Du willst Kritik vermeiden? Ob das so eine gute Idee ist?

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Rückmeldungen nutzen, statt vermeiden
Du willst Kritik vermeiden?

Der Wert von Kritik

 

Ist es wirklich eine gute Idee, um jeden Preis Kritik zu vermeiden? Welchen Wert kann Kritik haben?

Überblick

Um Kritik zu vermeiden sage nichts, tue nichts, sei niemand.

Aristoteles

Video

8 Tipps zum Umgang mit Kritik

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Gegen Kritik hilft auch keine Flucht

 

Kritik zu vermeiden, wirkt im ersten Moment wie ein cleverer Selbstschutz. Einfach nicht auffallen, still bleiben, unter dem Radar fliegen – das scheint sicher. Doch selbst wer sich klein macht, ist nicht davor gefeit, auf Ablehnung zu stoßen.

Und ganz ehrlich: Wäre das überhaupt ein wünschenswertes Leben? Ein Weg ohne Reibung? Ohne Position? Ohne Wirkung?

Kritik gehört dazu – gerade dann, wenn du wirklich für etwas stehst.

 

„You have enemies? Good. That means you’ve stood up for something, sometime in your life.“

– Winston Churchill

 

 

Kritik zeigt, dass du etwas bewegst

 

Wer in der Führung ist, trifft Entscheidungen. Und wer entscheidet, ruft Reaktionen hervor – auch kritische. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Relevanz. Denn niemand wird kritisiert, der nichts tut.

Kritik kann unbequem sein. Doch sie ist oft ein Hinweis auf Bedeutung. Ein Leben ohne Widerspruch ist meist ein Leben ohne Kante. Oder schlimmer: eines ohne Richtung.

 

 

Drei Arten von Kritik – und wie du damit umgehst

 

1. Konstruktive Kritik

 

Sie ist Gold wert. Vielleicht nicht angenehm, aber hilfreich. Sie eröffnet neue Perspektiven, deckt Schwächen auf, gibt Impulse. Höre genau hin, frage nach, nutze sie als Werkzeug zur Verbesserung.

 

2. Persönlich gefärbte Kritik

 

Oft stecken andere Motive dahinter – Unsicherheit, Konkurrenz, verletzter Stolz. Hier hilft Distanz. Nimm nicht alles persönlich. Frag dich: Was davon ist wirklich relevant?

 

3. Destruktive Kritik

 

Sie zielt nicht auf Entwicklung, sondern auf Verunsicherung. Manchen Menschen geht es schlicht ums Runtermachen. Lass dich davon nicht bremsen. Stärke zeigt sich, wenn du gelassen bleibst.

 

 

Kritik ist auch ein Spiegel

 

Entscheidend ist nicht, ob du kritisiert wirst, sondern wie du damit umgehst. Jeder Mensch hat blinde Flecken. Wer das erkennt, gewinnt Klarheit – über sich selbst und die Wirkung auf andere.

Gleichzeitig hilft dir Kritik, deine eigene Haltung zu schärfen. Was willst du vertreten? Wofür stehst du ein? Wo ziehst du Grenzen?

 

 

Selbstkritik: Die stärkste Form der Stärke

 

Der souveränste Umgang mit Kritik beginnt bei dir selbst. Wer sich selbst ehrlich hinterfragt, muss keine Angst vor Feedback haben. Selbstkritik ist kein Zeichen von Zweifel, sondern von innerer Stärke.

Sie macht dich unabhängig – auch von äußeren Urteilen.

 

 

Und was tun mit destruktiven Stimmen?

 

Ignorieren? Nein. Werten. Prüfen. Und dann entscheiden, ob du dich darauf einlässt.

Ein einfacher Satz hilft:

„Danke für die Rückmeldung. Ich denke darüber nach.“

Er zeigt Souveränität – ohne dich angreifbar zu machen.

 

 

Was du aus Kritik machst, liegt bei dir

 

Kritik ist weder Lob noch Urteil. Sie ist eine Perspektive. Vielleicht hilfreich. Vielleicht irrelevant. Entscheidend ist, ob du daraus lernst – oder dich lähmen lässt.

Wer in Verantwortung steht, braucht Klarheit, nicht Beifall. Führung bedeutet Haltung. Und Haltung zeigt sich nicht im Konsens, sondern im Gegenwind.

 

 

Drei Impulse zum Mitnehmen:

 

  • Beobachte deine Reaktion auf Kritik. Was triggert dich – und warum?

  • Unterscheide zwischen Inhalt und Absicht. Was ist sachlich, was persönlich?

  • Trainiere dein Team im Umgang mit Feedback. Gute Feedback-Kultur schafft Wachstum.

 

 

 

Fazit

 

Kritik ist ein Signal. Kein Grund zur Flucht. Kein Anlass zur Defensive. Sondern eine Gelegenheit zur Klärung, Entwicklung und Positionierung. Du musst nicht allen gefallen – aber du darfst dir selbst treu bleiben.

P.S.

 

Vermeidest du es Dinge zu tun, die auf Kritik stoßen?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

 

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Artikel zu Kritik, Feedback und…

Narzissten Feedback geben

Wie kannst du narzisstisch geprägten Menschen Feedback geben? Erfahre, welche Reaktionen möglich sind, was hilft und wann Selbstschutz Vorrang hat.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. April 2015
Überarbeitung: 8. Januar 2021
AN: #243
K:
Ü:
Englische Version: https://www.karstennoack.com/you-want-to-avoid-criticism/

19 Tipps für wirklich guten Small Talk: Von wegen nur BlaBla

19 Tipps für wirklich guten Small Talk: Von wegen nur BlaBla

Small Talk, Plauderei, Plausch, ...

Von wegen nur BlaBla: 14 Tipps für guten Small Talk

Small Talk

 

Nutzen Sie diese Tipps für deinen Small Talk. Gekonnter Small Talk ist ein guter Ausgangspunkt, um Beziehungen zu pflegen, ein Netzwerk aufzubauen. In diesem Artikel erhalten Sie dazu ein paar Anregungen, damit Sie und Ihre Gesprächspartner solche Situationen angenehm nutzen.

 

 

 

Überblick

 

Video

Smalltalk in professionellen Gesprächen – Warum belanglos oft bedeutsam ist

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Small Talk: Ach, ist der süß!

 

In der Freizeit gilt ein niedlicher Hund als der ideale Einstieg in zahlreiche unverbindliche Gespräche. Für das Büro ist er weniger geeignet. Andere Themen, gleiches Prinzip. Im professionellen Kontext wechseln die wirksamen Aufmacher außerdem häufiger. Als das iPhone neu war, förderte dessen Zurschaustellung die Gesprächsaufnahme selbst mit fremden Personen. Neugier und gemeinsame Interessen machen es einfacher, ins Gespräch zu kommen. Manch einer legt darauf allerdings keinen Wert, manche wissen nicht wie und andere pflegen und schätzen Small Talk. Und für Letzteres gibt es einige gute Gründe!

 

 

 

Small Talk, Plauderei, Plausch, …

 

Small Talk ist der gekonnte Start, um Beziehungen zu anderen Menschen zu knüpfen. Egal ob privat, auf Messen, beim Geschäftsessen, auf der Reise oder beim Vorstellungsgespräch: Wenn andere Sie mögen, öffnen sich Ihnen viele neue Möglichkeiten. Doch worüber reden, wenn es nichts Dringendes zu sagen gibt? Wie mit Menschen ins Gespräch kommen, über die wir nichts wissen? Wie die Sprachlosigkeit überwinden? Gewusst wie; zeigen Sie sich spontan und gesprächsbereit. In diesem Artikel erhalten Sie dazu ein paar Anregungen, damit Sie und Ihre Gesprächspartner solche Situationen angenehm nutzen. Small Talk hat auch die Funktion sozialen Kits. Er hat einen besseren Ruf verdient und die damit verbundenen Ängste dürfen wir ablegen.

 

 

Ich kenne Menschen, die haben vor einem Small Talk genauso viel Angst, wie vor Präsentationen von Hunderten Leuten.

 

 

 

 

19 Tipps für guten Small Talk

 

Es folgen Techniken und Strategien für verschiedene informelle Gesprächssituationen. Da es sich um Prinzipien handelt, ist es an Ihnen zu wissen, wann und wie Sie diese einsetzen, ändern, ignorieren.

 

 

 

1. Alles kann, nichts muss

 

Vermeiden Sie hohe Erwartungen.
 Small Talk ist keine tiefschürfende Konversation, sondern zwangloses Sprechen. Seien Sie nicht zu streng mit sich. Tiefgründige Gespräche dürfen später entstehen, wenn die Beteiligten es wollen. Es geht um eine erste Annäherung, eine Aufwärmphase. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig eine Ansammlung von Belanglosigkeit und Oberflächlichkeiten. Alles kann, nichts muss.

 

 

 

2. Und los!

 

Den Anfang machen. Betretenes Schweigen entsteht häufig nur dadurch, dass sich keiner traut, als erster zu sprechen. Nehmen Sie sich ein Herz und durchbrechen Sie mit leisen Tönen die Schallmauer.

 

 

 

3. Der erste Eindruck

 

Denken Sie an die Bedeutung des ersten Eindrucks. Der erste Eindruck basiert fast ausschließlich auf oberflächlichen Faktoren. Er beruht auf der Wahrnehmungen dessen, was wir im ersten Moment voneinander wahrnehmen. Wirklich fundierte Aussagen über Charakter, Kompetenz oder Fachwissen liefert der Erstkontakt selten. Und doch liefert der erste Eindruck den Rahmen für die weiteren Interaktionen.

Zu den Faktoren, die den ersten Eindruck prägen, gehören vor allem die Erscheinung, mit Kleidung und Körpersprache inklusive Mimik mit Blickkontakt und Lächeln, sowie Gestik und Haltung. Accessoires und auch der Duft spielen dabei eine Rolle.

Je nach Situation können wir den ersten Eindruck auch aktiv mit unserem Verhalten und unserer Rhetorik beeinflussen.

 

 

 

4. Anknüpfungspunkte nutzen

 

Um den passenden Einstieg zu wählen, stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten offen. Was fast immer geht; ein Plausch über die gerade stattfindende Situation oder Themen aus den Massenmedien. Ausnahmen, siehe Punkt 5. Politik, Religion, Sexpraktiken. Wenn die Beteiligten Anknüpfungspunkte bieten, wird es ein Vergnügen.

 

 

 

5. Neurochirurgie

 

Ruhig Belangloses ansprechen. 
Sicherlich gibt es spannendere Themen als das Wetter. Wenn sich jedoch gerade nichts anderes anbietet, dann sprechen Sie lieber über Offensichtliches als gar nicht.

 

 

 

6. Politik, Religion, Sexpraktiken

 

Kritische Themen solltest du lieber auslassen.
 Smalltalk soll keine erschreckenden Erkenntnisse liefern, sondern Spaß machen. Tod, Sex, Krankheit, Politik, Geld, Religion und Gerüchte sowie mitunter eklige Kombinationen daraus sind tabu.

Sprechen Sie positive Themen an und jammern Sie nicht über sich oder die Welt. Dadurch können Sie Gesprächspartnern sehr schnell zu anstrengend werden und in ihnen negative Gefühle auslösen.

Zwängen Sie Gesprächspartnern keine Themen auf. Wenn Sie den Eindruck haben, dass jemand über ein Thema nicht sprechen möchte, reden Sie über etwas anderes.

Achtung: Beachten Sie kulturelle Unterschiede. Ein Beispiel? Europäische Gäste, die in den USA harmlos klingende Kommentare zu den Waffengesetzen machen, können schnell ihr blaues Wunder erleben. Für Deutsche sind Fragen nach dem Einkommen in einer lockeren Unterhaltung tabu, US-Amerikaner fragen Sie möglicherweise offen danach. Also immer schön vorsichtig bleiben.

 

 

 

7. Austausch

 

In der Praxis gibt es sehr viele Mitteilungsbedürftige, die bei einer solchen Gelegenheit alles loswerden wollen, das sich angesammelt hat. Besser: Lassen Sie Ihren Gesprächspartner reden. Noch besser: Lassen Sie Ihren Gesprächspartner gut aussehen!

 

 

 

8. Pausen sind in Ordnung

 

Pausen schaden nicht. 
Im Gespräch mit Fremden entstehen oft Pausen, die sich unangenehm anfühlen, aber normal sind. Bleiben Sie locker; nutzen Sie die Zeit, um das bisher Gesagte durchzugehen und interessante Fragen zum Anknüpfen zu finden!

 

 

 

9. Mimik: Machen Sie ruhig ein Gesicht

 

Sie dürfen ruhig Ihre Mimik einsetzen. 
Auch wenn Ihr Gesprächspartner eine kommunikative Herausforderung oder sogar ein Nervzwerg ist; ein nettes Lächeln während des Small Talks schadet nicht. Im Gegenteil, es schafft eine förderliche Atmosphäre. Vielleicht taut der Gesprächspartner dann schneller auf.

10. Stimme

 

Deutliches und selbstbewusstes Sprechen ist wichtig! Gerade beim Small Talk geht es oft auch um den ersten Eindruck. Und der hat ja bekanntlich eine Weile Bestand. So oder so!

 

 

 

11. Interesse

 

Gehen Sie auf Ihre Gesprächspartner ein. 
Sie können nur die richtigen Fragen stellen, wenn Sie konzentriert und interessiert zuhören. Beachten Sie auch die Körpersprache Ihres Gegenübers; so sammeln Sie weitere Information über dessen Befinden. Wer aufmerksam ist, erkennt den gemeinsamen Nenner, bietet Anknüpfungspunkte, hört zu.

 

 

 

12. Bleiben Sie Mensch

 

Kaum hat das Gespräch begonnen gibt es auch schon die erste Belehrung. Schön ist anders. Besserwisser sind unsympathisch.
 Wir nehmen Ratschläge nur von Menschen an, die wir mögen oder deren Kompetenz wir respektieren. Beim ersten Plausch fehlt beides. Also weg mit dem erhobenen Zeigefinger.

 

 

 

13. Übung macht den …

 

Üben, üben, üben. 
Smalltalk ist Übungssache. Bei zufälligen Begegnungen am Fahrstuhl, an der Kasse, beim Workshop, … Wenn Sie das in unverfänglichen Situationen üben, sind Sie für den Ernstfall gewappnet.

 

 

 

14. Fluchtwege offen halten

 

Wenn es passt, dann geht Smalltalk in spannende Gespräche über. Mitunter bleibt es bei ein paar belanglosen Sätzen oder der Smalltalkpartner erweist sich sogar als fürchterliche Nervensäge.

Auch der Ausstieg aus einem Small Talk will gelernt sein. Es gilt einen smarten Ausstieg zu finden, denn wer sich nach wenigen Sätzen fluchtartig entfernt, hinterlässt leicht einen wenig positiven bleibenden Eindruck. Und auch wenn das Gespräch keine Freude mehr ist, es gibt genügend Möglichkeiten, um es gekonnt zu beenden.

 

Optionen, um einen Smalltalk zu beenden:

  • Entschuldigen
  • Langweiliges Thema beginnen, an dem Gesprächspartner keine Freude haben.
  • Notfallstrategien
  • Einen anderen Gesprächspartner vorstellen und so ein Gesprächsduo initiieren.

 

 

 

15. Fragen

 

Gute Fragen, vorzugsweise offene, bitten sich dazu an einem Gespräch Gelegenheit und Richtung zu geben. Allerdings ist die Behauptung, es gäbe keinen dummen Fragen, umstritten. Folgendes Gespräch in Per Anhalter durch die Galaxis ist auch keine Freude:

„Normalität, klar. Darüber könnten wir zuhause bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag reden.“

„Was ist normal?“

„Was ist Zuhause?“

„Wer ist Sankt Nimmerlein?“

 

 

 

16. Und was machen Sie so beruflich?

 

Früher oder später kommt die Frage nach der beruflichen Tätigkeit. Machen Sie mit Ihrer kurzen Antwort Appetit, anstatt sich auszulassen. Es gibt typische Elemente beim Smalltalk, die kommen immer wieder. Entsprechend lohnt sich die Vorbereitung guter Antworten.

 

 

 

17. Daran erkennen Sie, dass jemand nicht mit Ihnen sprechen möchte

 

Selbst, wenn Sie sich noch so sehr für einen guten Smalltalk einsetzen, wird es Personen geben, die kein Interesse haben, sich mit Ihnen zu unterhalten. Hier sind einige Anzeichen dafür, woran Sie erkennen können, dass ein Gespräch mit Ihnen nicht erwünscht ist.

  • Wegdrehen des Vorderkörpers in eine andere Richtung
  • Ausweichender, abschweifender Blick mit Vermeidung des Augenkontakts
  • Geschlossene Körperhaltung beziehungsweise Einsatz von Gegenständen als Schutzschild
  • Die Füße zeigen weg vom Gesprächspartner (vor allem, wenn sie in Fluchtrichtung gerichtet sind?
  • Kurze abgehackte Antworten

 

 

 

18. Authentizität

 

Fast hätte ich „angemessene Authentizität“ geschrieben, weil mitunter darauf hingewiesen wird, dass es beim Small Talk schließlich nicht um einen tiefgründigen Seelenstriptease und Unverschämtheiten geht. Die Befürchtung ist mir so fremd, dass sie mich kurz beschäftigt, ich sie erwähne und zur Seite lege.

Bleiben Sie im Rahmen der Situation authentisch, schließlich entscheiden Sie, was Sie von sich zeigen und was nicht. Verstellen Sie sich, um zu gefallen, dann fällt das früher oder später auf Sie zurück.

 

 

 

19. Fettnäpfchen

 

Einst wollte eine Praktikantin den Small Talk mit einer Klientin in Gangbringen. Dazu wählte Sie die Frage „Wann ist es denn soweit?“. Zugegeben, der Bauch der ansonsten schlanken Frau hätte mich auch fast zu dieser Frage veranlasst. Als die Antwort „Was?“ zu hören war, wusste ich, weshalb ich solche Fragen nicht stelle. Halten Sie lieber Abstand vor derlei Fettnäpfchen. Und haben Sie ausreichend Humor und Wohlwollen sich selbst gegenüber, wenn es geschehen ist.

 

 

 

Und selbst?

 

Nutzen Sie diese Tipps für deinen Small Talk. Gekonnter Small Talk ist ein guter Ausgangspunkt, um Beziehungen zu beginnen und zu pflegen. Üben Sie oder wenn Sie das auch gleich mit Ihrem Selbstmarketing verbinden wollen, rufen Sie mich an.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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Wie stehen Sie zu Small Talk? Alles nur BlaBla oder wertvoller Bestandteil zwischenmenschlicher Kommunikation? Wie halten Sie es selbst mit Small Talk? Was tun Sie, damit er für Sie und Ihre Gesprächspartner angenehm ist?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Das ist die Kunst des Gesprächs:
alles zu berühren und nichts zu vertiefen. Oscar Wilde

Artikel zum Thema Kommunikation

Salamitaktik erkennen: Wenn kleine Zugeständnisse zu weit führen

Salamitaktik verändert Vereinbarungen Schritt für Schritt. Erfahre, wie du schleichende Entwicklungen erkennst, Grenzen schützt und bewusst entscheidest.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2013
Überarbeitung: 28. Juni 2020
AN: #4339
Ü:

Small Talk in Zeiten von Corona: Zeitverschwendung, Ärgernis oder …?

Small Talk in Zeiten von Corona: Zeitverschwendung, Ärgernis oder ...?

Small Talk, Plauderei, Plausch, ... Zeitverschwendung, Ärgernis oder ...?
Corona-Müdigkeit

Small Talk seit Corona

 

Gekonnter Small Talk gilt als ein guter Ausgangspunkt, um Beziehungen zu pflegen, ein Netzwerk aufzubauen. Doch seit Corona hat sich hier einiges verändert. Es fiel vorher schon unterschiedlich leicht, doch jetzt … Was ist geschehen, was brauchen wir?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

 

Ooops

 

Leichter ist es nicht gerade geworden mit dem Small Talk. Eine harmlos klingende Frage an der falschen Stelle und Gespräche sind beendet, bevor sie richtig begonnen haben. Besonders schnell wird das deutlich bei Themen rund um Corona. Fragen nach der Boosterung und ähnlichen explosiven Themen, machen schnell deutlich, dass aus unverbindlicher Annäherung schnell eine dauerhafte persönliche Ablehnung werden kann. Oops!

 

 

 

Small Talk, Plauderei, Plausch, …

 

Im Grunde sollte  es ganz einfach sein: Small Talk ist der gekonnte Start, um Beziehungen zu anderen Menschen zu knüpfen. Egal ob privat, auf Messen, beim Geschäftsessen, auf der Reise oder beim Vorstellungsgespräch: Wenn andere Sie mögen, öffnen sich Ihnen viele neue Möglichkeiten. Doch worüber reden, wenn es nichts Dringendes zu sagen gibt? Wie mit Menschen ins Gespräch kommen, über die wir nichts wissen? Wie die Sprachlosigkeit überwinden? Gewusst wie; zeigen Sie sich spontan und gesprächsbereit. Im Artikel17 Tipps für wirklich guten Small Talk: Von wegen nur BlaBla  erhalten Sie dazu ein paar Anregungen, damit Sie und Ihre Gesprächspartner solche Situationen angenehm nutzen. Allerdings scheint es heute schwerer geworden zu sein.

 

 

 

Small Talk seit Corona

 

Was ist geschehen, weshalb reagieren so viele Menschen beim Thema Small Talk so verkrampft?

 

 

 

Tabu

 

Schon vor Corona galten einige Themen als Tabu. Tod, Religion, Sex, Geld oder Politik stehen seit einer Weile auf der Warntafel. Themen, die Werte verletzen, Wut hervorrufen oder grundsätzlich Konflikte verursachen können, haben im Small Talk nichts zu suchen. Profis setzen beim Small Talk um Konsens, da haben Reizthemen und negative Bewertungen keinen Platz.

 

 

 

Entwöhnung

 

Hand aufs Herz; die Corona-Zeit hat mich nicht gerade extravertierter gemacht. Es geht wohl auch anderen Menschen so. Wie lange es dauert, bis ich leichte (oder untertreibe ich da?) autistische Züge abgelegt habe, steht noch in den Sternen. Soziale Kontakte sind für viele Menschen seltener geworden. Etwas Aufwärmtraining wird uns guttun.

 

 

 

Videokonferenzen statt Präsenz?

 

Viele Menschen haben sich an die Videokonferenzen gewöhnt. Doch anstatt die Möglichkeiten zu erkunden, werden Zusammenkünfte via Internet noch weitgehend als Ersatz empfunden. Schade, den es ginge deutlich besser, wenn die Vorteile und Eigenarten dieser Treffen genutzt werden würden. So wird häufig auf Small Talk verzichtet und mitunter ist zu hören, die Treffen auf dem Gang und an der Kaffeemaschine würden vermisst. Es wird einfach davon ausgegangen, dass so etwas nicht auch auf diesem Wege möglich wäre. Ist das so oder nur eine Ausrede?

 

 

 

Glaubensfragen

 

Viele Menschen empfinden Small Talk mittlerweile so angenehm, wie einen Spaziergang auf einem Minenfeld. Das Thema Corona und die unterschiedlichen Meinungen zum Umgang damit schweben selbst unausgesprochen über Gesprächen. Und wehe, es kommt zur Sprache. Dann drohen die aufgestauten Emotionen zu explodieren. Wer will das schon um die Ohren gehauen bekommen? Das ist dann kein Gespräch mehr über den besten Urlaubsort, sondern ein Glaubensbekenntnis. Seit dem ersten Lockdown haben viele Bundesbürger ihr Studium der Epidemiologie abgeschlossen und Widerrede wird mit allen verfügbaren Mitteln geahndet. Schnell kommt es zum dauerhaften Bruch. Von Leichtigkeit ist da keine Spur mehr.

 

 

 

Was noch?

 

Das sind meine bisherigen Gedanken zu den Veränderungen beim Small Talk seit Corona. Gibt es noch weitere Aspekte und was können wir tun, um die Chancen zu nutzen?

P.S.

 

Wie stehen Sie zu Small Talk? Was hat sich seit Corona verändert, ist es schwieriger geworden? Was tun Sie, damit es für Sie und Ihre Gesprächspartner angenehm ist?

Artikel zum Thema Kommunikation

Salamitaktik erkennen: Wenn kleine Zugeständnisse zu weit führen

Salamitaktik verändert Vereinbarungen Schritt für Schritt. Erfahre, wie du schleichende Entwicklungen erkennst, Grenzen schützt und bewusst entscheidest.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

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Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

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Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

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Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

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Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

 

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Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

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→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Das ist die Kunst des Gesprächs:
alles zu berühren und nichts zu vertiefen. Oscar Wilde

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 14. Februar 2022
Überarbeitung: 14. Februar 2022
AN: #9339
Ü:

Innere Kündigung: 10 Schritte zurück in die Handlungsfähigkeit

Innere Kündigung

10 Schritte zurück in die Handlungsfähigkeit
Raus aus der Falle: Tipps bei innerer Kündigung

Innere Kündigung: 10 Schritte zurück in die Handlungsfähigkeit

 

Wenn du innerlich längst gegangen bist und trotzdem jeden Morgen zur Arbeit fährst

 

Du funktionierst noch.

Du erledigst, was erforderlich ist.

Du erscheinst zu Meetings.

Beantwortest Nachrichten.

Machst deine Arbeit.

Und innerlich bist du immer weniger dabei.

Der Sonntagabend fühlt sich schwer an.

Montagmorgen beginnt mit Widerstand.

Du zählst die Stunden bis zum Feierabend.

Neue Ideen lösen kaum noch Interesse aus.

Vielleicht denkst du:

„Ich will hier einfach meine Ruhe haben.“

Das wird häufig als innere Kündigung bezeichnet.

Für mich ist dabei eine Sache besonders wichtig:

Innere Kündigung ist weniger ein Charakterfehler als ein Signal.

Etwas in deiner beruflichen Situation passt seit längerer Zeit kaum noch.

Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger:

„Wie zwinge ich mich wieder zu mehr Motivation?“

Sondern:

„Was ist hier aus dem Gleichgewicht geraten – und was kann ich jetzt gestalten?“

 

 

 

Was bedeutet innere Kündigung?

 

Von innerer Kündigung sprechen wir, wenn Menschen formal weiterhin in ihrem Arbeitsverhältnis bleiben und sich emotional zunehmend davon zurückziehen.

Das kann sich zeigen durch:

geringeres Engagement,

weniger Eigeninitiative,

innere Distanz,

Zynismus,

Dienst nach Vorschrift,

weniger Interesse an Entwicklung,

und den Wunsch, möglichst wenig zusätzliche Energie in die Arbeit zu investieren.

Von außen kann jemand weiterhin zuverlässig funktionieren.

Innerlich hat sich die Beziehung zur Arbeit längst verändert.

 

 

 

Innere Kündigung beginnt häufig lange vor dem Rückzug

 

Die wenigsten Menschen wachen morgens auf und beschließen:

„Ab heute ist mir alles egal.“

Häufig gibt es eine Vorgeschichte.

Vielleicht hast du dich lange engagiert.

Ideen eingebracht.

Verantwortung übernommen.

Probleme angesprochen.

Auf Veränderung gehofft.

Und irgendwann entstand der Eindruck:

Es verändert sich ohnehin kaum etwas.

Dann wird Rückzug zur verständlichen Reaktion.

 

 

 

Was steckt dahinter?

 

Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein.

Zum Beispiel:

fehlende Anerkennung,

geringer Gestaltungsspielraum,

unklare Erwartungen,

dauerhafte Überlastung,

Unterforderung,

Konflikte,

schwierige Führung,

mangelnde Fairness,

fehlende Entwicklungsmöglichkeiten,

Wertekonflikte,

Vertrauensverlust,

oder die Erfahrung, mit eigenen Ideen kaum etwas bewirken zu können.

Deshalb hilft weniger die pauschale Forderung:

„Motivier dich wieder.“

Zuerst braucht es Klarheit darüber, was die Motivation überhaupt verdrängt hat.

 

 

 

Innere Kündigung oder Erschöpfung?

 

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Wer erschöpft ist, kann ebenfalls:

weniger Initiative zeigen,

sich zurückziehen,

reizbarer werden,

weniger Freude empfinden,

oder morgens kaum noch Energie für die Arbeit haben.

Dann liegt die zentrale Aufgabe möglicherweise weniger in Karriereplanung und stärker in Regeneration und angemessener Unterstützung.

Auch anhaltende Niedergeschlagenheit, Schlafprobleme, starke Ängste oder deutliche körperliche Beschwerden verdienen Aufmerksamkeit.

Dein Zustand liefert wichtige Informationen darüber, welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

 

 

 

1. Nimm das Signal ernst

 

Innere Kündigung verschwindet häufig weniger dadurch, dass du noch einige Monate die Zähne zusammenbeißt.

Frage dich:

Seit wann geht es mir so?

Was hat sich verändert?

Welche Ereignisse waren entscheidend?

Was fehlt mir heute?

Was kostet mich besonders viel Energie?

Damit wird aus diffusem Frust eine Situation, die sich untersuchen lässt.

 

 

 

2. Trenne Arbeitsplatz und Beruf

 

Vielleicht denkst du:

„Ich habe einfach keine Lust mehr auf meinen Beruf.“

Das kann stimmen.

Es kann ebenso sein, dass du vor allem diese konkrete Konstellation satt hast.

Diese Führungskraft.

Dieses Team.

Diese Aufgabenverteilung.

Diese Unternehmenskultur.

Diese Arbeitsbedingungen.

Frage deshalb:

Wie würde ich dieselbe Tätigkeit unter guten Bedingungen erleben?

Und:

Was genau möchte ich wirklich hinter mir lassen?

Diese Unterscheidung kann sehr viel verändern.

 

 

 

3. Finde den eigentlichen Verlust

 

Innere Kündigung entsteht häufig dort, wo etwas Wesentliches verloren gegangen ist.

Vielleicht:

Sinn.

Einfluss.

Anerkennung.

Fairness.

Lernen.

Zugehörigkeit.

Autonomie.

Vertrauen.

Perspektive.

Frage:

Was war früher vorhanden, das heute fehlt?

Und:

Was müsste sich verändern, damit wieder mehr Beteiligung möglich wäre?

 

 

 

4. Prüfe deinen tatsächlichen Einfluss

 

Frust lässt Situationen schnell unveränderbar erscheinen.

Deshalb lohnt sich eine nüchterne Bestandsaufnahme.

Was kannst du selbst verändern?

Welche Aufgaben lassen sich anders gestalten?

Welche Gespräche stehen aus?

Welche Verantwortung könntest du neu klären?

Welche Zusammenarbeit lässt sich verändern?

Welche Weiterbildung eröffnet Möglichkeiten?

Welche internen Wechsel sind denkbar?

Welche Optionen außerhalb des Unternehmens existieren?

Handlungsfähigkeit beginnt dort, wo aus „alles“ wieder einzelne beeinflussbare Faktoren werden.

 

 

 

5. Sprich über das, was sich verändern soll

 

Wenn eine Veränderung innerhalb des Unternehmens grundsätzlich denkbar ist, braucht sie häufig ein Gespräch.

Mit Führungskraft.

Personalverantwortlichen.

Projektleitung.

Oder anderen relevanten Personen.

Bereite dieses Gespräch sorgfältig vor.

Weniger:

„Ich bin total unzufrieden.“

Konkreter:

„Ich möchte über meine aktuelle Arbeitssituation und mögliche Veränderungen sprechen.“

Dann:

Was funktioniert?

Was fehlt?

Welche Auswirkungen hat die gegenwärtige Situation?

Was möchtest du verändern?

Was wäre ein realistischer nächster Schritt?

Klarheit erhöht die Chance auf konkrete Antworten.

 

 

 

6. Formuliere Bedingungen statt allgemeiner Wünsche

 

„Ich möchte wieder motivierter sein“ lässt sich schwer verhandeln.

Konkreter sind Bedingungen.

Zum Beispiel:

mehr Verantwortung in einem bestimmten Bereich,

klarere Prioritäten,

weniger parallele Projekte,

mehr Entscheidungsspielraum,

regelmäßiges Feedback,

eine andere Aufgabenverteilung,

Weiterbildung,

ein interner Wechsel,

oder ein klarer Entwicklungspfad.

Frage dich:

Welche drei Veränderungen hätten für mich den größten Unterschied?

 

 

 

7. Prüfe deine Erwartungen

 

Manchmal liegt ein Teil der Unzufriedenheit auch in Erwartungen, die sich verändert haben.

Vielleicht war ein Arbeitsplatz früher passend.

Heute brauchst du etwas anderes.

Mehr Gestaltung.

Mehr Sinn.

Mehr Freiheit.

Mehr Verantwortung.

Oder weniger davon.

Das bedeutet weniger, dass damals jemand einen Fehler gemacht hat.

Menschen entwickeln sich.

Ein Arbeitsplatz kann einmal richtig gewesen sein und später weniger passen.

 

 

 

8. Hol dir zusätzliche Perspektiven

 

Wer lange frustriert ist, denkt zunehmend innerhalb derselben Schleifen.

Dann helfen Menschen, die weder alles schönreden noch deinen Frust weiter anheizen.

Gute Gesprächspartner helfen dir:

Zusammenhänge zu erkennen.

Annahmen zu prüfen.

Möglichkeiten zu sehen.

Prioritäten zu klären.

und Konsequenzen realistischer einzuschätzen.

Das kann ein vertrauter Mensch sein.

Ein Mentor.

Oder ein unabhängiger professioneller Sparringspartner.

 

 

 

9. Entwickle echte Alternativen

 

Allein das Wissen, dass du Optionen hast, verändert häufig schon deine innere Position.

Prüfe:

Welche anderen Aufgaben gibt es im Unternehmen?

Welche Arbeitgeber wären interessant?

Welche Fähigkeiten sind übertragbar?

Welche Kontakte kannst du reaktivieren?

Welche Weiterbildung erweitert deine Möglichkeiten?

Wie sieht dein finanzieller Spielraum aus?

Welche Veränderungen sind innerhalb der nächsten sechs oder zwölf Monate realistisch?

Eine Alternative muss weniger sofort umgesetzt werden, um dir Handlungsspielraum zu geben.

 

 

 

10. Entscheide bewusst über Bleiben oder Gehen

 

Manchmal lässt sich eine Situation verändern.

Manchmal wird nach ehrlicher Prüfung deutlich:

Hier passt es für mich dauerhaft weniger.

Dann kann ein Wechsel ein sehr guter Schritt sein.

Die entscheidende Frage lautet weniger:

„Wie lange halte ich das noch aus?“

Hilfreicher:

„Welche Option eröffnet mir unter den realen Bedingungen die beste Zukunft?“

Vielleicht lautet die Antwort:

bleiben und neu gestalten.

intern wechseln.

Arbeitszeit verändern.

Aufgaben verändern.

einen Übergang vorbereiten.

oder das Unternehmen verlassen.

Eine Kündigung ist weniger Niederlage als eine mögliche strategische Entscheidung.

 

 

 

Vorsicht vor der Fluchtentscheidung

 

Großer Frust macht schnelle Auswege attraktiv.

„Ich kündige morgen.“

„Ich mache mich einfach selbstständig.“

„Irgendetwas anderes wird schon besser sein.“

Ein neuer Weg kann hervorragend sein.

Er gewinnt an Qualität, wenn du ihn bewusst vorbereitest.

Was möchtest du erreichen?

Welche Risiken gibt es?

Welche finanziellen Voraussetzungen brauchst du?

Welche Alternativen hast du?

Wie realistisch ist das gewünschte Szenario?

Weg von etwas ist ein Anfang. Hin zu etwas schafft Richtung.

 

 

 

Die Selbstständigkeit als Ausweg?

 

Selbstständigkeit kann großartig passen.

Sie kann mehr Freiheit, Gestaltung und Verantwortung ermöglichen.

Und sie bringt eigene Anforderungen mit:

Akquise.

Finanzen.

Unsicherheit.

Organisation.

Verantwortung.

Selbstführung.

Deshalb würde ich Selbstständigkeit weniger als Flucht aus einem schlechten Arbeitsplatz betrachten.

Interessanter ist:

Passt diese Arbeitsform tatsächlich zu dem Leben, das du gestalten möchtest?

 

 

 

Quiet Quitting und innere Kündigung

 

Heute wird häufig von Quiet Quitting gesprochen.

Die Begriffe überschneiden sich teilweise und meinen trotzdem weniger exakt dasselbe.

Wer bewusst entscheidet:

„Ich erfülle meinen Arbeitsvertrag zuverlässig und schütze gleichzeitig meine Freizeit.“

hat weniger automatisch innerlich gekündigt.

Gesunde Grenzen können ausgesprochen sinnvoll sein.

Innere Kündigung beschreibt eher einen emotionalen Rückzug, bei dem Interesse, Verbundenheit und Gestaltung zunehmend verloren gehen.

Grenzen sind etwas anderes als Resignation.

 

 

 

Weniger Engagement kann auch eine Grenze sein

 

Gerade Menschen, die über Jahre sehr viel gegeben haben, fragen sich manchmal:

„Bin ich innerlich gekündigt oder höre ich gerade auf, mich ständig zu überfordern?“

Das ist eine wichtige Frage.

Wenn du künftig:

Überstunden reduzierst,

Verantwortung klarer verteilst,

Feierabend respektierst,

oder weniger Aufgaben übernimmst, als dein Vertrag vorsieht,

kann das Teil einer gesünderen Selbstführung sein.

Die entscheidende Frage lautet:

Entsteht daraus mehr Klarheit und Energie – oder immer mehr innere Leere?

 

 

 

Ein 7-Fragen-Check

 

Wenn du gerade kaum weißt, was du tun sollst, beantworte diese Fragen:

1. Was genau macht mich an meiner derzeitigen Arbeitssituation unzufrieden?

2. Welche Aspekte funktionieren weiterhin gut?

3. Was müsste sich verändern, damit Bleiben wieder attraktiv wird?

4. Welche dieser Veränderungen kann ich beeinflussen?

5. Welche Gespräche oder Entscheidungen schiebe ich bereits länger auf?

6. Welche realistischen Alternativen habe ich?

7. Wenn ich heute frei entscheiden könnte: Welche Richtung würde ich ernsthaft prüfen?

Schreib die Antworten auf.

Gedanken verändern sich, wenn sie sichtbar werden.

 

 

 

Was du weniger brauchst: Selbstvorwürfe

 

Innere Kündigung kann Scham auslösen.

Vielleicht kennst du dich als engagierten Menschen.

Und plötzlich erkennst du dich selbst kaum wieder.

Frage dich weniger:

„Was stimmt mit mir gerade nicht?“

Hilfreicher:

„Was versucht mir dieser Zustand mitzuteilen?“

Vielleicht braucht deine Arbeit Veränderung.

Vielleicht dein Umgang damit.

Vielleicht beides.

 

 

 

Auch Unternehmen tragen Verantwortung

 

Innere Kündigung ist weniger ausschließlich Privatsache der Beschäftigten.

Führung, Kultur und Arbeitsbedingungen beeinflussen Engagement erheblich.

Menschen brauchen je nach Rolle beispielsweise:

  • Orientierung.
  • Fairness.
  • Gestaltungsspielraum.
  • angemessene Herausforderungen.
  • Feedback.
  • Entwicklung.
  • und das Gefühl, dass ihr Beitrag Bedeutung hat.

Wer dauerhaft erlebt, dass Initiative kaum Wirkung hat, zieht sich häufig irgendwann zurück.

Das ist auch eine Führungsfrage.

 

 

 

Für Führungskräfte: Innere Kündigung früher erkennen

 

Bei Mitarbeitenden können Hinweise sein:

auffällig weniger Initiative,

Rückzug aus Diskussionen,

sinkendes Interesse an Entwicklung,

zunehmender Zynismus,

weniger Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen,

oder der Satz:

„Ist mir inzwischen egal.“

Dann hilft weniger sofortige Kritik an mangelnder Motivation.

Besser:

Was hat sich verändert?

Was erlebt diese Person?

Was lässt sich beeinflussen?

Manchmal lässt sich viel retten, wenn das Gespräch früh genug stattfindet.

 

 

 

Unterstützung bei innerer Kündigung und beruflicher Neuorientierung

 

Wenn du schon lange zwischen:

„Ich halte durch“

und

„Ich muss hier raus“

pendelst, kann eine unabhängige Perspektive hilfreich sein.

Wir können gemeinsam sortieren:

Was ist tatsächlich das Problem?

Was lässt sich verändern?

Was möchtest du erhalten?

Welche Optionen gibt es?

Welche Annahmen solltest du überprüfen?

Welche Entscheidung passt zu deinen Prioritäten?

Und wie kannst du den nächsten Schritt so gestalten, dass er weniger aus Frust und stärker aus Klarheit entsteht?

→ Unterstützung bei wichtigen beruflichen Entscheidungen

Wenn zunächst ein schwieriges Gespräch mit Führungskraft oder Arbeitgeber bevorsteht:

→ Vorbereitung wichtiger Gespräche

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Innere Kündigung bedeutet weniger:

„Ich bin faul geworden.“

Vielleicht sagt ein Teil von dir vielmehr:

„So möchte ich auf Dauer weniger weiterarbeiten.“

Das ist eine wichtige Information.

Du musst daraus weder morgen kündigen noch dich für weitere Jahre ergeben.

Du kannst beginnen, genauer hinzuschauen.

Was fehlt?

Was ist möglich?

Was möchtest du?

Und welchen ersten Schritt kannst du beeinflussen?

Aus innerer Kündigung darf wieder eine äußere Entscheidung werden.

Eine Entscheidung für Veränderung.

Für einen neuen Umgang mit deiner Arbeit.

Oder für einen neuen Weg.

Video

20 Tipps bei innerer Kündigung – Raus aus der Falle und zurück zur Motivation

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist innere Kündigung?

Innere Kündigung beschreibt einen zunehmenden emotionalen Rückzug vom Arbeitsplatz, während das formale Arbeitsverhältnis bestehen bleibt.

Woran erkenne ich, dass ich innerlich gekündigt habe?

Mögliche Hinweise sind dauerhaft sinkendes Interesse, emotionale Distanz, kaum Eigeninitiative, Zynismus und das Gefühl, bei der Arbeit innerlich lediglich noch Zeit abzusitzen.

Ist Dienst nach Vorschrift bereits innere Kündigung?

Weniger automatisch. Wer vereinbarte Aufgaben zuverlässig erfüllt und gleichzeitig gesunde Grenzen schützt, kann sehr bewusst handeln. Entscheidend ist die innere Beziehung zur Arbeit.

Ist Quiet Quitting dasselbe wie innere Kündigung?

Die Begriffe überschneiden sich, unterscheiden sich jedoch. Quiet Quitting kann bewusstes Begrenzen der Arbeitsleistung auf den vereinbarten Rahmen bedeuten. Innere Kündigung beschreibt stärker emotionalen Rückzug und Resignation.

Sollte ich bei innerer Kündigung meinen Job wechseln?

Ein Wechsel kann sinnvoll sein. Zuvor lohnt sich häufig eine strukturierte Prüfung: Was verursacht die Situation, was lässt sich verändern und welche Alternativen sind tatsächlich attraktiv?

Sollte ich mit meiner Führungskraft sprechen?

Wenn eine Veränderung innerhalb des Unternehmens möglich erscheint, kann ein gut vorbereitetes Gespräch ein wichtiger Schritt sein.

Was ist, wenn ich wirtschaftlich auf meinen Arbeitsplatz angewiesen bin?

Dann wird Strategie besonders wichtig. Ein sofortiger Wechsel ist weniger die einzige Option. Du kannst parallel Belastung reduzieren, Handlungsspielräume prüfen und Alternativen Schritt für Schritt aufbauen.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Kennst du das Phänomen der inneren Kündigung?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 15. April 2019
AN: #371
K: CNA
Ü:

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Umgang mit unterschiedlichen Angreifern und grundsätzliche Tipps (keinerlei Rechtsberatung!)

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Typen von Mobbern

 

Anregungen zum Umgang mit unterschiedlichen Angreifern bei Mobbing. Mobber unterscheiden und konstruktiv reagieren. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an entsprechende juristische Experten.

Video

Videobeitrag im Schnitt!

Überblick

 

 

 

 

 

Mobbing am Arbeitsplatz

 

Auch wenn es verlockt, Standardrezepte zu präsentieren; jeder Fall ist einzigartig und für den Betroffenen sehr ernst. Insofern können solche Beiträge Anregungen liefern und dafür sensibilisieren, aktiv zu werden anstatt vor sich hin zu leiden bzw. ebenfalls in den Kleinkrieg zu ziehen. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich an entsprechende juristische Experten.

 

 

 

Mobber

 

In Beiträgen liefere ich Anregungen zum Umgang mit unterschiedlichen Angreifern bei Mobbing. Wenn ich von Mobbern spreche, dann im Plural, denn Mobber können sowohl Frauen als auch Männer sein. Dieser Beitrag hilft dabei, Mobber zu unterscheiden und konstruktiv zu reagieren.

 

 

 

3 Typen von Angreifern

 

Dumme Sprüche, leere Floskeln, wohl dosierte Beleidigungen und Tritte unter der Gürtellinie gehören zum Berufsalltag wie die Wespen zum Hochsommer. Ihr Nutzen ist nur schwer nachvollziehbar, ihre Wirkung auf die Stimmung ist fatal. Kollegen aus der Hölle gibt es leider immer wieder mal, doch Mobber gehen einen Schritt weiter. Zu verbalen Attacken neigen in erster Linie Menschen, die nicht souverän in sich ruhen und emotionale Probleme haben. Menschen mit einem hohen Selbstwert bedienen sich nicht solcher Mittel. Mögliche Motive von Mobbern sind Neid, Machthunger, Versagensängste und Bosheit. Eine grobe Unterteilung in Typen:

 

 

1. Der Aggressive

 

Der Aggressive wartet mit scharfen Sprüchen, miesen Beleidigungen und im schlimmsten Fall mit Handgreiflichkeiten auf.

 

 

Mögliche Strategie: Setzen Sie auf Ruhe und Standhaftigkeit.

 

Scheuen Sie nicht vor deutlichen Zurechtweisungen zurück, aber erwarten Sie kein Mitleid. Sorgen Sie dafür, dass Zeugen anwesend sind. Wichtig: sachlich bleiben, klare Aussagen machen, Niveau halten. Hüten Sie sich vor Entgleisungen, auch wenn’s schwerfällt.

 

 

 

2. Der Hinterhältige

 

Der Hinterhältige treibt sein böses Spiel im Verborgenen. Er zieht andere auf seine Seite, streut Gerüchte und macht dabei ein freundliches Gesicht.

 

 

Mögliche Strategie: Nicht ins Bockshorn jagen lassen!

 

Bringen Sie Licht in dunkle Machenschaften, aber führen Sie keinen Rachefeldzug. Angesagt ist eine offensive Transparenz-Strategie: Weihen Sie möglichst andere Kollegen in laufende Vorgänge ein, formulieren Sie Richtigstellungen laut und deutlich vor Zeugen. Ein gewisser Kampfgeist kann jedoch nicht schaden. Lächelnder Triumph über abgewiesene Attacken kann als emotionales Polster für kommende Attacken dienen.

 

 

 

3. Der Blockierer

 

Der Blockierer verweigert Gespräche, vermeidet Grußformeln und provoziert durch vorenthaltene Informationen zu Fehlern.

 

 

Mögliche Strategie: Grüßen Sie weiter, als gäbe es kein Gestern.

 

Weisen Sie den Betreffenden auch vor Zeugen darauf hin, wenn Arbeitsabläufe durch einen Informationsstau gestört werden.

Unvermeidlich: Zur eigenen Absicherung solltest du Abläufe sorgfältig dokumentieren, schriftliche Absprachen treffen und Informationsflüsse kontrollieren.

Tipps bei Mobbing

 

In einigen Beiträgen finden Sie Tipps und Anregungen zum Umgang mit Mobbern und Mobbing.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

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Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
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  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2016
Überarbeitung: 8. Juli 2019
AN: #4333376
K: CNB
Ü:

20 Tipps zum Umgang mit schwierigen Kollegen

20 Tipps zum Umgang mit schwierigen Kollegen

Wege zu einem angenehmeren Miteinander im Büro
Tipps zum Umgang mit schwierigen Kollegen

Umgang mit schwierigen Kollegen

 

Kollegen können eine Bereicherung sein. Es gibt allerdings auch schwierige Kollegen. Was tun? Hier sind 20 Tipps für den Umgang mit anstrengender Kollegen.

Video

https://youtu.be/cvGSunKZOzw

20 Tipps für den Umgang mit schwierigen Kollegen

 

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ Ob Friedrich Schiller bei diesem Ausspruch (Wilhelm Tell) von seinen Kollegen inspiriert wurde?

So oder so: Feindselige und aggressive Kollegen können einen aus dem Gleichgewicht und in die Defensive drängen. Das ist nicht schön. Ob beabsichtigt oder nicht; es ist anstrengend. Dauernörgler, Erbsenzähler, Trittbrettfahrer, Besserwisser, Intriganten: Wer solche Kollegen hat, braucht keine weiteren Feinde.

Was tun? Ein Sprichwort soll einen Hinweis geben: Love it, change it or leave it! Schön und gut, aber gibt es auch konkretere Tipps? Ja, und sie folgen auf dem Fuße:

 

 

 

1. Selbstreflexion

 

Was genau stört Sie an der Person des Anstoßes und deren Verhalten?

Kratzt das Verhalten oder die alleinige Anwesenheit eines Kollegen an etwas, das Sie mit sich selbst klären sollten? Persönliche Unterschiede, Neid und negative Gefühle können Gründe dafür sein, dass Sie einem Kollegen gegenüber voreingenommen sind. Vielleicht ist die andere Person gar nicht so unausstehlich, wie Sie meinen. Machen Sie sich bewusst, dass es Charaktereigenschaften der anderen Person sein können, über die Sie sich ärgern. Doch die können Sie nicht wirklich ändern. Ein Teil des Konflikts könnte an Ihrer Wahrnehmung oder Ihren Vorurteilen liegen. Die Welt ist ein Spiegel! Ran an die Klärung.

 

Hilfreiche Fragen zur Klärung:

  • Welchen Anteil habe ich daran?
  • Was genau nervt mich an dieser Person?
  • Wie verhält sich die Person mir gegenüber?
  • Sind wir uns zu unähnlich oder etwa zu ähnlich?
  • Inwieweit entspricht wohl die Interpretation auch der Absicht des Kollegen?
  • Erinnert mich dieser Mensch an eine Person, mit der ich keine guten Erfahrungen gemacht habe?
  • Bin ich neidisch auf die Position des Anderen?

 

Klärung erfolgt? Das Universum hat manchmal eine sehr eigene Art von Humor. Vielleicht will es uns dabei helfen, ständig zu lernen. Wobei wir auf manche Lerngelegenheit wohl gerne verzichten würden, oder? Wie die Leute in der Gegend von Weingarten mit weichem „L“ so gerne sagen; „Nicht schlagen, schütteln!“. Nur das so etwas heute üblicherweise die Firmenpolitik nicht erlaubt. Spielverderber! Was tun?

 

 

 

2. Die positive Absicht sehen

 

Die Grundannahme: Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht zugrunde. Bei einem Konflikt ist das allerdings schwerer zu akzeptieren. Trotzdem lohnt es sich, dieser Annahme zu folgen:. Was bezweckt der Kollege oder die Kollegin mit dem Verhalten? Wozu soll es gut sein? Ob bewusst oder unbewusst; hinter dem Verhalten steckt eine Absicht, ein vermeintlicher Nutzen – der oft einseitig ausfällt, wenn überhaupt. Allerdings bedeutet Verständnis für die positive Absicht hinter einem unangenehmen Verhalten nicht unbedingt auch die Bereitschaft, unangebrachtes Verhalten zu ertragen. Hilfreicher ist es herauszufinden, ob es Möglichkeiten gibt, andere Wege zu deren Realisierung zu finden, die weniger Schaden anrichten. Hinweise erhalten wir auch durch die Einteilung der Störenfriede in Kategorien.

 

 

 

3. Typen unterscheiden

 

Überhaupt, was für schwierige Kollegen gibt es? In einem eigenen Beitrag finden Sie eine holzschnittartige Unterteilung häufiger Nervzwerge: 9 Typen von schwierigen Kollegen. So können Sie deren Eigenarten berücksichtigen. Was bei einem Persönlichkeitstyp gut funktioniert, kann bei einem anderen nach hinten losgehen. Das gilt ganz besonders bei narzisstischen Persönlichkeiten.

 

 

 

4. Besondere Vorsicht bei Narzissten

 

Wieso her ein besonderer Hinweis auf Narzissten beziehungsweise Menschen mit narzisstischer Tendenzen? Weil es ein so unterschätztes Thema ist und viele ansonsten gute Empfehlungen bei solchen Personen oft nicht wirken, sondern die Situation noch verschlimmern. Deswegen finden Sie auch in zahlreichen Beiträgen Hinweise, wie Sie solche Leute erkennen und wie Sie sich schützen können.

 

 

 

5. Klärendes Gespräch

 

In einem gut vorbereiteten Gespräch können Sie Ihre Position in Form von Ich-Botschaften darlegen. Drohungen, Vorwürfe und Anschuldigungen stellen Sie lieber zurück, das wäre wie Benzin auf die Glut gießen. Es würde nur Widerstand fördern. Dann lieber aktives Zuhören auf Augenhöhe!

Wenn Sie im Gespräch nicht weiterkommen, vertagen Sie mit festem Folgetermin. Krampf führt zu mehr Krampf! Mitunter kann dann ein Moderator helfen.

Wenn Ihre bisherigen Anläufe wirkungslos waren, sagen Sie sachlich unter vier Augen oder in Anwesenheit eines neutralen Moderators, was genau Sie am Verhalten des Anderen stört und was Sie sich für Ihre Zusammenarbeit wünschen.

 

 

 

6. Kontern

 

Mit den hierfür geeigneten Techniken der Schlagfertigkeit sorgen Sie dafür, dass unfaire Angriffe sich nicht lohnen. Wer zulässt ständig verbal bzw. psychisch attackiert zu werden, lädt dadurch zu weiteren Angriffen ein.

Aber Achtung: In der Regel ist nicht die Hau-drauf-Schlagfertigkeit, sondern professionelle Schlagfertigkeit gefragt. Üblicherweise macht Vergeltung die Sache nicht leichter, sondern legt die Basis für eine schwelende Blutfehde im Büro.

Mehr zu professioneller Schlagfertigkeit erfahren Sie hier.

 

 

 

7. Respekt

 

Achten Sie darauf, dass Ihr Gegenüber nicht sein Gesicht verliert. Legen Sie Respekt an den Tag, selbst wenn Ihnen eine noch so clevere Entgegnung auf der Zunge liegt. Auf verbrannter Erde wächst lange Zeit nichts mehr.

Lieber sein lassen: Im Eifer des Gefechts werden alte Fehler hervorgekramt, die keine echte Relevanz haben, aber eine Klärung erschweren. Und auch der Druckabbau durch persönliche Beleidigungen wird im Vergleich zum Schaden oft überschätzt.

8. Zuerst durchatmen

 

Manches ist sogar dann schwer zu glauben, wenn es vor den eigenen Augen geschieht. Lassen Sie sich trotzdem nicht durch eine Antwort oder eine Reaktion der anderen Person provozieren, sondern nehmen Sie eine Bedenkzeit und reagieren Sie sachlich. Wenn Sie das Gefühl haben angegriffen worden zu sein, oder wenn Sie sich innerlich aufregen, dann atmen Sie erst einmal tief durch. Wenn in einer unerwarteten Konfliktsituation Stresshormone große Teile des vergleichsweise moderneren Gehirnbereichs lahmlegen und das Reptiliengehirn übernimmt, räumen Sie lieber das Sonntagsgeschirr zur Seite. Unbedachte Reaktionen können die Situation unnötig verschärfen.

 

 

 

9. Grenzen setzen

 

Lassen Sie den Kollegen wissen, dass es bestimmte Verhaltensweisen und Handlungen gibt, die für Sie nicht akzeptabel sind. Signalisieren Sie ohne unnötig überzogene Drohungen, wann und wo welche Grenze überschritten wird. Achten Sie auf eine angemessene Einschätzung der Eskalationsstufe.

 

 

 

10. Lieber nicht Lästern

 

Verständlich ja, hilfreich nein. Es mag zwar ein menschlicher Impuls sein, durch etwas Lästern Druck abzulassen, doch förderlich ist das nicht. Das stört das Betriebsklima, ist somit wenig professionell und es verhärtet die Fronten. Außerdem senkt es Ihr Ansehen, da es als ein Zeichen fehlender Souveränität betrachtet wird. „Was kümmert es die Eiche, wenn sich eine Sau an ihr reibt?“

 

 

 

11. Perspektive erkunden

 

Wie wäre es für Sie, wenn Sie Ihren schwierigen Kollegen besser und vor allem von einer anderen Seite kennenlernen? Nutzen Sie Situationen wie die Wartezeit am Fahrstuhl oder am Kopierer für einen Smalltalk. Versetzen Sie sich in die Lage der anderen Person. Erkunden Sie die Position. Die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln und sich in eine andere Person hineinzuversetzen, ist eine Grundkompetenz für gutes und respektvolles Miteinander. So erfahren Sie mehr über Ihren Störenfried und zeigen Interesse am Anderen. Dabei ist bei absichtlich bösen Zeitgenossen allerdings auch Vorsicht geboten! Reden Sie weniger und hören Sie mehr zu.
Die Einsichten sorgen nicht nur für mehr Verständnis, sondern helfen auch, die eigenen Interessen besser zu vertreten.

 

 

 

12. Konsistenz

 

Wenn erforderlich: Wiederholen Sie Ihren Standpunkt immer und immer wieder, unabhängig davon, was die andere Person behauptet. Lassen Sie sich nicht in die Defensive drängen. Beharren Sie möglichst gelassen auf Ihrem Standpunkt, bis es auch der ignoranteste Kollege versteht.

 

 

 

13. Abstand gewinnen

 

Die Bemühungen tragen keine Früchte? Dann lernen Sie Abstand zu nehmen! Wenn das räumlich nicht möglich ist; zumindest mental.

Auch wenn Sie schwierigen Kollegen angemessen distanziert gegenübertreten, solltest du sich respektvoll verhalten, selbst dann, wenn Sie meinen, dass er das nicht verdient hat. Respekt und Wertschätzung sind Investitionen, mit denen Sie die Grundlage für eine gute Beziehung schaffen und sich selbst treu bleiben.

 

 

 

14. Zustandsmanagement

 

Achten Sie auf Ihre Souveränität. Zu viel Adrenalin macht es nicht leichter. Gerade im Eifer eines Gefechts gilt es, in einem möglichst balancierten Zustand zu bleiben. Wir lassen uns doch nicht so leicht aus dem Gleichgewicht bringen, oder? Also locker bleiben!

Leichter gesagt, als getan? Ja, gerade die Stimme und Körpersprache führen ihr Eigenleben. Anstatt so zu tun, als ob; achten Sie lieber auf Ihre innere Haltung. Das ist einfacher und glaubwürdiger!

Bewahren Sie Haltung: Ein sicherer Stand ist besser als gelebte Wankelmütigkeit. Achten Sie auf ruhige Bewegungen statt fahrige oder aggressive Gesten. Zu schnelles Sprechen ist ein Anzeichen von Nervosität und Schwäche. Ruhiges, betontes Sprechen vermittelt Sicherheit. All das funktioniert am besten von innen nach außen. Ihre innere Haltung zählt.

Im angestrebten Zustand haben Sie Ihr Gleichgewicht und kennen Ihren Standpunkt. Sie zu provozieren, funktioniert nicht. Angriffe sind zwecklos!

Je aufgeräumter Sie sind, desto weniger Chancen haben andere Menschen Ihre empfindlichen Knöpfe zu drücken, Sie zu manipulieren.

 

 

 

15. Verantwortung übernehmen

 

Übernehmen Sie Verantwortung. Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, gestehen Sie ihn ein. Sorgen Sie für klare Verhältnisse. Wobei Verantwortung zu übernehmen nicht gleichbedeutend mit Schuldübernahme ist; es bedeutet in erster Linie die Bereitschaft zur Gestaltung.

 

 

 

16. Die eigenen Werte kenne und ihnen trau bleiben

 

Zugegeben, manche Zeitgenossen sind eine Herausforderung für die Fähigkeit Wohlwollen zu pflegen. Doch anstatt sich von solchen Testcharakteren dazu hinreisen zu lassen, es ihnen gleichzutun und sich zu revanchieren, ist das die Gelegenheit zu zeigen, wie wir tatsächlich zu unseren Werten stehen.

 

 

 

17. Halleluja

 

Glücklicherweise gibt es ja nicht nur die Kollegen aus der Hölle, sondern auch die anderen, die Geschenke des Himmels und die vielen im Zwischenfeld natürlich auch. Wie wäre es, den bereichernden Zeitgenossen häufiger die verdiente Wertschätzung zukommen zu lassen?

 

 

 

18. Reframing

 

Wie wäre es mit Reframing, also Umdeutung. Manchmal hilft schon so ein Gedanke, wie; „Wer im Leben den nächsten Level erreicht, bekommt anspruchsvollere Trainingspartner!“.

 

 

 

19. Fliegende Affen

 

Achten Sie darauf, wer möglicherweise fiesen Kollegen in die Hände spielt. Sogenannte fliegende Affen, englisch Flying Monkeys, dienen manipulativen Zeitgenossen als Handlanger. Um mehr über Sie zu erfahren und Sie zu beeinflussen, verkleiden sie sich als freundliche Kollegen. Bleiben Sie offen und aufmerksam.

 

 

 

20. Unterstützung

 

Lassen Sie sich unterstützen, dafür gibt es Experten.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Wie sorgen Sie für ein angenehmes Miteinander?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins. Marie von Ebner-Eschenbach

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 14. Dezember 2015
Überarbeitung: 8. Juni 2020
AN: #989224
K: CNB
Ü:

Schwarzer-Peter-Spiel

Schwarzer-Peter-Spiel

Rollen, in die Sie nicht wollen.

Blödes Spiel

 

Wer zieht den Schwarzen Peter?

Schwarzer-Peter-Spiel

 

Wird für ein Problem ein Schuldiger gesucht, statt nach einer Lösung, dann beginnt häufig das Schwarzer-Peter-Spiel. Dabei geht es selten darum, die tatsächlich verantwortlichen Personen zu finden, sondern das persönlich günstigste Opfer. Solange es jemand anderen trifft, ist es egal, wer (in Anlehnung an das Kartenspiel) den Schwarzen Peter zieht. Pech gehabt!

Also wird nach einem Schuldigen (Bauernopfer) gesucht, dem es in die Schuhe geschoben werden kann. Es ist oft ein Ablenkungsmanöver, zumal die Lösung des Problems dabei gerne erst einmal zurückgestellt wird.

Video

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P.S.

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #453
K: CNB
Ü:

Narzissten in Führungspositionen

Narzissten in Führungspositionen

Der erste Eindruck täuscht, Narzissten richten Schaden an.

Narzissten in Führungspositionen

 

Weshalb sind so viele Narzissten in Führungspositionen und welche Folgen hat das?

Video

Das tun, wenn dein Chef Narzisst ist | #narzissmus

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Narzissten in Führungspositionen

 

Es finden sich überproportional viele Narzissten in Führungspositionen. Machtstreben und die Bereitschaft erforderlichen Aufwand zu betreiben, um relevante Menschen zu beeindrucken sind typisch bei Narzissmus. Allerdings täuscht der schöne Schein, narzisstische Persönlichkeiten richten Schäden an.

 

 

 

Risikobereitschaft

 

Eine häufige Stärke narzisstischer Persönlichkeiten ist ihr kompromissloser Wille zum Ergebnis zu kommen. Ihre fehlende Fähigkeit zur Selbstreflexion lässt kein Risikobewusstsein zu. Dadurch bringen sie Vorhaben und Innovationen voran.

 

 

 

Außendarstellung

 

Mit ihrer Ausstrahlung können Narzissten mitreißend wirken. In guten Ausprägungen oder Momenten kann es Narzissten gelingen, anderen Menschen Orientierung zu liefern und sie zu inspirieren.

Da sie ihrer Außendarstellung viel Aufmerksamkeit widmen, gelangen sie häufiger in verantwortliche Positionen.

 

 

 

Anteil an Spitzenpositionen

 

Der Anteil von Menschen mit narzisstischen Tendenzen dürfte in Führungspositionen, bis hinein in die Geschäftsführung, deutlich über dem Gesamtdurchschnitt in der Bevölkerung liegen.

 

 

 

Narzissmus und Narzissten

 

Ihre mitunter als Charisma empfundene Ausstrahlung kann sehr beflügelnd wirken. Hinter der blendenden Fassade verbirgt sich allerdings oft ein schwieriger Mensch. Wenn Sie dem Beitrag „36 Hinweise, um Narzissten zu erkennen.“ Aufmerksamkeit widmen, werden Sie vermutlich einige Aha-Momente haben.

 

 

 

Folgen

 

Jemand hat vermutlich Gründe gehabt, weshalb eine narzisstische Persönlichkeit in eine Führungsposition gelangt ist. Menschen mit narzisstischen Strukturen bringen nicht nur Nachteile mit sich. Nicht alle Narzissten sind inkompetent. Einige Projekte profitieren sehr von Narzissten. Allerdings wird auch dabei oft ein beachtlicher Schaden angerichtet, der oft erst zeitverzögert spürbar wird.

Da sie keine echten vertrauensvollen Beziehungen aufrechterhalten und Feedback annehmen können, ist ihr Blick sehr eingeschränkt. Die fehlenden sozialen Kompetenzen und die Selbstüberschätzung haben Folgen. Doch noch immer wird das Thema Narzissmus und dessen Bedeutung weitgehend unterschätzt.

Das Bewusstsein für Ursachen und Zusammenhänge bei narzisstischen Persönlichkeiten ist noch Mangelware.

 

 

 

Narzissten in Führungspositionen

 

Anfangs verkaufen sich Narzissten noch als Bereicherung. Sie verstellen sich gegenüber jenen Personen, bei denen sie einen guten Eindruck machen wollen, solange es für sie von Vorteil ist. Dann legen sie immer häufiger ihre Maske ab und der Schaden wird größer und größer.

Meist sind jene Personen, die eingreifen könnten, noch zu geblendet von der zur Schau gestellten Selbstdarstellung und den Versprechungen. Wird der wahre Charakter erkannt, ist es in der Regel schon sehr spät.

 

 

 

Was tun?

 

Was Sie tun können, wenn sich Personen in Führungspositionen als Narzissten entpuppen?

Sie könnten damit beginnen, sich den Beitrag „42 Tipps für die Kommunikation mit Narzissten‘ anzusehen.“ Dann können Sie sich Unterstützung für den Umgang mit Narzissten suchen. Und das schnellstens, denn es ist leichter Problemen vorzubeugen, als sie zu korrigieren. Narzissten sind äußerst empfindlich und vergessen auch vermeintliche Schmach niemals. Narzisstische Persönlichkeiten empfinden selbst nachvollziehbares konstruktives Feedback als persönliche Beleidigung und wollen sich für solche Unverschämtheiten revanchieren. Und dabei kennen sie wenig Hemmungen.

 

 

 

Erschwerte Bedingungen

 

Vieles, das in anderen Situationen zur guten Kommunikation und Beziehungspflege geeignet ist, verschlimmert Situationen, an denen Narzissten beteiligt sind. Bei zwischenmenschlichen Konflikte gehen Narzissten nicht fair ans Werk. Wenn sie es für erforderlich halten, nehmen sie auch eigene Nachteile in Kauf. Das kann beachtlichen Schaden anrichten, kann ganze Unternehmen und die beteiligten Menschen in den Ruin treiben.

Für juristische Fragen wenden Sie sich an entsprechende Experten. Damit Sie die kommunikativen und psychologischen Möglichkeiten berücksichtigen, bin ich für Sie da.

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Thema? Sind Ihnen Narzissten in Führungspositionen begegnet? 

Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)

 

 

Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?

 

Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.

Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.

 

Private Beziehungen

 

Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?

Dann können wir gemeinsam betrachten:

  • Was geschieht zwischen euch?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Wo liegen deine Grenzen?
  • Welche Möglichkeiten hast du?
  • Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?

Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:

  • Interessen.
  • Macht.
  • Verantwortung.
  • Kommunikation.
  • Karriere.
  • Reputation.
  • Wirtschaftliche Konsequenzen.

Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben

 

Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.

Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.

Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.

Du fühlst dich dauerhaft angespannt.

Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.

Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.

→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Wir können Verhaltensweisen betrachten.

Muster erkennen.

Dynamiken verstehen.

Auswirkungen einordnen.

Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.

 

 

 

Hinweis zu rechtlichen Fragen

 

Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.

 

 

 

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Artikel zu Narzissten und Narzissmus

Warum du dich für deine Bedürfnisse schämst | Narzissmus

Warum schämst du dich nach einer narzisstischen Beziehung für deine Bedürfnisse? Erfahre, wie Scham entsteht und wie du wieder mehr Selbstachtung entwickelst.

10 Strategien, wie Sie garantiert berühmt werden!

10 Strategien, wie Sie garantiert berühmt werden!

Berühmt oder berüchtigt, Hauptsache bekannt? Na klar, wo und wie ist egal! Wer will sich schon mit Nebensächlichkeiten beschäftigen?
Der Zweck heiligt die Mittel. Und wenn es nur 5 Minuten flüchtiger Ruhm sind; besser als NICHTS, oder?

mehr lesen
12 Schwachstellen von Narzissten

12 Schwachstellen von Narzissten

Bei aller Grandiosität und Unfehlbarkeit, wo vermeintlicher Glanz, da ist auch Schatten, viel Schatten: Hochmut, Arroganz, Rücksichtlosigkeit und einige weitere Eigenschaften gelten als typisch für narzisstische Zeitgenossen. Einige der Eigenschaften sind nicht nur für Zielpersonen und Umfeld unangenehm. In diesem Beitrag geht es um zwölf Schwachstellen von Narzissten.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 4. August 2013
Überarbeitung: 10. September 2020
English version: https://www.karstennoack.com/narcissists-in-leadership-positions/
AN: #672
K: CNC
Ü:

17 Tipps für den Weg von der Selbstständigkeit in die Anstellung

17 Tipps: Genug Selbstständigkeit, zurück in die Anstellung?

Empfehlungen, für den Weg zurück in ein Angestelltenverhältnis (Freiberufler und Selbstständige)

Es gibt drei Sorten von Menschen: solche, die sich zu Tode sorgen; solche, die sich zu Tode arbeiten; und solche, die sich zu Tode langweilen.

Winston Churchill

 

 

 

Von der Selbstständigkeit in die Anstellung

 

Es gibt viele Gründe, weshalb Selbstständige und Freiberufler in ein Angestelltenverhältnis wollen. Doch es warten zahlreiche Hürden auf dem Weg dorthin. Personalverantwortliche beurteilen Selbstständige kritischer. In diesem Artikel habe ich für Sie 17 Tipps vorbereitet, worauf Sie achten sollten.

Genug Selbstständigkeit, zurück in die Anstellung?

 

Es gibt viele Gründe, weshalb Selbstständige und Freiberufler in ein Angestelltenverhältnis wollen. Doch es warten zahlreiche Hürden auf dem Weg dorthin. Personaler beurteilen Selbstständige kritischer.

Hier habe ich für Sie einige Empfehlungen, worauf Sie achten sollten, wenn Sie wieder ein festes Gehalt anstreben:

 

 

 

17 Tipps, für den Weg zurück in ein Angestelltenverhältnis

 

 

1. Gute Gründe für den Wechsel

 

Arbeiten Sie gute Gründe heraus, weshalb Sie in die Anstellung wechseln wollen. Machen Sie deutlich, welche Fähigkeiten Sie mitbringen und heben Sie hervor, inwieweit das Unternehmen von Ihrer Mitarbeit im entsprechenden Job profitiert.

 

 

 

2. Rechtfertigungsdruck

 

Bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche lohnt sich auch die Erkundung möglicher Einwände. Im Gespräch selbst ist der Fokus auf die Vorteile für das Unternehmen wichtiger. Doch immer wieder haben Bewerber:innen den Eindruck, sie müssten sich rechtfertigen. Im Coaching ist das immer wieder Thema, bis es endlich aufgelöst wird. Gut zu wissen: Wenn Sie nicht infrage kommen würden, hätten Sie vermutlich keine Einladung für ein Vorstellungsgespräch bekommen.

 

 

 

3. Rollenwechsel

 

Legen Sie dar, weshalb der Rollenwechsel für Sie und das Unternehmen von Vorteil ist. Wieso sind Sie in der Lage, sich in den Unternehmensstrukturen mit ihren Hierarchien zurechtzufinden? Schließlich sind Sie ja selbstständiges Entscheiden gewohnt und da wird leicht befürchtet, Sie könnten diese Freiheit zu sehr vermissen oder in alte Muster verfallen.

 

 

 

4. Überzeugungen

 

Viele Bewerber:innen leiden unter Selbstzweifeln. Sie kannten das Bewerbungsgespräch oft von der anderen Seite und die neue Situation verunsichert leicht. Wer dann noch die Aufgabe der Selbstständigkeit selbst als Scheitern empfindet, wird zumindest unbewusst ein anderes Verhalten an den Tag legen.

 

 

 

5. Gehaltsforderung

 

Oft ohnehin schon ein heikles Thema: das Gehalt. Bei der Umrechnung der bisherigen Einnahmen auf ein Angestelltengehalt gilt es einige Faktoren zu berücksichtigen. Machen Sie sich einen detaillierten Überblick.

 

 

 

6. Vorteile aus der Selbstständigkeit

 

Welche Vorteile hat das Unternehmen, von Ihren gesammelten Erfahrungen und Netzwerken? Setzen Sie auf die Stärken. Selbstständigen wird oft positiv unterstellt, sie würden unternehmerisch denken können, Durchsetzungskraft haben, Eigeninitiative zeigen etc.

 

 

 

7. Geschäftserfolg nicht übertreiben

 

Ach, war das paradiesisch in der Selbstständigkeit. Vorsicht: Wenn alles so traumhaft in der Selbstständigkeit war, weshalb solltest du dann zurück in die Anstellung wollen? Und selbst, wenn Sie diese Frage beantworten können, darf der potenzielle Arbeitgeber nicht den Eindruck haben, er wäre nur Ihre zweite Wahl.

 

 

 

8. Chefhaltung

 

Schon bei den Bewerbungsfotos ist Vorsicht angesagt. Wer das Foto als Chef von der Selbstdarstellung der Homepage verwendet, wirkt schnell dominant. Etwa verschränkte Arme senden die falsche Botschaft. Welchen Status Sie vermitteln wollen, orientiert sich am besten an der angestrebten Position und Unternehmenskultur.

 

 

 

9. Teamfähigkeit

 

Je nach Position unterschiedlich wichtig; Teamfähigkeit. Hier wird Selbstständigen häufiger unterstellt, es mangle ihnen daran. Wenn das ein Thema ist, liefern Sie Hinweise, wie und wo Sie bisher die Arbeit im Team praktiziert haben.

 

 

 

10. Referenzen statt Arbeitszeugnis

 

Wer redet schon gerne selbst von sich in anpreisender Weise? Arbeitszeugnisse dürfen das, wenn es realistisch klingt. Als Unternehmer können Sie sich kaum selbst ein Zeugnis schreiben. Andere Bewerber:innen können das der Bewerbung beifügen. Das ist eine gute Methode, um von sich reden zu machen.

Sie können bisherige Auftraggeber:innen und Geschäftspartner:innen um Referenzen bitten.

 

 

 

11. Nachhaltigkeit

 

Wenn Arbeitgebende meinen, Sie würden nur aus Not in ein Angestelltenverhältnis, fehlt das Vertrauen. Schließlich wird oftmals erst eine Menge in neue Mitarbeiter:innen investiert, bis sie vollständig einsatzbereit sind. Wenn dann schon wieder vom nächsten Anlauf in die Selbstständigkeit geträumt wird …

 

 

 

12. Beratungsmarkt

 

Der Bereich mit den wenigsten Vorbehalten gegenüber bisherigen Selbstständigen ist die Beratungsbranche. Wie wäre es, hier anzuklopfen?

 

 

 

13. Selbstmarketing

 

Je besser das eigene Selbstmarketing ist, desto attraktiver sind Sie für Ihre Wunscharbeitgeber. Wenn Sie schon während der Selbstständigkeit an Ihrem guten Ruf gearbeitet haben, zahlt sich das auch hier aus.

 

 

 

14. Professionelle Unterstützung

 

Lassen Sie sich auf dem Weg möglichst frühzeitig unterstützen, der erste Eindruck im Bewerbungsprozess zählt. Das gilt nicht nur für eingereichte Bewerbungsunterlagen, sondern für alle Informationen, die über Sie verfügbar sind.

Selbst diejenigen Bewerber:innen, die bisher gewohnt waren, Vorstellungsgespräche auf der anderen Seite des Tisches zu führen, wundern sich oft, wie anders es selbst als Bewerber:innen ist. Die gründliche Vorbereitung der Vorstellungsgespräche lohnt sich.

 

 

 

15. Vorsicht vor Aktionismus

 

Wenn Sie entschieden haben Ihre Selbstständigkeit aufzugeben, sollte die dann erforderlichen Schritte sorgfältig geplant werden. Hektischer Aktionismus verschärft Ihr Problem noch zusätzlich. Selbst unzureichende Einnahmen liefern ihren Beitrag. Fallen diese Einnahmen weg, kann es schneller eng werden. Das erschwert Ihre Ausgangsposition.

 

 

 

16. Rechts- und Steuerberatung

 

Beachten Sie die je nach Rechtsform geltenden Anforderungen bei Beendigung Ihrer Selbstständigkeit. Entsprechende Ansprechpartner sind Rechtsanwälte und Steuerberater.

 

 

 

17. Alternativen

 

Manchmal ist der Wald vor all den Bäumen nicht deutlich genug zu erkennen. Mitunter gibt es Alternativen, die bisher übersehen wurden. Hier bietet sich frühzeitig ein Coaching an, in dem die Perspektiven und Optionen erkundet werden.

 

 

 

Fazit

 

Selbstständige, die zurück ins Angestelltenverhältnis möchten, müssen dafür besonders gute Argumente liefern. Oft mehr als andere Bewerber:innen. Es lauern einige Vorbehalte auf der Arbeitgeberseite gegenüber bisherigen Selbstständigen und Freiberuflern:innen. Doch wer sich und seine Erfahrungen überzeugend präsentieren kann, hat durchaus Chancen auf einen Seitenwechsel. Die Vorbereitung sollte, im Vergleich zu anderen Bewerber:innen:innen, etwas umfangreicher sein.

P.S.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Entscheidung gemacht von der Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis zu wechseln?

 

 

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Artikel rund um die Selbstständigkeit

Verantwortungsverschiebung im Unternehmen

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. April 2003
Überarbeitung: 29. Juli 2020
AN: #451199

5 Tipps gegen Lampenfieber im Vorstellungsgespräch

5 Tipps gegen Lampenfieber im Vorstellungsgespräch

Nervös vor dem Vorstellungsgespräch?
5 Tipps bei Lampenfieber im Vorstellungsgespräch

5 Tipps bei Lampenfieber im Vorstellungsgespräch

 

Du bist gut vorbereitet.

Du kennst deinen Lebenslauf.

Du weißt, warum du die Stelle möchtest.

Und trotzdem steigt kurz vor dem Vorstellungsgespräch die Nervosität.

Der Puls wird schneller.

Der Mund trockener.

Die Gedanken springen.

Und plötzlich fühlt sich eine einfache Frage wie

„Erzählen Sie uns doch etwas über sich“

deutlich schwieriger an als zu Hause.

Das ist keine Seltenheit.

Ein Vorstellungsgespräch ist eine Bewertungssituation.

Und je wichtiger dir die Stelle ist, desto stärker kann dein Körper darauf reagieren.

Das Ziel muss weniger sein, vollkommen entspannt in das Gespräch zu gehen.

Entscheidend ist, dass du trotz Aufregung auf deine Fähigkeiten, Erfahrungen und Gedanken zugreifen kannst.

 

 

 

Warum Vorstellungsgespräche Lampenfieber auslösen können

 

Ein Vorstellungsgespräch besitzt mehrere Merkmale, die Anspannung fördern können.

Du wirst beobachtet.

Du wirst bewertet.

Du kennst die Fragen weniger vollständig.

Du möchtest einen guten Eindruck hinterlassen.

Und das Ergebnis hat möglicherweise erhebliche Bedeutung für deine berufliche Zukunft.

Damit entsteht leicht der Gedanke:

„Ich muss jetzt überzeugen.“

Aus diesem Wunsch kann schnell Druck werden.

Hilfreicher ist eine andere Perspektive:

Ein Vorstellungsgespräch ist weniger eine Prüfung deiner gesamten Persönlichkeit.

Es ist ein Gespräch darüber, ob Aufgabe, Organisation und du zueinander passen.

 

 

 

Tipp 1: Bereite Orientierung vor – weniger perfekte Antworten

 

Viele Menschen versuchen vor einem Vorstellungsgespräch, möglichst viele Antworten auswendig vorzubereiten.

Das scheint Sicherheit zu geben.

Es kann jedoch ein neues Problem erzeugen.

Sobald eine Frage anders formuliert wird als erwartet, beginnt die Suche nach der vorbereiteten Antwort.

Dann klingt das Gespräch schnell gelernt oder der rote Faden geht verloren.

Bereite deshalb weniger vollständige Sätze vor.

Bereite deine Orientierung vor.

 

Du solltest klar beantworten können:

  • Wer bin ich beruflich?
  • Was kann ich besonders gut?
  • Welche Erfahrungen sind für diese Aufgabe relevant?
  • Warum interessiert mich genau diese Position?
  • Warum könnte ich für diese Organisation interessant sein?
  • Welche Beispiele belegen meine Aussagen?

Damit besitzt du Material, aus dem du flexibel antworten kannst.

 

Die Selbstvorstellung

Gerade die Frage:

„Erzählen Sie uns etwas über sich.“

löst bei vielen Menschen unnötigen Stress aus.

Dabei ist sie gut vorbereitbar.

Eine hilfreiche Struktur ist:

Heute → relevante Erfahrung → warum diese Rolle.

Zum Beispiel:

„Aktuell leite ich … Zuvor habe ich … Besonders relevant für diese Position ist … Genau deshalb interessiert mich die Aufgabe bei Ihnen.“

Du brauchst weniger einen auswendig gelernten Monolog.

Du brauchst einen klaren roten Faden.

 

 

 

Tipp 2: Verändere die Bedeutung des Gesprächs

 

Je stärker du denkst:

„Dieser Job muss es werden.“

desto größer kann der Druck werden.

Plötzlich entscheidet dieses eine Gespräch scheinbar über:

deine Karriere.

deinen Wert.

deine Zukunft.

Das ist eine enorme Last für einen Termin von vielleicht 60 Minuten.

Eine realistischere Perspektive lautet:

Du möchtest diese Stelle gerne bekommen.

Und gleichzeitig prüfst auch du, ob diese Aufgabe zu dir passt.

Das verändert deine Rolle.

Du bist weniger Bittsteller.

Du bist Gesprächspartner.

 

Stell dir selbst Fragen

Zum Beispiel:

  • Möchte ich mit diesen Menschen arbeiten?
  • Passt die Aufgabe zu meinen Stärken?
  • Wie wird hier geführt?
  • Welche Erwartungen bestehen wirklich?
  • Was bedeutet Erfolg in dieser Rolle?

Damit verschiebt sich die Aufmerksamkeit.

Weg von:

„Wie schaffe ich es, dass sie mich mögen?“

Hin zu:

„Finden wir gemeinsam heraus, ob das hier passt?“

 

 

 

Tipp 3: Richte deine Aufmerksamkeit stärker auf das Gespräch als auf dich selbst

 

Lampenfieber zieht Aufmerksamkeit nach innen.

Plötzlich beobachtest du:

Wie sitze ich?

Wie klingt meine Stimme?

Sind meine Hände ruhig?

Wirke ich nervös?

War diese Antwort gut?

Was denkt die andere Person gerade?

Diese Selbstbeobachtung kostet Aufmerksamkeit.

Und genau diese Aufmerksamkeit brauchst du für:

  • Zuhören
  • Verstehen
  • Nachdenken
  • Antworten
  • Nachfragen

Stell dir deshalb während des Gesprächs weniger die Frage:

„Wie wirke ich gerade?“

Hilfreicher:

„Was möchte mein Gegenüber gerade wirklich wissen?“

Und:

„Welche meiner Erfahrungen ist dafür relevant?“

 

Ein Vorstellungsgespräch ist Dialog

Gerade unter Lampenfieber wird daraus leicht eine Prüfungssituation.

Frage.

Antwort.

Nächste Frage.

Das erzeugt zusätzlichen Druck.

Du darfst:

  • nachfragen
  • einen Gedanken kurz sortieren
  • Beispiele anbieten
  • Interesse zeigen
  • selbst Fragen stellen

Je mehr Gespräch entsteht, desto weniger fühlt sich die Situation wie ein Verhör an.

 

 

 

Tipp 4: Reguliere den Körper – ohne gegen die Nervosität zu kämpfen

 

Vielleicht bemerkst du kurz vor dem Gespräch:

  • Herzklopfen
  • trockenen Mund
  • schnellere Atmung
  • kalte oder feuchte Hände
  • Muskelspannung
  • Unruhe

Die erste Reaktion lautet häufig:

„Das muss weg.“

Dann beginnt der Kampf gegen den eigenen Körper.

Und jedes Symptom bekommt zusätzliche Bedeutung.

Hilfreicher ist:

Die Aktivierung darf da sein.

Du kannst sie gleichzeitig etwas regulieren.

 

Vor dem Gespräch

Plane genug Zeit ein.

Vermeide, gehetzt anzukommen.

Wenn möglich, geh einige Minuten.

Bewegung kann helfen, überschüssige Aktivierung zu regulieren.

→ Bewegung bei Lampenfieber

 

Atmung

Atme weniger besonders tief.

Atme ruhiger.

Du kannst die Ausatmung für einige Atemzüge leicht verlängern.

Dann richte deine Aufmerksamkeit wieder nach außen.

→ Atembremse bei Lampenfieber

 

Im Gespräch

Reduziere dein Sprechtempo etwas.

Beende deine Sätze.

Lass kurze Pausen zu.

Du musst weniger jede Sekunde mit Sprache füllen.

Eine kurze Denkpause wirkt häufig souveräner als eine hektische Antwort.

 

 

 

Tipp 5: Bereite schwierige Momente vor

 

Ein großer Teil des Lampenfiebers entsteht weniger aus dem Gespräch selbst.

Er entsteht aus der Frage:

„Was, wenn etwas schiefgeht?“

Dann lohnt sich konkrete Vorbereitung.

Was, wenn du eine Frage nicht verstehst?

Frag nach.

Zum Beispiel:

„Wenn ich Sie richtig verstehe, geht es Ihnen vor allem um …?“

Oder:

„Können Sie kurz erläutern, auf welchen Aspekt Sie besonders hinausmöchten?“

 

Was, wenn du die Antwort nicht sofort weißt?

Du darfst nachdenken.

Zum Beispiel:

„Das ist eine gute Frage. Ich sortiere das gerade kurz.“

Dann antwortest du.

 

Was, wenn dir kein Beispiel einfällt?

Du kannst sagen:

„Ich möchte Ihnen dafür ein gutes Beispiel geben. Einen Moment.“

Das ist besser als ein beliebiges Beispiel nur deshalb, weil Stille unangenehm erscheint.

 

Was, wenn du eine Frage nicht beantworten kannst?

Erfinde weniger eine Antwort.

Du kannst transparent sein.

Zum Beispiel:

„Damit habe ich bisher weniger praktische Erfahrung. Vergleichbar war bei mir jedoch folgende Situation …“

Damit zeigst du Ehrlichkeit und Transferfähigkeit.

 

Was, wenn du den Faden verlierst?

Geh zurück zu deiner Struktur.

Zum Beispiel:

„Der entscheidende Punkt ist …“

Oder:

„Lassen Sie mich das noch einmal klar zusammenfassen.“

Professionalität zeigt sich weniger darin, dass nichts Unerwartetes passiert.

Sie zeigt sich darin, wie du damit umgehst.

 

 

 

Bonus: Bereite deine eigenen Fragen vor

 

Eigene Fragen sind weniger nur der höfliche Abschluss des Gesprächs.

Sie zeigen, wie du denkst.

Und sie helfen dir, selbst eine gute Entscheidung zu treffen.

Zum Beispiel:

  • „Was wären in den ersten sechs Monaten die wichtigsten Ziele?“
  • „Woran würden Sie nach einem Jahr erkennen, dass die Besetzung erfolgreich war?“
  • „Welche Herausforderungen sind aktuell in dieser Rolle besonders relevant?“
  • „Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den wichtigsten Schnittstellen?“
  • „Welche Erwartungen hat die direkte Führungskraft an diese Position?“

Je höher die Position, desto wichtiger werden deine Fragen.

 

 

 

Was hilft weniger?

 

Alles auswendig lernen

Das erhöht häufig die Angst, etwas zu vergessen.

Bereite Gedanken vor.

Weniger Wortfolgen.

 

So tun, als wäre dir die Stelle egal

Du musst dir weniger einreden:

„Ist mir vollkommen egal.“

Wenn die Stelle wichtig ist, darf sie wichtig sein.

Das Ziel ist weniger Gleichgültigkeit.

Das Ziel ist ein realistischer Umgang mit Bedeutung.

 

Die Nervosität vollständig verstecken wollen

Menschen dürfen vor einem wichtigen Gespräch etwas angespannt sein.

Meist fällt dir deine eigene Nervosität ohnehin deutlich stärker auf als deinem Gegenüber.

 

Alkohol oder Beruhigungsmittel auf eigene Faust

Davon würde ich abraten.

Sie können Wahrnehmung, Denken, Reaktionsfähigkeit und Wirkung beeinträchtigen.

Bei medizinischen Fragen zu Medikamenten ist eine ärztliche Beratung der richtige Rahmen.

 

 

 

Was, wenn du deine Nervosität ansprichst?

 

Manche Menschen möchten gleich zu Beginn sagen:

„Entschuldigen Sie, ich bin ziemlich nervös.“

Das kann menschlich wirken.

Es ist jedoch selten notwendig.

Wenn die Nervosität sehr offensichtlich wird und du sie kurz benennen möchtest, halte es leicht.

Zum Beispiel:

„Die Position interessiert mich sehr, deshalb ist heute etwas zusätzliche Spannung dabei.“

Und dann zurück zum Gespräch.

Du brauchst weniger eine lange Erklärung.

 

 

 

Online-Vorstellungsgespräch

 

Online kommen zusätzliche Faktoren hinzu.

Kamera.

Technik.

Das eigene Bild auf dem Bildschirm.

Weniger direkte Rückmeldung.

Prüfe vorher:

  • Kamera
  • Mikrofon
  • Internetverbindung
  • Bildhintergrund
  • Licht
  • Benachrichtigungen
  • benötigte Unterlagen

Wenn dich die eigene Videoansicht stark ablenkt, kann es hilfreich sein, sie nach dem technischen Check auszublenden.

→ Lampenfieber bei Online-Meetings und Videokonferenzen

 

 

 

Ist Lampenfieber im Vorstellungsgespräch ein schlechtes Zeichen?

 

Nein.

Es zeigt zunächst, dass die Situation Bedeutung für dich hat.

Ein wenig Aktivierung kann dich sogar wacher und fokussierter machen.

Problematisch wird es eher, wenn der innere Druck so groß wird, dass du kaum noch auf vorhandene Fähigkeiten zugreifen kannst.

Dann lohnt sich ein genauerer Blick.

 

 

 

Wenn Vorstellungsgespräche regelmäßig starke Angst auslösen

 

Ein einzelnes wichtiges Vorstellungsgespräch kann viel Nervosität auslösen.

Wenn du jedoch regelmäßig:

  • extreme Angst vor Bewerbungsgesprächen erlebst
  • Bewerbungen vermeidest
  • berufliche Chancen deshalb nicht wahrnimmst
  • schon lange vorher stark belastet bist
  • ausgeprägte Angst vor Bewertung in vielen Situationen kennst

dann sollte genauer geprüft werden, ob mehr als gewöhnliches Lampenfieber beteiligt ist.

→ Ursachen von Redeangst und Lampenfieber

 

 

 

Vorbereitung auf ein wichtiges Vorstellungsgespräch

 

Wenn dir eine konkrete Position besonders wichtig ist, können wir das Gespräch realistisch vorbereiten.

Zum Beispiel:

  • Selbstvorstellung
  • Motivation
  • kritische Fragen
  • berufliche Wechsel
  • Führungserfahrung
  • Stärken und Entwicklungsfelder
  • Gehaltsfragen
  • eigene Fragen
  • Körpersprache
  • Lampenfieber
  • realistische Gesprächssimulation

→ Vorstellungsgespräch professionell vorbereiten

 

 

 

Besonders wichtig bei Führungs- und Executive-Positionen

 

Je höher die angestrebte Position, desto stärker verändert sich häufig auch das Gespräch.

Dann geht es weniger nur um:

„Kann diese Person die Aufgabe fachlich erledigen?“

Zusätzlich geht es um:

  • Führung
  • Urteilsvermögen
  • strategisches Denken
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Kommunikation auf C-Level
  • Selbstreflexion
  • persönliche Wirkung

Für entsprechend verantwortungsvolle Rollen lohnt sich deshalb eine Vorbereitung, die weit über typische Standardfragen hinausgeht.

 

 

 

Welcher Rahmen gilt?

 

Für klassische berufliche Entwicklung und die Vorbereitung von Fach- und Führungskräften unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 der passende Rahmen sein.

Bei konkreten High-Stakes-Auswahlverfahren mit hoher beruflicher Tragweite erfolgt die Zusammenarbeit im EXECUTIVE SPARRING.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 

 

 

Eine kurze Vorbereitung direkt vor dem Gespräch

 

Fünf Minuten vorher brauchst du weniger neue Informationen.

Mach stattdessen Folgendes:

  1. Stell beide Füße stabil auf den Boden.
  2. Atme einige Male ruhig aus.
  3. Erinnere dich an deine drei wichtigsten Botschaften.
  4. Richte die Aufmerksamkeit auf das Gespräch statt auf deine Symptome.
  5. Geh mit einer echten Frage hinein: Passt diese Aufgabe zu mir?

Das reicht.

Jetzt musst du weniger perfekt sein.

Du musst ansprechbar bleiben für das, was du kannst und weißt.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn ein wichtiges Vorstellungsgespräch bevorsteht und Lampenfieber deine Vorbereitung oder deinen Auftritt deutlich beeinflusst, beschreibe mir bei deiner Anfrage kurz:

  • welche Position du anstrebst
  • wann das Gespräch stattfindet
  • welche Gesprächsphase oder Frage dir besonders Druck macht
  • wie sich das Lampenfieber zeigt
  • was du erreichen möchtest
  • ob das Gespräch online oder in Präsenz stattfindet

Dann können wir direkt mit deiner tatsächlichen Situation arbeiten.

→ Vorstellungsgespräch vorbereiten

 

 

 

Fazit: Du gehst weniger in eine Prüfung als in ein Gespräch

 

Natürlich möchtest du überzeugen.

Und natürlich wirst du bewertet.

Gleichzeitig bewertest auch du.

Eine gute Vorbereitung hilft dir deshalb weniger dabei, eine perfekte Rolle zu spielen.

Sie hilft dir, auch unter Spannung Zugriff auf das zu behalten, was du tatsächlich mitbringst.

Deine Erfahrung.

Deine Fähigkeiten.

Deine Fragen.

Und deine Persönlichkeit.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 1. Juli 2026