20 Sekunden eine vollständige Antwort gibst, steigt die Chance, dass genau diese Aussage verwendet werden kann.

Kürze kann deshalb auch Schutz vor Sinnverlust sein.

 

 

 

Was du kaum kontrollieren kannst

 

Du kontrollierst normalerweise weniger:

  • Überschrift
  • Anmoderation
  • Bildauswahl
  • Schnitt
  • Reihenfolge anderer Stimmen

Deshalb lohnt es sich wenig, nach vollständiger Medienkontrolle zu streben.

 

 

 

Was du kontrollieren kannst

 

Du kannst vorbereiten:

  • deine Fakten
  • deine Kernbotschaften
  • deine Formulierungen
  • deinen Umgang mit schwierigen Fragen
  • deine Reaktion unter Druck

Genau dort lohnt sich die Arbeit.

 

 

 

Ein einfacher Schnitt-Test

 

Nimm deine wichtigsten Aussagen und prüfe:

 

1. Funktioniert der Satz allein?

Ohne Vor- und Nachsatz?

 

2. Ist er auch morgen noch richtig?

Oder ist er unnötig absolut?

 

3. Kann ein gegensätzliches Bild seine Bedeutung stark verschieben?

Wenn ja, lässt er sich präziser formulieren?

 

4. Würdest du den Satz gern als Überschrift sehen?

Wenn nicht, lohnt sich ein zweiter Blick.

 

5. Ist klar, was Fakt und was Einschätzung ist?

Diese Trennung macht Aussagen belastbarer.

 

 

 

Häufige Fragen

 

Was ist der Kuleschow-Effekt?

Der Kuleschow-Effekt beschreibt, dass die Bedeutung einer Aufnahme durch den Kontext anderer Aufnahmen beeinflusst wird. Zuschauer interpretieren identische Bilder unterschiedlich, je nachdem, welche Bilder damit kombiniert werden.

 

Kann ein Schnitt die Bedeutung eines Interviews verändern?

Ja. Kürzungen, Reihenfolge, Zwischenschnitte und Bilder können beeinflussen, wie eine Aussage wahrgenommen wird. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede redaktionelle Bearbeitung manipulativ ist.

 

Wie kann ich mich davor schützen?

Vollständige Kontrolle gibt es kaum. Hilfreich sind kurze, klare und inhaltlich vollständige Aussagen, präzise Formulierungen und eine gute Vorbereitung auf kritische Fragen.

 

Sollte ich aufgezeichnete Interviews vermeiden?

Nein. Aufgezeichnete Interviews gehören zum normalen journalistischen Arbeiten. Wichtig ist, zu verstehen, dass deine Antworten später gekürzt und in einen größeren Beitrag eingebettet werden können.

 

Wie lang sollte eine Interviewantwort sein?

Das hängt vom Format ab. Für Fernseh- und Videobeiträge sind kompakte Antworten häufig hilfreich, weil sie sich leichter vollständig verwenden lassen.

 

Was ist ein guter O-Ton?

Eine kurze, klare und inhaltlich eigenständige Aussage, die auch ohne langen Kontext verständlich bleibt.

 

Kann Körpersprache durch Schnitt anders wirken?

Ja. Auch Reaktionsbilder erhalten durch ihre Position im Beitrag Bedeutung. Deshalb sollte ihre Interpretation immer vorsichtig erfolgen.

 

Ist der Kuleschow-Effekt Manipulation?

Der Effekt beschreibt zunächst eine Wahrnehmungswirkung von Montage. Diese kann zur kreativen Gestaltung eingesetzt werden. Ob eine konkrete journalistische Montage unfair oder irreführend ist, hängt vom jeweiligen Fall ab.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Ein Medieninterview endet für dich vielleicht mit dem letzten Satz.

Für die Redaktion beginnt danach ein weiterer Teil der Arbeit.

Aus Antworten entsteht ein Beitrag.

Aus Bildern entsteht Kontext.

Aus Reihenfolge entsteht Bedeutung.

Deshalb gehört zum professionellen Umgang mit Medien die Erkenntnis:

Du kontrollierst den Schnitt kaum. Du kannst jedoch dafür sorgen, dass deine Aussagen auch unter veränderten Kontextbedingungen möglichst klar und belastbar bleiben.

Medienkompetenz bedeutet nicht, jeden Schnitt kontrollieren zu wollen. Sie bedeutet, das Medium bereits beim Sprechen mitzudenken.

 

 

 

Vorbereitung wichtiger Medienauftritte

 

Wenn ein Interview oder öffentlicher Medienauftritt besondere Tragweite besitzt, lohnt sich eine realistische Vorbereitung.

Zum Beispiel bei:

  • Geschäftsführungs- und Vorstandsinterviews
  • Krisenkommunikation
  • Fernsehinterviews
  • Videoformaten
  • kritischen Pressegesprächen
  • öffentlichen Stellungnahmen

Im persönlichen 1:1 können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Situation beispielsweise an:

  • Kernbotschaften
  • O-Tönen
  • kritischen Fragen
  • präzisen Antworten
  • Umgang mit Suggestivfragen
  • Stimme und Körpersprache
  • Selbstregulation unter Druck
  • realistischen Interviewsimulationen

Dabei geht es weniger darum, Antworten auswendig zu lernen.

Das Ziel ist, auch unter Zeitdruck klar, glaubwürdig und belastbar zu kommunizieren.

Online oder persönlich in Berlin.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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→ Häufige organisatorische Fragen
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Worauf achtest du bei Interviews?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2008
Überarbeitung: 02. Mai 2026

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Nicht jede Frage muss beantwortet werden.
Medienkompetenz: Kein Kommentar! - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Nicht jede Frage muss beantwortet werden.

 

Der Reporter stellt eine Frage, die du weder beantworten willst noch beantworten kannst.

Was sagst du?

Der spontane Ausweg lautet häufig:

„Kein Kommentar.“

Damit hast du formal wenig gesagt.

Kommuniziert hast du trotzdem.

Denn Schweigen und Nicht-Antworten erzeugen ebenfalls Wirkung.

Im Interview zählt weniger nur, welche Information du preisgibst. Es zählt auch, wie du eine Grenze kommunizierst.

 

 

 

Ist „Kein Kommentar“ eine gute Antwort?

 

Meist gibt es bessere Möglichkeiten.

Die Formulierung „Kein Kommentar“ kann bei Zuschauern, Zuhörern oder Lesern Fragen auslösen:

  • Warum will diese Person nichts sagen?
  • Weiß sie mehr?
  • Gibt es etwas zu verbergen?
  • Ist sie schlecht vorbereitet?
  • Will sie Verantwortung vermeiden?

Keine dieser Interpretationen muss zutreffen.

Doch Kommunikation besteht eben auch daraus, welche Schlussfolgerungen andere Menschen aus deinem Verhalten ziehen.

 

 

 

Nicht jede Frage verdient eine vollständige Antwort

 

Das bedeutet keineswegs, dass du jede journalistische Frage beantworten musst.

Es gibt gute Gründe, Informationen zurückzuhalten.

Zum Beispiel:

  • laufende rechtliche Verfahren
  • Vertraulichkeit
  • Datenschutz
  • Persönlichkeitsrechte
  • Geschäftsgeheimnisse
  • noch ungeklärte Fakten
  • Informationen, die du selbst noch nicht zuverlässig bestätigen kannst

Professionelle Medienkommunikation bedeutet deshalb weniger:

„Ich beantworte alles.“

Sie bedeutet:

„Ich weiß, was ich sagen kann, was ich noch nicht sagen kann und wie ich beides klar kommuniziere.“

 

 

 

Der Unterschied zwischen nicht wissen und nicht sagen dürfen

 

Diese beiden Situationen sollten sprachlich auseinandergehalten werden.

Wenn du etwas noch nicht weißt, sage genau das.

Zum Beispiel:

„Diese Information liegt mir derzeit noch nicht verlässlich vor.“

Wenn du etwas nicht sagen kannst:

„Zu diesem Punkt kann ich mich wegen des laufenden Verfahrens derzeit nicht äußern.“

Wenn eine Untersuchung läuft:

„Der Vorgang wird aktuell geprüft. Ich möchte den Ergebnissen nicht vorgreifen.“

Alle drei Antworten setzen Grenzen.

Und sie geben dem Publikum gleichzeitig Orientierung.

 

 

 

Eine Grenze braucht einen nachvollziehbaren Grund

 

Du musst keineswegs sämtliche Hintergründe offenlegen.

Ein kurzer sachlicher Grund macht eine Nicht-Antwort jedoch häufig verständlicher.

Zum Beispiel:

„Dazu kann ich mich aus Gründen des Datenschutzes nicht äußern.“

Oder:

„Die Gespräche laufen noch. Deshalb wäre jede konkrete Aussage zum jetzigen Zeitpunkt spekulativ.“

Damit kommunizierst du:

Ich verweigere die Frage weniger aus Willkür.

Es gibt einen nachvollziehbaren Rahmen.

 

 

 

Was kannst du stattdessen sagen?

 

Eine professionelle Antwort kann aus drei Teilen bestehen:

  1. Grenze benennen
  2. Grund knapp erklären
  3. sagen, was du stattdessen bestätigen kannst

Zum Beispiel:

„Zu einzelnen Vertragsdetails kann ich mich nicht äußern. Was ich bestätigen kann: Die Gespräche laufen weiter und unser Ziel bleibt eine tragfähige Lösung für beide Seiten.“

Damit vermeidest du Spekulation und gibst trotzdem eine verwertbare Aussage.

 

 

 

Die stärkste Alternative: sagen, was du weißt

 

Gerade in Krisensituationen entsteht häufig der Wunsch, zunächst überhaupt nichts zu sagen.

Das kann verständlich sein.

Doch zwischen vollständiger Auskunft und vollständigem Schweigen liegt viel Raum.

Zum Beispiel:

„Wir wissen derzeit Folgendes …“

„Noch ungeklärt ist …“

„Wir prüfen aktuell …“

„Den nächsten bestätigten Stand veröffentlichen wir …“

Transparenz bedeutet nicht, alles zu wissen. Transparenz bedeutet, sauber zwischen Wissen, Nichtwissen und Vertraulichkeit zu unterscheiden.

 

 

 

Versprich nur Updates, die du auch liefern kannst

 

Eine häufige Alternative zu „Kein Kommentar“ lautet:

„Wir melden uns später dazu.“

Das ist nur hilfreich, wenn später tatsächlich etwas folgt.

Deshalb solltest du konkrete Zusagen sorgfältig formulieren.

Zum Beispiel:

„Sobald belastbare Informationen vorliegen, werden wir sie veröffentlichen.“

Oder, wenn ein Zeitpunkt bereits feststeht:

„Wir werden morgen um 14 Uhr einen aktualisierten Stand veröffentlichen.“

 

 

 

Was du niemals tun solltest: spekulieren

 

Wenn du etwas nicht weißt, entstehen unter Druck leicht improvisierte Antworten.

Das ist gefährlich.

Ein Satz, der nur als Vermutung gemeint war, kann später als Aussage zitiert werden.

Deshalb:

Trenne Wissen und Vermutung sauber.

Wenn du die Antwort nicht kennst:

„Das kann ich derzeit nicht verlässlich beantworten.“

Das ist professioneller als eine spontane Theorie.

 

 

 

Auch eine ehrliche Unsicherheit kann souverän wirken

 

Viele Menschen glauben, Führungskräfte müssten auf jede Frage sofort eine Antwort haben.

Das erzeugt unnötigen Druck.

Professionelle Kommunikation kann auch heißen:

„Das weiß ich im Moment noch nicht.“

Entscheidend ist, was danach folgt.

Zum Beispiel:

„Wir prüfen genau diesen Punkt gerade.“

Oder:

„Ich möchte Ihnen dazu lieber eine belastbare Antwort geben als jetzt zu spekulieren.“

 

 

 

Wann Schweigen trotzdem sinnvoll sein kann

 

Es gibt Situationen, in denen eine Aussage tatsächlich unklug wäre.

Besonders wenn:

  • rechtliche Risiken bestehen
  • Verhandlungen vertraulich sind
  • Persönlichkeitsrechte betroffen sind
  • du keinerlei belastbare Informationen besitzt
  • eine Aussage Ermittlungen oder Verfahren beeinträchtigen könnte

Dann kann Zurückhaltung die richtige Entscheidung sein.

Die Frage lautet trotzdem:

Wie kommunizierst du diese Zurückhaltung?

 

 

 

Medienstrategie und Rechtsstrategie sind nicht dasselbe

 

Dieser Punkt ist besonders wichtig.

Juristisch kann Schweigen sinnvoll erscheinen.

Kommunikativ kann dasselbe Schweigen erhebliche Wirkung entfalten.

Deshalb sollten bei kritischen Situationen rechtliche und kommunikative Perspektive miteinander abgestimmt werden.

Das Ziel lautet weder:

„Sage möglichst viel.“

noch:

„Sage möglichst wenig.“

Sondern:

„Sage das Richtige, im richtigen Umfang und mit einem klaren Verständnis der Konsequenzen.“

 

 

 

Die Vorbereitung entscheidet

 

Die schlechteste Zeit, über eine schwierige Frage nachzudenken, ist häufig der Moment, in dem bereits eine Kamera läuft.

Vor einem wichtigen Interview solltest du deshalb klären:

  • Welche kritischen Fragen sind wahrscheinlich?
  • Welche Fakten sind bestätigt?
  • Welche Informationen sind vertraulich?
  • Welche Aussagen sind juristisch abgestimmt?
  • Welche Kernbotschaften sollen transportiert werden?
  • Welche Formulierungen brauchen besondere Präzision?

So entsteht Handlungsspielraum.

 

 

 

Bereite die unangenehmen Fragen vor

 

Viele Menschen proben vor allem ihre Wunschfragen.

Zum Beispiel:

„Was macht Ihr Unternehmen erfolgreich?“

Die schwierigeren Fragen kommen häufig aus einer anderen Richtung.

Zum Beispiel:

„Warum haben Sie das nicht früher verhindert?“

„Wer trägt dafür Verantwortung?“

„Haben Sie die Öffentlichkeit getäuscht?“

„Werden Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren?“

Genau diese Fragen gehören in die Vorbereitung.

 

 

 

Antworten statt ausweichen

 

Medientraining wird gelegentlich so verstanden, als müsse eine Person lernen, jede unangenehme Frage elegant zu umgehen.

Das halte ich für den falschen Ansatz.

Ein Publikum merkt häufig, wenn eine Antwort die Frage kaum berührt.

Besser:

Die Frage ernst nehmen.

Den beantwortbaren Teil beantworten.

Grenzen transparent machen.

Und danach die relevante Botschaft ergänzen.

 

 

 

Bridging sinnvoll einsetzen

 

Im Medientraining wird häufig von Bridging gesprochen.

Gemeint ist der Übergang von einer gestellten Frage zu einer wichtigen eigenen Botschaft.

Das kann sinnvoll sein.

Zum Beispiel:

„Die genaue Ursache wird noch untersucht. Was wir bereits sicher wissen, ist …“

Problematisch wird Bridging, wenn der erste Teil verschwindet und nur noch das Ausweichen übrig bleibt.

Ein guter Übergang respektiert die Frage.

 

 

 

Was bedeutet „off the record“?

 

Darauf würde ich mich niemals spontan verlassen.

Begriffe wie:

  • off the record
  • on background
  • not for attribution

können in unterschiedlichen Redaktionen und Ländern unterschiedlich gehandhabt werden.

Wenn Vertraulichkeit wichtig ist, sollte die Vereinbarung vor dem Gespräch eindeutig geklärt sein.

Im Zweifel gilt:

Sage in Gegenwart eines Journalisten nur das, womit du im ungünstigsten Fall öffentlich leben kannst.

 

 

 

Das Mikrofon kann früher laufen, als du denkst

 

Auch vor und nach einem offiziellen Interview lohnt sich Aufmerksamkeit.

Kameras und Mikrofone können bereits eingeschaltet sein.

Eine vermeintlich beiläufige Bemerkung kann anschließend relevant werden.

Deshalb endet professionelle Medienkommunikation weniger mit dem letzten offiziellen Satz.

 

 

 

Was tun bei einer überraschenden Frage?

 

Du darfst kurz nachdenken.

Ein Interview ist kein Schnellsprech-Wettbewerb.

Eine Pause kann besser sein als eine überhastete Antwort.

Du kannst beispielsweise sagen:

„Lassen Sie mich das präzise beantworten.“

Dann sammeln.

Und anschließend antworten.

Eine kurze Pause wirkt häufig souveräner als hektisches Sprechen.

 

 

 

Wenn die Frage eine falsche Voraussetzung enthält

 

Auch das kommt vor.

Zum Beispiel:

„Warum haben Sie Ihre Mitarbeitenden über Monate bewusst im Unklaren gelassen?“

Wenn die Voraussetzung falsch ist, solltest du sie keineswegs einfach übernehmen.

Zum Beispiel:

„Die Annahme, dass wir bewusst Informationen zurückgehalten haben, trifft so nicht zu.“

Dann erklärst du den Sachverhalt.

 

 

 

Wenn du eine Frage mehrfach bekommst

 

Journalisten fragen gelegentlich erneut.

Vielleicht weil die Antwort unklar war.

Vielleicht weil sie einen anderen Aspekt suchen.

Vielleicht weil sie prüfen wollen, ob sich deine Aussage verändert.

Wenn deine Grenze sachlich begründet ist, darf sie bestehen bleiben.

Zum Beispiel:

„Wie gesagt: Zu den vertraulichen Vertragsdetails kann ich mich nicht äußern. Was ich Ihnen sagen kann, ist …“

Ruhig.

Ohne Ärger.

Ohne neue Spekulation.

 

 

 

„Kein Kommentar“ kann in manchen Situationen trotzdem fallen

 

Absolute Regeln sind selten hilfreich.

Es kann Situationen geben, in denen eine sehr knappe Ablehnung bewusst gewählt wird.

Dann sollte diese Entscheidung allerdings strategisch getroffen sein.

Und die Verantwortlichen sollten wissen, welche Außenwirkung damit verbunden sein kann.

Der Satz darf weniger ein Reflex sein.

Er sollte eine bewusste Entscheidung darstellen.

 

 

 

Medienkompetenz bedeutet mehr als gute Antworten

 

Professionelle Medienkompetenz umfasst mehrere Ebenen:

  • Nachrichtenlogik verstehen
  • eigene Botschaften klären
  • kritische Fragen vorbereiten
  • Grenzen definieren
  • präzise Sprache verwenden
  • unter Druck ruhig bleiben
  • Wirkung von Stimme und Körpersprache verstehen
  • rechtliche und kommunikative Anforderungen abstimmen

Das Ziel ist weniger, jede Situation zu kontrollieren.

Das Ziel ist, auch unter Druck handlungsfähig zu bleiben.

 

 

 

10 bessere Antworten als „Kein Kommentar“

 

Welche Formulierung passt, hängt von der Situation ab.

Mögliche Beispiele:

  1. „Dazu liegen mir derzeit noch keine bestätigten Informationen vor.“
  2. „Dieser Punkt wird aktuell geprüft.“
  3. „Zu laufenden Vertragsverhandlungen kann ich keine Details nennen.“
  4. „Dazu kann ich mich aus Datenschutzgründen nicht äußern.“
  5. „Ich möchte dem laufenden Verfahren nicht vorgreifen.“
  6. „Diese Information ist vertraulich.“
  7. „Das kann ich derzeit nicht verlässlich beantworten.“
  8. „Was ich Ihnen bestätigen kann, ist Folgendes …“
  9. „Sobald belastbare Informationen vorliegen, werden wir sie kommunizieren.“
  10. „Zu diesem Einzelaspekt kann ich nichts sagen. Entscheidend ist aus unserer Sicht …“

Wichtig:

Nur verwenden, wenn die jeweilige Aussage tatsächlich stimmt.

 

 

 

Was ich vermeiden würde

 

Besonders ungünstig sind häufig:

  • spekulative Antworten
  • sichtbar genervte Reaktionen
  • Angriffe auf Journalisten
  • offensichtlich auswendig gelernte Ausweichsätze
  • unbelegte Schuldzuweisungen
  • Formulierungen, die du später korrigieren musst

Unter Druck gewinnt Präzision an Bedeutung.

 

 

 

Eine einfache Struktur für schwierige Fragen

 

Du kannst dir vier Schritte merken:

1. Frage verstehen.

Was wird tatsächlich gefragt?

2. Antwortbaren Teil beantworten.

Welche Information kannst du sicher geben?

3. Grenze benennen.

Was kannst oder darfst du derzeit nicht sagen?

4. Relevante Botschaft ergänzen.

Was sollte das Publikum außerdem wissen?

Diese Struktur ist deutlich flexibler als eine starre Standardantwort.

 

 

 

Häufige Fragen zu „Kein Kommentar“

 

Sollte ich im Interview „Kein Kommentar“ sagen?

Meist gibt es kommunikativ bessere Formulierungen. Du kannst erklären, weshalb du eine Information nicht geben kannst, und gleichzeitig sagen, was du bestätigen darfst.

 

Muss ich jede Frage eines Journalisten beantworten?

Nein. Vertraulichkeit, Datenschutz, rechtliche Verfahren oder fehlende bestätigte Informationen können berechtigte Grenzen darstellen.

 

Was sage ich, wenn ich die Antwort nicht kenne?

Sage offen, dass dir derzeit keine verlässliche Antwort vorliegt. Vermutungen unter Zeitdruck sind meist riskanter als transparente Unsicherheit.

 

Was sage ich bei einem laufenden Verfahren?

Eine sachliche Formulierung kann beispielsweise lauten: „Zu Details des laufenden Verfahrens kann ich mich derzeit nicht äußern.“ Welche Aussage juristisch zulässig und strategisch sinnvoll ist, sollte im konkreten Fall abgestimmt werden.

 

Was ist Bridging im Interview?

Bridging bezeichnet den Übergang von der Antwort auf eine Frage zu einer wichtigen eigenen Botschaft. Gute Übergänge beantworten oder begrenzen die gestellte Frage zunächst, statt sie einfach zu ignorieren.

 

Darf ich ein Interview ablehnen?

Grundsätzlich kann eine Interviewanfrage abgelehnt werden. Ob das kommunikativ sinnvoll ist, hängt von Situation, Rolle, öffentlichem Interesse und möglichen Folgen ab.

 

Wie bereite ich mich auf kritische Medienfragen vor?

Identifiziere kritische Themen, bestätigte Fakten, Grenzen, Kernbotschaften und mögliche Anschlussfragen. Anschließend lohnt sich ein realistischer Probelauf unter Zeit- und Fragedruck.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

„Kein Kommentar“ wirkt auf den ersten Blick sicher.

Doch auch Nicht-Antworten erzeugen Botschaften.

Deshalb lohnt sich eine präzisere Strategie.

Was weißt du?

Was darfst du sagen?

Was kannst du noch nicht sagen?

Und was muss das Publikum trotzdem verstehen?

Professionelle Medienkommunikation bedeutet weniger, auf jede Frage eine Antwort zu haben. Sie bedeutet, auch bei schwierigen Fragen klar zu wissen, was du verantwortungsvoll sagen kannst.

 

 

 

Wenn ein wichtiges Interview bevorsteht

 

Bei einem Medienauftritt mit hoher Tragweite lohnt sich Vorbereitung besonders.

Im persönlichen 1:1 können wir das konkrete Interview realistisch vorbereiten:

  • Kernbotschaften schärfen
  • kritische Fragen sammeln
  • Antwortgrenzen definieren
  • schwierige Formulierungen prüfen
  • Bridging sinnvoll einsetzen
  • Nachfragen simulieren
  • Stimme und Körpersprache unter Druck prüfen
  • Probeinterviews durchführen

Wir arbeiten an dem Medienauftritt, der tatsächlich vor dir liegt.

Konkret, vertraulich, online oder persönlich in Berlin.

Unterstützung für deinen Medienauftritt

 

Ein Interview, ein Statement oder ein anderer Medienauftritt kann weitreichende Wirkung haben. Eine gute Vorbereitung hilft dir, deine Botschaften zu schärfen, auch auf kritische Fragen klar zu antworten und vor Kamera oder Mikrofon präsent zu bleiben.

Ich unterstütze dich individuell bei der Vorbereitung deines konkreten Medienauftritts. Wir können mögliche Fragen und kritische Situationen durchspielen, Antworten präzisieren und den Auftritt realitätsnah simulieren.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. So erfährst du vor dem tatsächlichen Auftritt, wie deine Botschaften wirken, wo Missverständnisse entstehen können und welche Veränderungen deine Wirkung stärken.

Je nach Anlass können wir beispielsweise arbeiten an:

  • Kernbotschaften und Formulierungen
  • Interviews und kritischen Fragen
  • schwierigen oder überraschenden Nachfragen
  • kurzen Statements und O-Tönen
  • Stimme, Körpersprache und Kamerapräsenz
  • Umgang mit Anspannung und Auftrittsdruck
  • realitätsnahen Interviewsimulationen

Die Vorbereitung erfolgt individuell 1:1 in Berlin oder online. Umfang und Intensität richten sich nach Bedeutung, Ausgangssituation und Anforderungen des Medienauftritts.

→ Medienauftritt individuell vorbereiten

→ Honorare und Konditionen

 

Bei Lampenfieber

Starke Anspannung kann den Zugang zu Fähigkeiten erschweren, die dir sonst selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn Lampenfieber bei deinem Medienauftritt eine größere Rolle spielt, können wir diesen Aspekt gezielt in die Vorbereitung einbeziehen.

→ Unterstützung bei Lampenfieber

P.S.

 

Worauf achtest du bei der Vorbereitung und Durchführung von Interviews?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026

Stimme tiefer machen? So findest du deine natürliche Sprechlage

Stimme tiefer machen? So findest du deine natürliche Sprechlage

Eine tiefere Stimme ist nicht automatisch besser.
Stimmtraining in Berlin

Stimme tiefer machen? So findest du deine natürliche Sprechlage

 

Eine tiefere Stimme klingt automatisch souveräner?

So einfach ist es kaum.

Stimmwirkung entsteht aus mehreren Faktoren:

  • Tonhöhe
  • Resonanz
  • Stimmqualität
  • Lautstärke
  • Artikulation
  • Sprechtempo
  • Melodie
  • Pausen

Eine künstlich abgesenkte Stimme kann ebenso unnatürlich und angestrengt klingen wie eine dauerhaft gepresste hohe Stimme.

Deshalb interessiert mich eine andere Frage:

In welcher Sprechlage klingt deine Stimme tragfähig, beweglich und wirklich nach dir?

 

 

 

Kannst du deine Stimme tiefer machen?

 

Die Stimme lässt sich in gewissen Grenzen beeinflussen.

Wie tief sie grundsätzlich werden kann, hängt auch von anatomischen Voraussetzungen ab.

Die Länge, Masse und Spannung der Stimmlippen beeinflussen ihre Grundfrequenz.

Gleichzeitig prägt die Art, wie du deine Stimme verwendest, das hörbare Ergebnis erheblich.

Du kannst beispielsweise an folgenden Bereichen arbeiten:

  • Sprechlage
  • Resonanz
  • Spannung im Kehlkopfbereich
  • Atemfluss
  • Körperhaltung
  • Sprechtempo
  • Intonation
  • Artikulation

Ziel sollte weniger eine möglichst tiefe Stimme sein.

Ziel ist eine Stimme, die funktional, angenehm und ausdrucksstark ist.

 

 

 

Tiefer ist nicht automatisch besser

 

Tiefe Stimmen können in bestimmten Situationen mit Eigenschaften wie Ruhe, Autorität oder Dominanz verbunden werden.

Solche Wahrnehmungen sind jedoch weder universell noch eine zuverlässige Aussage über Persönlichkeit oder Kompetenz.

Ein Mensch wird kaum kompetenter, weil seine Stimmlippen langsamer schwingen.

Und eine höhere Stimme bedeutet keineswegs Unsicherheit.

Entscheidend ist die Gesamtwirkung.

Tonhöhe beeinflusst Wirkung. Sie definiert weder Kompetenz noch Persönlichkeit.

 

 

 

Was ist die natürliche Sprechlage?

 

Viele Menschen sprechen nicht ständig in derselben Tonhöhe.

Die Stimme bewegt sich.

Das ist gut.

Für längeres Sprechen gibt es jedoch einen Bereich, in dem die Stimme besonders angenehm und ökonomisch funktioniert.

Traditionell wird dafür häufig der Begriff Indifferenzlage verwendet.

Im Alltag lässt sich auch von einer angenehmen oder komfortablen Sprechlage sprechen.

Sie fühlt sich wenig gepresst an.

Du kannst darin längere Zeit sprechen.

Die Stimme bleibt beweglich.

Und du hast nach oben und unten genügend Spielraum für Betonung.

 

 

 

Die beste Stimme liegt nicht auf einem einzigen Ton

 

Manchmal entsteht der Eindruck, irgendwo existiere eine einzige perfekte Tonhöhe, die gefunden und anschließend festgehalten werden müsse.

Das wäre wenig hilfreich.

Natürliche Sprache lebt von Bewegung.

Fragen steigen häufig.

Aussagen können sinken.

Wichtige Wörter werden hervorgehoben.

Emotion verändert Melodie.

Eine wirkungsvolle Stimme besitzt deshalb keinen perfekten Punkt.

Sie besitzt einen funktionalen Bereich.

 

 

 

Was ist Resonanz?

 

Die Stimmlippen erzeugen den Grundklang.

Anschließend wird dieser Klang im Vokaltrakt geformt.

Rachenraum, Mundraum und weitere Strukturen beeinflussen, wie eine Stimme schließlich klingt.

Das nennen wir Resonanz.

Resonanz kann einer Stimme mehr Fülle und Tragfähigkeit geben, ohne dass du sie künstlich nach unten drücken musst.

Eine volle Stimme entsteht häufig eher durch bessere Resonanz als durch erzwungene Tiefe.

 

 

 

Warum Menschen ihre Stimme künstlich absenken

 

Oft steckt dahinter ein Wunsch nach:

  • mehr Autorität
  • mehr Ruhe
  • mehr Souveränität
  • mehr Attraktivität
  • mehr Durchsetzungsfähigkeit

Das ist nachvollziehbar.

Die entscheidende Frage lautet jedoch:

Was genau soll sich in deiner Wirkung verändern?

Vielleicht braucht deine Stimme weniger Tiefe und mehr Ruhe.

Vielleicht weniger Pressen.

Vielleicht mehr Resonanz.

Vielleicht klarere Artikulation.

Vielleicht deutlichere Pausen.

Vielleicht einen sichereren Satzschluss.

Das klingt ähnlich – ist jedoch stimmlich etwas völlig anderes.

 

 

 

13 Wege zu mehr Stimmfülle und einer angenehmen Sprechlage

 

1. Beginne mit deinem normalen Sprechen

 

Sprich einige Sätze so, wie du es im Alltag tun würdest.

Zum Beispiel:

„Heute möchte ich einen Gedanken mit dir teilen, der mir besonders wichtig ist.“

Beobachte:

  • Wo fühlt sich die Stimme leicht an?
  • Wo entsteht Druck?
  • Wie beweglich bleibt sie?
  • Wie klingt sie nach mehreren Minuten?

Das liefert dir mehr Information als der Versuch, sofort möglichst tief zu sprechen.

 

 

2. Summe entspannt

 

Ein lockeres Summen kann helfen, Schwingung und Resonanz bewusster wahrzunehmen.

Summe beispielsweise angenehm auf:

mmm

Ohne Druck.

Ohne Lautstärke zu erzwingen.

Dann öffne langsam in einen Vokal:

mmm-aaah

Ziel ist weniger maximale Tiefe.

Ziel ist ein freier Klang.

 

 

3. Spiele mit Tonhöhen

 

Sprich denselben Satz etwas höher.

Dann etwas tiefer.

Dann wieder dort, wo er sich am angenehmsten anfühlt.

So bekommst du ein Gefühl für deinen funktionalen Bereich.

Die Stimme darf erkundet werden.

Sie muss nicht sofort optimiert werden.

4. Gähne innerlich

Ein entspannter Gähnimpuls kann helfen, unnötige Spannung im Mund- und Rachenraum wahrzunehmen und zu reduzieren.

Danach sprich einen kurzen Satz.

Beobachte, ob der Klang freier wirkt.

Wichtig:

Kein extremes Dehnen.

Keine künstlich dunkle Stimme.

5. Löse den Kiefer

Ein festgehaltener Kiefer begrenzt Artikulation und Resonanz.

Öffne und schließe den Mund locker.

Bewege den Unterkiefer vorsichtig seitlich.

Dann sprich erneut.

Schon geringe Entspannung kann hörbar sein.

 

 

6. Entspanne Schultern und Nacken

 

Viele Menschen tragen Anspannung im Schulter-Nacken-Bereich.

Das kann den gesamten Stimmeinsatz beeinflussen.

Lockere die Schultern.

Bewege den Kopf sanft.

Finde eine aufrechte, bewegliche Haltung.

Dann sprich erneut.

 

 

7. Atme ruhig und flexibel

 

Stimme braucht Luft.

Dafür musst du keineswegs möglichst tief „in den Bauch“ atmen.

Hilfreicher ist eine freie, flexible Atmung ohne unnötigen Druck.

Lass beim Einatmen Bewegung zu.

Sprich auf einem angenehmen Ausatemstrom.

Und atme neu, bevor der Satz körperlich anstrengend wird.

 

 

8. Verlangsame den Einstieg

 

Stress lässt viele Menschen schneller sprechen.

Die Stimme kann dadurch höher, flacher oder gepresster wirken.

Beginne einen wichtigen Satz etwas ruhiger.

Beende den Gedanken.

Mach eine Pause.

Dann weiter.

Oft entsteht dadurch automatisch mehr stimmliche Ruhe.

 

 

9. Lass Satzenden wirklich enden

 

Manche Sprecher führen fast jeden Satz melodisch nach oben.

Dann klingt selbst eine klare Aussage wie eine fortlaufende Frage.

Experimentiere mit einem deutlichen Abschluss.

Zum Beispiel:

„Das ist meine Empfehlung.“

Lass den Satz enden.

Pause.

Keine künstliche Tiefe.

Nur Abschluss.

 

 

10. Artikuliere präziser

 

Stimmwirkung entsteht auch durch Verständlichkeit.

Öffne den Mund ausreichend.

Nutze Lippen und Zunge bewusst.

Sprich Konsonanten klar.

Eine präzisere Artikulation kann einer Stimme deutlich mehr Präsenz geben, ohne ihre Tonhöhe zu verändern.

 

 

 

11. Nutze Gestik

 

Stimme und Körper arbeiten zusammen.

Wenn du Gedanken mit natürlicher Gestik unterstützt, verändert sich häufig auch deine stimmliche Dynamik.

Die Stimme wird beweglicher.

Betonungen werden klarer.

Und Sprache bekommt mehr Richtung.

 

 

12. Arbeite mit Pausen

 

Eine Pause gibt Stimme und Gedanken Raum.

Sie hilft dir zu atmen.

Sie verhindert, dass Sätze ineinanderlaufen.

Und sie verstärkt wichtige Aussagen.

Viele Stimmen wirken bereits souveräner, sobald die Person weniger hetzt.

 

 

13. Nimm dich auf

 

Deine eigene Stimme klingt auf einer Aufnahme anders als im eigenen Kopf.

Das ist normal.

Nimm einige Minuten auf.

Höre weniger nach dem Motto:

„Mag ich meine Stimme?“

Frage konkreter:

  • Ist sie verständlich?
  • Klingt sie gepresst?
  • Ist genügend Melodie vorhanden?
  • Gibt es deutliche Satzenden?
  • Wie wirkt das Tempo?
  • Wo klingt sie besonders frei?

Damit wird Selbstbeobachtung konstruktiver.

 

 

 

Was du vermeiden solltest

 

Wenn du eine tiefere oder vollere Stimme möchtest, würde ich insbesondere folgende Dinge vermeiden:

  • die Stimme dauerhaft nach unten drücken
  • absichtlich rau sprechen
  • über längere Zeit mit starkem Druck phonieren
  • heisere Stimme als Zeichen von Autorität trainieren
  • bei Schmerz oder deutlicher Ermüdung weiterüben

Eine Stimme sollte sich bei gesunder Nutzung funktional anfühlen.

Schmerzen sind kein Trainingsreiz.

 

 

 

Warum „Bruststimme“ als Erklärung oft zu einfach ist

 

Im Alltag sprechen Menschen gern von Bruststimme und Kopfstimme.

Diese Begriffe können zur Beschreibung von Klangeindrücken nützlich sein.

Anatomisch entsteht Stimme jedoch im Kehlkopf.

Der Brustkorb ist kein zusätzlicher Stimmapparat.

Du kannst dort Vibrationen wahrnehmen.

Das bedeutet noch nicht, dass die Stimme dort erzeugt wird.

Für praktisches Stimmtraining ist deshalb die Frage hilfreicher:

Wie frei und resonant klingt die Stimme?

 

 

 

Was ist mit der Indifferenzlage?

 

Der Begriff kann weiterhin hilfreich sein.

Ich würde ihn heute jedoch weniger mystifizieren.

Es gibt kaum eine verborgene „wahre Stimme“, die nur gefunden werden muss.

Hilfreicher ist die Vorstellung eines komfortablen Sprechbereichs.

Dort kannst du:

  • mühelos sprechen
  • nach oben und unten modulieren
  • länger sprechen
  • verständliche Lautstärke erzeugen
  • Resonanz nutzen

 

 

 

Frauen brauchen keine künstlich tiefe Stimme

 

Gerade Frauen bekommen immer wieder den Rat, tiefer zu sprechen, um kompetenter oder souveräner zu wirken.

Das halte ich als pauschale Empfehlung für wenig hilfreich.

Eine Stimme sollte zur Person, zum Körper und zur kommunikativen Situation passen.

Wenn eine Sprecherin dauerhaft deutlich außerhalb ihrer angenehmen Sprechlage spricht, kann Stimmarbeit sinnvoll sein.

Das Ziel bleibt jedoch weniger:

„möglichst tief“

sondern:

klar, tragfähig, beweglich und glaubwürdig.

 

 

 

Auch Männer profitieren kaum von künstlicher Tiefe

 

Dasselbe gilt für Männer.

Eine bewusst nach unten gedrückte Stimme kann schnell:

  • gepresst
  • monoton
  • angestrengt
  • inszeniert

wirken.

Autorität entsteht aus deutlich mehr als Frequenz.

Inhalt.

Timing.

Klarheit.

Präsenz.

Haltung.

Und eine Stimme, die all das trägt.

 

 

 

Stimme und Stress

 

Unter Stress verändert sich die Stimme häufig.

Muskelspannung steigt.

Atmung verändert sich.

Sprechtempo nimmt zu.

Die Stimme kann höher, enger oder weniger beweglich klingen.

Deshalb reicht technisches Stimmtraining bei wichtigen Auftritten manchmal kaum.

Auch Selbstregulation spielt eine Rolle.

Wenn du unter Druck wieder ruhiger und handlungsfähiger wirst, profitiert häufig auch deine Stimme.

 

 

 

Stimmwirkung ist mehr als Tonhöhe

 

Eine professionelle Stimme besitzt mehrere Dimensionen.

Dazu gehören:

  • angemessene Tonhöhe
  • Resonanz
  • Tragfähigkeit
  • Stimmqualität
  • Melodie
  • Lautstärke
  • Tempo
  • Artikulation
  • Pausen

Genau deshalb wäre es schade, sich ausschließlich auf „tiefer“ zu konzentrieren.

 

 

 

Wann medizinische oder logopädische Abklärung sinnvoll ist

 

Stimmtraining hat Grenzen.

Wenn deine Stimme beispielsweise:

  • über längere Zeit heiser bleibt
  • häufig schmerzt
  • rasch ermüdet
  • deutlich an Leistungsfähigkeit verliert
  • wiederholt vollständig ausfällt

ist eine fachärztliche beziehungsweise stimmtherapeutische Abklärung sinnvoll.

Dann geht es zunächst weniger um Wirkung als um Stimmgesundheit.

 

 

Was professionelle Stimmarbeit leisten kann

 

Gutes Stimmtraining kann helfen, vorhandene Möglichkeiten besser zu nutzen.

Zum Beispiel:

  • eine angenehmere Sprechlage finden
  • Resonanz erweitern
  • Stimmspannung reduzieren
  • Modulation verbessern
  • Artikulation präzisieren
  • Belastbarkeit erhöhen
  • Wirkung bewusster gestalten

Dabei sollte die Stimme weniger normiert werden.

Sie sollte mehr von dem zeigen können, was bereits in ihr steckt.

Eine gute Stimme klingt weniger wie ein Ideal. Sie klingt wie du – nur freier, tragfähiger und bewusster eingesetzt.

 

 

 

Häufige Fragen zur tieferen Stimme

 

Kann ich meine Stimme natürlich tiefer machen?

In gewissen Grenzen ja. Sprechgewohnheiten, Muskelspannung, Resonanz, Atemfluss und Intonation können verändert werden. Anatomische Voraussetzungen begrenzen jedoch den möglichen Tonhöhenbereich.

 

Ist eine tiefe Stimme automatisch attraktiver?

Nein. Attraktivitätsurteile hängen von vielen Faktoren ab und unterscheiden sich zwischen Menschen und Situationen. Eine natürlich klingende, resonante und ausdrucksstarke Stimme kann wichtiger sein als reine Tiefe.

 

Wirkt eine tiefe Stimme kompetenter?

Tonhöhe kann Wahrnehmung beeinflussen. Daraus lässt sich jedoch keine zuverlässige Aussage über tatsächliche Kompetenz ableiten. Die Gesamtwirkung von Inhalt, Sprache, Stimme und Auftreten ist entscheidend.

 

Was ist die Indifferenzlage?

Damit wird traditionell ein angenehmer Bereich der Sprechstimme bezeichnet, in dem längeres Sprechen mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich ist.

 

Wie finde ich meine angenehme Sprechlage?

Sprich, summe und variiere deine Tonhöhe ohne Druck. Beobachte, in welchem Bereich die Stimme besonders frei und beweglich bleibt. Bei professioneller Stimmbelastung kann gezieltes Stimmtraining hilfreich sein.

 

Kann eine künstlich tiefe Stimme schaden?

Dauerhaftes Pressen oder Sprechen außerhalb eines komfortablen Bereichs kann die Stimme unnötig belasten. Schmerz, anhaltende Heiserkeit oder deutliche Ermüdung sollten fachlich abgeklärt werden.

 

Was ist wichtiger: Tiefe oder Resonanz?

Beides beeinflusst den Klang. Für eine volle und tragfähige Stimme lohnt sich jedoch häufig stärker die Arbeit an Resonanz und freiem Stimmeinsatz als das bloße Absenken der Tonhöhe.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Vielleicht möchtest du eine tiefere Stimme.

Das kann ein guter Ausgangspunkt sein.

Bei genauerem Hinsehen möchtest du möglicherweise etwas anderes:

mehr Ruhe.

mehr Präsenz.

mehr Volumen.

mehr Autorität.

mehr Ausdruck.

Dann lohnt sich ein breiterer Blick.

Arbeite weniger daran, deine Stimme künstlich tiefer zu machen. Hilf ihr, sich freier und vollständiger zu entfalten.

 

 

 

Wenn deine Stimme bei wichtigen Auftritten mehr tragen soll

 

Bei Präsentationen, Interviews und wichtigen Gesprächen ist Stimme ein wesentlicher Teil deiner Wirkung.

Im persönlichen 1:1 können wir konkret daran arbeiten:

  • Sprechlage
  • Resonanz
  • Stimmklang
  • Artikulation
  • Sprechtempo
  • Pausen
  • Betonung
  • Präsenz
  • Umgang mit Anspannung
  • Übertragung auf deinen konkreten Auftritt

Dabei geht es weniger um eine fremde „Sprecherstimme“.

Es geht um deine Stimme und darum, wie gut sie deine Botschaft trägt.

Online oder persönlich in Berlin.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Nutzt du die Möglichkeiten deiner Stimme?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. April 2015
Überarbeitung: 1. Juli 2020

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Expertenstatus

 

Wofür ich schon alles als Experte bezeichnet wurde, ist belustigend. Zumindest, soweit ich mit da Humor erlaube, denn das ist nicht in meinem Interesse. Wer für alles Experte ist, ist für nichts Experte. Außerdem ist die Zuschreibung etwas, dass auf Können und Leistung beruhen sollte. Erfahrungen braucht Zeit, wenn das auch kein ausreichendes Kroterium ist. Es gibt Menschen, die es schaffen eine Ewigkeit in einem Bereich unterwegs zu sein, ohne Erfahrungen anzusammeln, die einen Expertenstatus mit sich bringen.

Schön, wenn der Expertenstatus auch gerechtfertigt ist.

Ein Expertenstatus hilft. Experten sind in ihrer Branche gefragter. Weshalb? Weil Kunden sich lieber von jemandem helfen lassen, der weiß, wovon er spricht. Wer als Expertin oder Experte bestehen will, bleibt am Ball und baut den Abstand aus. Und das sowohl bei den Erfahrungen als auch beim Marketing. Hier erfährst du, wie du dir deinen verdienten Expertenstatus erarbeiten kannst. 

 

 

 

Überblick

 

Video

https://youtu.be/wmoYBgNpulA

 

Bist du eine Expertin, ein Experte?

 

Drei Dinge machen einen guten Meister:
Wissen, Können und Wollen!

Sprichwort

 

 

 

Wozu Expertenstatus?

 

Der Expertenstatus hilft. Experten sind in ihrer Branche gefragter. Weshalb?

Von wegen ein Experte ist nur jemand, der ein Problem für jede Lösung hat. Tatsächlich sind Experten Problemversteher und Problemlöser in einer Person. Dem Profi gelingt, was der Laie sich wünscht. Egal in welcher Branche – als Experte wahrgenommen zu werden, bringt mehr Bekanntheit, mehr Kunden und Möglichkeiten, sich professionell weiterzuentwickeln. Dass wiederum stärkt den Expertenstatus, woraus …. 
Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Endlich einmal ein begrüßenswerter Kreislauf!

 

Vorteile des Expertenstatus:

  • Es macht mehr Spaß in etwas Meisterschaft zu erlangen und zu erhalten
  • Höhere Honorare, bessere Verhandlungsposition
  • Schneller mit weniger Aufwand durch relevante Erfahrungen
  • Höheres Ansehen, mehr Vertrauen, weniger relevanter Wettbewerb
  • Kooperationen: Netzwerke mit anderen anerkannten Experten
  • Mehr hochkarätige Empfehlungen
  • Interessantere und herausforderndere Aufträge

 

 

 

Wer ist ein Experte?

 

Es ist leichter zehntausend Dinge zu studieren, als in einem Fach Meister zu sein.

Chinesisches Sprichwort

 

Es gibt recht unterschiedlich hohe Messlatten bei der Bewertung, ob jemand Experte ist oder nicht – von „nenn-dich-doch-einfach-so“ bis sehr anspruchsvoll.

 

Hinweise für Personen mit Expertenstatus:

  • Sie wissen deutlich mehr über Ihren Bereich, als ein belesener Amateur.
  • Sie haben von Kunden für Ihre Produkte und Dienstleistungen zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten.
  • Sie waren in Ihrem Fachgebiet schon häufiger in den Medien.
  • Sie haben zu Ihrem Themenbereich schon Vorträge vor relevantem Publikum gehalten.
  • Sie haben einen relevanten Abschluss oder eine Zusatzqualifikation und umfangreiche Praxiserfahrung.
  • Sie haben ein Fachbuch veröffentlicht.
  • Sie sind in Ihrer Spezialisierung tatsächlich besser als die Masse Ihrer Wettbewerber.

 

 

 

Tacheles

 

Im Vergleich zu den vielen Zeitgenossen, die sich als Experten bezeichnen, gibt es wenig tatsächliche Experten. Gerade in letzter Zeit ist die Ermutigung, sich doch großzügig als Experte zu bezeichnen, allerorten zu hören. Experte – genau wie Coach, Berater, Trainer – ist ja kein geschützter Begriff. Also macht es ja auch nichts, ihn zu beanspruchen. So drucken das selbst viele Berufseinsteiger gerne auf Visitenkarte und Internetdarstellung. Nicht nur Papier ist geduldig! Weder ein Wochenendkurs noch eine zweijährige Weiterbildung mit ein paar verteilten Wochenenden machen einen Experten.

Was einen Experten ausmacht, sind die außergewöhnlichen Kenntnisse und Fertigkeiten. Ja, da sind einige Anbieter anderer Meinung. Aus deren Sicht verständlich, schließlich wollen die ja auch auf Teufel komm raus an Menschen mit Sehnsüchten verkaufen. So werden in Besorgnis erregendem Umfang schicke Zertifikate mit wohlklingenden Bezeichnungen verkauft. Ob das schließlich auch einen Nutzen hat, muss oft nicht interessieren. Nachdem genug Erde verbrannt ist, ziehen sie weiter. Aus den Augen aus dem Sinn. Die vielen Fast-Food-Experten werkeln dann noch so lange, bis wieder eine Branche am Boden liegt. Deren Kunden machen dann zukünftig einen Bogen um nur andeutungsweise ähnlich klingende Angebote.

 

 

 

Trauerspiel oder echter Einsatz

 

 

Mancher zum Meister sich erklärt, dem niemals Handwerk ward gelehrt.

Sebastian Brant

 

Wer auf diese Weise ans Werk geht, tut weder sich noch den Mitmenschen einen Gefallen. Nicht einmal dann, wenn für die Liebhaberei ohne ernsthafte Gewinnerzielungsabsicht kein Geld verlangt wird. Qualität ist nicht Kür, sondern Pflicht! Wer nicht bereit ist den Expertenstatus verdient zu erhalten und zu behalten, der so tut als ob, der neppt. Punkt-um!

Dabei ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Es braucht also Zeit, Gelegenheit, Mittel und die Bereitschaft sich dem Ziel stetig zu widmen. Der Weg zum echten Experten dauert und erfordert Aufwand. Das klingt nicht nachdem, was viele auf der Suche nach Betätigung hören wollen. Doch genau so ist es!

Es gibt allerdings auch das andere Phänomen; Menschen mit hervorragenden Kenntnissen und Fähigkeiten, die sich nicht verkaufen können oder wollen. Und bei denen lohnt es sich dafür zu sorgen, dass die relevanten Zielgruppen davon erfahren.

 

 

 

Positionierung und Persönlichkeit

 

Um vom Expertenstatus zu profitieren, um mehr Bekanntheit und mehr Kunden zu gewinnen ist es wichtig sich zu positionieren.

Ideal ist es sich vom Wettbewerb abzuheben und den Vorteil für Auftraggeber zu verdeutlichen. Heute ist das allerdings so eine Sache mit der Einzigartigkeit. Im Zeitalter des Copy&Paste werden nicht nur Informationen und Formulierungen, sondern auch schon mal eine ganze Homepage kopiert. Dabei werden oft noch nicht einmal die wesentlichsten Anpassungen gemacht. So ist das mit der Einzigartigkeit nicht so einfach.

Am individuellsten und schwierigsten zu kopieren, ist die individuelle Persönlichkeit. Auch hier können andere behaupten, es wäre bei Ihnen genauso. Aber der persönliche Kontakt klärt das dann zumindest.

Mittels authentischem Selbstmarketing gilt es der Zielgruppe zu verdeutlichen, mit wem Sie es zu tun hat. Die viel beschworenen Marketingerfolgsgaranten wie der USP (Unique Selling Proposal – Einzigartiges Verkaufsargument) liefern hier oft nicht die Wirkung, die in der Fachliteratur so gerne gefeiert wird. Es lässt sich nicht alles 1 : 1 von Konsumgütern auf das Selbstmarketing von Menschen übertragen. Hier ist nicht immer alles so einfach greifbar und auf einen Punkt zu reduzieren. Es lohnt sich zwar trotzdem es anzustreben, es geht hier aber meist nicht um einen knackigen Slogan, als vielmehr die stetige Feinabstimmung. Zeigen, statt behaupten.

 

 

 

Was keiner weiß, macht keinen heiß

 

Expertenstatus braucht Kommunikation: Die Zielgruppe sollte erfahren, welche Kompetenz sie vor sich hat. Ohne Kommunikation hilft der gesamte Expertenstatus nichts. Nur wie?

Viele schwärmen; etwas Besseres als soziale Medien gibt es nicht. Aber was bedeutet das genau? Und genügt das wirklich? Etwas twittern und alles wird gut? Tatsächlich ist es schon etwas aufwendiger. Schließlich wollen in vielen Bereichen heute mehr Leute gehört werden, als Zuhörer vorhanden sind. Alle auf der Bühne und keiner mehr im Publikum?

Patentrezepte klingen gut, halten aber selten, was sie versprechen. Vieles, das gestern noch deutliche Wirkung gezeigt hat, ist heute so selbstverständlich, dass die realistische Entscheidung für die Teilnahme nicht mehr von Vorteilen motiviert wird, sondern von den Nachteilen, nicht mit dabei zu sein. So ist das oft mit einem Hype. Wenn er gefeiert wird, ist sein Höhepunkt auch schon überschritten. Wer uniform der Masse folgt, geht in ihr unter.

So oder so: Punktueller Aktionismus bringt wenig. Es braucht eine strategische und systematische Vorgehensweise. Die Kommunikation muss kontinuierlich erfolgen, denn Menschen vergessen nun einmal schnell. Also ran ans Werk:

10 Tipps für den Expertenstatus

 

Hier folgt ein Überblick der beliebtesten Methoden für eine kontinuierliche Kommunikation des Expertenstatus. Tatsächlich gibt es sehr viele Wege, um das besondere Angebot sichtbar zu machen. Der einseitige Blick auf das Internet versperrt mitunter den Blick auf die anderen klassischen Marketingwerkzeuge.

 

 

 

1. Publizieren

 

Der Klassiker: Es war einmal … Ja, es gab Zeiten, in denen ein Fachbuch das wichtigste Werkzeug für den Expertenstatus war. Heute ist das eigene Buch in den meisten Bereichen nur noch ein Baustein von vielen. Gerade bei E-Book & Co. gibt es zahlreiche Titel, bei denen nicht nur der Wald sich freut, dass sie nicht gedruckt wurden.

 

 

 

2. Homepage und Blog

 

Die eigene Homepage: Manchmal statisch wie eine Imagebroschüre, manchmal wie ein Schweizer Taschenmesser im Einsatz. Manche stauben vor sich hin und auf manchen tobt das Leben beispielsweise in Form eines gepflegten Blogs.

So ein Experten-Blog hat einige Vorteile. Die Suchmaschinen freuen sich. Wenn die Informationen stimmen, freut sich auch so mancher Leser. Der Experte wird motiviert, sich über aktuelle Themen Gedanken zu machen und zeigt sich so.

Bei aller Begeisterung, die Goldgräberzeiten der Blogkultur sind erst einmal vorbei. Heute scheint es mehr Blogs als Leser zu geben und die vielen Copy-Cats sind auch keine wahre Freude. KI hat dem Thema weitgehend den Rset gegeben. Insofern gehört ein Blog wie Veröffentlichungen dazu, ist jedoch keine Wunderwaffe mehr.

 

 

 

3. Newsletter

 

Manche Experten schwärmen von ihrem Newsletter, während andere einen Bogen um dieses Medium machen. Ich übrigens auch! Insofern überlasse ich es anderen darüber zu berichten. Tipps hierzu gibt es ja ausreichend im Internet.

 

 

 

4. Social-Media

 

Social-Media beinhaltet so einige Kanäle. Die meisten werden vor allem für private Zwecke genutzt. Aber die enorme Reichweite lockt. In Windeseile lassen sich viele Menschen erreichen. Allerdings wird dort vielfach so laut geklappert, dass es schwer ist gehört zu werden, ohne auch gleich wieder disqualifiziert zu werden.

Auch hier gibt es Experten, die dabei helfen können, soziale Medien in die Marketingstrategie zu integrieren. Allerdings zeigt dieses Beispiel anschaulich, dass es gar nicht so einfach ist, tatsächliche Experten zu erkennen. Ich suche selbst schon seit einer Weile nach entsprechenden Experten, die ich weiterempfehlen kann.

Wer eine solche Suche auch aus der Meta-Perspektive betrachtet, lernt gleich auch noch eine Menge darüber, wie es potenziellen Interessenten beim eigenen Angebot geht. Wer sich selbst zum Angebotssuchenden macht – also die Perspektive umdreht – merkt recht schnell, welche Hindernisse das Erkennen wahrer Experten erschweren.

 

 

 

5. Videos bei YouTube & Co

 

Die Ansprüche an Videos sind heute deutlich höher, als vor wenigen Jahren. Obwohl auch da schon viele Videos eher geschadet als genutzt haben, ist der Aufwand heute deutlich höher – mit steigender Tendenz!

Der große Vorteil eines gut gemachten Videos: Texte lassen sich in Auftrag geben oder kopieren, doch der eigene Auftritt gibt mehr über die Person preis. Ein großer Vorteil für all jene, die auch persönlich zu überzeugen wissen.

Zahlreiche Dienstleister wollen auch hier auf die Sprünge helfen und bieten ihre Unterstützung an. Viele der Beispiele überzeugen allerdings lediglich technisch. Die Unerfahrenheit mit dem Medium und eine fehlende Strategie sorgen dafür, dass viele Videos dann nur deshalb im Netz bleiben, weil sie so viel Geld gekostet haben. Wer dieses Medium erfolgreich nutzen möchte, sollte seinen Auftritt sorgfältig vorbereiten wie jeden anderen Auftritt in den Medien oder vor Publikum auch. Und ja, dabei kann ich dir helfen.

Hand aufs Herz; Ich habe das Thema YouTube-Videos ziemlich unterschätzt und im Anfängermodus derartig viel falsch gemacht, dass ich dabei ziemlich Feder gelassen habe. Der Lernprozess war lang und teuer. Es hat etwas Geld, viel Zeit und noch mehr Ansehen gekostet. Hinterher sind wir hoffentlich schlauer. 

 

6. Webinare

 

Auch wieder so etwas, mit dem ich mich bisher nicht so richtig anfreunden konnte, von dem aber einige meiner Klienten schwärmen: Webinare.

Sie sollen dazu dienen, sich als Experte zu präsentieren und mitunter gibt es sogar Geld dafür. Allerdings erinnern mich die meisten Webinare eher an schlecht gemachte Lehrvideos auf YouTube und Werbeveranstaltungen. Zu viele Anbieter haben sich dazu verlocken lassen, den Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren. Und so haben Webinare je nach Branche eher kein hohes Ansehen. Es bleibt abzuwarten, was sich hier zukünftig tut.

 

 

 

7. Gastbeiträge in Blogs

 

Mit Gastbeiträgen auf populären Blogs oder Webseiten können Sie Ihre Expertise auch anderen Gruppen zur Verfügung stellen. 

Achten Sie darauf, dass Sie deren Lesern einen relevanten Nutzen bieten. So können Sie auch zusätzlich auf sich aufmerksam machen.

 

 

 

8. Reden halten

 

Auch auf der Rednerbühne ist der Andrang mittlerweile größer. Die Gelegenheit vor Publikum zu sprechen hat über die Anwesenden hinaus Wirkung, wenn es richtig gemacht wird.

Auf Tagungen, Konferenzen … Gelegenheiten zu sprechen gibt es reichlich. Die Qualität steigt zwar, ist aber immer noch im Durchschnitt so, dass gute Redner positiv auffallen.

Warten Sie nicht, bis Sie gefragt werden. Finden Sie interessante Gelegenheiten, sich als Redner anzubieten. Hartnäckigkeit und Beziehungspflege helfen; gut vorbereitet lassen sich auch durch spontane Einladungen die Weichen stellen. Wenn beispielsweise ein Referent abspringt und Sie einspringen, ist die Chance groß, dass der Veranstalter Sie auch zukünftig berücksichtigt.

Aus meiner Sicht gehört das Halten von Reden zu den wesentlichsten Elementen für das Marketing von Experten.

Lesen Sie hierzu auch: Als Redner zum Expertenstatus

 

 

 

9. Interviews geben

 

Wer als Experte einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat, wird früher oder später um ein Interview gebeten. Experten-Blog und Empfehlungen fördern die Wahrscheinlichkeit, gefragt zu werden. Wer nicht warten will: Es geht auch aktiver, indem Sie an aktuelle Themen anknüpfen oder eigene Ideen anbieten.

Üblicherweise führen Interviews zu weiteren Interviews, wenn die grundlegenden Regeln beherzigt werden. Anregungen und Hilfe finden Sie hier.

 

 

 

10. Empfehlungen

 

Das wichtigste Marketinginstrument für Experten sind Empfehlungen. Wenn jemand wirklich gute Erfahrungen mit einem Experten gemacht hat, dann hat dessen Empfehlung besonderes Gewicht in seinem Umfeld.

Allerdings ist nicht in jedem Bereich gleichermaßen die Bereitschaft vorhanden, Empfehlungen auszusprechen. Bei manchen Themen spielt Scham eine Rolle, bei anderen der Wunsch, den Experten als Geheimwaffe für sich zu behalten.

 

11. Podcasts

 

Ob eigener Podcast oder zu Gast in solchen; die Reichweite ist meist übersichtlich. Andrerseits ist es ein sehr intimes Medium. Zu diesem Thema gibt es von mir einige Beiträge. 

 

 

Heute einfacher denn je?

 

Ja, heute geht sehr viel mehr in Eigenregie. So sind wir viel unabhängiger von der Gunst der etablierten Medien. Allerdings hatten deren Auswahlkriterien auch einen Vorteil; die Spreu vom Weizen zu trennen. Viele haben bei höherem Aufwand den Einsatz gescheut.

Heute wird viel mit heißer Nadel gestrickt. Jetzt kann jeder lautstark um Aufmerksamkeit buhlen und das geschieht dann auch oft und lärmend, sodass es für seriöse Anbieter schwieriger geworden ist gehört zu werden, ohne aus der Rolle zu fallen. So relativiert sich die Aussage, dass heute alles so viel einfacher ist.

 

 

 

Fachidiot?

 

Übrigens sind erfolgreich Experten keine Fachidioten. Auch wenn es einige Sprüche dazu gibt; „Spezialisten sind Leute, die nur eine Saite auf der Fiedel haben.“, „Ein Experte ist jemand, der immer mehr über immer weniger weiß, bis er am Ende von nichts alles weiß.“, „Experten sind Leute, die 99 Stellungen kennen, aber kein Mädchen haben.“ Der Vorwurf; je spezialisierter ein Mensch ist, desto weniger weiß er von der wirklichen Welt.

Die Wahrheit; man beherrscht sein Fach nicht, wenn man nur sein Fach beherrscht! Erfahrene Fachkundige sind reiselustig, wagen sich auch über den Tellerrand, interessieren sich für die größeren Zusammenhänge. So entdeckst du auch neue Möglichkeiten, die andere übersehen. Wer sich lange genug in einem Feld aufhält, streift zunehmend häufiger die Philosophie.

 

 

 

Gesagt, getan, erledigt?

 

Als Experte oder Expertin anerkannt zu werden ist eine Sache, den Expertenstatus längere Zeit zu erhalten eine andere. Aus den Augen aus dem Sinn? Wenn es etwas zu holen gibt, sind Nachahmer nicht weit. Und das gerade in Bereichen, in denen die Zugangshürden sehr niedrig erscheinen.

Da staunt der Laie und die Fachfrau wundert sich: So manche Einsteiger wittern da Morgenluft und stecken ihre Ressourcen anstatt in die Qualität der Leistung, lieber in die Aufmachung der Internetseite und Hochglanzvisitenkarte.

Wer als Experte oder Expertin bestehen will, bleibt am Ball und baut den Abstand aus. Und das sowohl bei den Erfahrungen, als auch beim Marketing. Also; dranbleiben!

 

 

 

Unterstützung

 

Unterstützung bei der Entwicklung und Realisierung geeigneter Strategien und konkreter Unterstützung beispielsweise bei Präsentationen finden Sie bei mir. Für zahlreiche mögliche Marketingwerkzeuge suchst du dir am besten die jeweils geeignetste Autorität. Einige Experten kann ich auf Nachfrage nennen. Ich empfehle übrigens nur dann andere Experten, wenn ich deren Leistungen auch beurteilen kann.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Umfrageergebnisse

 

Der Einfluss von Rhetorik und Präsentationsfähigkeiten auf Karriere und Geschäftserfolg ist ...

%

... groß.

%

... mittel.

%

... gering.

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2016 bis 2017, n= 1146)

P.S.

 

Was macht aus deiner Sicht Experten aus und wie lässt sich der berechtigte Expertenstatus fördern?

Artikel

 

Authentisch präsentieren: Warum Persönlichkeit überzeugt

Authentisch präsentieren statt perfekt wirken: Erfahre, wie Kompetenz, Persönlichkeit, Nahbarkeit und gute Vorbereitung gemeinsam überzeugen.

1. Regel der Rhetorik: Beginnen wir bei den Grundlagen der Rhetorik

1. Regel der Rhetorik: Beginnen wir bei den Grundlagen der Rhetorik

Ich hatte einen ansonsten geschätzten Kollegen, der pflegte die Angewohnheit sich regelmäßig alle 15 Minuten zu äußern. Und das weitgehend unabhängig vom Thema und der Relevanz des persönlichen Beitrags dazu. Er hatte irgendwo in einem Karriereführer gelesen das wäre gut, um voran zu kommen. Das widerspricht leider den Grundlagen der Rhetorik.

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Antworten auf häufige Fragen

Was ist ein Experte?

Ein Experte ist eine Person, die aufgrund ihrer Ausbildung, ihres Fachwissens, ihrer Fertigkeiten und ihrer langjährigen Erfahrung in einem bestimmten Bereich über umfassende und autoritative Kenntnisse verfügt. Experten werden oft herangezogen, um in spezifischen Fragen Beratung zu bieten, Entscheidungen zu treffen, Probleme zu lösen oder als sachverständige Zeugen in Gerichtsverfahren aufzutreten. Die Anerkennung als Experte kann durch akademische Grade, berufliche Zertifizierungen, Veröffentlichungen oder die allgemeine Anerkennung ihrer Fachkompetenz durch Gleichgestellte in ihrem Bereich erfolgen.

Weshalb ist es erstrebenswert, als Experte oder Expertin zu gelten?

Es gibt mehrere Gründe, warum es erstrebenswert ist, als Experte oder Expertin zu gelten:

 

 

 

1. Anerkennung und Respekt

Expertenstatus bringt ein hohes Maß an beruflichem Ansehen und Respekt von Kollegen, Kunden und der breiten Öffentlichkeit mit sich.

 

 

2. Einflussmöglichkeiten

Experten haben oft die Möglichkeit, Meinungen zu prägen, Entscheidungen zu beeinflussen und in wichtigen Angelegenheiten beratend tätig zu sein.

 

 

3. Karrierechancen

Als anerkannter Experte oder Expertin können sich berufliche Türen öffnen, sei es in Form von höheren Positionen, speziellen Projekten oder beratenden Rollen.

 

4. Höheres Einkomme beziehungsweise Honorare

Expertise kann auch zu höheren Verdienstmöglichkeiten führen, da Fachwissen in vielen Bereichen hoch bewertet wird und oft knapp ist.

 

 

5. Persönliche Zufriedenheit

 

Umfangreiches Wissen und Können in einem Bereich zu erlangen, kann persönlich sehr bereichernd sein. Es ermöglicht kontinuierliches Lernen und die Befriedigung, komplexe Probleme lösen zu können.

 

 

6. Beitrag zur Gesellschaft

Experten spielen oft eine Schlüsselrolle bei der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, indem sie ihr spezialisiertes Wissen einbringen, um Innovationen voranzutreiben und zur allgemeinen Wohlfahrt beizutragen.

 

 

Fazit

Der Status als Experte oder Expertin kann sowohl berufliche als auch persönliche Vorteile bieten und die Tür zu vielen Möglichkeiten öffnen.

Sie beherrschen Ihr Fach nicht, wenn Sie nur Ihr Fach beherrschen. Karsten Noack

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. November 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #67620
K: CNB
Ü: A

1. Regel der Rhetorik: Beginnen wir bei den Grundlagen der Rhetorik

1. Regel der Rhetorik: Beginnen wir bei den Grundlagen der Rhetorik

Von Zeit zu Zeit lohnt es sich an die Prinzipien zu erinnern!
Rhetorik

1. Regel der Rhetorik

 

Ständig mitreden? Wer nichts zu sagen hat, sollte die Klappe halten. Es lohnt sich, die wichtigste Regel der Rhetorik zu beherzigen. Hier folgen ein paar Gedanken dazu.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

1. Regel der Rhetorik:

 

Wer nichts zu sagen hat, sollte die Klappe halten.

 

Es lohnt sich, die wichtigste Regel der Rhetorik zu beherzigen.

 

 

 

Grundlagen der Rhetorik

 

Die erste ja für sich allein beinahe ausreichende Regel des guten Stils ist diese, dass man etwas zu sagen habe.

Arthur Schopenhauer

 

 

 

Es war einmal…

 

Ich hatte einen ansonsten sehr geschätzten Kollegen, der pflegte die Angewohnheit sich regelmäßig alle 15 Minuten zu äußern. Und das weitgehend unabhängig vom Thema und der Relevanz des persönlichen Beitrages dazu. Er hatte irgendwo in einem Karriereführer gelesen, das wäre gut, um voranzukommen. Mit Ursache und Wirkung ist das mitunter so eine Sache. Das mit der Karriere ist ihm gut gelungen und deshalb wird er diese Empfehlung vermutlich noch immer für richtig halten. Ich denke allerdings, dass er durch seine sonstigen Kenntnisse und Fähigkeiten Karriere machen konnte. Seine Beiträge waren hingegen keine Freude und ein direkter Verstoß gegen die 1. Regel der Rhetorik: Wer nichts zu sagen hat, hält besser die Klappe! Oder mit den Worten von Abraham Lincoln: „Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch alle Zweifel zu beseitigen.“ Denn mancher hat sich schon beklagt: Ach, hätt‘ ich das doch nicht gesagt! (Wilhelm Busch)

 

 

 

Übertreibe ich?

 

Mit etwas Abstand neige ich dazu, meine Gedanken zu relativieren. Ich stehe weiterhin zur Grundaussage, doch lassen sich die Worte auch missverstehen. Schließlich bin ich ein großer Freund der Idee, dass Redner aussprechen, was ihnen durch den Kopf geht, während sie sich eine Meinung bilden und so andere daran teilhaben lassen. Das kann sehr bereichernd für alle Beteiligten sein.  Es geht also nicht um das eigene Ego, sondern darum, etwas beizutragen.

So ist jeder Redner aufgefordert, sich vorher über die Absicht seines Beitrages Gedanken zu machen.

Video

Wichtigste Regel der Rhetorik

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

 

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

P.S.

 

Was halten Sie von dieser grundlegenden Regel?

Artikel zu Reden und Präsentationen

Authentisch präsentieren: Warum Persönlichkeit überzeugt

Authentisch präsentieren statt perfekt wirken: Erfahre, wie Kompetenz, Persönlichkeit, Nahbarkeit und gute Vorbereitung gemeinsam überzeugen.

Wer nichts zu sagen hat, hält besser die Klappe! 1. Regel der Rhetorik

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2005
Überarbeitung: 22. Januar 2020
AN: #8834
K: CNB
Ü:
Englische Version: https://www.karstennoack.com/first-rule-of-rhetoric-good-communication-and-presenting/

Nach einem emotionalen Ausbruch professionell bleiben

Nach einem emotionalen Ausbruch professionell bleiben

Lieber zuerst durchatmen und dann...
Wut und Zorn

Nach einem emotionalen Ausbruch professionell bleiben

 

Zorn und Wut zerstören schnell, was vorher einigen Aufwand erforderte, um Bestand zu haben. Was tun, wenn es doch zu einem emotionalen Ausbruch kommt?

 

 

 

Überblick

Die interne Kommunikation im Unternehmen zu verbessern

 

So lässt sich die interne Kommunikation in Unternehmen mit einfachen Mitteln verbessern.

Zorn gleicht einem vorübergehenden Wahnsinn, denn er ist, ebenso wenig wie dieser, Herr über sich selbst.

Lucius Annaeus Seneca

Video

https://youtu.be/q6YzNCQTWh0

Nach einem emotionalen Ausbruch professionell bleiben

 

Wie wichtig es ist, nach einem emotionalen Ausbruch professionell zu bleiben, zeigt sich oft erst, wenn es recht spät für die Einsicht ist.

Da haben wir eine Menge Aufwand betrieben, um an unser Professionalität zu arbeiten, und dann das.

Eines der Markenzeichen von Professionalität ist emotionale Zurückhaltung. Profis lernen, dass es eine gute Idee ist bei Bedarf den Mund halten zu können. Doch hin und wieder kann es zu kurzen Aussetzern kommen, wenn die Verzweiflung oder der Sarkasmus überhandnehmen und wir etwas sagen, das wir am liebsten zurücknehmen würden.

Seien wir ehrlich, wir sind auch nur Menschen. Es wäre toll, wenn es einen „Rückgängig“-Knopf für unsere Äußerungen gäbe, wie am Rechner.

 

 

Emotionaler Ausbruch, was dann?

 

Baue deine Professionalität mit einem Notfallplan wieder auf. Genauso wie Unternehmen dazu angehalten sind, einen Notfallplan zu haben, sollten das auch Fachkräfte tun.

Es gibt keinen „Strg+Z“-Befehl für einen verbalen Schlagabtausch, doch es ist möglich, sich mit einer Kollegin oder einem Kollegen zu versöhnen, die oder der unfreiwillig Empfänger deiner weniger taktvollen Antwort ist.

Weißt du nicht, wie du dich wieder versöhnen kannst?
Hier sind ein paar Sätze, die du vielleicht nützlich findest, wenn du gerade etwas gesagt hast, das du am liebsten zurücknehmen würdest.

  • „Es tut mir leid.“
  •  „Das kam nicht so rüber, wie ich es wollte. Lass es mich noch einmal versuchen…“
  • „Kann ich es noch einmal versuchen?“
  • „Ich bin wirklich frustriert und habe es an dir ausgelassen. Das ist nicht fair und ich bitte um Entschuldigung.“
  • „Das war unangebracht und ich entschuldige mich.“
  • „Das klang in meinem Kopf viel besser, als es laut ausgesprochen wurde.“
  • „Wow, das war ein bissiger Kommentar! Tut mir leid, ich habe es nicht so gemeint.so gemeint.“

 

Vor allem solltest du deine Botschaft aufrichtig vermitteln. Sonst gräbst du dir nur ein tieferes Loch und untergräbst das Vertrauen, das du wieder aufbauen willst. Denke auch daran: Du kannst diese Phrasen nur so oft verwenden, bis sie hohl klingen. Kommt es zu oft vor, wirst du irgendwann dein Konto überziehen, egal wie aufrichtig deine Entschuldigung ist.

Selbst den gefasstesten Menschen kann gelegentlich ein Versprecher unterlaufen. Es ist wichtig, dass wir unsere Fehler eingestehen und die Verantwortung für unsere Worte übernehmen. Wenn wir uns umgehend und aufrichtig entschuldigen, können wir das Vertrauen wiederherstellen und positive Beziehungen zu unseren Kolleg/innen aufbauen. Vergiss nicht, dass wir uns als Fachkräfte bemühen müssen, mit unseren Emotionen so umzugehen, dass ein gesundes Arbeitsumfeld entsteht. Wir sollten uns also um Selbsterkenntnis, emotionale Belastbarkeit und kontinuierliches Wachstum bemühen und sicherstellen, dass unser berufliches Verhalten nicht durch bedauerliche Ausbrüche beeinträchtigt wird.

Ich meine hier keine Tiraden, unangebrachten Gefühlsausbrüchen oder irgendeiner Form von Mobbing am Arbeitsplatz. Diese Verhaltensweisen haben in einem Arbeitsumfeld nichts zu suchen.

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Wie verhältst du dich, nachdem die Emotionen überkocht sind?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Wenn du aufgebracht bist, tue oder sage nichts. Atme nur ein und aus, bis du ruhig genug bist. Thich Nhat Hanh

Artikel zur Persönlichkeit

Diversität: Warum unterschiedliche Perspektiven wertvoll sind

Diversität als Perspektivenvielfalt: Wie Unterschiede unser Denken erweitern, blinde Flecken sichtbar machen und zu fundierteren Entscheidungen beitragen können.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. Mai 2015
Überarbeitung: 8. März 2019
AN: #67614
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K: