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Den meisten Menschen fällt durchaus eine schlagfertige Antwort ein. Allerdings größtenteils erst Stunden später, wenn sie nicht mehr zum Einsatz kommt. Wenn es darauf ankommt, will sich also häufig keine brauchbare Idee einfinden. Woran liegt das?
Früher oder später fällt den meisten Menschen durchaus eine schlagfertige Antwort ein. Allerdings vornehmlich erst Stunden später, wenn sie nicht mehr zum Einsatz kommt. Wenn es darauf ankommt, will sich also häufig keine brauchbare Idee einfinden.
Der wesentlichste Grund dürfte wohl sein, dass wir mit sehr viel Druck versuchen eine Antwort herauszupressen. Druck und diverse negative Emotionen, wie Ärger und Wut lassen das Reptiliengehirn die Führung übernehmen. Unter solchen Voraussetzungen blockiert allerdings das kreative Gehirn. Die inneren Dialoge verschlimmern es nur noch weiter.
Wer entsprechende Techniken gelernt und verinnerlicht hat, kann trotzdem noch die Schlagfertigkeit an den Tag legen. Es sind sozusagen weitgehend automatisierte Reaktionsmuster, die gestartet werden. Einige Dutzend Strategien stehen dafür zur Auswahl.
Grundlegender ist es, den Ursachen für die emotional einschränkenden Reaktionen auf den Grund zu gehen und zukünftig in förderlichen Zuständen solche Herausforderungen zu meistern.
Perfektionismus, im Sinne zu hoher Erwartungen, schadet. Das verkrampft. Wer die perfekte Antwort finden will, findet sie oft Stunden später, wenn sie nicht mehr gebraucht wird. Spielerisch ginge es deutlich leichter.
Zur Erinnerung: Bei Schlagfertigkeit geht es nicht darum, blitzschnell mit einer nie dagewesenen, möglichst maximal geistreichen, Idee Angreifer umzuhauen und das gesamte Publikum von der eigenen Intelligenz zu überzeugen, sondern darum, für sich und die Ziele einzutreten.
Wer nicht deutlich genug auf sich acht gibt, riskiert eher früher als später nicht mehr ernst genommen und schlechter behandelt zu werden.
Überzeugungen und Glaubenssätze spielen dabei eine gewichtige Rolle, ob und wie wir wahrnehmen, denken und handeln. Was wir von uns, den anderen Menschen und dem Rest der Welt denken, beeinflusst Wahrnehmung, Denken und Handeln.
Eingeschränktes Selbstvertrauen und fehlende Selbstreflexionen machen es schwieriger, gut auf sich achtzugeben und angemessen zu reagieren. Es braucht dann nur leichte Berührungen blauer Flecken und es fühlt sich nach Tiefschlägen an. Oft braucht es nicht einmal andere Menschen, weil wir dank destruktiver Interpretationen auch ohne tatsächlichen Grund verletzt reagieren. Mit etwas Wohlwollen entpuppen sich viele vermeintliche Angriffe als harmloser, als sie spontan empfunden werden. Überreaktion macht es dann leider nicht besser. Je aufgeräumter wir sind, desto souveräner reagieren wir.
Wirksame, weil zielführende, Schlagfertigkeit beginnt also viel früher. Jeder kann schlagfertig sein. Das wirkt sich positiv auf das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein aus. Das steigert Selbstwirksamkeit und Überzeugungskraft. Also pflegen Sie Ihre innere Balance und trainieren Sie. Zeigen Sie Grenzen auf, wehren Sie unfaire verbale Angriffe ab — und noch besser; signalisieren Sie, dass so etwas sich bei Ihnen nicht lohnt. Wie, dazu gibt es zahlreiche Anregungen in den Beiträgen.
Kommunikation kann so einfach sein. Oft ist sie es allerdings nicht. Selbst der einfachste Mensch ist ein sehr kompliziertes Wesen. Manchmal sagen wir Dinge und merken erst an der Reaktion unserer Gesprächspartner, dass sie mit jemand ganz anderem gesprochen zu haben scheinen. Das habe ich beim besten Willen nicht gesagt. - Oder doch?
Mehr oder weniger bewusst geht es in Gesprächen darum, andere Menschen von etwas zu überzeugen – sei es von einem besonderen Angebot, der eigenen Person, einer Ansicht oder einer Notwendigkeit. Gelingt das nicht schnell genug und vor allem nicht auf den Punkt genau und in anschaulicher Weise, verlieren Gesprächspartner rasch das Interesse und wir die erhoffte Aufmerksamkeit. – Gespräch gescheitert.
Du kannst dich von mir bei der Vorbereitung deiner Gespräche und Verhandlungen (sicherheitshalber: keinerlei Rechtsberatung!) unterstützen lassen. Finde heraus, wie du und deine Botschaft wirken (Argumente, Körpersprache, Sprache, Stimme und vieles mehr). Ich mache dich mit effektiven Werkzeugen und Kommunikationsstrategien vertraut. Baue deine psychologischen Fähigkeiten aus, lerne die Ruhe zu bewahren, souverän aufzutreten, authentisch zu bleiben und schließlich zu überzeugen.
Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.
Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.
Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. April 2017
Überarbeitung: 30. August 2020
AN: #2346
K:CNB
Ü:
Es gibt drei Sorten von Menschen: solche, die sich zu Tode sorgen; solche, die sich zu Tode arbeiten; und solche, die sich zu Tode langweilen.
Winston Churchill
Es gibt viele Gründe, weshalb Selbstständige und Freiberufler in ein Angestelltenverhältnis wollen. Doch es warten zahlreiche Hürden auf dem Weg dorthin. Personalverantwortliche beurteilen Selbstständige kritischer. In diesem Artikel habe ich für Sie 17 Tipps vorbereitet, worauf Sie achten sollten.
Es gibt viele Gründe, weshalb Selbstständige und Freiberufler in ein Angestelltenverhältnis wollen. Doch es warten zahlreiche Hürden auf dem Weg dorthin. Personaler beurteilen Selbstständige kritischer.
Hier habe ich für Sie einige Empfehlungen, worauf Sie achten sollten, wenn Sie wieder ein festes Gehalt anstreben:
Arbeiten Sie gute Gründe heraus, weshalb Sie in die Anstellung wechseln wollen. Machen Sie deutlich, welche Fähigkeiten Sie mitbringen und heben Sie hervor, inwieweit das Unternehmen von Ihrer Mitarbeit im entsprechenden Job profitiert.
Bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche lohnt sich auch die Erkundung möglicher Einwände. Im Gespräch selbst ist der Fokus auf die Vorteile für das Unternehmen wichtiger. Doch immer wieder haben Bewerber:innen den Eindruck, sie müssten sich rechtfertigen. Im Coaching ist das immer wieder Thema, bis es endlich aufgelöst wird. Gut zu wissen: Wenn Sie nicht infrage kommen würden, hätten Sie vermutlich keine Einladung für ein Vorstellungsgespräch bekommen.
Legen Sie dar, weshalb der Rollenwechsel für Sie und das Unternehmen von Vorteil ist. Wieso sind Sie in der Lage, sich in den Unternehmensstrukturen mit ihren Hierarchien zurechtzufinden? Schließlich sind Sie ja selbstständiges Entscheiden gewohnt und da wird leicht befürchtet, Sie könnten diese Freiheit zu sehr vermissen oder in alte Muster verfallen.
Viele Bewerber:innen leiden unter Selbstzweifeln. Sie kannten das Bewerbungsgespräch oft von der anderen Seite und die neue Situation verunsichert leicht. Wer dann noch die Aufgabe der Selbstständigkeit selbst als Scheitern empfindet, wird zumindest unbewusst ein anderes Verhalten an den Tag legen.
Oft ohnehin schon ein heikles Thema: das Gehalt. Bei der Umrechnung der bisherigen Einnahmen auf ein Angestelltengehalt gilt es einige Faktoren zu berücksichtigen. Machen Sie sich einen detaillierten Überblick.
Welche Vorteile hat das Unternehmen, von Ihren gesammelten Erfahrungen und Netzwerken? Setzen Sie auf die Stärken. Selbstständigen wird oft positiv unterstellt, sie würden unternehmerisch denken können, Durchsetzungskraft haben, Eigeninitiative zeigen etc.
Ach, war das paradiesisch in der Selbstständigkeit. Vorsicht: Wenn alles so traumhaft in der Selbstständigkeit war, weshalb solltest du dann zurück in die Anstellung wollen? Und selbst, wenn Sie diese Frage beantworten können, darf der potenzielle Arbeitgeber nicht den Eindruck haben, er wäre nur Ihre zweite Wahl.
Schon bei den Bewerbungsfotos ist Vorsicht angesagt. Wer das Foto als Chef von der Selbstdarstellung der Homepage verwendet, wirkt schnell dominant. Etwa verschränkte Arme senden die falsche Botschaft. Welchen Status Sie vermitteln wollen, orientiert sich am besten an der angestrebten Position und Unternehmenskultur.
Je nach Position unterschiedlich wichtig; Teamfähigkeit. Hier wird Selbstständigen häufiger unterstellt, es mangle ihnen daran. Wenn das ein Thema ist, liefern Sie Hinweise, wie und wo Sie bisher die Arbeit im Team praktiziert haben.
Wer redet schon gerne selbst von sich in anpreisender Weise? Arbeitszeugnisse dürfen das, wenn es realistisch klingt. Als Unternehmer können Sie sich kaum selbst ein Zeugnis schreiben. Andere Bewerber:innen können das der Bewerbung beifügen. Das ist eine gute Methode, um von sich reden zu machen.
Sie können bisherige Auftraggeber:innen und Geschäftspartner:innen um Referenzen bitten.
Wenn Arbeitgebende meinen, Sie würden nur aus Not in ein Angestelltenverhältnis, fehlt das Vertrauen. Schließlich wird oftmals erst eine Menge in neue Mitarbeiter:innen investiert, bis sie vollständig einsatzbereit sind. Wenn dann schon wieder vom nächsten Anlauf in die Selbstständigkeit geträumt wird …
Der Bereich mit den wenigsten Vorbehalten gegenüber bisherigen Selbstständigen ist die Beratungsbranche. Wie wäre es, hier anzuklopfen?
Je besser das eigene Selbstmarketing ist, desto attraktiver sind Sie für Ihre Wunscharbeitgeber. Wenn Sie schon während der Selbstständigkeit an Ihrem guten Ruf gearbeitet haben, zahlt sich das auch hier aus.
Lassen Sie sich auf dem Weg möglichst frühzeitig unterstützen, der erste Eindruck im Bewerbungsprozess zählt. Das gilt nicht nur für eingereichte Bewerbungsunterlagen, sondern für alle Informationen, die über Sie verfügbar sind.
Selbst diejenigen Bewerber:innen, die bisher gewohnt waren, Vorstellungsgespräche auf der anderen Seite des Tisches zu führen, wundern sich oft, wie anders es selbst als Bewerber:innen ist. Die gründliche Vorbereitung der Vorstellungsgespräche lohnt sich.
Wenn Sie entschieden haben Ihre Selbstständigkeit aufzugeben, sollte die dann erforderlichen Schritte sorgfältig geplant werden. Hektischer Aktionismus verschärft Ihr Problem noch zusätzlich. Selbst unzureichende Einnahmen liefern ihren Beitrag. Fallen diese Einnahmen weg, kann es schneller eng werden. Das erschwert Ihre Ausgangsposition.
Beachten Sie die je nach Rechtsform geltenden Anforderungen bei Beendigung Ihrer Selbstständigkeit. Entsprechende Ansprechpartner sind Rechtsanwälte und Steuerberater.
Manchmal ist der Wald vor all den Bäumen nicht deutlich genug zu erkennen. Mitunter gibt es Alternativen, die bisher übersehen wurden. Hier bietet sich frühzeitig ein Coaching an, in dem die Perspektiven und Optionen erkundet werden.
Selbstständige, die zurück ins Angestelltenverhältnis möchten, müssen dafür besonders gute Argumente liefern. Oft mehr als andere Bewerber:innen. Es lauern einige Vorbehalte auf der Arbeitgeberseite gegenüber bisherigen Selbstständigen und Freiberuflern:innen. Doch wer sich und seine Erfahrungen überzeugend präsentieren kann, hat durchaus Chancen auf einen Seitenwechsel. Die Vorbereitung sollte, im Vergleich zu anderen Bewerber:innen:innen, etwas umfangreicher sein.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. April 2003
Überarbeitung: 29. Juli 2020
AN: #451199
Emotionale Erpressung gibt es in vielen Varianten, im privaten und professionell Umfeld. Menschen sollen so unter Druck gesetzt werden. Wenn Sie darauf keine Lust haben, dann erfahren Sie in diesem Artikel, was Sie tun können.
Emotionale Erpressung hat viele Formen, reicht von der Erzeugung von Schuldgefühlen, Vorwürfen, Druck, Wutausbrüchen, Androhung von Selbstverletzung bis zum Suizid, Liebesentzug oder sogar vollkommenen Entzug der Aufmerksamkeit sowie weiteren Manipulationsversuchen. Sie erfordert eine bestehende Beziehung zwischen den Teilnehmern. Zwischen Fremden kommt sie deswegen selten zum Einsatz.
Es werden soziale Werte wie Toleranz, Rücksichtnahme, Vertrauen, Freundschaft, Dankbarkeit und Respekt an den Haaren herbeigezogen und dann dazu verwendet, Gesprächsteilnehmer bei Befolgung mit Zuschreibungen zu belohnen. Beispiel: „Indem Sie am Wochenende ohne Bezahlung arbeiten, zeigen Sie Ihren Teamgeist!“
Wird der Anforderung nicht Genüge getan, dann wird unterstellt, dass es keine Verbindung zu den verknüpften Werten gibt und damit Schuld auf sich geladen wird. Diese Verbindungen können als solche schon empfunden oder mehr oder weniger logisch konstruiert werden. Der angedrohte Nachteil ist in diesem Fall das schlechte Gewissen, das sich unangenehm zu Wort melden soll. Die Drohkulisse kann allerdings noch handfestere Formen annehmen, bis hin zur Gewaltandrohung. Belohnung oder Bestrafung?
Mittels emotionaler Erpressung lässt sich aus einem beliebigen Thema eine Loyalitätsfrage formulieren. Durch Konstruktion eines falschen Dilemmas soll erzwungen werden, sich statt für einen Standpunkt nun für oder gegen die Person des Erpressers entschieden werden.
Drohungen als Androhung von unerfreulichen Folgen bis hin zu physischer Gewalt und in suggestive Inaussichtstellung von Vorteilen lassen sich auch bei fremden Personen einsetzen.
Die Schuld ist immer zweifellos!
Franz Kafka, In der Strafkolonie
Nicht nur bei Franz Kafka und seinem Protagonisten Joseph K. spielt Schuld eine große Rolle, sondern auch im Alltag, beruflich und privat. Sehr häufig wird deswegen auf die Macht von Schuldgefühle gesetzt. Der Erpresser fordert einen Ausgleich oder eine Wiedergutmachung für eine tatsächliche oder konstruierte Ungerechtigkeit, die er erlitten hat.
Emotionale Manipulation funktioniert am intensivsten bei den Menschen, die sowieso mit Schuldgefühlen belastet sind. Anfälliger ist, wer unter einem geringen Selbstwertgefühl leidet.
Am Anfang steht das Erkennen emotionaler Erpressungen. Mitunter verändert die Erkenntnis schon vieles, auf jeden Fall ist sie die Voraussetzung, um tatsächlich eine Veränderung anzugehen.
Hinweise:
Äußern Sie Ihren Eindruck in einer möglichst annehmbaren Form, also nicht als Vorwurf. Verwenden Sie deshalb Ich-Botschaften. Beschreiben Sie, wie Sie sich fühlen. Vielleicht handelt es sich ja um ein Missverständnis, dass geklärt werden kann und die zukünftige Kommunikation kann verbessert werden. Fragen Sie, ob Ihre Empfindung nachvollziehbar ist.
Meist findet emotionale Erpressung subtil statt, indem durch passiv-aggressiven Tonfall Mitleid oder Schuldgefühle geweckt werden beziehungsweise persönliche Unzufriedenheit signalisiert wird.
Eine sachliche Fortsetzung der Debatte und sogar ein Überzeugen des Gesprächspartners sind möglich, wenn dessen Gefühle als weiteren Umstand betrachtet werden, der berücksichtigt werden möchte.
Situationen lassen sich beispielsweise so interpretieren, dass der Konflikt für den Gesprächspartner als weniger bedrohlich gesehen wird oder indem das soziale Problem vom Thema abgespalten und zuerst behandelt wird.
Wer sich selbst vertraut und ein gesundes Selbstbewusstsein pflegt, lässt sich nicht so leicht manipulieren. Es erfordert eine ausreichende Portion Selbstwertgefühl, um eigene Bedürfnisse zu schützen.
Da ein moralisches Dilemma aufgebaut wurde, kann das eigene Gerechtigkeitsempfinden dem des Gesprächspartners entgegengesetzt werden. Wird die Beziehungsebene gelöst oder vom Thema entkoppelt, können Sie mit Ihrer Argumentation fortfahren.
Ist das Thema selbst persönlicher Natur und lässt es sich daher von Gefühlen nicht trennen, kommt man nicht umhin, seine eigene Erpressbarkeit zu evaluieren. Sind die sozialen Folgen nicht tragbar, kann zur Schadensbegrenzung ein Kompromiss vorgeschlagen werden. Ist man bereit, soziale Kosten aufzubringen, kann man Gegendruck aufbauen, eigene Konsequenzen ankündigen oder sich in der Freiheit der Entscheidung zu behaupten.
Ein souveräner Auftritt, einschließlich entsprechender Körpersprache mit Rückgrat, reduziert die Wahrscheinlichkeit von Manipulationsversuchen mit emotionaler Erpressung. Wer gebeugt unterwegs ist, signalisiert zumindest unbewusst Unterwürfigkeit und bietet sich als Opfer an. Bewahren Sie Haltung und pflegen Sie Ihren Standpunkt.
Statt sich von emotionaler Erpressung zu fremdgesteuerten Entscheidungen schieben zu lassen, lohnt sich ein wirksames System für die Entscheidungsfindung.
Es erfordert meist nur einer Verhaltensänderung, um sich konstruktiver bei emotionaler Erpressung zu verhalten. Es erfordert allerdings die Veränderung beziehungsweise Auflösung von Gewohnheitsmuster, die größtenteils schon lange eingeübt wurden und nun weitgehend automatisch ablaufen.
Auch Worte können Gewalt ausüben. Emotionale Erpressung ist im noch legalen Rahmen schon recht unangenehm und kann extreme Formen annehmen. Werden allerdings die legalen Grenzen überschritten, hilft kein Wegschauen. Suchen Sie sich rechtliche Hilfe beziehungsweise wenden Sie sich an den offiziellen Freund und Helfer, die Polizei. Erpressungsdelikte sind im § 253 StGB beschreiben und dann kein Kavaliersdelikt mehr.
(1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt und dadurch dem Vermögen des Genötigten oder eines anderen Nachteil zufügt, um sich oder einen Dritten zu Unrecht zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist.
(3) Der Versuch ist strafbar.
(4) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung einer Erpressung verbunden hat.
Wenn es darum geht, Manipulationen in Gesprächen und Diskussionen etwas entgegenzusetzen, ist eine entsprechende Vorbereitung empfehlenswert. Zur Simulation gehören auch mögliche Risiken und entsprechende Strategien, um ihnen zuvorzukommen oder sie zumindest gegebenenfalls zu entkräften.
Die meisten Narzissten sind wahre Meister der Manipulation und ganz besonders der emotionalen Erpressung. Sie sind sich nicht sicher, ob es sich um einen Narzissten handelt? Im Artikel Nimmt der Narzissmus in unserer Kultur zu und woran erkennen Sie Narzissten? finden Sie Hinweise. Bestärkt sich der Verdacht, dann beachten Sie in die besonderen Charaktereigenschaften von Narzissten. Auch hier habe ich etwas für Sie vorbereitet: Zu viel ist zu viel! Umgang mit Narzissten. 30 Tipps für die Kommunikation mit Narzissten. Geben Sie hier besonders gut auf sich acht.
Wenn sich nichts an der Situation ändern lässt, dann kann es besser sein, sich voneinander zu verabschieden. Das kann beim Arbeitsplatz, in Liebesbeziehungen, Freundschaften oder Anbieter-Kunden-Beziehungen etc. unterschiedlich leicht oder schwer erscheinen. Doch auch hier gilt: lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Gibt es keinen realistischen Grund für Hoffnung, können Trennung mit ausreichendem Abstand die einzige brauchbare Lösung sein, um gut auf sich selbst achtzugeben.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich von Folgen emotionaler Erpressung zu lösen und die persönlichen Ursachen abzustellen. Überzeugungen, Wahrnehmungs-, Denk- und Verhaltensmuster lassen sich verändern. Mit professioneller Unterstützung im Rahmen von Coaching oder Psychotherapie geht das sehr gut und es lohnt sich. Rechtsberatung spielt dort keine Rolle.
Emotionale Erpressung ist der Versuch einer Person, durch Forderungen und Drohungen eine andere Person auf der emotionalen Ebene zu manipulieren, um zu bekommen, was sie will. Es handelt sich um eine Form des emotionalen Missbrauchs, die den Zielpersonen Schaden zufügt.
Schuldzuweisungen werden häufig für die emotionale Erpressung eingesetzt. Oft handelt es sich dabei jedoch um einen unbewussten Prozess, bei dem sich Ausübende als berechtigt fühlen. Schuldzuweisungen gehören zum Standardrepertoire vieler narzisstischer Zeitgenossen.
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Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.
Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2011
Überarbeitung: 24. Juli 2020
AN: #4331267
K: CNB
Ü:
Kommen Sie mit Ironie klar? Wie gut macht sich Ironie in Rhetorik und Kommunikation; hilfreich oder gefährlich? Das ist zu beachten. Tipps aus der Praxis.
Wer Ihr Haus zur Ruine macht, möchte sicherlich, dass Sie den Himmel sehen.
Robert Louis Stevenson
Ironie, als verdeckter und unterschwelliger Spott, ist ein sprachliches Mittel, das häufig mit Sarkasmus und Zynismus verwechselt wird. Mit den Worten von Theophrastos von Eresos: Die Ironie kann man definieren als eine Verstellungskunst in Worten und Handlungen. Das Rezept: Ernst als Scherz plus Fantasie.
Kommen Sie mit Ironie klar? Als Ironie wird ein rhetorisches Stilmittel bezeichnet, das in sämtlichen literarischen Gattungen, in Reden sowie in der Umgangssprache verwendet wird. Die Ironie deutet an, dass der Sprechende etwas ausdrückt, von dem er genau das Gegenteil des Ausgedrückten meint. Wesentlich ist dabei, dass die Empfänger erkennen, dass die Äußerung ironisch war und das Gegenteil meint. Die Figur der Ironie ähnelt Sarkasmus, Spott und Zynismus.
Der Begriff lässt sich aus dem Griechischen (εἰρωνεία ~ eironeía) ableiten und mit Verstellung und auch Vortäuschung übersetzen. Demzufolge deutet schon die Übersetzung an, worum es grundsätzlich geht; das Vortäuschen einer Aussage, obwohl das genaue Gegenteil dieser Aussage gemeint ist.
Zum Verständnis ist es dementsprechend erforderlich, die Aussage des Sprechenden wieder in das tatsächlich gemeinte Gegenteil zu verkehren. Das gelingt allerdings nicht immer reibungslos. Ironie lässt sich oft nur durch zusätzliches Wissen und Informationsquellen, wie den körpersprachlichen Signalen (veränderte Betonung, Mimik, Gestik) als solche erkennen. Deshalb ist die Ironie mitunter schwer zu erkennen. Funktionierende Ironie wird entweder sofort oder nie verstanden. Wenn Ironie erst einen Dolmetscher erfordert, ist es fast immer zu spät.
Ironie kann Tochter der Weisheit – oder der Dummheit sein.
Mancher Hohlkopf wendet Ironie an, weil er bemerkt hat, dass unbeholfene Menschen sich durch sie leicht verblüffen lassen.
Otto von Leixner
Gedenkminute für Paul Watzlawick und eine Grundregel der Kommunikation: Der Empfänger entscheidet über die Bedeutung einer Botschaft. Zu einer ironischen Bemerkung gehören immer zwei: einen, der sie macht, und einen, der sie versteht.
Die Forderung, ironische Bemerkungen in Textform mit einem Hinweis in Form eines Ironiezeichens (französisch klingt es am besten: point d’ironie) zu versehen, hat sich bisher nicht durchgesetzt.
Ironie ist eine mehr schneidige Angelegenheit und will mit Fingerspitzengefühl eingesetzt werden. Wer stets alles ins Lächerliche zieht, verliert den Kontakt zum Umfeld, belastet Beziehungen und die Ironie trennt, wo feiner Humor verbinden könnte. Wenn ein Ironiker stets schon grinst, bevor andere den Mund aufgemacht haben, wird selbst an sich geistreiche Ironie zur Grobheit der Gebildeten. Dann wirkt die Ironie wie Sarkasmus mit Abblendlicht und schadet auch dem eigenen Ansehen. Christian Morgenstern meinte, der Ironiker ist meist nur ein beleidigter Pathetiker und Anatole France betrachtete Ironie als die letzte Phase der Enttäuschung.
Aber durchaus bedient er sich der direkten Ironie zu viel, dass er nämlich das Tadelns würdige lobt und das Lobens würdige tadelt, welches rednerische Mittel nur höchst selten angewendet werden sollte: denn auf die Dauer fällt es einsichtigen Menschen verdrießlich, die schwachen macht, es irre und behagt freilich der großen Mittelklasse, welche, ohne besonderen Geistesaufwand, sich klüger dünken kann als andere.
Johann Wolfgang von Goethe
Mit Ironie können wir unsere Meinung aus sicherer Distanz äußern. Ironie ist Humor, der über die Bande gespielt wird. Sie kann ebenso gut aus hohlem Kopf wie aus vollem Herzen stammen. Bissiger Witz ist viel öfter Schild als Lanze. Mitunter ist es allerdings vor allem eine Frage der Sichtweise; bei manchen schwer zu ertragenden Zuständen lässt es sich mit der Leichtigkeit der Ironie besser aushalten. Dann wirkt sie wie ein Schild, das dabei hilft, dass nicht die Hutschnur platzt.
Der Unterschied zwischen Ironie und Humor ist so ausgedrückt worden, dass bei der Ironie Scherz hinter dem Ernst, beim Humor Ernst hinter dem Scherz steckt.
Harald Höffding
Das Stilmittel der Ironie weist sowohl zum Sarkasmus als auch zum Zynismus gewisse Ähnlichkeiten auf, was häufiger zu Verwechslungen führt.
Als sprachliches Ausdrucksmittel kann die ironische Aussage je nach Situation positive, negative oder neutrale Botschaften transportieren.
Sarkastisch gemeinte Äußerungen klingen oft ironisch, basieren jedoch auf einem spöttischen oder sogar höhnischen Hintergrund. Wer sarkastische Äußerungen einsetzt, steht dem Empfänger negativ gegenüber.
Zynismus beschriebt eine Geisteshaltung, die sich nicht um Normen und gesellschaftliche Konventionen schert, und sich mitunter auch ironisch in einer häufig persönlich verletzenden Weise über sie lächerlich macht.
Während Ironie in Texten nicht immer sofort erkennbar ist, sorgt ein guter Redner durch Kontext und Körpersprache dafür, dass sie zur Geltung kommt. Stimme, Gesten und Mimik sind dann, was in den Sozialen Medien die Emotikons sind. Der gezielte Einsatz der Ironie in der Rhetorik wird im Gruppen- und Einzeltraining Rhetorik & Präsentation IV vertieft.
Ist die Ironie in diesem Artikel etwas zu schlecht weggekommen? Ironie als Wetterleuchten der Wehmut oder geistreicher Humor, bei dem um die Ecke gelacht wird? Victor Auburtin sah es so: Der Ironiker ist ein Mann, der die Dummheit der Welt mit Lieblichkeit zu bekämpfen sucht. Manchmal finde ich sie durchaus hilfreich. Was meinen Sie?
Wer nicht redet, wird nicht gehört und wer es wagt auch nicht immer. Auf dem Weg, um als Redner zu überzeugen, gibt es noch ein paar Stufen, die es zu meistern gilt. Wenn du Wettbewerb hast, sorgen wir für deinen Vorsprung.
Du willst überzeugen, mit deiner Botschaft und als Persönlichkeit? Dann helfe ich dir bei der Vorbereitung Ihrer Reden und Präsentationen. Von den Erfahrungen aus Marketing, Psychologie und Kommunikation werden Sie profitieren. Den Umfang bestimmst du. Zumindest einen Probelauf mit professionellem Feedback empfehle ich dir und deiner Botschaft. Dann weißt du, wie du und dein aufbereitetes Thema wirken, was du tun und was du besser lassen sollten, wo es Potenziale gibt. Wieso willst du erst im Anschluss an deinen echten Auftritt solche Rückmeldungen bekommen? Dann ist es für Korrekturen zu spät. Profitiere vom Vorsprung. Meine Definition von Glück: Vorbereitung trifft auf Gelegenheit.
Bei einer guten Investition kommt mehr heraus, als hineingesteckt wird. Du kannst selbst am besten einschätzen, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen lohnt. Hier findest du die Honorare für meine Unterstützung zu Kommunikationspsychologie, Sprache, Struktur, Stimme, Körpersprache, Storytelling, rhetorische Mittel, Medien, wie PowerPoint und Co. etc.
Du bist gerade nicht in Berlin? Dann nutze Sitzungen mit mir via Telefon oder mit Videounterstützung. Wobei es durchaus gute Gründe für eine Reise nach Berlin gibt.
Schmetterlinge im Bauch? Sehr viele Menschen leiden bei ihren Auftritten vor Publikum unter so intensivem Lampenfieber, dass ihre Leistungen deutlich hinter den Möglichkeiten bleiben. Viele vermeiden Redegelegenheit, wo es nur geht. Schade, weil mit meiner Hilfe ein Auftritt in einem guten Zustand möglich ist. Haltung lässt sich leichter bewahren als wiedergewinnen. Und, weshalb solltest du auf eine Chance verzichten, dich und deine Botschaft überzeugend zu präsentieren. Nur, für den Fall …
Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.
Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. August 2012
Überarbeitung: 3. Juni 2020
AN: #56178
K: CNB
Ü:
Ein guter Grund für Redebeiträge; es soll eine bestimmte Botschaft vermittelt werden. In der Praxis geschieht es allerdings viel zu oft, dass für Zuhörer am Ende nicht klar ist, worum es ging. Ob in Reden, Präsentationen oder Gesprächen, es fragen sich Zuhörer sehr oft, worum es eigentlich ging.
Es liegt meist daran, dass Redner ihre Rede nicht durchdacht, strukturiert und den Inhalt nicht priorisiert gewählt haben. Wie wäre es mit einem Fingerzeig, mit dem es besser gelingt?
Besser ist es Redebeiträge so aufzubauen, dass die Zuhörer am Ende eindeutig verstanden haben, was Sie ihnen vermitteln wollten. Das erfordert entsprechende Vorbereitung. Allerdings ist dafür nicht immer viel Zeit verfügbar. Dann kann beispielsweise die 5-Finger-Redestruktur sehr hilfreich sein. Hier erfahren Sie, wie.
Wenn den Zuhörern nicht spätestens am Ende eines Redebeitrags die beabsichtigte Botschaft verständlich ist, dann liegt es meist daran, dass Redner ihre Rede nicht durchdacht, strukturiert und den Inhalt nicht priorisiert gewählt haben.
Viel besser ist es, Redebeiträge so aufzubauen, dass die Zuhörer am Ende eindeutig verstanden haben, was Sie ihnen vermitteln wollten. Das erfordert entsprechende Vorbereitung. Allerdings ist dafür nicht immer viel Zeit verfügbar. Beispielsweise in Besprechungen ist Spontaneität gefordert. Auch bei Stegreifreden kann die 5-Finger-Redestruktur sehr hilfreich sein. Hier erfahren Sie, wie.
So geht es ganz einfach von der Hand. Jeder Finger einer Hand steht für einen Schritt. So haben Sie die Reihenfolge Ihrer Argumentation stets in Ihrer Hand:
Der Daumen drückt den „Status quo“ aus. Geben Sie einen Überblick der Ist-Situation. Beschreiben Sie die Rahmenbedingungen und möglichen Konsequenzen.
Was ist daran positiv und welche Chancen damit verbunden sind. Wo sind Veränderungen dringend notwendig und welche Risiken sind erkennbar?
Was geschieht, wenn keine Veränderungen erfolgen. Sorgen Sie dafür, dass die Bedeutung der folgenden Aussagen verstanden werden. Ohne Betroffenheit fehlt die erforderliche Bereitschaft, aktiv zu werden.
Der Zeigefinger zeigt auf das Ziel. Orientieren Sie sich bei der Formulierung des Ziels am SMART-Modell und verwechseln Sie es nicht mit dem Nutzen.
Zur Erinnerung an die Eigenschaften SMARTer Ziel können Sie den Artikel „Lieber SMARTe Ziele als unerfüllte Wünsche. SMARTe Ziele erleichtern das Leben.“ lesen.
Der Mittelfinger beschreibt den Weg, also die Umsetzung, wie das Ziel erreicht wird.
Welche Maßnahmen sind notwendig, um das angestrebte Ergebnis zu erreichen.
Hilfreiche Fragen zur eigenen Klärung:
Den Ringfinger umfasst der Nutzen. Schildern Sie, welchen speziellen Nutzen das angestrebte Ziel und die von Ihnen präsentierte Lösung für die Zuhörer hat. Beschreiben Sie, wie sich die Situation dadurch kurz-, mittel- und langfristig positiv verändert.
Der kleine Finger widmet sich der Handlungsaufforderung.
Beschreiben Sie zum Ende Ihrer Rede den ersten, leicht durchzuführenden Schritt und die dazugehörige konkrete Handlungsaufforderung. Sie sollte nicht zu klein und nicht zu groß ausfallen. Ist sie zu groß, kommt das Vorhaben nicht in Bewegung.
Der Redebeitrag wird mit dem Appell beendet.
Die Fünf-Finger-Redestruktur ist eine schnell greifbare und wirkungsvolle Methode, um Redebeiträgen eine Form zu geben. Sie lässt sich leicht zu lernen und einprägen.
Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.
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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. August 2012
Überarbeitung: 02. Januar 2026
AN: #632
K: CNC
German version: https://www.karstennoack.com/five-finger-speech-structure/
Ü:
Propaganda umfasst die systematische Verbreitung politischer, weltanschaulicher Ideen und Meinungen mitunter mittels drastischer Methoden. In diesem Zusammenhang spielen auch Gegenpropaganda, Fake News und Verschwörungstheorien eine Rolle. Wie funktioniert sie und was schützt? Kleiner Hinweis: Der Aluhut ist es nicht!
Am 18. Februar 1943 hielt der Propagandaminister Goebbels im Sportpalast an der Potsdamer Straße in Berlin eine Rede, um die Massen in einer zweistündigen Rede auf den totalen Krieg einzuschwören. Das ausgewählte Publikum jubelte ihm zu. Über das Radio wurde die Rede übertragen und dann an den kommenden zwei Tagen mehrmals ausgestrahlt.
Zwei Wochen vorher, am 2. Februar 1943, hatte die Wehrmacht in Stalingrad kapituliert. Schwer vorstellbar, dass noch jemand glaubte, der Krieg sei noch nicht verloren.
Rhetorisch gesehen war die Sportplatzrede schnell gestrickt, einige sprachliche Mittel sind vergleichsweise einfach zusammengewürfelt worden.
Sprachliche Mittel in der Sportpalastrede:
Für viele Menschen gilt sie als Beispiel für perfide Propaganda. Dabei war sie außerhalb des Sportpalasts relativ wirkungslos.
Wenn es um Propaganda geht, sind Nationalsozialismus und Kommunismus, die häufigsten Untersuchungsthemen. Doch es gibt auch heute zahlreiche Beispiele für Propaganda. Nicht nur die sozialen Medien und Fake News werden für vielerlei Interessen eingesetzt.
Propaganda umfasst die systematische Verbreitung politischer, weltanschaulicher Ideen und Meinungen mitunter mittels drastischer Methoden. So soll die Meinungsbildung beeinflusst werden. Propaganda zielt auf die Masse ab. Wer Propaganda betreibt, möchte vor allem die Meinungshoheit erobern und so bestimmen, was die Massen als Wahrheit akzeptieren.
Besonders unrühmliche Beispiele liefert die Propaganda der Nationalsozialisten. Für die Mobilisierung der Massen wurde bei der politischen Arbeit der Fokus auf die Propaganda gelegt. Adolf Hitler hatte bereits in Mein Kampf die Prinzipien beschrieben:
Am 13. März 1933 – also einen Tag nach der nationalsozialistischen Machtergreifung – wurde von Adolf Hitler die „Gleichschaltung des politischen Willens der Länder“ angeordnet. Genutzt wurde dazu das von diesem Moment von Propagandaminister Joseph Goebbels geleitete Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.
Doch nicht nur in der nationalsozialistischen Propaganda wurden diese Prinzipien höchst erfolgreich missbraucht. Propaganda wird von unterschiedlichsten Akteuren und Interessen eingesetzt. Staaten, Medien, Unternehmen, Gruppen, Einzelpersonen nutzen Instrumente der Propaganda für sich und ihre Ziele. Mal geht es darum, Kriege zu legitimieren, sich selbst, die eigene Leistung oder eigene Produkte besser dastehen zu lassen, oder darum, andere Meinungen und Menschen zu diffamieren. Propaganda ist Manipulation. Diese Manipulation dient der Täuschung.
Propaganda arbeitet mit Ängsten und Hoffnungen. Propaganda verspricht denen, die folgen, zu den Starken, Guten, zu den Siegern zu gehören. Wer folgt, gehört nun zu einer Gruppe und das suggeriert Sicherheit durch den Zusammenhalt. Doch der Preis der vereinfachten Wahrheiten ist Unterwerfung.
Je mündiger und informierter das Publikum, desto eher perlt Propaganda an ihm ab. Deswegen sind diejenigen die Propaganda ausüben auch daran interessiert Einfluss auf die freie Meinungsbildung zu nehmen.
Aufklärung und Information helfen. Und damit es nicht wie Propaganda wirkt, ist Transparenz gefragt. Angebote zur Aufklärung erfolgt möglichst im freien Austausch, im neugierigen Ringen um Perspektiven. So wird die Meinungsbildung gefördert, anstatt mit Gewalt die Sicht korrigiert. Erst echte Einsichten gehen tief genug, um Veränderungen zu fördern. Reine Kosmetik an der Oberfläche sorgt bestenfalls dafür, dass Meinungen nur noch hinter verschlossenen Türen geäußert oder – noch gefährlicher – einseitig bestätigt und radikalisiert werden. Filterblase und Echokammer erschweren die freie Meinungsbildung zusätzlich. Wer im eigenen Saft schmort, bildet sich keine umfassende Meinung mehr, sondern empfindet nur Bestätigung für vorhandene Überzeugungen. Es sind entsprechende Informationen notwendig, mit denen es möglich ist sich eine eigene Meinung zu erarbeiten.
Gegenpropaganda ist Propaganda, die sich gegen die Ausbreitung bestimmter Vorstellungen, Gedanken, Vermutungen, Gerüchte oder Ähnliches richtet.
Gut gemeint und schlecht gemacht: Selbst gut gemeinte Gegenpropaganda bleibt Propaganda. Sie hinterlässt einen unangenehmen Nachgeschmack, da der manipulierende Charakter bitter auf alles durchfärbt. Das erzeugt Widerstand, selbst bei wünschenswerten Anliegen.
Massenmedien dienen der Meinungsbildung. Da ist die Propaganda nicht weit. Hier wird versucht, kollektive Überzeugungen und Emotionen zu beeinflussen, für bestimmte Handlungen zu motivieren.
Die Mittel für Propaganda sind heute vielfältiger als je zuvor. Wo früher Radio, Film, Fernsehen und Presse die wichtigsten propagandistischen Mittel waren, kommen heute die verschiedenen Netzwerke und digitalen Medien hinzu. Die Auswertungen persönlicher Daten ermöglicht heute eine zunehmend gezieltere Ansprache und Manipulation.
Ähnlich wie Boulevardmedien wird in den sozialen Medien weniger mit Zahlen, Daten, Fakten gearbeitet, sondern mit Emotionen. Die gesunkene Glaubwürdigkeit der klassischen Nachrichten und Medien öffnet selbst skurrilen Quellen Tür und Tor.
Propaganda nutzt die Medien und wird als Waffe spätestens dann eingesetzt, wenn es darum geht, ein bevorstehendes Ereignis so zu beeinflussen, dass das Ergebnis den eigenen Vorstellungen entspricht. Oft gilt es Ereignisse, wie bei Fake News an Ereignisse, für eigene Zwecke zu alternativen Realitäten beziehungsweise alternativen Fakten zu machen.
Die Bezeichnung alternative Fakten (englisch: alternative facts) wurde durch Kellyanne Conway, die Beraterin des seit 20. Januar 2017 amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, zum Auslöser von Spott. Sie verteidigte die falschen Angaben des Pressesprechers des Weißen Hauses Sean Spicer über die Größe des Publikums während der Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Als der Journalist Chuck Todd von NBC sie während des Interviews fragte, weshalb Spicer widerlegbar falsche Behauptungen äußere, antwortete Conway:
„Don’t be that overly dramatic about it, Chuck. You’re saying it’s a falsehood, and they’re giving — Sean Spicer, our press secretary, gave alternative facts to that.“ Übersetzt: „Chuck, seien Sie nicht so übertrieben dramatisch. Sie sagen, es sei eine falsche Behauptung, und … unser Pressesprecher Sean Spicer präsentierte dazu alternative Fakten.“
Chuck Todd entgegnete daraufhin: „Alternative facts are not facts. They are falsehoods.“, also „Alternative Fakten sind keine Fakten. Es sind Unwahrheiten.“
Fake News wirken mitunter wie Satire, doch das ist nicht ihre Funktion. Mit ihnen soll ein Publikum für bestimmte Zwecke, politisch, sozial oder wirtschaftlich manipuliert werden.
Alternative Fakten werden in Donald Trumps Buch The Art of the Deal (deutsch: Die Kunst des Geschäfts) im Sinne von „truthful hyperbole“ (deutsch: wahrheitsgemäße Übertreibung) als eine harmlose Form der Übertreibung und sehr wirksame Form der Werbung dargestellt. Es wird behauptet, dass die Menschen glauben wollen, dass etwas das Größte, Gewaltigste und Spektakulärste ist. Also sollte das Publikum mit Gigantomanie glücklich gemacht werden.
Obwohl diese Machenschaften selbst mit wenig Aufwand erkennbar sind, entfalten sie bei manchen Zielgruppen besonders leicht ihre Wirkung. Sie haben gewissermaßen den Zweck, der Wahrnehmung zu widersprechen. Die Mechanismen sind in uns angelegt. Menschen neigen dazu, neue Informationen mit dem eigenen Wissen abzugleichen. Stimmen sie mit Vorhandenem überein, bestärken sie das eigene Wissen. Widersprechen sie sich, entsteht kognitive Dissonanz. Diesen unangenehmen Zustand wollen Menschen möglichst vermeiden, indem eigenes Wissen mit den neuen Fakten abgestimmt wird. Immensen Einfluss hat dabei heute die Verwirrung und Belastung durch die Vielfalt der widersprüchlichen Informationen in den sozialen Medien.
Die Absicht offensichtlicher Lügen ist die Verwirrung, die Verschiebung des Diskurses, wodurch plötzlich vieles infrage gestellt wird. Diese Zusammenhänge machen sich manche Interessen zunutze und bereichern uns mit alternativen Fakten. Es ist auch eine Machtdemonstration; wer sie trotz besseren Wissens weitererzählt, wird belohnt und wer nicht mitspielt, der wird bestraft. Insofern sind alternative Fakten und die dahinterstehende Strategie weniger harmlos, als die kabarettistischen Reaktionen auf den ersten Blick vermuten lassen.
Kriege, Terroranschläge oder Pandemien: In Zeiten der Verunsicherung sind Menschen empfänglicher für eigenartige Ideen. Krisen liefern einen ergiebigen Nährboden für Fantasien. Bei empfundenen Kontrollverlust steigt die Bereitschaft sie zu glauben. Dann haben Verschwörungstheorien leichter verbreitet zu werden. Die Zeit der Coronakrise zeigt das in deutlichem Maße.
Was früher hinter vorgehaltener Hand und flüsternd mit Gleichdenkenden geteilt wurde, wird heute öffentlich herausposaunt. Das Internet hat das erleichtert. Ein Blick in die sozialen Medien zeigt, dass Verschwörungstheorien, Fake News und Propaganda nicht ausschließlich von vermeintlichen gesellschaftlichen Randpersonen verbreitet und geglaubt werden. Selbst einige Zeitgenossen, die wir bisher für selbstständig denkend gehalten haben, driften ab in Scheinwelten. Sie scheinen nun in entfernten Realitäten unterwegs zu sein. Newton, andere Experten und wissenschaftliche Standards gelten nun nicht mehr.
Im empörten Ton verbreiten sich einfache Erklärungen. Werden dann auch noch die Schuldigen genannt, ist dies für eine erstaunlich große Anzahl von Menschen attraktiv. Endlich verspricht etwas, Ordnung in eine verwirrende Welt zu bringen, und wenn es noch so bodenlose Verschwörungstheorien sind. An einem Tag ist es Corona-Pandemie, an einem anderen wird Darwin und die Evolution bezweifelt, es existieren sogar Anhänger der These, die Erde wäre eine Scheibe.
Dass die Freiheit, selbst eigenartige Äußerungen verbreiten zu dürfen, als ein Indiz für Demokratie und Meinungsfreiheit gedeutet werden könnte, streiten vehemente Verfechter von Verschwörungstheorien ab. Ein tatsächlicher Austausch verschiedener Standpunkte wird dann oft abgelehnt, beziehungsweise bricht zunehmend die Gesprächsgrundlage weg. Was nicht lässt, wird passend gemacht. Als gesichert geltende Erkenntnisse und angesehene Experten werfen ignoriert, infrage gestellt und als Propagandawerkzeuge gebrandmarkt. Einige Theorien sind liebenswert verschoben, andere extrem und gefährlich, besonders die rassistischen.
Eigene Quellen halten oft nicht einmal einer oberflächlichen Betrachtung stand, doch auf solche Hinweise wird häufig mit Aggression reagiert. Mit verschiedensten Interessen machen sich Menschen und Organisationen die Gelegenheit zunutze. Solch ein Nährboden eignet sich sehr gut für Propaganda. Ein genauer Blick auf die Quelle und Interessen wäre auch hier sehr erhellend, ist jedoch eher selten.
Gesunder Zweifel ist empfehlenswert. Ein genauerer Blick weist auf die Einflussfaktoren hin:
Wobei es wichtig ist auch anzuerkennen, dass es tatsächlich Verschwörungen gab und gibt. Es existieren in der Menschheitsgeschichte einige Beispiele dafür, dass der Masse der Menschen bestimmte Informationen vorenthalten wurden. Oft erst eine ganze Weile später werden mitunter die Archive geöffnet und wir dadurch erfahren, was tatsächlich geschehen ist.
Als Verschwörung wird im Allgemeinen der Zusammenschluss von mindestens zwei Personen bezeichnet, die einem unlauteren, ehrlosen oder illegalen Zweck dient. Findet die Zusammenarbeit dieser Personen verdeckt statt, wird das als Konspiration bezeichnet, und die Verbindung von Verschwörung und Konspiration als Komplott. Verschwörungen richten sich gegen konkrete Personen, Einrichtungen oder bestehende Zustände. Sie dienen beispielsweise der Vertuschung und Strafvereitelung.
Zusammenfassung von Tipps, die hier hilfreich sein können:
Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.
Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 5. September 2015
Überarbeitung: 13. Mai 2020
Englische Version:
AN: #54654
K: CNB
Ü:
Es gibt viel zu bedenken, damit die Kommunikation in Krisen funktioniert. Leicht ist Schaden angerichtet. Unterschiedliche Sichtweisen sind zu berücksichtigen. Mit entsprechender Vorbereitung geht es sicherer.
Misslungene Krisenkommunikation kann, wie eine Lawine, einen negativen Prozess ins Rollen bringen. Beispiele dafür finden sich viele.
Doch auch ohne spektakuläre Fehltritte richten schlechte oder ausbleibende Kommunikation in Krisenzeiten Schaden an. Schlechte Vorbereitung und unüberlegte Äußerungen verärgern ebenso schnell wie ausbleibende.
Noch immer wird an vielen Stellen unterschätzt, welche Eigendynamik sich entwickeln kann. Gerade die sozialen Medien sorgen dafür, dass heute öffentlich wird, was früher im Verborgenen blieb beziehungsweise schneller wieder vergessen wurde
Während viele große Unternehmen und einige Personen des öffentlichen Interesses sich bei ihrer Krisenkommunikation unterstützen lassen, ist das an vielen anderen Stellen nicht der Fall.
Häufig werde ich im Rahmen meiner Spezialisierung geholt, wenn Unternehmen sicherer kommunizieren, Missverständnisse vermeiden und dafür einen Plan entwickeln wollen oder ein konkretes Statement ansteht. Wobei ich immer wieder darauf hinweise, dass je nach Kontext auch ein Team mit verschiedenen Experten erforderlich ist. Sind beispielsweise rechtliche Aspekte zu berücksichtigen, dann ist ein entsprechender Jurist erforderlich. Am besten ist es frühzeitig zu planen, wer in welchem Fall wie einbezogen wird. Im Krisenfall geht dann alles kompetenter und wirksamer vor sich.
Die Coronakrise ist ein Beispiel dafür, was geschehen kann, wenn beispielsweise Unternehmen die eigene Kommunikation entgleitet. In vielen Unternehmen erfolgte entweder keine zeitnahe Information oder sie war unzureichend. Das Informationsbedürfnis wurde dann an anderer Stelle zu befriedigen gesucht. Diese Quellen haben dann ihre ganz eigene Qualität und Dynamik. Das Schlimmste dabei; sie entziehen sich dem Einfluss, so dass Halbwahrheiten und Spekulationen erheblichen Schaden verursachen können.
Viel besser wäre es, einen schriftlichen Notfallplan vorbereitet zu haben. Selbst noch so kleine Organisationen sollten eine Vorstellung davon haben, was im Krisenfall in welcher Reihenfolge erforderlich ist, was von wem auf welche Weise zu tun ist. Selbst eine Skizze ist besser, als im Krisenfall bei Null anzufangen.
Wer sitzt im Krisenstab und wer kommuniziert? All das, was sich für den Ablauf und die Zuständigkeit planen lässt, steht im Notfallplan. Dort ist auch festgelegt, wer in welcher Reihenfolge von wem informiert wird.
Die Belegschaft sollte in der Regel vor der Presse informiert werden. Ansonsten wird das Vertrauensverhältnis belastet. Während der Coronakrise haben viele Angestellte aus den Medien erfahren, dass sie Kurzarbeit erwartet.
Nicht nur viele meiner Klienten haben sich als Manager erwiesen und sich in regelmäßigen Abständen mittels Videobotschaft an die Mitarbeitenden gewandt. Mit entsprechendem Feingefühl und guter Vorbereitung gelingt es besser unangenehme Botschaften auszusprechen. Einigen ist es gelungen in dieser Zeit das Verhältnis Unternehmen und Mitarbeitende auf ein deutlich besseres Niveau zu bringen. Das kann weit über die Krise für alle Beteiligten sehr vorteilhaft sein.
Aus rechtlichen oder politischen Gründen kann es sein, dass nicht jede Information frei geteilt wird. Doch gilt es immer daran zu denken; gerade was nicht gesagt wird, heizt die Fantasie an.
Reagieren Sie schnell und dabei überlegt. Signalisieren Sie, dass Sie den Ernst der Lage verstanden haben und entsprechend handeln werden. Vertrauen ist ein hohes Gut, schon Kleinigkeiten können es beschädigen.
Seien Sie sehr sensibel im Hinblick auf die Symbolik. In einer aufgeheizten Stimmung werden selbst kleine Gesten sehr schnell Auslöser heftiger Reaktionen.
Auch hier ist das Internet voller negativer Beispiele. Unglückliche Formulierungen, Gesten und Körpersprache, die als unangemessen, weil arrogant empfunden werden und Personen, die sich entgegen ihrer Äußerungen in der Öffentlichkeit zeigen.
Wer beispielsweise als Mitglied der Bundesregierung sozialen Abstand und Masken fordert und dann in den Medien ignorant ohne Maske und in engem Kontakt gesehen wird, erzeugt Verärgerung. Wie so oft ist Walk your Talk die meist bessere Wahl.
Entschuldigungen sind ein heikles Thema und fallen oft sehr schwer. Deswegen unterbleiben sie auch häufig oder werden viel zu spät geäußert. Zu oft richten Entschuldigung noch mehr Schaden an, weil sie mangelhaft sind.
Diesem wichtigen Thema habe ich einen eigenen Beitrag gewidmet. 15 Tipps für wirksame Entschuldigungen: Stehen Sie zu Ihren Fehlern?
Neben den direkten Folgen einer Krise wird leider zu häufig weiteres Porzellan durch eine unglückliche Krisenkommunikation zerschlagen. Weitere Empfehlungen für die professionelle Kommunikation in einer Krise finden Sie hier.
Weil jedes Detail Konsequenzen haben kann, lohnt sich eine entsprechende Vorbereitung. Holen Sie sich Verstärkung, wie Experten ins Team, beispielsweise Juristen für rechtliche Fragen. Profitieren Sie von meiner Unterstützung für die kommunikative Wirkung. Meine Erfahrung aus den Kommunikationswissenschaften, dem Marketing und der Psychologie hat sich hier sehr bewährt. Spielen Sie Äußerungen vorher durch und achten Sie auf mögliche Deutungen. So können Sie Missverständnisse schon im Vorfeld reduzieren.
Kommunikation kann so einfach sein. Oft ist sie es allerdings nicht. Selbst der einfachste Mensch ist ein sehr kompliziertes Wesen. Manchmal sagen wir Dinge und merken erst an der Reaktion unserer Gesprächspartner, dass sie mit jemand ganz anderem gesprochen zu haben scheinen. Das habe ich beim besten Willen nicht gesagt. - Oder doch?
Mehr oder weniger bewusst geht es in Gesprächen darum, andere Menschen von etwas zu überzeugen – sei es von einem besonderen Angebot, der eigenen Person, einer Ansicht oder einer Notwendigkeit. Gelingt das nicht schnell genug und vor allem nicht auf den Punkt genau und in anschaulicher Weise, verlieren Gesprächspartner rasch das Interesse und wir die erhoffte Aufmerksamkeit. – Gespräch gescheitert.
Du kannst dich von mir bei der Vorbereitung deiner Gespräche und Verhandlungen (sicherheitshalber: keinerlei Rechtsberatung!) unterstützen lassen. Finde heraus, wie du und deine Botschaft wirken (Argumente, Körpersprache, Sprache, Stimme und vieles mehr). Ich mache dich mit effektiven Werkzeugen und Kommunikationsstrategien vertraut. Baue deine psychologischen Fähigkeiten aus, lerne die Ruhe zu bewahren, souverän aufzutreten, authentisch zu bleiben und schließlich zu überzeugen.
Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.
Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.
Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.
Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.
Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. April 2020
Überarbeitung: 5. Mai 2020
AN: #466
Ü:
K:
In diesem Artikel geht es darum, worauf es sich für Redner hinsichtlich des Augenkontaktes zu achten lohnt. Der Blickkontakt ist ein mächtiges Ausdrucksmittel der Körpersprache. So sind Sie dank Augenkontakt noch überzeugender in Gesprächen und Präsentationen.
Wer in Gesprächen und Präsentationen ans Ziel kommen will, achtet darauf, dass sowohl Botschaft als auch Botschafter überzeugen.
Neben dem Inhalt eines Redebeitrags kommt es vor allem auf dessen Darbietung an. Dazu gehören Gesten, Körperspannung, Beinhaltung, Stimmeinsatz, Lautstärke, Betonung und, als unterschätztes Element, der Blickkontakt. Redner nehmen mit den Augen Kontakt zum Publikum auf und zeigen so unter anderem, dass sie am Publikum interessiert sind. Wer den Blickkontakt vermeidet, schadet sich und der Botschaft.
Und bevor ich auf eine Reihe von Tipps für den Blickkontakt in Gesprächen, Reden und Präsentationen komme, schauen wir uns die Vorteile und Funktionen des Augenkontaktes an.
Ein guter Blickkontakt hat wichtige Funktionen und Vorteile. Hier sind einige davon:
Mit den Augen nehmen Sie den Kontakt auf und halten ihn. Blickkontakt verbindet Sender und Empfänger. Mit dem Augenkontakt zeigen Sie dem Publikum Ihr Interesse. Guter Blickkontakt vermittelt Gesprächsbereitschaft und Aufmerksamkeit.
Während fehlender Augenkontakt Redebeiträge zu Monologen macht, verstärkt natürlicher Augenkontakt den Eindruck einen Dialog zu führen, im Gespräch zu sein.
Blickkontakt ist keine Einbahnstraße, denn Redner erhalten auf diesem Weg selbst die Informationen, was im Publikum vor sich geht. Anhand der Rückmeldungen lassen sich Einverständnis, Ablehnung, Überforderung, Zweifel oder der Wunsch nach mehr Informationen erkennen.
Wer lernt, die Körpersprache und dabei auch die Bedeutung des Blickkontakts, zu deuten, erhält zusätzliche Einblicke.
Mit den Augen lässt sich sprechen; fesseln, ermuntern, verbinden, ignorieren, herabsetzen, angreifen, bewundern, disziplinieren, öffnen, einladen oder ausladen. Augen sprechen Bände.
Blickkontakt gibt Einblicke frei. Blickkontakt vermittelt Selbstsicherheit und Glaubwürdigkeit. Augen gelten als Fenster zur Seele, schaffen Vertrauen oder machen bei Vermeidung verdächtig. Blickkontakt fällt uns nämlich am stärksten auf, wenn er nicht vorhanden ist.
Vieles geschieht hier auf unbewusster Ebene und hat umso größeren Einfluss darauf, ob Botschaft und Botschafter überzeugen.
Es gibt also eine Reihe von guten Gründen, den Blickkontakt zu pflegen. Wie und was ist zu beachten? Hier nun Tipps, mit denen Sie den Blickkontakt in Gesprächen, Reden und Präsentationen pflegen können.
Augen sprechen Bände. Ein Blick kann mehr sagen als tausend Worte. Es ist daher empfehlenswert den Anwesenden schon zu Beginn einige Sekunden einen offenen Blick zu schenken, begleitet von einem ansteckenden freundlichen Lächeln.
Ein ausreichender Augenkontakt ist grundlegend. Doch meiden ihn viele Menschen, gerade in Situationen, in denen sie sich aus der Gruppe herausgehoben fühlen, wie bei Reden und Präsentationen vor Publikum. Das liegt auch am Selbstbewusstsein.
Die Deutung fehlenden Augenkontaktes ist in wenigen Situationen positiv. Im Artikel Körpersprache: Was lässt sich tatsächlich von den Augen ablesen? Nicht nur Wünsche! finden Sie einige Interpretationsmöglichkeiten und Sie können sich entscheiden, was Ihnen und Ihrer Botschaft hilft und was Ihnen schadet.
Was nicht zum Redner passt, wirkt meist unfreiwillig komisch, schadet der Glaubwürdigkeit und lenkt vom Inhalt und der Botschaft ab. Wer meint, was er sagt und das auch im jeweiligen Moment so wahrnimmt, wird meist automatisch die passende Mimik an den Tag legen. Das ist ein häufiges Thema im Redecoaching.
Außerdem wissen wenige Redner wirklich, wie sie auf das Publikum wirken. Eine Wirkungsanalyse ist hier sehr erhellend. Selbsteinschätzung und tatsächliche Wirkung decken sich oft nicht.
Mit einem Lächeln oder sogar Lachen lässt sich leichter eine Brücke zu anderen Menschen bauen. Das wirkt offen und freundlich. Ein echtes Lächeln kommt von innen und basiert auf der passenden mentalen Einstellung und nicht auf einer Maske. So ein Dauergrinsen sieht anders aus als ein echtes Lächeln, das als Duchenne-Lächeln bezeichnet wird. Da lachen auch die Augen und die Augenfältchen mit. Kommt der Impuls aus der Tiefe, funkeln die Augen regelrecht. Dann springt der Funke über.
Trauen Sie sich. Das schnelle Überfliegen des Publikums, mit der Absicht überall hingesehen zu haben, wird nicht als Kontaktaufnahme empfunden. Dafür gelten 3 bis 5 Sekunden als Orientierung, wobei es nach meiner Erfahrung vor allem auf die innere Haltung ankommt. Sie wissen doch selbst am besten, wie präsent Sie sind und wie viel Zeit Sie benötigen, um jemanden wirklich zu sehen. Eine Stoppuhr wird nicht gebraucht.
Ein freundlicher, offener Blick stimmt Zuhörer positiv. Wer den anderen hingegen keines Blickes würdigt, wird als arrogant und überheblich eingeschätzt. Wer Menschen von sich und den Angeboten überzeugen will, profitiert von einem verbindenden Augenkontakt. Doch Vorsicht vor zu langem Blickkontakt. Das kann leicht als Anstarren, Grenzüberschreitung und Unhöflichkeit interpretiert werden. Wer andere Menschen zu lange und zu intensiv fixiert, wird schnell als bedrohlich und angriffslustig angesehen.
Im Grunde ist es ganz einfach. Sie strahlen aus, was in Ihnen vorgeht. Wenn Sie von etwas begeistert sind, werden Ihre Augen funkeln und das ist ansteckend! Erleben Sie innerlich intensiv, was Sie vermitteln wollen, dann spiegelt Ihre gesamte Körpersprache das wider. Weniger ist mehr! Machen Sie bitte keine Grimassen.
Das Publikum registriert, wohin Sie schauen. So können Sie mit Ihrem Blick die Aufmerksamkeit des Publikums lenken. Schauen Sie dorthin, wo das Publikum hinsehen soll.
Wenn Sie ständig zur Tür schauen, wird das so wirken, als wenn Sie gerne flüchten würden.
Und weil manche Menschen in Büchern über Körpersprache und NLP nur die Zusammenfassungen lesen, wird beispielsweise die Blickrichtung übereilt interpretiert. So falsch diese Interpretationen oft sind, so negativ können sie sich auswirken. Deswegen ist es gut, diese Deutungen zu kennen und selbst bei der Kommunikation zu vermeiden.
Gute Redner wissen, wie wichtig die Mimik ist. Sie vermitteln ihre Haltung und insbesondere Wertschätzung gegenüber dem Publikum, wo es angebracht ist, mit einem Lächeln.
Schauen Sie dabei immer wieder in alle Gesichter, erwidern Sie ein entdecktes Lächeln. Nehmen Sie Hinweise, wie beispielsweise ein Stirnrunzeln zum Anlass, eine Aussage nochmals mit anderen Worten zu wiederholen oder nachzufragen.
Wohin und wen anschauen? Hier berichten mir Klienten immer wieder von Unsicherheiten. Beginnen Sie doch bei Menschen, die Ihnen guttun.
Bei einem großen Publikum lohnt es sich, wenn Sie den Blickkontakt in alle Richtungen aufteilen, auch an Seiten und hinten. Hierzu gibt es unterschiedlichste Empfehlungen. Nur bitte nicht rein nach Schablone und Pflichtübung. Das wirkt oberflächlich.
Achten Sie darauf, nicht nur bestimmte Personen oder Gruppen anzuschauen. Mitunter kommt es hier zu Fixierung auf bestimmte Hierarchien. So geht der Kontakt zu anderen Teilnehmern verloren.
Welcher Fokus geeignet ist, sollte individuell ermittelt werden. Es hat auch damit zu tun, wie sicher sich Redner fühlen und was ihren Zustand fördert. Gerade bei Lampenfieber kann ungeeigneter Blickkontakt zu heftigen Stressreaktionen führen.
Wo auch immer sich Ihr Redemanuskript befindet, ob als Papierstapel auf dem Redepult oder als Stichpunktkarten in der Hand, vermeiden Sie in jedem Fall den ständigen Blick darauf. Lernen Sie, wie Sie den Kontakt zum Publikum halten. Selbst wenn sie tatsächlich etwas vorlesen, geht das mit einer guten Portion Blickkontakt. Vorlesen will gelernt sein. Wobei ich für die meisten Situationen ohnehin eher die freie Rede empfehle.
Neben dem Augenkontakt gibt es bei der Körpersprache noch zahlreiche weitere Möglichkeiten Ihre Botschaft zu stärken oder zu schwächen. Diesem wichtigen Thema widmen sich eigene Beiträge.
In dem Artikel: „Die Körpersprache beruhigt oder schadet in heiklen Situationen“ und „12 Tipps, wie du durch Körpersprache Vertrauen förderst“ finden Sie dazu einige Hinweise.
Beispiel Augenzugangshinweise
Das Konzept der Augenzugangshinweise aus dem NLP (Neurolinguistisches Programmierung) wird leider sehr oft missverstanden. Häufig wird hier zu simpel ans Werk gegangen: Sagt ein Mensch die Wahrheit, blickt er nach links. Lügt er, bewegen sich seine Augen nach rechts. Doch so einfach funktioniert das in der Praxis nicht.
In der Realität ist es doch etwas komplexer. Ungeübte Anwender kalibrieren selten gründlich genug und zeigen auch sonst nicht die erforderliche Flexibilität, um solche Hinweise nutzen zu können. Trotzdem werten sie die Beobachtungen aus und das kann der Botschaft schaden. Diese Zusammenhänge zu kennen, hilft sie bei Reden und Präsentationen zu vermeiden.
Denken wir intensiv über etwas nach, dann fällt es schwerer, anderen Menschen ins Gesicht schauen. Wenn wir nach Worten ringen oder nachdenken, können wir nicht gleichzeitig unserem Gesprächspartner in die Augen schauen. Die grauen Zellen sind dafür einfach zu beschäftigt. Auch deswegen ist gute Vorbereitung so wichtig.
Es gibt viele Gründe, warum wir unserem Gegenüber nicht immer in die Augen schauen können. Häufig liegt es an Unsicherheit, Nervosität oder Ungeduld.
Gerade Introvertierte müssen sich zum Augenkontakt eher zwingen. Wer nervös und unsicher ist, kann mit regelmäßiger Übung in Sachen Blickkontakt und Reden halten mit der Zeit ruhiger und selbstsicherer werden. Proben Sie Reden und Präsentationen im geschützten Rahmen vor geeignetem Publikum. Fragen Sie bei Freunden und Familie nach, ob Sie Ihnen dabei helfen. Sie lernen so lockerer zu werden. Auch hier ist Übung und Gewohnheit wesentlich.
Hilft das nicht ausreichend, dann können tief sitzende Überzeugungen und Glaubenssätze daran beteiligt sein. Auch ihnen lässt sich auf den Grund gehen und sie auflösen.
Wie bei jeder Präsentationsfertigkeit braucht es auch bei der Körpersprache und dem Blickkontakt Übung, um sie so zu entwickeln, dass Sie sowohl authentisch, als auch wirksam ans Werk gehen. Übergestülptes Verhalten wirkt komisch und schadet.
Erst, wenn Kenntnisse und Fertigkeiten sich weitgehend unbewusst entfalten, profitieren Sie in vollem Umfang. Das erfordert nicht nur irgendwelche Übung, sondern ein Vorgehen, dass zu Ihnen passt.
Es gibt es einige Aspekte zu berücksichtigen, damit verbale und nonverbalen Kommunikation kongruent sind und Wirkung entfalten. Eine starke persönliche Wirkung kommt von innen. Die passende Haltung lässt sich beispielsweise mit Mentaltraining fördern. Als professioneller Redecoach unterstütze ich Sie auf Ihrem Weg zu einem authentischen und wirksamen Blickkontakt.
Es existiert zwar kein Patentrezept für erfolgreiches Überzeugen, doch es gibt einige wesentliche Elemente, die deine Chancen deutlich erhöhen.
Lerne diese Elemente kennen und nutzen — authentisch und mit Leichtigkeit. Erfahre, wie du Widerstand abbaust und sogar vermeidest. Es ist möglich, mit weniger Konflikten mehr Menschen zu überzeugen. Ich zeige dir, was du tun kannst, um als Persönlichkeit positiv wahrgenommen zu werden. Besondere Beachtung verdient dabei deine Körpersprache. Mach verbal und nonverbal einen guten Eindruck, der dir entspricht.
Lerne, die Möglichkeiten der Sprache auszuschöpfen, erfahre, wie du deine Botschaften über Storytelling emotionalisieren kannst. Wenn du es wünschst, dann zeige ich dir auch, wie du Zahlen, Daten, Fakten geschickt und wirkungsvoll visualisierst. Mit diesem Wissen, relevanten Kenntnissen und praxistauglichen Fähigkeiten steigerst du deine Überzeugungskraft in Gesprächen, Reden und Präsentationen.
Wer nicht redet, wird nicht gehört und wer es wagt auch nicht immer. Auf dem Weg, um als Redner zu überzeugen, gibt es noch ein paar Stufen, die es zu meistern gilt. Wenn du Wettbewerb hast, sorgen wir für deinen Vorsprung.
Du willst überzeugen, mit deiner Botschaft und als Persönlichkeit? Dann helfe ich dir bei der Vorbereitung Ihrer Reden und Präsentationen. Von den Erfahrungen aus Marketing, Psychologie und Kommunikation werden Sie profitieren. Den Umfang bestimmst du. Zumindest einen Probelauf mit professionellem Feedback empfehle ich dir und deiner Botschaft. Dann weißt du, wie du und dein aufbereitetes Thema wirken, was du tun und was du besser lassen sollten, wo es Potenziale gibt. Wieso willst du erst im Anschluss an deinen echten Auftritt solche Rückmeldungen bekommen? Dann ist es für Korrekturen zu spät. Profitiere vom Vorsprung. Meine Definition von Glück: Vorbereitung trifft auf Gelegenheit.
Bei einer guten Investition kommt mehr heraus, als hineingesteckt wird. Du kannst selbst am besten einschätzen, wo sich der Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Nutzen lohnt. Hier findest du die Honorare für meine Unterstützung zu Kommunikationspsychologie, Sprache, Struktur, Stimme, Körpersprache, Storytelling, rhetorische Mittel, Medien, wie PowerPoint und Co. etc.
Du bist gerade nicht in Berlin? Dann nutze Sitzungen mit mir via Telefon oder mit Videounterstützung. Wobei es durchaus gute Gründe für eine Reise nach Berlin gibt.
Schmetterlinge im Bauch? Sehr viele Menschen leiden bei ihren Auftritten vor Publikum unter so intensivem Lampenfieber, dass ihre Leistungen deutlich hinter den Möglichkeiten bleiben. Viele vermeiden Redegelegenheit, wo es nur geht. Schade, weil mit meiner Hilfe ein Auftritt in einem guten Zustand möglich ist. Haltung lässt sich leichter bewahren als wiedergewinnen. Und, weshalb solltest du auf eine Chance verzichten, dich und deine Botschaft überzeugend zu präsentieren. Nur, für den Fall …
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Blickkontakt ist in Reden und Präsentationen sehr wichtig, da er dazu beitragen kann, das Publikum anzusprechen und zu fesseln. Blickkontakt zeigt dem Publikum, dass der Redner oder die Rednerin interessiert ist und dass er oder sie das Publikum für das Thema begeistern möchte. Blickkontakt kann das Publikum dazu bringen, sich aktiv mit der Rede oder Präsentation auseinanderzusetzen und sich für das Thema zu engagieren.
Einige Möglichkeiten, wie Blickkontakt in Reden und Präsentationen gezeigt werden kann, sind:
Augenkontakt halten: Durch das Halten von Augenkontakt kann dem Publikum signalisiert werden, dass der Redner oder die Rednerin interessiert ist und dass er oder sie das Publikum für das Thema begeistern möchte.
Regelmäßig das Publikum anschauen: Durch das regelmäßige Anschauen des Publikums kann dem Publikum signalisiert werden, dass der Redner oder die Rednerin interessiert ist und dass er oder sie das Publikum für das Thema begeistern möchte.
Zuhörer direkt anschauen: Durch das Anschauen von Zuhörern direkt kann dem Publikum signalisiert werden, dass der Redner oder die Rednerin interessiert ist und dass er oder sie das Publikum für das Thema begeistern möchte.
Augenkontakt ist ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Kommunikation und kann verschiedene Funktionen erfüllen. Er kann zum Beispiel Aufmerksamkeit signalisieren, Interesse zeigen oder Vertrauen ausdrücken. Augenkontakt kann auch dazu beitragen, die Beziehung zwischen den Kommunikationspartnern zu stärken und das Verständnis der gegenseitigen Perspektiven zu verbessern. In manchen Kulturen ist der Augenkontakt während der Kommunikation auch ein Zeichen von Respekt und Höflichkeit. Allerdings kann es auch unangenehm oder sogar bedrohlich wirken, wenn der Augenkontakt zu lange oder zu intensiv gehalten wird. Es ist daher wichtig, ein gesundes Maß an Augenkontakt zu wahren, um die Kommunikation effektiv und angenehm zu gestalten.
Fehlender Augenkontakt kann verschiedene Gründe haben und unterschiedlich gedeutet werden. In manchen Kulturen ist es zum Beispiel üblich, weniger Augenkontakt während der Kommunikation zu halten, um Höflichkeit und Respekt zu zeigen. In anderen Kulturen kann der Augenkontakt hingegen als wichtiges Zeichen von Vertrauen und Aufrichtigkeit gesehen werden.
Fehlender Augenkontakt kann aber auch ein Zeichen von Unaufmerksamkeit, Desinteresse oder Unsicherheit sein. Jemand, der den Blickkontakt vermeidet, könnte sich zum Beispiel unwohl fühlen, überfordert sein oder etwas verbergen wollen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Deutung des fehlenden Augenkontakts immer im Kontext betrachtet werden sollte. Jemand, der den Blickkontakt vermeidet, könnte zum Beispiel auch einfach nur sehr schüchtern oder introvertiert sein.
Es ist daher wichtig, nicht voreilig Schlüsse aus dem Fehlen von Augenkontakt zu ziehen, sondern sich immer auch an anderen Verhaltensweisen und Signalen zu orientieren.
Fehlender Augenkontakt kann bei Reden und Präsentationen eine Gefahr darstellen, da er das Publikum abschrecken und das Vertrauen in die Kompetenz des Sprechers untergraben kann. Wenn der Sprecher den Blickkontakt vermeidet, könnte dies das Publikum dazu veranlassen, sich distanziert oder sogar ablehnend zu verhalten.
Ein fehlender Augenkontakt kann auch dazu führen, dass die Zuhörer sich weniger für die Präsentation oder Rede interessieren und schneller abgelenkt werden. Auch könnte das Publikum den Eindruck gewinnen, dass der Sprecher unsicher oder unschlüssig ist.
Es ist daher wichtig, bei Reden und Präsentationen den Blickkontakt mit dem Publikum aufrechtzuerhalten, um das Interesse und die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu halten und ihr Vertrauen zu gewinnen. Ein gesundes Maß an Augenkontakt kann dazu beitragen, die Beziehung zum Publikum zu stärken und das Verständnis der gegenseitigen Perspektiven zu verbessern. Allerdings sollte auch hierbei darauf geachtet werden, dass der Augenkontakt nicht zu lange oder zu intensiv gehalten wird, um das Publikum nicht zu überfordern oder zu bedrängen.
Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen Glaubwürdigkeit und Augenkontakt. Eine Person, die den Augenkontakt während der Kommunikation aufrechterhält, wird in der Regel als glaubwürdiger wahrgenommen, da sie damit Vertrauen, Aufrichtigkeit und Offenheit signalisiert.
Durch den Augenkontakt können sich die Kommunikationspartner besser verstehen und aufeinander einlassen, was das Verständnis der gegenseitigen Perspektiven verbessert. Eine Person, die den Augenkontakt vermeidet, wird hingegen oft als weniger glaubwürdig wahrgenommen, da sie möglicherweise etwas verbergen oder sich unsicher fühlen will.
Es ist allerdings wichtig zu beachten, dass der Augenkontakt nur ein Teil der Glaubwürdigkeit ist und dass andere Faktoren wie zum Beispiel die Wortwahl, die Körpersprache und die Überzeugungskraft des Sprechers ebenfalls eine Rolle spielen. Ein gesundes Maß an Augenkontakt kann daher dazu beitragen, die Glaubwürdigkeit zu stärken, sollte aber nicht das einzige Kriterium sein.
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2012
Überarbeitung: 27. April 2020
AN: #34353
K:
Ü:
Englische Version:
An vielen Stellen werden Masken getragen und das hat auch Konsequenzen auf die Kommunikation. Welche?
Tragen die Menschen um uns herum Schutzmasken beziehungsweise einen Mund-Nasen-Schutz, dann sehen wir wesentliche Züge der Mimik nicht mehr. Das bleibt nicht ohne Folgen.
Wir sind gewohnt, auch unbewusst eine Vielzahl von kommunikativen Hinweisen der Körpersprache zu berücksichtigen. Erst die Kombination verbaler und nonverbalen Kommunikation führt zu einer halbwegs brauchbaren Basis für die Auswertung von Informationen. An der ausgeprägteren und der subtilen Mimik (Mikroexpressionen) orientieren wir uns, wenn es darum geht herauszufinden, was in anderen Menschen vor sich geht. Sind bei Gesprächspartnern durch Schutzmasken Bereiche des Gesichts verdeckt, dann können viele davon nicht mehr wahrgenommen werden. Das kann Verunsicherung zur Folge haben. Es fehlen wesentliche Rückmeldungen. Das kann manchen Menschen sogar deutlichen Stress im Umgang miteinander verursachen.
Die gute Nachricht; ein echtes Lächeln bleibt weiterhin erkennbar. An den Augen lässt sich immer noch sehr viel ablesen, wenn sie frei zu sehen sind. Bei einem unechten, also nicht so gemeinten Lächeln, werden lediglich die Mundwinkel nach oben gezogen werden. Das bleibt dann der Maske vorbehalten und das macht ja kaum etwas. Das als echt geltende Duchenne-Lächeln ist komplexer. Dabei sind auch Muskeln rund um die Augen beteiligt. Auch das lässt sich schauspielern, wird jedoch grundsätzlich als authentischer empfunden. Es baut sich langsamer auf und ebbt langsamer ab. Und das ist auch bei den meisten Masken und um die Augen zu sehen.
Das Tragen von Masken kann dazu führen, dass der eigenen Mimik weniger Aufmerksamkeit gewidmet wird und der Ausdruck zurückgenommen wird. Wenn wir weniger Mimik empfangen, senden wir auch weniger.
Gerade in der heutigen Situation profitieren menschliche Zusammentreffen von einer guten Extraportion Aufmerksamkeit. Es gibt eine Menge Herausforderungen zu meistern. Ja, Masken können auch zur Anonymisierung und damit verbundenen negativen Folgen führen. Sie können allerdings auch als Symbol für den gegenseitigen Schutz und insbesondere für die Solidarität mit Risikogruppen stehen.
Bei Interesse, für persönliche Fragen und Terminvereinbarungen, kommen wir am leichtesten über das nachfolgende Kontaktformular zusammen. Auch per E-Mail (mail@karstennoack.de) bin ich zu erreichen. Die Anzahl der Anrufe wurde so groß, dass ich nun ausschließlich auf diese Nachrichten reagiere. Klienten erhalten entsprechende Telefonnummern.
Hinweise zum Datenschutz findest du hier. Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen befinden sich deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das passt, freue ich mich auf eine intensive Zusammenarbeit.
Um es uns beiden leicht zu machen, bitte ich dich dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist dir überlassen, was du einträgst. Umso genauer du bist, desto einfacher folgt von mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklärst du dich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Dir ist bekannt, dass du deine Einwilligung jederzeit widerrufen kannst. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen. Ist die Nachricht unterwegs, erscheint an der Stelle des Kontaktformulars der Hinweis "Die Nachricht ist unterwegs!". Ich antworte üblicherweise innerhalb von 24 Stunden —meist sehr schnell.
Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 19. April 2020
Überarbeitung: 21. April 2020
AN: #343
K: CNC
Ü:
Wenn Menschen krampfhaft die Aufmerksamkeit erlangen wollen, kann das an Profilierungssucht liegen. Das ist für Betroffene und Umfeld anstrengend.
Ich packe dann mal ein Video über Profilierungssucht ins soziale Netz…. so könnte ein schlechter Witz anfangen. Weshalb das Umfeld von Menschen mit Profilierungssucht darüber nicht lachen können? Deswegen!
Wenn Menschen krampfhaft versuchen, die Aufmerksamkeit zu erlangen, kann das an Profilierungssucht liegen. Das ist sowohl für Betroffene anstrengend und noch viel mehr für das Umfeld. Damit ist nicht das Bestreben gemeint, einer Botschaft zur Aufmerksamkeit zu verhelfen, sondern ein unangenehmes Nachvornedrängeln der eigenen Person. Während Ersteres verständlich ist, belastet Letzteres.
Menschen mit narzisstischen Tendenzen gehören zu denen, die besonders häufig von Profilierungssucht angetrieben werden. Und wer es mit solchen Persönlichkeiten schon zu tun hatte, der weiß, dass es keine Freude ist.
Aus Angst, für profilierungssüchtig gehalten zu werden, behalten viele scheuere Menschen im lauten Umfeld ihre wertvollen Beiträge für sich. Wir verzichten so auf interessante Ideen und Angebote.
Setzen wir uns besser gemeinsam dafür ein, dass die besten Angebote zur Geltung kommen, indem wir allen eine faire Chance geben, gehört und verstanden zu werden.
Jetzt habe ich so negativ auf die Profilierungssucht geschaut, weil ich die Folgen im Fokus hatte. Was ich anfangs übersehen habe ist, dass es nicht nur narzisstische Persönlichkeiten gibt, die sich in den Vordergrund drängeln. Die finden das ja angemessen.
Es gibt auch Menschen, die aus anderen Gründen meinen, es wäre erforderlich zu drängeln. Die wären bei entsprechendem Bewusstsein und Alternativen bereit, das eigene Verhalten zu verändern. Ihnen fehlt es an Vertrauen und Sicherheit, auch bei respektvollem Verhalten gehört zu werden. Wer sich profilieren will, möchte sichtbarer werden. Während Menschen mit narzisstischen Tendenzen keine Unterstützung suchen oder annehmen würden, kann anderen geholfen werden.
Was halten Sie von Profilierungssucht?
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Im Glossar warten Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass du sowohl mit Persönlichkeit als auch Botschaft überzeugst –in Gesprächen und Präsentationen.
Frage ruhig! Wenn du trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig geworden bist, sende mir doch eine Nachricht.
Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 27. Juli 2018
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