22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

Wenn Sie sich nicht vertrauen, weshalb sollten es dann andere Menschen tun?
Selbstvertrauen

Gesundes Selbstvertrauen

 

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Fördern Sie den Zugang zu Ihren eigenen Ressourcen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

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Selbstvertrauen steigern – wie du lernst, dir selbst zu glauben

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Definition Selbstvertrauen

 

Selbstvertrauen bedeutet: Sich-selbst-vertrauen. Bewusstsein, Sicherheit, Überzeugung im Hinblick auf die eigene Person. Vertrauen in die eigenen Kräfte, Fähigkeiten.

 

Unterschieden werden kann zwischen:

  • förderliches (gesundes) oder nachteiliges (ungesundes) Selbstvertrauen
  • hohes oder niedriges Selbstvertrauen
  • berechtigtes und unberechtigtes Selbstvertrauen

 

 

 

Wieso ich von GESUNDEM Selbstvertrauen schreibe?

 

Es gibt ja leider durchaus zahlreiche Fälle, in denen Menschen ein Selbstvertrauen an den Tag legen, das unangemessen ist. Solche Blender können schon recht nachteilig für das Umfeld sein und eine Korrektur beziehungsweise eine berechtigte Basis für das Selbstvertrauen ist wünschenswert.

Narzissten wirken beispielsweise auf viele Beobachter im ersten Moment als wären sie voller Selbstvertrauen, obwohl das tatsächlich nicht der Fall ist. Gerade deren Unsicherheit fördert ihr Verhalten. Andere Menschen legen sich eine Maske zu, tun so einiges an der Oberfläche oder mithilfe ungesunder Substanzen oder anderer Tricks.

 

 

 

Wozu soll Selbstvertrauen gut sein?

 

Alles, was man im Leben braucht, sind Ignoranz und Selbstvertrauen, meinte Mark Twain. Wie auch immer er das gemeint haben sollte; wirksames Selbstvertrauen sitzt tief und erfordert meiner Meinung nach keine Ignoranz. Im Gegenteil!

Wer Selbstvertrauen hat, schaut genauer hin, anstatt sich und anderen Menschen etwas vorzumachen. Wer Selbstvertrauen hat, geht die Dinge an und schaut auf die Lösungen.

 

 

 

Wie zeigt sich gesundes Selbstvertrauen?

 

Gesundes Selbstvertrauen zeigt sich in besseren Entscheidungen. Von außen zeigt es sich in einer entsprechenden Körpersprache mit Gestik, Mimik und Körperhaltung. Ausgeprägtes Selbstvertrauen wird mit einer aufrechten und offenen Körperhaltung sowie sicherem Blickkontakt verbunden.

Geringes Selbstvertrauen kann Wahrnehmung, Denken und Handeln einschränken. Personen mit geringem Selbstvertrauen wirken meist ängstlicher, unsicherer und gehemmter in Beziehungen. Das schränkt deren Leben ein. Menschen mit Selbstvertrauen kommunizieren klarer, weil sie wissen, wer sie sind, was sie wollen und dass sie es dürfen.

 

 

 

Sind Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein identisch?

 

Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein werden oft wie Synonyme verwendet. Genaugenommen haben die Begriffe unterschiedliche Bedeutungen. Im Grunde ist Selbstvertrauen ein Aspekt von Selbstbewusstsein. Selbstbewusste Menschen kennen ihre Möglichkeiten und wissen, was sie sich zutrauen können.

Hindernisse und Ursachen bei mangelndem Selbstvertrauen

 

Wesentliche Hindernisse der Selbstentfaltung und somit Ursachen für mangelndes Selbstvertrauen sind Ängste, die Angst vor Ablehnung und die Angst vor Versagen. Vieles hat seine Ursachen in der Kindheit. Als Folge wird das Leben fremdbestimmter gelebt und Selbstvertrauen nur sehr schwer erworben. Da helfen auch die Maskierungen nichts, die sich manche Menschen im Laufe der Zeit erworben haben.

22+ Tipps: Wege zu gesundem Selbstvertrauen

 

Die Seele aller gelingenden Tätigkeit ist doch das tiefe Selbstvertrauen.

Wilhelm von Humboldt

 

 

 

1. Raus aus der Opferhaltung, hinein ins Gestalten

 

Ein wesentlicher Schlüssel zu gesundem Selbstvertrauen ist die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Wer sich in der Opferhaltung gefangen fühlt, macht sich selbst kleiner.

 

 

 

2. Lernbereitschaft statt Perfektionismus

 

Lernbereitschaft ist deutlich förderlicher, als krampfhafter Perfektionismus. Wer meint, ständig anderen Menschen oder sich selbst etwas unbedingt beweisen zu müssen, macht sich das Leben schwer.

Wer neugierig und lernbereit ans Werk geht, darf auch mal Umwege machen.

 

 

 

3. Sport

 

Fehlende Bewegung macht körperlich und geistig träger und träger. Bewegung und Sport, die Vergnügen bereiten, wirken sich positiv auf das Selbstvertrauen aus. Und damit sind jetzt keine mit Anabolika beschleunigten Muskelaufbauaktionen gemeint. Ein gutes Körpergefühl ist schon spürbare Belohnung. Mehr Bewegung führt zu mehr Energie und Lebenslust, die Säfte kommen ins Fließen.

 

 

 

4. Bildung

 

Mitreden zu können, wenn es an der Zeit ist, stärkt das Selbstvertrauen.

 

 

 

5. Erfüllung

 

Ein erfülltes Leben macht nicht nur Freude, es formt auch den Charakter, die Persönlichkeit. Wer bewusst lebt und gestaltet, vertraut sich selbst mehr und mehr.

 

 

 

6. Haltung

 

Kopf hoch, Brust raus, gerade Rücken, Blick nach vorne. Aufrecht und doch beweglich, registriert das Gehirn; wir sind standhaft und kraftvoll. Die Körpersprache ist nicht nur Ausdruck des Innenlebens, sie wirkt auch andersherum. Das Seelenleben drückt sich in der Körpersprache aus. Die Seele hat Einfluss auf die Haltung, doch das gilt auch andersherum. Gehen und stehen Sie aufrecht, blicken ihrem Gegenüber in die Augen und bewegen Sie sich ruhig und gelassen.

 

Zur Orientierung:

  • Stehen oder sitzen Sie aufrecht.
  • Stehen Sie etwa schulterbreit und nehmen Sie einen festen Stand ein.
  • Nehmen Sie eine offene Körperhaltung ein.
  • Lassen Sie die Hände locker neben dem Körper hängen, wenn Sie nicht gestikulieren. Im Sitzen können Sie die Arme locker auf den Armlehnen ablegen.
  • Gehen Sie zügig und mit festen Schritten.

 

 

 

7. Überzeugungen

 

„Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst.“ meinte Seneca. Auch Selbstvertrauen verträgt Pflege. Vor allem unbewusste Überzeugungen und Glaubenssätze nagen gerne in der Tiefe am Selbstvertrauen und nähren Zweifel. Selbst hartnäckige und schon lang anhaftende negative Glaubenssätze lassen sich schnell und gezielt auflösen.

Wir Menschen sind voller Überzeugungen und Glaubenssätze, die unsere Wahrnehmung, Denken und Verhalten beeinflussen. Einschränkende Überzeugungen lassen sich verändern, konstruktive fördern. Weshalb sollten wir das dem Zufall überlassen und Missverständnisse belassen?

 

 

 

8. Den Stärken widmen

 

Es lohnt sich, die eigenen Talente und Stärken erkunden, anstatt auf vermeintliche Schwächen zu starren. Das fördert das Selbstbewusstsein, also das Wissen um die persönlichen Eigenarten und das stärkt das Selbstvertrauen.

Machen Sie sich vertraut: Erfahren Sie mehr über sich und Ihre Wirkung. Wenn Sie sich Ihrer Stärken bewusst sind, können Sie sich selbst vertrauen und Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten und Talente aufbauen. Selbstvertrauen hängt ganz eng mit unserem Selbstwert zusammen. Selbstwert ist der Wert, den wir uns selber zuschreiben.

 

 

 

9. Mentales Training, Coaching, Therapie

 

Räumen Sie Ihr Oberstübchen auf. Legen Sie, gegebenenfalls mit Unterstützung in Form von Coaching oder Therapie, Altlasten ab. Arbeiten Sie an Überzeugungen und Glaubenssätzen.

Mentaltraining kann in vielerlei Hinsicht bei der Förderung eines gesunden Selbstvertrauens unterstützen.

 

 

 

10. Vergleiche lassen

 

Sich an Beispielen zu orientieren kann inspirierend sein, doch Vergleiche machen leicht unzufrieden. Es werden dann eigene Stärken übersehen. Anstatt sich ständig mit anderen Menschen zu vergleichen, empfiehlt es sich, die eigene Einzigartigkeit zu genießen. Eine gute Übung, um das zu pflegen, ist es, die Einzigartigkeit und Vielfalt bei den Mitmenschen genauer zu betrachten und zu würdigen.

 

 

 

11. Selbstakzeptanz

 

Ja, auch Selbstakzeptanz ist keine Selbstverständlichkeit. Die wenigsten Menschen erreichen einen vollständigen Abgleich von Fremd- und Selbstbild, doch an einigen Stellen ist das recht hilfreich. Je nach Thema können hier Therapeuten oder Coaches unterstützen.

 

 

 

12. Achtsamkeit

 

Achtsamkeit ist mehr als eine Modeerscheinung. Im Hier-und-Jetzt zu sein, hält uns auch im Kontakt mit unseren Möglichkeiten. Wer präsent ist, entfaltet mehr Wirkung, bekommt die entsprechenden ermunternden Rückmeldungen und fühlt sich berechtigterweise sicherer.

Achtsamkeit hilft dabei das Grübeln zu beenden, nehmen Sie lieber die Realität bewusst wahr. Gönnen Sie sich immer wieder einmal ein paar Minuten Ruhe und spüren Sie in sich hinein, wie es Ihnen wirklich geht. Ob Sie es Meditation oder Achtsamkeit ist sekundär.

 

 

 

13. Versagensängste und Co.

 

Mit Unterstützung lassen sich auch tief sitzende Ängste lösen. Ängste halten uns von so vielen wichtigen und schönen Schritten ab.

 

 

 

14. Rückmeldungen

 

Ehrliches und gar brauchbares Feedback zu bekommen, ist eine Seltenheit. Doch es hilft sehr konstruktives Feedback zu erhalten.

 

 

 

15. Visualisierungen

 

Nicht jeder Mensch verfügt über ein positives Selbstbild oder förderliche Zukunftserwartungen. Das kann dann schon mal im Weg stehen oder zumindest bremsen. Wie genau ist es, wenn es so ist, wie Sie es sich wünschen? Visualisierungen können sehr einflussreich sein. Gerade bei anspruchsvollen Zielen und einem einschränkenden Selbstbild lohnt sich das sehr.

 

 

 

16. Selbstliebe

 

Da fühlt man sich jung, dynamisch, gutaussehend. Und dann steht da dieser Scheiß-Spiegel.

 

Sich selbst anzunehmen und sich zu lieben, fällt vielen Menschen nicht leicht. Doch das ist so wesentlich, um das Leben wahrlich erfüllend zu erleben. Schon in der Körpersprache schlägt es sich und die Seele nieder, wenn jemand sich diese Liebe selbst vorenthält.

Lernen Sie sich selbst besser kennen und sich vertrauen. Das ist ein häufiges und lohnenswertes Thema im Coaching, das deutliche positive Unterschiede in vielen Bereichen mit sich bringt.

 

 

 

17. Visionen

 

Wer etwas zu einer lebenswerten Welt beiträgt, tut sich selbst damit einen Gefallen. Menschen wachsen mit ihren Aufgaben. Visionen liefern die Orientierung, den Rahmen.

 

 

 

18. Lächeln

 

Umso tiefer ein Lächeln seinen Ursprung hat, desto mehr richtet es die Seele auf. Das führt dazu, dass wir uns augenblicklich besser fühlen. Das gesamte Gesicht, die Mimik und dann die restliche Körperhaltung verändern sich.

 

 

 

19. Atmung

 

Eine gleichmäßige Atmung wirkt Wunder und lässt sich mit einfachen Atemtechniken fördern.

 

 

 

20. Dankbarkeit

 

Wer übersieht, womit das Leben das eigene Sein schon beschenkt hat, der verzichtet darauf, wichtige Ressourcen zu erkennen und Stolz zu empfinden. Dankbarkeit fühlt sich gut an und setzt konstruktive Kräfte frei.

 

 

 

21. Nein und Ja

 

Es ist hilfreich, zu wissen, was einem selbst guttut. Dann braucht es auch die Fähigkeit, gegebenenfalls Nein zu sagen. Manches Thema verdient es lauter zu werden, zu kämpfen.

 

 

 

22. Schluss mit Bewertungen

 

Mit jeder Bewertung legen wir die Richtung unseres Denkens vor. Selbst harmlos wirkende Verurteilungen setzen uns selbst weitere Grenzen.

Synonyme

Innere Kraft, Moral, Mut, Selbstgewissheit, Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, Selbstgefühl, Selbstwertgefühl,Stolz.

Ursprung des Wortes

Das Wort Selbstvertrauen setzt sich aus den Worten „selbst“ und „Vertrauen“ zusammen.

Pflegen Sie Ihr Selbstvertrauen

 

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze Sie dabei, den Zugang zu Ihren eigenen Ressourcen zu nutzen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

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Wie wollen Narzissten dein Selbstvertrauen zerstören? Verhindere das!

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Wie pflegen Sie Ihr Selbstvertrauen?

Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben. Johann Wolfgang von Goethe

Artikel zur Persönlichkeit

Diversität: Warum unterschiedliche Perspektiven wertvoll sind

Diversität als Perspektivenvielfalt: Wie Unterschiede unser Denken erweitern, blinde Flecken sichtbar machen und zu fundierteren Entscheidungen beitragen können.

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Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Mai 2018
Überarbeitung: 9. November 2020
Englische Version:
AN: #26219
K: CNB
Ü:

18 Tipps für wirksame Entschuldigungen: Steh zu deinen Fehlern

18 Tipps für wirksame Entschuldigungen: Stehst du zu deinen Fehlern?

Wer Verantwortung übernimmt, nimmt auch mehr Einfluss!
13 Tipps für wirksame Entschuldigungen: Stehen Sie zu Ihren Fehlern?

Verantwortung übernehmen und entschuldigen

 

Halbherzige Ausreden richten Schaden an. Ehrliche Entschuldigungen können hingegen Beziehungen fördern, gegenseitigen Respekt und Vertrauen stärken. So gelingt es:

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Um Entschuldigung bitten – So machst du es richtig und authentisch

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Weshalb Menschen sich nicht entschuldigen

 

Dass ehrlich gemeinte Entschuldigungen einige Vorteile haben, ist kein Geheimnis und doch geschieht es vergleichsweise selten. Es gibt einige Gründe, weshalb sich Menschen nicht entschuldigen. 

 

 

a. Kognitive Dissonanz

 

Kognitive Dissonanz macht es nicht gerade einfacher sich zu entschuldigen. Wenn das ersehnte Selbstbild sich nicht mit der Realität deckt, fühlt sich das nicht gut an. Entsprechend groß ist das Bestreben schnellstens woanders hinzusehen, als dich dem zu stellen.

 

 

 

b. Scham und Schuldgefühle

 

Ein Sprichwort sagt; es ist immer Hoffnung für Menschen, die sich noch schämen können. Nur, wenn wir etwas vergeigt haben, obwohl wir es irgendwie besser wussten, kann es diese Scham auch erschweren, die betroffene Person darauf anzusprechen, sich zu entschuldigen. Es erscheint einfacher, so zu tun als, ob es nie geschehen wäre.

 

 

 

c. Stolz

 

Besonders Männer empfinden es oft, als sehr schwierig sich angemessen zu entschuldigen. Wer gibt schon gerne Fehler zu? Ein chinesisches Sprichwort sagt: Stolz ruft Unheil heben und Demut lässt die Ernte reifen.

 

 

 

d. Wut

 

Ein Wort führt zum anderen, Emotionen schaukeln sich schnell hoch. Manchmal wird die Wut so übermächtig, dass wir deshalb keine Entschuldigung aussprechen oder uns die Hand reichen. Mit geballter Faust lässt sich kein Händedruck wechseln.

 

 

 

e. Motivation

 

Der wesentlichste Grund dürfte fehlende Motivation sein, sich für eine Beziehung entsprechend einzusetzen.

Stehen Sie zu Ihren Fehlern?

 

Fehler machen, eine Verpflichtung nicht einhalten, einen Rückruf vergessen, … Auch Dinge, die nicht passieren sollten geschehen mitunter. Das ist nicht schön, doch Irren ist menschlich. So wichtig es ist dafür zu sorgen, dass sie nicht geschehen, so wichtig ist es, dann nicht noch die Augen zu verschließen oder anstatt Öl auf die Wogen sogar noch Benzin aufs Feuer zu gießen.

 

 

 

Verantwortung übernehmen

 

Ganz wichtig: Keine Ausreden!
Immer wieder erlebe ich, dass Leute denken, sie hätten sich entschuldigt – dabei haben sie nur eine Ausrede geliefert.

 

Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, stellen Sie sich der Situation so schnell wie möglich, bringen sie in Ordnung und entschuldigen sich. 
Jetzt können Sie zeigen was für eine Persönlichkeit Sie tatsächlich haben. Aufrichtige Entschuldigung haben Aussicht darauf, akzeptiert und geschätzt zu werden. Es ist Ihre Chance, Integrität zu demonstrieren. Vorausgesetzt, Sie müssen sich nicht für die gleichen Fehler immer und immer wieder entschuldigen.

Uneinsichtige Rechtfertigungen richten leicht Schaden an. Echte Entschuldigungen können hingegen Beziehungen fördern, gegenseitigen Respekt und Vertrauen stärken.

Stehen Sie zu Ihren Fehlern!

Die sechs Schritte einer guten Entschuldigung.

 

Rein mechanisch lassen sich sechs Schritte für eine gute Entschuldigung skizzieren:

 

1. Den Fehler benennen und dein Bedauern ausdrücken
2. Erklären, was falsch gelaufen ist
3. Fehler eingestehen und Verantwortung dafür übernehmen
4. Reue zeigen
5. Wiedergutmachung beziehungsweise Verhaltensänderung anbieten
6. Um Vergebung bitten

 

So weit so nachvollziehbar. Doch es braucht oft etwas mehr, als nur das Abarbeiten einer Checkliste.

18 Tipps für wirksame Entschuldigungen

 

„Es tut dir leid?“

„Es tut mir wirklich, wirklich leid, und ich entschuldige mich vorbehaltlos.“

„Du nimmst es zurück?“

„Das tue ich, ich biete einen kompletten und völligen Widerruf an. Den Beschuldigungen fehlte jegliche faktische Basis, und es hat sich in keinster Weise um einen fairen Kommentar gehandelt, und entsprang somit aus purer Bösartigkeit. Und aufs Tiefste bedauere ich das Unglück welches meine Kommentare bei Ihnen verursacht haben könnten, oder bei Ihrer Familie. Und hiermit versichere ich, dass ich mir nie wieder einen solchen Fehltritt erlauben werde, weder jetzt noch in Zukunft.“

Ein Fisch namens Wanda

 

Stehen Sie zu Ihren Fehlern. Es folgen 15 Tipps für wirksame Entschuldigungen.

 

 

 

1. Aufrichtigkeit

 

Geben Sie lieber keine Entschuldigung ab, als eine unehrliche. Besonders Menschen, die uns kennen, merken recht schnell, ob wir meinen, was wir sagen. Asche aufs Haupt; entweder richtig oder gar nicht! Ich plädiere für richtig.

 

 

 

2. Betriebstemperatur beachten: Zeitnah entschuldigen

 

Guter Wein soll ja mit der Zeit besser werden. Entschuldigungen auf die lange Bank zu schieben, ist jedoch selten eine gute Idee. Das kann bitter enden! Haben Sie einen Fehler begangen oder jemanden verletzt, dann solltest du nicht lange warten. Wenn die Emotionen es erlauben, dann lieber möglichst umgehend auf die Person zugehen und sich entschuldigen.

Achten Sie auf die Betriebstemperatur: Der Empfänger sollte weder völlig erregt und damit auch wegen des Tunnelblicks für eine Entschuldigung nicht ansprechbar sein, noch die Angelegenheit längst abgehakt haben. Im Eifer des Gefechts liegen die Nerven mitunter blank. Das kann zu Reaktionen führen, die nur noch schwer wieder in den Griff zu bekommen sind. Also lieber kein zusätzliches Öl auf das Feuer gießen. Und sich erst nach einer Ewigkeit zu entschuldigen, würde nur erneut an den Ärger erinnern. Warten Sie also lieber bis die heftigsten Emotionen abgeklungen sind und setzen Sie dann zur Entschuldigung an.

 

 

 

3. Eigener Zustand

 

Selbstmanagement: Wer nicht mit sich selbst im Reinen ist, dem gelingt keine glaubhafte Entschuldigung. Ehe Sie sich bei anderen entschuldigen solltest du zuerst wieder Ihr inneres Gleichgewicht herstellen. Solange Sie nicht mit sich selbst im Einklang sind, finden Sie kaum das notwendige Selbstbewusstsein und die Ruhe, ohne Beigeschmack zu sprechen.

Analysieren Sie Ihren Fehler, leiten Sie Konsequenzen daraus ab und verzeihen Sie sich. Wer sich selbst verzeiht, kann sich souveräner entschuldigen – und ihm wird leichter verziehen, wenn Einsicht erkennbar ist.

 

 

 

4. Persönlich entschuldigen

 

Machen Sie sich auf den Weg: Lassen Sie die Entschuldigung nicht von einer dritten Person übermitteln, sondern entschuldigen Sie sich unbedingt persönlich. Wenn Sie es nicht einmal für nötig halten sich persönlich zu bemühen, wird das oft negativ ausgelegt.

Eine schriftliche Entschuldigung ist besser als keine. Sie kann das Eingraben von Ärger beim anderen verringern oder sogar beenden. Hier kommt es auf die geeignete Wortwahl an. Da die Beziehung gerade belastet ist, braucht es hier sehr klare Botschaften ohne Risiko-vollen Interpretationsspielraum.

 

 

 

5. Glaubhaft entschuldigen

 

Selbstmanagement: Wer nicht mit sich selbst im Reinen ist, dem gelingt keine glaubhafte Entschuldigung. Ehe Sie sich bei anderen entschuldigen solltest du zuerst wieder Ihr inneres Gleichgewicht herstellen. Solange Sie nicht mit sich selbst im Einklang sind, finden Sie kaum das notwendige Selbstbewusstsein und die Ruhe, ohne Beigeschmack zu sprechen.

Analysieren Sie Ihren Fehler, leiten Sie Konsequenzen daraus ab und verzeihen Sie sich. Wer sich selbst verzeiht, kann sich souveräner entschuldigen – und ihm wird leichter verziehen, wenn Einsicht erkennbar ist.​

 

 

 

Beispiele mit Beigeschmack

 

Beispiele, die Zweifel aufkommen lassen, sind das Geständnis von Lance Armstrong vor laufender Kamera bei Oprah Winfrey und der Auftritt des ehemaligen Bundespräsidenten Wulf. Wobei das Internet voller solcher Momente ist und die Interpretationen mitunter auch kontrovers sind. Ein G’schmäckle haben viele!

 

 

 

6. Auge in Auge

 

Von Angesicht zu Angesicht: Entschuldigen Sie sich in einem persönlichen Gespräch, nicht mit einem Brief, einer E-Mail, SMS oder Ähnlichem. Eine dieser Möglichkeiten kann auch zusätzlich gewählt werden. Also zuerst die persönliche Entschuldigung in einem Gespräch und dann zusätzlich schriftlich. Damit hat der Empfänger die Entschuldigung auch schwarz auf weiß und die Einsicht wird unterstrichen.

Die schriftliche Variante können Sie auch dann nutzen, wenn die Person nicht mehr mit Ihnen spricht. So kann die schriftliche Entschuldigung den Weg für das persönliche Gespräch ebnen.

 

 

 

7. Geeigneter Rahmen

 

Nicht zwischen Tür und Angel: Wählen Sie einen geeigneten Rahmen für die Entschuldigung, vorzugsweise in einem entspannten Umfeld, in dem Sie ungestört reden können.

 

 

 

8. Geste

 

Überraschen Sie die betreffende Person mit einer geeigneten Geste. Es muss nichts Großartiges sein, ein geht schon ein kleines Präsent, das diesem Menschen Freude bereitet und damit Wertschätzung vermittelt. Hier ist Gespür gefragt, damit die Geste ihr Ziel erreicht.

 

 

 

9. Keine Ausreden

 

Wer um den heißen Brei herumredet, anstatt die Angelegenheit beim Namen zu nennen, wirkt alles andere als glaubhaft, sondern umso uneinsichtiger.

Eine Entschuldigung mit einer Rechtfertigung verknüpfen? Das klingt dann nach einer Ausrede. Suchen Sie keine Ausreden für das Fehlverhalten. Anstatt unglücklichen Umständen oder anderen Personen die Schuld für das eigene Handeln zu geben; gestehen Sie Ihre Verantwortung ein. Empfänger wollen in dieser Phase überhaupt keine Begründung hören. Stattdessen wollen sie hören, dass derjenige versteht, dass es anders hätte laufen sollen.

 

 

 

10. Perspektivwechsel

 

Begeben Sie sich in der Vorstellung in die Perspektive der Person, bei der Sie sich entschuldigen wollen. Wie würden Sie die Situation betrachten, was erwarten, was befürchten? Dafür lassen sich einige Techniken nutzen, und die Intensität und Tiefe der Einsichten fördern.

 

 

 

11. Erklärungen

 

Entschuldigung bitten und dann: Klappe halten und wirklich zuhören.

 

Wenn eine Erklärung erforderlich ist, dann liefern Sie diese separat. „Ja, aber…“ ist ähnlich kritisch wie eine nicht ernst gemeinte Entschuldigung. Eine Ausrede im gleichen Satz wie die Entschuldigung ruiniert die Entschuldigung und nimmt ihr die Aufrichtigkeit. Was beim Gegenüber dann hängen bleibt ist ein erneuter Vorwurf, ein Sich-herauswinden. Schlucken Sie das „Aber“ hinunter. Machen Sie einen Punkt und übernehmen Sie die Verantwortung.

 

 

 

12. Fehler nicht aufrechnen

 

Die Versuchung ist groß: Wer einen Fehler begeht, erinnert sich oft spontan an die Fehler des anderen. „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Das mag menschlich sein, doch eine solche Aufrechnung führt so gut wie immer zum gleichen Ergebnis: Derjenige, bei dem man sich entschuldigen möchte, macht dicht. Er ist empört, weil Sie zum Angriff übergehen, statt sich reumütig zu zeigen. Wahre Entschuldigungen stehen immer für sich allein und verzichten auf eine Aufrechnung.

 

 

 

13. Fehler nicht zweimal begehen

 

Irgendwann verliert jede noch so dramatische Entschuldigung an Wirkung. Wenn Sie denselben Fehler wiederholt begehen, verlieren Sie trotz Entschuldigung, und mag sie noch so beeindruckend sein, an Glaubwürdigkeit.

Eine Entschuldigung ist nur dann glaubwürdig, wenn sie mit Konsequenzen, also einem anderen Verhalten verbunden ist. Und genau das sollten sie daher an den Tag legen. Sagen Sie Ihrem Gesprächspartner möglichst konkret, was Sie aus Ihrem Fehler ableiten und halten Sie sich daran!

 

 

 

14. Recht haben oder glücklich sein

 

Machen Sie den ersten Schritt, einen möglichst großen und ehrlichen. Recht zu haben fühlt sich meist weniger gut an, als gute Beziehungen zu pflegen. Das Ego ist oft nicht der beste Berater.

 

 

 

15. Entschuldigen und dann Zuhören

 

Sagen Sie, wofür Sie sich entschuldigen. Finden Sie klare und aufrichtige Worte für Ihr Bedauern. Und schweigen Sie dann! Jetzt hat Ihr Gesprächspartner das Wort. Hören Sie aufmerksam zu und unterbrechen Sie ihn nicht.

 

 

 

16. Konsequenzen ziehen

 

Fehler haben Folgen, sie ziehen Konsequenzen nach sich. Machen Sie deutlich, dass Sie sich dieser Konsequenzen bewusst und zur Besserung bereit sind. Klingt wie ein Widerspruch: Je mehr Bereitschaft Sie zeigen, die Konsequenzen zu tragen, desto weniger wird Ihnen letztlich auf die Schultern geladen. Sie profitieren vom Sympathiefaktor, denn Menschen, die uns sympathisch sind, verzeihen wir viel schneller.

 

 

 

17. Wiedergutmachung

 

Wir können das Geschehene zwar nicht rückgängig machen, doch wir können uns dafür einsetzen es auszugleichen. Das besänftigt den anderen und reduziert das schlechte Gewissen, noch in der Schuld des Gegenübers zu stehen. Im Zweifelsfall gilt meist; der Klügere gibt nach!

 

 

 

18. Unterstützung

 

Spielen Sie das Gespräch mit professioneller Unterstützung durch. Je nach Thema kann, das auch bedeuten, einen Juristen heranzuziehen – sicherheitshalber. Für den kommunikativen Teil finden Sie in mir Unterstützung.

 

 

 

Und nun?

 

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich wirksam zu entschuldigen. Machen Sie richtig, was an zu vielen Stellen nur halbherzig geschieht.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
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  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

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Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Stehen Sie zu Ihren Fehlern und worauf ist aus Ihrer Sicht bei Entschuldigungen zu achten?

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Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten. Konfuzius

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. November 2015
Überarbeitung: 23. April 2020
AN: #656202
K: CNB
Ü:

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Überblick

Bevor du dich daran machst, die Welt zu verbessern, gehe dreimal durch dein eigenes Haus.

Chinesisches Sprichwort

 

Auf die eine oder andere Art und Weise können wir direkt oder indirekt einen Beitrag liefern, um die Welt ein Stück besser zu machen.

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Einen Beitrag leisten: Wie du Verantwortung übernimmst und die Welt positiv beeinflusst

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Verantwortung übernehmen, einen Beitrag für eine bessere Welt liefern

 

Einen positiven Beitrag leisten? Ob es uns gelingt, ist mal mehr und mal weniger offensichtlich. Doch schon allein die Überzeugung, einen Beitrag zu leisten, bereichert das eigene Leben. Sie setzt Energien frei, gibt Kraft, Orientierung und Erfüllung. Das Handeln hat Richtung und es ist klar, wozu es morgens gilt, das Bett zu verlassen. Das verändert das Leben, macht es lebenswert und erfüllend!

 

 

 

Und, wenn nicht?

 

Aber was ist, wenn jemand meint, er oder sie würde mit dem, was getan wird, nicht die Welt verbessern?

Die Vermutung hat viel mit der eignen Wahrnehmung und Überzeugungen zu tun. Vielleicht stimmt das, vielleicht auch nicht. Es könnte an eigenen Ansprüchen liegen. Möglicherweise gibt auch das Umfeld nicht die entsprechende Wertschätzung. Hier sind wir alle gefordert, aufmerksamer zu sein und weniger als selbstverständlich zu betrachten und Beiträge zu unterschätzen. Möglicherweise werden wir sie schmerzlich vermissen, wenn sie nicht mehr vorhanden sind.

Vielleicht ist das angefühlt für den Sinn auch verloren gegangen. Wenn dann die Vision fehlt, führt das, was wir tun, nicht zum Ziel. Wie auch, wenn wir es nicht im Blickfeld haben? Wir würden es dann nicht einmal bemerken, wenn wir daran vorbeikommen. Dann konzentrieren sich viele Menschen zunehmend auf das WAS und verzichten auf das WOZU.

 

 

 

Da war doch was. Erinnern Sie sich!

 

Mitunter ist es noch irgendwo im Hintergrund, dieses Gefühl, eine Mission zu haben. Manche Menschen spüren dann umso mehr die Sehnsucht nach etwas, dass sie nicht zu greifen vermögen. Es ist dann mehr eine Ahnung, dass es da mehr geben muss als gegenwärtig zu erkennen ist. Vielleicht ist es nur nicht präsent genug, eingestaubt? Mitunter wurde das WOZU mit der Zeit vergessen und es braucht eine Erinnerung, eine Auffrischung, etwas Farbe. Und manchmal hilft der Kontakt mit Menschen, die das Angebot nutzen, um sich zu erinnern.

 

 

Immer noch nicht?

 

Doch was, wenn dann immer noch nicht klar ist, wie ein wesentlicher Beitrag geleistet wird? Es bringt nichts, das Hamsterrad weiter zu beschleunigen, sondern zuerst das WOZU zu beantworten. Nur noch schneller auf der Stelle zu treten, frustriert nur umso mehr. Runter vom Gas! Dann lieber zurück zu den Wurzeln, um sich so wieder neu auszurichten. Der Sinn des Lebens ist ein Leben mit Sinn. Das Leben ist viel zu kostbar für Energieverschwendung. Wenn dann auch das Funkeln wieder in die Augen kommt, kann es mit Schwung vorangehen. Und zwar in die richtige Richtung!

 

Aus dem Gewicht der Dunkelheit flüchten.

Umfrageergebnisse

 

a. Ich weiß, welchen Beitrag ich mit meiner Arbeit an einer lebenswerten Welt leiste.

%

Stimmt nicht

%

Stimmt

%

Stimmt bedingt

Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 468)

b. Ich würde gerne einen Beitrag zu einer lebenswerten Welt leisten.

%

Stimmt, ich weiß nur nicht wie.

%

Stimmt, mache ich auch!

%

Nein

Ergebnis einer nicht repräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de (2018, n= 946)

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Ihrem Beitrag? Was liefert Ihnen mehr Erfüllung im Leben?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. September 2015
Überarbeitung: 21. Oktober 2020
Englische Version:
AN: #787
K: CNB
Ü:

20 Dinge, die wirklich selbstsichere Menschen anders machen

20 Dinge, die wirklich selbstsichere Menschen anders machen

Was selbstsichere Menschen besser machen – und wie Selbstvertrauen wachsen kann
Selbstbewusstsein

20 Dinge, die wirklich selbstsichere Menschen anders machen

 

Selbstsicherheit wirkt anziehend.

Menschen, die in sich ruhen, treten anders auf. Sie sprechen klarer. Sie hören besser zu. Sie können Grenzen setzen. Sie entscheiden bewusster. Sie wirken präsenter, glaubwürdiger und gelassener.

Viele wünschen sich genau das.

Mehr Selbstvertrauen.
Mehr innere Ruhe.
Mehr Klarheit im Auftreten.
Mehr Sicherheit in Gesprächen, Entscheidungen und Begegnungen.

Diese Seite ist für Menschen gedacht, die sicherer auftreten, klarer kommunizieren, Entscheidungen selbstbewusster treffen oder in Gesprächen, Präsentationen und beruflichen Situationen präsenter wirken möchten.

Selbstsicherheit entsteht selten durch schnelle Tricks.

Ein Satz vor dem Spiegel reicht selten aus, wenn er innerlich keinen Boden hat. Echte Selbstsicherheit wächst, wenn Denken, Fühlen, Handeln und Auftreten stimmiger werden.

Die gute Nachricht:

Selbstsicherheit ist entwickelbar.

Sie ist weniger ein fester Besitz als eine Haltung, die gepflegt werden will. Mal gelingt sie leichter, mal braucht sie bewusste Aufmerksamkeit. Je anspruchsvoller die Situation, desto deutlicher zeigt sich, worauf Selbstsicherheit wirklich beruht.

 

 

 

Selbstsicherheit, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein

 

Die Begriffe werden oft gleichgesetzt. Dabei lohnt sich eine kleine Unterscheidung.

Selbstbewusstsein bedeutet:
Ich nehme mich bewusst wahr.

Selbstvertrauen bedeutet:
Ich traue mir zu, mit Situationen umzugehen.

Selbstsicherheit bedeutet:
Ich bleibe mit mir in Verbindung, auch wenn es anspruchsvoll wird.

Alle drei Bereiche beeinflussen einander.

Wer sich selbst besser kennt, kann sich leichter vertrauen.
Wer sich vertraut, tritt sicherer auf.
Wer sich sicherer verhält, sammelt neue Erfahrungen, die wiederum das Selbstvertrauen stärken.

So entsteht ein positiver Kreislauf.

Selbstsicherheit wächst durch Handeln.
Durch Reflexion.
Durch Erfahrung.
Durch ehrliche Rückmeldungen.
Durch die Bereitschaft, sich selbst ernst zu nehmen.

 

 

 

Selbstsicherheit ist etwas anderes als Arroganz

 

Echte Selbstsicherheit lässt anderen Menschen Raum.

Arroganz sucht Erhöhung.
Selbstsicherheit sucht Stimmigkeit.

Arroganz braucht Vergleich.
Selbstsicherheit braucht innere Klarheit.

Arroganz redet lauter, um Eindruck zu machen.
Selbstsicherheit spricht klarer, um verstanden zu werden.

Echte Selbstsicherheit zeigt sich durch Respekt, innere Ruhe, klare Grenzen und die Fähigkeit, auch anderen Raum zu geben.

Selbstsichere Menschen können sichtbar sein, ohne sich aufzublähen. Sie können Stärke zeigen, ohne Dominanz zu spielen. Sie können klar auftreten, ohne andere abzuwerten.

Genau darin liegt ihre Wirkung.

 

 

 

Woran geringe Selbstsicherheit oft erkennbar wird

 

Geringe Selbstsicherheit zeigt sich oft dort, wo etwas bedeutsam wird.

Du zweifelst lange vor Entscheidungen.
Du machst dich kleiner, als du bist.
Du erklärst dich ausführlich, obwohl ein klarer Gedanke reichen würde.
Du vermeidest Sichtbarkeit.
Du wartest auf Zustimmung, bevor du deinem eigenen Eindruck vertraust.
Du sagst Ja, obwohl innerlich ein Nein spürbar ist.
Du nimmst Kritik sofort persönlich.
Du vergleichst dich häufig mit anderen.
Du hältst deine Meinung zurück, obwohl sie wichtig wäre.

Solche Muster sind menschlich.

Sie zeigen meist, wo innere Sicherheit wachsen darf.

 

 

 

1. Selbstsichere Menschen haben ein gutes Verhältnis zu sich selbst

 

Selbstsicherheit beginnt im eigenen Inneren.

Menschen mit gesunder Selbstsicherheit behandeln sich respektvoll. Sie kennen ihre Stärken, ihre Grenzen, ihre Eigenarten und ihre Entwicklungsthemen. Sie machen sich weder größer noch kleiner.

Sie wissen:

Ich bin ein Mensch in Entwicklung.
Ich habe Fähigkeiten.
Ich habe Lernfelder.
Ich darf wachsen.

Diese Haltung macht gelassener.

Wer mit sich im Grundsatz einverstanden ist, reagiert weniger abhängig von äußerer Zustimmung. Anerkennung ist angenehm. Sie wird zur Ergänzung, statt zur Voraussetzung.

Das verändert Auftreten, Entscheidungen und Beziehungen.

 

 

 

2. Selbstsichere Menschen kennen ihre empfindlichen Punkte

 

Jeder Mensch hat Erfahrungen gesammelt, die Spuren hinterlassen haben.

Manche Worte treffen tiefer als andere.
Bestimmte Situationen lösen alte Reaktionen aus.
Manche Menschen drücken innere Knöpfe, bewusst oder unbewusst.

Selbstsichere Menschen kennen solche Druckpunkte besser.

Sie merken früher:

Hier reagiere ich gerade stärker, als die Situation allein erklärt.
Hier ist ein altes Thema berührt.
Hier brauche ich einen Moment, um klar zu bleiben.

Das ist ein Zeichen von Reife.

Wer seine empfindlichen Stellen kennt, wird weniger steuerbar. Er kann sich sortieren, statt automatisch zu reagieren.

 

 

 

3. Selbstsichere Menschen wählen ihr Umfeld bewusster

 

Unser Umfeld prägt uns.

Die Menschen, mit denen wir viel Zeit verbringen, beeinflussen unser Denken, unsere Sprache, unseren Mut und unser Bild von dem, was möglich ist.

Selbstsichere Menschen achten stärker darauf, mit wem sie sich umgeben.

Sie suchen Menschen, die ehrlich sind.
Menschen mit Werten.
Menschen mit Substanz.
Menschen, die inspirieren, statt kleinzuhalten.
Menschen, die Klarheit, Humor und Wachstum ermöglichen.

Ein gutes Umfeld stärkt Selbstvertrauen.

Es erinnert uns daran, wer wir sind und wer wir werden können.

 

 

 

4. Selbstsichere Menschen kennen ihre Prioritäten

 

Wer seine Prioritäten kennt, entscheidet klarer.

Dann wird es leichter, Ja zu sagen.
Und leichter, Nein zu sagen.
Dann bekommt der eigene Weg Kontur.

Selbstsichere Menschen orientieren sich stärker an Werten als an spontaner Zustimmung. Sie fragen:

Was ist mir wirklich wichtig?
Wofür will ich stehen?
Welche Entscheidung passt zu meiner Richtung?
Womit möchte ich meine Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit verbinden?

Innere Klarheit macht nach außen deutlicher.

Wer seine Prioritäten kennt, wirkt weniger beliebig. Das schafft Vertrauen.

 

 

 

5. Selbstsichere Menschen achten auf sich

 

Selbstsicherheit hat auch mit Selbstfürsorge zu tun.

Wer sich selbst achtet, geht bewusster mit der eigenen Energie um. Schlaf, Bewegung, Ernährung, Pausen, Beziehungen und innere Ordnung sind bedeutsam. Sie beeinflussen, wie wir denken, sprechen, entscheiden und auftreten.

Selbstsichere Menschen behandeln den eigenen Körper und die eigene Psyche als Verbündete.

Sie wissen:

Ich brauche Kraft, um klar zu sein.
Ich brauche Regeneration, um präsent zu bleiben.
Ich brauche innere Ordnung, um gute Entscheidungen zu treffen.

Selbstachtung zeigt sich im Alltag.

 

 

 

6. Selbstsichere Menschen handeln, wenn es Zeit ist

 

Planung ist wertvoll.
Vorbereitung ist wertvoll.
Reflexion ist wertvoll.

Und irgendwann braucht es Handlung.

Selbstsichere Menschen erkennen eher, wann der Moment zum Handeln gekommen ist. Sie warten seltener auf perfekte Bedingungen. Sie beginnen mit dem nächsten sinnvollen Schritt.

Das stärkt Selbstvertrauen.

Denn Selbstvertrauen wächst durch erlebte Selbstwirksamkeit:

Ich habe etwas getan.
Ich habe Einfluss genommen.
Ich habe eine Situation gestaltet.
Ich habe gelernt.

Handeln bringt Erfahrung.
Erfahrung bringt Vertrauen.
Vertrauen bringt mehr Handlungsspielraum.

 

 

 

7. Selbstsichere Menschen haben eine eigene Meinung

 

Selbstsichere Menschen denken selbst.

Sie prüfen Informationen.
Sie hören zu.
Sie wägen ab.
Sie entwickeln eine eigene Haltung.

Eine eigene Meinung bedeutet dabei keine Rechthaberei. Sie bedeutet Standpunkt.

Selbstsichere Menschen tragen ihre Meinung bewusst vor. Wenn es darauf ankommt, können sie sagen, wofür sie stehen.

Auch bei Gegenwind.

Das ist besonders wichtig in Gesprächen, Verhandlungen, Führungssituationen und öffentlichen Auftritten.

Wer einen Standpunkt hat, wirkt klarer.

 

 

 

8. Selbstsichere Menschen müssen sich weniger beweisen

 

Echte Selbstsicherheit braucht weniger Bühne.

Sie sucht Wirkung, keine ständige Bestätigung.

Selbstsichere Menschen können präsent sein, ohne sich aufzublähen. Sie stehen zu ihren Fähigkeiten, ihren Angeboten und ihren Grenzen. Ihre Selbstdarstellung wirkt stimmiger, weil Inhalt und Auftreten zusammenpassen.

Das ist auch für authentisches Selbstmarketing entscheidend.

Wer sich selbst ernst nimmt, kann sichtbar werden, ohne sich zu verbiegen.
Wer den eigenen Wert kennt, kann sich zeigen, ohne laut zu werden.

Das wirkt souverän.

 

 

 

9. Selbstsichere Menschen können gut zuhören

 

Zuhören braucht innere Sicherheit.

Wer ständig um Bedeutung ringt, wartet im Gespräch häufig auf den nächsten eigenen Einsatz. Selbstsichere Menschen können anderen Raum geben.

Sie lassen Pausen zu.
Sie stellen Fragen.
Sie nehmen andere Perspektiven auf.
Sie unterscheiden zwischen Zuhören und Zustimmen.

Das macht sie zu angenehmeren Gesprächspartnern.

Gutes Zuhören ist kein Rückzug. Es ist Präsenz.

Wer gut zuhört, versteht mehr.
Wer mehr versteht, kommuniziert wirksamer.

 

 

 

10. Selbstsichere Menschen stehen zu ihren Gefühlen

 

Selbstsicherheit bedeutet emotionale Ehrlichkeit.

Selbstsichere Menschen können wahrnehmen, was sie fühlen, und damit angemessen umgehen. Sie müssen Gefühle weder dramatisieren noch verstecken.

Sie können sagen:

Das berührt mich.
Das irritiert mich.
Das freut mich.
Das brauche ich.
Das ist mir wichtig.

Gefühle werden dadurch zu Informationen.

Sie bestimmen nicht automatisch das Verhalten. Sie liefern Hinweise.

Diese Fähigkeit ist wertvoll in Beziehungen, Gesprächen, Konflikten und beruflichen Situationen.

 

 

 

11. Selbstsichere Menschen nehmen Herausforderungen an

 

Selbstsicherheit wächst durch Herausforderungen.

Menschen mit Selbstvertrauen wählen Aufgaben, an denen sie wachsen können. Sie verlassen vertraute Routinen, wenn ein nächster Entwicklungsschritt ruft.

Dabei geht es um bewusste Entwicklung.

Eine gute Herausforderung fordert.
Sie ist anspruchsvoll.
Sie lädt ein, neue Fähigkeiten zu entdecken.

Wer Herausforderungen meistert, stärkt das Vertrauen in die eigene Wirksamkeit.

Und wer erlebt, dass er schwierige Situationen bewältigen kann, tritt beim nächsten Mal ruhiger auf.

 

 

 

12. Selbstsichere Menschen haben übergeordnete Ziele

 

Übergeordnete Ziele geben Richtung.

Sie verbinden einzelne Entscheidungen mit einem größeren Sinn. Sie helfen, Prioritäten zu setzen und auch dann dranzubleiben, wenn der Weg anspruchsvoll wird.

Selbstsichere Menschen fragen:

Wofür lohnt sich mein Einsatz?
Welchen Beitrag möchte ich leisten?
Welche Richtung passt zu meinen Werten?
Was soll durch mich in die Welt kommen?

Solche Fragen stärken innere Führung.

Wer eine Richtung hat, wirkt klarer.
Wer klarer wirkt, wird leichter ernst genommen.

 

 

 

13. Selbstsichere Menschen nehmen Einfluss

 

Selbstsichere Menschen erkennen, wo sie gestalten können.

Sie warten weniger darauf, dass andere alles klären. Sie übernehmen Verantwortung für den Bereich, den sie beeinflussen können.

Das kann ein Gespräch sein.
Eine Entscheidung.
Eine Beziehung.
Ein Projekt.
Eine Botschaft.
Ein Auftritt.
Der eigene nächste Schritt.

Selbstsicherheit zeigt sich darin, den eigenen Einflussbereich ernst zu nehmen.

Vieles liegt in unserer Haltung, unserer Vorbereitung und unserem Handeln.

 

 

 

14. Selbstsichere Menschen haben Durchhaltevermögen

 

Selbstsicherheit zeigt sich auch dann, wenn es schwierig wird.

Gegenwind gehört zum Leben. Kritik, Verzögerungen, Irritationen und Hindernisse sagen wenig über den Wert eines Weges aus.

Selbstsichere Menschen bleiben beweglich und zugleich ausgerichtet.

Sie lernen aus Rückmeldungen.
Sie passen ihr Vorgehen an.
Sie bleiben mit ihrer Absicht verbunden.
Sie halten aus, dass Entwicklung Zeit braucht.

Durchhaltevermögen bedeutet:

Ich bleibe meinem Ziel treu.
Und ich lerne auf dem Weg.

 

 

 

15. Selbstsichere Menschen bleiben lernfähig

 

Selbstsicherheit und Lernfähigkeit gehören zusammen.

Wer innerlich sicherer ist, kann neue Informationen leichter aufnehmen. Kritik wird weniger schnell zur Bedrohung. Andere Perspektiven werden eher zur Erweiterung.

Selbstsichere Menschen fragen nach.
Sie prüfen.
Sie vergleichen.
Sie denken selbst.
Sie bleiben neugierig.

Sie folgen der eigenen Prüfung statt jeder fremden Meinung. Sie bleiben offen für neue Gedanken.

Das macht sie geistig beweglich.

Und geistige Beweglichkeit ist eine wesentliche Grundlage für persönliche und berufliche Entwicklung.

 

 

 

16. Selbstsichere Menschen schätzen Feedback

 

Feedback ist wertvoll, wenn es gut eingeordnet wird.

Selbstsichere Menschen können Rückmeldungen anhören, prüfen und nutzen. Sie müssen sich dadurch weder klein fühlen noch sofort verteidigen.

Sie fragen:

Was davon ist hilfreich?
Was passt zu meinen Zielen?
Was kann ich daraus lernen?
Was lasse ich bewusst bei der anderen Person?

So wird Feedback zum Werkzeug.

Wer wachsen will, braucht Rückmeldung.
Wer sich selbst vertraut, kann sie besser verarbeiten.

 

 

 

17. Selbstsichere Menschen holen sich Unterstützung

 

Sich Unterstützung zu holen, ist ein Zeichen von Klarheit.

Selbstsichere Menschen erkennen, dass andere Menschen ebenfalls Kompetenzen haben. Sie können fragen, lernen, sich begleiten lassen und bei wichtigen Themen professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.

Das gilt besonders bei anspruchsvollen Gesprächen, Präsentationen, Entscheidungen, beruflicher Entwicklung und persönlichen Veränderungsprozessen.

Unterstützung ist oft ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein.

Wer Wichtiges vorhat, bereitet sich gut vor.

 

 

 

18. Selbstsichere Menschen kommunizieren wirksamer

 

Selbstsicherheit verändert Kommunikation.

Die Stimme wird ruhiger.
Pausen werden leichter.
Botschaften werden klarer.
Grenzen werden deutlicher.
Gespräche werden weniger getrieben.

Menschen mit Selbstvertrauen lassen Raum entstehen. Sie können auf den Punkt kommen. Sie können Wirkung zulassen. Sie können auch Stille aushalten.

Das ist besonders wichtig bei Präsentationen, Verhandlungen, Führungsgesprächen und Medienauftritten.

Wirksame Kommunikation entsteht aus innerer Klarheit und äußerer Präzision.

 

 

 

19. Selbstsichere Menschen zeigen eine stimmige Körpersprache

 

Der Körper spricht mit.

Haltung, Blickkontakt, Atmung, Stimme, Gestik und Bewegungen zeigen, wie verbunden jemand mit sich selbst ist.

Selbstsichere Körpersprache entsteht durch innere Stimmigkeit.

Wer sich selbst vertraut, steht anders.
Wer sich klarer fühlt, spricht anders.
Wer präsenter ist, wirkt anders.

Und der Zusammenhang wirkt in beide Richtungen:

Eine aufrechte Haltung, ruhige Atmung und bewusste Präsenz können auch das innere Erleben stärken.

Körper und Psyche arbeiten zusammen.

 

 

 

20. Selbstsichere Menschen bleiben Menschen

 

Selbstsicherheit bedeutet lebendige Entwicklung.

Auch selbstsichere Menschen haben Zweifel.
Auch sie kennen Unsicherheit.
Auch sie erleben Momente, in denen sie sich sammeln müssen.

Der Unterschied liegt im Umgang damit.

Selbstsichere Menschen machen aus Unsicherheit kein Urteil über ihren Wert. Sie nehmen sie als Teil des Lebens. Sie sortieren sich, lernen weiter und finden zurück in ihre Haltung.

Selbstsicherheit ist kein Endzustand.

Sie ist eine Praxis.

Eine Art, mit sich selbst, mit anderen und mit Herausforderungen umzugehen.

 

 

 

Was Selbstsicherheit im Alltag verändert

 

Selbstsicherheit verändert kleine Momente.

Du sprichst klarer aus, was du meinst.
Du entscheidest bewusster.
Du bleibst bei Kritik ruhiger.
Du setzt Grenzen freundlicher und deutlicher.
Du brauchst weniger Zustimmung, um deinen Weg zu gehen.
Du trittst präsenter auf, weil du innerlich besser sortiert bist.

Das wirkt in Beziehungen.
Im Beruf.
In Gesprächen.
In Konflikten.
In Präsentationen.
In Entscheidungen.

Selbstsicherheit macht das Leben handlungsfähiger.

 

 

 

Der Kreislauf von Selbstsicherheit

 

Selbstsicherheit wächst selten auf einen Schlag.

Sie entsteht durch einen Kreislauf:

Du klärst dich.
Du handelst bewusster.
Du machst neue Erfahrungen.
Du erlebst Selbstwirksamkeit.
Du vertraust dir mehr.
Du trittst sicherer auf.
Du sammelst weitere stärkende Erfahrungen.

So wird Selbstsicherheit greifbar.

Als gelebte Erfahrung.

 

 

 

Selbstcheck: Wo stehst du gerade?

 

Nimm dir einen Moment und frage dich:

Wo trete ich bereits sicher auf?
In welchen Situationen verliere ich meine Klarheit?
Welche Menschen stärken meine Selbstsicherheit?
Welche Situationen machen mich kleiner?
Wo sage ich zu schnell Ja?
Wo halte ich meine Meinung zurück?
Welche Rückmeldung könnte mir helfen?
Welcher nächste Schritt würde mein Selbstvertrauen stärken?

Diese Fragen bringen Orientierung.

Sie zeigen, wo Selbstsicherheit bereits vorhanden ist.
Und sie zeigen, wo Entwicklung möglich wird.

 

 

 

Selbstsicherheit im Beruf

 

Im beruflichen Kontext zeigt sich Selbstsicherheit besonders deutlich.

In Gesprächen.
In Verhandlungen.
In Präsentationen.
In Führungsaufgaben.
Vor Publikum.
Vor der Kamera.
Im Umgang mit Kritik.
In Momenten, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen.

Selbstsicherheit bedeutet hier:

Du kennst deine Botschaft.
Du kannst deinen Standpunkt vertreten.
Du bleibst unter Druck klarer.
Du kannst souverän auf Einwände reagieren.
Du gestaltest deine Wirkung bewusster.
Du bist präsent, ohne dich zu verstellen.

Das ist die Grundlage für Executive Presence, authentisches Selbstmarketing und überzeugende Kommunikation.

 

 

 

Wobei ich dich unterstützen kann

 

In meiner Arbeit unterstütze ich Menschen dabei, sicherer, klarer und wirksamer aufzutreten.

Dabei kann es zum Beispiel um folgende Themen gehen:

  • Selbstsicherheit in wichtigen Gesprächen.
  • Souveränes Auftreten in beruflichen Situationen.
  • Präsenz vor Publikum, Kamera oder Gremien.
  • Klarheit bei Entscheidungen.
  • Authentisches Selbstmarketing.
  • Vorbereitung auf Verhandlungen.
  • Stärkere Wirkung in Präsentationen.
  • Umgang mit Kritik, Druck und schwierigen Gesprächspartnern.
  • Mehr innere Sicherheit bei Veränderung und Entwicklung.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Was brauchst du, um in deiner Situation klarer, sicherer und überzeugender zu handeln?

 

 

 

Unterstützung in Berlin und online

 

Selbstsicherheit lässt sich entwickeln.

Durch Selbstklärung.
Durch Übung.
Durch gute Vorbereitung.
Durch ehrliches Feedback.
Durch stimmige Kommunikation.
Durch Erfahrungen, die neues Vertrauen ermöglichen.

Wenn du in wichtigen Situationen klarer, präsenter und souveräner auftreten möchtest, unterstütze ich dich dabei, deine innere Sicherheit zu stärken, deine Wirkung bewusster zu gestalten und dich gezielt auf Gespräche, Präsentationen oder Entscheidungen vorzubereiten.

In Berlin und online.

 

 

 

Fazit

 

Selbstsichere Menschen wirken oft gelassener, klarer und präsenter.

Diese Wirkung entsteht durch Selbstkenntnis, Werte, Erfahrung, Haltung und die Bereitschaft, zu lernen.

Selbstsicherheit bedeutet:

  • Ich kenne mich besser.
  • Ich vertraue mir mehr.
  • Ich handle bewusster.
  • Ich kommuniziere klarer.
  • Ich übernehme Verantwortung für meinen Weg.

Und genau dort beginnt Entwicklung.

Als ehrliche, lebendige Verbindung mit sich selbst.

 

 

 

Einladung

 

Wenn du mehr Selbstsicherheit entwickeln möchtest, unterstütze ich dich gern dabei, deine innere Klarheit zu stärken, deine Wirkung bewusster zu gestalten und in wichtigen Situationen souveräner aufzutreten.

In Berlin und online.

Gemeinsam klären wir, was dich stärkt, was dich bremst und welche nächsten Schritte zu dir passen.

P.S.

 

Was bedeutet Selbstbewusstsein für dich?

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Weitere Informationen findest du hier:

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→ Häufige organisatorische Fragen
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Artikel zur Persönlichkeit

Diversität: Warum unterschiedliche Perspektiven wertvoll sind

Diversität als Perspektivenvielfalt: Wie Unterschiede unser Denken erweitern, blinde Flecken sichtbar machen und zu fundierteren Entscheidungen beitragen können.

YouTube-Kanal @karstennoack

 

Auf meinem YouTube-Kanal @karstennoack findest du Beiträge zu Psychologie, Philosophie, persönlicher Entwicklung und guter Lebensführung.

Dort übersetze ich Gedanken aus Psychologie, Philosophie und Beratungspraxis in alltagstaugliche Impulse.
Für mehr Klarheit.
Mehr innere Stärke.
Mehr Würde im Umgang mit dir selbst und anderen.

Die Videos ergänzen meine Arbeit als Coach, Therapeut und Berater.
Sie bilden eine öffentlich zugängliche Mediathek für Menschen, die sich selbst, ihre Beziehungen und das Leben bewusster gestalten möchten.

Wenn du weitere Beiträge zu diesen Themen ansehen möchtest, gelangst du hier zu meinem YouTube-Kanal.

Zum Kanal @karstennoack (Der externe Link öffnet meinen YouTube-Kanal in einem neuen Fenster.)

YOUTUBE.COM/@KARSTENNOACK

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juli 2015
Überarbeitung: 4. April 2020
AN: #98922
Ü:
K:

Warren-Harding-Effekt: Wenn der erste Eindruck täuscht

Warren-Harding-Effekt: Wenn der erste Eindruck täuscht

Menschenkenntnis
Warren-Harding-Effekt

Warren-Harding-Effekt: Wenn der erste Eindruck täuscht

 

Sieht jemand kompetent aus – oder ist dieser Mensch tatsächlich kompetent?

Diese beiden Fragen verwechseln wir erstaunlich leicht.

Ein Mensch betritt einen Raum.

Aufrechte Haltung.

Ruhige Stimme.

Sicherer Blick.

Passende Kleidung.

Vielleicht eine imposante Erscheinung.

Innerhalb weniger Augenblicke entsteht ein Eindruck.

Kompetent.

Souverän.

Vertrauenswürdig.

Führungspersönlichkeit.

Vielleicht stimmt dieser Eindruck.

Vielleicht auch nicht.

Ein erster Eindruck kann wertvolle Hinweise liefern. Er ist noch kein Beweis.

 

 

 

Was ist der Warren-Harding-Effekt?

 

Der Begriff geht auf Malcolm Gladwells Buch Blink zurück.

Gladwell beschreibt darin den sogenannten Warren Harding Error.

Gemeint ist eine typische Fehlleistung unseres schnellen Urteilens:

Wir nehmen ein auffälliges äußeres Merkmal wahr und leiten daraus Eigenschaften ab, für die uns eigentlich noch Informationen fehlen.

Zum Beispiel:

  • groß = durchsetzungsfähig
  • attraktiv = kompetent
  • ruhige Stimme = souverän
  • teure Kleidung = erfolgreich
  • sicheres Auftreten = fachlich überlegen
  • charismatisch = gute Führungskraft

Solche Schlussfolgerungen können stimmen.

Sie können ebenso gründlich danebenliegen.

 

 

 

Warum Warren G. Harding?

 

Warren G. Harding wurde 1920 zum 29. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.

Seine Zeitgenossen beschrieben ihn als stattliche und ausgesprochen „präsidial“ wirkende Erscheinung.

Auch seine politische Umgebung sah sein Äußeres als Vorteil.

Historische Darstellungen berichten, dass sein markantes Auftreten und sein präsidiales Profil zu seiner politischen Attraktivität beitrugen.

Seine Nominierung und sein Wahlsieg hatten gleichzeitig zahlreiche weitere Ursachen.

Harding passte politisch in eine Zeit, in der viele Menschen nach den konfliktreichen Jahren unter Woodrow Wilson eine Rückkehr zu mehr Normalität suchten.

Er gewann die Wahl deutlich.

Seine Präsidentschaft wurde später stark durch Skandale innerhalb seiner Administration belastet. Historiker bewerten seine Amtszeit häufig kritisch, wobei es auch differenziertere Neubewertungen einzelner Aspekte seiner Präsidentschaft gibt.

Gladwell nutzt Harding deshalb als anschauliches Beispiel für eine grundsätzliche Frage:

Wie stark lassen wir uns von Eigenschaften beeinflussen, die gut aussehen, gut klingen oder vertraut wirken?

 

 

 

 

Ist der Warren-Harding-Effekt wissenschaftlich belegt?

 

Der Ausdruck selbst stammt vor allem aus Gladwells populärwissenschaftlicher Darstellung.

Die dahinterliegende psychologische Beobachtung ist jedoch gut untersucht.

Menschen bilden sehr schnell Eindrücke über andere Menschen.

Dafür reichen teilweise Sekundenbruchteile.

Aus Gesicht, Kleidung, Stimme, Körperhaltung und Verhalten entstehen Vermutungen über:

  • Kompetenz
  • Vertrauenswürdigkeit
  • Dominanz
  • Sympathie
  • Status
  • Selbstsicherheit

Das Problem besteht weniger darin, dass solche Eindrücke entstehen.

Das geschieht weitgehend automatisch.

Problematisch wird es, wenn wir aus einem ersten Eindruck eine Gewissheit machen.

 

 

 

Der erste Eindruck entsteht erstaunlich schnell

 

Untersuchungen zur sozialen Wahrnehmung zeigen, wie schnell Menschen Urteile aus Gesichtern ableiten.

In bekannten Studien von Alexander Todorov und Kollegen reichten sehr kurze Betrachtungszeiten aus, damit Versuchspersonen Kandidaten unterschiedlich kompetent einschätzten.

Solche Kompetenzurteile standen sogar statistisch mit tatsächlichen Wahlergebnissen in Zusammenhang.

Das bedeutet keineswegs, dass Aussehen Kompetenz verrät.

Es zeigt vielmehr, wie stark oberflächliche Hinweise unsere Einschätzung beeinflussen können.

 

 

 

Warum machen wir das?

 

Schnelle Urteile sind grundsätzlich sinnvoll.

Unser Gehirn verarbeitet ständig große Mengen an Informationen.

Wir können unmöglich jede Begegnung zunächst zwanzig Minuten analysieren.

Also arbeitet unser Wahrnehmungssystem mit Abkürzungen.

Wir erkennen Muster.

Wir vergleichen mit früheren Erfahrungen.

Wir reagieren auf vertraute Signale.

Das spart Zeit und Energie.

Die Schwäche dieser Abkürzungen:

Ein Signal kann für mehrere Dinge stehen.

Eine ruhige Stimme kann Selbstsicherheit bedeuten.

Sie kann ebenso gut trainiert sein.

Ein souveräner Auftritt kann auf Erfahrung beruhen.

Oder auf hervorragender Selbstdarstellung.

Ein unsicheres Auftreten kann fehlende Kompetenz bedeuten.

Oder schlicht Nervosität in einer ungewohnten Situation.

 

 

 

Der Halo-Effekt spielt dabei eine wichtige Rolle

 

 

Der Warren-Harding-Effekt lässt sich gut mit dem sogenannten Halo-Effekt verbinden.

Beim Halo-Effekt prägt eine auffällige Eigenschaft die Bewertung weiterer Eigenschaften.

Ein positiver Eindruck strahlt gewissermaßen auf andere Bereiche aus.

Jemand wirkt sympathisch.

Also vermuten wir möglicherweise zusätzlich:

kompetent.

ehrlich.

zuverlässig.

intelligent.

Diese Eigenschaften hängen jedoch keineswegs automatisch zusammen.

Ein starkes Signal kann unser Gesamturteil stärker färben, als die vorhandenen Informationen rechtfertigen.

 

 

 

Aussehen beeinflusst die wahrgenommene Kompetenz

 

Auch kleine Statussignale können Urteile verändern.

Untersuchungen zeigen beispielsweise, dass Kleidung die wahrgenommene Kompetenz beeinflussen kann.

Dieselbe Person kann in unterschiedlich wirkender Kleidung verschieden kompetent eingeschätzt werden.

Das ist interessant, weil sich am Menschen selbst überhaupt nichts verändert hat.

Lediglich der Kontext verändert unsere Interpretation.

 

 

 

 

Größe, Stimme, Kleidung, Haltung: Was bedeutet das wirklich?

 

Solche Merkmale beeinflussen Wirkung.

Das lässt sich im Alltag leicht beobachten.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen zwei Fragen:

Wie wirkt jemand?

und:

Was kann jemand?

Beides kann zusammenpassen.

Beides kann weit auseinanderliegen.

Genau deshalb lohnt sich bei wichtigen Entscheidungen ein zweiter Blick.

 

 

 

Wo begegnet uns der Warren-Harding-Effekt heute?

 

Im Grunde überall dort, wo Menschen andere Menschen schnell beurteilen.

 

Bewerbungsgespräche

Eine Bewerberin tritt souverän auf.

Sie spricht flüssig.

Sie hält Blickkontakt.

Sie wirkt angenehm selbstsicher.

Schnell entsteht der Eindruck:

„Die kann das.“

Vielleicht stimmt das.

Die relevante Frage lautet trotzdem:

Welche konkreten Hinweise sprechen tatsächlich für ihre Kompetenz?

 

Führung

Menschen mit starker Präsenz werden häufig schneller als Führungspersönlichkeit wahrgenommen.

Präsenz ist zweifellos hilfreich.

Führung verlangt zusätzlich:

  • Urteilsvermögen
  • Verantwortungsfähigkeit
  • Entscheidungsqualität
  • Kommunikation
  • Integrität
  • Umgang mit Konflikten
  • strategisches Denken

Diese Fähigkeiten lassen sich aus Körpergröße, Stimme oder Auftreten kaum zuverlässig ablesen.

 

Verhandlungen

Ein sehr selbstsicher auftretendes Gegenüber kann den Eindruck vermitteln, über bessere Informationen oder eine stärkere Position zu verfügen.

Manchmal stimmt das.

Manchmal ist genau dieser Eindruck Teil der Verhandlung.

Deshalb lohnt es sich, Wirkung und Fakten bewusst auseinanderzuhalten.

 

Präsentationen

Hier entsteht eine interessante Besonderheit.

In einer Präsentation gehört Wirkung tatsächlich zur Leistung.

Wer gute Gedanken verständlich und überzeugend vermittelt, erhöht ihre Chance, gehört zu werden.

Das bedeutet jedoch weiterhin:

Eine überzeugende Präsentation macht schwache Argumente nicht automatisch stärker.

 

Partnerschaften und persönliche Begegnungen

Auch bei privaten Kontakten bilden wir schnell Vorstellungen über Menschen.

Charme.

Attraktivität.

Status.

Ähnliche Interessen.

Selbstbewusstsein.

All das kann anziehend sein.

Für eine tragfähige Einschätzung braucht es zusätzlich Zeit und Verhalten.

 

 

 

 

Der gegenteilige Fehler ist genauso möglich

Der Warren-Harding-Effekt besitzt eine zweite Seite.

Wir können Menschen überschätzen, weil sie überzeugend wirken.

Wir können Menschen ebenso unterschätzen, weil ihre Kompetenz zunächst wenig spektakulär aussieht.

Vielleicht spricht jemand leise.

Vielleicht braucht jemand einen Moment länger für eine Antwort.

Vielleicht entspricht das Auftreten kaum unserem inneren Bild einer Führungspersönlichkeit.

Und trotzdem besitzt dieser Mensch außergewöhnliches Urteilsvermögen.

Wer sich vom glänzenden Auftritt blenden lässt, übersieht Blender. Wer ausschließlich auf Glanz achtet, übersieht zugleich stille Kompetenz.

 

 

 

7 Fragen für bessere Menschenkenntnis

 

1. Was habe ich tatsächlich beobachtet?

 

Trenne Beobachtung und Interpretation.

Beobachtung:

„Sie spricht ruhig und ohne erkennbare Unsicherheit.“

Interpretation:

„Sie beherrscht das Thema hervorragend.“

Das ist ein erheblicher Unterschied.

 

 

 

2. Welche Eigenschaft leite ich daraus ab?

 

Frage dich:

„Was glaube ich gerade über diesen Menschen?“

Kompetent?

Sympathisch?

Vertrauenswürdig?

Durchsetzungsfähig?

Erst wenn du die Schlussfolgerung benennst, kannst du sie überprüfen.

 

 

 

3. Welche Belege habe ich dafür?

 

Suche nach konkretem Verhalten.

Welche Entscheidungen hat die Person getroffen?

Welche Ergebnisse hat sie erzielt?

Wie geht sie mit schwierigen Fragen um?

Wie verhält sie sich bei Widerspruch?

 

 

 

4. Was spricht gegen meinen ersten Eindruck?

 

Diese Frage ist besonders wertvoll.

Unser Denken sucht gern nach Informationen, die vorhandene Überzeugungen bestätigen.

Frage deshalb bewusst:

„Welche Beobachtung würde meine bisherige Einschätzung infrage stellen?“

 

 

 

5. Verwechsle ich Selbstsicherheit mit Kompetenz?

 

Selbstsicherheit kann aus Kompetenz entstehen.

Sie kann ebenso unabhängig davon auftreten.

Umgekehrt können ausgesprochen kompetente Menschen in einzelnen Situationen unsicher wirken.

 

 

 

6. Welche Informationen fehlen mir?

 

Bei wichtigen Entscheidungen lohnt sich häufig etwas mehr Zeit.

Eine zweite Begegnung.

Eine Arbeitsprobe.

Referenzen.

Konkrete Fragen.

Beobachtbares Verhalten.

 

 

 

7. Würde ich genauso urteilen, wenn diese Person anders aussehen würde?

 

Eine interessante Gedankenübung.

Stell dir denselben Satz aus einem anderen Mund vor.

Eine andere Stimme.

Ein anderes Alter.

Andere Kleidung.

Eine andere Körpergröße.

Verändert sich dein Urteil stark, lohnt sich ein genauerer Blick.

 

 

 

Und was bedeutet das für deine eigene Wirkung?

 

Bis hierhin könnte der Eindruck entstehen:

„Dann sind Äußerlichkeiten eben oberflächlich und sollten keine Rolle spielen.“

So einfach ist es ebenfalls nicht.

Wirkung gehört zur Kommunikation.

Menschen können deine Gedanken erst dann angemessen einschätzen, wenn sie ihnen Aufmerksamkeit schenken und sie verstehen.

Eine klare Stimme.

Eine passende Körpersprache.

Eine überzeugende Struktur.

Eine angemessene Erscheinung.

All das kann dazu beitragen, dass deine tatsächliche Kompetenz überhaupt sichtbar wird.

Der entscheidende Unterschied:

Wirkung sollte Substanz transportieren – und sie nicht ersetzen.

 

 

 

Understatement ist ebenfalls keine Tugend

 

Manche kompetente Menschen reagieren auf solche Themen mit demonstrativer Zurückhaltung.

Sie sagen sinngemäß:

„Meine Leistung soll für sich selbst sprechen.“

Das klingt sympathisch.

In vielen beruflichen Situationen spricht Leistung allerdings erstaunlich leise.

Andere Menschen müssen erkennen können:

  • wofür du stehst
  • was du kannst
  • welchen Beitrag du leistest
  • warum deine Perspektive relevant ist

Professionelle Wirkung bedeutet deshalb weder Blender noch Selbstdarsteller.

Sie bedeutet, deiner tatsächlichen Kompetenz eine angemessene Form zu geben.

 

 

 

Charisma ist kein Kompetenznachweis

 

Charismatische Menschen können sehr kompetent sein.

Andere charismatische Menschen beherrschen vor allem die Wirkung.

Deshalb lohnt sich bei wichtigen Entscheidungen immer die Trennung:

Was empfinde ich?

und:

Was weiß ich?

Beide Informationen dürfen in deine Einschätzung einfließen.

Sie sind jedoch keineswegs dasselbe.

 

 

 

Bauchgefühl oder Analyse?

 

Auch das ist keine Entweder-oder-Frage.

Intuition kann auf umfangreicher Erfahrung beruhen.

Ein erfahrener Mensch erkennt mitunter Muster, bevor er sie vollständig erklären kann.

Das macht Intuition wertvoll.

Gleichzeitig kann sich ein Vorurteil ebenfalls wie Intuition anfühlen.

Deshalb lautet eine hilfreiche Frage:

Worauf könnte mein Bauchgefühl gerade reagieren?

Auf relevante Erfahrung?

Auf eine konkrete Beobachtung?

Auf Ähnlichkeit?

Auf Status?

Auf Attraktivität?

Auf vertraute Stereotype?

Diese Frage macht aus einem Gefühl eine zusätzliche Informationsquelle statt eines endgültigen Urteils.

 

 

 

Häufige Fragen zum Warren-Harding-Effekt

 

Was ist der Warren-Harding-Effekt?

Der Begriff beschreibt die Gefahr, aus oberflächlichen Merkmalen wie Aussehen, Körpergröße, Stimme oder Auftreten vorschnell auf Eigenschaften wie Kompetenz oder Führungsfähigkeit zu schließen. Bekannt wurde die Bezeichnung vor allem durch Malcolm Gladwells Buch Blink.

 

Ist der Warren-Harding-Effekt ein wissenschaftlicher Fachbegriff?

Der Ausdruck selbst ist vor allem populärwissenschaftlich geprägt. Die zugrunde liegenden Phänomene schneller Eindrucksbildung, des Halo-Effekts und von Urteilen anhand äußerer Merkmale sind hingegen umfangreich psychologisch untersucht.

 

Warum heißt der Effekt Warren-Harding-Effekt?

Gladwell verwendet Warren G. Harding als historisches Beispiel. Harding besaß eine Erscheinung, die seine Zeitgenossen als ausgesprochen präsidial wahrnahmen. Gladwell nutzt seine politische Karriere als Illustration dafür, wie äußere Wirkung unsere Einschätzung von Kompetenz beeinflussen kann.

 

Ist der erste Eindruck grundsätzlich unzuverlässig?

Ein erster Eindruck kann hilfreiche Informationen enthalten. Seine Qualität hängt stark davon ab, welche Signale wir wahrnehmen und welche Erfahrung wir besitzen. Problematisch wird es vor allem, wenn wir aus wenigen Informationen weitreichende Schlussfolgerungen ziehen.

 

Was hat der Warren-Harding-Effekt mit dem Halo-Effekt zu tun?

Beide Phänomene beschreiben ähnliche Verzerrungen. Beim Halo-Effekt beeinflusst eine auffällige Eigenschaft die Bewertung weiterer Eigenschaften. Beim Warren-Harding-Beispiel wird etwa eine überzeugende äußere Wirkung mit Kompetenz verbunden.

 

Kann ich mich vor solchen Fehleinschätzungen schützen?

Vollständig vermeiden lassen sich schnelle Eindrücke kaum. Du kannst ihre Wirkung jedoch reduzieren, indem du Beobachtung und Interpretation trennst, klare Kriterien verwendest, nach konkreten Belegen suchst und bei wichtigen Entscheidungen mehrere Informationsquellen einbeziehst.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Dein erster Eindruck verdient Aufmerksamkeit.

Er verdient noch keine uneingeschränkte Autorität.

Schau hin.

Nimm deine Reaktion wahr.

Und dann prüfe sie.

Gute Menschenkenntnis bedeutet weniger, Menschen auf den ersten Blick perfekt zu durchschauen. Sie bedeutet, den ersten Blick ernst zu nehmen und trotzdem weiterzuschauen.

 

 

 

Wenn deine Wirkung wirklich zählt

 

Der Warren-Harding-Effekt hat noch eine zweite interessante Botschaft.

Menschen bilden sich schnell einen Eindruck.

Deshalb lohnt es sich, bei wichtigen Auftritten bewusst darauf zu achten, ob deine Wirkung zu deiner tatsächlichen Kompetenz passt.

Gerade bei:

  • Vorstandspräsentationen
  • entscheidenden Meetings
  • Pitches
  • Verhandlungen
  • Medienauftritten
  • Vorträgen
  • Bewerbungen auf Führungspositionen
  • anspruchsvollen Gesprächen

kann eine kleine Diskrepanz große Wirkung haben.

Vielleicht ist deine Botschaft hervorragend und deine Präsenz transportiert sie noch kaum.

Vielleicht wirkst du zurückhaltender, als es deiner Rolle entspricht.

Oder dein Auftritt erzeugt eine Botschaft, die du überhaupt nicht senden möchtest.

Im persönlichen 1:1 können wir genau daran arbeiten:

  • Wie wirkst du tatsächlich?
  • Welche Signale sendest du?
  • Was davon unterstützt deine Botschaft?
  • Was lenkt davon ab?
  • Wie werden Kompetenz, Klarheit und Persönlichkeit sichtbar?
  • Wie bleibt dein Auftritt glaubwürdig und authentisch?

Das Ziel ist keine künstliche Fassade.

Das Ziel ist eine Wirkung, die deiner tatsächlichen Kompetenz gerecht wird.

Online oder persönlich in Berlin.

P.S.

 

Gibt es Erfahrungen mit dem Warren-Harding-Effekt?

Artikel zum Thema Körpersprache

Nahbar führen, ohne Respekt zu verlieren: Executive Presence

Wie bleibst du als Führungskraft nahbar und zugleich klar? Über Empathie, Grenzen, Gravitas und respektvolle Executive Presence.

Begriff oder Thema suchen

 

Wo Wissen allein weniger weiterführt, beginnt die individuelle Arbeit.

 

Du suchst einen bestimmten Begriff oder eine passende Vertiefung?
Nutze die Suche oder entdecke weitere Beiträge im Themenbereich.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 15. Juli 2012
Überarbeitung: 29. März 2020

Flow und Flow-Pro für Redner und ihre Reden und Präsentationen

Flow und Flow-Pro für Redner und ihre Reden und Präsentationen

Kommt zum Flow-Erleben noch Resonanz zwischen den Beteiligten hinzu, dann nenne ich den Zustand Flow-Pro.
Flow und Flow-Pro

Flow und Flow-Pro für Redner und ihre Reden und Präsentationen

 

Kommt zum Flow-Erleben noch Resonanz zwischen den Beteiligten hinzu, dann nenne ich den Zustand Flow-Pro. In diesem Artikel geht es darum, weshalb sich für engagierte Redner lohnt sich mit diesen Zuständen zu beschäftigen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Kosmo Klein im A-Trane

 

Samstagabend in Berlin-Charlottenburg, 21 Uhr geht es los. Cosmo Klein & The Campers Motrioplus spielen im A-Trane Neo Soul & Funk. Cosmo Klein liefert Rahmen, Stimme, Stimmung und den Eindruck hat er Spaß bei der Arbeit. Bei der Gelegenheit bedient er auch noch das Schlagzeug und bezieht gekonnt das Publikum ein. Bereichert wird er von Thomas Stieger (Gitarre) und Chris Keymer (Keyboard). Special Guests sind Rhani Krija (Percussion) und Till Sahm (Klavier). Eine Kombination, die das Publikum mitreißt.

Mich begeistert nicht nur die Musik im A-Trane, meinem Lieblings-Jazzclub in Berlin. Die gesamte Atmosphäre, immer wieder einzigartig, inspiriert mich. Musiker sind für mich Metaphern für hingebungsvolle Leidenschaft, die auf Publikum trifft und das Potenzial hat jedes Mal etwas Neues zu erschaffen. Wenn Künstler und Publikum sich gegenseitig mit ihrer Begeisterung anstecken entsteht etwas, das größer ist als die Summe seiner Teile.

Ich liebe diese Gänsehautmomente, die im Gedächtnis bleiben. Es erinnert mich an Mihály Csíkszentmihályi und seine Beschreibungen des Flow-Erlebens.

Flow? Flow-Erleben kann sich bei nahezu allen Tätigkeiten einstellen, diese Musiker sind im Flow. Kommt nun noch Resonanz hinzu, dann nenne ich den Zustand Flow-Pro. Flow-Pro beschriebt das Gefühl, als ob mehrere Menschen mit dem Moment oder der aktuellen Tätigkeit zu etwas Gemeinsamen verschmelzen.

Solch ein Zustand erfordert Flow-Erleben beim Künstler und die Bereitschaft des Publikums zur Hingabe. Zumindest für den Moment von ein paar der Konventionen lösen, sich einlassen. In schönen Momenten schöne Momente mit allen Sinnen und jeder Faser des Seins zu genießen, obwohl die Welt da draußen nicht überall ein Paradies ist. Vollständig im Hier-und-Jetzt präsent, um anschließend gestärkt und auf nur bedingt beschreibbare Weise verändert daraus aufzutauchen, während es noch wohlig nachklingt.

Das erlebe ich mitunter auch bei meinen Veranstaltungen. Ich genieße es, wenn es geschieht. Ob es geschieht, ist dort maßgeblich von der Resonanz zwischen Thema, mir und dem Publikum bestimmt. Es gibt auch gute Einzelsitzungen, Gruppentrainings und Reden, die ich gebe, bei denen die Teilnehmer und ich sehr zufrieden sind, ohne solch eine Gänsehaut. Doch, wenn es dazu kommt, bleibt etwas über dem Moment hinaus im Gedächtnis. Wer es kennt, entwickelt eine besondere Dankbarkeit für solch kostbare Geschenke.

 

 

 

Flow

 

Mihály Csíkszentmihályi beschreibt den Zustand des Flow mit folgenden Eigenschaften:

  • Ausgewogenes Verhältnis zwischen Anforderung und Fähigkeiten, also mit dem Gefühl verbunden, weder über- noch unterfordert zu sein.
  • Es kann ein angestrebtes Ergebnis durch das Ausführen der Aufgabe erreicht werden.
  • Absolute Konzentration auf die Handlung.
  • Gefühl, die natürliche Steuerung der Situation und Handlungen zu haben.
  • Zeitnahe Rückmeldung, ob die Handlung die gewünschte Wirkung erzielt.
  • Das subjektive Zeitempfinden verändert sich, als wenn die Zeit wie im Flug verfliegt.
  • Körperliche Bedürfnisse wie Hunger oder Müdigkeit werden kaum noch wahrgenommen.
  • Die Ausführung erfolgt wie von allein, nahezu mühelos, voller Leichtigkeit.
  • Intrinsische Motivation, die Ausführung der Aufgabe selbst ist Ansporn und Belohnung.

 

 

 

Flow-Pro

 

Kommt zum Flow-Erleben noch Resonanz zwischen den Beteiligten hinzu, dann nenne ich den Zustand Flow-Pro. Flow-Pro ist geprägt vom Gefühl, gemeinsam mit dem Moment oder der aktuellen Tätigkeit zu verschmelzen.

Video

Flow – Dein Weg zu mehr Glück und Erfüllung

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

P.S.

 

Kennen Sie solche Moment des Flow-Erlebens oder gar des Flow-Pro?

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2018
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü:

Integrität: Werte leben, wenn es darauf ankommt

Integrität: Werte leben, wenn es darauf ankommt

Welche Rolle spielt Integrität in der heutigen Zeit?
Integrität

Integrität: Werte leben, wenn es darauf ankommt

 

Integrität klingt gut, solange sie nichts kostet.

Spannend wird es erst, wenn Ehrlichkeit unbequem wird.

Wenn eine klare Haltung Zustimmung kostet.

Wenn ein Vorteil lockt.

Wenn Schweigen leichter wäre als ein offenes Wort.

Wenn niemand erfahren würde, dass du eine Abkürzung genommen hast.

Genau dann zeigt sich, wie tragfähig deine Werte wirklich sind.

Integrität bedeutet, dass deine Werte, deine Worte und dein Verhalten möglichst gut zusammenpassen – besonders dann, wenn es schwierig wird.

 

 

 

Was bedeutet Integrität?

 

Persönliche Integrität beschreibt die Übereinstimmung zwischen den eigenen Wertvorstellungen und dem eigenen Handeln.

Ein integrer Mensch vertritt Werte also weniger als schöne Begriffe.

Er versucht, danach zu leben.

Das betrifft zum Beispiel:

  • Ehrlichkeit
  • Verlässlichkeit
  • Fairness
  • Respekt
  • Verantwortung
  • Loyalität
  • Mut
  • Aufrichtigkeit

Integrität bedeutet dabei keineswegs Fehlerfreiheit.

Menschen handeln widersprüchlich.

Sie treffen schlechte Entscheidungen.

Sie übersehen etwas.

Sie lassen sich beeinflussen.

Entscheidend ist, wie sie damit umgehen.

Wer Integrität ernst nimmt, kann sagen:

„Das entsprach meinem eigenen Anspruch nicht. Ich korrigiere das.“

 

 

 

Integrität zeigt sich im Konflikt

 

Solange verschiedene Werte harmonisch zusammenpassen, ist Integrität vergleichsweise leicht.

Die eigentliche Herausforderung beginnt dort, wo Werte miteinander konkurrieren.

Zum Beispiel:

Loyalität oder Ehrlichkeit?

Harmonie oder Klarheit?

Gewinn oder Fairness?

Karrierechance oder persönliche Überzeugung?

Zugehörigkeit oder Selbstachtung?

Dann reicht der Satz „Ich handle nach meinen Werten“ kaum aus.

Du musst entscheiden, welcher Wert in dieser konkreten Situation Vorrang bekommt.

Integrität bedeutet nicht, jeden Wert jederzeit maximal zu erfüllen. Sie bedeutet, bewusst zu entscheiden, wofür du stehen möchtest.

 

 

Werte werden interessant, wenn sie einen Preis haben

 

Fast jeder bekennt sich zu Ehrlichkeit, Respekt und Fairness.

Interessanter wird die Frage:

„Welchen Wert vertrete ich auch dann, wenn er mich etwas kostet?“

Vielleicht kostet Ehrlichkeit eine bequeme Ausrede.

Vielleicht kostet eine Grenze Zustimmung.

Vielleicht kostet Verantwortung Geld.

Vielleicht kostet Aufrichtigkeit einen unangenehmen Konflikt.

Vielleicht kostet Loyalität Zeit und Mühe.

Erst an solchen Stellen wird aus einem schönen Begriff eine Haltung.

 

 

 

Integrität braucht Klarheit über die eigenen Werte

 

Du kannst schwer nach deinen Werten handeln, wenn du sie kaum kennst.

Deshalb lohnt sich eine einfache Frage:

Was ist mir wirklich wichtig?

Und danach:

Welche Werte haben Vorrang, wenn sie miteinander kollidieren?

Viele Menschen entdecken erst in schwierigen Situationen, dass ihre Wertehierarchie deutlich weniger klar ist als gedacht.

Ein Beispiel:

Du hältst Ehrlichkeit für wichtig.

Gleichzeitig möchtest du niemanden enttäuschen.

Jetzt verlangt ein Gespräch eine klare Antwort.

Welche Orientierung gewinnt?

Genau solche Situationen machen Werte konkret.

 

 

 

Integrität und Selbstachtung

 

Eine hilfreiche Frage bei schwierigen Entscheidungen lautet:

Welche Entscheidung erlaubt mir, mich selbst auch später noch zu respektieren?

Diese Frage bedeutet keineswegs, ausschließlich die eigenen Interessen zu verfolgen.

Selbstachtung und Verantwortung für andere können sehr gut zusammengehören.

Gerade Menschen, die stark auf Erwartungen anderer reagieren, verlieren jedoch gelegentlich den Kontakt zur eigenen Haltung.

Dann hilft eine doppelte Frage:

Welche Verantwortung habe ich anderen gegenüber?

Und:

Welche Verantwortung habe ich mir selbst gegenüber?

Beides verdient Aufmerksamkeit.

 

 

 

Integrität und Glaubwürdigkeit

 

Glaubwürdigkeit entsteht weniger durch große Erklärungen als durch Konsistenz.

Du sagst etwas.

Du handelst entsprechend.

Andere Menschen erleben, dass deine Aussagen und dein Verhalten zusammenpassen.

Mit der Zeit entsteht Vertrauen.

Das gilt besonders in Führung, Beratung, Partnerschaft und Zusammenarbeit.

Ein einzelner Widerspruch zerstört Glaubwürdigkeit selten sofort.

Ein dauerhaftes Muster schon eher.

Menschen achten sehr genau darauf:

„Gilt das, was du forderst, auch für dich?“

 

 

 

Walk your Talk – und erkläre Kurskorrekturen

 

Integrität wird gelegentlich mit Starrheit verwechselt.

Doch du darfst deine Meinung ändern.

Du darfst eine frühere Entscheidung korrigieren.

Du darfst neue Informationen ernst nehmen.

Integrität verlangt keineswegs, einen Fehler bis zum Ende durchzuhalten.

Sie kann gerade darin bestehen, offen zu sagen:

„Meine bisherige Einschätzung war falsch.“

Oder:

„Die Bedingungen haben sich verändert. Deshalb entscheide ich heute anders.“

Entscheidend ist die nachvollziehbare Verbindung zwischen deinen Werten, deinen Gründen und deinem Handeln.

 

 

 

Integrität bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen

 

Fehler gehören zum Leben.

Integrität zeigt sich häufig stärker nach einem Fehler als davor.

Zum Beispiel darin, ob du:

  • den Fehler anerkennst
  • deinen Anteil benennst
  • Konsequenzen übernimmst
  • Schaden soweit möglich korrigierst
  • aus der Erfahrung lernst

Ausreden schützen kurzfristig das Selbstbild.

Verantwortung stärkt langfristig Vertrauen.

 

 

 

Integrität in der Führung

 

Bei Führungskräften hat Integrität besondere Bedeutung.

Denn Mitarbeiter orientieren sich weniger an Leitbildern als am tatsächlich erlebten Verhalten.

Ein Unternehmen kann Werte an jede Wand schreiben.

Entscheidend bleibt:

Was geschieht bei Druck?

Was geschieht bei schlechten Zahlen?

Was geschieht bei einem Fehler?

Was geschieht, wenn eine Regel für einen wichtigen Kunden unbequem wird?

Was geschieht, wenn eine Führungskraft selbst betroffen ist?

Kultur zeigt sich dort, wo Werte mit Interessen kollidieren.

 

 

 

Integrität in schwierigen Gesprächen

 

Auch Kommunikation kann integer oder widersprüchlich sein.

Vielleicht sagst du:

„Mir ist Offenheit wichtig.“

Dann gehört dazu, unangenehme Dinge respektvoll anzusprechen.

Vielleicht sagst du:

„Ich respektiere andere Meinungen.“

Dann zeigt sich dieser Wert besonders bei echtem Widerspruch.

Vielleicht sagst du:

„Absprachen gelten.“

Dann wird interessant, was geschieht, wenn ihre Einhaltung plötzlich unbequem wird.

Integrität wird hörbar.

In Worten.

In Entscheidungen.

Und in den Grenzen, die du setzt.

 

 

 

Integrität bedeutet mehr als Ehrlichkeit

 

Ehrlichkeit ist ein wichtiger Teil von Integrität.

Beide Begriffe sind trotzdem verschieden.

Du kannst eine einzelne Aussage ehrlich formulieren und trotzdem insgesamt widersprüchlich handeln.

Integrität umfasst einen größeren Zusammenhang:

  • Welche Werte vertrete ich?
  • Wie entscheide ich?
  • Wie handle ich?
  • Wie behandle ich andere Menschen?
  • Wie gehe ich mit meinen Fehlern um?
  • Wie verhalte ich mich, wenn niemand hinsieht?

 

 

 

Der kategorische Imperativ als Prüfstein

 

Immanuel Kant formulierte den kategorischen Imperativ unter anderem so:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Die Formulierung klingt zunächst abstrakt.

Im Alltag steckt darin eine kraftvolle Frage:

Würde ich diese Regel auch dann gutheißen, wenn alle Menschen so handelten?

Oder konkreter:

„Fände ich dieses Verhalten weiterhin angemessen, wenn ich auf der anderen Seite stünde?“

Solche Perspektivwechsel können die eigene Entscheidung herausfordern.

Genau darin liegt ihr Wert.

 

 

 

Integrität braucht Perspektivwechsel

 

Bei schwierigen Entscheidungen hilft selten eine einzige Perspektive.

Frage beispielsweise:

  • Wie sieht die Situation aus Sicht der anderen Person aus?
  • Wie würde ein neutraler Beobachter darauf schauen?
  • Wie werde ich in fünf Jahren darüber denken?
  • Was würde ich einem Menschen empfehlen, den ich sehr schätze?
  • Wie würde ich entscheiden, wenn Status und Außenwirkung keine Rolle spielten?
  • Welche Perspektive habe ich bisher kaum berücksichtigt?

Perspektivwechsel macht Entscheidungen selten einfacher.

Er macht ihre Grundlage besser.

 

 

 

Die Frage an dein späteres Ich

 

Stell dir vor, fünf Jahre sind vergangen.

Du blickst auf die heutige Situation zurück.

Welche Entscheidung möchtest du dann getroffen haben?

Welche Begründung soll weiterhin stimmig sein?

Was möchtest du über deine Haltung sagen können?

Diese Perspektive verändert häufig die Gewichtung.

Der kurzfristige Vorteil verliert an Bedeutung.

Langfristige Selbstachtung gewinnt.

 

 

 

7 Fragen für mehr Integrität im Alltag

 

1. Was ist mir hier wirklich wichtig?

 

Benenne den Wert hinter deiner Entscheidung.

Geht es um Fairness?

Verantwortung?

Freiheit?

Loyalität?

Respekt?

Wirtschaftliche Sicherheit?

Klarheit hilft.

 

 

2. Stimmen meine Worte und mein Verhalten überein?

 

Vielleicht forderst du etwas von anderen.

Prüfe:

„Lebe ich diesen Anspruch selbst?“

 

 

3. Würde ich genauso entscheiden, wenn niemand davon erfährt?

 

Diese Frage trennt häufig Haltung von Außenwirkung.

 

 

4. Würde ich mein Verhalten transparent erklären können?

 

Stell dir vor, deine Entscheidung müsste morgen vor Menschen erläutert werden, deren Urteil dir wichtig ist.

Welche Begründung würdest du geben?

 

 

5. Was kostet mich meine Haltung?

 

Vielleicht Zustimmung.

Vielleicht Geld.

Vielleicht Bequemlichkeit.

Vielleicht einen Konflikt.

Ein Wert, der niemals etwas kostet, wurde bisher möglicherweise einfach wenig geprüft.

 

 

6. Welche Konsequenzen hat meine Entscheidung für andere?

 

Integrität bedeutet mehr als persönliche Konsequenz.

Auch Auswirkungen auf andere Menschen gehören in die Betrachtung.

 

 

7. Welche Entscheidung passt langfristig zu der Person, die ich sein möchte?

 

Diese Frage verbindet Werte und Identität mit konkretem Handeln.

Sie eignet sich besonders für Situationen mit hoher Tragweite.

 

 

 

Integrität braucht Mut

 

Eine klare Haltung kann unbequem werden.

Du riskierst Widerspruch.

Du enttäuschst Erwartungen.

Du setzt Grenzen.

Du sprichst ein Problem an.

Du gibst einen Vorteil auf.

Du korrigierst eine frühere Entscheidung.

Genau deshalb gehört Mut häufig zur Integrität.

Der entscheidende Unterschied:

Mut bedeutet weniger, besonders laut aufzutreten.

Oft bedeutet er schlicht, das Richtige auszusprechen und anschließend danach zu handeln.

 

 

 

Integrität ist keine Selbstgerechtigkeit

 

Auch dieser Punkt ist wichtig.

Wer von Integrität spricht, kann schnell beginnen, vor allem andere Menschen moralisch zu beurteilen.

Die spannendere Frage richtet sich zunächst nach innen.

„Wie gut gelingt mir selbst, was ich von anderen erwarte?“

Integrität eignet sich weniger als moralischer Zeigefinger.

Sie eignet sich hervorragend als Maßstab für das eigene Verhalten.

Haltung wird glaubwürdiger, wenn sie bei uns selbst beginnt.

 

 

 

Integrität und Kompromisse

 

Ein häufiger Irrtum lautet:

„Wer integer ist, macht keine Kompromisse.“

Das wäre im Zusammenleben kaum praktikabel.

Kompromisse können Ausdruck von Respekt, Pragmatismus und Verantwortungsfähigkeit sein.

Die entscheidende Frage lautet:

Was ist verhandelbar und was gehört zu meinen Kernwerten?

Vielleicht kannst du bei der Methode flexibel sein.

Beim Ziel weniger.

Vielleicht kannst du beim Zeitpunkt entgegenkommen.

Bei der Ehrlichkeit kaum.

Integrität braucht deshalb neben Werten auch Prioritäten.

 

 

 

Wenn Werte miteinander kollidieren

 

Schwierige ethische Entscheidungen entstehen häufig weniger zwischen „gut“ und „schlecht“.

Sie entstehen zwischen zwei berechtigten Werten.

Zum Beispiel:

Du möchtest loyal sein und gleichzeitig offen sprechen.

Du möchtest helfen und gleichzeitig deine Grenzen schützen.

Du möchtest wirtschaftlich verantwortlich handeln und gleichzeitig soziale Folgen berücksichtigen.

Dann braucht es Abwägung.

Frage:

  • Welche Folgen entstehen?
  • Welche Prinzipien sind berührt?
  • Welche Verantwortung trage ich?
  • Welche Alternative verletzt weniger von dem, was mir wichtig ist?
  • Welche Entscheidung kann ich später überzeugend vertreten?

 

 

 

Integrität stärkt Vertrauen in dich selbst

 

Wenn du wiederholt erlebst, dass du zu deinen eigenen wichtigen Werten stehst, entsteht etwas Wertvolles:

Selbstvertrauen.

Du weißt:

„Auf mich kann ich mich verlassen.“

Das bedeutet keineswegs, jede Entscheidung im Voraus richtig zu treffen.

Es bedeutet, dir zuzutrauen, ehrlich hinzusehen, Verantwortung zu übernehmen und deinen Kurs bei Bedarf zu korrigieren.

 

 

 

Häufige Fragen zur Integrität

 

Was bedeutet Integrität einfach erklärt?

Integrität bedeutet, dass deine Werte, Aussagen und dein Verhalten möglichst gut zusammenpassen. Besonders sichtbar wird sie in Situationen, in denen diese Haltung einen Preis hat.

 

Was ist ein integrer Mensch?

Ein integrer Mensch handelt verlässlich nach wichtigen eigenen Werten, übernimmt Verantwortung und versucht, Worte und Verhalten in Einklang zu bringen.

 

Was ist das Gegenteil von Integrität?

Das Gegenteil zeigt sich beispielsweise in bewusster Täuschung, Heuchelei, Bestechlichkeit oder einem dauerhaften Widerspruch zwischen verkündeten Werten und tatsächlichem Verhalten.

 

Ist Integrität dasselbe wie Ehrlichkeit?

Ehrlichkeit ist ein wichtiger Bestandteil. Integrität umfasst zusätzlich Verlässlichkeit, Werteorientierung, Verantwortung und die Übereinstimmung zwischen Haltung und Handeln.

 

Kann ein Mensch integer sein und trotzdem Fehler machen?

Ja. Integrität bedeutet keine Fehlerfreiheit. Entscheidend ist vielmehr, wie jemand mit Fehlern umgeht: ob Verantwortung übernommen, korrigiert und daraus gelernt wird.

 

Bedeutet Integrität, niemals seine Meinung zu ändern?

Nein. Neue Informationen können eine andere Entscheidung rechtfertigen. Integrität zeigt sich dann darin, diese Veränderung transparent und nachvollziehbar zu vertreten.

 

Warum ist Integrität in der Führung wichtig?

Führungskräfte prägen durch ihr Verhalten, welche Werte im Alltag tatsächlich gelten. Wenn Aussagen, Regeln und eigenes Handeln zusammenpassen, erleichtert das Vertrauen und Orientierung.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Integrität zeigt sich weniger darin, welche Werte du aufzählst.

Sie zeigt sich darin, welche Entscheidungen du triffst.

Wenn es leicht ist.

Und besonders dann, wenn es schwierig wird.

Deine Werte werden dort sichtbar, wo du bereit bist, für sie Verantwortung zu übernehmen.

 

 

 

Wenn eine Entscheidung deine Haltung fordert

 

Manche Entscheidungen sind anspruchsvoll, weil mehrere Interessen, Werte und Konsequenzen gleichzeitig berücksichtigt werden müssen.

Vielleicht kennst du die Argumente längst.

Vielleicht fehlt weniger Information als ein klarer Blick auf das Wesentliche.

Im persönlichen 1:1 können wir solche Situationen strukturiert betrachten:

  • Welche Werte sind berührt?
  • Welche Interessen wirken?
  • Welche Konsequenzen haben die verschiedenen Möglichkeiten?
  • Wo entstehen innere Widersprüche?
  • Welche Verantwortung trägst du?
  • Welche Entscheidung kannst du langfristig vertreten?

Das Ziel ist keine Entscheidung nach meinem Werteverständnis.

Es geht um Klarheit darüber, welche Entscheidung zu deiner Verantwortung, deinen Prioritäten und deiner Haltung passt.

Online oder persönlich in Berlin.

P.S.

 

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 22. Oktober 2018
Überarbeitung: 02. Mai 2026

17 Tipps für Mimik, die zu Redner, Reden und Präsentationen passt

Tipps für Mimik, die zu Redner, Reden und Präsentationen passt

Rhetorik und Körpersprache: Lassen Sie bei der Mimik die Kirche im Dorf

Mimik in Reden und Präsentationen

 

Taucht im Zusammenhang von Redebeiträgen das Thema Körpersprache auf, dann geht es meist um die Gestik und einen sicheren Stand. Die Mimik wird, wenn überhaupt, mit dem Hinweis zu lächeln, abgehandelt. Das ist schade, denn sie hat sowohl einiges zu bieten als auch das Potenzial zu schaden, wenn sie nicht angemessen ist.

Was nicht zu Redenden passt, wirkt vorwiegend unfreiwillig komisch, schadet der Glaubwürdigkeit und lenkt vom Inhalt und der Botschaft ab.

Im Artikel geht es darum, worauf es sich als Redner oder Rednerin hinsichtlich der Mimik zu achten lohnt.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Professionelle Präsentation oder Faltenyoga?

 

Der Veranstaltungsort ist gut gefüllt mit Menschen, die aus Interesse am Thema der Präsentation gekommen sind. Die Voraussetzungen für eine interessante Veranstaltung sind gut. Es geht lebhaft zu, nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Gesicht der Rednerin. Bewundernswert viele Muskeln in ihrem Gesicht werden aktiviert.

Es fällt so manchen Nachbarn schwer, der Rednerin inhaltlich zu folgen. Zu sehr ist das Publikum von der sehr lebhaften Gesichtsakrobatik der Rednerin abgelenkt. Wenn es eine Präsentation für eines dieser Bücher wäre, die durch 5 Minuten Gesichtsyoga das Facelifting unnötig machen, wäre es angemessener. Doch weder geht es darum, noch genügen der Rednerin 5 Minuten.

Mimik, als wichtiges Element der nonverbalen Körpersprache, kann dem Auftritt dienen oder schaden.

 

 

 

Körpersprache

 

Neben dem Inhalt der Rede, (dem Text, dem verbalen Teil) kommt es vor allem auf die Art des Vortrags und das nonverbale Verhalten an. Dazu gehören Gesten, Blickkontakt, Blickrichtung, Körperspannung, Beinhaltung, Lautstärke, Intonation und, als oft vergessenes Element, die Pausen. Pausen vor einer Botschaft erzeugen Spannung und nach einer Botschaft, lassen sie die Botschaft erst auf eine tiefere Bewusstseinsebene sinken. Die Mimik hat in der modernen Rhetorik an Bedeutung verloren. Eine zu ausgeprägte Mimik wirkt auf das Publikum schnell theatralisch und gestellt – wie vom anderen Stern.

 

 

 

Also Nervengift gegen Falten für Redner?

 

Nein! Redner und Rednerinnen, die überzeugen wollen, müssen authentisch sein. Und dazu gehört eine lebendige Mimik. Statt sich bei der Mimik an asiatische Theatermasken oder dem Pantomimen aus der Fußgängerzone zu orientieren, liefert Method Acting die besseren Ergebnisse. Wenn du meinst, was du sagst, gehören dazu auch die entsprechenden Zustände. Wenn du mit allen Sinnen lebst, was du verbalisierst, dann liefert dein Gesicht die passende Mimik dazu. Zumindest so lange du das nicht mit Nervengift abgestellt haben.

 

 

 

Nutze deine Mimik, um dein Publikum Emotionen spüren zu lassen

 

Wenn du kommunizierst, sei es in einem Redebeitrag oder in einem Gespräch, ist die Mimik wichtig. Wenn jemand beim Trinken von Orangensaft das Gesicht verzieht, kannst du sehen, wie sauer der Orangensaft ist. Und du kannst den Säuregehalt fast schmecken. Das heißt, wenn der Gesichtsausdruck zum Geschmack passt.

 

Emotionen werden durch die Mimik übertragen. Du kannst Ekel, Abscheu, Wut oder Freude sehen. Zuhörende spüren die Emotion und das sogar, wenn sie nur die Stimme hören.

Das bedeutet, dass du als Rednerin oder Redner mit den Emotionen der Menschen spielen kannst, indem du deine Gesichtsmuskeln benutzt. Deshalb ist es wichtig, auf deine Mimik zu achten.

Wenn du über etwas Aufregendes sprichst, achte darauf, dass dein Gesicht aufregend ist! Lächle, wenn du glücklich bist!
Wenn du über etwas Trauriges sprichst, ziehst du automatisch ein trauriges Gesicht. Wenn du über etwas Wütendes sprichst, sei wütend!

Dein Publikum wird die Emotionen, die du ausdrückst, spüren. Es gibt Übungen, mit denen du das Zeigen von Emotionen trainieren kannst. Experimentiere mit den verschiedenen Emotionen, die du in deiner Präsentation zeigen kannst. Und sieh, wie die Leute darauf reagieren. Du wirst von der Wirkung deiner Mimik überrascht sein.

17 Tipps für Mimik den Rednern und Rednerinnen steht

 

 

1. Authentisch, authentisch, authentisch

 

Was nicht zu Redenden passt, wirkt meist unfreiwillig komisch, schadet der Glaubwürdigkeit und lenkt vom Inhalt und der Botschaft ab. Wer meint, was er sagt und das auch im jeweiligen Moment so wahrnimmt, wird vielleicht automatisch die passende Mimik an den Tag legen. Das ist ein häufiges Thema bei mir im Redecoaching. Außerdem wissen wenige Redner wirklich, wie sie auf das Publikum wirken. Eine Wirkungsanalyse ist hier sehr erhellend.

 

 

 

2. Lächeln

 

Mit einem Lächeln oder sogar Lachen lässt sich leichter eine Brücke zu anderen Menschen zu bauen. Das wirkt offen und freundlich. Ein echtes Lächeln kommt von innen und basiert auf der passenden mentalen Einstellung und nicht auf einer Maske. So ein Dauergrinsen sieht anders aus als ein echtes Lächeln, das als Duchenne-Lächeln bezeichnet wird. Da lachen auch die Augen und die Augenfältchen mit.

 

 

 

3. Emotionen

 

Erlebe innerlich intensiv, was du vermitteln willst, dann spiegelt die Mimik das wider. Weniger ist mehr! Mache bitte nur keine Grimassen.

 

 

 

4. Führe mit deinem Blick

 

Das Publikum registriert, wohin du schaust. So kannst du mit deinem Blick die Aufmerksamkeit des Publikums lenken. Schaue dorthin, wo das Publikum hinsehen soll.

Wenn du ständig zur Tür schaust, wird das so wirken, als wenn du gerne flüchten würdest.

 

 

 

5. Blicke verbinden

 

Gute Redner und Rednerinnen wissen, wie wichtig die Mimik ist. Du vermittelst, mit einem Lächeln, Wertschätzung gegenüber dem Publikum.

Schaue dabei immer wieder in alle Gesichter, erwidere ein Lächeln. Nimm die Hinweise, wie beispielsweise ein Stirnrunzeln zum Anlass, eine Aussage nochmals mit anderen Worten zu wiederholen oder nachzufragen.

 

 

 

6. Heikle Mimik: Einseitiges Hochziehen der Mundwinkel

 

So manche Mimik kann zu Irritationen führen. Einseitiges Hochziehen der Mundwinkel kann als Zeichen der Überlegenheit gedeutet werden und dem Redner wird dann Arroganz oder Zynismus unterstellt.

 

 

 

7. Heikle Mimik: Dauerlächeln

 

Ein Dauerlächeln wirkt künstlich, selbstgefällig oder auch debil. Redner tun sich damit jedenfalls keinen Gefallen.

So etwas erinnert an schlechte Showmoderatoren oder Gebrauchtwagenverkäufer aus US-Filmen. Wer ohne Pause lächelt, macht sein Gegenüber misstrauisch. Hüten Sie sich vor schlechter Mimik, also aufgesetztem Lächeln.

Gibt es während deiner Rede Stellen, an denen du die Zuhörer zum Nachdenken anregen oder Betroffenheit ausdrücken willst, dann passt das vermutlich nicht. Wenn du dort strahlst wie ein Honigkuchenpferd, nimmt dir niemand die Ernsthaftigkeit deiner Botschaften ab.

 

 

 

8. Heikle Mimik: Angespannter Kiefer

 

Wer die Zähne energisch aufeinander presst, wirkt möglicherweise zornig und aggressiv oder zumindest verkrampft.

 

 

 

9. Heikle Mimik: Lächeln und Zähne zeigen

 

Was in den USA üblicher ist, irritiert hierzulande als Piranha-Lächeln. Es wird leicht Oberflächlichkeit und unlautere Verkäufermentalität unterstellt.

 

 

 

10. Heikle Mimik: Griff an die Nase oder vor den Mund

 

Fasse dir während Ihrer Rede nicht an Nase, Mund oder Kinn. So etwas gilt klassische Zeichen für Unsicherheit und wird von Zuhörenden schnell negativ aufgefasst. Es ist hinsichtlich der Körpersprache so viel Halbwissen im Umlauf, dass Vorsicht angebracht ist.

Seit Pinocchio gilt das als Zeichen der Lüge und weshalb solltest du freiwillig Zweifel säen?

 

 

 

11. Weitere heikle Mimik

 

In meinen Artikeln Die Körpersprache beruhigt oder schadet in heiklen Situationen und 12 Tipps, wie du durch Körpersprache Vertrauen förderst, findest du Hinweise, wie Körpersprache helfen und wie sie schaden kann.

 

 

 

12. Passen Sie Ihre Mimik der Gruppengröße an

 

Wenn dein Publikum wächst, sollten auch die Gesichtsausdrücke ausgeprägter ausfallen. Wenn die Person in der letzten Reihe Ihrer Präsentation nicht in der Lage ist, Ihr Gesicht zu lesen, wird sie als ein neutraler Ausdruck und somit als Ihr fehlendes Interesse wahrgenommen.

 

 

 

13. Die Wirkung der Mimik erkunden

 

Mimik hat meist einen kleinen Anteil an der Präsentation, weshalb sie tendenziell unterschätzt wird, aber sie spielt eine große Rolle dabei, dass Redner und Botschaft überzeugen. Es lohnt sich, die Wirkung zu erkunden.

 

 

 

14. Beobachte dein Publikum

 

So wie dein Gesichtsausdruck einen Einblick in deine Emotionen gibt, so ermöglichen die Gesichtsausdrücke deines Publikums einen Einblick in deren Gefühlswelt.

Beachte die Mimik deines Publikums. Wenn die Ausdrücke des Publikums ausdruckslos sind, besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass es sich geistig verabschiedet hat, weil es sich langweilt. Oder deren Mimik vermittelt Freude und Aufregung oder es ist gespannt, aufnahmebereit oder …

Indem du die Mimik deines Publikums berücksichtigst, bist du besser in der Lage, spontan Entscheidungen und Anpassungen zu treffen, um die Aufmerksamkeit zu fesseln.

 

 

 

15. Pult oder Manuskript

 

Wo auch immer sich dein Redemanuskript befindet, ob als Papierstapel auf dem Pult oder als Stichpunktkarten in der Hand, vermeide es in jedem Fall den ständigen Blick darauf. Lerne bei mir, wie du den Kontakt zum Publikum hältst.

 

 

 

16. Übung

 

Wie bei jeder Präsentationsfertigkeit braucht es auch bei der Mimik Übung, um sie so zu entwickeln, dass sie sowohl authentisch als auch wirksam ist.

Übe deine Präsentation und die Dinge, die du bei mir erfahren hast, vor einem Spiegel, um sich bei einem Probedurchlauf ausschließlich auf Ihre Mimik zu konzentrieren. Das wird dir helfen, deinen Ausdruck spielerisch erkunden

 

 

 

17. Unterstützung

 

Ich, als professioneller Redecoach, werde mit meinen Klienten keine Masken üben, sondern auf mögliches Potenzial für Missverständnisse hinweisen und entsprechende Zustände von innen heraus fördern.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist Mimik?

Mimik bezieht sich auf die Gesichtsausdrücke und -bewegungen, die eine Person zeigt, um Gefühle, Emotionen oder Absichten auszudrücken. Die Mimik ist ein wichtiger Bestandteil der nonverbalen Kommunikation und kann sowohl bewusst als auch unbewusst gesteuert werden. Die Mimik kann dazu beitragen, die Bedeutung von Worten und Sätzen zu verstärken oder zu verändern und kann auch auf die eigene Stimmung oder Haltung hinweisen. Sie kann zum Beispiel durch die Bewegung der Augenbrauen, des Mundes oder der Wangenmuskulatur ausgedrückt werden.

Mimik ist ein wichtiger Bestandteil der nonverbalen Körpersprache und kann zusammen mit anderen Faktoren wie zum Beispiel der Gestik, der Haltung und der Proxemik (der Distanz zu anderen Personen) interpretiert werden. Die Mimik kann dazu beitragen, die Stimmung einer Person oder einer Gruppe zu verstehen und die Kommunikation zu verbessern.

Weshalb ist Mimik bei der Kommunikation von Bedeutung?

Mimik ist bei der Kommunikation von Bedeutung, da sie dazu beitragen kann, die Bedeutung von Worten und Sätzen zu verstärken oder zu verändern und die Stimmung einer Person oder einer Gruppe zu verstehen. Die Mimik ist ein wichtiger Bestandteil der nonverbalen Kommunikation und kann sowohl bewusst als auch unbewusst gesteuert werden.

Durch die Mimik können Gefühle, Emotionen oder Absichten ausgedrückt werden, die möglicherweise nicht direkt in Worte gefasst werden können. Sie kann zum Beispiel dazu beitragen, die Aufrichtigkeit oder Ehrlichkeit einer Person zu verdeutlichen oder ihre Haltung oder Stimmung zu vermitteln.

Welche Rolle spielt Lächeln in Reden und Präsentationen?

Lächeln kann in Reden und Präsentationen eine wichtige Rolle spielen, da es die Stimmung verbessern und das Publikum beruhigen kann. Ein Lächeln kann dazu beitragen, die Atmosphäre zu entspannen und das Vertrauen zwischen dem Sprecher und dem Publikum zu stärken.

Ein Lächeln kann auch dazu beitragen, die Glaubwürdigkeit und die Sympathie des Sprechers zu erhöhen und die Zuhörer zu motivieren und zu begeistern. Es kann zudem dazu beitragen, dass die Präsentation oder Rede für das Publikum angenehmer und leichter verständlich ist.

Es ist allerdings wichtig zu beachten, dass ein Lächeln nicht immer angebracht ist und dass es in manchen Situationen unpassend oder sogar fehl am Platz wirken kann. Ein Lächeln sollte daher immer im Kontext betrachtet und bewusst eingesetzt werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Vorzugsweise kommt ein Lächeln von innen heraus, anstatt aufgesetzt zu werden.

Weshalb achtet das Publikum bei Reden und Präsentationen auf die Mimik?

Das Publikum achtet bei Reden und Präsentationen häufig auf die Mimik, da diese dazu beitragen kann, die Stimmung, die Haltung und die Absichten des Sprechers zu verstehen und zu interpretieren. Die Mimik kann zum Beispiel dazu beitragen, die Aufrichtigkeit oder Ehrlichkeit einer Person zu verdeutlichen oder ihre Haltung oder Stimmung zu vermitteln.

Das Publikum achtet auch auf die Mimik, um sich ein Bild von der Persönlichkeit oder dem Charakter des Sprechers zu machen und um seine Glaubwürdigkeit und Sympathie einzuschätzen. Eine positive Mimik kann dazu beitragen, dass das Publikum sich mehr für die Präsentation oder Rede interessiert und motiviert fühlt.

Was ist Inkongruenz bei der Körpersprache?

Inkongruenz bei der Körpersprache bezieht sich auf die Diskrepanz zwischen verbalen und nonverbalen Botschaften, die während der Kommunikation übermittelt werden. Dies kann zum Beispiel auftreten, wenn jemand etwas sagt, das nicht mit seiner Mimik, Gestik oder Haltung übereinstimmt. Beispiel: Redende sprechen von Begeisterung für etwas, doch das Gesicht ist ausdruckslos.

Inkongruenz bei der Körpersprache kann dazu führen, dass die Kommunikation unglaubwürdig oder verwirrend wirkt und das Vertrauen und die Sympathie der Kommunikationspartner untergraben werden. Sie kann auch dazu beitragen, dass Missverständnisse entstehen und die Kommunikation erschwert wird.

Es ist daher wichtig, bei der Kommunikation auf eine kongruente Körpersprache zu achten, um die Glaubwürdigkeit und die Sympathie zu erhöhen und Missverständnisse zu vermeiden. Eine kongruente Körpersprache kann dazu beitragen, die Beziehung zu den Kommunikationspartnern zu stärken und das Verständnis der gegenseitigen Perspektiven zu verbessern.

P.S.

 

Worauf achtest du bei dir und anderen Menschen hinsichtlich der Mimik?

Rhetorik und Körpersprache: Bei der Mimik die Kirche im Dorf lassen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 18. August 2019
AN: #1238
K:
Ü:
Englische Version: https://www.karstennoack.com/facial-expressions-public-speaking/

Körpersprache bei Präsentationen: 25 Tipps für mehr Präsenz

Körpersprache bei Präsentationen: 25 Tipps für mehr Präsenz

Der Körper spricht. Mit Körpersprache die Botschaft stärken
Körpersprache in Präsentationen

Körpersprache bei Präsentationen

 

20+ Tipps für Präsenz, Gestik, Blickkontakt und einen souveränen Auftritt

 

Noch bevor dein Publikum jeden Gedanken erfasst hat, entsteht bereits ein Eindruck.

Wie stehst du?

Wie bewegst du dich?

Wohin schaust du?

Was machen deine Hände?

Wie viel Raum nimmst du ein?

Wie passen Stimme, Haltung und Botschaft zusammen?

Körpersprache wirkt bei Präsentationen ständig mit.

Dabei geht es weniger darum, bestimmte Gesten einzustudieren.

Viel interessanter ist:

Unterstützt dein Auftreten das, was du vermitteln möchtest?

Hier findest du konkrete Anregungen für eine Körpersprache, die präsent, glaubwürdig und zu dir passend wirkt.

 

 

 

Körpersprache ist mehr als Gestik

 

Beim Stichwort Körpersprache denken viele zuerst an Hände und Arme.

Zur Körpersprache gehören deutlich mehr Aspekte:

  • Haltung

  • Stand

  • Bewegung

  • Gestik

  • Mimik

  • Blickkontakt

  • räumliche Distanz

  • Ausrichtung zum Publikum

  • Umgang mit Rednerpult und Bühne

  • Zusammenspiel mit der Stimme

Entscheidend ist die Gesamtwirkung.

Eine einzelne Geste erzählt selten die ganze Geschichte.

 

 

 

Vorsicht mit Körpersprache-Rezepten

 

„Verschränkte Arme bedeuten Ablehnung.“

„Wer nach links schaut, lügt.“

„Breite Gesten zeigen Selbstbewusstsein.“

Solche einfachen Übersetzungen sind verführerisch.

Menschen und Situationen sind komplexer.

Jemand verschränkt vielleicht die Arme, weil die Haltung angenehm ist.

Eine Person bewegt sich viel, weil sie begeistert ist.

Eine andere bewegt sich wenig und wirkt gerade dadurch ausgesprochen präsent.

Deshalb gilt:

Kontext, Persönlichkeit und Gesamtbild sind wichtiger als einzelne vermeintliche Signale.

 

 

 

1. Sorge zuerst für einen stabilen Stand

 

Ein stabiler Stand schafft eine gute Grundlage.

Beide Füße haben Kontakt zum Boden.

Das Gewicht ist sinnvoll verteilt.

Die Knie bleiben beweglich.

Der Körper wirkt aufgerichtet und gleichzeitig frei.

Ein guter Stand gibt dir weniger eine starre Position.

Er gibt dir Bewegungsfreiheit.

 

 

 

2. Aufrichtung statt militärischer Haltung

 

Präsenz braucht weniger stramme Haltung.

Eine natürliche Aufrichtung wirkt meist überzeugender.

Kopf.

Schultern.

Brustkorb.

Becken.

Sie dürfen sich so organisieren, dass Atmung, Stimme und Bewegung frei bleiben.

Das Ziel lautet:

aufgerichtet und lebendig.

 

 

 

3. Nutze deine Hände

 

Viele Menschen fragen vor Präsentationen:

„Was mache ich mit meinen Händen?“

Meine Empfehlung:

Nutze sie.

Gestik kann Gedanken sichtbar machen.

Größen zeigen.

Unterschiede markieren.

Strukturen verdeutlichen.

Richtungen zeigen.

Und Energie transportieren.

Die Hände dürfen Teil deiner Sprache sein.

 

 

 

4. Lass Gesten aus dem Gedanken entstehen

 

Einstudierte Gesten wirken schnell mechanisch.

Interessanter wird es, wenn deine Bewegung aus dem entsteht, was du gerade sagst.

Du beschreibst einen Unterschied.

Deine Hände markieren zwei Seiten.

Du sprichst von Entwicklung.

Die Bewegung unterstützt die Richtung.

Du betonst einen zentralen Gedanken.

Die Gestik wird ruhiger und klarer.

Gute Gestik unterstützt Bedeutung.

 

 

 

5. Gib deinen Händen eine ruhige Ausgangsposition

 

Zwischen Gesten brauchen die Hände einen Ort.

Eine lockere Position vor dem Körper funktioniert für viele Menschen gut.

Dann entsteht weniger hektische Dauerbewegung.

Die Hände können von dort aus aktiv werden und wieder zur Ruhe kommen.

Ruhe und Bewegung bekommen dadurch einen natürlichen Wechsel.

 

 

 

6. Vermeide Dauerbeschäftigung

 

Kugelschreiber drehen.

Karten knicken.

Ringe bewegen.

Mit dem Presenter spielen.

Finger ineinander verschränken und ständig bewegen.

Solche Gewohnheiten entstehen häufig unter Anspannung.

Für das Publikum können sie visuelle Unruhe erzeugen.

Je weniger deine Hände mit Nebentätigkeiten beschäftigt sind, desto leichter können sie deine Botschaft unterstützen.

 

 

7. Bewegung braucht einen Grund

 

Auf einer Bühne darfst du dich bewegen.

Sehr gerne sogar.

Hilfreich ist lediglich die Frage:

Warum bewege ich mich gerade?

Ein neuer Abschnitt kann mit einem Ortswechsel verbunden sein.

Eine Bewegung zum Publikum kann Nähe unterstützen.

Ein Schritt zur Seite kann einen Perspektivwechsel markieren.

Wenn du dagegen permanent hin und her läufst, verliert Bewegung ihre Bedeutung.

Bewegung wirkt stärker, wenn auch Ruhe möglich ist.

 

 

 

8. Bleib bei wichtigen Aussagen einen Moment stehen

 

Manche Sätze verdienen Ruhe.

Wenn du eine zentrale Botschaft aussprichst und gleichzeitig über die Bühne wanderst, konkurrieren Bewegung und Inhalt miteinander.

Ein bewusster Moment im Stand kann eine Aussage stärker tragen.

Gedanke.

Pause.

Blickkontakt.

Dann weiter.

 

 

 

9. Nutze den Raum

 

Ein Raum bietet Möglichkeiten.

Bühne.

Leinwand.

Publikum.

Flipchart.

Rednerpult.

Vielleicht mehrere Bereiche.

Überlege:

Wo möchtest du stehen?

Welche Wege sind sinnvoll?

Wo blockierst du die Sicht?

Wo entsteht gute Verbindung zum Publikum?

Raumnutzung gehört zur Dramaturgie deines Auftritts.

 

 

 

10. Das Rednerpult ist ein Werkzeug

 

Ein Rednerpult kann hilfreich sein.

Für Manuskript.

Mikrofon.

Unterlagen.

Formelle Anlässe.

Gleichzeitig reduziert es Bewegungsfreiheit und verdeckt einen Teil des Körpers.

Nutze es deshalb bewusst.

Wenn du frei sprechen kannst und das Setting es erlaubt, kann ein Schritt vom Pult weg zusätzliche Nähe schaffen.

Wenn du das Pult brauchst, darfst du es selbstverständlich nutzen.

Entscheidend ist der Zweck.

 

 

 

11. Schau Menschen an

 

Blickkontakt gehört zu den stärksten Verbindungsmöglichkeiten bei Präsentationen.

Sprich weniger mit:

der Leinwand,

deinen Folien,

dem Boden,

oder einem imaginären Punkt über den Köpfen.

Sprich mit Menschen.

Lass den Blick für einen Gedanken bei einer Person oder einem Bereich des Publikums bleiben.

Dann weiter.

So entsteht wesentlich mehr Kontakt als durch hektisches Scannen des Raumes.

 

 

 

12. Verteile deinen Blick

 

Besonders bei größeren Gruppen lohnt es sich, unterschiedliche Bereiche des Raums einzubeziehen.

Links.

Mitte.

Rechts.

Vorne.

Hinten.

Menschen spüren schnell, wenn ein Redner überwiegend mit einer einzigen Seite des Raumes kommuniziert.

Das ganze Publikum gehört zum Gespräch.

 

 

 

13. Gib Gedanken Zeit

 

Blickkontakt und Pausen gehören zusammen.

Ein wichtiger Satz endet.

Schau dein Publikum an.

Lass den Gedanken wirken.

Dann geht es weiter.

Pausen können Präsenz erzeugen, ohne dass du dafür irgendetwas zusätzlich tun musst.

 

 

 

14. Mimik darf zur Botschaft passen

 

Ein ernstes Thema braucht weniger ein Dauerlächeln.

Eine erfreuliche Nachricht darf sichtbar Freude auslösen.

Eine überraschende Entwicklung darf sich im Gesicht zeigen.

Die wirkungsvollste Mimik entsteht häufig dort, wo du gedanklich wirklich mit deinem Inhalt verbunden bist.

Dein Gesicht darf mitdenken.

 

 

 

15. Lächeln ist eine Möglichkeit

 

Ein Lächeln kann Wärme und Kontakt schaffen.

Es kann einen Einstieg erleichtern.

Humor unterstützen.

Oder eine freundliche Verbindung herstellen.

Als permanente Technik verliert es schnell seine Natürlichkeit.

Nutze dein Gesicht weniger nach Rezept und stärker passend zum Moment.

 

 

 

16. Achte auf die Verbindung von Stimme und Körper

 

Stimme und Körpersprache beeinflussen sich gegenseitig.

Eine zusammengesunkene Haltung verändert Atmung und Klang.

Hohe Spannung kann Stimme enger machen.

Ein stabiler Stand kann mehr Ruhe ermöglichen.

Deshalb lohnt sich bei Präsentationen immer der Blick auf das Zusammenspiel:

Körper – Atem – Stimme – Botschaft.

 

 

 

17. Unter Druck wird Körpersprache deutlicher

 

Nervosität zeigt sich bei Menschen unterschiedlich.

Schnellere Bewegungen.

Kleinere Gesten.

Wippen.

Verlagerung von einem Fuß auf den anderen.

Häufigeres Berühren des Gesichts.

Starre Haltung.

Sehr wenig Blickkontakt.

Das ist menschlich.

Interessant wird die Frage:

Welche Muster tauchen bei dir auf?

Wer sie kennt, kann gezielt daran arbeiten.

 

 

 

18. Weniger Selbstkontrolle, mehr Kontakt

 

Während einer Präsentation ständig zu prüfen:

Wo sind meine Hände?

Stehe ich richtig?

Lächle ich genug?

Wie wirke ich?

… bindet viel Aufmerksamkeit.

Diese Aufmerksamkeit fehlt dann beim Publikum.

Deshalb lohnt sich Körpersprachetraining vor dem Auftritt.

Im Auftritt selbst darf dein Fokus wieder auf:

Botschaft.

Publikum.

Situation.

und Kontakt liegen.

 

 

 

19. Video schafft Klarheit

 

Die eigene Körpersprache fühlt sich von innen anders an, als sie von außen wirkt.

Video kann deshalb ausgesprochen wertvoll sein.

Vielleicht entdeckst du:

Eine Bewegung, die sich riesig angefühlt hat, ist kaum sichtbar.

Eine vermeintlich ruhige Haltung wirkt unruhiger als erwartet.

Eine Gestik, über die du dir Sorgen gemacht hast, passt hervorragend zu dir.

Video liefert Informationen.

Es ersetzt Vermutungen durch Beobachtung.

 

 

 

20. Suche auch nach dem, was bereits funktioniert

 

Videoanalyse wird häufig zur Fehlersuche.

Das verschenkt eine große Chance.

Frage ebenso:

Wann wirke ich besonders präsent?

Welche Gesten passen gut?

Wann klingt meine Stimme tragfähig?

Wo entsteht guter Kontakt?

Welche Haltung unterstützt mich?

Was funktioniert, darf bewusst erhalten und verstärkt werden.

 

 

 

21. Persönlichkeit schlägt Standardgesten

 

Ein ruhiger Mensch braucht weniger die Gestik eines energiegeladenen Entertainers.

Eine lebhafte Person muss weniger künstlich stillstehen.

Eine erfahrene Führungskraft wirkt anders als ein junger Gründer.

Eine wissenschaftliche Präsentation braucht einen anderen Rahmen als eine Keynote.

Die interessante Frage lautet:

Welche Form von Präsenz passt zu dir und zu diesem Auftritt?

 

 

 

22. Körpersprache und Inhalt müssen zusammenpassen

 

Wenn du sagst:

„Das ist der entscheidende Punkt.“

und gleichzeitig bereits zur nächsten Folie blickst, sendet dein Körper ein anderes Signal.

Wenn du Vertrauen vermitteln möchtest und dich körperlich stark zurückziehst, kann ebenfalls ein Widerspruch entstehen.

Glaubwürdigkeit steigt, wenn:

Worte.

Stimme.

Körpersprache.

und innere Haltung

eine ähnliche Richtung haben.

 

 

 

23. Körpersprache bei kritischen Fragen

 

Die Präsentation läuft gut.

Dann kommt eine unangenehme Frage.

Gerade jetzt wird Körpersprache interessant.

Ziehst du dich zurück?

Verschränkst dich?

Lächelst nervös?

Gehst du körperlich in den Angriff?

Oder bleibst du präsent und zugewandt?

Ein hilfreicher Ablauf:

Frage hören.

kurz sammeln.

Kontakt halten.

antworten.

Kritische Fragen sind deshalb ein guter Bestandteil realistischer Präsentationsproben.

 

 

 

24. Körpersprache vor Entscheidern

 

Vor Vorständen, Geschäftsführungen oder anderen wichtigen Entscheidern versuchen Menschen manchmal, besonders souverän zu wirken.

Dann entsteht leicht zu viel Kontrolle.

Zu tiefe Stimme.

Übertrieben ruhige Gestik.

Künstlich dominanter Stand.

Das braucht es selten.

Entscheider interessieren sich vor allem für:

Klarheit.

Kompetenz.

Orientierung.

Verantwortung.

Und die Fähigkeit, auch bei Rückfragen präsent zu bleiben.

Natürlich wirkende Autorität trägt weiter als inszenierte Dominanz.

 

 

 

25. Körpersprache vor der Kamera

 

Die Kamera verändert Wahrnehmung.

Der Bildausschnitt ist kleiner.

Mimik bekommt mehr Gewicht.

Gesten verschwinden möglicherweise aus dem Bild.

Blickkontakt funktioniert über die Linse.

Deshalb braucht Kamerapräsenz eigene Anpassungen.

→ Kameratraining 1:1

 

 

 

Körpersprache und PowerPoint

 

Eine Leinwand zieht Aufmerksamkeit.

Auch deine eigene.

Viele Redner drehen sich deshalb regelmäßig vom Publikum weg und sprechen zur Präsentation.

Hilfreicher:

Schau kurz auf die Information.

Dann zurück zum Publikum.

Sprich mit Menschen über die Folie.

Weniger mit der Folie über Menschen.

 

 

 

Körpersprache mit Mikrofon

 

Handmikrofon, Headset und Lavalier verändern deine Bewegungsmöglichkeiten unterschiedlich.

Ein Headset lässt beide Hände frei.

Ein Handmikrofon bindet eine Hand und braucht konstante Führung.

Auch das lässt sich trainieren.

→ Präsentieren mit Mikrofon

 

 

 

Körpersprache lässt sich entwickeln

 

Körpersprache ist weniger eine Sammlung einstudierter Gesten.

Hilfreicher ist es, die eigene Wirkung wahrzunehmen und herauszufinden, welche Haltung, Gestik, Bewegung und Präsenz zur eigenen Persönlichkeit und zur jeweiligen Situation passen.

Besonders wertvoll kann professionelles Feedback sein.

Videoaufnahmen machen beispielsweise sichtbar:

  • wie du stehst und dich bewegst

  • wie deine Gestik wirkt

  • wie du Blickkontakt nutzt

  • welche Gewohnheiten deine Botschaft unterstützen

  • wo unnötige Unruhe entsteht

  • wie sich deine Körpersprache unter Druck verändert

Das Ziel ist weniger eine perfekte Körpersprache.

Es geht um eine stimmige Verbindung von Persönlichkeit, Botschaft und Auftreten.

 

 

 

Eine kleine Übung

 

Nimm zwei Minuten eines Vortrags mit dem Smartphone auf.

Sprich über ein Thema, das dir vertraut ist.

Schau dir das Video zunächst ohne Ton an.

Frage:

Wo wirkt mein Körper präsent?

Wann entsteht Unruhe?

Wie nutze ich meine Hände?

Wie bewege ich mich?

Wie ist mein Blick?

Dann schaue es erneut mit Ton.

Frage:

Wie passen Körpersprache und Inhalt zusammen?

Du wirst wahrscheinlich mehr lernen als durch zehn allgemeine Körpersprache-Regeln.

 

 

 

Unterstützung bei einem wichtigen Auftritt

 

Wenn eine konkrete Präsentation bevorsteht, können wir unmittelbar an deinem tatsächlichen Auftritt arbeiten.

Dabei betrachten wir bei Bedarf:

  • Körpersprache.
  • Stimme.
  • Raumwirkung.
  • Botschaft.
  • Folien.
  • kritische Fragen.
  • und den gesamten Probelauf.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn du deine persönliche Präsenz und Wirkung grundsätzlich weiterentwickeln möchtest:

→ Präsenz, Ausstrahlung und persönliche Wirkung

Wenn du rhetorische Fähigkeiten insgesamt entwickeln möchtest:

→ Individuelles Rhetoriktraining 1:1

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Deine Körpersprache muss weniger beweisen, dass du souverän bist.

Sie darf entstehen, wenn du:

weißt, was du sagen möchtest,

mit deinem Publikum verbunden bist,

deinem Körper genügend Freiheit gibst,

und den Moment weniger permanent kontrollierst.

Präsenz wirkt stärker als eine perfekte Geste.

Kirche, Dorf und Körpersprache

 

Körpersprache liefert Hinweise. Sie liefert selten eindeutige Übersetzungen.

Eine einzelne Geste, ein Blick oder eine bestimmte Körperhaltung bedeutet für sich genommen wenig. Wer daraus unmittelbar auf Gedanken, Gefühle oder Absichten eines Menschen schließt, macht es sich zu einfach.

Aussagekräftiger wird Körpersprache erst im Zusammenspiel:

  • Welche Signale zeigen sich gleichzeitig?
  • Was ist für diese Person typisch?
  • In welcher Situation tritt das Verhalten auf?
  • Was verändert sich im Verlauf?
  • Passen Mimik, Blick, Gestik, Stimme und Haltung zusammen?

Erst durch Kontext, Vergleich und mehrere Beobachtungen entstehen brauchbare Hinweise.

Weshalb ich auch fragwürdige Interpretationen erwähne?

 
Viele verbreitete Deutungen von Körpersprache sind fachlich wenig belastbar. Trotzdem können sie relevant sein.

Denn Menschen kennen solche Deutungen, glauben an sie und interpretieren das Verhalten anderer entsprechend.

Für die persönliche Wirkung zählt deshalb neben der beabsichtigten Botschaft auch, wie wahrscheinlich sie beim Gegenüber verstanden wird.

Meine Aufgabe ist es, Menschen dabei zu unterstützen, sich und ihre Botschaft klar, glaubwürdig und überzeugend zu präsentieren. Dazu gehört auch die Frage:

Welche Wirkung kann ein Verhalten beim Gegenüber auslösen – unabhängig davon, ob dessen Interpretation fachlich gerechtfertigt ist?

Wer typische Interpretationsmuster kennt, kann mögliche Missverständnisse früher erkennen, bewusster kommunizieren und dafür sorgen, dass Körpersprache und Botschaft möglichst stimmig zusammenwirken.

Kurz gesagt:

Eine Interpretation kann falsch sein – und trotzdem Wirkung entfalten.

Genau deshalb lohnt es sich, sie zu kennen.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Auf welche Aspekte der Körpersprache achtest du bei dir und anderen Menschen in Reden, Präsentationen und auch sonst?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 8. August 2018
Überarbeitung: 20. März 2020
Englische Version:
AN: 56235
K: CNB
Ü:

Frotzelei: Ja, und? Kommunikation und Risiken

Frotzelei: Ja, und? Kommunikation und Risiken

Was ist eine Frotzelei?

Frotzeleien

 

Frotzeleien sind freundliche, oft humorvolle und spielerische Neckereien, die typischerweise zwischen Personen stattfinden, die miteinander vertraut sind.

Sie sind in der Regel gut gemeint und sollen keine Verletzungen herbeiführen, sondern vielmehr die Beziehung durch gemeinsames Lachen und Scherzen stärken. Frotzeleien können als Form der sozialen Interaktion betrachtet werden, die dazu dient, Spannungen zu lösen oder einfach nur die Stimmung zu heben. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn was als harmlose Frotzelei gemeint ist, kann vom Gegenüber unter Umständen auch als unangenehm oder beleidigend aufgefasst werden. Daher ist es wichtig, den Kontext und die Beziehung der beteiligten Personen zu berücksichtigen.

Es handelt sich um einen besonders in Süddeutschland und Österreich gebräuchlichen Ausdruck für Fopperei, Streich, Schabernack, Neckerei. Jemanden frotzeln bedeutet ihn aufzuziehen, sich humorvoll über einen anderen lustig machen. Tendenziell wird Frotzelei eher als Necken gemeint. Doch Vorsicht ist angebracht: Wenn sie misslingen oder übertrieben werden, können sie ermüdend wirken und manchmal auch verletzen.

 

 

 

Verbindend oder trennend?

 

Meine Frau Christine findet Frotzeleien lustig, ich nicht! Möglicherweise hat das ja etwas mit der jeweiligen Definition zu tun. 

Sozial kompetente Beteiligte können damit vermutlich spielerisch umgehen. Es kann sogar liebevolle Formen annehmen. Allerdings verfügt ja nicht die gesamte Bevölkerung über die gleiche Ausstattung. So besteht zum einen die Gefahr, dass Beteiligte Grenzen überschreiten, oder das zumindest so empfunden wird.

Auch hier gilt, die Empfänger entscheiden für sich über die Bedeutung einer Botschaft und das muss dann nicht mit der Absicht der Absender übereinstimmen. Wer sich mit Poes Gesetz beschäftigt hat und regelmäßig Redegelegenheiten erlebt und auswertet, wird da vorsichtiger.

 

 

 

Poes Gesetz

 

Poes Gesetz ist ein Internetphänomen, das besagt, dass es ohne klare Hinweise wie ein Emoji oder expliziten Hinweis sehr schwer sein kann, Parodie oder extremen Standpunkt von echten Meinungen zu unterscheiden, insbesondere in textbasierten Kommunikationsformen wie Online-Foren oder sozialen Medien. Dieses Gesetz wurde von Nathan Poe im Kontext einer Online-Diskussion über Kreationismus formuliert.

Die Verbindung zwischen Poes Gesetz und Frotzeleien besteht darin, dass beide die Schwierigkeiten der Kommunikation und Missverständnisse in textbasierten Medien hervorheben. Frotzeleien, die mündlich oft durch Tonfall, Gesichtsausdrücke und Körpersprache als scherzhaft erkennbar sind, können in schriftlicher Form leicht falsch interpretiert werden. Ohne diese zusätzlichen Hinweise kann die spielerische und freundliche Absicht hinter einer Frotzelei verloren gehen, ähnlich wie es bei ironischen oder satirischen Kommentaren gemäß Poes Gesetz der Fall ist.

Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es daher wichtig, bei der Kommunikation in Textform klarzustellen, wenn etwas als Scherz oder spielerische Neckerei gemeint ist, etwa durch die Nutzung von Emojis oder anderen klärenden Zusätzen. Dies hilft, die richtige Interpretation zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die Frotzelei als freundlich und humorvoll aufgefasst wird, wie beabsichtigt.

 

 

 

 

Ja, und?

 

Eine Frotzelei ist in der Regel nicht bösartig gemeint und sollte nicht als Beleidigung oder Angriff aufgefasst werden.

Was sich liebt, das neckt sich.

Sprichwort

 

Ist das so oder …? Es ist wichtig, bei einer Frotzelei die Grenzen anderer zu respektieren und sich zu vergewissern, dass sie die Frotzelei auch als solche verstehen und nicht als Beleidigung auffassen. Wenn jemand sich beleidigt oder verletzt fühlt, sollte man sich entschuldigen und darauf achten, in Zukunft solche Frotzeleien zu vermeiden.

Eine Frotzelei kann in verschiedenen Situationen gemacht werden, zum Beispiel in Gesprächen mit Freunden oder Kollegen, um die Stimmung aufzuhellen oder um ein Thema auf humorvolle Weise zu besprechen. Es ist wichtig, dass bei einer Frotzelei beide Seiten die Absicht verstehen und dass niemand beleidigt oder verletzt wird.

P.S.​

 

Wie stehst du zu Frotzeleien, hast du dazu Fragen oder respektvolle Kommentare?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 15. März 2015
Überarbeitung: 1. Mai 2024
AN: #232
K: CNB
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