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Ist es wirklich eine gute Idee, um jeden Preis Kritik zu vermeiden? Welchen Wert kann Kritik haben?
Um Kritik zu vermeiden sage nichts, tue nichts, sei niemand.
Aristoteles
Kritik zu vermeiden, wirkt im ersten Moment wie ein cleverer Selbstschutz. Einfach nicht auffallen, still bleiben, unter dem Radar fliegen – das scheint sicher. Doch selbst wer sich klein macht, ist nicht davor gefeit, auf Ablehnung zu stoßen.
Und ganz ehrlich: Wäre das überhaupt ein wünschenswertes Leben? Ein Weg ohne Reibung? Ohne Position? Ohne Wirkung?
Kritik gehört dazu – gerade dann, wenn du wirklich für etwas stehst.
„You have enemies? Good. That means you’ve stood up for something, sometime in your life.“
– Winston Churchill
Wer in der Führung ist, trifft Entscheidungen. Und wer entscheidet, ruft Reaktionen hervor – auch kritische. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Relevanz. Denn niemand wird kritisiert, der nichts tut.
Kritik kann unbequem sein. Doch sie ist oft ein Hinweis auf Bedeutung. Ein Leben ohne Widerspruch ist meist ein Leben ohne Kante. Oder schlimmer: eines ohne Richtung.
Sie ist Gold wert. Vielleicht nicht angenehm, aber hilfreich. Sie eröffnet neue Perspektiven, deckt Schwächen auf, gibt Impulse. Höre genau hin, frage nach, nutze sie als Werkzeug zur Verbesserung.
Oft stecken andere Motive dahinter – Unsicherheit, Konkurrenz, verletzter Stolz. Hier hilft Distanz. Nimm nicht alles persönlich. Frag dich: Was davon ist wirklich relevant?
Sie zielt nicht auf Entwicklung, sondern auf Verunsicherung. Manchen Menschen geht es schlicht ums Runtermachen. Lass dich davon nicht bremsen. Stärke zeigt sich, wenn du gelassen bleibst.
Entscheidend ist nicht, ob du kritisiert wirst, sondern wie du damit umgehst. Jeder Mensch hat blinde Flecken. Wer das erkennt, gewinnt Klarheit – über sich selbst und die Wirkung auf andere.
Gleichzeitig hilft dir Kritik, deine eigene Haltung zu schärfen. Was willst du vertreten? Wofür stehst du ein? Wo ziehst du Grenzen?
Der souveränste Umgang mit Kritik beginnt bei dir selbst. Wer sich selbst ehrlich hinterfragt, muss keine Angst vor Feedback haben. Selbstkritik ist kein Zeichen von Zweifel, sondern von innerer Stärke.
Sie macht dich unabhängig – auch von äußeren Urteilen.
Ignorieren? Nein. Werten. Prüfen. Und dann entscheiden, ob du dich darauf einlässt.
Ein einfacher Satz hilft:
„Danke für die Rückmeldung. Ich denke darüber nach.“
Er zeigt Souveränität – ohne dich angreifbar zu machen.
Kritik ist weder Lob noch Urteil. Sie ist eine Perspektive. Vielleicht hilfreich. Vielleicht irrelevant. Entscheidend ist, ob du daraus lernst – oder dich lähmen lässt.
Wer in Verantwortung steht, braucht Klarheit, nicht Beifall. Führung bedeutet Haltung. Und Haltung zeigt sich nicht im Konsens, sondern im Gegenwind.
Beobachte deine Reaktion auf Kritik. Was triggert dich – und warum?
Unterscheide zwischen Inhalt und Absicht. Was ist sachlich, was persönlich?
Trainiere dein Team im Umgang mit Feedback. Gute Feedback-Kultur schafft Wachstum.
Kritik ist ein Signal. Kein Grund zur Flucht. Kein Anlass zur Defensive. Sondern eine Gelegenheit zur Klärung, Entwicklung und Positionierung. Du musst nicht allen gefallen – aber du darfst dir selbst treu bleiben.
Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
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→ Honorare und Konditionen
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→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. April 2015
Überarbeitung: 8. Januar 2021
AN: #243
K:
Ü:
Englische Version: https://www.karstennoack.com/you-want-to-avoid-criticism/
Hoher Druck durch Perfektion macht niemanden besser. In herausfordernden Situationen ist es besser, gelassen zu bleiben und somit effektiver und überzeugender aufzutreten.
Es ist unmöglich, jemand zu sein, wenn man alles sein will.
Wenn zu viel Perfektionismus unser Leben bestimmt, dann schränkt er uns in unserem Denken, Fühlen und Handeln enorm ein. Wir erlauben uns dann nicht mehr ganz frei aus den Optionen zu schöpfen. Viele verschiedene Möglichkeiten und Richtungen werden ignoriert, wie die eine, die beste, die einzige, die perfekte Lösung gesucht wird. Je Läger der Zustand anhält, desto größer wird der Druck.
Wichtige Gespräche, Präsentationen oder andere herausfordernde Situationen können einem zu schaffen machen. Selbst, wenn Sie sich gut vorbereitet haben und wissen, was zu tun ist. Verhalten Sie sich dann trotzdem manchmal anders, als Sie es sich vorgenommen haben? Löst sich so mancher Vorsatz, das nächste Mal konsequent Ihren getroffenen Entscheidungen zu folgen, immer wieder in Luft auf? Ist der Druck mitunter einfach zu hoch, um die entsprechende Portion Vertrauen und Gelassenheit an den Tag zu legen?
Dann liegt es oft an inneren Blockaden, die unser tägliches Handeln beeinflussen. Sie sind gut an diesen inneren Dialogen zu erkennen; „Du musst, du musst!“, „Sei perfekt!“, „Mach nur keine Fehler!“, oder ähnliche unrealistische Ansprüche an sich selbst, stellen innere Stressfaktoren dar, die mehr schaden als nutzen. Solche Selbstgespräche, ob ausgesprochen oder gedacht, sind tückische Stolpersteine.
Solche persönlichen Stressverstärker sollen die Motivation fördern. Sie schießen jedoch oft über das Ziel hinaus. Perfektionismus klingt besser, als er in der Praxis ist. In vielen Situationen des privaten und beruflichen Lebens erschwert gerade der aus Perfektionismus resultierende Druck die angestrebten Leistungen. Perfektionismus schränkt ein, selbst bei besten Absichten.
Perfektionismus verträgt sich auch nicht gut mit dem Ziel; sich und Ihr Angebot überzeugend zu präsentieren. Wer unbedingt überzeugen will, steht schon von vornherein zu sehr unter Druck. In Gesprächen und bei Präsentationen hat das für die Leistungen und insbesondere auf die Ausstrahlung und Wirkung einschränkende Folgen. Was ist schon von jemandem zu halten, der unbedingt und mit Krampf überzeugen will? Es wirkt dann einfach nicht echt, nicht authentisch und macht somit eher misstrauisch. So manche gute Absicht geht so nach hinten los!
Ich hasse diese kalten, genauen, perfekten Leute, die, um nicht falsch zu sprechen, überhaupt nicht sprechen, und um nichts falsch zu machen, nie etwas tun.
Henry Ward Beecher
Keine Frage; eine fundierte Vorbereitung ist wichtig! Und wenn es dann daran geht, es in der Praxis einzusetzen, ist es in förderlichen persönlichen Zuständen viel einfacher darauf zuzugreifen, als zu versuchen, es mit möglichst großem Druck herauszuquetschen wie den letzten Rest Zahnpaste. Wer braucht schon solchen Krampf, der bremst oder sogar blockiert? Kommt es wiederholt in Situationen zu solchem Krampf, ist es an der Zeit, den Ursachen auf den Grund zu gehen und sie aufzulösen. Oft werkeln da im Hintergrund Überzeugungen und Glaubenssätze, die schon längst nicht mehr gebraucht werden. Zeit der Verabschiedung, Zeit für neue Muster!
Viele Wege führen nach … Je nach Thema und Persönlichkeit können Sie wählen. Klassisches Coaching, Hypnobalancing, Mentaltraining und NLP haben sich hier als sehr wirksam erwiesen. Was zählt ist, dass es wirkt und zu Ihnen passt.
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Perfektionisten haben übermäßig hohe Ansprüche an sich selbst und eine übermäßig kritische Selbsteinschätzung. Sie bestehen auf Perfektion und akzeptieren nichts, was nicht makellos ist. Dies kann sich in Form von Kritik an sich selbst und an anderen sowie in dem Versuch äußern, Situationen und Menschen zu kontrollieren.
Die Wurzel des Perfektionismus ist der Glaube, dass der eigene Selbstwert auf den eigenen Leistungen beruht. Perfektionismus tritt häufig auf, wenn eine Kombination der folgenden Faktoren vorliegt: Starre, hohe elterliche Erwartungen. Äußerst kritische, beschämende oder missbrauchende Eltern.
Ausgeprägte Perfektionisten haben Angst vor dem Scheitern. Perfektionisten setzen das Scheitern beim Erreichen ihrer Ziele oft mit einem Mangel an persönlichem Wert oder Wertschätzung gleich. Angst davor, Fehler zu machen. denn Perfektionisten setzen Fehler oft mit Versagen gleich.
Ein geringes Selbstwertgefühl ist einerseits eine Ursache für perfektionistisches Verhalten und andererseits auch eine Folge davon. Da Perfektionisten sich selbst oder ihre persönlichen Leistungen nie gut genug finden, fühlen diese sich in der Regel wie Verlierer oder Versager. Noch so extreme Leistungen führen bestenfalls kurzfristig zu Milderung.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 16. Juli 2009
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #371
Überarbeitungsplan
In einem guten Zustand gelingen die Dinge einfacher und besser. In diesem Beitrag geht es darum, wie Sie sich selbst beruhigen können.
Hoppla! So etwas kann schon mal passieren. Sie verschütten Ihren Kaffee auf der Tastatur und das genau vor einer wichtigen Onlinesitzung. Der Füllfederhalter läuft aus, während Sie auf dem Weg zum Bewerbungsgespräch sind. Der Akku des Smartphones ist leer und es wäre jetzt Zeit den wichtigen Anruf zu tätigen.
Solche Mini-Katastrophen lösen einen ziemlichen Schreck in Ihrem Nervensystem aus. Das Stammhirn wird aus gutem Grund auch Reptiliengehirn genannt. Ein Adrenalinstoß bereitet Ihren Körper auf „Kampf oder Flucht“ vor, unsere natürliche Reaktion bei vermeintlichen Gefahren. Wenn Ihr Körper jedoch bei jeder Kleinigkeit, die im Leben schiefgeht, mit Adrenalin überschüttet wird, kann das Ihre Möglichkeiten einschränken, Körper und Geist belasten und die Erholung immer schwieriger machen.
Glücklicherweise ist es möglich, die eigene körpereigene somatische Intelligenz zu stärken, um schnell auf jede Art von Bedrohung für Ihre Sicherheit oder Ihr Wohlbefinden zu reagieren und sich davon zu erholen.
Was ist somatische Intelligenz? Das Leben ist mit einigen Widrigkeiten verbunden. Es geht darum, zu verstehen, wie der Körper auf relevante und vermeintliche Gefahren reagiert. Dann können Sie dieses Wissen nutzen, um konstruktive Zustände zu fördern.
Somatische Intelligenz bedeutet, zu verstehen, wie der Körper auf Gefahren reagiert, und dieses Wissen zu nutzen, um den Körper auf seinem Weg durchs Leben zu unterstützen.
Wir haben Möglichkeiten, um unsere Resilienz zu unterstützen. Die Entwicklung der somatischen Intelligenz ist der Schlüssel zu diesen Möglichkeiten. Ohne sie ist es schwierig, sich auf die Möglichkeiten einzulassen, die Ihnen zur Verfügung stehen.
Körper und Geist beeinflussen sich gegenseitig. Das lässt sich nutzen. Um unsere natürliche somatische Intelligenz besser zu unterstützen, können wir unser Nervensystem durch körperbasierte Übungen beruhigen. Ein Beispiel dafür sind Atemtechniken. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Wahrnehmung von und die Reaktion auf Gefahren in unserem Gehirn zu beruhigen und uns ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Wenn wir einige dieser Techniken beherrschen, sind wir in der Lage, uns besser zu behaupten, zu lernen und zu wachsen.
Es folgen einige einfache Übungen, die ich empfehle und die alle auf neurophysiologischen Grundlagen beruhen:
Atmen bedeutet, lebendig zu sein. Bei jedem Einatmen wird der sympathische Zweig Ihres Nervensystems ein wenig aktiviert oder sehr viel, wenn Sie überreagieren und hyperventilieren. Bei jedem Ausatmen wird der parasympathische Zweig ein wenig aktiviert oder sehr viel, wenn Sie sich zu Tode erschrecken und in Ohnmacht fallen. Das bedeutet, dass Ihr Atem natürliche Zyklen durchläuft, in denen er Sie anregt und entspannt.
Der Atem durchläuft natürliche Zyklen der Belebung und Entspannung. Wir können diesen Rhythmus des sanften Ein- und Ausatmens bewusst nutzen, um das Hoch- und Herunterfahren unseres Nervensystems zuverlässig zu regulieren. Halten Sie einfach einen Moment lang inne und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Atmung.
Achten Sie darauf, wo Sie das Ein- und Ausströmen Ihres Atems am besten wahrnehmen können. Ist es in den Nasenlöchern, im Hals, im Heben und Senken der Brust oder des Bauches? Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um Dankbarkeit für den Atem zu empfinden, der Ihr Leben erhält, jeden Moment Ihres Lebens.
Um das Nervensystem zu beruhigen und ein Gefühl der Sicherheit und des Vertrauens in den Moment wiederherzustellen, hilft es, die Kraft der Berührung zu nutzen. Berührungen rufen zusammen mit körperlicher Nähe und Augenkontakt das Gefühl der Bestätigung hervor, dass alles in Ordnung ist. Warme, sichere Berührungen aktivieren die Freisetzung von Oxytocin.
Oxytocin ist ein Hormon, das im Gehirn gebildet wird. Es spielt unter anderem bei der Paarbindung, Orgasmen, mütterlicher Bindung, Gruppen- und Angstverhalten eine Rolle. Es wird auch als Glückshormon bezeichnet, weil es zum Wohlbefinden beträgt und zwischenmenschliche Beziehungen stärkt.
Oxytocin ruft im Körper angenehme Gefühle hervor und ist das direkte und unmittelbare Gegenmittel des Gehirns gegen das Stresshormon Cortisol.
Die Forschung hat gezeigt, dass das Auflegen der Hand auf das Herz und das sanfte Atmen Geist und Körper beruhigen können. Und das Erleben von Berührungen mit einem anderen, sicheren Menschen, sogar das Erinnern an diese Momente, kann die Ausschüttung von Oxytocin aktivieren, das ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen hervorruft.
Diese Übung macht sich den Atem und die Berührung zunutze, aber auch die Erinnerung an das Gefühl der Sicherheit bei einer anderen Person. So wird es gemacht:
Legen Sie Ihre Hand auf Ihr Herz. Atmen Sie sanft, leise und tief in die Herzgegend. Wenn Sie möchten, atmen Sie ein Gefühl von Leichtigkeit, Sicherheit oder Güte in Ihr Herzzentrum.
Erinnern Sie sich an einen Moment, nur einen Moment, in dem Sie sich von einem anderen Menschen sicher, geliebt und geschätzt gefühlt haben. Versuchen Sie nicht, sich an die gesamte Beziehung zu erinnern, sondern nur an einen Moment. Das kann mit einem Partner, einem Kind, einem Freund, einem Therapeuten oder einem Lehrer sein; es kann mit einer spirituellen Person sein. Auch die Erinnerung an einen liebevollen Moment mit einem Haustier kann sehr gut funktionieren.
Wenn Sie sich an diesen Moment erinnern, in dem Sie sich sicher, geliebt und geschätzt gefühlt haben, lassen Sie die Gefühle dieses Augenblicks auf sich wirken. Verweilen Sie 20 bis 30 Sekunden lang bei diesen Gefühlen. Achten Sie auf die Vertiefung des Gefühls von Leichtigkeit und Sicherheit.
Wiederholen Sie diese Übung zunächst mehrmals am Tag, um die neuronalen Schaltkreise zu stärken, die sich dieses Muster einprägen. Üben Sie diese Übung dann jedes Mal, wenn Sie das erste Signal eines Schreckens oder einer Aufregung spüren. Mit etwas Übung werden Sie in der Lage sein, sich aus einer schwierigen emotionalen Reaktion zurückzuziehen, bevor sie Sie überfällt.
Ein tiefer Seufzer ist die natürliche Art und Weise, wie Ihr Körper und Ihr Gehirn Spannungen abbauen und Ihr Nervensystem neu einstellen. Atmen Sie einfach vollständig ein und atmen Sie dann vollständig aus, beim Ausatmen länger. Studien haben gezeigt, dass ein tiefer Seufzer das autonome Nervensystem von einem überaktiven Sympathikus in einen ausgeglicheneren Parasympathikus zurückbringt.
Selbst, wenn Ihre Aufgaben immer schwieriger werden, können Sie jeden Moment der Anspannung oder Frustration bewusst mit einem Seufzer verbinden, um sich in einen entspannten Zustand zu versetzen. So haben Sie bessere Chancen, klar zu sehen und klug auf die Geschehnisse zu reagieren.
Jedes Mal, wenn Sie Ihren Körper bewegen und Ihre Haltung verändern, verändern Sie Ihre Physiologie, was wiederum die Aktivität Ihres autonomen Nervensystems verändert. Durch Bewegung können Sie Ihre Emotionen und Ihre Stimmung tatsächlich verändern.
Wenn Sie sich zum Beispiel ängstlich oder nervös fühlen, nehmen Sie eine Haltung ein, die das Gegenteil davon ausdrückt: Hände in die Hüften stemmen, die Brust rausstrecken und den Kopf hochhalten. Auch Stellungen im Yoga, Asanas genannt, können Ihr Selbstvertrauen stärken. Jede Haltung hat eine andere Wirkung.
Wenn Sie Angst, Wut, Traurigkeit oder Abscheu empfinden, verändern Sie Ihre Haltung, um herauszufinden, welche Wirkung sich einstellt, was Ihnen guttut.
Lassen Sie Ihren Körper in eine Haltung gehen, die den emotionalen Zustand ausdrückt, den Sie in sich selbst entwickeln möchten, um dem entgegenzuwirken, was Sie fühlen. Ich habe festgestellt, dass die Arbeit mit meinen Klienten an dieser Technik wirklich etwas für sie verändern kann, da sie entdecken, dass sie tatsächlich die Mittel in sich selbst haben, um mit schwierigen Emotionen umzugehen.
Durch das Üben dieser Werkzeuge werden Sie nicht nur besser mit jeder Aufregung oder Katastrophe zurechtkommen und sich besser von jeder Widrigkeit erholen, sondern Sie werden auch lernen, sich selbst als jemanden zu sehen, der damit umgehen kann.
Und dieses Gefühl, sich nach Rückschlägen selbst beruhigen zu können, ist der Beginn der Entwicklung von Resilienz.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 5. Oktober 2019
AN: #897
K:
Ü:
In diesem Beitrag geht es um 8 häufige Fehler in Verhandlungen. Gefahr erkannt — Gefahr gebannt.
Verhandeln ist ein Handwerk, das auf im Laufe der Zeit erworbenen Fähigkeiten basiert. Dabei gibt einige Fehler, die Sie vermeiden können, egal wie erfahren Sie sind.
Hier sind einige häufige Fehler, die sowohl von Neulingen als auch von erfahrenen Verhandlungsführern gemacht werden.
Anstatt ein gemeinsames Interesse in den Fokus zu setzen, werden Verhandlungspartner oft als Gegner betrachtet. Entsprechend gibt es Gewinner und Verlierer, mit entsprechenden Fronten. So eine Sicht hat einschränkende Folgen auf Wahrnehmung, Denken und Handeln.
Mehr:
Das Ziel im Auge zu behalten ist gut, Tunnelblick weniger. Verhandlungsführer sind oft so sehr darauf konzentriert, ihren Standpunkt darzulegen und das Geschäft abzuschließen, dass sie vergessen, zuzuhören. Dadurch entfremdet Sie sich von der Person, die Sie überzeugen wollen. Die fühlt sich überrollt und alles andere als wertgeschätzt.
Seien Sie vorbereitet und stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Publikum gut kennen. Stellen Sie Fragen, um herauszufinden, woher sie kommen und was für sie wichtig ist. Ganz gleich, wie gut Ihre Präsentation ist, wenn Ihre Zuhörer das Gefühl haben, dass sie nicht gehört werden, werden Sie wahrscheinlich auf taube Ohren stoßen.
Anregungen:
Ob Sie sich nun gerne selbst reden hören oder meinen Ihre Botschaft würde es erfordern detailliert erläutert zu werden; übertreiben Sie es nicht.
Waren Sie schon einmal in einer Situation, in der jemand erfolgreich kommuniziert hat und dann so lange geredet hat, dass Sie vergessen haben, worum es ursprünglich ging? Über das Ziel hinausgeschossen, schade! Machen Sie diesen Fehler nicht. Legen Sie stattdessen Ihren Standpunkt klar und deutlich dar. Geben Sie der anderen Partei Gelegenheiten, Fragen zu stellen. Beantworten Sie diese Fragen so prägnant wie möglich, fassen Sie sich kurz. Pflegen Sie den Dialog.
Bevor Sie in eine Verhandlung einsteigen, solltest du genau festlegen, was Sie von der anderen Partei wollen. Worum geht es im Kern, was ist wesentlich, was wäre nett?
Legen Sie fest, welches Ergebnis Sie sich im Idealfall erhoffen und welche Mindestbedingungen für Sie akzeptabel sind. Verwenden Sie diese Eckpunkte als Orientierung, um sicherzustellen, dass Sie nicht durch Emotionen oder Manipulationen aus dem Konzept gebracht werden.
Streben Sie an, dass Sie bekommen, was Sie wollen, doch erwarten Sie es nicht. Bleiben Sie beweglich. Bereiten Sie schon im Vorfeld alternative Lösungen vor. Bleiben Sie offen für alternative Wege, die möglicherweise sogar noch besser sind.
Selbstvertrauen auszustrahlen bedeutet, dass Sie Zeit in die Vorbereitung investieren und in der Lage sind, zu zeigen, dass Sie Experte auf Ihrem Gebiet sind. Das bedeutet nicht, dass Sie laut oder aufdringlich sein müssen. Pflegen Sie Ihr Wissen, bereiten Sie sich vor, und verhalten Sie sich dann entsprechend. Anstatt nur so auszusehen, als hätten Sie Selbstvertrauen, sorgen Sie dafür, dass es berechtigterweise vorhanden ist und Ihnen das Rückgrat stärkt.
Der nonverbale Teil der Kommunikation findet weitgehend unbewusst statt. Das gilt für Sie ebenso wie für Gesprächspartner. Wir geben eine Menge über uns und unser Innenleben über diesen Weg preis. Das gibt uns einerseits Hinweise über die möglicherweise unausgesprochene Haltung anderer Menschen, andererseits besteht die Gefahr, dass wir selbst inkongruente Hinweise ausstrahlen, die unseren Absichten entgegenstehen. Besonders ärgerlich ist, wenn Gewohnheiten unnötig Zweifel säen oder zu Missverständnissen führen.
Weitere Informationen:
Ein guter Verhandlungsführer baut Beziehungen auf. Die Bedeutung von Rapport wird oft unterschätzt. Wenn Sie sich zum ersten Mal mit jemandem treffen, versuchen Sie nicht sofort an den Verhandlungstisch zu schreiten. Wärmen Sie sich zuerst auf, bevor Sie beginnen zu verhandeln. Treffen Sie sich beispielsweise am Vorabend zum Abendessen, um eine Beziehung aufzubauen und Ihren Gesprächspartner kennenzulernen.
Nehmen Sie sich Zeit, um die persönlichen Beziehungen zu pflegen. Zeigen Sie Ihren Gesprächspartnern, dass es Ihnen nicht nur darum geht, was Sie von ihnen bekommen können, sondern dass sie Ihnen auch persönlich am Herzen liegen. Stellen Sie Fragen zu Dingen, die Sie interessieren, und hören Sie wirklich zu. Greifen Sie diese Themen bei passender Gelegenheit wieder auf, um eine tiefere Verbindung aufzubauen.
Seien Sie vorbereitet, seien Sie glaubwürdig, und lassen Sie die andere Seite wissen, dass Ihnen wichtig ist, was für sie wichtig ist. Win-win ist häufig möglich. Wer Angst davor hat zu verlieren, gibt dem jedoch keine Chance, es erscheint zu gefährlich. Mit entsprechenden Erfahrungen wird das leichter.
Sagen Sie zu schnell zu, verzichten Sie vermutlich auf bessere Angebote. Und selbst, wenn das Angebot an sich fair und gut ist, schadet eine zu schnelle Zusage oft. Wird das erste Angebot zu schnell angenommen, vermutet dessen Anbieter einen Fehler gemacht zu haben; ein viel zu gutes Angebot gemacht zu haben. Vielleicht stellt er sich die Frage, ob Sie viel verzweifelter sind als es vorher den Anschein hatte. Wo ist hier der Haken? Welche Nachteile wurden übersehen? Im besten Fall bleibt ein fader Nachgeschmack. Der bleibende Eindruck, jeder Beteiligte hätte hier ein gutes Geschäft gemacht, kommt so nicht auf.
Beachten Sie die Spielregeln bei Verhandlungen und akzeptieren Sie nicht zu schnell das erste Angebot.
Verhandeln ist ein Handwerk, das Übung erfordert. Behalten Sie diese Fehler im Hinterkopf, bevor Sie mit der Verhandlung beginnen, dann gelingt es leichter.
Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.
Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.
Wir können gemeinsam beispielsweise:
Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.
Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.
Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.
PRIVAT 1:1
Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.
BUSINESS 1:1
Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.
EXECUTIVE SPARRING
Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.
Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.
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Die häufigsten Verhandlungsfehler sind:
Der Begriff „Verhandlung“ bezieht sich auf eine strategische Diskussion, in der ein Problem auf eine für beide Parteien akzeptable Weise gelöst wird. In einer Verhandlung versucht jede Partei, die andere davon zu überzeugen, ihrem Standpunkt zuzustimmen. Verhandlungen beinhalten üblicherweise ein gewisses Geben und Nehmen, was bedeutet, dass oft eine Partei als Sieger aus der Verhandlung hervorgehen wird. Es sind allerdings auch Win-Win-Ergebnisse möglich.
Verhandlungen sind aus vielen Gründen so wichtig, ganz gleich, ob sie im Interesse des Einzelnen, eines Unternehmens oder der Regierung geführt werden. Verhandlungen ermöglichen es Ihnen, sich selbst weiterzuentwickeln und in Ihrer Karriere und/oder in Ihrem Leben voranzukommen. Die Fähigkeit zu verhandeln hilft auch bei der Lösung von Konflikten und bei der Schaffung von Werten für sich selbst und eine bessere Welt .
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 5. Januar 2022
AN: #873
K:
Ü:
Die Frage aller Fragen, nach dem Sinn des Lebens…
Was ist wirklich wichtig für uns? Wenn wir das erkennen und berücksichtigen, treffen wir bessere Entscheidungen und auf mehr schöne Momente. Was für Gedanken melden sich beim heutigen Tagesmotto? Erinnert es an einen beachtenswerten Aspekt?
Ich lege noch einen Gedanken drauf:
Wer bereut schon auf dem Sterbebett nicht mehr Zeit im Büro verbracht zu haben?
Stephen R. Covey
Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.
Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.
Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:
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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 23. Mai 2017
Überarbeitung: 25. Dezember 2021
Englische Version:
AN: #890
K: CNB
Ü:
Manipulationstechniken gibt es in vielen Formen. Verallgemeinerungen und pauschale Aussagen sind häufige Manipulationsversuche. Mit ihnen sollen Erfahrungen entwertet und Zweifel gesät werden. Es gilt solche Versuche möglichst früh zu erkennen und ihnen zu begegnen.
Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen.
Charles Maurice de Talleyrand
Pauschale Aussagen und Verallgemeinerungen als Manipulationstechniken
Manipulative Zeitgenossen, wie Narzissten, sind nicht immer intellektuelle Geister. Viele Fieslinge sind denkfaul und wollen sich das Leben möglichst leicht machen. Statt sich die Zeit zu nehmen, eine ihnen fremde oder zumindest unangenehme Perspektive sorgfältig zu erkunden, verallgemeinern sie ihre Aussagen. Sie machen pauschale Aussagen, die noch so klare Argumenten ihrer Gegenspieler ignorieren. Einzelheiten werden ignoriert, Perspektiven in einen anderen Kontext gesetzt und durch unangemessene Bewertungen aus der Betrachtung entfernt.
Was nicht passt, wird passend gemacht, ohne Rücksicht auf Verluste und blaue Flecken. Verallgemeinerungen und pauschale Aussagen entwerten Erfahrungen, die nicht in die von Manipulatoren ungestützten Annahmen, Schemata und Stereotypen passen. Besonders wirkungsvoll gelingt die Beeinflussung, wenn Überzeugungen des Publikums gespiegelt werden. Dann stehen die Betroffenen schnell allein da.
Verallgemeinerungen werden häufig verwendet, um den Status quo zu erhalten. Diese Form der Ablenkung übertreibt eine Perspektive bis zu dem Punkt, an dem ein Problem der sozialen Gerechtigkeit völlig unkenntlich gemacht werden kann.
Bei Betrugsvorwürfen gegen prominente Persönlichkeiten wird zur Abwehr häufig darauf hingewiesen, dass es immer wieder Falschmeldungen von Betrug gibt. Tatsächlich gibt es sie, doch wohl relativ selten. In diesem Fall werden die Handlungen Einzelner als das Verhalten der Mehrheit bezeichnet, während der konkrete Bericht zur Seite gelegt wird und nicht anerkannt wird.
Alltägliche Mikroaggressionen sind auch in toxischen Beziehungen recht häufig. Werden Menschen mit narzisstischen Tendenzen auf ihren Missbrauch hingewiesen ist Klärungsbereitschaft unwahrscheinlich. Von Selbstreflexion ist keine Spur. Stattdessen wird mit pauschalen Verallgemeinerungen der Spieß umgedreht. Betroffenen werden mit dem grundsätzlichen Stempel der Überempfindlichkeit ins Abseits geschoben.
Achten Sie darauf, gut aufgeräumt unterwegs zu sein. Halten Sie an Ihren Erkenntnissen fest und widerstehen Sie verallgemeinernden Aussagen. Behalten Sie im Kopf, dass es sich um eine Form von schwarz-weißem unlogischem Denken sind und Mittel der Manipulation sind. Toxische Menschen, die pauschale Aussagen machen, ignorieren den vollen Umfang der Erfahrung. Mit Verallgemeinerungen und Pauschalisierungen sollen Sie und andere Menschen manipuliert werden. Lernen Sie solche Manipulationsversuche, Manipulationstechniken und Manipulatoren frühzeitig zu erkennen und zu entlarven.
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Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.
PRIVAT 1:1
Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.
BUSINESS 1:1
Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.
EXECUTIVE SPARRING
Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.
Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
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→ Häufige organisatorische Fragen
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
Sie können durchaus Charme ausstrahlen und auf den ersten Blick ganz nett wirken; Narzissten. Viele wirken redegewandt, humorvoll, selbstsicher und ziehen so die Aufmerksamkeit auf sich. Doch so gut der erste Eindruck sein mag; Narzissten entlarven sich selbst als Egomanen. Mit ihrer Selbstverliebtheit und Egozentrik strapazieren sie dann die Nerven mit ihren Star-Allüren. Meist lohnt der Inhalt die anspruchsvolle Verpackung zwar nicht, doch darüber wird vehement hinweggetäuscht.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. März 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #79460
Englische Version:
K: CNB
Ü:
Schüchterne Menschen stehen nicht gerne im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Sie haben ein echtes Problem, wenn sie aufgefordert werden, eine Präsentation vor Kollegen oder Kunden zu halten. Viele befürchten während der Rede oder Präsentation den Faden zu verlieren. Manche haben Angst davor, dass aus dem Publikum kränkende Bemerkungen fallen oder einzelne Teilnehmer nach und nach den Ort der Rede verlassen könnten. Der Stress beginnt oft schon lange, bevor es tatsächlich vor das Publikum geht.
Tipps, gezieltes Coaching und Hypnobalancing™ helfen schüchternen Menschen auch vor Publikum in einem guten Zustand zu bleiben.
Talentshow, Instagram & Co. werden von Extravertierten dominiert. Da wird schnell übersehen, dass manche Menschen nicht gerne im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Schüchterne Personen haben ein echtes Problem, wenn sie aufgefordert werden eine Präsentation vor Kollegen oder Kunden zu halten. Viele befürchten während der Rede oder Präsentation den Faden zu verlieren. Manche Menschen haben Angst davor, dass aus dem Publikum kränkende Bemerkungen fallen oder einzelne Teilnehmer nach und nach den Ort der Rede verlassen könnten. Das und den drohenden Blackout vor Augen beginnt der Stress oft schon lange, bevor es tatsächlich auf die Bühne geht. Schon eine Weile vor der Präsentation nehmen unangenehme Symptome zu. Typisch sind ein sehr schlechter Schlaf und Appetitlosigkeit. Die Nacht vor der geplanten Präsentation wird auch ohne Schlaf zum Albtraum. Entsprechend vorbelastet geht es dann ans Werk, wenn sich nicht doch noch eine Fluchtgelegenheit ergibt. Ob der statistisch beachtlich hohe Anstieg von Magenverstimmungen und Co. an Auftrittstagen nur ein Vorwand ist oder psychosomatische Ursachen hat, das mag jemand anders beantworten. Dass es insgesamt sehr unangenehm ist weiß jeder Betroffene aus eigener Erfahrung.
Personen, die introvertiert sind, und auch solche, die kaum über Selbstvertrauen verfügen, haben mit dem Halten von Reden, einer Präsentation oder anderen Auftritten vor Gruppen erhebliche Mühen. Sie stehen sich oft selbst im Wege.
Selbst der Besuch eines Rhetoriktrainings kann daran meist nicht viel ändern. Denn es geht dann oft anfangs nicht so sehr um rhetorische Techniken an sich, sondern um den eigenen Zustand, Überzeugungen und Wahrnehmungen. Schüchternheit ist keine Krankheit, sondern weitgehend antrainiertes Verhalten in Verbindung mit einer einschränkenden Selbstwahrnehmung. Schüchterne Menschen sind oft zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Es sind Ängste beteiligt, die sich abbauen und sogar auflösen lassen.
Hier bietet sich gezieltes Coaching in Kombination mit Hypnobalancing™ an, bei dem schüchterne Menschen lernen auch vor Publikum in einem guten Zustand zu bleiben – und das authentisch. Schluss mit der Selbstsabotage, denn selbst sehr schüchterne und von Nervosität gepeinigte Menschen können sehr gute Redner werden.
Lampenfieber und Redeangst sind keine Synonyme. Das die Bezeichnungen so oft synonym verwendet werden hat Folgen. Was bei Lampenfieber gut funktioniert, wirkt bei Redeangst kaum und kann sie sogar noch verschlimmern. Hinweis finden Sie im Artikel Redeangst: Wenn das Lampenfieber keines ist.
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Wenn nach zahlreichen Redegelegenheiten, Rhetorik- und Kommunikationstrainings, angeblich bewährten Techniken und Übungen gegen Lampenfieber und Nervosität beim Auftritt, die Intensität des Lampenfiebers immer noch nicht abgenommen hat, könnte es daran liegen, das es kein Lampenfieber ist. Redeangst, Logophobie, Redehemmung, Auftrittsangst sind anders als Lampenfieber.
Welchen Einfluss haben Ängste auf das Sehen? Hier sind ein paar interessante Zusammenhänge von Ängsten und Augen.
Für viele Redner und Rednerinnen gibt es kaum etwas Fürchterlicheres als leere, nichtssagende Gesichter im Publikum. Das kann nichts Gutes bedeuten! Sofort starten innere Dialoge, die selten förderlich, sondern meist markerschütternd und beängstigend, sind.
In diesem Beitrag geht es um Tipps zur Selbsthilfe bei Lampenfieber und Redeangst. Was ist wie möglich?
Tipps, gezieltes Coaching und Hypnobalancing™ damit schüchterne Menschen auch vor Publikum in einem guten Zustand bleiben.
Nutzen Sie Grounding (Erdung) für Präsenz und Sicherheit bei Reden und Präsentationen. Mehr als nur ein Mittel gegen Lampenfieber.
Typische Einsatzfälle für die Atembremse sind Lampenfieber oder andere stressige Momente, bei denen über diese Atemtechnik eine Beruhigung angestrebt wird. So wird sie angewendet.
Mit Atemtechniken können Sie Lampenfieber abbauen. Allerdings sind nicht alle der Empfehlungen hilfreich. Wer dem gut gemeinten Ratschlag folgt, längere Zeit besonders tief ein und auszuatmen, steigert das Unbehagen oft zusätzlich. Hier erfahren Sie, was zu beachten ist, was funktioniert.
Coaching für die Überwindung von starkem Lampenfieber und sogar Redeangst.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2007
Überarbeitung: 27. August 2019
AN: #43316
K: CNC
Ü:
Da die Grundlagen in der Praxis besonders wesentlich sind und trotzdem leider häufig ignoriert werden, ist es so förderlich sie immer wieder und wieder in Erinnerung und zur Anwendung zu bringen. Das gilt ganz besonders für die 5 Axiome der Kommunikation, die Paul Watzlawick formulierte.
Im Jahr 1969 wurde das Buch „Menschliche Kommunikation – Formen, Störungen, Paradoxien“ von Paul Watzlawick, Janet H. Beavin und Don D. Jackson veröffentlicht. Es geht darin um Grundsätze für das menschliche Verhalten in der Kommunikation. Der österreichisch-amerikanische Kommunikationswissenschaftler, Soziologe, Philosoph und Psychotherapeut Paul Watzlawick formulierte fünf Grundannahmen, Axiome, die für den Kommunikationsverlauf wichtig sind. Als Axiome werden akzeptierte, jedoch nicht logisch beweisbare Grundsätze bezeichnet.
Da die Grundlagen in der Praxis besonders wesentlich sind und trotzdem leider häufig ignoriert werden, ist es so förderlich sie immer wieder und wieder in Erinnerung und zur Anwendung zu bringen.
Paul Watzlawick stellte seine 5 pragmatischen Axiome zur menschlichen Kommunikation auf:
Kommunikation findet ständig statt. Egal, ob wir reden oder schweigen, aktiv sind oder nichts tun, unser Verhalten vermittelt etwas. Die Körpersprache mit Gestik, Mimik vermittelt Beobachtern, was wir denken oder fühlen, teilweise bewusst, weitgehend unbewusst. Wie Gesprächspartner dieses Verhalten interpretieren, braucht nicht deckungsgleich mit der tatsächlichen Haltung des Gegenübers sein.
Gespräche verlaufen immer auf zwei Ebenen, der Sach- und der Beziehungsebene zwischen einem Sender und einem Empfänger. Watzlawick bezeichnet diese Ebenen als Inhalts- und die Gefühlsebene.
Zur Inhaltsebene gehören alle Informationen, die eine Person (Sender) der anderen Person (Empfänger) vermittelt. Die Beziehungsebene vermittelt, wie Gesprächspartner zueinander stehe, welche Einstellung und Meinung eine Person über sein Gegenüber hat. Die Beziehung zu Gesprächspartnern äußert sich vor allem über die Körpersprache mit Gestik, Mimik oder Stimme. Eine rein informative Kommunikation gibt es nicht. Die Beziehung zwischen Gesprächspartnern beeinflusst, wie die Information verstanden wird.
Watzlawick geht davon aus, dass die Gefühle die Kommunikation dominieren, da ihnen ein bedeutend höheres Gewicht gegeben wird als den Worten. Ist die Beziehung zwischen Menschen gut, treten die Gefühle in den Hintergrund und die Interaktion kann unbehindert fließen. Eine gestörte Beziehung führt dazu, dass immer wieder geklärt werden muss, ob die Interaktion noch intakt ist. Es wird dann mehr über die Beziehung als über das Thema gesprochen, um möglichst Missverständnisse oder Streit zu vermeiden. Zur Klärung wird die Kommunikation wird auf einer höheren Ebene geführt, was auch als Metakommunikation bezeichnet wird.
Menschen gehen meist davon aus, dass ihre Ansichten und Werte die richtigen sind. Entsprechend wird von Mitmenschen ein passendes Verhalten erwartet. Wenn Erwartungen und Realität nicht übereinstimmen, führt das zu Missverständnissen. Die Signale, die wir aussenden, bewirken eine Reaktion. Jede Aussage ist Auslöser und führt zu einer Wirkung, zu einer Konsequenz.
Unter digitaler Kommunikation versteht Watzlawick die verbale Kommunikation und unter analoger Kommunikation die nonverbale Kommunikation. Für eine gute Kommunikation ist eine gut verständliche Ausdrucksweise erforderlich, verbunden mit Frageformen, Reflexionen und Feedbacks. Sie wird durch eine kongruente Körpersprache nonverbal unterstützt. Verbale und nonverbale Aussagen müssen übereinstimmen.
Das fünfte Axiom bezieht sich auf das Niveau oder die Unterschiede der Gesprächspartner. Symmetrisch bedeutet hier gleichartig oder deckungsgleich und komplementär meint ergänzend. Es ist wichtig in Gespräch zu erkennen, ob Sender und Empfänger auf dem gleichen Kanal senden und empfangen. Beabsichtigt eine Person Macht über die andere ausüben oder will sich eine Person als schutzbedürftig darstellen?
Als Reaktion auf eine Interviewfrage mit „Kein Kommentar!“ zu antworten, will wohlüberlegt sein. Es birgt einige Risiken. So gelingt es am besten.
Einige Redner lassen bei der Betonung offen, ob es sich um eine Frage, ein Statement oder eine Aufforderung handelt. Bogensätze helfen.
Tipps für die Stimmpflege, nicht nur für professionelle Redner. Pflege die Stimme, es lohnt sich. Der Eindruck, den sich dein Publikum von dir macht, hat eine Menge damit zu tun, wie du klingst. Nutze die Macht deiner Stimme. So kannst du deine stimmlichen Fähigkeiten ausbauen.
Ich hatte einen ansonsten geschätzten Kollegen, der pflegte die Angewohnheit sich regelmäßig alle 15 Minuten zu äußern. Und das weitgehend unabhängig vom Thema und der Relevanz des persönlichen Beitrags dazu. Er hatte irgendwo in einem Karriereführer gelesen das wäre gut, um voran zu kommen. Das widerspricht leider den Grundlagen der Rhetorik.
Fragetechniken helfen. Doch nicht jede Frage führt zur Lösung.Problem- oder Lösungsorientierung? WARUM führt weiter ins Problem statt zu einer Lösung.
15 Tipps für schwierige Gespräche in der Partnerschaft: besser zuhören, Konflikte klären, Grenzen ansprechen und konstruktiv im Gespräch bleiben.
So lässt sich die interne Kommunikation in Unternehmen mit einfachen Mitteln verbessern.
Was tun, wenn wir in der eigenen Argumentation eine Schwachstelle erkennen und sie sich nicht so einfach beheben lässt? Hier die Antwort auf eine häufige Frage.
Vom Klassiker in Kommunikationstrainings: „Denken Sie nicht an einen rosa Elefanten“, haben schon viele Menschen gelesen oder gehört. Er weist darauf hin, dass die handelsübliche Ausführung des menschlichen Gehirns nicht sehr viel anfangen kann, mit Negationen.
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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. März 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #23457
K: CNB
Ü:
Manche einer fordert es als Respektbezeugung und andere verteufeln das Loben als Form der Manipulation. Wer hat Recht?
Magst den Tadel noch so fein,noch so zart bereiten,weckt er Widerstreiten.Lob darf ganz geschmacklos sein,hocherfreut und munterschlucken sie’s hinunter.
Marie von Ebner-Eschenbach
Manche Personen fordern Lobpreisungen als Respektbezeugung und andere verteufeln das Loben als Form der Manipulation. Wer hat recht? Oder geht es wie so oft, um die Haltung des Handelnden, in diesem Fall des Lobenden, und die Definition, was Loben genau ist? Mitunter wird Lob ja auch mit Kompliment verwechselt.
Es ist eine feine und zugleich vornehme Selbstbeherrschung, gesetzt, dass man überhaupt loben will, immer nur da zu loben, wo man nicht übereinstimmt – im andern Falle würde man ja sich selbst loben, was wider den guten Geschmack geht – freilich eine Selbstbeherrschung, die einen artigen Anlass und Anstoß bietet, um beständig missverstanden zu werden. Man muss, um sich diesen wirklichen Luxus von Geschmack und Moralität gestatten zu dürfen, nicht unter Tölpeln des Geistes leben, vielmehr unter Menschen, bei denen Missverständnisse und Fehlgriffe noch durch ihre Feinheit belustigen – oder man wird es teuer büßen müssen! – »Er lobt mich: also gibt er mir recht« – diese Eselei von Schlussfolgerung verdirbt uns Einsiedlern das halbe Leben, denn es bringt die Esel in unsre Nachbarschaft und Freundschaft.
Friedrich Nietzsche in Jenseits von Gut und Böse, Neuntes Hauptstück. Was ist vornehm.
Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.
Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.
Wir können gemeinsam beispielsweise:
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Als Reaktion auf eine Interviewfrage mit „Kein Kommentar!“ zu antworten, will wohlüberlegt sein. Es birgt einige Risiken. So gelingt es am besten.
Einige Redner lassen bei der Betonung offen, ob es sich um eine Frage, ein Statement oder eine Aufforderung handelt. Bogensätze helfen.
Tipps für die Stimmpflege, nicht nur für professionelle Redner. Pflege die Stimme, es lohnt sich. Der Eindruck, den sich dein Publikum von dir macht, hat eine Menge damit zu tun, wie du klingst. Nutze die Macht deiner Stimme. So kannst du deine stimmlichen Fähigkeiten ausbauen.
Ich hatte einen ansonsten geschätzten Kollegen, der pflegte die Angewohnheit sich regelmäßig alle 15 Minuten zu äußern. Und das weitgehend unabhängig vom Thema und der Relevanz des persönlichen Beitrags dazu. Er hatte irgendwo in einem Karriereführer gelesen das wäre gut, um voran zu kommen. Das widerspricht leider den Grundlagen der Rhetorik.
Fragetechniken helfen. Doch nicht jede Frage führt zur Lösung.Problem- oder Lösungsorientierung? WARUM führt weiter ins Problem statt zu einer Lösung.
15 Tipps für schwierige Gespräche in der Partnerschaft: besser zuhören, Konflikte klären, Grenzen ansprechen und konstruktiv im Gespräch bleiben.
So lässt sich die interne Kommunikation in Unternehmen mit einfachen Mitteln verbessern.
Was tun, wenn wir in der eigenen Argumentation eine Schwachstelle erkennen und sie sich nicht so einfach beheben lässt? Hier die Antwort auf eine häufige Frage.
Vom Klassiker in Kommunikationstrainings: „Denken Sie nicht an einen rosa Elefanten“, haben schon viele Menschen gelesen oder gehört. Er weist darauf hin, dass die handelsübliche Ausführung des menschlichen Gehirns nicht sehr viel anfangen kann, mit Negationen.
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 10. Dezember 2014
Überarbeitung: 2. April 2019
AN: #4335
Wussten Sie, welchen Einfluss Ihre Selbstgespräche und inneren Dialoge haben? Selbstgespräche, Menschen führen sie in unterschiedlichster Form, in unterschiedlichen Momente mehr oder weniger laut und deutlich. Nicht immer sind sie hilfreich, oft sogar sehr einschränkend. Weshalb tun wir das und wie können wir darauf Einfluss nehmen?
Cogito ergo sum – Ich denke, also bin ich.
René Descartes
Selbstgespräche, Menschen führen sie in unterschiedlichster Form, in unterschiedlichen Momente mehr oder weniger laut und deutlich. Innere Dialoge führen Menschen ständig unbewusst. Seltene Ausnahmen sind Momente besonders großer Konzentration oder Meditation. Es ist die innere Stimme, mit der man mit sich selbst spricht. Innere Dialoge bewerten (Tadel oder Lob), basieren auf Glaubenssätzen und konstruieren die eigene subjektive Realität. Genaugenommen sind es meist mehrere Stimmen, unterschiedlicher weitgehend unbewusster Persönlichkeitsanteile, die sich so zu Wort melden. Wer beispielsweise während einer Präsentation im Hintergrund einschränkende innere Dialoge führt, der wird von ihnen abgelenkt. Das zieht die Aufmerksamkeit von den erforderlichen Themen und Handlungen ab. So abgelenkt ist keine Präsenz möglich. Destruktive Selbstgespräche erschweren es Ihnen sich und Ihre Botschaft überzeugend zu präsentieren.
Wir Menschen führen andauernd innere Dialoge, kommentieren, fluchen, ermuntern oder beschimpfen uns oder andere. Das diese Selbstgespräche Konsequenzen haben wird meist ignoriert. Wir hören uns selbst zu. Auf diese Weise macht sich das Unbewusste einen Eindruck, was das Bewusste will, was ihm wichtig ist und wie die Welt funktioniert. Im Vorteil ist, wer da konstruktiv und wohlwollend mit sich im Gespräch ist. Die meisten Menschen haben hier eine Menge Potenzial, das sich leicht aktivieren ließe. Gute Selbstgespräche können dabei helfen die Gedanken zu sortieren und das innere Team auszurichten. Interesse?
Wir sind uns dieser inneren Dialoge meist nicht bewusst. Doch die Art und Weise, wie Menschen mit sich selbst kommunizieren, hat massiven Einfluss auf das eigene Erleben, Verhalten und die Wahrnehmung, auf die Lebensqualität. Wie respektvoll und konstruktiv wir das tun macht einen großen Unterschied. Doch sehr häufig ist der innere Dialog sehr kritisch und negativ. Er steigert Unsicherheit und Selbstzweifel. Sie schwächen so leicht die Eckpfeiler des Erfolges. Steter Tropfen höhlt selbst den härtesten Stein.
Bevor Sie Ihren inneren Dialog steuern können, müssen Sie sich seiner zunächst bewusst werden.
Einige von uns sind sich ihres inneren Dialogs sehr bewusst, als eine ständige Begleiterscheinung im Gehirn, oder sogar als eine laufende Unterhaltung. Andere sind sich dessen viel weniger bewusst und finden es vielleicht schwieriger, sich darauf einzustellen. Eine Möglichkeit, sich dessen bewusst zu werden, ist, zu meditieren, denn das hilft Ihnen, sich auf Ihre Gedanken zu konzentrieren. Eine andere Technik, ist sich eine die Frage zu stellen, wie; „Ich frage mich, was mein nächster Gedanke sein wird“. Ob das nun Ihren inneren Dialog unterbricht oder nur Ihr Gehirn ablenkt, es scheint dem Gehirn etwas Raum zu geben, um sich dessen bewusst zu werden, was geschieht.
Was Sie vorrangig erreichen wollen, ist, dass Sie sich der Arten von Gedanken bewusst werden, zu denen Sie neigen. So erfahren Sie, wohin Ihr innerer Dialog geht, wenn Sie ihn umherschweifen lassen. Das kann Ihnen eine gute Vorstellung davon geben, was Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt beschäftigt; ob Sie dazu neigen, positiv oder negativ zu denken; Ihre vorherrschende zeitliche Orientierung (Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft); und Ihre Motivationsrichtung, ob Sie eher daran denken, dass Sie mehr gute oder weniger schlechte Dinge wollen, oder ob Sie Zeit damit verbringen, zu verstehen, wie die Dinge miteinander zusammenhängen.
Nachdem Sie sich bewusster geworden sind, was Sie denken und zu welchen Mustern Ihre Gedanken neigen, können Sie etwas tun, um diese zu verändern, falls nötig.
Es gibt mehrere wichtige Möglichkeiten, wie Sie sich selbst helfen können.
Viele Menschen neigen dazu sich selbst zu beschimpfen, sich zu bestrafen und sich ständig zu kritisieren. Es ist gut, die Verantwortung zu überenehmen und nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Sich selbst die Schuld zu geben, weil etwas nicht erreicht wurde macht es nicht besser, im Gegenteil! Pflegen Sie positive innere Dialoge.
Eine Möglichkeit, dies zu tun, besteht darin, bewusst daran zu arbeiten, was Sie gerade denken. Wenn Sie bemerken, dass Sie etwas Negatives denken, konzentrieren Sie sich stattdessen auf etwas Positives. Anstatt darüber nachzugrübeln, was Sie falsch gemacht haben, konzentrieren Sie sich darauf, was Sie beim nächsten Mal anders machen werden, was Sie aus der Erfahrung gelernt haben oder was Sie gut gemacht haben.
Innere Dialoge neigen dazu, sich auf die Vergangenheit zu konzentrieren. Vergangenheitsorientierte Fragen, wie „Was hätte sein können“ und sorgenvolle Fragen über die Zukunft, wie „Was könnte katastrophales geschehen?“ binden zu viel Aufmerksamkeit.
Leben Sie in der Gegenwart. Wenn Sie sich also auf die Gegenwart konzentrieren, wird Ihr innerer Dialog ein wenig ruhiger, und Sie können sich auf das konzentrieren, was jetzt geschieht, es schätzen und gestalten.
Achtsamkeit und Dankbarkeit sind wesentlich. Eine Möglichkeit, die Richtung Ihrer Gedanken zu ändern und vor allem zu verhindern, dass Sie mehr oder weniger wollen, ist, darüber nachzudenken, wofür Sie dankbar sein können. Es hilft Ihnen, positiver zu denken, weil Sie nach dem Guten in Ihrem Leben suchen.
Die Steuerung Ihres inneren Dialogs erfordert Zeit, Übung und wohlwollende Pflege. Wie jede andere mentale Fähigkeit braucht es Zeit, um zu lernen und so zu integrieren, dass es zum Teil der Persönlichkeit wird.
Mit Druck wird vieles nur noch schwerer. Gehen Sie gut mit sich um, wenn es mal schwerfällt, wie gewünscht zu denken. Es wird immer einfacher.
Interessante Selbstgespräche setzen einen klugen Partner voraus.
H. G. Wells
Negative Selbstgespräche sind Gift. Sie blockieren die eigene Leistung und erhöhen das Risiko für einen Misserfolg. Nicht nur bei Spitzensportlern gehört deshalb Mentaltraining heute dazu, auch in anderen Bereichen lohnt es sich hilfreiche innere Dialoge zu fördern. So wird die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, was angestrebt wird. Daraus folgen erstaunliche Veränderungen im Erleben und Verhalten.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2014
Überarbeitung: 24. Juli 2019
AN: #2320
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