Didaktisches Brainstorming als Kreativitätstechnik

Didaktisches Brainstorming: Schritt-für-Schritt-Anleitung und Tipps zur Kreativitätstechnik

Kreativitätstechniken: Beim didaktischen Brainstorming mit etwas Inspiration den kreativen Fluss fördern
 
Kreativitätstechniken - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Didaktische Brainstorming bringt Sie auf die Spur

 

Bei dieser Form des Brainstormings kennt zu Beginn nur der Moderator das eigentliche Kernproblem. Die Teilnehmer werden schrittweise an das Problem heranführt. Durch die sehr weit gefasste Problemstellung wird eine erste, sehr allgemeine Lösungsfindung angeregt. Versiegt der Ideenfluss bekommen die Teilnehmer zusätzliche Informationen des zunehmend genauer formulierten Problems. Es folgen erneute Suchen nach Ideen, bis das Problem vollständig enthüllt ist. Auf diese Weise wird ein breites Ideenspektrum genutzt, weil die Beteiligten nicht vorschnell eingeengt werden. Im Artikel bekommen Sie Tipps und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Überblick

Mit etwas Inspiration den kreativen Fluss fördern

 

Eine Variante des Brainstormings ist das didaktische Brainstorming. Sie wurde ursprünglich von William J. J. Gordon als Progressive Revelation (Fortschreitende Enthüllung) entwickelt. Später wurde sie auch als Gordon-Little-Technik bekannt.

Die Besonderheit dieser Kreativitätstechnik ist, dass nur der Moderator die tatsächliche Problemstellung kennt und die Teilnehmer schrittweise durch den Ideenfindungsprozess führt. Zunächst gibt er daher nur eine breite Definition des Sachverhaltes. Indem die Problemstellung also anfangs sehr weit gefasst wird, geht die Gruppe zuerst an eine allgemeine Lösungsfindung.

Sobald der Ideenfluss versiegt, versorgt der Leiter seine Gruppe mit einigen zusätzlichen Informationen über das zunehmend spezieller formulierte Problem und die Ideensuche geht weiter. Fein dosiert der Moderator Menge und Art der Informationen, die er mitteilt, und erhöht so schrittweise die Komplexität der Problemstellung. Erst am Ende legt der Moderator das gesamte Problem offen und leitet so auf der Basis der bis dahin gewonnenen Ideen eine umfassende Lösungsfindung ein. Dadurch wird ein breiteres Spektrum von Perspektiven genutzt. Die Beteiligten bleiben offener für Möglichkeiten, anstatt sich übereilt durch ihre Erfahrungen in der Zielthematik und daraus möglicherweise abgeleitete Vorannahmen zu fokussieren und einzuengen.

Der Prozess dauert mindestens 30 bis 50 Minuten, oft aber auch mehrere Stunden bei vorzugsweise 4 bis 7 Teilnehmern.

 

 

 

 

Schritt-für-Schritt-Anleitung

 

Der Moderator beschreibt den Prozess und die Philosophie dieser Kreativitätstechnik. Besonders wesentlich ist der Hinweis, dass er die Teilnehmer schrittweise an das Kernproblem heranführen wird. Dann präsentiert er die Aufgabenstellung beziehungsweise das Problem in einer sehr breiten, allgemeinen und grundsätzlichen Form, damit die Teilnehmer ihre Gedanken freien Raum lassen können. Die Gruppe startet zu einer ersten Ideensammlung bezogen auf die sehr abstrakt formulierte Aufgabenstellung.

Dann gibt der Moderator einige ergänzende Informationen bekannt, die die Aufgabenstellung zunehmend mehr konkretisieren und fordert die Beteiligten zu einer neuen Ideensammlung, bezogen auf die konkreter gefasste Fragestellung auf.

Je nach Komplexität der eigentlichen Aufgabenstellung enthüllt der Moderator nach und nach weitere Einzelheiten und fordert die Gruppe anschließend zu einer Ideenfindung auf – bis schließlich das eigentliche Problem beziehungsweise die eigentliche Aufgabenstellung vollständig genannt wird und Anlass zu einem letzten Durchlauf wird.

Abschließend werden alle Ideen präsentiert und können, mittels einer weiteren Kreativitätstechnik für die Aufgabenstellung genutzt werden.

 

 

 

 

Einsatzbereiche

 

Didaktisches Brainstorming wird beispielsweise eingesetzt für:

  • Entwicklung von neuen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen.
  • nicht eindeutig definierte Problemen

 

 

 

 

Vor- und Nachtteile des didaktischen Brainstormings

 

 

Vorteile

 

  • Durch das schrittweise Konkretisieren ist das Ideenspektrum größer, und die Teilnehmer versteifen sich nicht auf voreilige Annahmen.
  • Komplexe Probleme werden übersichtlicher.

 

 

 

Nachteile

 

  • Die Anforderungen an den Moderator sind sehr hoch.
  • Es ist eine fundierte Vorbereitung des Moderators erforderlich.

 

 

 

 

Fazit

 

Das didaktische Brainstorming hilft dabei der Versuchung zu entkommen zu früh eingeschränkten Lösungen zu folgen, indem es den Lösungsraum lange offen hält.

 

 

 

 

Anmerkungen

 

Sind Sie auf den Geschmack gekommen? Weitere Informationen zu dieser und zu anderen Kreativitätstechniken finden Sie in meinem Buch Kreativitätstechniken, erschienen im Verlag Cornelsen Skriptor.

Wo kann ich die professionelle Anwendung und Moderation des didaktischen Brainstormings lernen?

 

Wenn Sie die Methode des didaktischen Brainstormings für sich und im Team anwenden wollen, dafür einen Moderator wünschen oder selbst lernen wollen, diese Funktion zu übernehmen, unterstütze ich Sie gerne.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Wer Kreativität sät, wird Ideen ernten.

P.S.

 

Hast du mit dieser Kreativitätstechnik Erfahrungen gesammelt? Welche Techniken bevorzugen Sie und wie kommen Sie zu Ihren Ideen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. Februar 2007
Überarbeitung: 23. Juni 2019
Englische Version:
AN: #84512
K: CNB
Ü:

Wo versteckt sich die Inspiration? Warum Ortswechsel neue Gedanken ermöglichen können

Wo versteckt sich die Inspiration? Warum Ortswechsel neue Gedanken ermöglichen können

Inspiration finden
Wo versteckt sich die Inspiration?

Wo versteckt sich die Inspiration? Warum Ortswechsel neue Gedanken ermöglichen können

Manchmal sitzt du vor einem Problem und denkst immer wieder dieselben Gedanken.

Du liest noch einmal.

Du formulierst um.

Du schaust auf den Bildschirm.

Und trotzdem kommt nichts Neues hinzu.

Vielleicht fehlt dir in diesem Moment weniger Disziplin.

Vielleicht fehlt ein anderer Blick.

Inspiration lässt sich kaum befehlen. Du kannst jedoch Bedingungen schaffen, unter denen neue Gedanken leichter entstehen.

 

 

 

 

Wo entstehen gute Ideen?

 

Bei mir häufig dort, wo ich gerade nicht ausdrücklich nach ihnen suche.

Beim Gehen.

In einem Café.

Im Tiergarten.

Auf Reisen.

In einer Ausstellung.

Oder mitten in einem Gespräch.

Vielleicht kennst du das.

Du sitzt lange am Schreibtisch und kommst kaum weiter.

Dann stehst du auf.

Du gehst ein paar Minuten.

Und plötzlich erscheint ein Gedanke, der vorher nicht verfügbar war.

 

 

 

 

Inspiration ist weniger Magie als Perspektivwechsel

 

Das Wort Inspiration klingt schnell geheimnisvoll.

Als müsste eine Idee plötzlich irgendwoher „eingehaucht“ werden.

In der Praxis entstehen neue Gedanken häufig viel unspektakulärer.

Du bekommst:

  • einen anderen Reiz
  • eine neue Perspektive
  • einen Gesprächsfetzen
  • eine unerwartete Beobachtung
  • Abstand zum bisherigen Denkweg

Und dadurch beginnt dein Denken, andere Verbindungen herzustellen.

 

 

 

Das Problem mit dem immer gleichen Ort

 

Ein vertrauter Arbeitsplatz ist hervorragend für:

Routine.

Organisation.

Abarbeiten.

Fokus.

Genau deshalb kann er für neue Gedanken gelegentlich weniger hilfreich sein.

Der Ort aktiviert vertraute Abläufe.

Und manchmal auch vertraute Gedanken.

 

 

 

Orte enthalten Erwartungen

 

Im Besprechungsraum sprechen wir anders als auf einer Parkbank.

Im Büro denken wir anders als beim Gehen.

In einem Café beobachten wir andere Dinge als vor dem eigenen Bildschirm.

Ein Ortswechsel verändert deshalb nicht automatisch deine Kreativität.

Er verändert jedoch den Kontext, in dem du denkst.

 

 

 

Neue Reize können neue Verbindungen ermöglichen

 

Vielleicht siehst du:

eine ungewöhnliche Architektur.

ein Gespräch am Nebentisch.

eine Ausstellung.

eine Bewegung.

eine Farbe.

eine Situation.

Und plötzlich entsteht eine Verbindung zu deinem Thema.

Die Idee war weniger im Café versteckt.

Dein Denken hatte dort nur anderes Material zur Verfügung.

 

 

 

 

Bewegung verändert den Denkzustand

 

Deshalb arbeite ich bei bestimmten Themen gern im Gehen.

Wenn du gehst, verändert sich etwas.

Du sitzt weniger fest.

Du schaust weniger auf denselben Punkt.

Das Gespräch bekommt Rhythmus.

Gedanken können sich entwickeln, während sich auch der Körper bewegt.

 

 

 

Gehen ist keine Kreativitätsgarantie

 

Natürlich entsteht bei einem Spaziergang nicht automatisch die große Idee.

Doch Bewegung kann helfen, aus einer festgefahrenen Situation herauszukommen.

Gerade dann, wenn du bereits lange auf dasselbe Problem starrst.

 

 

 

Wenn du feststeckst, ändere eine Variable

 

Zum Beispiel:

den Ort.

die Körperhaltung.

das Tempo.

das Medium.

die Frage.

Das klingt simpel.

Und genau deshalb wird es häufig übersehen.

 

 

 

Inspiration braucht gelegentlich Abstand

 

Manchmal entsteht keine Idee, weil du zu nah am Problem bist.

Du kennst:

jede Einschränkung.

jedes Gegenargument.

jede bisherige Lösung.

Das kann Expertise sein.

Und gleichzeitig den Blick verengen.

 

 

 

Die Pause ist Teil des Denkens

 

Wir behandeln Pausen gern wie Unterbrechungen produktiver Arbeit.

Doch manchmal arbeitet ein Gedanke gerade dann weiter, wenn du dich einer anderen Sache zuwendest.

Deshalb kommen Ideen häufig:

unter der Dusche.

beim Spaziergang.

beim Kochen.

kurz vor dem Einschlafen.

In solchen Momenten kontrollierst du weniger aktiv.

 

 

 

Inspiration entsteht selten unter maximalem Druck

 

Der Satz:

„Ich brauche jetzt sofort eine geniale Idee.“

ist erstaunlich wenig inspirierend.

Druck verengt Aufmerksamkeit.

Das kann bei klar umrissenen Aufgaben hilfreich sein.

Bei offenen kreativen Fragen brauchst du häufig mehr Spielraum.

 

 

 

Erst öffnen, später bewerten

 

Ein häufiger Fehler:

Eine Idee taucht auf.

Und sofort beginnt die Bewertung.

„Das funktioniert nicht.“

„Das hatten wir schon.“

„Das ist zu ungewöhnlich.“

Dann endet der Gedanke, bevor er sich entwickeln konnte.

 

 

 

Ideen und Bewertung brauchen unterschiedliche Momente

 

Beim ersten Schritt geht es um:

Was könnte möglich sein?

Später geht es um:

Was davon trägt?

Beides ist wichtig.

Nur nicht immer gleichzeitig.

 

 

 

Träumer, Realist und Kritiker

 

Ein bekanntes Kreativitätsmodell arbeitet mit drei unterschiedlichen Perspektiven:

  • Träumer
  • Realist
  • Kritiker

Die Idee dahinter gefällt mir:

Zuerst entstehen Möglichkeiten.

Dann wird geprüft, wie sie umgesetzt werden könnten.

Danach werden Schwächen und Risiken betrachtet.

 

 

 

Der Kritiker braucht seinen Zeitpunkt

 

Kritisches Denken ist wertvoll.

Zu früh eingesetzt kann es Ideen abwürgen.

Zu spät eingesetzt kann es teuer werden.

Deshalb lohnt sich eine bewusste Reihenfolge.

 

 

 

Du kannst unterschiedliche Orte dafür nutzen

 

Vielleicht entwickelst du Ideen beim Gehen.

Prüfst sie später am Schreibtisch.

Und nimmst die kritischste Analyse am nächsten Morgen vor.

Das ist keine Pflicht.

Es ist eine Möglichkeit, unterschiedliche Denkmodi besser voneinander zu trennen.

 

 

 

Welche Orte inspirieren?

 

Das ist sehr individuell.

Einige meiner Favoriten:

  • Cafés
  • Buchhandlungen und Bibliotheken
  • Museen und Ausstellungen
  • Parks
  • Zoologische Gärten
  • Aquarien
  • Seeufer
  • Aussichtspunkte
  • Flughäfen und Bahnhöfe
  • Hotellounges
  • Orte mit viel Bewegung

Andere Menschen brauchen dagegen:

Stille.

Abgeschiedenheit.

ein leeres Zimmer.

eine vertraute Umgebung.

Es gibt keinen universell inspirierenden Ort.

 

 

 

Der beste Ort ist der, der zu deiner Denkaufgabe passt

 

Wenn du ein komplexes Konzept konzentriert ausarbeiten möchtest, brauchst du vielleicht Ruhe.

Wenn du neue Ideen suchst, kann etwas mehr Reiz hilfreich sein.

Wenn du eine schwierige Entscheidung sortieren möchtest, kann Bewegung helfen.

Wenn du eine Rede emotional entwickeln möchtest, kann ein Ort mit Atmosphäre nützlich sein.

 

 

 

Inspiration aus Beobachtung

 

Du musst dabei keineswegs ständig nach „Ideen“ suchen.

Beobachte.

Wie bewegen sich Menschen?

Was fällt dir auf?

Welche Probleme lösen andere?

Was überrascht dich?

Was irritiert dich?

Neugier ist ein hervorragender Rohstoff.

 

 

 

Inspiration aus fremden Disziplinen

 

Viele gute Ideen entstehen, wenn Gedanken aus einem Bereich in einen anderen übertragen werden.

Zum Beispiel:

Was kann eine Führungskraft vom Theater lernen?

Was kann eine Präsentation von Film erzählen lernen?

Was kann eine Entscheidung von Architektur lernen?

Die Verbindung muss zunächst kaum perfekt sein.

Interessant ist, welche neue Frage daraus entsteht.

 

 

 

Inspiration braucht Input

 

Wer nur ausgeben möchte, ohne etwas aufzunehmen, leert irgendwann den Vorrat.

Deshalb gehören für mich dazu:

  • lesen
  • zuhören
  • beobachten
  • reisen
  • Gespräche
  • Kunst
  • Natur

Nicht alles muss unmittelbar nützlich sein.

 

 

 

Nützlichkeit kann Kreativität einengen

 

Wenn du bei jedem Eindruck sofort fragst:

„Was bringt mir das?“

übersiehst du möglicherweise Verbindungen, deren Wert erst später sichtbar wird.

Manche Ideen brauchen Zeit.

 

 

 

Notiere Ideen, bevor sie verschwinden

 

Inspiration besitzt eine unangenehme Eigenschaft:

Sie hält sich weniger zuverlässig an Bürozeiten.

Deshalb:

Notizbuch.

Smartphone.

Sprachnotiz.

Was immer für dich funktioniert.

Eine gute Idee, die du später sicher noch wissen wirst, ist erstaunlich oft weg.

 

 

 

Nicht jede Idee verdient Umsetzung

 

Das gehört ebenfalls dazu.

Inspiration liefert Möglichkeiten.

Entscheidung wählt aus.

Diese beiden Aufgaben sollten nicht verwechselt werden.

 

 

 

Kreativität produziert Optionen

 

Dann beginnt die nächste Frage:

Welche Option passt zum Ziel?

Gerade bei Entscheidungen ist das wichtig.

Eine kreative Lösung ist nicht automatisch eine gute Lösung.

 

 

 

Das Problem bestimmt die Qualität der Idee

 

Du kannst eine brillante Lösung entwickeln.

Wenn du das falsche Problem bearbeitest, bleibt sie nutzlos.

Deshalb frage vor der Ideenfindung:

Welche Frage möchte ich eigentlich beantworten?

 

 

 

Vielleicht brauchst du keine neue Idee

 

Vielleicht brauchst du eine bessere Frage.

Das ist häufig der spannendere Perspektivwechsel.

 

 

 

Inspiration für Präsentationen

 

Gerade bei Präsentationen beginnt kreative Arbeit häufig zu spät.

Dann wird sofort PowerPoint geöffnet.

Folien werden verschoben.

Design wird verändert.

Doch die eigentliche Idee fehlt.

 

 

 

Erst Botschaft, dann Folien

 

Bevor du gestaltest:

Was soll beim Publikum hängen bleiben?

Was soll sich verändern?

Welche Perspektive möchte ich eröffnen?

Erst danach braucht es Folien.

 

 

 

Raus aus PowerPoint

 

Wenn du bei einer Präsentation feststeckst, kann es hilfreich sein:

den Bildschirm zu schließen.

zu gehen.

laut zu erzählen.

mit Papier zu arbeiten.

eine Skizze zu machen.

Das verändert das Denken.

 

 

 

Inspiration für Entscheidungen

 

Auch Entscheidungen scheitern gelegentlich weniger an Bewertung als an fehlenden Optionen.

Dann stehen scheinbar nur zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

A oder B.

Vielleicht fehlt C.

Oder eine Kombination.

Oder eine völlig andere Fragestellung.

 

 

 

Optionsnebel

 

Unter Druck wird Denken häufig enger.

Dann sehen wir eher:

bekannte Wege.

Risiken.

notwendige Entscheidungen.

Ein Perspektivwechsel kann helfen, den Raum wieder zu öffnen.

 

 

 

Eine hilfreiche Frage

 

Was würde ich sehen, wenn ich diese Situation zum ersten Mal betrachten würde?

Das gelingt natürlich nie vollständig.

Doch die Frage kann vertraute Annahmen sichtbar machen.

 

 

 

Eine weitere Frage

 

Was würde jemand aus einem völlig anderen Beruf hier erkennen?

Auch das kann Denkgewohnheiten unterbrechen.

 

 

 

Inspiration durch Gespräche

 

Manchmal brauchst du weniger einen Rat.

Du brauchst ein Gegenüber, das:

zuhört.

nachfragt.

eine andere Perspektive anbietet.

Während du erklärst, wird dein eigener Gedanke klarer.

 

 

 

Gute Fragen inspirieren stärker als schnelle Lösungen

 

Ein Sparringspartner muss weniger sofort wissen, was du tun solltest.

Interessanter kann eine Frage sein, auf die du bisher noch keine Antwort hast.

Zum Beispiel:

Welche Annahme begrenzt gerade deine Möglichkeiten?

 

 

 

Coaching-Walks und Denken in Bewegung

 

Für bestimmte Themen nutze ich deshalb gern Gespräche im Gehen.

In Berlin beispielsweise im Tiergarten oder rund um den Zoologischen Garten.

Nicht als touristisches Rahmenprogramm.

Sondern weil Bewegung und wechselnde Eindrücke bei manchen Fragestellungen einen anderen Gesprächsraum schaffen können.

 

 

 

Der Weg gehört dann zur Arbeit

 

Ein Gedanke entsteht.

Wir gehen weiter.

Etwas verändert die Perspektive.

Eine neue Frage entsteht.

Das kann besonders bei:

  • Entscheidungen
  • Neuorientierung
  • Konzeptentwicklung
  • Präsentationen

hilfreich sein.

 

 

 

Inspiration lässt sich vorbereiten

 

Das klingt paradox.

Doch du kannst:

Material sammeln.

Fragen formulieren.

unterschiedliche Orte nutzen.

Bewegung einplanen.

Ideen notieren.

Dann lässt du Raum.

 

 

 

Kreativität braucht Struktur und Freiheit

 

Nur Freiheit kann zerfasern.

Nur Struktur kann erstarren.

Gute kreative Arbeit braucht häufig beides.

Einen klaren Rahmen.

Und darin Beweglichkeit.

 

 

 

Was tun, wenn gar nichts kommt?

 

Dann hör für einen Moment auf, Inspiration zu verlangen.

Bearbeite einen kleineren Teil.

Sammle Material.

Wechsle die Tätigkeit.

Schlaf darüber.

Oder rede mit jemandem.

Ein blockierter Gedanke wird selten besser, wenn du ihn mit Gewalt festhältst.

 

 

 

Und manchmal braucht es schlicht Arbeit

 

Auch das gehört zur Wahrheit.

Inspiration wird gelegentlich romantisiert.

Nicht jeder gute Text beginnt mit einem Geistesblitz.

Nicht jede gute Präsentation entsteht aus einem genialen Moment.

Viele Ideen werden erst gut, weil sie:

überarbeitet.

geprüft.

verdichtet.

verworfen.

neu zusammengesetzt.

werden.

 

 

 

Inspiration ist der Anfang, selten das Endprodukt

 

Ein Einfall kann in Sekunden entstehen.

Eine tragfähige Idee braucht häufig länger.

Darum gehören zusammen:

Inspiration.

Handwerk.

Urteilskraft.

 

 

 

Sieben Möglichkeiten, wenn deine Gedanken feststecken

 

1. Wechsel den Ort

Nicht weit.

Nur anders.

 

2. Geh ein Stück

Bewegung verändert den Zustand.

 

3. Formuliere das Problem neu

Vielleicht bearbeitest du gerade die falsche Frage.

 

4. Trenne Ideen und Kritik

Erst Möglichkeiten.

Dann Bewertung.

 

5. Suche einen fremden Reiz

Kunst, Bücher, Natur, Menschen.

 

6. Sprich den Gedanken laut aus

Beim Erklären werden Lücken sichtbar.

 

7. Lass den Gedanken gelegentlich in Ruhe

Abstand kann produktiv sein.

 

 

 

Häufige Fragen

 

Kann ein Ortswechsel wirklich kreativer machen?

Ein Ortswechsel garantiert keine kreativen Ideen. Er kann jedoch neue Reize, Bewegung und Abstand zu vertrauten Denkgewohnheiten schaffen und damit einen Perspektivwechsel erleichtern.

 

Wo findet man am besten Inspiration?

Das ist individuell. Manche Menschen denken besser in Cafés oder beim Gehen, andere brauchen Ruhe. Entscheidend ist, welche Umgebung zur jeweiligen Denkaufgabe passt.

 

Hilft Bewegung beim Denken?

Viele Menschen erleben, dass Gehen offene Denkprozesse unterstützt. Besonders bei festgefahrenen Gedanken kann ein Spaziergang einen anderen mentalen Zustand ermöglichen.

 

Was kann ich bei einer kreativen Blockade tun?

Wechsle beispielsweise Ort, Medium oder Fragestellung. Sammle zunächst Material, trenne Ideenfindung von Bewertung und gib dem Thema gelegentlich Abstand.

 

Wie finde ich neue Ideen für eine Präsentation?

Beginne nicht bei den Folien. Kläre zuerst Botschaft, Publikum und gewünschte Wirkung. Ein Ortswechsel oder das laute Erzählen der Präsentationsidee kann anschließend neue Perspektiven eröffnen.

 

Kann Inspiration erzwungen werden?

Kaum zuverlässig. Du kannst jedoch Bedingungen schaffen, die Ideen begünstigen: interessante Reize, Ruhe, Bewegung, Austausch und genügend geistigen Spielraum.

 

Brauche ich Kreativität für Entscheidungen?

Bei manchen Entscheidungen ja. Besonders wenn die bekannten Optionen unbefriedigend sind, kann kreative Arbeit helfen, zusätzliche Möglichkeiten zu entdecken.

 

Sind kreative Ideen automatisch gute Ideen?

Nein. Kreativität erweitert Möglichkeiten. Danach braucht es Bewertung, Realitätsprüfung und Entscheidung.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Inspiration versteckt sich wahrscheinlich an keinem bestimmten Ort.

Sie wartet kaum im Café.

Nicht im Park.

Nicht am Meer.

Und auch nicht auf der nächsten Seite eines Buches.

Doch manche Orte helfen uns, anders wahrzunehmen.

Anders zu fragen.

Anders zu verbinden.

Und dadurch können neue Gedanken entstehen.

Wenn deine Gedanken immer wieder denselben Weg nehmen, musst du manchmal weniger härter denken als den Weg verändern.

 

 

 

Wenn du bei einer wichtigen Frage feststeckst

 

Manchmal fehlt weniger eine fertige Lösung als ein größerer Möglichkeitsraum.

Das kann eine:

  • wichtige Entscheidung
  • Präsentation
  • berufliche Neuorientierung
  • strategische Frage

betreffen.

Im persönlichen 1:1 können wir die Situation aus verschiedenen Perspektiven betrachten und neue Optionen entwickeln.

Je nach Thema online, in meinen Räumen in Berlin City West oder auch als Coaching-Walk.

Dabei geht es nicht darum, Kreativität zu erzwingen.

Es geht darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen du wieder mehr sehen kannst als die bisher bekannten Möglichkeiten.

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. Dezember 2014
Überarbeitung: 8. Juli 2026

Spiel und Kreativität, sind ein gutes Gespann. Hoch lebe die Experimentierfreudigkeit!

Spiel und Kreativität, sind ein gutes Gespann. Hoch lebe die Experimentierfreudigkeit!

Kreativität ist ein menschlicher Reflex, der reaktiviert weden kann.
Spiel

Spiel, Experimentierfreudigkeit und Ideenfindung

 

Eine gute Portion Verspieltheit ist gut für kreative Prozesse. Nur bleiben viele in der Kindheit noch vorhandenen Fähigkeiten durch die Konditionierung der Erziehung auf der Strecke. Was hilft dabei die spielerische Experimentierfreude zu pflegen?

 Überblick

 

 

 

 

Spiel und Kreativität

 

Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind.

Arthur Schopenhauer

 

Eine gute Portion Verspieltheit ist gut für kreative Prozesse. Nur bleiben viele in der Kindheit noch vorhandenen Fähigkeiten durch die Konditionierung der Erziehung auf der Strecke.

 

Jedes Kind ist ein Künstler.
Das Problem ist, ein Künstler zu bleiben, wenn du erwachsen bist.

Pablo Picasso

 

Kinder beachten beim Denken kaum Beschränkungen und Begrenzungen. Sie sind in alle Richtungen unterwegs und erkunden sie spielerisch. In dieser Zeit scheint alles möglich zu sein. Erkunden statt bewerten!

 

 

 

 

Aus und vorbei

 

Irgendwann ist die Kindheit auch offiziell beendet. Gerade noch voller Spielfreude und dann das!

Ein paar Jahre später sind die Tiefen ausgelotet, die Grenzen weitgehend abgesteckt. Die Überzeugung dominiert; das Leben ist kein Ponyhof. Wozu Wegen folgen, die zu nichts führen? Viele interessante Gedanken bleiben unberücksichtigt. Ernsthaftigkeit wird zelebriert.

 

 

 

Hoch lebe die Experimentierfreude

 

Für erfolgreiche kreative Prozesse werden die Fähigkeiten unterschiedlicher Perspektiven in möglichst reiner Form benötigt. Freies kindliches Denken wird gebraucht, um das Zielszenario (Sollzustand) zu erkunden, Ideen zu generieren und weiterzuentwickeln. Und auch die realistischen, kritischen und bewertenden Elemente haben ihre Bedeutung. Träumer, Realist und Kritiker sind eingeladen ihren Beitrag zu leisten. Jeder zu seiner Zeit! Das ist allerdings nicht jedem von uns in die Wiege gelegt, meist fühlen wir uns in einer der Rollen wohler. Um die Fähigkeit des Wechsels zu fördern ist beispielsweise die Kreativitätstechnik Walt-Disney-Methode geeignet. Mit ihrer Hilfe wird das gezielt genutzt und geht mit Übung und Wiederholungen bald in Fleisch und Blut über.

 

 

 

Gute Kombination: Spieltrieb und Disziplin

 

Erfolgreiche kreative Menschen sind meist sowohl verspielt als auch diszipliniert. Das Spielerische ist eine wichtige Eigenschaft bei kreativen Menschen. Wo sich die meisten Menschen fragen „Warum?“, fragen sich kreative Geister eher: „Weshalb nicht?” und schließlich „Wie realisiere ich das?“. Gleichzeitig können sich jene die sowohl kreativ als auch erfolgreich sind, sich konzentriert einer Aufgabe widmen und bis spät in die Nacht daran arbeiten, bis eine Lösung gefunden ist. Diesen Spieltrieb gilt es zu erhalten und gegebenenfalls wieder zu aktivieren und zu pflegen.

 

 

 

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Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen Verspieltheit und Kreativität? Sind die beiden Element im professionellen Einsatz kompatibel oder widersprechen sie sich? Was hilft dabei die spielerische Experimentierfreude zu pflegen?

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2007
Überarbeitung: 31. Mai 2019
Englische Version:
AN: #371
K:
Ü:

Imaginäres Brainstorming: Anleitung, Tipps und Tricks für diese Kreativitätstechnik

Imaginäres Brainstorming: Schritt-für-Schritt-Anleitung und Tipps zur Kreativitätstechnik

Kreativitätstechniken
Kreativitätstechniken - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Imaginäres Brainstorming

 

Imaginäres Brainstorming ist eine, dem „Was wäre, wenn“ verwandte Ideenfindungstechnik und Variation des Brainstorming. Bezogen auf die Aufgabenstellung, werden einige Rahmenbedingungen außer Kraft gesetzt bzw. radikal geändert werden. So hilft die Kreativitätstechnik eingefahrene Routine abzuschütteln.

Die Ursache der meisten Probleme ist nicht, was die Menschen nicht kennen, sondern was sie wissen und falsch ist.

Mark Twain

 

 

Überblick

 

 

 

 

Raus aus Gewohnheiten

 

Menschen sind Gewohnheitstiere. Das hat einige Vorteile. So erleichtert Routine in der Regel das Leben. Doch nicht jede bisher noch so bewährte Praxis führt immer zum gewünschten Ziel. Nur wie von den lieb gewonnenen Gewohnheiten lösen?

Gedankenspiele dienen dazu, mittels veränderter Rahmenbedingungen neue Wege zu beschreiten. Imaginäres Brainstorming hilft, wenn eingefahrene Routine die Beweglichkeit einschränkt. Durch ein imaginäres „Was wäre, wenn…?“ soll erreicht werden, dass die Teilnehmer sich von blockierenden Denkmustern und Betriebsblindheit lösen. Dadurch werden Alternativen eher erkannt, und neue Wege können beschritten werden. Vorhandene Fixierungen auf bisherige Konstellationen und Beharrungstendenzen werden so zugunsten neuer und ungewöhnlicher Einfälle aufgelöst.

Das funktioniert jedoch nur dann, wenn sich die Teilnehmer darauf einlassen und bereit sind, auch auf den ersten Blick absurd anmutenden Vorstellungen Raum zu geben. Fehlt diese grundsätzliche Bereitschaft, kann es zu massiven Widerständen kommen. Dann ist ein erfahrener Moderator gefragt, der es vermag, die Teilnehmer für diese Kreativitätsübung zu öffnen.

Imaginäres Brainstorming dauert in der Regel ca. 30 bis 40 Minuten bei vorzugsweise 4 bis 7 Teilnehmern.

 

 

 

Schritt-für-Schritt-Anleitung

 

 

Phase 1: Vorbereitung

 

Bevor es losgeht, erläutert der Moderator das anzugehende Problem und formuliert die Zielsetzung. Dann verändert er wesentliche (Rahmen-)Bedingungen. Geht es beispielsweise darum, die Benutzerfreundlichkeit eines Handys für ältere, wenig technikerfahrene Menschen zu verbessern, kann etwa davon ausgegangen werden, dass die Anwender nur über zwei Finger verfügen und die Neuentwicklung allein an diese Nutzer angepasst werden soll. Unter dieser Annahme verändert sich sogleich der Fokus: Nun steht die Konzentration auf die wesentlichen Funktionen eines Handys und deren übersichtliche Gestaltung im Vordergrund.

 

 


Phase 2: Ideensammlung

 

In Phase 2 werden mittels klassischem Brainstorming Ideen gesammelt. Es kann hierfür aber auch je nach Teilnehmern und Aufgabenstellung eine andere Kreativitätstechnik genutzt werden.

 

 


Phase 3: Auswertung

 

Nach einer kleinen Pause folgt die Aufbereitung der Ideen. Abschließend werden dann gemeinsam die Ansätze ausgewählt, die weiter verfolgt werden sollen.

 

 

 

Vor- und Nachteile des Imaginären Brainstormings

 

Vorteile:

  • Es kann leichter über den Tellerrand gesehen werden.
  • Oft entstehen ungewöhnliche Ideen.
  • Imaginäres Brainstorming macht Spaß und ermöglicht eine unbeschwertere Herangehensweise an eine Aufgabe.

 

Nachteile:

  • Es werden hohe Anforderungen an den Moderator gestellt.
  • Die Teilnehmer müssen offen für diese Kreativitätstechnik sein.

 

 

 

Fazit

 

Beim imaginären Brainstorming entstehen oft außergewöhnliche Lösungen, da hierbei Denkprozesse aus gewohnten Bahnen herauslöst werden.

Wo kann ich die professionelle Anwendung und Moderation lernen?

 

Wenn Sie diese Methode für sich und im Team anwenden wollen, dafür einen Moderator wünschen oder selbst lernen wollen, diese Funktion zu übernehmen, unterstütze ich Sie gerne.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
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  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

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Haben Sie Erfahrungen mit oder Fragen zum Imaginären Brainstorming?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2007
Überarbeitung: 28. Mai 2019
AN: #371
K:
Ü:

Kreativitätstechnik Destruktiv-konstruktives Brainstorming: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Kreativitätstechnik Destruktiv-konstruktives Brainstorming: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Kreativitätstechniken für die professionelle Praxis
Haarige Angelegenheit ... Kreativität - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Destruktiv-konstruktives Brainstorming für die Ideenfindung

 

Destruktiv-konstruktives Brainstorming deckt zuerst alle offensichtlichen und denkbaren Schwächen, Risiken und Unzulänglichkeiten einer zur Diskussion stehenden Vorgehensweise auf. Erfahren Sie mehr über Vorteile, Eigenarten und Einsatz dieser Kreativitätstechnik.

Überblick

 

 

 

 

 

Platz schaffen

 

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.

Friedrich Wilhelm Nietzsche

 

 

Kreativität ist Zerstörung! Oder anders ausgedrückt: „Um Neues zu kreieren, muss Altes weichen.“ So lautet das Motto des destruktiv-konstruktiven Brainstormings. Allerdings folgt der destruktiven Phase dann die konstruktive.

Kreativität ist manchmal eine haarige Angelegenheit. Zu Beginn dieser Variante des Brainstormings werden deshalb alle offensichtlichen und denkbaren Schwächen, Risiken und Unzulänglichkeiten einer zur Diskussion stehenden Vorgehensweise aufgedeckt. Diese destruktive Sicht der Dinge wird dann in eine konstruktive Herangehensweise überführt, indem Vorschläge gesammelt werden, mit denen den erkannten Schwächen begegnet werden kann.

Destruktiv-konstruktives Brainstorming liefert eine nützliche Situationsbeschreibung. Dadurch wird gewährleistet, dass die gesamte Tragweite einer Problematik erkannt wird. So wird der Versuchung entkommen, negative Aspekte unter den Teppich zu kehren.

Indem komplexe Probleme in viele kleine Teilprobleme zerlegt werden, werden sie besser greifbar. Für die Einzelelemente des Problems lassen sich so leichter spezifische und wirksame Lösungen finden. Auf diesen Einzellösungen baut dann die Gesamtlösung auf.

Meist dauert das Destruktiv-konstruktive Brainstorming mit idealerweise 4 bis 7 Teilnehmern 30 bis 40 Minuten.

 

 

 

 

Schritt-für-Schritt-Anleitung

 

Die Phasen der Ideenproduktion werden hier unterteilt. Bei dieser Art des Brainstormings werden zuerst negative Anmerkungen zu den Ideen gemacht, erst dann folgen konstruktive Ideen produziert, mit denen die Sache weiter entwickelt werden kann. Dadurch kann es sein, dass Ideen origineller werden.

 

 

Vorbereitung

 

Der Moderator stellt die Aufgabenstellung vor und stimmt die Teilnehmer.

 

 

 

Phase 1: Haare in der Suppe finden

 

Zuerst werden möglichst viele negative – also destruktive – Vorschläge gemacht, die eine Lösung verhindern. Zunächst werden dabei alle Vorbehalte, Nachteile und Kritikpunkte einer Lösung gesammelt.

 

 

 

Phase 2: Ideensammlung

 

Gemeinsam werden die Probleme definiert. Während der folgenden halben Stunde wird gemeinsam nach den Regeln des klassischen Brainstormings nach neuen Lösungsmöglichkeiten gesucht.

 

 

 

Phase 3: Auswertung

 

Für die Beurteilung der verschiedenen Lösungsmöglichkeiten und die Wahl einer konsensfähigen Lösung erstellt jeder Teilnehmer eine eigene Ideallösung und präsentiert sie der Runde.

 

 

 

Vor- und Nachteile des Destruktiv-konstruktiven Brainstormings

 

 

 

Vorteile:

 

  • Die freie Sicht auf die Ist-Situation wird gefördert.
  • Es liefert eine Situationsbeschreibung.
  • Komplexe Themen werden in kleine Teilprobleme zerlegt und so besser greifbar.
  • Spezifische Lösungen.
  • Gut geeignet zur Ideensammlung für Verbesserungen.

 

 

Nachteile:

 

  • Die erfolgreiche Zusammenführung der Ideen hängt wesentlich von der Kompetenz des Moderators ab.

 

 

 

Anmerkungen

 

Weitere Informationen zu dieser und zu anderen Kreativitätstechniken finden Sie in meinem Buch Kreativitätstechniken, erschienen im Verlag Cornelsen Skriptor.

Wo kann ich die professionelle Anwendung und Moderation lernen?

 

Wenn Sie diese Methode für sich und im Team anwenden wollen, dafür einen Moderator wünschen oder selbst lernen wollen, diese Funktion zu übernehmen, unterstütze ich Sie gerne.

 

 

Der nächste Schritt

 

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Nutzen Sie das Destruktiv-konstruktive Brainstorming oder haben Fragen dazu? Welche Erfahrungen haben Sie mit dieser Methode gemacht?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43315
K:
Ü:
Englische Version:

Geben Sie Ihren Ideen die verdiente Chance, wie zum Kuckuck …

Geben Sie Ihren Ideen die verdiente Chance, wie zum Kuckuck ...

So sorgen Sie dafür, dass andere Menschen sich für Ihre Idee einsetzen
Ideen eine Chance geben: Vom Kuckuck lernen

Wie Sie Unterstützung für Ideen bekommen

 

Tipps, wie Sie dafür sorgen, dass andere Menschen sich für Ihre Idee einsetzen. Gute Ideen haben Starthilfe verdient.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Ideen eine Chance geben

 

Manches Vorhaben lässt sich alleine stemmen, doch mitunter ist es zu viel für eine Person. Dann erfordert es jemanden, der übernimmt. Das zu erreichen, gelingt auf verschiedenen Wegen. Eine Methode ist dafür zu sorgen, dass jemand anderes sich für eine Idee einsetzt und sich für sie starkmacht. Das funktioniert dann am besten, wenn diese Personen den Eindruck hat, es wäre ihre Idee. Insofern ist es gut, wenn bei manchen Ideen das eigene Ego erlaubt, dass andere sie sich zu eigen machen. Lernen Sie vom Kuckuck! Der legt anderen Eltern das eigene Ei ins Nest.

 

 

 

Was zum Kuckuck …?

 

Vom Kuckuck lernen, hinkt der Vergleich?

Zugegeben, der Kuckuck wirft ein vorhandenes Ei aus dem Nest, um Platz für das eigene zu machen. So adoptieren andere Eltern den fremden Nachwuchs leichter. Das ist nicht nett! Von solch rüden Methoden distanzieren wir uns ja ohnehin, oder? Nicht, dass ich hier noch mit Recht erboste Leserkommentare bekomme, weil jemand meint, ich würde für Rücksichtslosigkeit plädieren. Nichts da! Ich werbe dafür anderen Menschen respektvoll eine Idee so schmackhaft zu machen, dass sie sich diese zu eigen machen. Und nicht dafür ihnen etwas unterzujubeln, dass nicht passt!

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

P.S.

 

Wie verhilfst du deinen Ideen zum Erfolg?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2011
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4336
K:CNC
Ü:

Vorsicht vor der erstbesten Lösung bei Problemen, Entscheidungen,…

Vorsicht vor der erstbesten Lösung bei Problemen, Entscheidungen,...

Ideen sind unendliche, selbständige, immer in sich bewegliche, göttliche Gedanken. Friedrich von Schlegel

Wer zweimal denkt…

 

Wer unter einem Problem leidet, freut sich tendenziell auch über halbseidene Lösungen. Schade, denn selten ist es die beste Lösung. Es lohnt sich, anspruchsvoller zu bleiben.

Überblick

 

 

 

 

Erstbeste Lösung

 

Tja, hier in Casablanca hat jeder seine Probleme. Ihre sind vielleicht zu lösen.

Casablanca

 

Erstbeste Lösungen sind Lösungen, die zu Beginn einer Ideenfindungsphase genannt werden. Ihr Nachteil besteht oft darin, dass ihr Auffinden den kreativen Prozess beendet oder zumindest bremst. Sind sie vermeintlich gut oder wenigstens brauchbar, dann wird häufig die Suche nach weiteren, oft besseren, Alternativen vertagt oder eingestellt. Schade, denn nur recht selten ist die erstbeste Idee auch tatsächlich die beste Lösung. Die ersten Ideen beruhen meist auf dem Vertrauten, frische Ideen sind anders. Raus aus der Komfortzone. Erst, wenn Sie dranbleiben, bekommen neue unkonventionelle Ideen ihre verdiente Chance.

 

 

 

Unternehmenskultur

 

Von Ergebnissen und Effizienz getriebene Unternehmen greifen besonders oft zur erstbesten Lösung. Der Weg des geringsten Widerstands wird genommen. Es fehlt in einer solchen Unternehmenskultur die Motivation, spielerisch mit Ideen umzugehen.

 

 

 

Machen Sie es besser

 

Selbst, wenn Ihnen die Lösung gefällt, bleiben Sie anspruchsvoll und neugierig. Suchen Sie weiter nach alternativen Ideen, die Ihr Problem beziehungsweise Aufgabenstellung möglicherweise noch wirkungsvoller lösen. Eine erste Lösung zu finden, ist der Anfang eines lohnenswerten Prozesses und nicht das Ende. Überhaupt findet Innovation im Kreislauf statt, ist nie wirklich beendet.

Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung?

 

Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

→ Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen

P.S.

 

Wie ausdauernd sind Sie bei der Ideen- und Entscheidungsfindung?

 

 

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Tja, hier in Casablanca hat jeder seine Probleme. Ihre sind vielleicht zu lösen. Casablanca

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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. März 20013
Überarbeitung: 21. Mai 2019
Englische Version:
AN: #371
K:CNB
Ü:

Problem- oder Lösungsorientierung? 6 Tipps für die Lösungsorientierung

Problem- oder Lösungsorientierung? 6 Tipps für die Lösungsorientierung

Lösungsorientierung: Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler
Lösungsorientierung

Lösungsorientierung

 

Herausforderungen aktiv angehen, statt ewig auf das Problem möglichst bald auf die Lösungsmöglichkeiten schauen. Wie geht das mit der Lösungsorientierung und weshalb wird die Bedeutung endloser Problemanalysen überschätzt?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Was ist besser; Problemorientierung oder Zielorientierung?

 

Sicherheitshalber: Probleme gehören zum Leben dazu – entscheidend ist der Umgang mit ihnen. Jeder Ansatz hat seine Einsatzberechtigung. In unserer Kultur dominiert bei Problemen allerdings noch immer sehr die Frage nach dem Warum. Es wird sehr viel Aufmerksamkeit auf das vermeintliche Problem gerichtet. Erst deutlich verzögert bekommt die Lösung ihre verdiente Aufmerksamkeit. Deswegen erfahren Sie hier mehr über die Eigenarten von Problemorientierung und Lösungsorientierung.

 

 

 

Problemorientierung

 

Problemorientierung fokussiert sehr auf die Vergangenheit. Es werden Hypothesen entwickelt, wie und warum ein Problem entstanden ist. Der Fokus auf das Problem fördert sogenannte Problemtrancen. Durch intensive Diagnose des Problems wird wie das Kaninchen auf die Schlange geschaut. Das stabilisiert Problemzustände zusätzlich. Dadurch erscheint die Situation immer alternativloser, unlösbar und umso belastender. Solch ein Zustand führt eher in eine Erstarrung, als Energie für Veränderung freizusetzen. Problemorientierung fördert das Empfinden, ein Opfer zu sein.

Es wird oft behauptet, eine Wunde kann erst heilen, wenn die Zusammenhänge vollständig verstanden werden. Deswegen wird mitunter analysiert, was das Zeug hält. Die Absicht ist gut, die Ergebnisse weniger. Dominierende Ursachenforschung kann zwar zu zahlreichen interessanten Einsichten in Zusammenhänge führen, sie allein ändert allerdings selten etwas. Ressourcen und Chancen bleiben dabei zu weit außerhalb der Betrachtung.

 

 

 

Was bedeutet Lösungsorientierung?

 

Bei Problemen neigen viele Menschen dazu zu blockieren, wenn sie nicht schnell genug eine Lösung erkennen. Die mentale Haltung verrennt sich in einen einengenden Problemzustand und der Wald lässt sich vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen. In diesem Zustand kommt Kreativität nicht vom Fleck. Lösungsorientierung hilft dabei Herausforderungen aktiv anzugehen.

Wer lösungsorientiert ans Werk gehen möchte, konzentriert sich gleich am Anfang auf die Lösung und nicht unnötig lange auf das Problem. Jetzt ist es erforderlich, sich in eine andere Perspektive zu begeben, von der aus Ressourcen zu erkennen sind. Losgelöst von den Fesseln des Problems und den damit verbundenen Zuständen, ist es leichter sich ein Zielszenario vorzustellen. Dieses Zielszenario fördert gute Zustände, motiviert, gibt Schwung. Ausgehend von dieser, mit möglichst allen Sinnen zum Leben erweckten, Zielvorstellung lässt sich oft auch der Weg dorthin deutlicher erkennen.

 

 

 

Wie funktioniert Lösungsorientierung?

 

 

1. Trennung von Problem und Lösung

 

Während bei mechanischen Problemen das Finden des kaputten Teils oft auch dessen Reparatur ermöglicht, ist in vielen anderen Bereichen eine gute Lösung viel weiter vom Problem entfernt. Oft handelt es sich sogar erst deshalb um eine gute Lösung, weil die Entfernung so groß ist. Und selbst wenn die Lösung besonders naheliegend ist, lässt sie sich oft erst blicken, wenn der Tunnelblick wieder zum Panorama erweitert wurde. Die bekannteste Technik hierzu ist die Wunderfrage, die Steve de Shazer häufig einsetzte.

 

 

 

2. Ausblick statt nur Rückblick

 

Während bei Problemorientierung der Fokus auf die Vergangenheit gerichtet wird, geht der Blick bei der Lösungsorientierung möglichst bald in die Zukunft. Während die Vergangenheit nicht mehr beeinflussbar ist, lässt die Zukunft sich gestalten.

 

 

 

3. Kleine Änderungen, große Wirkung

 

Vorsicht vor Betriebsblindheit. Auch kleine Änderungen können große Auswirkungen haben. Selbst, wenn die Umstände ähnlich erscheinen. „Wann war es etwas besser?“, oder „Wie wäre es, wenn es etwas besser wäre?“. Skalierungsfragen helfen hier wachsam zu bleiben.

 

 

 

4. Prinzip der Konstruktivität

 

Mittels lösungsorientierter Fragen lässt sich ein konstruktiver Blick fördern.

 

 

 

5. Prinzip der Zirkularität

 

Jedes Element eines Systems beeinflusst das andere. Entsprechend gilt es, verschiedenste Perspektiven einzunehmen und unterschiedlichste Wechselwirkungen zu berücksichtigen. Diese Wechselwirkungen lassen sich auch gezielt nutzen, um positive Veränderungen zu unterstützen.

 

 

 

6. Auftrags- und Ressourcenorientierung

 

Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler, erzählten die mittlerweile pensionierten Verkaufstrainer in den Neunzehnhundertsiebzigern ihren Teilnehmern. Im Grunde dürfte die Nachricht angekommen sein. Doch in der Praxis fehlt noch immer die Bereitschaft zuerst zuzuhören, um herauszufinden worum es tatsächlich geht.

Bei Lösungsorientierung stehen die Bedürfnisse des oder der „Auftraggeber“ im Mittelpunkt. Deswegen werden auch dessen Ressourcen erkundet und dazu inspiriert, dass Einsichten sich einstellen. Noch so gut gemeinte Manipulation und sanfte Gewalt in Form von Ratschlägen sind zu unterbleiben.

 

Video

Vom Problem zur Lösung

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

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Probleme gehören zum Leben dazu – entscheidend ist der Umgang mit ihnen. Wie gehen Sie Herausforderungen an? Neigen Sie eher zur Problem- oder Lösungsorientierung?

Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will. Galileo Galilei

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 23. September 2018
Überarbeitung: 16. April 2019
AN: #56525
K: CNB
Ü:

8 Arten von Killerphrasen erkennen: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

8 Arten von Killerphrasen erkennen: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Schluss mit Killerphrasen
Gefahr erkannt , Gefahr gebannt: Killerphrasen erkennen

Killerphrasen erkennen

 

Killerphrasen zielen darauf ab, Gespräche, Anliegen, Wünsche etc. im Keim zu ersticken, unbequeme Themen abzublocken. Mit diesen Tipps erkennen Sie Killerphrasen und gehen konstruktiver mit ihnen um.

Quatsch! Unsinn! Hatten wir schon!

 

Killerphrasen sind pauschale und abwertende Angriffe in einer Diskussion, hinter denen die Absicht steckt, sie im eigenen Interesse zu beenden. Basta! Oft wird der Gesprächspartner dabei herabgesetzt. „Wenn Sie wüssten, wovon Sie reden, würden Sie schweigen!“

Mit einer Killerphrase wird eine Idee, ein Angebot, Kritik, ein kritischer Denkanstoß oder -ansatz vom Tisch gefegt, der aus Sicht eines Gegenspielers entweder im Hinblick des Zeitpunkts, der Beziehung (Rapport) oder Darbietung unangemessen ist.

Die Killerphrase ist eine Kriegserklärung unter Kollegen, gegenüber Mitarbeitern, ein direkter Angriff auf Gesprächspartner. Sie hat keinerlei seriösen inhaltlichen Bezug. Sie ist ein destruktiver rhetorischer Kniff, der häufig einzig und allein auf Zerstörung abzielt. Der Gegner soll mundtot gemacht werden. So soll jegliche Diskussion behindert, der Gesprächspartner aus dem Konzept gebracht und schlimmstenfalls sogar lächerlich gemacht werden.

Der Schaden wird oft unterschätzt. Besonders in Meetings ist ihr Gebrauch zerstörerisch, weil dadurch kreative Ideen sofort blockiert werden. Selbst unbeabsichtigte Killerphrasen führen oft zu Kreativitätsblockaden.

Killerphrasen, die so erscheinen sollen, als wenn sie ein Argument enthalten, sind Totschlagargumente.

Wer Killerphrasen als solche erkennt, kann schneller reagieren.

 

 

 

Killerphrasen kommen oft in Verkleidung

 

Die als Aussagen verkleideten Killerphrasen sind nicht an der Sache und einer möglichen Lösung orientiert. Es sind Zeichen der inhaltlichen Unterlegenheit. Sie werden vorzugsweise dann eingesetzt, wenn keine eigenen überzeugenden Sachargumente gesehen werden. Durch soziale Dominanz soll sachlicher Unterlegenheit verborgen werden. Wer Killerphrasen erkennt, kann sie aufdecken, ihnen begegnen.

 

Alles ist richtig, auch das Gegenteil.
Nur „zwar und aber“, das ist nie richtig.

Kurt Tucholsky

 

 

Killerphrasen zielen darauf ab Gespräche, Anliegen, Wünsche etc. im Keim zu ersticken, um unbequeme Themen einseitig abzublocken.

Typisch Killerphrasen sind:

  • „Das haben wir schon versucht, das funktioniert nicht.“
  • „Das haben wir immer so gemacht und sind damit gut gefahren, daher brauchen wir daran nichts zu ändern.“
  • „Das können Sie doch nicht beurteilen! Sie sind doch viel zu jung/alt dafür.“

 

 

 

 

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Killerphrasen als solche erkennen

 

Killerphrasen stecken voller Tilgungen, Generalisierungen, Verzerrungen, die Sie durch entsprechende Fragetechniken aufdecken können. So erfahren Sie von Ihrem Gesprächspartner die für ihn entscheidenden Dinge, die Erfahrungen, Wertvorstellungen, Wünsche etc., die er zwar nicht unmittelbar anspricht, aber in sich trägt und die für seine Standpunkte, für seine Lebenssicht, für seine Handlungen ausschlaggebend sind. Auf jeden Fall hilft es, Killerphrasen erst einmal als solche zu erkennen, um sie dann zu entkräften.

 

 

 

Unterteilung: 8 Arten von Killerphrasen

 

Killerphrasen können in verschiedene Kategorien unterteilt werden:

 

 

1. Autoritäts-Killerphrasen

 

Autoritäts-Killerphrasen basieren auf einem Überlegenheitsgefühl, das zur Einschüchterung verwendet wird.

 

Beispiele

  • Was hier gemacht wird, bestimme noch immer ich!
  • Wie oft muss ich das noch sagen: Das läuft so nicht!
  • Werden Sie erst einmal so alt wie ich, dann werden Sie das auch aus einem anderen Blickwinkel sehen.
  • Das ist für unsere Firma nicht von Interesse.

 

 

 

2. Angriffs-Killerphrasen

 

Angriffs-Killerphrasen sind offene und persönliche Angriffe.

 

Beispiele

  • Ach kommen Sie, Sie reagieren jedes Mal so emotional!
  • Sie wieder!
  • Typisch Frau! Typisch Mann!
  • Denken Sie einmal mit, auch wenn es schwerfällt!

 

 

 

3. Beharrungs-Killerphrasen

 

Mittels Beharrungs-Killerphrasen sollen Veränderungen verhindert werden.

 

Beispiele

  • Das haben wir schon immer so gemacht!
  • Das ist in unserem Unternehmen undurchführbar.
  • Wir sind für solche Veränderungen noch nicht bereit.

 

 

 

4. Bedenkenträger-Killerphrasen

 

Bedenkenträger-Killerphrasen drücken eine mitunter zögerlich vorgetragene Angst vor Veränderungen aus.

 

Beispiele

  • Was werden denn die anderen sagen?
  • Das sollten wir lieber lassen. Wir wollen uns doch nicht die Finger verbrennen.
  • Lieber nicht, wir wollen uns doch nicht blamieren.
  • Das ist doch praktisch gar nicht umsetzbar.

 

 

 

5. Bescheidenheits-Killerphrasen

 

Bescheidenheits-Killerphrasen unterstellen, dass eine Denkrichtung nicht realisierbar ist.

 

Beispiel

  • Wir haben doch keine Gelddruckmaschine.

 

 

 

6. Besserwisser-Killerphrasen

 

Besserwisser-Killerphrasen werden meist von Personen benutzt, die sich für intelligenter halten und anderen ihre Ansichten aufdrängen wollen.

 

Beispiele

  • Das brauchen Sie mir nicht zu sagen.
  • So wie Sie die Sache angehen, kann das nichts werden!
  • Um das beurteilen zu können, fehlt Ihnen einfach die Erfahrung.
  • Ich weiß schon, wie das endet.
  • Ganz objektiv betrachtet ist Ihr Plan von vornherein zum Scheitern verurteilt.

 

 

 

7. Vertagungs-Killerphrasen

 

Mittels Vertagungs-Killerphrasen sollen aus Angst vor Fehlern Entscheidungen hinauszögert werden.

 

Beispiele

  • Das sollten wir noch einmal überlegen, bevor wir uns entscheiden.
  • Meiner Meinung nach ist die Zeit dafür noch nicht reif.
  • Darüber reden wir ein anderes Mal! Dafür ist jetzt keine Zeit!

 

 

 

8. Vorwurfskillerphrasen

 

Mit Vorwurfskillerphrasen sollen Gesprächspartner durch einen sehr allgemein gehaltenen Vorwurf zum Schweigen gebracht werden.

 

Beispiele

  • Da hätten Sie vorher wohl lieber besser zuhören sollen!
  • Das weiß doch jedes Kind.
  • Hätten Sie lieber Ihre Hausaufgaben gemacht!

 

 

 

 

Umgang mit Killerphrasen

 

Killerphrasen sind unangenehm, doch wir sind ihnen glücklicherweise nicht schutzlos ausgeliefert. Es lohnt sich, den eleganten Umgang mit ihnen zu erlernen. Das ist vor allem dann besonders wichtig, wenn es um Themen geht, die einem am Herzen liegen.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

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Salamitaktik erkennen: Wenn kleine Zugeständnisse zu weit führen

Salamitaktik verändert Vereinbarungen Schritt für Schritt. Erfahre, wie du schleichende Entwicklungen erkennst, Grenzen schützt und bewusst entscheidest.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 14. Juni 2016
Überarbeitung: 31. März 2019
AN: #43328
K:CNB
Ü:B

Hemisphären-Theorie: Alles Quatsch oder …?

Hemisphären-Theorie

Hemisphärenmodell des Gehirns: Alles Quatsch oder ...?
Hemisphären-Theorie

Die linke und die rechte Gehirnhälfte

 

Roger Sperry stellte 1975 die These auf, dass die deutliche anatomische Unterteilung des Großhirns auch unterschiedliche physiologische Funktionen bedingt. Stimmt das tatsächlich?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Hemisphären-Theorie

 

Von Roger Sperry wurde 1975 die These aufgestellte, dass die deutliche anatomische Unterteilung des Großhirns auch unterschiedliche physiologische Funktionen bedingt. Andere Personen leiteten davon übermütig die Kategorisierung in „Linkshirnler“ und „Rechtshirnler“ ab.

Bei Letzterem handelt es sich um eine überholte Theorie über die unterschiedliche Funktionsweise der beiden Gehirnhälften des Großhirns. Der linken Hemisphäre wurde das rationale, logische und analytische Denken zugeschrieben; der rechten Hemisphäre das fantasievolle, ganzheitliche und intuitiv-emotionale Denken. Forschungen haben allerdings nachgewiesen, dass einzelne Funktionen auch wechselseitig genutzt werden können.

Das Modell der Hemisphären dient deshalb heute als Metapher dafür, dass Menschen unterschiedliche Denkstile mitbringen. Diese Stile können auch aufgrund von externen Einflüssen und Anforderungen entwickelt beziehungsweise verstärkt werden, wie durch die Erziehung, bei der Ausbildung, durch den Beruf und das Umfeld.

Wie, was geteiltes Gehirn?

 

Nachdem wir die übertriebene Therapie der Link- und Rechtshirnler verwerfen durften, haben wir es gleich zu sehr in die andere Richtung übertrieben.

Haben wir nicht vielleicht doch ein geteiltes Hirn mit unterschiedlichen Eigenschaften auf den Seiten? Ja; meint Psychiater und Autor Iain McGilchrist. 

Unser Gehirn führt ein Doppelleben. Seine beiden Hälften verfolgen ihm zufolge unterschiedliche Interessen. Die beiden Hirnhälften sind vergleichsweise schlecht miteinander verbunden. Die Brücke zwischen ihnen ist im Zuge der menschlichen Entwicklung sogar immer kleiner geworden. Das Corpus callosum ist im Vergleich zum Volumen des Gehirns im Laufe der Evolution nicht gewachsen, sondern geschrumpft.

 

 

 

Was denn nun?

 

Die Arbeitsteilung zwischen den Hirnhemisphären ist nach heutiger Lehrmeinung nicht ganz so scharf, wie früher vermutet wurde. Beide Hemisphären sind am Denken und Fühlen beteiligt; sie tauschen sich aus, und fällt eine Hirnhälfte aus, kann die andere zum Teil deren Aufgaben übernehmen. Im Normalfall arbeiten die beiden Hälften so gut zusammen, dass sie ein einheitliches Bewusstsein erzeugen. Wir benötigen die Ergebnisse beider Hälften für eine optimale Entscheidung. Deshalb wird – außer in Artikeln, die alte Informationen ohne Prüfung übernehmen – nicht mehr von einer strikten Zweiteilung des Gehirns ausgegangen.

 

 

 

Schade

 

Leider wird so manches falsche Modell von Trainern unreflektiert kopiert und so am Leben gehalten. Informierte Zeitgenossen erkennen daran die Qualität von Kommunikationstrainern.

 

 

 

Machen Sie sich ein eigenes Bild

 

In einem Video beschreibt Iain McGilchrist den Einfluss unseres geteilten Gehirns auf Verhalten, Kultur und Gesellschaft.

Video bei Youtube: RSA Animate – The Divided Brain

P.S.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Februar 2013
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43322
K:CNC
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